Die Geschichte des den Vater – im WvK - offenbarenden Sohnes geht weiter

 Hier wird an Vorlesungen über die Formierung von Kanon wie frühen Gemeinden, der Verfolgung von Christen, dann der folgenden Korinther-Vorlesung, wo die Vernunft/Weisheit (Christus) in unterschiedlicher Weise, in der römisch-katholischen Kirche als „Wort vom Kreuz“ definiert wurde, deutlich gemacht: Nicht nur an der Wurzel des Christentums, dann den biblischen Jesusgeschichten oder bei Paulus, auch bei der Entstehung von Kanon und Kirche, zeigt sich die im Öko-Logos definierte Weisheit als Jesus Christus.

Der „Gott sei Dank“ nach historischer Forschung und rationalem Denken übrig bleibende, völlig bedeutungslos gewordene Handwerksbursche war weder der historische, noch biblisch beschriebene Grund der Christusgeschichte(n). Wie hier an einzelnen Geschichtsstationen deutlich wird, gibt es für den nicht ein einziges wissenschaftliches Argument mehr.

Im Licht heute gegebenen Wissens zeigt sich Jesus Christus als historische Heilswirklichkeit, die die Hoffnung auf ein gelobtes Land als Leben in Vernunft wie kulturellem Friede begründete und so in wissenschaftlicher Aufklärung weitergeführt werden könnte.

Damit erweist sich auch der seit Nietzsche für die Wissenschaft ausgemacht Gottestod als Missverständnis in Sachen historischer Jesus. Das der Zeit entsprach, sich in deren Wandel erst heute aufgeklärt auflösen lässt: Dank der historischen Kritik, des heute gegeben Wissen um die bildhaft zu verstehenden biblischen Bedeutungsinhalte, die jüdische Vorgeschichte, die hellenistischen Hochzivilisation sowie ihr Denken und Diskutieren um das, was erst mit dem modernen Natur- bzw. ökologischem Weltverständnis zusammenzudenken ist.

Wer heute nicht nur das als vernünftig bezeichnet, was für ihn selbst Sinn macht, sondern nach „Welt-vernunft“ oder ökologisch gerechter, gemeinsinniger Lebensweise ruft, setzt inzwischen automatisch einen transzendenten, sich nur in Schöpfung (Ökologie, Evolution) ausdrückenden, bleibenden Grund/Sinn des Weltganzen voraus. Damit das, was der Antike Öko-Logos (Jesus Christus) offenbarte. Letztlich verweist jede natürliche Logik, die wir Dank Evolutionslehre in sämtlichen so erst endgültig „natürlichen“, statt weiter mysteriösen Prozessen voraussetzen, hinterfragen, auf einen schöpferischen Sinn/Grund auch des Ganzen.

Und auf diese Weise war so bekanntlich auch für antike Naturlehre (Logos) weiterdenkende Weltbürger der Antike, wie wir sie gerade aus dem hellenistisch aufgeklärten Judentum (dem Anfang der Christologie) kennen, die maßgebende „höchste Größe“ gegeben: Hat der Sohn auf den Vater verwiesen, von dem er gezeugt war. Das von diesem ausgehende, in antikem Monismus (früher Ökologie) begründete, weltbestimmende, so in Vernunft zu lebende schöpferische Wort liegt auch den biblischen Lehren und Geschichten zugrunde. Es  muss durch die Religionen zum Leben gebracht, im ewigen Auf-Wiederentdecken, Neuverstand des Alten immer wieder neu zur Kult(ur)bestimmung werden.

Das Wort vom Kreuz in der Heilsgeschichte „Jesus“

Die nicht durch Menschen oder deren Traditionslehren, sondern in antiker Ökologie/schöpferischer Wirklichkeit (jungfräulich) gezeugte Vernunft/Weisheit (damit Jesus Christus) wurde in Jerusalem von jüdischen Schriftgelehrten, wie dann römischer Autorität verurteilt, dem Volk verworfen und musste so das Kreuz tragen. Kein junger Mann oder ein fiktives Wesen, sondern der tatsächliche Christus musste in der Kirche des Westens das Kreuz der Zeit und ihrer kulturellen Bilder auf sich nehmen, in menschlicher Person (Rolle/Funktion/Identität) als Jesus von Nazareth auf dem Weg vom Heidenland nach Jerusalem zur Welt gebracht werden. Dieser kulturgerecht ausgedrückte, Menschgewordene, der so die kulturellen Vorbildern der Zeit erfüllte, war kein doketistisch zu vernachlässigendes Scheinwesen, sondern kreative Wirklichkeit in Kultur: Nur so war ein neuer Staatskult gegeben, eine für alle Völker geltende, bis zur Aufklärung gegebene Kulturbestimmung möglich. Was so heute aufgeklärt zu verstehen ist, um die Voraussetzungen zu schaffen, die Heilsgeschichte in mündiger Weise fortzusetzen. Damit die vielbeschworene Weltvernunft, ökologische Weisheit in Aufklärung zur gelebten Kult(ur)bestimmung werden zu lassen und die Kulturen „von Grund auf“ zu versöhnen.

Der Öko-Logos-Christus (damit antike Ökologie-/Evolutionslehre)

lag dem neuen Bund/Verstand zugrunde, der im Neuen Testament Gestalt bekam, Jesus als Wort vom Kreuz zur Geschichte machte, so echte Heilswirklichkeit war

Wer heute einen jungen Mann an den Anfang stellt, stellt in Verweigerung geschichtlichen Wissens die Geschichte auf den Kopf. Die in Monismus (früher Ökologie) begründete, der Antike maßgebende Sinnhaftigkeit, Weisheit, Weltvernunft, die heute vielfach vergeblich gefordert wird, musste am Kreuz der Zeit das Kreuz der Kult(ur)bilder tragen, um die Kulturen versöhnend im Volksverstand zur Kult(ur)bestimmung zu werden. Der heute für als historisch vorausgesetzte junge Mann kommt weder im Kanon, noch der eindeutig auf die Vernunft/Weisheit verweisenden, vom Logos als Sohn ausgehenden frühen Kirchengeschichte vor. Nachdem Jesus Christus in seiner historischen Wirklichkeit begriffen werden kann, fällt der Dank historischer Kritik übrig gebliebenen bedeutungslosen Handwerksburschen flach. Die Hochschullehre ist gefordert, die schöpferische Heilsgeschichte „Jesus Christus“ in aufgeklärter Weise fortzusetzen.

Wo der Öko-Logos-Christus (Weltvernunft/Weisheit) an der Achse der Zeit als Josua, lat. Jesus (damit historische Heilswirklichkeit) das Kreuz menschlicher Vorbilder für den neuen weltgültigen Volksverstand/Bund trug, in der bekannten Form ausgedrückt werden musste. Da ging es um eine Weisheit, die heute nicht nur in den naturwissenschaftlichen Fakultäten erklärt wird. Die in aller Munde, auf Weltklima-, wie Friedenkonferenzen das Thema ist und auch in der Kirche vergeblich gepredigt wird. Solange an den Hochschulen nicht in neuer Weise nach dem historischen Jesus gefragt, damit die wissenschaftliche Grundlage geschaffen wird, die ökologische Weisheit, gemeinsinnige Weltvernunft in der Liebe des Nächsten wie des Selbst nicht allein in christlicher Religion wieder zur Kult(ur)bestimmung werden zu lassen.

Wenn durch die Hochschullehre die Welt im Glauben gelassen wird, da wäre ein bibelschlauer Handwerksbursche christologisiert, für Bildungsbürger als universale Bestimmung (Wort) oder fleischgewordener Logos beschrieben worden. Und dieses heute dann meist nur in  Kulttexten/Mythen nachgeblätterte Wort hätte einzig auf die Wesentlichkeiten der Väter verwiesen, den Vater offenbart. Dann scheint auch dessen Tod besiegelt. Doch „Gott sei Dank“ zeigt sich: Der heute vorausgesetzte, allenfalls Weisheiten verkündende Handwerksbursche oder sein ihn nach plötzlichem Wandel zu Christus, Weisheit, oder Schöpfungswort machender Sektenverfolger. Die kommen weder in der Geschichte, noch den biblischen Geschichten und ihrer Theologie vor. Und da die sich aus dem natürlich-evolutionären Werden, der Ökologie abgeleitete Weisheit eine bestimmende Größe geworden ist, kann die Heilsgeschichte weitergehen. Denn wo das, was der Antike als Logos, Weisheit oder Weltvernunft galt, keine philosophische Spekulation, Geheimlehre für Intellektuelle, sondern eine ohne kulturelles Verständnis weitgehend vergeblich gepredigte Größe ist. Da wird es höchste Zeit, hier wieder zu hören, was buchstäblich bisher als Wort Gottes oder Christus galt. Was in menschlicher Gestalt zur Welt gebracht, Schrift wurde und so bis zur Aufklärung kulturbestimmend war.

Daher wird erneut deutlich gemacht, wie es nicht nur gegen alles Wissen spricht und die Geschichte auf den Kopf stellt, sondern es das derzeit größte Verbrechen an der Menschheit ist, diese weiter im Glauben an einen nach seinem Tod herrlich gemachten jungen Guru zu lassen.

Im Versäumnis christusgeschichtlicher Aufklärung wird versäumt, nicht nur die Weltvernunft, ökologische Weisheit… auf mündige Weise zu feiern und damit zur universalen Kult(ur)bestimmung zu machen, sondern auch ihren sich so offenbarenden Grund/Sinn: JHWH, Gott, Allah, Manitu… oder auch Grund des Tao und sonstiger östlicher Kulturkonzepte.

Auch wenn Professor Lampe als Vertreter heutiger Hypothese, wie oft auch seine Ausführungen der Anlass sind. Die Adressaten sind alle Hochschullehrer, die den „lebendigen Geist“ (auf den das Eingangsport der Neuen Uni in Bezug auf die von Jesus Christus abgelöste Weisheitsgöttin verweist) noch nicht aufgegeben haben. Oder handelte es sich bei Minverva auch nur um ein junges Mädchen?

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Professor Peter Lampe,

die von mir immer wieder gestellte Frage nach dem historischen Jesus ist keine Nebensache. Die von Ihnen vertretene historisch-kritische, an der Geschichtsrealität orientierende  Auslegung, die so die Glaubenskritiker, die nicht nur Christus, Wunder oder Auferstehung abstreiten und alles als Lug und Trug sehen wollen, längst eingeholt hat, muss weitergeführt werden. Doch wer ein theologisches Märchen im Stil der Zeit beschreibt, kann unmöglich bei einem jungen Mann stehen bleiben, dem nur noch ältere Mythen aufgebunden wurden.

Denn mit dem historisch-kritisch übrig bleibenden bibelschlauen Handwerksburschen und Visionen von dessen Anhängern sowie apologetischer Rede ist die geschichtliche Realität nicht zu erklären. Philo von Alexandrien (was wir heute über das hellenistische Diasporoa-Judentum, dessen nun universalen Verstand/Bund wissen) hat Ihnen bereits nach jeder Vorlesung über den historischen Jesus, Markus, wie die Jesusgeschichten im Profil geschrieben. Auch die Christologie- und die Auferstehungsvorlesungen ihrer Kollegen wurden bereits in historischer Realität argumentiert. So wurde deutlich gemacht, wie zwar das Christentum aus einer Vielzahl der nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in Kultur einsetzenden Erneuerungsbewegungen entstanden ist. Aber wie allein im hellenistischen Judentum der Diaspora, dessen aufgeklärt-allegorischem Verstand/Bund einer in Vernunft begründeten, damit jetzt allgemeingültigen, allumfassenden Bestimmung (Wort) die katholische (allumfassende) Kirche folgte, alle von Ihnen bisher dargelegten Bedeutungsinhalte der von Christus ausgehenden Heilsgeschichten Jesus, damit der Theologie des Neuen Testamentes historisch zu beobachten sind. Und wie nur auf dem bekannten Weg, den die katholische Kirche wählte, die universal begründete Bestimmung im Westen auch zum Volkskult werden konnte und so im Wandel der Zeit immer wieder neu zu verstehen ist, wurde allein in Ihrer Korinther-Vorlesung deutlich.

In diesem Sinn bitte ich Sie erneut, historisch-kritisch nach der zugrunde liegenden Tatsache zu fragen, die Jesus Christus ausmacht. Die zu all dem führte, was in den biblischen Geschichten bebildert und in der historischen Entwicklung, der kulturellen Diskussionen zu beobachten ist.

Gerade ihrer Ausführungen über die Geschichte und hervorragende Auslegung der Texte, die eine hochphilosophische-theologische, bewusst beschriebene Bedeutung in der Auseinandersetzung der Zeit zeigt, statt das von Glaubenskritikern im Kurzschluss meist unterstellte, märchenhaft zu glaubende Geschwafel zur Manipulation der Masse. Die zwingen zu einem neuen historischen Verständnis.

Danach könnten Sie nicht nur den Kollegen der naturwissenschaftlichen Fakultäten, sondern der Welt zeigen, wie es bei „Christus“ um genau das ging und geht, was erst die heutige Naturwissenschaft offengelegt. Was damit die unserer Zeit wesentliche Größe ökologischer Weisheit und Weltvernunft und nicht das derzeit angenommene Hirngespinst des Glaubens oder ein für die hellenistische Bildung zurechtgezimmerter Heiligenschein für einen Handwerksburschen war.

Denn dass so die Theologie nicht mehr ernst genommen wird, von der keine Antwort auf die Herausforderungen der Zeit, von Religion keine Relevanz für eine schöpfungsgerechte oder gemeinsinnige Lebensweise erwarten wird und der Gottestod beschlossen scheint, darf Sie bei heutiger Hypothese nicht wundern. Auch nicht, dass  so aller Glaube als Relikt von Gestern, sein Missbrauch und Fatal-Fundamentalismus zu täglichen Morden führt und er so zu Recht als große Gefahr gesehen wird.

Wer wie Sie mit Hilfe der Erkenntnis-, Hirnforschung und Psychologie uralte Fragen aufrollend „Die Wirklichkeit als Bild“ beschreibt. Der hat auch die Gabe deutlich zu machen, wie die in antikem Monismus realisierte, damit frühökologische Vernunft/Weisheit und kein einem Handwerksburschen verliehener Heiligenschein die historische Wirklichkeit des erst so zur Kulturbestimmung gewordenen Bildes war. Weil die heute in aller Naturwissenschaft erkläre, dann als Weltvernunft ausdiskutierte und als Ökologie des Menschen gepredigte Weisheit, Verantwortung nur in dem bekannten Bild bestimmend wurde und zur Aufklärung trug. Und so heute bei mündigen Menschen, egal in welcher Religion, wieder zur kulturellen Bestimmung werden kann. Ohne die aller Ruf nach einer „Kultur der Nachhaltigkeit“, „Ökologie des Menschen“, „Weltvernunft“, „gemeinsinnigen Lebensweise“ weitgehend Schall und Rauch bleibt.

Entschuldigen Sie, dass ich so weit aushole, bevor ich auf Ihre Korinther-Vorlesung und die Geschichtsvorlesung von Professor Strom komme. Die eindeutig belegten: Am Anfang stand kein junger Mann. Die frühökologische (universal begründete und allumfassend geltende) Weisheit, Vernunft „Christus“ war in menschlicher Ausdrucksweise  das historische Heilswesen „„Jesus“ und nicht umgekehrt.

Sie können auch nicht in Epheser- oder Kolosserbrief eine kosmische und kulturelle Realität, wie sonst eine schöpferische Größe, jetzt im Korinther eine ernsthafte Diskussion um die Weisheit bestätigen. Worauf auch die Bedeutung Jesus als Christus, Judenkönig, David- oder Menschensohn sowie die gesamte Theologie des Neuen Testamentes, damit die von Ihnen dargestellten Jesusgeschichten verweisen. Dann jedoch weiter einen jungen Mann als den historischen Jesus an den Anfang stellen wollen.

Die Frage nach dem Grund der Jesusgeschichte und damit dem Grund christlichen Glaubens lässt sich nicht einfach weiter vom Tisch wischen. Es macht einen mehr als gewaltigen Unterschied, ob die Welt denken muss, da wäre ein Wanderguru zum Christus gemacht und als universale Bestimmung und Offenbarer ausgegeben worden. Oder ob an den Hochschulen in aufgeklärter Weise bedacht, dann mit der Zeit auch in der Gesellschaft erkannt und selbstverständlich wird, wie die in Wissen/Erkenntnis begründete Vernunft, nach der wir alles evolutionäre Werden, wie das ökologische Ganze erklären und die daraus abgeleitete Weisheit als „Christus“ kulturbestimmend wurde. Und wie dies auf einen universal geltenden Grund/Sinn der war und sein wird (JHWH) verwies, diesen offenbar machte, auch dessen notwendige Verehrung in religionswissenschaftlicher Vernunft erklärte. Womit eine davon ausgehende Bestimmung/Wort in menschlich-kulturgerechter Ausdrucksweise das Heilswesen, der historische „Jesus“, später auch das Wort des arabischen Propheten war.

Was soll der Verweis, dass die Naturwissenschaft von der Glaubenslehre nicht mehr abgelehnt wird, man heute im Dialog steht. Und dass Sie die in Ihrer letztjährigen Weihnachtspredigt die geforderte schöpfungs-/zukunftsgerechte, statt nationalegoistische Lebensweise so wenig wie Franziskus  nicht mehr biblisch begründeten, sondern im Wissen, der Ökologie (auch des Menschen) der Gegenwart, weiß ich auch. Doch genau darum muss hier heute auch nach dem Grund des christlichen Glaubens gefragt werden. Denn wenn die Forderung nach Weltvernunft und Gemeinsinn nicht nur eine nun auch in der Universitätskirche verbreitende heiße Luft sein soll, ist es die Aufgabe der Hochschulwissenschaft deutlich zu machen, wie die Weisheit, die Sie predigen, auch in der Krippe lag. Wie die auf den JHWH der Väter, den Vater als den bleibenden, in personaler Weise zu verehrenden Grund des Kosmos verwies.

Der auch bereits in Bethlehem, im Namen Davids und dann Moses galt, in anderen Religionen nur andere Namen hat. Wie so die Weisheit/Weltvernunft auch in der Weihnachtsgeschichte eine menschliche Gestalt bekommen, ausgedrückt werden musste, um zum Licht der westlichen Welt zu werden. Und wie heute in aufgeklärter Weise daran anzuknüpfen ist, damit die Weltvernunft/Weisheit bei mündigen Menschen zur gelebten Kult(ur)bestimmung werden kann. Wie das nach Ihrer Auslegung ähnlich auch im Korintherbrief argumentativ mit Blick auf einen nicht von menschlicher Vernunft zu bestimmenden lebendigen Grund/Sinn aller Weisheit begründete wird.

Doch bei Ihrer heutigen Historien-Hypothese sind nicht nur Ihre Darlegungen über Jesus, wie die Theologie, damit auch die verschiedene Betrachtung von Weisheit im Korintherbrief nicht nur Zeit- und Geldverschwendung, sondern gefährlich. Nicht nur, weil so die grün-rote, wie auch kirchliche Predigt über eine ökologisch, humanistisch, damit schöpferisch-soziale,  gerechte, statt die Zukunft unserer Enkel vernichtende Lebensweise weitgehend vergeblich bleiben. Wenn Sie weiter Ihre Studenten im Glauben an einen gutherzigen Guru als den historischen Jesus lassen, der dann ohne Begründung, aufgeklärten Verstand Sonntags weiter als Christus gepredigt wird, bestätigen Sie nicht nur den scheinbaren Gottestod, sondern liefern Sie  jedem fanatischen Unsinn der Welt die Steilvorlage.

Wenn es am Anfang nur am das gegangen wäre, was nach heutiger Hypothese, angenommen wird, wäre die theologische Lehre nicht nur Steuerverschwendung, sondern höchst gefährlich. Was soll ihre Darlegung von Paulus, wenn Ihre Studenten davon ausgehen müssen, dass der Verfolger der Sekte eines gutherzigen Gurus, den nach Ihrer Hypothese eine Philosophenschule in Johannes als fleischgewordenen Öko-Logos (jüdisch-hellenistischer Philosophie) beschrieb, nach einer Halluzination seine eigene Theorie in die Welt setzte? Dann eine Kirche gründete, die der angebliche gute Junge gar nicht wollte. Damit eine Kirche hervorrief, die sich zwar nur noch für Karitas und Moralpredigt zuständig sieht, aber weit darüber hinaus für eine aufgeklärte „Kultur der Nachhaltigkeit“ gebraucht würde.

Wenn Glaube für tägliche Morde missbraucht wird, nicht nur von fatal-fundamentalistischen Moslems (die ihre buchstäbliche Auslegung des Koran zur Weltherrschaft machen wollen), sondern auch von ähnlichen in der „Dritten Welt“ aufkeimenden christlichen Bewegungen eine große Gefahr ausgeht, sollte Sie das nicht wundern. Wo den Studenten im 3. Jahrtausend (gegen besseres Wissen) weiter beigebracht wird, dass am Anfang ein bibelschlauer Handwerksbursche stand, dieser dann nach Hinrichtung durch Hirngespinste (in Gemeindebildung, Sie sprechen von Visionen und Massenhalluzinationen, wie späterer Apologetik für Bildungsbürger) seiner Anhänger zum Christus und so von einem geheimnisvoll gewandelten Sektenverfolger als Weisheit verkündet wurde. Da ist aller Unsinn vorprogrammiert. Schnell weg damit. 

Wie es zu kurz greift, nur Weisheit zu predigen, wenn statt unglaublich gewordener menschlicher Gottesbilder aus Buchstaben oder Bauchgefühlen, dann Konsumwachstum, Kapitalegoismus, sinnloser Kommerz vergöttert werden. Wie eine menschliche Kultur ihren heute wissenschaftlich erklärten Grund/Sinn und die davon ausgehende Bestimmung in Religion (damit im ewigen Wiederverständnis/Neuentdecken des Alten) auf mündige Weise verehren, mit ganzem Herzen lieben muss, um in Weltvernunft und kulturellem Friede zu leben, zeigt die Geschichte. Doch was so selbst noch christliche Kalife im Namen Jesus erhofften, ist bei Ihrer Hypothese nicht zu bedenken. Denn diese Aufgabe, die die Hochschulwissenschaft hätte, setzt ein neues Verständnis des historischen Jesus, damit des christlichen Glaubensgrundes voraus. Und dessen aufgeklärtes Verständnis ist zwar nicht allein durch Ihre Vorlesung, wie die von Herr Strohm gegeben, lässt jedoch hier begründen:

1.       1. Die Geschichte der frühen Kirche, schöpferischer Vernunft/Weisheit als Christus in Kanon und Kirchenkonzept

Allein davon auszugehen, dass es nach allem Wissen um die Vorgeschichte, wie kulturgeschichtliche Entwicklung und das Denken und Diskutierten der Zeitenwende bei Christus nur um das gegangen sein kann, was Griechen als Logos, Juden als Weisheit aus natürlicher Schöpfung abgeleitete maßgebende und dann heilige Größe war, ist zu wenig.

Dank der guten Gliederung der Vorlesung über die Geschichte der frühen Kirche und die hervorragend dargelegten Fakten zeigt sich nicht nur in an jeder Stelle der Geschichte, wie die Vernunft/Weisheit auch das anfängliche Thema war. Auch warum diese nur in der bekannten Ausdrucksweise, damit auch der kulturgerechten Ausdrucksweise, Verschriftung „als Wort vom Kreuz“ zur Heilswirklichkeit wurde, wird verständlich.

Nicht nur die bereits behandelten Vorlesungen über die von Vernunft/Weisheit getragene Umwelt, aus der das Christentum erwuchs und die Vordenker der Kirche (Apologeten, Väter der Kirche, wie ihre christlichen Gegner) die allesamt von philosophischer, damit frühökologischer Vernunft/Weisheit ausgingen, den Öko-Logos als Sohn sahen, haben so das christliches Wesen bewiesen.

Auch in der weiteren Geschichte zeigt sich eindeutig: Die Geschichte der Kanonisierung, der Institutionalisierung der Kirche, der sich von Judentum abgrenzenden Christen, deren Ablehnung im Volk und Verfolgung, wie der gesamte weitere Weg zu Staatskult und Kirche ist die Geschichte der Weisheit im Christuskult. Was in kulturgerechter Fleischwerdung das Kreuz der Zeit trug, ist die Weisheit, nach der heute ohne Kulturbestimmung alle vergeblich rufen.

1.1.  Wo die wilden Anfänge, die sich gegenseitig bekämpfende Vielfalt von christlichen Kirchen

und zahllosen Bewegungen, damit die „zentrifugalen christlichen Kräften“, wie auch Markionismus, Manichäismus, Montanismus…, durch Kanon- und Kirchenämter zu einer Einheit werden sollten. Damit Denkmodelle, denen heute auch von Wissenschaftlern wie Christoph Markschies die philosophisch bedachte Vernunft/Weisheit bestätigt wird, zur Kirche wurden.

Wie kann es da in dieser Kirche, wie im neutestamentlichen Kanon um einen jungen Mann gegangen sein? Gerade mit Blick auf die römisch-markionitische Kirche, die erstmals einen neuen Kanon (Paulustexte und ein Evangelium vergleichbar Lukas) herausgab. Weil sie das Alte Testament, aber auch die menschliche Ausdrucksweise/Gestalt des Logos-Christus ablehnte, ist ihre Hypothese unhaltbar. Aber auch bei der ebenso von Wissen/Erkenntnis der Zeit ausgehenden römisch-katholische Kirche (die sich im Wort vom Kreuz, der menschlichen Ausdrucksweise auf dem wahren Weg sah) so dafür sorgte, dass sich das weltabgewandte, vergeistigte antike New Age nicht verfüchtigte, sondern zum allumfassenden Volkskult werden konnte, ist der anfänglichen Heilsprediger nicht zu machen.

Wie soll der, dessen Heiligenschein Sie dann in „Die Wirklichkeit als Bild“ durch Visionen seiner Anhänger erklären müssen, in antiker Hochzivilisation, bei Verfassern der Jesus-Geschichte eine Rolle gespielt haben, von deren Bildung Sie  stundenlang schwärmten? Wie sollen hellenistische Bildungsbürger in Mitten des Mittelplatonismus in einer Zeit, die über philosophisch-monotheistische Modelle mit Zeus, Serapis oder sonstige Verkörperung im Öko-Logos begründeten höchsten Wesentlichkeit nachdachte, in einen jungen Mann oder einer diesem aufgesetzten Halluzination all dies gesehen haben? Wie solle dort ein junger Mann als die Weltbestimmung gesehen und hingestellt worden sein, die philosophisch definiert wurde und im Sinne der Hebräer auf den Grund allen Seins verwies?

Und welche Krankheit hat dann dazu geführt, dass philosophisch-theologische Denker dieses einem Heilsprediger aufgesetzte apologetische Hirngespinst dann auch als das diskutierten, was wir heute erst wieder als Weisheit/Weltvernunft verstehen. Nein, es war kein Heiligenschein, sondern die historische Heilsrealität, die damals auf hochphilosophische Weise über Jahrhunderte zu heißen, existenzielle Debatten über das Wesen des Logos-Chrisus führte. Wonach die philosophisch realisierte Vernunft/Logik bei den Vordenkern der Kirche zwar Wesenseins mit ihrem ewigen Grund/Sinn war, einzig auf diesen verwies, nur davon ausging und nicht seine Person (Identität) einnimmt?

Denn wenn Sie die in Naturlehre begründete Vernunft/Sinnhaftigkeit bedenken, die Christus ausmachte und heute naturwissenschaftlich freigelegt wird, lässt sich das alles nicht nur erklären, sondern erscheint höchst aktuell. Wer heute davon ausgeht, dass auch dann wieder etwas wächst, wenn der zum Anthropozän gewordene Mensch die Natur und deren ökologische Gleichgewichte zerstört hat, braucht nicht zu aber zu glauben. Der bestätigt das, was Paulus den Korinthern belegte oder Tertullian & Co. argumentierten.

Auch wenn, wie Sie zu Recht sagen, dass der „fleischgewordene“ Öko-Logos das Thema war. Dann wissen Sie, wie eine philosophische Wirklichkeit im Bild zu beschreiben war. Denn dort, wo Sie ihren jungen Mann herleiten, kommt der nicht vor. Die in früher Ökologie begründete Sinnhaftigkeit/Vernunft, die in kulturgerechter Ausdrucksweise das Kreuz der Zeit ertrug. Die war als Logos-Christus keine Halluzination oder ein apologetischer Titel, der einem Handwerksburschen verliehen wurde, sondern als kulturgeschichtliche Heilswirklichkeit die historische Tatsache Jesus.

Wie kann man den sich aufgrund ihrer dualistischen, verworrenen, intellektuell bleibenden, geheimnisvollen Lehren für Eingeweihte… (den zentrifugalen Kräften), die sich daher nicht nur in den Augen kirchlicher Vordenker zu Unrecht auf Vernunft/Erkenntnis/Weisheit beriefen, die Begründung in früher Ökologie bestätigen. Wie dies nicht allein Wissenschaftler wie Christoph Markschies tun. Dann den Vordenkern der Kirche, die die sich verflüchtigenden Kräfte eines antiken New Age bündelten, in ihrer volksgerechten Ausdrucksweise im Sinne des bildhaft verstandenen Alten Testamentes zu Recht den wahren Weg der Erkenntnis sahen, einen christologischen Heiligenschein und hellenistische Einfärbungen eines bibelschlauen Handwerksburschen unterstellen? Mit dem, den nicht nur Markschies in Dokumentarfilmen vorstellt, sondern Sie ihren Studenten als historischen Jesus und so ursprünglichen Grund beibringen, wird nicht nur Geschichte auf den Kopf gestellt. So wird alle Theologie bedeutungslos, der scheinbare Gottestod bestätigt.

1.2.  Wo an gleichen Orten, zur gleichen Zeit im Namen Christi in der Paulusliteratur über die

Bedeutung der Weisheit, die kulturgerechte Vermittlung des schöpferischen Wortes und dessen Grundes gestritten wurde, gesetzestreu-buchstabenbezogene, wie rein intellektuelle oder sich nicht auf einen schöpferischen Grund/Sinn beziehende Weisheitslehren abgelehnt wurde. Und dann argumentiert wurde, wie die Weisheit als „Wort vom Kreuz“, damit eine den Kulturbilder entsprechende Ausdrucksweise für die volksverständliche Vermittlung, die künftige, so immer wieder neu zu begrünende Kulturbestimmung der richtige Weg war.

Wie soll sich dort ein Kanon und eine Kirchenordnung aufgrund der Lehre eines bibelschlauen Landstreichers entwickelt haben? Der nur als höchste Wesentlichkeit, universale Bestimmung, damit  als eine die Antike bestimmende Weisheit nur hingestellt, für Bildungsbürger als Logos ausgegeben wurde. Und wie bedeppert müssten die alle gewesen sein, an diesen Mist zu glauben? Und dann auch noch auf philosophische Weise zu diskutieren, wie wenn es wirklich um die Weisheit, Weltvernunft gegangen wäre.

Auch warum dann die richtigen Definition eine existenzille Frage war, ernsthafte Denker den ganzen Staatsapparat störten, ständig die Kaiser belästigten und die sie beratenden Intellektuellen der Zeit diskutieren ließen oder sich gegenseitig der Häresie beschuldigten. All das ist nur in der realgeschichtlichen Entwicklung der Definition der Weltvernunft im Sinne der Kultur, nicht in einem Hirngespinst zu erklären, das einem Handwerksburschen aus apologetischen Zwecken aufgesetzt wurde.

Wer sich nicht weiter mit diesen Diskussionen befasst, heutige Predigten hört, kann möglicherweise Denken, dass auch damals nur heiße Luft wegen einem jungen Mann war. Aber Sie machen gerade in der Paulusliteratur die Diskussion der Zeit um das Wesen der Weisheit deutlich. Und Sie kennen auch die gesamten hochphilosophischen und teils heftigen Auseinandersetzungen oder die Argumentation der das römisch-katholische Kultkonzept gegen andere, auch andere christliche Lehren. Und die sprechen nicht nur vom Logos-Christus, sondern haben eindeutig das zum Gegenstand, was uns als Weltvernunft gilt, als Wort historisches Heil „Jesus“ war.

1.3.  Wo nach gegebenen historischen Heil (Jesus) Amtsstrukturen und der Kanon entstehen

mussten, damit der Wildwuchs unüberschaubarer, sich bitter und unheilvoll bekämpfender Vielfalt von zwar im Öko-Logos gründenden, aber dualistischen, weltabgewandten, mysteriös bleibenden, nur Eingeweihten geltenden… Erkenntnislehren zur Einheit werden konnte. Weil anfänglich Kirchen mit verschiedenen Konzepten, Christentümer unterschiedlicher Begründung waren. Die sich als wahres Judentum sahen oder die Thora ablehnten. Die über das christliche Wesen und dessen Definition stritten, dies teilweise nicht in seiner menschlichen Ausprägung akzeptierten oder rein intellektuelle Weisheitslehren vertraten. Und die auch ganz  gegensätzliche Lebenslehren vertraten.

Was alles in einem Kulturwandel, bei dem die alten Autoritäten (auf jüdischer Seite das Gesetz, auf römischer Seite die Mythengottheiten) in Frage gestellt, die Weisheit/Vernunft mehr oder weniger auch im Kult maßgebend wurde, ebenso logische ist, wie dass daraus verschiedene Schlüsse gezogen und die Wege zur Umsetzung in Kultur/Volksverstand diskutiert wurden.

Wie soll aber da der Anfang von „einer“ Sekte ausgegangen sein, die die Lehre „eines“ Heilspredigers zum Maß hatte, diese als universale Bestimmung sah oder sie dazu machte?

Wie kommt man auf die absurde Idee, aus Texten, die zwar die allumfassende Einheit schaffen mussten, aber selbst weiter ganz unterschiedliche Konzepte vertraten und verschiedenartig bewusst komponierte Geschichten erzählen, einen jungen Mann abzuleiten? Von den nicht in den Kanon aufgenommenen Evangelien oder beispielsweise die bei Griechen in Hermes verehrte Weisheit in der Geschichte dessen Hirten beschreiben und beinahe ins Neuen Testament aufgenommen worden wäre, ganz zu schweigen.

Zumal nach Ihrer Aussage der Jesus der ganz unterschiedlichen Geschichten von der als Johannes schreibende Philosophenschule (Lieblingsjünger) als fleischgewordener Öko-Logos beschrieben wurde, was hellenistischen Juden Bestimmung (Wort, Sohn) war. Oder bei Paulus der gekreuzigte und Auferstandene eine kosmische Größe ist, die Weisheit als Christus beschrieben und Thema einer Diskussion ist, bei der es nur um die Umsetzung, Definition der Weisheit, damit des Öko-Logos gegangen sein kann. Und wenn Sie wissen, wie es bei Christus um eine kosmische, in der Kreativität der Welt begründete Größe ging und sich das Heil „Jesus“ historische belegen lässt. Wo nehmen Sie da noch ihren jungen Mann her?

1.4.  Wo eine Kirche den ganz unterschiedlichen Definitionen des Logos-Christus, der Vielfalt von

Lehren entgegenstellt wurde. Innerhalb der auf hochphilosophische (dabei von Vernunft als Sohn sprechende) weiter um die wahre Definition des christlichen Wesens/des Öko-Logos-Christus über Jahrhunderte mehr als heiß gestritten wurde.

Womit die bereits im Korintherbrief beschriebene Bedeutung der verschiedenartigen Definitionen der Weisheit, des Logos-Christus im Sinne von Vernunft/Weisheit, die auf ihren Sinn/Grund verweist, in der bekannten Weise weitergeführt wurde. Weil, wie nicht nur Tertullian oder der für die kath. Kirche und ihren Kanon maßgebende Athanasius argumentierten: Allein die Vernunft wie die Strahlen auf die Sonne auf ihren bleibenden Grund/Sinn verweist, von dem sie ausgeht.

Wie kann man dann dieser Kirche, deren Vordenker auf hochphilosophische Weise mit den anderen christlichen Kräften über den richtigen Weg stritten, um den Logos-Christus  (damit die ökologische Weisheit als Gesalbter, König) zur Welt zu bringen, unterstellen, dass der eigentliche Grund ein bibelschlauer Charismatiker war? Oder ein Konstrukt, das diesem aufgesetzt wurde, um seine Sekte für hellenistische Bildungsbürger apologetisch schmackhaft zu machen, intellektuell aufzuwerten. Was bei heutiger, inzwischen jedoch mehr als notdürftiger Hypothese die einzig mögliche Erklärung ist.

1.5.  Wo sich der Weg zur Einheit von anfänglichen Laien-Presbyter, über die von den Gemeinden

gewählten Bischöfen, bis zur Lehr-Autorität des für den Westen dann maßgebenden römischen Bischofs als einziger Ausweg erkennen lässt, um der unheilvollen Vielfalt von intellektuellen philosophischen Bewegungen und der Diskussion um das Wesen der Vernunft/Weisheit Herr zu werden.

Und Sie gleichzeitig auch wissen, wie im hellenistischen Judentum der Diaspora, dessen Christologie die römisch-katholische Kirche folgte, im aufgeklärten Verstand/Bund (der das allegorische Verständnis der Thora und der Moses-Propheten als frühen Philosophen voraussetzte) im Öko-Logos das lebendige Wort verstanden wurde. Das damit universal begründete und so weltgültig, allumfassend war. Was eine auch im Westen volksgerechte Ausdrucksweise suchte. Um bei die Kaiser als Bestimmung Sehenden, menschliche Gottheiten mit philosophischem Bart Gewohnten, dann im philosophischen Monotheismus einen Pantokrator wie Zeus Verehrenden, gerecht zu werden. Damit im Sinn der jüdischen Kulturgeschichten und Erfüllung der paganen Kultur-Bilder, die philosophisch ausdiskutierte Weltvernunft, den Öko-Logos als Gesalbten (Christus) zur neuen Kult(ur)bestimmung zu machen. Die dann auch Franken und Germanen, die in früher Globalisierung und Völkerwanderung ins römische Reich emigrierten und die Herrschaft an sich rissen, gerecht werden musste.

Dann ist zwar der Weg zu verstehen, den der Öko-Logos-Christus als Wort vom Kreuz der kirchlichen Lehre gehen musste. Dann nach einem in den Mythos zurückgefallen Mittelalter und missbrauchter päpstlicher Autorität, dies am Beginn der Neuzeit an den Kanon antiker Schriften ging. Der in Renaissance (Wiedergeburt der Antike) und Übersetzung in volksverständlicher Sprache als bestimmendes Wort, einzige Autorität Gottes galt und so dessen Wirklichkeit in der Welt offenbaren musste. Was in einer Zeit, die weit davon entfernt war, wie die Antike über einen im Öko-Logos offenbaren Sinn/Grund des Weltganzen, eine davon ausgehende Bestimmung von Weltbürgern nachzudenken und wie wir von Weltvernunft, allumfassender ökologischer Weisheit zu reden, in evolutionärer kultureller Entwicklung scheinbar der richtige, dann zur Aufklärung führende Weg war.

Doch wie soll es in antiker Aufklärung, bei der der philosophisch begründete Öko-Logos zunehmend sagte was Recht ist und auch zur auch kulturbestimmenden Größe wurde, um den heute bedeutungslos gewordenen jungen Mann oder eine ihm aufgesetzte Weisheit gegangen sein?

Spätestens als Benedikt XVI. vor dem Bundestag den Grund des Rechtes nicht mehr in der Bibel nachblätterte, sondern sich auf jüdische Weisheit, wie die Stoa berufend in Ökologie zu bedenken gab. Wäre es da nicht Aufgabe der modernen Theologie gewesen, hier auch nach dem christlichen Wesen zu fragen, das auch Grund christlicher Religion war. Das der Kirchengeschichtskenner bei fast allen intellektuellen Reden, gerade wenn er an Universitäten wie der Pariser Sorbonne sprach, als mit Verstand einsehbare schöpferische Vernunft im Weiterdenken griechischer Philosophie bezeichnete. Damit Ihren Studenten auch in Heidelberg verständlich zu machen, dass bei anfänglichen Christen eine heute mehr als wesentliche Größe und kein Hirngespinst die Bestimmung (Wort) war, das einzig auf den Gott der Väter verwies.

Und so künftige Pfarrer und Lehrer nicht nur den Grund des Rechtes, sondern den Gott der christlichen Religion als den sehen zu lassen, auf den bei Christen einzig der Öko-Logos, Vernunft (heute aller Evolution und Ökologie) verweist. Damit nicht allein das lebendige Wort in zeitgemäßer Weise verstehen zu lassen. Vielmehr auch den, von dem bisher gedacht wurde, dass er „abgeschrieben“ sei und so durch die Aufklärung totgesagt, wieder in aufgeklärter Weise als höchst lebendig erscheinen zu lassen.   

1.6.  Wo anfängliche Presbytervefassungen nach jüdischem Muster waren oder Wanderphilosophen

Gemeinden vorstanden, dann funktionale Strukturen in paulinischer Weise (bekanntlich von schöpferischer Weisheit ausgehender) eine Einheit für den künftigen Staatskult, geschaffen wurde.

Wie wollen Sie Christen, die nicht nur jüdisches Muster in kirchlicher Gemeindestruktur weiterführten, sich als „wahren Juden“ verstanden, ihren jungen Mann unterjubeln?

Sie wissen doch, wie für natur-, wie himmelsbeobachtende, Schöpfung in Schrift/Gesetz fassende Hebräer, die von einem unsagbaren Grund ausgehende, in kosmischer Realität begründete Wort/Vernunft des Werdens als Wort, Heil war. Und wie dabei dann in zwischentestamentlicher Zeit bei philosophischer, frühökologischer Begründung auch von Weisheit im Sinne der Könige Saul, David oder Salomo, dann auch „Jesus“ gesprochen wurde.

Nicht allein was die Weisheitstexte im Namen Jesus Sirach betrifft. Auf die sich Phillip Melanchthon bezog, als er einem Apothekerfreud die einheitlich Übersetzung bisher lateinischer Gottessnamen oder Christologietitel in volksverständliche Sprache begründete. Schon der holländische Denker Geradus Johannes Petrus Josephus Bolland hat darauf hingewiesen, wie das hellenistische Judentum (Philo von Alexandrien) den Logos als Josua sah, damit als Jesus bezeichnete. Auch wenn für Ihn, wie Ihre neutestamentlichen Kollegen, die als Radikal(wurzel)kritiker zählen, die Zeit noch nicht reif war. In ihrer Zeit der Logos und damit das lebendige Wort als Christus nicht in Gegenwart verständlich zu machen, das historische Heil „Jesus“ zu begründen und so weiterzuführen war. Wie es Ihnen möglich wäre.

Ebenso bekannt ist, wie die weiter auf kabbalistisch-traditionelle Weise in Zahlen- und Zeichenmystik, wie auch nichtjüdische Geschwister Christi ihren Kult in kosmischer Realität gründeten. Es bleibt Fakt: Mit „wahren Juden“ ist die Hypothese vom herrlich gewordenen jungen Mann nicht zu machen.

Und wie wollen Sie dann auch noch (ähnlich wie Sie das aufgrund Ihrer Hypothese bei den Verfassern von Lukas & Co, den Johannes- oder Paulustexten tun müssen ) nun auch Wanderphilosophen als frühen Gemeindevorstehern unterstellen, einem Handwerksburschen einen Heiligenschein aufgesetzt zu haben, damit dieser der Bildung gerecht wurde? Wollen Sie Wanderlehrern, die sich nicht nur als Kyniker oder Stoiker eindeutig in antiker Ökologie begründeten, unterstellen, den Geist aufgegeben und sich der Sekte eines bibelschlauen jüdischen Handwerksburschen  angeschlossen, so dann als Gemeindeleiter gewirkt zu haben? Denn das wäre bei Ihrem angeblich historischen jungen Mann, dem der Christus aufgesetzt wurde, der fleischgewordener Logos war, die unabdingbare Voraussetzung.

Und dass es bei den Gemeinde-Strukturen „Paulus“ um eine Weisheit ging, die sich in kreativer Wirklichkeit, nicht im Kopf der Menschen oder einzelner Lehrer begründete, haben Sie selbst erklärt.

Welche Fehlschaltungen führen dazu, dass Sie weiter auf einen jungen Mann bestehen, statt zu bedenken, wie die Weisheit in der Kirche in der Rolle eines Gottessohnes mit zwei Beinen das Kreuz der Vorbilder trug? Was bekanntlich auch die ablehnten, die das Wort auf Arabisch in einem Propheten sprechen ließen.

Oder ging es auch bei philosophischen Denkern arabischer Aufklärung, denen bekanntlich ebenso der Logos, die Weisheit galt, nur um eine Heilsprediger-Verherrlichung, ein Hirngespinst des Glaubens? Das dann nach Forschung ihres kath. Kollegen Karl-Heinz Ohlig  zu Mohammed wurde.

Warum allein die Vordenker des Islam (als aufgeklärt im Logos gründende Denker Christen ohne Kreuz) und damit auch der Jesus und seine Mutter im Koran, deutliche Belege für den wahren historischen Jesus Christus sind und wie dortige Aufklärung die christliche voraussetzt, wird unter www.jesus-lebt-wirklich.de weiter ausgeführt.

1.7.  Wo sich aus dem Streit um den das Wesen des Logos, dann Kanon, Kirche, später Koran,

auch radikal-asketische christliche Bewegungen und ganz unterschiedliche Lehrmodelle entwickelten, dann ist all dies verständlich.

Sie wissen, wie allein im Judentum ganz unterschiedliche vielfältige Reformbewegungen waren, im Zeitenwandel nach Erneuerung des alten Bundes gesucht wurde. Auch in Qumran. Wie jedoch für als Weltbürger geltende hellenistische Juden der Diasproa, die im bildhaften Verstand der Thora die Moses-Propheten als frühe Philosophen sahen, der Kosmos der wahre Tempel war. Und wie die in früher Ökologie begründete Vernunftlehre im neue Bund/Verstand als die bisher nur Beschnittenen geltende Bestimmung (Wort) galt. Was auch als Weisheit bezeichnet wurde, bei Philo von Alexandrien als Josua, lat. Jesus definiert ist. Der damit als genau das zu sehen ist, was Juden als Gottes- oder Menschensohn galt und aus dem Stamme Davids kam.

In diesem Sinne habe ich auch schon mehrfach darauf hingewiesen, wo die frühökologische Weisheit als neuer Judenkönig (Gesalbter, Gottessohn) galt. Und wie dies von Philo in einer Josefsgeschichte gar dem römischen Senat als Staatsmodell eine Kultur-Demokratie der Weisheit vorgestellt worden sein soll, zumindest in Diskussion stand, ist Ihnen auch bekannt. Wie das die im Neuen Testament beschriebene Basileia (Königsherrschaft) schöpferischer/ökologischer Weisheit, damit historische Heilshoffnung „Josua“, lat. Jesus war, liegt auf der Hand. Dies wurde bereits ausführlich beschrieben. Als Sie die heute kaum mehr wahrgenommene politische Dimension Jesus Christus (dessen Basileia) bei ihren Vorlesungen in den Vordergrund stellten.

Auch wenn die römisch-katholische Kirche für den neuen römischen Staatskult dem katholischen (allumfassenden), selbst in indisch-buddhistischer Philosophie begründeten Konzept aufgeklärter hellenistischer Juden folgten. Die christlichen Anfänge sind nicht nur im hellenistischen Judentum, dessen universalem Verstand/Bund zu suchen, sondern im umfassenden Kulturwandel der Zeit. Auch die politischen Umständen und damit der die damalige Welt umfassenden Suche nach neuen Staats- und Kulturkonzepten, wie sie bei den römischen Gottheiten treuen Philosophen zu beobachten sind, müssen bedacht werden. Nero oder die am laufenden Band zu Kaisern erhobenen Soldaten haben mehr damit zu tun, dass sich auch Römer dem nun universalen Bund/Verstand hellenistisch-christologischer Juden anschlossen, als all heute bei einem Heilsprediger erklärten Notdürftigkeiten.

Die Erneuerungs- und Reformbewegungen in römischer Religion, wie die vielzähligen, im Wandel der Zeit erwachsenen, im Öko-Logos-Christus begründeten weiteren urchristlichen Erkenntnisbewegungen, Kirchen, die das Judentum ablehnten, gehören ebenso zu den christlichen Anfängen. Auch beispielsweise Simon Magnus, in dem diese Denkweisen möglicherweise zusammengefasst sind (damit ein anderer Petrus als der römisch-katholische, der sich auf Philo, damit das aufgeklärte Judentum und dessen allumfassende Christologie berief) standen. Die galten selbst ihren sie aufgrund ihres universalen, allumfassenden (katholischen) Weges angreifenden Diskussionspartnern als Christen.

Doch wie kann man einer Zeit, die ihren Kult in Vernunft erklärte, im antiken Monismus (früher Ökologie) „Zeus“ oder „Jupiter“ an die Spitze stellte. Die auch in Denkmodellen, die auch dem Judentum gerecht wurden, von einer höchsten Wesentlichkeit/Sinnhaftigkeit als Theos Hypsistos sprach. Dann aber weiter unterstellen, einen Heilsprediger als universale Bestimmung gesehen oder in dem die Offenbarung der dann und dort in Vernunft erklärten höchsten Wesentlichkeit/Sinnhaftigkeit gesehen zu haben. Und wie dies dann auch als „wahres Judentum“ gegolten haben soll oder eine Heilspredigerverherrlichung dann Gegenstand der Diskussion über die Bedeutung der Weisheit in Bezug auf den jüdischen JHWH als unsagbaren Grund/Sinn allen Seins gewesen sein soll. Das ist gleich gar nicht zu erklären.

Sie kennen die im Wissen der Zeit begründeten Erkenntnislehren, die noch nicht in Evolutions- oder Ökologielehre, sondern in Äonenmodellen den in Vernunft erklärten Lebensfluss als wahren „Sohn“ bezeichneten. (Je nach Modell auch von Söhnen und so verschiedenen Vätern sprachen.) Die so nicht mehr im Mythos, sondern in Vernunft begründeten und in antik-wissenschaftlichen Modellen auch den Sinn des Weltganzen verdeutlichen. Womit der eine Sohn einzig auf seinen unsagbaren Grund verwies, von dem er ausging: Vater.

Wobei der mangelnden allegorische Verstand der Thora auch dazu führte, dass dies nicht mit dem allzu menschlichen Schöpfergott der jüdischen Mythen (als Demiurg ein Handwerker im Himmel, ähnlich heute) zusammengedacht, daher die Thora abgelehnt wurde. Damit eine römische Kirche, wie der Markionismus, die das philosophische Wesen des Öko-Logos in den Vordergrund stellte, dessen allzu menschliche Ausdrucksweise ablehnte, die Erstausgabe des Neuen Testamentes herausgegeben wurde. Dem die bisher das Alte Testament im Kult lesende römisch-katholische Kirche dann einen eigenen Kanon entgegenstellte. Der den Bezug zur Christologie des aufgeklärten Judentums, dem neuen jüdischen Bund/Verstand herstellte. Weil die Geschichte eines heldenhaften antiken Weisheitslehrers als Heiland nicht nur die historische Heilsgeschichte besser beschrieb, sondern mehr als Moses-Mythen die dem Volksverstand der Zeit entsprechende Ausdrucksweise, Voraussetzung für die neue Kulturbestimmung war.

Was hat das aber alles mit einem trinkfreudigen Galiläer zu tun, wie Gerd Theißen nicht nur in Heidelberg den Studenten den Grund christlichen Glaubens vermittelte und auf den Sie weiter beharren?

Wenn heute den christlichen Anfängen in Simon Magnus und dem Markionismus kein junger Mann mehr unterstellt werden kann, sondern eine philosophische Lehre bedacht wird. Dann ging es genau um den Öko-Logos, die Weltvernunft, die als Weltbürger geltenden hellenistischen Juden zur Zeit und in Definition Jesus als Wort/Bestimmung verstanden. Was so ein allumfassender (katholischer) Bund war. Der dann römisch-katholisch als in bekannter Weise als „Wort vom Kreuz“ zur Welt kam.

Aber wenn Sie sich weigern, das hellenistische Judentum, aus dem die Christologie stammt, so von Ihren Kollegen wie Jörg Rüpke als „Christentum“ bezeichnet wird, mit dem historischen Jesus zusammenzudenken.  Damit einen denkenden Natur-/Vernunftglauben, wie wir ihn nicht nur durch Philo von Alexandrien aus der Zeit Jesus kennen, ausgrenzen. Ist das nicht so, wie wenn Sie den im Exil der antiken Hochkulturen (Ägypten wie dann Persien) von frühphilosophischen Propheten bedachten Exodus, damit das gesamte Judentum in Wasser fallen lassen würden? Nur weil Sie im Gegensatz zu ihrem Vor-Vorgänger Klaus Berger die Engeln nicht mehr wörtliche nehmen, die einem Meeresteiler auf einem Berg Tontafeln in die Hand drückte. Denn so wenig dann nur ein einfacher alter Mann mit Namen Moses der Grund des anfänglichen Bundes/Verstanden schöpferischer Bestimmung/Wort war, können Sie den nun allumfassenden Exodus/Bund erneut „an den Nagel hängen“, weil sie das nicht mit Ihrem jungen Mann zusammenbringen.

Wenn doch der junge Mann an keiner Stelle der Geschichte, in keiner Silbe der vom Gottes-, David- Menschensohn oder so auch der schöpferischen Basileia sprechenden, damit von Weisheit oder Tempel und lebendigen Wort ausgehenden Geschichten vorkommt. Was auch alles logisch ist, wenn Sie den neuen Verstand/Bund in antiker Vernunftlehre (Öko-Logos als Christus) an den Anfang stellen.

Was hindert Sie, in aufgeklärter Weise das wahre geschichtliche Wesen „Christus“ und so auch die historische Heilswirklichkeit „Jesus“ zu bedenken? Der den unsagbaren Grund allen Seins des Alten Testamentes weltgültig, die Gottheiten der Väter wieder lebendig machte und so heute die vielfach geforderte Weltvernunft/Weisheit als eine davon ausgehenden Kult(ur)bestimmung verstehen und leben lässt.

Warum darf die kosmische und kreativ-schöpferische Größe, die die Paulustexte beschreiben, die Weisheit, die Sie nun auch der Diskussion im Korintherbrief bestätigten, nicht der im Prozess der Zeit verurteilte, der Auferstandene sein? Wer sonst als der soll den noch gesetzestreuen, den neuen Verstand/Bund verfolgenden bisher Gesetzestreuen bekehrt haben? Was sonst hat aus den bisher dem jüdischen Mythenkönig, Saulus folgenden Pharisäern „Paulus“ gemacht?

Was spricht dagegen, auch Ihre Auslegung des Korintherbriefes, wo die Weisheit als Wort auf den Grund/Sinn allen Seins bezogen wurde, der der jüdischen Schrift, wie auch der griechischen Lehren zugrunde lag und im neuen Bund/Volksverstand das Kreuz trug, von der realen Größe der ökologischen Weisheit aus zu erklären?

1.8.  Wo sich nach dem Programm eines nach allumfassender (katholischer) Vermittlung

strebenden Logoslehres wie Ignatius von Antiochien dann nach theologischem Programm das Monepiskopat entwickelte. Wo statt charismatische Schönredner oder Spiritualisten ein Bischofs von Amts wegen (in logischer Folge: Grund des Logos-Christus und dann Apostel) der der wahre Pneumatiker war.

Sprach da die damals bestimmende, von Schöpfung ausgehende Weisheit/Logos oder wurde die Weisung eines Handwerksburschen verwirklicht?

Wo sich in der neuen Bildungsmetropole Karthago dann ein ganz bedeutendes Zentrum christlichen Rechtes entwickelte, bei dem Zyprian mit Tertullian verglichen wird. Der in Vernunft argumentierte: nicht nur was nach frühökologischer Vernunft Recht im Leben ist, sondern so vergleichbar mit den Strahlen der Sonne auch einzig auf den rechtmäßigen Vater verwies.

Und wo der Bischof entsprechend dem Judentum durch Handauflegung eines bei Christen auch in der Nachbargemeinde vom Volk gewählten Bischofs ordiniert wurde, sich dessen Autorität aus Apostel genannten Logos-Christus-Jüngern herleitete. Da war mit Sicherheit Weisheit am Werk.

Wo war da Ihr Handwerksbursche oder das diesem ausgesetzte Hirngespinst maßgebend?

1.9. Wo das Christentum anfänglich als Judentum galt, das sich bekanntlich seit Moses auf das

Wort/Vernunft des Werdens und dann auch Weisheit berief. Dann handelte es sich eindeutig um ein aufgeklärtes jüdisches Verständnis, wie wir es vom hellenistischen Judentum der Diaspora kennen. Wo ein neues jüdisches Verständnis, damit ein neuer Bund war. Bei dem in frühökologischer Weisheit die jetzt allumfassende, bisher nur Beschnittenen den Buchstaben des Gesetzes nach geltende Bestimmung verstanden wurde, der Kosmos Tempel, so Josua, lat. Jesus lebendig war.

Oder sind dann auch diese Logos-Christus-Jünger, die in ihrer religionswissenschaftlichen Forschung die ganze Welt bereisten, alles natur- und kulturwissenschaftliches Wissen der Zeit einbanden, zur Sekte eines Handwerksburschen übergelaufen? Haben die in Alexandrien, Karthago oder Antiochien beheimateten jüdischen Denker einer nun katholischen (universal-allumfassenden) kreativen Wirklichkeit/Bestimmung in einer Heilspredigersekte das Heil gesehen und so deren Guru für ihr andere Bildungsbürger als Logos hingestellt?

Haben diese Denker jüdischer Diaspora (wo die Christologie ihre Ursprung hat, auch die Jesusgeschichten entstanden) damit gar den Pfad ihrer Väter verlassen, auf die sich, wie dann auch die Vordenker der katholischen Kirche beriefen. Die Propheten, die von Ihnen zwar als frühe Philosophen gesehen wurden, Schöpfung in Schrift/Wort, eines bisher nur nationalen Gesetzes fassten, müssten diese Denker verlassen, sich einer Heilsprediger-Herrlichkeit als nun allumfassendem „wahren Judentum“ angeschlossen haben. Denn bei Ihrer Heilsprediger-Hypothese ist die Geschichte der katholischen Kirche nur so oder ähnlich zu erklären.

Wie können Sie wissen, wie sich die kirchlichen Vordenker auf Philo, damit das aufgeklärte hellenistische Judentum beriefen, das nicht nur Alexandrien anzutreffen war. Dann aber Ihren Studenten vermitteln, da sei ein junger Guru in Visionen seiner Groupies zum Christus, dann in narrativen Geschichten für hellenistische Bildungsbürger ausgeschmückt, in der Paulusliteratur als Weisheit ausgegeben worden?

Doch allein das Wissen, dass Christen sich nicht nur als wahre Juden verstanden, sondern so auch gesehen wurden, kippt Ihre Hypothese. Wer einen Handwerksburschen als höchste Größe und so universale Bestimmung verherrlicht hätte, wäre mit Sicherheit weder ein Jude gewesen, noch von antiker römischer Bildung als solches gesehen worden.

1.9.  Wo sich dann die Wege trennten, der neue Verstand schöpferischer Bestimmung, damit auch des Gesetzeswortes von den Schriftgelehrten

 und traditionstreuen Pharisäern „buchstäblich“ aus der Synagoge verwiesen wurde. Oder auch Simon-Magnus (der das Judentum verwerfende römische Petrus/Kirche) dem der christliche Markionismus (ohne einen Zweibeiner) folgte, so noch mehr diese antijüdischen Christen nicht als Juden akzeptiert wurden.

Geht das dann auch auf das Konto Ihres jungen Mann oder eine diesem aufgesetzte Christologie?

Muss hier nicht vielmehr das hellenistische Judentum der Diaspora bedacht werden? Dessen neuer, im Logos-Christus begründeter katholisch-universaler bildloser Bund mit einem unsagbaren Grund allen Seins auch für die interessant war, die im philosophischen Monotheismus weiter Zeus oder Jupiter an die Spitze stellten, dann auch von Serapis sprachen?

Wenn Sie doch wissen, wie ein ganz gewaltiger, auch Griechen und Römer bewegender Geisteswandel stattfand. Bei dem im hellenistischen Judentum die Weisheit, das Wort jetzt auf universale Weise, damit weltgültig in antiker Ökologie begründet war und dieser Logos-Christus damit der wahre Gottes- als Davidsohn war, so auch als die Heilswirklichkeit Josua, lat. Jesus definiert wurde.

Wie können Sie dann die gesamten Jesusgeschichten als märchenhafte, alte Mythen aufnehmende narrative Erzählungen erklären, um einen Handwerksburschen auszuschmücken. Um diesen als genau das hinzustellen, was gleichzeitig  im hellenistischen Judentum der Diaspora (in dem die Texte von ihrem angeblichen jungen Mann entstanden) als  Öko-Logos-Christus, philosophische begründete Weisheit, damit als wahrer Gottes-, Davidsohn, jetzt allgemeingültiger Judenkönig eine auf ihrem Weg vom Heidenland nach Jerusalem lebendige Größe war. Womit sich die Jesusgeschichten als eine kulturgerechte geschichtliche Bebilderung erklärten lassen, die den Prozess der Zeit, die Auseinandersetzung des neuen Verstandes/Bundes mit den Schriftgelehrten, buchstabentreuen Pharisäer, dann die Verurteilung Jesus Christus durch die alten auch römischen Autoritäten beschreibt. Was Sie in Ihrer Auslegung beim Zerreißen des Tempelvorhangens, als am Kreuz die umfassende schöpferische Bestimmung gesehen wurde, dem erkennenden römischen Hauptmann oder den Missverständnissen des Auferstandenen der eigenen Jünger (früher Kirche) bestens beschreiben.

Wenn aber all dort Ihr historischer Jesus nicht vorkommt, auf was sie mich bei meinen penetrant störenden Fragen immer wieder verweisen. Wo nehmen Sie ihn her?

1.10.         Wo dann Christen nicht mehr als Juden galten, wie sie aufgrund finanzieller Zuwendungen

oder dem Tempelgebet für den Kaiser akzeptiert wurden, sondern die Verweigerung der traditionellen Gottheiten (damit Atheismus) im Volk auf Ablehnung stieß, als Staatsgefährdung gesehen wurde.

Da können Sie doch die Unterscheidung vom Judentum nicht der Vergötterung eines jungen Mannes in die Schuhe schieben, der für Bildungsbürger als Logos ausgeschmückt wurde. Wer sich die Entwicklung der Zeit betrachtet, dem wird klar, wie sich immer mehr inzwischen ihre Gottheiten monistisch erklärende Römer  nicht nur bildlos-aufgeklärten universal (katholisch) gewordenen Kult der Diasporajuden bekannten. So die Opfer für die allzu menschlichen römischen Gottheiten verweigerten, von blutüberströmenden Mysterien, Leberschau und Orakel zunehmend verabschiedeten. Wie gleichzeitig auch eine die Thora und dessen Demiurgen ablehnende (damit unkatholische) christlich-römische Kirche, besser vielfältigen Bewegungen, die den Öko-Logos als einzige Größe sahen, immer mehr Zulauf fanden. Und deren Anhänger noch mehr als die sich im aufgeklärten Verstand/Bund Begründenden „wahren Juden“, dann nicht mehr als Juden galten, ist klar.  

Hat da aber nicht mehr als deutlich Erkenntnis/Wissen,  damit der immer mehr auch Kulturbestimmende Öko-Logos, der philosophisch-göttertreu blass blieb, zur Verweigerung unglaublich gewordener Gottheiten, blutiger Mysterien, Orakelglaube und Kultopfer für Kaisergottheiten geführt?

Wenn daher heute klar ist, wie im  jüdischen Sinne der griechische Logos der Christus war, damit was heute als ökologische Weisheit gilt, der jetzt wahre König war, zur allumfassenden (katholischen) Kulturbestimmung wurde. Wie wollen Sie weiter die Geschichte auf den Kopf stellen, sich allem heute gegebenen Wissen verweigern und in ihrem jungen Mann und dessen nachträglicher Verherrlichung, apologetischer Einfärbung für Bildungsbürger, die christliche Geschichte erklären?

1.11.         Wo Tacitus (ein Senator und mittelplatonischer Weisheitslehr wie Seneca) berichtet, dass

es Innerhalb der Juden der Diaspora „Auseinandersetzungen um einen Christus“ gab. Dann wissen Sie, dass es bei diesen Auseinandersetzungen im hellenistisch-philosophischen Diaspora-Judentum um den Öko-Logos als Christus ging.  Was Ihnen Sie nicht allein durch Philo wissen. Der Ihnen repräsentativ für das gesamte philosophische Judentum, bei dem im allumfassenden Bund/Verstand das Heil „Jesus“  nicht nur in Alexandrien gegeben war, als heimlicher Hörer nach fast jeder bisheriger Vorlesung von diesen auch biblisch bebilderten Auseinandersetzungen über den Christus und dessen Verurteilung durch Schriftgelehrte und Pharisäer schrieb. Philo mit seinem frühkatholischen (allumfassenden: universal begründeten, gültigen) Christus, so wie er heute beispielsweise durch ihren Alttestamentlichen Kollegen Otto Kaiser oder sonstige Forschung bekannt ist, war im Kopf und auch auf Plakaten dabei, mit den ich meine Kommilitonen verwirrte. Als heimlicher Hörer hat er dann alle vorgestellten Bedeutungsinhalte der biblischen Geschichten im aufgeklärten hellenistischen Judentum der Diaspora begründet. In dem diese bekanntlich ja auch von griechische sprechenden jüdischen Bildungsbürgern verfasst wurden.

Ihnen ist aber auch bekannt, wie bei vielfältigen Denkern und Bewegungen der neue, in ökologischer Weisheit „Christus“ begründete Verstand/Bund das Thema umfassenden kultureller „Auseinandersetzungen“ gerade innerhalb der Diasporajuden und dann frühen Christen war. Was sich auch mit Blick auf die von Herrn Strohm vorgestellten christlichen Anfänge, die vielfältigen vom Logos-Christus ausgehenden „zentrifugalen Kräfte“ zeigt, die dann durch Kanon und Kirche geeint werden mussten. Und so haben Sie ja auch in Ihrer Korinther-Vorlesung die Auseinandersetzung um die in Schöpfung begründete, auf ihren Grund verweisende Weisheit (in der Kirche als Wort vom Kreuz) bei frühen Christen deutlich gemacht. Denn auch wenn sich die Paulusliteratur auf den am Kreuz gestorbenen und Auferstandenen bezog, das Wort vom Kreuz über andere Weisheitslehren stellte, ging es um die und nicht um Ihren Wanderprediger.

Wie kommen Sie dann aber auf die wahnsinnige Idee, dass Christus, um dessen Wesen nicht nur nach Tacitus, sondern auch nach Paulus im Judentum der Diaspora als Weisheit oder nach deren Bezeichnung als Christen auch Logos-Christus gestritten wurde, nur ein Titel war? Der einem Handwerksburschen mit zufälligem Heilsname Jesus egal durch wen und wann verliehen wurde?

Denn dass geschichtlich etwas war, steht nicht allein durch die sog. außerbiblischen Zeugen, bei denen der „Christus“ des Tacitus aufgeführt wird, außer Frage. Eine Kritik, die nur in alten Texten nachblättert, dann Jesus Christus als Glaubens- sowie Kirchenkonstrukt oder das Neue Testament als Poesie ansieht, geht an der geschichtlichen Realität vorbei. Aber wie können Sie Studenten an einer Eliteuniversität des 3. Jahrtausend  beibringen, bei dem damals als „Christus“ diskutierten, so historisch gegebenen Heil „Jesus“, wäre es um Ihren jungen Mann gegangen und dessen Heiligsprechung oder dessen apologetische Aufwertung für die Bildung?

        2. Verfolgung des in Vernunft begründeten Atheismus, der die Weisheit verehrte

2.1. Wo dann das Volk allerlei Gerüchte in die Welt setzte, die Christen als eine eigene Gruppe

wahrgenommen wurde, die sozial isoliert war, weil sie den Gottheiten, die Rom groß gemacht hatten, die Ehre verweigerten und dann auch nicht mehr als Gesetzestreue (Juden) galten. Und wo allein die Berufung auf den Logos-Christus für den Verdacht ausreichte, ein atheistischer Staatsgefährder zu sein.

Dann ist das nicht nur in den die Thora ablehnenden Logos-Christus-Jüngern (Markioniten) zu erklären, die logischerweise nicht als Juden galten. Grundlegend für die gesamten Reformbewegungen  scheinen aufgeklärte Juden der Diaspora gewesen zu sein. Deren Modernität eines allumfassenden höchsten Kultgrundes selbst für die sich in ihrem philosophischen Konzept auf Zeus berufenden Römer interessant waren. Und so wurde wahrscheinlich auch der Markionismus durch jüdische Denker beflügelt, für die nun der Kosmos ein echt allumfassender Tempel (Vergegenwärtigung des zu verehrenden höchsten Grundes) war. Vielmehr scheinen es die frühkatholischen Juden, die in ihrem allumfassenden Konzept die versöhnende Brücke vom bisher auf sich auf Nationalgesetz und den Jerusalemer Steintempel berufend zum hellenistischen Weltbild bauten und so den gesamten kulturellen Wandel beflügelten. Und die daher die taub gewordene buchstäbliche Nation- Gesetzlichkeit mit ihrer abgrenzenden Ritusversessenheit und Werkgerechtigkeit ablehnten. Und die wie Sie darlegen, die Jerusalemer Juden so auch für die unversöhnliche Feindschaft zwischen den Kulturen und die folgende Zerstörung des Tempels durch die Römer  verantwortlich machten.

Und was die Ablehnung im Volk und so die berichteten Gerüchte betrifft. Wie wollen Sie das in der Verehrung eines christlichen Zeus oder Serapis (als diese Göttermischform bezeichnete Kaiser Domitian in einem Brief das christliche Wesen, das dann schon das Kreuz der alten Kulturbilder trug), die Ablehnung im Volk erklären? Denn dies hätte, anders als die in Vernunft begründete Götterverweigerung oder die Verehrung der Weisheit, zum römischen Kult mit seinen austauschbaren Gestalten gepasst.  Das wäre beim Volk, das anders als das Judentum kein Kultkonzept mit Glaubens- und Verhaltensgeboten kannte, sondern die Verehrung der Vegetation in weitgehend austauschbaren Gestalten rein religiös war, nicht groß anstößig gewesen. Auch wenn es sich völlig ausschließt, dass ihr junger Mann dann nicht nur den Vegetationsverkörperungen, sondern dem monistisch begründeten Zeus den Rang als höchste Herrlichkeit streitig gemacht hätte. Ein Gott mehr oder weniger hätte im Volk nicht zu ablehnenden Gerüchten geführt.

2.2. Wo zwar die Fürbitte für kaiserliche Obrigkeit geleistet, aber den Söhnen

der nachträglich zu Gott erklärten Kaisern das Kultopfer verweigert wurde.  Wie kommen Sie dann mit Blick auf die mittelplatonische Hochzivilisation und Bildung, die Diskussion um neue Kultkonzepte in der bereits beschriebenen Zeit auf die absurde Idee, ein häretischer Heilsprediger  hätte ähnlich wie bei Exodus im Exil der Hochkulturen zur Verweigerung von Kultopfer für menschliche Gottheiten geführt? Ersparen Sie mir immer wieder schreiben zu müssen, wie frühe philosophisch-prophetische Aufklärung dazu führte, nicht die Pharaonen den persischen Kaisern und menschlichen Gottesbilder mehr zu opfern, sondern das im natürlichen Werden begründete Wort zur Kulturbestimmung für Beschnittene geworden war.

Sie können daher doch nicht allen Ernstes mit Ihrem nach seinem grausamen Tod zu Gott erklärten Guru oder diesem aufgesetzte Herrlichkeit die neue Befreiung, den jetzt auch auf Griechen und Römer erweiterten Exodus  begründen.

Ist es nicht völlig ausgeschlossen, dass der Hochzivilisation, wie sie sie allein in den antiken Rhetorikern beschreiben, Ihr junger Mann durch Hirngespinste seiner Anhänger und apologetische Einfärbung für die Bildung zu der universalen Bestimmung wurde, die zur Verweigerung der Mysterien und des Kaiseropfers führte?

Wie soll ein Guru dann auch noch als die in kosmischer Wirklichkeit gesehen worden sein, für die bisher die den Kosmos repräsentierenden Könige und Kaiser standen. Deren ureigene Aufgabe es die kosmische Ordnung zur Kultur zu machen, wozu auch der Opferkult dient. Und wie dann naturwissenschaftliche Erkenntnislehren (Logos) immer mehr die Autorität des Kaisers als Vertreter kosmischer Ordnung in Frage stellten, ist auch klar. Aber wie ein junger Guru für philosophisch Gebildete als Logos ausgegeben worden und dann auch noch als solcher geglaubt worden sein soll, das ist völlig unerklärlich. 

Ist das nicht so, wie Ihnen und ihren Kollegen von den naturwissenschaftlichen Fakultäten unterstellen zu wollen, sie würden ab sofort einen Guru, der durch die Hauptstraße von Heidelberg zieht, als Welterklärung und die daraus abzuleitende Weisheit, so universale Bestimmung sehen? Oder sie würden, wie Sie das bei Ihrem Handwerksburschen unterstellen müssen, sich dessen Sekte anschließen und Trauervisionen von Groupies dann apologetisch als das ausgeben, was heutiger Bildung als Ökologie und Weisheit gilt.

Nein, noch schlimmer: Nach Ihrer Hypothese müssten die Heidelberger Professoren dann das dem Guru selbst aufgesetzte philosophische Konstrukt auch noch auf hochphilosophische Weise diskutieren. Sie müssten Europaweit ihre Kollegen zu Konferenzen einladen um heiße, existenzielle, zu Häresievorwürfen führende Debatten  führen. Wie das dem Landstreicher aufgesetzte Hirngespinst jetzt als Repräsentanz kosmischer Ordnung verehrt wird und ob es die Rolle des transzendenten Grund/Sinn allen Seins einnimmt oder darauf verweist. Aber wie absurd dies, aber damit auch Ihre Hypothese ist, muss ich ständig erklären.

Wenn aber die Weisheit/Vernunft im Kult an die Stelle der Kaisers trat, deren Autorität als Mittler kosmischer Ordnung nicht allein wegen Nero oder der ständig wechselnden, zu Kaisern erhobenen Soldaten zu Ende ging, dann ist dies verständlich. Ebenso, wie dass dafür eine dem Augustus-Kaiserevangelium entsprechende frohe Botschaft mit einer menschlich-begreifbaren Heldengestalt im Stil der Zeit gebraucht wurde. Weil nur so „im Wort vom Kreuz“ (von dem die „Helena“ als Kaisermutter der Legende nach Stücke anschleppte) die gegebene Heilswirkung „Jesus“ Wirklichkeit wurde.

Auch dass im Stall der Davidstadt dann die jüdische Miriam ein Kind gebar. Das nicht vom jüdischen Demiurgen-Josef (dem Handwerker, Zimmermann), sondern in Schöpfung gezeugt, so die bisher den Kaisern unterstellte kosmische Autorität war. Und die in früher Ökologie begründete neue Volksbestimmung in Form eines Wanderphilosophen wirkte, der dann  von Schriftgelehrten und gesetzestreuen Pharisäern wie römischer Autorität verurteilt wurde, das Kreuz auf sich nahm. All dies entspricht ebenso der historischen Tatsache, wie die Weisen aus dem Morgenland das Gotteskind erkannten. Ohne die narrative Darstellungen des historischen Heilsgeschehens, der Geschichte „Jesus“, wie dabei die gekonnten und bewussten Komposition von Weisheitstexten zu Geschichten, wie Sie auch Professor Konradt verdeutlichte, wäre eine rein philosophische Weisheit geblieben. So wäre der Öko-Logos nicht nur zur Kulturbestimmung geworden, für die bisher Kaiser, Mysterien und Opferkult standen. Aber um Ihren jungen Mann ist es dabei an keiner Stelle gegangen.

2.3. Wo um 120 auch Sueton beschreibt, dass Tumulte durch einen gewissen „Chrestos ausgelöst

wurden. Da muss ich nicht wieder darauf verweisen, wie es bei den im Korintherbrief von ihnen dargelegten Differenzen, aber auch den Tumulten, dem christologischen Streit, bei dem die Bischöfe über viele Jahrhunderte auch handgreiflich wurden, um die in Schöpfung begründete, auf ihren einen Grund verweisende Weisheit/Vernunft ging.

Vielmehr sollte selbst der Christusbegriff, der nun den Gesalbten im jüdischen Sinne, damit den König der Juden beschreibt, auch vom Begriffs-Ursprung, statt nur vom offensichtlichen Sinn her auf die Weisheit verweisen: Eine Weisheit, die bereits in jüdischen Stamm-Mythenkönigen wie David (kein inzwischen übrig bleibender Dorfhäuptling ohne Tempel) personifiziert war. Was aber nicht mit ihrem jungen Mann zu machen ist.

Was den Ursprung des Chrestos-Begriffes betrifft, haben mich ehemalige Theologen und Klosterschüler in einem Atheisten-Form (so alles als Lug und Trug nachweisen wollend) vor Jahren darauf verwiesen, wie bereits Homer einen ähnlichen Begriff im Sinne für das gebrauchte. Was dann für Juden in Natur begründete Weisheit, bei Griechen Weltvernunft und so nun statt der Kaiser der wahre Gesalbte war. Unter www.jesus-lebt-wiklich.de tritt auch Seneca als Zeuge auf, indem er sich beklagt, wie sein gesalbter Ziehsohn Nero, mit dem er den Öko-Logos verwirklichen wollte, zum Rohrkrepierer wurde. Das alles hat mit Sicherheit mehr zu eine in Vernunft begründeten Kaiseropferverweigerung geführt, als der Heiligenschein eines Handwerksgesellen.

Nebenbei: Allein bei Seneca oder Epikur zu lesen, wie hier die Natur/Vernunft nicht nur sagte was Recht ist, philosophische maßgebende Bestimmung war. Wie die Stoa auch auf  den Grund aller Weisheit,  das eine höhere Wesentliche als Grund allen Seins verwies. Das macht die Hypothese, dass dann und dort dies in einer Heilsprediger-Herrlichkeit begründet und dazu von hochgebildeten Verfassern auch noch die Stoa abgepinstelt wurde, völlig lächerlich.

2.4. Wo Nero Vorurteil im Volk gegenüber den Logos-Christus Anhängern nutzte, um den

wahrscheinlich durch seine Palastbaupläne bedingten Brand Roms den Christen in die Schuhe zu schieben. Zu denen sich nun immer mehr Unbeschnittene (Römer und Griechen) bekannten. Und gerade an einem den Götterkult auch in seiner Person übersteigernden Kaiser wie Nero wird klar wird, warum die Zeit für den Christus-Logos-Kult angebrochen war.

Was hat das mit dem zu tun, was Sie heute den historischen Anfängen unterstellen? Eine Christologisierung im jüdischen Sinne oder eine der Bildung gerecht werdende hellenistische Einfärbung als Logos, die Sie heute bei Ihrem bibelschlauen Handwerksburschen und seiner Sekte anführen müssen, kommt in der Geschichte nicht vor.

Und  wie bereits ausgeführt: Auf einen Gott mehr oder weniger, wie die Vegetation, aber auch die Weisheit in regional unterschiedlichen Begriffen/Gestalten verehrt wurde, wäre es damals auch nicht angekommen. Das wäre nicht weiter aufgefallen, hätte nicht zu den Vorurteilen im Volk geführt, die Nero nutzen konnte.

Doch auch wenn Kaiser durch die Vergötterung von Vorgängern wie Augustus als Gottessöhne auftraten, ähnlich der Pharaonengottheiten. Von denen sich bekanntlich Hebräer, die das im Werden begründete Wort (damit Gesetz/Schrift gewordene Schöpfung) eines unsagbaren Grundes verehrten. Worauf sich dann die Christen zu Recht beriefen.

Eines ist sicher: Ihr junger Galiläer wäre dort, wo die nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in die Jahre gekommenen blutigen Mysterienkulte der Verehrung der Vegetation/Kreativität auch in Kultur dienten, in keiner Weise als neue Gottheit zu Ehren gekommen. Der wäre bei den bekannten anfänglichen Denkern, in Kanon- und Kirchbildung völlig unmöglich an die Stelle der unglaublich gewordenen allzu menschlichen Mythengottheiten getreten, die für die Vegetation, das Werden, wie menschliche Tugenden oder wie Minerva über Ihrem Eingangsprotal für den „lebendigen Geist“ als Weisheit standen.

Denn auch wenn unterstellt wird, die Römer hätten junge Männer als Gottheiten verehrt. Darum ist es den antiken Denkern bei ihren Vegetationsverkörperungen, ist es bei Mithras, Iris, Osiris, Herakles & Co. und noch weniger bei Zeus oder Jupiter gegangen. Die waren inzwischen Ausdruck philosophischen, in antiker Ökologie begründeten Monotheismus. So wenig, wie die in Naturprinzipien begründete ägyptische Maat (laut Jan Assmann für Gerechtigkeit und Zukunft stehend die ägyptische Hochkultur tragend) oder bei der römische Weisheitsverehrung in Frauengestalt einer Minerva junge Mädchen waren.

Wie können Sie daher unterstellen, dass der Grund des in antiker Hochzivilisation, in Mitten des Mittelplatonismus in religionswissenschaftlicher Reform entstandene Christuskultes, der in einem umfassenden Wandel und großer kultureller Diskussionen die alten Gottheiten, auch die römische Minerva ablöste, ein junger Mann war. Den dann nach Ihrer Hypothese die Verfasser der Evangelien oder Paulus wie die Weisheit in Person auftreten ließen. Was dann von einem gewandelten Sektenverfolger mit Korinthern auch ausdiskutiert wurde, wie wenn es wirklich um das gegangen wäre, was auch heute als Weisheit gilt. Und bei  auf genau die von Ihnen in der Paulusauslegung dargestellte Weise auch heute theologisch zu fragen wäre, wie die ökologische Weisheit zur Volks-/Kulturbestimmung werden kann?

Doch wo wenig Sie aufgrund der in Assmanns Buch über Maat (eine vertikale, von Schöpfung, nicht Menschen ausgehende Gerechtigkeit) abgebildete Göttin oder vom Portal der Uni blickende Frauengestalt als Weisheit die Einfärbung von jungen Mädchen annehmen. So absurd ist es, aufgrund von Geschichten über eine anfänglich in den Evangelien mit Gottesnamen oder als Pantokrator, bei Paulus als Weisheit beschriebene Gestalt, auf einen jungen Mann zu schließen. Zumal Sie wissen, wie nicht nur bei Philo, der die Demokratie der Weisheit schreibt, sondern alle philosophische Erkenntnis in bildhaften Geschichten volksverständlich vermittelt wurden. Und in diesem Sinne bereits damals nicht nur Moses, sondern auch die Homer-Mythen gedeutet und so weitergeführt wurden.

Und noch weit, weit weniger als für Griechen wäre Ihr junger Mann als eine Gottesgestalt, die noch nicht mal für Vegetation/Werden gestanden haben kann, mit Juden zu machen gewesen, für die das als Wort bezeichnete Werden auf bildlose Weise, jenseits von menschlichen Gottheiten als Gesetz/Schrift die Volksbestimmung war. So ist verständlich, warum in Fortsetzung einer Schriftkultur auch bei nun im universalen Öko-Logos gründenden allumfassenden (katholischen) Bund/Verstand Schriften gebraucht wurden Warum bei hellenistischen Juden, die kein Hebräisch mehr kannten, neben der Übersetzung der Thora mit Moses-Mythen ins Griechische eine Vielzahl von neuen Geschichten entstanden, die die Heilswirklichkeit des Logos im neuen Bund in verschiedener Weise ausmalten. Aber all dies lässt sich nicht in einer Heilsprediger-Herrlichkeit begründen.

Auch wie die in früher Ökologie begründete Weisheit als wahrer Judenkönig jetzt auch Unbeschnittene von menschlichen Mythengottheiten und dem Opfer für die Nachfolger der Pharaonen befreite, liegt auf der Hand. Wobei gerade Nero mehr als deutlich machte, wie dafür die Zeit abgelaufen war,  so das stoische Ideal (Weisheit) nicht  zum Staat zu machen war.

 Aber mit einem von seinen Groupies in Trauervisionen vergötterter Guru aus Galiläa, der für Bildungsbürger als Personifikation dessen ausgemalt wurde, was in Naturlehre begründete stoischen Vernunft/Weisheit war, wie Sie es bei Ihrer Hypothese erklären müssen, hat das alles nichts zu tun. Es ist geradezu grotesk sich auszumalen, wie bei in Erkenntnis nach neuen Kultkonzepten suchenden römischen Denkern oder gar den stadtrömischen Juden, die Sie als christlichen Anfang beschrieben, ein Handwerksbursche mit Heiligenschein die Kultrolle der Kaiser einnahm und als Logos ausgegeben wurde.

Wie später der die Sonnenordnung repräsentierende Kaiser die Autorität dafür im Logos sah, die Verweigerer von Kaiseropfern nicht weiter verfolgte, sondern in einem nun allumfassenden jüdischen Kult die Zukunft sah und so um Einheit für einen künftigen Staatskult bemüht sein musste, ist verständlich. Ebenso, wie ohne die Einheit in der Kultdefinition des Öko-Logos der alte Kult aufrecht erhalten werden musste oder selbst die Kaiserfamilie im arianischen Streit unterschiedliche Sichtweisen vertrat.

Aber wie bekloppt müssen dann auch die rund um das Mittelmeer zusammengetrommelten Intellektuellen Kaiserberater, Bischöfe, die insbesondere aus Alexandrien  kommenden Streithähne gewesen sein? Als Sie über ein apologetisches Konstrukt, mit dem ein in Trauervisionen seiner Anhänger als Heil gesehener bibelschlauer Landstreicher, der als fleischgewordener Logos beschrieben wurde, dann auch noch als das ausdiskutierten, was die Vernunft ausmacht. Wie können Sie Denkern, die aus Alexandrien kamen und dann aufgrund ihrer Definitionen der Logos in Bezug auf das die alten Gottheiten, den Grund/Sinn allen Seins gegenseitig der Häresie beschuldigten, unterstellen, sie wären dabei einer (auch noch eigenen) Apologetik auf den Leim gegangen?

2.5. Wo unter Domitian 81-96, erste Christenverfolgungen waren,

nachdem Plinius um Rechtsklärung bat, ob die gängige Praxis, den streitenden Juden allein wegen ihrem Bekenntnis zum Logos-Christus den Prozess zu machen. Auch da kommt Ihr junger Mann und seine philosophische Ausgabe als fleischgewordener Logos oder Weisheit in Person nicht vor.

Wie aber die Bildung/Weisheit/Erkenntnis auch bei den Griechen dazu führte, dass die Mysterien in Frage standen, die alten Mythen-Gottheiten ihre Autorität verloren, unglaublich geworden waren, gleichwohl der gemeinsame Kult als notwendig für das Wohl, die Zukunft des Staates erkannt war, daher auf die Verehrung teil reaktivierter mythischer Vegetationsverkörperungen bestanden wurde, ist Ihnen bekannt

Auch da kann es nicht um die Sekte gegangen sein, die einem Handwerksburschen ein christologisches Hirngespinstes aufsetzte und dies dann als Weisheit, Logos-Christus verherrlichte und diskutierte. Nicht Visionen, die Sektenanhänger hatten oder ein apologetisches Konstrukt, bei dem ein Guru den Bildungsbürgern als Logos-Christus verkauft wurde, kann für philosophisch gebildete Bildungsbürger antiker Hochzivilisation  Grund gewesen sein, traditionellen Gottheiten die Ehre zu verweigern. Denn was zur Verfolgung von Christen führte, hat nichts mit einer Heilspredigerverherrlichung zu tun, sondern war in den Augen der Römer Atheismus.

2.6. Wo die Kaiser es als staatsgefährdend und Majestätsbeleidung sahen, wenn Reformjuden,

denen sich immer mehr Römer anschlossen oder auch die Thora ablehnende Christen, den Rom groß machenden Gottheiten die Opfer verweigerten.

Dann ist das nicht in einer Heilsprediger-Herrlichkeit zu erklären, sondern in der Vernunft der Zeit. Nach der sich viele philosophischen Denker mit dem alten Kult durchaus auch kritisch auseinandersetzten. Dann nicht allein das Wesen traditioneller Gottheiten, wie bei Cicero in „Die Natur der Götter“ bedacht wurde, sondern auch den Sinn des Kultes. Wie das gerade bei den jüdisch-hellenistischen Religionswissenschaftlern zu beobachten ist, die in Suche nach Erneuerung die Philosophie- und Kultkonzepte der gesamten Welt durchforsteten.

Und wo selbst Epikur (Schutzheilige Neuer Atheisten) die Notwendigkeit des gemeinsamen Kultes für ein funktionierendes Gemeinwesen begründete. Dort ist es verständlich, wie sich dann und dort, wo in antiker Ökologie monotheistische Modelle begründet wurde, die Zeus oder Jupiter, dann Serapis an die Spitze aller Mysterien-Söhne stellte, der neue jüdische Kult modern wurde oder als Vorbild mit zu diesen neuen Kultkonzepten führte. Auch wie dies im altgewohnten Volk auf völlige Ablehnung stieß, daher der Öko-Logos in kulturgerechter Weise ausgedrückt werden, so Fleisch werden (das Kreuz der Zeit tragen musste) ist zu verstehen.

Wie aber Römer, die ihre neuen monotheistische Kultkonzepte mit Zeus, Jupiter oder Serapis im Öko-Logos begründeten, zur Sekte eines als Logos-Christus hingestellten Handwerksburschen übergelaufen sein sollen oder wegen dem den alten Gottheiten die Opfer verweigerten, ist im Licht des Wissens um das damalige Denken und kulturelle Diskutieren völlig unerklärlich.

2.7. Wo Domitian die polizeiliche Fahndung nach Christen verbot, keine anonymen Anzeigen

aus der Bevölkerung akzeptierte, sondern ein Ankläger mit seiner Person eintreten musste. Wo kein Abschwören vom Logos-Christus verlangte wurde, sondern der seinen alten Gottheiten treu bleibende Kaiser im reichsweit geltenden Antwortschreiben die Straffreiheit sicherstellte, wenn die Christen bekannten, auch für den Kaiser zu beten.

Da hat nicht nur beim weiter alten Gottheiten treuen Kaiser selbst eine die Antike bestimmende Weisheit gesprochen, sondern zeigt sich die auch als Grund des neuen Christus-Kultes und seiner Strukturierung in Kanon und Kirche.

2.8. Wo der Stoiker Mark Aurel, der den Öko-Logos in Serapis verehrte und aufgrund seiner

vor Weisheit überquellenden, in den Kriegsmantel eingenähten Selbstbelehrung (die heute mehr als aktuell wäre), als großer Philosophenkaiser gilt. Der eine im Öko-Logos begründete, soziale, freie und gerechte Lebensweise vergeblich zu verwirklichen suchte. Dafür die Treue zu den alten Gottheiten einforderte und selbst bereits eine dem Öko-Logos entsprechende allumfassene höchste Herrlichkeit wie Serapis (einen griechischen Christus) verehrte, in dem ägyptisch-griechischen Gottheiten auferstanden waren. Womit die schöpferische, nicht menschliche Zeugung, wie Auferstehung bereits in Serapis vorgezeichnet waren.

Dann macht allein die nähere Betrachtung dieses letzten großen Stoikers und seines Kultes nicht nur klar, wie die heutige Hypothese von einem Handwerksburschen, der literarisch als fleischgewordener Öko-Logos zur Welt gebracht wurde, die Geschichte auf den Kopf stellt. Was zum Kurzschluss in der gesamten heutigen Kultur führen muss. Hier lässt sich auch der Mehrwert des im allumfassenden (katholischen) prophetischen Bund/Verstand des Logos-Christus gegenüber dem Götterkult und so wirkungslos bleibender philosophischen Predigten erkennen. Was wegweisend für eine heutige Revision religiöser Vorstellungen und einen aufgeklärten christlichen Vernunftglaube wäre, der zu einer „Kultur der Nachhaltigkeit“ in gemeinsinniger Verant-wort-ung führt.

Besondere Aufmerksamkeit widmete Mark Aurel, der auch zum Pontifex Maximum berufen war, dem Kult des ägyptischen All- und Heilgottes Serapis, jedoch ohne dass dieser unter die Staatsgötter aufgenommen wurde. Gegen das in Krisenzeiten verstärkte Auftreten von selbsternannten Propheten und Wanderpredigern erließ Mark Aurel ein gegen jegliche Verbreitung von Aberglauben gerichtetes Reskript, in dem alle Handlungen unter Strafe gestellt wurden, die religiöse Unruhe erzeugten. Mit den mandata de sacrilegis erhielten die Provinzstatthalter Anweisung, nach Religionsfrevlern zu fahnden.

Allein der kurze Blick in Wiki zeigt:

Wo ein rhetorisch geschulter Philosophenkaiser in kulturellen Krisenzeiten eine stoisch in Natur (antikem Öko-Logos) begründete soziale Lebensform, Freiheit und Gerechtigkeit verwirklichen wollte. Wo gleichzeitig bei ihm als Pontifex Maximus (Oberster Brückenbauer und Wächter der Götter sowie religiösen Lebens. Eine Funktion die in christlicher Form später auf den römischen Bischof überging.) eine ägyptische All- und Heilsgottheit wie Serapis verehrte. Was eine im Zeitenwandel philosophisch bedachte, im Öko-Logos begründete Mischform aufgeklärt verstandener (auferstandener) alter Heils- oder Vegetationsgötter war. Was sein Vorgänger Domitian in einem Brief als das christliche Wesen bezeichnete. Dort wäre völlig unmöglich ein Handwerksbursche als Logos-Christus ausgegeben, dieser als Serapis  verehrt oder ein als fleischgewordener Logos beschriebener junger Mann mit diesem verwechselt worden. Aber selbst die völlig ausgeschlossene Verehrung eines Heilsprediger als die allumfassende Größe, des den Öko-Logos in mythischer Tradition Serapis wäre von Marc Aurel nicht verfolgt worden.  

Wer sich betrachtet, wie in Serapis nicht nur der die Fruchtbarkeit verkörpernde Stier (das von Moses besiegte goldene Kalb), sondern verschieden römischen-griechischen Gottheiten, auch Zeus und Jupiter, die für den im antiken Monismus philosophisch begründeten Monotheismus standen, verschmolzen in philosophischem Verstand „auferstanden“ waren. Und wer auch das sonstige Wissen, das wir über die Hochzivilisation dieser Zeit, die philosophischen Schulen keiner modernen Bücherverbrennung überlässt. Oder wer auch die Diskussionen bei den antikes Wissen im Sinne einer Kulterneuerung weiterdenken, dann noch recht wilden christlichen Erkenntnisbewegungen, wie den die Christologie im prophetischen Sinne entwickelnden philosophischen Juden, ihnen folgenden Vordenkern der diese (im WvK zur Welt bringendem, zum neuen Volkskult des römischen Reiches machenden) Kirche haben, nicht ausblendet.

Der kann in dieser Zeit nicht weiter erklären, wie die Sekte eines in Visionen seiner Groupies als herrlich gesehenen Handwerksburschen, der angeblich bereits in den Evangelien-Geschichten für Bildungsbürger als Logos-Christus ausgegeben, als dieser diskutiert, dann ähnlich Serapis verehrt, nach Konstantin zur siegreichen Konkurrenz wurde. So kann die geschichtliche Entwicklung, bei der aufgeklärter Verstand im Öko-Logos auch zu Serapis führte, völlig unmöglich gewesen sein. Wo aber der Öko-Logos von einem stoische Kaiser in Serapis verehrt wurde. Da ist es klar, wie der als schöpferische Bestimmung (Wort) verstandene Logos-Christus das Kreuz des Serapis tragen, in der Schrift (menschlichem Wort) in bekannter Form zur Welt gebracht werden, das Kreuz tragen musste, um zur Bestimmung zu werden.

Unerklärlich ist beispielsweise aber, wie Domitian so dumm sein konnte, die Verherrlichung eines häretischen Heilspredigers, der am Kreuz landete, dann in Evangelien für hellenische Bildung als Heilswesen beschrieben wurde, mit dieser aus  Ägypten kommenden Verkörperung der Vegetation/Allkreativität zu verwechseln. Zumal die philosophisch weitergedachten war, jetzt in Natur/Vernunft begründet, für die All-Einheit des Öko-Logos stand.

Oder anders: Die All-Einheit, die allumfassende Bedeutung des Serapis, in dem der Öko-Logos im Sinne der alten Gottheiten Kultur werden sollte. Die zeigt nicht nur, wie absurd die Hypothese ist, die einen jungen Mann an den Anfang stellt. Die hat weit, weit, weit mehr mit dem christlichen Wesen zu tun, als der heute vorangestellte Wanderprediger.

Denn ähnlich wie der philosophische Kaiser, wäre es im Mittelplatonismus der Zeitenwende selbstverständlich gewesen, dass ein Wanderprediger, für den damals egal welcher Schulrichtung die Naturlehre (Öko-logos) maßgebender Grund seiner philosophisch-theologischen, somit im Logos gründenden Lehre war, Serapis oder ähnliche Formen verehrte. Aber so wenig wie beim  Philosophenkaiser, hätte das für einen anderen Denker der Zeit etwas mit einem jungen Mann zu tun gehabt. Auch wenn man sich auf Lehrautoritäten berief und diese oft auch in den Mittelpunkt gestellt. Wie so bereits (im Korintherbrief hinsichtlich Apollo, Petrus, auch den sich so selbst als Müllbeutel bezeichneten Paulus beklagt wurde) der Grund deren Weisheitslehre verdeckt wurde. Weder wäre ein Wanderprediger der Zeit selbst als gesehen worden, was den Logos dann gar als Christus ausmacht. Noch wäre er in Literaturform, die auch dem Kaiserevangelium entgegengestellt werden musste, dazu erhoben worden. Kein theologisch-philosophischer Denker dieser Zeit hätte den Schwachsinn von einem egal wie gestrickten jungen Juden als fleischgewordenen Logos in die Welt gesetzt oder wäre dem auf den Leim gegangen.

So ist zwar zu erklären, warum Serapis auf vielen Bildern so aussieht, wie Jesus mit der Dornenkrone. Was kein Abkupfern gewesen sein kann, um wie dann unterstellt, ein fiktives poetisches Konstrukt oder einen Handwerksburschen hochleben zu lassen. Was vielmehr zum Heilsprozess (Jesus) des neuen Bundes/Verstandes gehörte. Bei dem Logos-Christus das Kreuz der kulturellen Bilder tragen, in deren Erbe/Erfüllung am Kreuz zum neuen Volkskult und so zur/Kulturbestimmung wurde. Ein  allumfasssend-katholischer Kult, der sich als wahres, jetzt weltgültig von menschlichen Gottheiten und Mysterienopfer befreien wollte, dabei auch der griechisch-ägyptischen Wurzel gerecht werden musst. Der konnte den Öko-Logos nicht nur im jüdischen Sinne, jetzt als galiläischen Wanderprediger zu Welt bringen, sondern musste auch Serapis und seinen Vorgängern gerecht werden. Aber ein Handwerksbursche oder ein Hirngespinst seiner Anhänger, das für die Bildung als Logos beschrieben und dann in Bildung als dieser diskutiert wurde,  jetzt auch noch in der Gestalt eines für den die All-Einheit des Öko-Logos vertretenden Serapis verehrt worden sein soll. Der war nicht.

Ein Kult, bei dem es in Wirklichkeit um eine Heilsprediger-Herrlichkeit ging, wäre von Domitian auch nicht als Serapiskult gesehen worden. Denn damit verehrten die nichtjüdischen Denker der Zeit den Öko-Logos und somit im aufgeklärten Verstand auch den ebenso bereits monistisch bedachten Zeus, wie ägyptische All-Einheit, vormalige Vegetations- oder Heilsverkörperungen. Und ein Serapis-Kult, wie Domitian die Christen sah, hätte bei einem Kaiser, der selbst so den seinen Soziallehren zugrunde liegenden Öko-Logos, im Sinn der alten Mysterien-Gottheiten, damit auch die Verkörperung der All-Einheit im ägyptischen Sinne verehrte, auch nicht zur Verfolgung geführt.

Aber dies war auch nicht Gegenstand der Verfolgung von Mark Aurel. Der trotz der philosophischen Verehrung der All-Einheit, damit des Öko-Logos, wie es nach dem Wandel um Logos zum Mythos auch im Kult unausweichlich war, noch auf die Verehrung der traditionellen Mysterien-Gottheiten und den Opferkult bestehen musste. Auch weil er als Pontifex Maximum die im religiöser Brückenbau der Zeit zwar entstandene, die traditionellen Mysterien-Gottheiten auferstehend erfüllende Verkörperung des Öko-Logos nicht in den Staatskult aufnahm.

Unruhen wurden verfolgt, deren Ursprung Sie kennen. Die gingen von den zahlreichen Reformbewegungen aus, die nicht mehr den alten Göttern, dem Kaiser und seinen menschlichen Sohns-Genossen in blutigen Mysterien opfern wollten. Die sich dem jüdisch-bildlosen Logos-Christus-Kult anschlossen oder das Judentum ablehnend andere Christus-Weisheits-Konzepte entwickelten.

Die Unruhe stiftenden Wanderphilosophen und selbsternannten Propheten begründeten sich völlig unmöglich einen jungen Mann als fleischgewordenen Logos. Was Sie selbst der heute in „Johannes“ zu lesenden griechischen Philosophenschule unterstellen. Doch wenn eine Philosophenschule der Zeit den fleischgewordenen Logos griechisch-jüdischer Philosophie in Evangelienform beschreibt. Dann gehört das sicherlich mit zur Fleischwerdung des Logos, wie sie der römisch-katholischen Kirche für den Volkskult wichtig war. Was ja auch in der Serapisgestalt und dessen Verehrung betrieben wurde. Doch einem Denker der Zeit, der einen philosophisch-theologischen Sachverhalt naturgemäß in Geschichten beschrieb, so Fleischwerdung, zeit- und kulturgerechte sinnliche Wahrnehmung im Volksverstand der Menschen betrieb. Dem ist es dabei nicht um einen jungen Mann gegangen.

Auch wenn philosophische Literaten einen zeitgemäßen jüdischen Wanderprediger von Galiläa und dessen Lebensgeschichte auf dem Weg nach Jerusalem, dabei jüdische Mythen, wie die Göttergestalten mit aufnahmen, gehörte dies zum katholischen Handwerk. Dann wurde Fleischwerdung ihrer Lehre, des Öko-Logos betrieben, wie dies im katholischen-allumfassenden Sinn wichtig war und nicht umgekehrt. Bei der griechischen Philosophenschule, die hinter Johannes steht, heute nicht mehr als Gnosis abgetan wird, sondern vom gleichen Jesus Christus schreibt, wie die Synoptiker und auch deren Jesus im Sinne des Öko-Logos ausgelegt hätte. Da ging es weder der griechischen Philosophenschule, noch den gebildeten Verfasser der anderen Jesusgeschichten oder auch nur einem der damaligen Denken völlig unmöglich um ihren Handwerksburschen („auch wenn Herr Mentzel immer etwas gegen den jungen Mann hat“). So wird die Geschichte auf den Kopf gestellt. Denn die lief umgekehrt.

Die Fleischwerdung in Bildern und Geschichten der Zeit, die wie Serapis (der auch für Zeus, ägyptische All-Herrlichkeit und Vegetationsverkörperungen stand) auch die Vorgängergeschichten erfüllend in sich aufnahm, war für einen nicht allein Intellektuellen geltenden, sondern katholischen, universalen Volkskult die Voraussetzung. In diesem Sinne habe ich auch nichts gegen den jungen Mann. Vielmehr ist mir völlig klar, Zweck meiner Arbeit (der hier formulierten Bitte), dass allein philosophische Predigt (ökologischer Gerechtigkeit), Überredungskunst, pharisäerische Gesetzeslehre und  gutgemeinte Forderung, Verlangen von Werken nichts bringt. Weil die im antikem Monismus (frühe Ökologie) bedachte Weisheit nur im kreativen Anknüpfen an die bisher kulturbedeutenden und so inhaltlich, wie kulturell erfüllten Vorbilder zum Volkskult (die heute gepredigte Ökologie des Menschen) zu machen war und ist. Aber nicht umgekehrt.

Unruhe stiftende Philosophen wurden verfolgt:

Jünger ökologischer Vernunft, die sich den alten Gottheiten verweigerten

Was den antiken stoischen oder kynischen (zynisch gegenüber der Zeitkultur) Wanderphilosophen, die Unruhe stifteten und auf Anweisung Marc Aurels verfolgt wurden, wesentlich war, wissen Sie: Einzig die Natur/Schöpfung, der wahre Öko-Logos und kein als Logos-Christus ausgegebener Wanderkyniker. Und wenn die Unruhe stifeten, dann  mit absoluter Sicherheit nicht wegen einem als Christus oder Logos beschriebenen Kollegen aus Reihen der Wanderkyniker, der jetzt als Christus galt oder hingestellt worden wäre. Wie ihre Vorgänger Gerd Theißen seinen trinkfreudigen jungen Galiläer als historischen Jesus beschreibt.

Die als Christen vergolten Unruhestifter können nur Philosophen gewesen sein, die den Glaube an die Rom groß machenden traditionellen Gottheiten in Frage stellten, diesen den Kult verweigerten. Doch war gewiss kein Kollege der Grund, den die als neuen Gott sahen oder als Logos-Christus hinstellten oder glaubten. Wenn diese Philosophen Kultbilder malten, von dem was ihnen wesentlich war und auf denen wie sich zeigt, dann Serapis  wie Jesus mit Dornenkrone am Kreuz zu sehen ist. Dann  wissen Sie allein mit Blick die All-Einheit des Öko-Logos, die der Philosophenkaiser in Serapis verehrte: Um einem wegen Häresie gehängten Handwerksburschen ist es auch beim Jesus mit Dornenkrone, auch in den Geschichten von Geburt bis Tod mit absoluter Sicherheit nicht gegangen.

Denn im Gegensatz zur dem, was Sie entsprechen heutiger Hypothese ihren Studenten beibrachten, kann dabei nicht um einen jungen Mann als fleischgewordenen Öko-Logos gegangen sein. Die griechische Philosophenschule, Verfasser der Texte, die dem Johannesevangelium zugrunde liegen, nach heutiger Lehre den gleichen historischen Grund beschreibt, wie die anderen Jesusgeschichten, wäre es in größtem Fieber nicht um ihren jungen Mann gegangen. Wie Sie es getreu Ihrer Historien-Hypothese Ihren Studenten beibringen mussten. So alles zum Hirngespinst machen, das mit heute in Naturlehre (Logos) begründeter Weisheit, der vergeblich gepredigten Weltvernunft nichts zu hätte. Dass die auch literarisch ausmalenden Philosophen den fleischgeworden, kulturgerecht ausgerückten Öko-Logos beschreiben, steht außer Frage. Dank solcher Arbeit konnte im allumfassenden, katholischen Volkskult die in Naturlehre (Öko-Logos) begründeten Sozialutopien lebendig, zum menschlichen Leben frühchristlicher Gemeinden, dann über alle Wirren kulturtragen werden. Was mit Mysterienkult und Kaiseropfer nicht mehr zu machen war. Aber so wenig Marc Aurel oder die anderen Philosophen den Grund ihres Serapis-Bild in einem jungen Mann sahen, kann der „nach Adam Riese“ dem christlichen Glauben, gar dem Logos-Christus zu Grunde gelegen haben.

Wenn Sie nicht den Kritikern folgen, die behaupten, dass am Anfang nur Deppen waren, die von der Kirche zum Glauben an ein frei erfundenes Konstrukt manipuliert wurden, sondern das ernsthafte Denken und Diskutieren der Zeit freilegen. Was aber auch allein mit Blick auf Denker wie Marc Aurel, der ja nur ein bekannt gewordenes Beispiel für das rund um das Mittelmeer maßgebende mittelplatonistische Weltbild und das die unzähligen Reformbewegungen,  dies auch im jüdischen Sinne weiterdenkenden Zeitgenossen völlig unmöglich ist. Dann ist es aber ebenso Unmöglich, dass ein Kyniker oder sonst gearteter Wanderphilosoph selbst als Logos gesehen oder ausgegeben wurde. Ein Weisheitslehrer wäre völlig unmöglich in Form eines Serapis verehrt oder gar zu allem gemacht worden, was Jesus Christus dann ausmachte.

Nicht ein Weisheitslehrer oder gar Kyniker war an Stelle der Orakel und Mythengötter zur universalen Bestimmung geworden, hat auf den Grund/Sinn allen Seins erklärt und so auf allgültige Weise offenbart oder hätte in christlichen Modellen dessen Stellte eingenommen. Was den Weisheitslehren galt, Bestimmung gab, sie über einen höchsten Grund/Sinn allen Seins nachdenken ließ, so die alten Gottheiten offenbar machte, war das, was wir heute als Ökologie oder Evolution bezeichnen. Am katholischen Anfang stand eindeutig die in antiker Ökologie im neuen Bund/Verstand als prophetisches Wort erkannte Bestimmung. Dass die kulturgerecht ausgedrückt werden musste, muss nicht ständig aufgerollt werden, wissen Sie auch.

Selbsternannte Propheten:

Reformjuden des neuen allumfassen (frühkatholischen) Verstandes/Bundes

So waren auch die selbsternannten Unruhe stifenden Propheten keine Anhänger der heute unterstellten Heilspredigersekte. Es waren römische Denker, wie sie in Simon Magnus, dann dem Markionismus beschrieben sind. Die sich zwar auf Propheten beriefen, aber Thora und Judentum ablehnten. Und noch mehr waren es wahrscheinlich die hellenistischen Juden, in sich in neuer, selbsternannter auf die Propheten beriefen: nicht mehr nach dem Gesetzt der Beschnittenen, auf buchstäbliche Weise,  sondern der Naturlehre nach. Die sich in ihrer Logos-Christus Philosophie/Theologie als die wahrhaften Nachfahren der Propheten sahen. Hellenistische Juden des neuen Bundes/Verstandes, die am Anfang der Christuslehre standen. Deren allumfassendem (frühkatholischen) vom Götterkult befreienden (jetzt universal gültigen jüdischen) Lehre sich immer mehr Römer anschlossen. Wie  sich so vielfältige Bewegungen bildeten, wie sie als christliche Anfänge gelten und die durchaus dann auch der Thora und ihre Schöpfergottheit als Handwerker im Himmel ablehnend gegenüberstanden, ist verständlich.

Aber dass die neuen Propheten nicht die Anhänger eines Heilspredigers waren, die ein diesem apologetisch verpasstes Hirngespinst nun als das sahen, was die Moses-Propheten nach natürlichem Werden, himmlischer Ordnung (wir sagen Ökologie, erklären in Kosmologie) maßgebende Bestimmung war, ist Fakt. Der egal wie zum Logos-Christus gewordene trinkfreudige Galiläer oder ein sonst wie gearteter Guru, der zum Logos-Christus erhoben wurde, ist allein mit Blick auf Mark Aurel geschichtswissenschaftlich völlig ersoffen.

Wo die sterbenden alten Vegetationsverkörperungen, wie der Stier (Apis) dessen  Blut weiter in den Mysterien zu Massen floss, in dem für Fruchtbarkeit, wie die Nilschwemme stehende Osiris auferstand. Auch wo dieser starb, im Öko-Logos antiken Monismus die Kultgestalten Zeus und Jupiter als über allen Verkörperungen stehenden erklärt wurden. Dann ähnlich den alttestamentlichen Auferstehungsmythen auch Jupiter und Zeus in Serapis aufgingen. Da war ein aufgeklärter philosophischer Verstand im Wandel der Zeit.

Nichts gegen die den lebendigen Geist als Weisheit verkörpernde Minerva über dem Eingangsprotal der Uni. Aber wenn Bischöfe wie Leonardo Boff sich bei ökologischen Überlegungen auf Gaja beziehen, die selbst in Atheistenforen in den Himmel gehoben wird. Dann wäre es Ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass wir nicht selbst hinter Mark Aurel wieder zurückfallen, für den die Gaja oder Minverva schon in Serapis aufgegangen waren. Vielmehr wäre es Aufgabe theologischer Wissenschaft auf dem Heilsweg „Jesus“ der Öko-Logos als  Christus, wie er den Unruhe stiftenden Christen-Propheten galt (in dem auch die Erd- oder Weisheitsgottheiten aufgegangen waren) aufgeklärt verstehen, auferstehen zu lassen.

Denn wo auch bei den paganen Weisheits- oder Vegetationsverkörperungen die wachsende Erkenntnis nicht nur zum Götter-/Namenswandel führte, sondern inhaltlich aufgeklärter Verstand, echte Auferstehung war. Da kann die christliche Auferstehung weder als rein poetisches Gebilde noch als Gemeindebildung erklärt werden. 

Die Unterstellung der Kritiker, da seien nur alte Sagen von sterbenden und auferstehenden Gottheiten nachgestellt worden, um einen jungen Mann als herrlich erscheinen zu lassen oder den historischen Jesus als Kirchenkonstrukt entlarven zu wollen, ist dort, wo auch Serapis aus alten Vegetationsverköperungen auferstanden war, ein schlechter Witz.

Noch weit weniger kann dann die christliche Auferstehung getreu heutiger Lehr-Hypothese als Trauer-Vision von Anhängern eines Gurus oder Gemeindebildung abgetan werden. Die Auferstehung war. Sie lässt sich in der gesamten einem umfassenden neuen Verstand der Zeitenwende auf vielfache Weise beobachten. Und mehr noch im neuen, allumfassenden (frühkatholischen) Bund/Verstand hellenistischer Juden. Wo aufgeklärter Verstand der Moses-Geschichten, damit neuer Bund war. Wo so der unsagbar Grund/Sinn allen Seins (JHWH), wie damit die im natürlichen Lebensfluss und monistischen Ganzen (Evolution, Ökologie) wahrgenommene Bestimmung auferstanden. Wordurch auch Josua, lat. Jesus auferstanden war.

Und genau dieser bei hellenistisch-christlichen Judentum  heute beschriebene allumfassende Verstand, der so die Kulturen versöhnte, zu einem Leben in ökologischer Weisheit/Vernunft führen sollte, wäre von heutigen Hochschullehrern zu erwarten.

 Wer den Kritikern entgegentreten will, die alle christliche Lehre als Lug und Trug, selbst den Wanderprediger als heiße Luft ausgeben wollen, weil angeblich nur jungfräulich geborene, leidende, sterbende und auferstehende alte Gottheiten in einer Christus-Geschichte ausgemalt wurden. Der kann dann auch nicht auf einen Schreibfehler von einer „jungen Frau“ zurückgreifen wollen. Denn wo der Logos-Christus in schöpferischer Autorität, nicht in der Thora oder deren Demiurgen (dem Zimmermann) gezeugt wurde. Das können Sie dort beobachten, wo der neuen Bund/Verstand war, die Christologie und auch die Texte des Neuen Testamentes entstanden. Wo der Öko-Logos im Sinne des bisher nur Beschnittenen geltenden Gesetzes jetzt allumfassend (frühkatholisch) maßgebend war.

Was Lukas auf volksgerechte, märchenhafte Weise  schildert, war kein Märchen, für das alte Mythen geplündert wurden, um einen bibelschlauen Handwerksburschen für Bildungsbürger als Heiland im hellenistischen Stil hinzustellen. Wie es sich nach heute Hypothese einzig erklären lässt. Auf eine solche fixe Idee wäre weder ein jüdischer Literat einer Zeit, in der nicht nur die alten griechischen Gottheiten auf die Beine der Vernunft gestellt wurden, auferstanden waren, sondern aufgeklärter jüdischer Verstand/Bund war, völlig unmöglich gekommen. Noch weniger wären philosophische Gebildete, die in Vernunft die alten Gottheiten in einem Sinn erklärten, vom dem nach prophetischer Philosophie die gesamten jüdischen, in kultureller Vernunft begründeten Verhaltensgebote ausgingen, nicht wie im heutigen Gottesbild angenommen, in einen Aufpasser hineingelegt wurden, auf diesen Mist hereingefallen. Und denen dann unterstellen zu wollen, sie hätte das einem Heilsprediger aufgesetztes Hirngespinst dann als Logos in unterschiedlicher Weise definiert und dann über darüber diskutiert. Das schlägt dem Fass ganz den Boden aus. Aber wo nicht mehr einfach ein Christus unhinterfragt an den Anfang gestellt werden kann, da wird den anfänglichen Denkern eine ähnlich leere Predigt von Christus und seinem Vater unterstellt, wie sie von einem bedeutungslos gewordenen jungen Mann heute gehalten werden muss. Und so wird scheinbar alles wachsende Wissen in ein Fass ohne Boden geschüttet. Schade um den Wein.

Doch „Gott sei Dank“ zeigt sich, wie ihr junger Mann weder in der Geschichte, noch im Neuen Testament vorkommt. Wofür katholische Väter, die dem allumfassenden (frühkatholischen) Bund/Verstand jüdischer Philosophie folgten, für den Kanon Geschichten aufgriffen, in denen Literaten verschiedener Ausrichtung der Heilsgeschichte „Jesus“ (auch wenn der Name anfangs noch nicht stand), damit des weltgültig im Öko-Logos-Christus begründeten Bundes beschrieben. In dieser Weise sind die  Geschichten nachvollziehbar, beschreiben eine geistesgeschichtliche Tatsache: von Geburt der Heilswirklichkeit „Jesus“, seinem Leiden, der Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten und Pharisäern, wie der Verurteilung des aufgeklärten Verstandes/Bundes sind sie in dem nachvollziehbar, was vom im Hellenistischen Judentum wissen. Und was dort das historisch lebendige Heil „Jesus“ war, so auch in Folge Moses definiert wurde.

Oder trifft es nicht zu, dass im hellenistischen Judentum, für die der Kosmos der Tempel (der Logos, damit antike Naturlehre) die Vergegenwärtigung JHWH war. Und so die seit Moses maßgebende Bestimmung (Wort) wie der Grund von dem allen Vernunft/Wort ausging, nicht im Gesetz, sondern in antiker Ökologie bezeugt war? Oder dass dies von traditionellem Judentum abgelehnt, auch von römischer Autorität verurteilt wurde, aufgeklärt verstanden war…? Selbst wie so nicht nur alte Geschichten nachgestellt, sondern in deren Sinne/Erfüllung von Blindheit und Lahmheit befreit, Tote erweckt wurden, können Sie sicher besser erklären, als ich.

Dort, wo die bisher nur Beschnittenen dem Nationalgesetz nach geltende Bestimmung in antiker Ökologie/Naturlehre unvoreingenommen, jungfräulich bezeugt und so universal wurde, war der bildhafte Verstand des biblischen Moses (frühe Philosophie). Während heute unterstellt werden muss, dass im Rahmen der biblischen Anfänge einem blind geglaubten Jahwe (Handwerker und strafenden Aufpasser im Himmel) Lebensregeln, Speisegebote und so die für des Gesellschaft sinnvolle Verhaltensgebote der Thora in den Mund gelegt wurden. Um damit Menschen ein umfassendes rationales Gesetzeswerk beizubringen, ohne dass die die Zusammenhänge von Epidemien bei Unreinheit, sozialverhalten oder nachhaltiger Lebensweise erkannt haben mussten. Was sich dann heute erübrigt. Wissen wir heute, wie so zwar biblische Lehren im Volkskult wirkten. Wie aber gebildete hellenistischen Juden nicht nur die Sinnhaftigkeit der massenhaften jüdischen Vorschriften bedachten, sondern auch den Sinn/Grund (JHWH) von dem die ausgingen. Und dem nicht wie angenommen und so abgeschrieben, menschlich-kulturelle Weisheit hineingelegt wurde. 

Wie der Öko-Logos-Christus nicht menschliche gezeugt war, ist jedem klar, der die heute geforderte ökologische Weisheit betrachtet. Evolution, Ökologie und die davon ausgehende Weisheit sind nicht menschliche gezeugt. Sie bezeugen einen Grund/Sinn, den jeder voraussetzt, der davon ausgeht, dass auch nach Zerstörung der ökologischen Ordnung wieder etwas Neues wächst. Und den auch jeder voraussetz, der sein Engagement für die Umwelt, die Mitmenschen, die Zukunft nicht als „sinnlos“ sieht.

Dass der Christus-Logos, dessen Verhaltensgebote über das traditionelle Gesetz hinausgingen und der die erstarrte Gesetzlichkeit und ihre Werkgerechtigkeit in Frage stellte, nicht von Menschen gezeugt war, sondern in schöpferischer Wirklichkeit, deren Grund/Sinn bezeugt war, wird im Vergleich mit ökologischer Weisheit klar. Die in einer nicht menschlichen Zeugung begründete Gottessohnschaft war mehr als ein Titel. Sie zeichnete die buddhistische Lehre ebenso aus, wie die in Vegetation begründeten Göttersöhne oder der sich in seiner göttlichen Zeugung auf die kosmische Ordnung berufenden Kaiser.

Was den Christen als jungfräulich galt, heißt umstritten, viel verlacht ist, lässt sich weder mit einem Bangert begründen, der dem Heiligen Geist in die Schuhe geschoben wurde, noch einem Schreibfehler, sondern im aufgeklärten Verstand des christlichen Wesens. Wo aber nicht nur alte Gesetze, Vorschriften schriftgelehrt ausgelegt, nachgeplappert und Werkgerechtigkeit gepredigt wurde, auch nicht nur deren kultureller Zweck, sondern sich so der schöpferische Sinn/Grund des Ganzen selbst bezeugte (nicht in einen himmlischen Handwerker hineingelegt wurde) war das gegeben, worauf sich auch die alten Gottheiten beriefen.

Dass Zeus oder Serapis jungfräulich gezeugt, nicht in menschlicher Weisheit begrüdet waren, stand mit Sicherheit für antike Philosophen außer Frage. Das war so selbstverständlich, wie die stoische Soziallehre, Weisheit in Naturlehre begründet war. Doch was es nutzt, ökologische  Weisheit oder Gemeinsinn zu predigen, wenn mysteriöse Gottheiten verehrt (heute gar Kapitalegoismus und Konsum vergöttert) werden, lässt sich in Gegenwart beobachten. So wenig wie heute allein die Begründung in natürlicher Zweckmäßigkeit oder einem vorgesetzten Gott (strafenden Aufpasser) oder modernen Aposteln eine Kulturbestimmung sein kann, die zu einem ökologisch gerechten, gemeinsinnigen Sozialverhalten führt, konnte hierzu auch die Verehrung traditioneller Gottheiten oder Kaiseropfer immer weniger beitragen.

Die heilsame Bezeugung einer Bestimmung, die nicht von Menschen gezeugt ist, sondern von einem neu in Vernunft/Natur zu begründenden universalen Grund/Sinn (JHWH) ausgeht, ist heute mehr denn je von der theologischen Wissenschaft gefragt. Und wenn das dann kulturgerecht ausgedrückt, im Sinne der aufgeklärt verstandenen Vorbilder gefeiert und zur Kulturbestimmung wird. Dann haben wir es geschafft, ist Ihre Aufgabe erfüllt.

Dazu bedarf es keiner Helena mehr, die Stücke vom Kreuz anschleppte, keiner Mutter Kirche, die im Wort von Kreuz die schöpferische Vernunft auf jüdische, jetzt allgemeingültige Weise zur Welt brachte oder Denker, die den Öko-Logos im Wort eines arabischen Propheten zur Kulturbestimmung  werden ließen. Es genügt der aufgeklärte Verstand, der von christlicher Theologie ausgehen, dort angestoßen werden muss

Advent:

Wie bei der Miriam, so ist heute auch „Unvoreingenommenheit“ die Voraussetzung, um das in schöpferischer Wirklichkeit auf natürliche Weise gezeugte zum Licht der Welt, ökologische Weisheit und Gemeinsinn zur Kulturbestimmung zu machen.

Weihnachten steht vor der Tür. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt im Jahr als die Wintersonnenwende, um nicht mehr nur den Sol Invictus, die Verschmelzung von Mithras & Co. zum frühen Katholizismus, sondern die Geburt des christlichen Sohnes zu feiern. Der in schöpferischer Wirklichkeit gezeugt den unsagbaren Grund/Sinn allen Seins, den Gott der Väter und im Wort (natürlicher schöpferischer Wirklichkeit) die davon ausgehende Weisheit offenbarte. Der das offenbar machte, was im Passah der Juden im Frühjahr von Beschnittenen gefeiert wurde, in antiker Aufklärung nun universal gültig auferstanden war.

Und so wäre  es auch Aufgabe theologischer Wissenschaft, im Stile der bereits an Marc Aurel und andere Kaiser schreibenden christlichen Denker (heute mit Unterstützung der Psychologen, Neurologen, Kultur-, Kommunikations- und Evolutionswissenschaftler, die auch von der Notwendigkeit kultureller Bilder/Phantasien im evolutionären Wandel oder der Funktion des Kultes für einen „Superorganismus“, damit auch ein funktionierendes Staatswesen, besser Weltbürgertum schreiben) zu argumentieren:

-Wie auch heute in der Entwicklung der Zeit ein der Aufklärung entsprechender Kulturwandel unausweichlich ist.

-Wie die in Ökologie zu begründende universale Bestimmung auf ihren Grund, damit die Gottheiten der Väter verweist. Was so erst die heutige gepredigte Weisheit, Weltvernunft in umfassender Weise, mit allen Werkzeugen der Kultur(en) feiern lässt. Um dann zu dem zu führen, was bereits anfängliche Denker im Logos-Christus erhofften: Leben in Vernunft und kulturellem Friede.

-Wie die in der Naturlehre (Öko-Logos) begründete soziale, freie, gerechte Lebensweise nicht in Rhetorik oder Predigt, sondern im Logos-Christus Kult oder auch in Bezug auf das Wort des arabischen Propheten wieder lebendig werden könnte.

-Wie das heute in aufgeklärter Weise (nicht den alten Gesetzen, den Buchstaben der Bibel oder Koran nach, sondern im aufgeklärten Verstand sich auf die jeweiligen Tradtionen berufender natürlich-schöpferischer Bestimmung) zu verwirklichen ist.

-Wie sich daher auch heute die in Ökologie begründete Weisheit, wie sie die Stoiker definierten, der Kaiser anstrebte, die Rhetoriker und Pharisäer predigten, nicht in Mysterien, geheimnisvollen, meist persönlichen Gottheiten oder Rhetorik verwirklichen lässt.

-Wie aber der Christus-Kult bereits in anfänglichen Gemeinden zu einer Kulturbestimmung und sozial-gemeinsinnigen Lebensweise führte, die damals die kaiserliche Logos-Selbstbelehrung bei Verehrung mysteriöser Gottheiten ebenso vergeblich suchte, wie heute grün-rote, auch in der Kirche gehaltene Vernunftpredigten.

Denn dass eine Vernunftpredigt keine Religion ersetzt, war selbst den spätantiken Kaiser klar. Die daher die alten Gottheiten reaktivieren wollten, die sich diesen verweigernde Christen verfolgten und dann seit Konstantin im Christuskult die Lösung, den notwendigen Gemeinschaftskult der Zukunft sahen.

Nebenbei: Allein die Selbstbelehrung des Kaisers zu lesen oder sich dann mit der Stoa zu befassen, gar ihrer Begründung eines universalen, in Vernunft begründeten höchsten Grundes allein Seins, müsste klar machen: Wo die in Schöpfung begründete Weisheit, der Gemeinsinn, damit die philosophisch abstrakten Sozialutopien dann zur Kulturbestimmung christlicher Gemeinden wurde. Da ist kein bibelbelesener galiläischer Zimmermannsohn, den eine „junge Frau“ zur Welt brachte, als Christus zur universalen Bestimmung, dem auch für Griechen geltenden „Wort“ geworden. 

2.9. Wo die Verweigerer traditioneller Gottheiten, die nun nicht mehr als Juden galten, unter den

Augen der Volksgaffer den Löwen vorgeworfen wurden.  Und wo dann auch die Märtyrerverehrung entstand. Bei der die Passion Jesus in stilisiert-erbaulichen Berichten oder nach den antiken Prozess-Gerichtsakten nachgestellt wurde. Da ging es nicht um den Tod eines bibelschlauen und als häretisch geltenden Besserwissers.

Der Prozess der Zeit „von Pontius bis Pilatus“, setzt sich in der Christenverfolgung fort. Ein Prozess, bei dem der neue Verstand/Bund hellenistisch aufgeklärter Juden als Christus (damit das historische Heil „Jesus“) zuerst von denen, die das alte Gesetz lehrten, als Pharisäer ihr gutgemeinte, aber vergebliche Predigt in Buchstaben begründeten, verurteilt wurde. Ein Jesus Christus, der auch von denen verfolgt wurde, die Weisheit philosophisch bedachten und predigten, aber weiter die Staatseinheit, das Heil in den mysteriösen Gottheiten suchten.

Und so sind auch die beiden Literaturformen, die ausgeschmückte Passion, wie die konkrete Prozessakten zu erklären, die aus den Märtyrerakten bekannt sind. Ebenso ist zu verstehen, dass Denker, die der jüdischen Gesetzlichkeit, wie den griechisch-römischen Gottheiten aus Vernunftgründen abgeschworen, den Eid für die Weisheit, den Logos als Christus abgegeben hatten, nicht ihren aufgeklärten Verstand abgeben, Auferstehung verleugnen, Rückfällig werden wollten. Diese sich auch durch staatlichen Zwang nicht wieder in dazu bringen ließen, dem Kaiser oder die mysteriösen Gottheiten zu opfern.

Wie aber wollen Sie Ihre Hypothese vom Handwerksburschen aufrechterhalten, der aufgrund von Visionen seiner Anhänger herrlich und später als Logos-Christus ausgegeben wurde, um eine sonderbare Sekte für philosophische Bildungsbürger schmackhaft zu machen?  Sind die Märtyrer dann für ein Hirngespinst in den Tod gegangen, das sie nach Ihrer Hypothese selbst in die Welt gesetzt hätten?

Auch wenn das bei ernsthafter Auseinandersetzung der verschiedenen frühchristlichen Denkweisen, Bewegungen, dann der christologischen Diskussion, die auch im Korinther geführt wird, nicht möglich ist. Weil hier eindeutig die Weisheit, das Wesen der Vernunft das Thema war. Bei oberflächlicher Geschichtsbetrachtung kann man mit Blick auf heutige Theologiedebatten (wie den heutigen Streit um das Abendmahl zwischen Katholiken und Protestanten), auch den Anfängen unterstellen wollen, über Glaubensgespinste „Kaisers Bart“ gestritten zu haben. Doch dass wegen selbst entworfener Konstrukte, mit denen eine Heilspredigersekte hellenisiert, apologetisch für Bildungsbürger schmackhaft gemacht wurde (wie Sie ähnlich argumentieren müssen), philosophische Denker der Zeit den Tod auf sich nahmen, ist höchst unwahrscheinlich.

Wenn die anfänglichen Denker aber wirklich von Weisheit, Vernunft, dem Öko-Logos-Christus ausgingen, was kein ernsthaft denkender Mensch abstreiten kann. Wieso lassen Sie Ihre Studenten und die gesamte Welt im Glauben, dass der Grund der Christusgeschichte ein junger Mann gewesen sei?

Als Klaus Berger vor wenigen Jahren in Heidelberg das Neue Testament lehrte, gab es kein Problem: Auch wenn das den scheinbaren Gottestod bei aufgeklärt denkenden Menschen nur bestätigte. Bei ihm sind Märtyrer noch für Christus in den Tod gegangen. Doch wer historisch-kritisch „A“ sagt, muss auch weiterfragen. Denn die Geschichte lässt sich nur in Vernunft erklären, der Weisheit, die auch nach Paulus, damit in der Kirche des Westens das Kreuz zu tragen hatte und nicht umgekehrt.

Es ist daher mehr als sträflich, künftige Lehrer, Pfarrer oder auch Forscher im Glauben zu lassen, dass ein junger Mann, dem damit nicht weiter relevante Logos-Weisheitskonstrukte als Christus nur apologetisch aufgesetzt wurden, der eigentlich Grund der Geschichte gewesen sei. Damit verhindern Sie das heute in Jesus gegebene Heil, statt entsprechend ihrer Aufgabe die wissenschaftliche Gabe zu nutzen. Was die Voraussetzung wäre, damit die in Ökologie begründete Weisheit oder Weltvernunft in aufgeklärter Weise zur gemeinsamen Kulturbestimmung und so mündig begeistert gelebt wird.

            3. Wie für die Weisheit eine Kirche, der Volkskult des Westens gebaut wurde

3.1. Wo sich dann im 3. Jahrhundert die frühkatholische Kirche weit über die Geburtsstätten der

Christologie Alexandriens oder Antiochiens, die neue nordafrikanische Christologie-Rechtszentrale Karthago oder die alte Kultmetropole Rom im Westen ausbreitete, auch ein Bischof wie Irenäus in Gallien maßgeblich am Bau von Kanon und Kirche mitwirkte.

Da lässt sich um so mehr verstehen, warum die Weisheit an der Wurzel westlicher Kirche das Kreuz des Kultur-/Volksverstandes ihrer Zeit zu tragen hatte. Wie es auch bei Paulus diskutiert wird. Mit den weisheitlichen Überfliegern aus Alexandrien, so wenig wie mit den abstrakt-philosophisch bleibenden Vernunftlehren in Athen wäre eine Kulturbestimmung bei den Franken und Germanen zu machen gewesen. So wundert auch nicht, wenn sich Irenäus, ähnlich wie im Korintherbrief im Namen Paulus geschildert, in umfassender Weise gegen rein intellektuelle christliche Weisheitslehren wendet. Wenn er Weisheits-Christologien, die das Kreuz der alten Kulturbilder nicht auf sich nahmen, als sich zu Unrecht auf Erkenntnis berufend verwirft.

Aber so wenig auch nur einem der kirchlichen Vordenkern, kann dem Justin fortsetzenden systematischen Logos-Theologen, der als intellektueller Kopf mit großer Schaffenskraft in Abgrenzung gegen verworrene Äonenlehren oder dualistische Modelle auf die die Einheit des einen Grundes aller Kreativität bestand und maßgeblich die Kirche prägte, Wissen/Erkenntnis und so die Vernunft abgesprochen werden. Noch weniger kann den Logos-Lehrern, die auf dessen menschliche Ausdrucksweise bestanden, eine Heilsprediger-Herrlichkeit oder Verherrlichung unterstellt werden. Das ist völlig ausgeschlossen. Wenn die vom Sohn sprachen, über dessen Definition oder Ausdrucksweise diskutierten, stand nicht nur Logos drauf, sondern war Naturlehre drin. Die nicht in Tradition, sondern in natürlicher Schöpfung gezeugte Wirklichkeit, Weisheit der „Logos-Christus“ hat zur christlichen Theologie geführt.

Wenn heute vermittelt wird…

… dass sämtliche kirchlichen Vordenker Philosophen waren, die von der Logos genannten Natur-/Vernunftlehre, damit Weisheit ausgingen, die in früher Ökologie begründet war.

….auch die Johannesverfasser nicht nur die eigene Jesusgeschichte, sondern auch die der Synoptiker im Öko-Logos jüdischer Philosophie begründen.

….Paulus beim christlichen Wesen über die Weisheit streitet.

….der biblische Jesus als Weisheit in Person (menschlicher Gestalt, Funktion, Identität) gilt.

Und gleichzeitig immer klarer wird, warum das „Wort vom Kreuz“, die volksgerechte, allgemeingültige, die Vorbilder erfüllende, zeitgerechte Ausdrucksweise, der für den Westen richtige Weg war. Weil die Vernunft/Weisheit nur in fleischgewordener Ausdrucksweise, am Kreuz der nur so erfüllten kulturellen Vorbilder zur Heilswirklichkeit werden konnte. In diesem Sinne auch der junge Mann ganz wesentlich, kein Scheinwesen war. Dann wird doch mehr als klar, um was es anfänglich ging. 

Denn einen Handwerksburschen an den Anfang zu stellten ist nicht nur gegen alles Wissen, sonder verhindert den kollektiven Verstand. Doch der junge Mann kommt für den weltgültigen Bund so wenig in Frage, wie für die durch frühphilosophische Moses-Propheten ein Meeresteiler notwendig ist. Der kann weder Grund jetzt universaler Bestimmung/Bundes gewesen sein. Noch kommt er in der Kirchengeschichte oder den Christus-Geschichten und der von Ihnen dort oder bei Paulus begründeten christlichen Theologie vor.

Ich kann zwar verstehen, wie schwer es einem Wissenschaftler, der auf die Hypothese vom Heilsprediger Jesus all seine bisherigen Lehren, seine Forschung, sein ganzes Lebenswerk, wie seine Glaubensvorstellungen gebaut hat fällt, Gewohntes in Frage zu stellen. Doch wenn Sie weiter einen Handwerksburschen an den Anfang, damit nicht nur die Jesusgeschichten, sondern die Kirchen- und Christusgeschichte weiter auf den Kopf stellen, so ist das nicht nur gegen alles gegebene Wissen. Wer durch aufgeklärte Theologie etwas erreichen will, sich nicht gegen alle Naturwissenschaft wendet und die Augen vor der historischen Frage verschließend wieder auf Buchstaben berufend will, der muss auch „B“ sagen.

3.2. Wo die alten Denkzentralen über das Datum des Osterfestes stritten, dabei Karthago an der

 jüdischen Tradition des Passah festhalten wollte und im Westen zur Unterscheidung am folgenden Sonntag Tod und Auferstehung gefeiert werden sollte.

Auch da wurde nicht über das Todesdatum ihres Wanderpredigers und seine Escheinung in Trauervisionen, Gemeindebildung und dessen apologetische Aufwertung für hellenistische Bildung gestritten, sondern das jüdische Heilswesen.

Wo eindeutig an das Judentum angeknüpft, gleichzeitig eine Unterscheidung hervorgehoben werden sollte und darüber theologisch gestritten wurde. Kann es da um die einem hingerichteten Heilsprediger aufgesetzte Christologie gegangen sein, wie es bei Ihrer Hypothese zu unterstellen wäre?

Warum fragen Sie nicht wie der alten Bund historisch auf neue Beine gestellt wurde und wo die nicht in einer Heilspredigerverherrlichung zu erklärende Unterscheidung liegt?

Denn die war nicht nur im Osterstreit, sondern den gesamten Jesusgeschichten, damit der Christusgeschichte oder der von Ihnen vorgestellten Theologie des Neuen Testamentes das Thema. Wo die Erfüllung des Alten Testamentes und ein weltgültig gewordener Exodus beschrieben wird. Aber der ist mit einem bibelschlauen Handwerksburschen, dessen Sektenverfolger heute dann ins Judentum heimgeholt wird, das sich allenfalls der Stoa bediente, nicht zu machen ist.

Ich bin Herrn Strohm für die klare Gliederung der frühen Geschichte und die vorgestellten Fakten dankbar. Denn auch wenn bisher klar war, dass die gesamte Jesus-Geschichte in schöpferischer Vernunft/Weisheit begründet ist. An jeder Stelle der Geschichte ergeben sich neue Beweise, wie die Weisheit und kein dazu gemachter Wanderprediger die historische Wirklichkeit Jesus Christus war. Und wie der Weg verlief, auf dem die Weisheit/das Wort für den neuen universalen Bund/Verstand im Volkskult des Westens das Kreuz ihrer Vorbilder zu tragen hatte.

3.3. Wo nicht allein die gesamten vom Logos als Sohn ausgehenden kirchlichen Vordenker, dann der bisher selbst für die kosmische Ordnung in Kultur stehende Konstantin

und seine Familie oder seine Berater (Bischöfe), die über das Wesen und den Weg der so begründeten Weisheit ganz unterschiedlicher Ansicht waren. Da sind all dies sichere Zeugen, dass kein Wanderprediger der fleischgewordene Logos war, so hingestellt wurde. Wie vielmehr die in Schöpfung gezeugte, so auf ihren Sinn/Grund verweisende Vernunft/Weisheit das christliches Wesen war.

(Neben Konstantin traten bereits vor Jahren auch Seneca oder Kaiser Julian, der als philosophischer Christenkaiser wahrscheinlich wegen der unheiligen Diskussion um das Wesen des Öko-Logos-Christus auf seine beiden letzten Jahre die alten Gottheiten wieder einführen wollte, unter www.jesus-lebt-wirklich.de als Zeugen für den Logos-Christus auf).

3.4. Wo dann bei einem bisher für die kosmische Sonnenordnung stehenden,

 sich dafür begeisternden, diese verehrende Kaiser wie Konstantin für den Logos-Christus eine Geburtstagsfeier, das Weihnachtsfest ins Leben gerufen wurde. Die dann später auch die germanische Naturvergottung, Tannenbaumkult & Co. aufnahm.

Da war dies der Weg, auf dem die Vernunft/Weisheit zur Geschichte wurde. Je mehr man sich mit der geschichtlichen Realität auseinandersetzt, desto klarer wird das Bild, ist auch die Notwendigkeit der menschlichen Ausdrucksweise im Sinne der Vorbilder, die Weiterführung der alten Kultvorstellungen im neuen Sinne zu erkennen: Damit das Kreuz, durch das die Weisheit ihre Heilsfunktion in westlicher Welt erfüllte und so weiterzuführen ist.

3.5. Wo frühchristliche Denker den Sinn ihres Seins, den Grund alle Kreativität in Vernunft

bedachten, daraus Weisheitslehren entwarfen, dafür ein neuer Kult, der Kanon und die Kirche entstand, war der Logos-Christus eine ebenso reale Größe, wie die sich heute in Ökologie begründete Weisheit, Weltvernunft.

Im Wort vom Kreuz nicht nur die historische Heilswirklichkeit Jesus zu bedenken, sondern diese in aufgeklärter Weise weiterzuführen, ist mehr als not-wendige Aufhabe heutiger Hochschulwissenschaft.

3.6. Wo in Reaktion auf die „zentrifugalen Kräfte“, die sich verflüchtigenden, geheimnisvoll und

frühwissenschaftlich-weisheitlich abstrakt bleibenden christlichen Erkenntnislehren Kanonbildung und Kirchenstrukturen als Voraussetzung für einen neuen Volkskult erklärt werden.

Da ist auch das Kreuz zu erkennen, durch das die Weisheit/schöpferische Vernunft über alle Wirren die westliche Welt bis zur Aufklärung in Verant-wort-ung nahm und heute so in aufgeklärter Weise wieder für die Weltvernunft begeistern könnte.

                                                        5. WvK: Das „Wort vom Kreuz“ in Korinth

Ich musste erst überlegen, was Ihre Abkürzung „WvK“ bedeutet. Doch dann ist mir nicht nur klar geworden, wie es dabei nicht um das Geschwafel eines nicht mehr ernst zu nehmenden, durch Halluzinationen gewandelten Sektenverfolgers ging, der dann mit 100 bei seinem ersten Besuch in Korinth zur Gottheit eines hingerichteten Gurus Überredeten (Bildungsbürgern antiker Hochzivilisation) im Sinne verschiedener Wege der Weisheit stritt. Wie Sie es bei Ihrem jungen Mann letztlich voraussetzen müssen, aber dies dann durch Ihre Ausführungen über die Theologie der Texte selbst wiederlegen. Denn die zeigt, wie hier vielmehr eine historische Realität auf dem Heilsweg beschrieben wird. Bei dem der Logos-Christus (das in früher Ökologie begründete Wort und kein häretischer Handwerksbursche) das Kreuz der Vorbilder trug, in menschlicher Ausdrucksweise, Person (Rolle/Aufgabe/Identität), die damit kein Scheinwesen, sondern kreative Wirklichkeit war, fleischwerden musste. Weil die Weisheit/Weltvernunft/das Wort nur so in westlicher Welt Kulturbestimmung wurde und so heute auf mündige Weise wieder werden könnte.

Auch wenn ich mich lieber an die geschichtlichen Fakten halte, als an oft im Wandel der Zeit beliebige Auslegung biblischer Texte. Doch so wie Sie die hochtheologische Diskussion um das Wesen der Vernunft/Weisheit, den Weg des Wortes vom Kreuz beschreiben, lässt sich das auch in der Kulturgeschichte beobachten. Nur dass es dort nicht nur um einige in Korinth durch einen schlechten Rhetoriker zur Gottheit eines hingerichteten Gurus Überredete ging. Wie auch keinem Handwerksburschen durch einen Sektenverfolger ein Heiligenschein als Christus verpasst wurde, sondern hinter dem römisch-katholischen „Paulus“ ein gewaltiger Wandel im Pharisäertum  steht. Bei dem nicht mehr der Mythenkönig „Saul“, damit das nationale Traditions-Gesetz für Beschnittene das Sagen hatte, sondern das in natürlichen Werden, der Naturlehre (Logos) wahrgenommene Wort, universale Weisheit.  

Ob daher die Paulusliteratur ihren Ursprung dort hat, wo sie erstmals herausgegeben wurde, weil die Markioniten das Alte Testament ablehnten. Oder ob die Texte dort entstanden, wo der jüdische Weg im aufgeklärt allegorischen Verstand der Thora war, was dann von der Kirche weitergeführt, so möglicherweise die alte Literatur in Briefform der Mission überarbeitet wurde. Das ist Nebensache. Der Paulus, auf den sich die Kirche, der römisch-katholischen Simon-Petrus (nicht der Magnus: wie anderer römische frühchristliche Bewegungen zusammengefasst werden, in denen Hermann Detering den Ursprung nachweist) zu Recht beruft, lag in der jetzt universal begründeten, damit auch für Griechen gültigen prophetischen Bestimmung, des historisch nachvollziehbaren Wandels vom Saulus zum Paulus. Und auch wenn ursprüngliche, egal wo entstandene Paulustexte von Seiten der römisch-katholischen Kirche überarbeitet wurden, so war das keine Fälschung, sondern wurde das WvK beschrieben.

Wie aber können Sie diese Texte als hochtheologische Erkenntnisvorgänge erklären, die auf die schöpferische Dynamis, damit die reale, von einem Grund allen Seins ausgehende Weisheit verweisen, aus der sich die menschliche Weisheit, damit auch die von Petrus, Apollo und Paulus selbst verkündete ableitet. Und wie können Sie in Petrus, den Sie an anderer Stelle auch mit der frühen römisch-katholischen Kirche identifizierten, dann plötzlich zu einem Apostel machen, dem sich einige der 100 von einem Wendepharisäer bei seinem ersten Besucht überredete Korinther angeschlossen hatten. Die und nun von diesem ermahnt wurden, die Apostel, bei denen sich auch Paulus selbst als Müllbeutel sah, nicht über die ewige und immer wieder  neu wahrzunehmende Weisheit selbst zu stellen? Wie aber die aus dem Kulturwandel hervorgegangen Jünger der Weisheit, die in Apollo angesprochenen Vertreter des Logos-Christus von Alexandrien, wie dann die katholische Kirche in ihrer dem Westen gerechten Umsetzung, ist bekannt.

Wenn daher im Paulusbrief eine Kulturdiskussion beschrieben wird, die weit über Korinth hinausgehend, sich auch dort beobachten lässt, wo Herr Strom die „zentrifugalen Kräfte“ in vielfältigen urchristlichen Bewegungen, auch abgehobenen Weisheits/Erkenntnislehren schildert. Wie können Sie Ihre Studenten im Glauben lassen, hier wäre es um das Hirngespinst gegangen, das einem wegen Häresie hingerichteten Handwerksburschen von seinem Sektenverfolger aufgesetzt wurde? Und dann hätte dieser rhetorisch unbegabte Marathonmann mit einigen bei seiner ersten Reise überredeten  Korinthern über sein Geisteskonstrukt gestritten, seinen Christus als Weisheit diskutiert, die auf verschiedene Weise unterwegs war.

Wie bereits in den vorhergehenden Texten klar gemacht, gehe ich gerade dann, wenn kein vom Geistesblitz getroffener Sektenverfolger war, von einem „echten“ Paulusbrief aus. Wie der in Synthese der Kulturen, in Tarsus (an der Schnittstelle der Kulturen, in Mitten der Stoa) geborene, in der Apostelgeschichte beschriebenen Kulturwandel im Judentum, vom Saulus zum Paulus und die davon ausgehende Mission der frühen Kirche beschrieben ist. Damit war auch das in Vernunft/Weisheit begründetes Verständnis der Vätergottheiten, des Vaters und die davon ausgehende Diskussion mit anderen frühchristlichen Denkweisen keine freie Erfindung.

Doch wenn Sie auf einen Sektenverfolger bestehen, der dann Ihren jungen Guru vergötterte oder sein eigenes Hirngespinst als neuen Glauben in die Welt setzte und so von einer frei erfundenen göttlichen Weisheit gefaselt hätte. Was so weder mit der Weisheit zusammengedacht wird, auf die das Eingangsportal der Uni verweist, noch dem, was die heute in Ökologie begründete Weisheit ausmacht. Deren Einhaltung mehr als notwendig wäre, sich nicht in menschlicher Rhetorik machen lässt. Wieso bezeichnen Sie dann Ihre Vorlesung, auch wenn die in hervorragender Weise eine Diskussion über die Weisheit schildern, wie sie auch heute zu führen wäre, als Theologie? Mit welcher Berechtigung ist die Glaubensvision, die ein Sektenverfolger hatte und dafür die Thora, wie die Stoa plünderte, Stoff für die Lehre an heutigen Hochschulen?

Ersparen Sie mir, mit meiner Unzulänglichkeit auf ihre hervorragende und sicherlich zutreffende Auslegung des Korintherbriefes einzugehen. Die Sie so wenig wie Ihre anderen Vorlesungen ändern müssen. Einzig die Voraussetzung des jungen Mannes, den Ihre Studenten dann im Kopf haben, ist allein aufgrund Ihrer Paulus-Vorlesung nicht mehr haltbar. Denn wenn hier die Proklamation eines souveränen Gottes beschrieben wird, die  menschliche Theologie immer wieder in Frage stellt und dies strukturiert empirisch abgestützt wird. Wenn das „Wort vom Kreuz“ über die abgehobenen Weisheitstheologie Alexandriens gestellt wird, die mit Apollo verbunden ist, ebenso wie über das Gesetzestreue Judentum oder die Weisheitslehre der Griechen. Wenn daher die alten Autoritäten ebenso in Frage gestellt werden, wie die intellektuelle Weisheitslehren, die im Volk bedeutungslos bleiben, gleichzeitig auf den einen, ewigen Grund/Sinn allen Seins, aller Weisheit verwiesen wird. Wenn die Weisheit nicht ihr Grund selbst ist, so wenig wie die Buchstaben, die die Schriftgelehrten predigen nur auf den zu verstehenden Sprecher/Grund verweisen.

Wo daher die Dynamis der Juden und die Weisheit der Griechen entwunden wurde, um den intellektuellen christologisch-weisheitlichen Überfliegern das Wort vom Kreuz begründet entgegenzustellen. Wo in Inspiration der antiken Allegores, wie Synekdoche, damit dem bewussten Spiel mit Begriffen die rhetorische Figur, das „Schäma“ bedacht wurde. Bei dem der Hörer den doppelten Boden der Bedeutung des Textes selbst herstellen muss. Da hat der Verfasser des Textes nichts mit einem Sektenpolizisten zu tun, der die Menschen rund um das Mittelmeer zur Gottheit eines jungen Guru überredete. Da hat auch kein Wendepharisäer einen Wanderprediger als die in Schöpfung/Gott begründete Weisheit hingestellt oder  vom gestorbenen, gekreuzigten und Auferstandenen historischen Jesus gesprochen, sich den berufen. Dann aber völlig unabhängig davon über die von Schöpfung ausgehende Weisheit nachgedacht, ihre volksgerechte Vermittlung beschrieben. Wie es nach Ihre Hypothese die einzige Antwort sein kann.

Und wo dann auch die Verherrlichung der Natur ebenso in Frage gestellt wurde, wie der griechischen Kunst der Rhetorik, der Überredung das „Wort vom Kreuz“, die kultur-/volksgerecht Vermittlung entgegengestellt wurde. Wo der dem Wandel der Zeit unterliegende Verstand schöpferischer Bestimmung und ihre jeweils kulturgerechte Vermittlung über den menschlichen Verstand gestellt wurde…

Da ist es beim WvK nicht um die von Ihnen entsprechend Ihrer Hypothese genannten 100 in Korinth von einem geheimnisvoll gewandelten Sektenverfolger zum Glauben an die Gottheit eines hingerichteten Guru gegangen, die sich jetzt auf verschiedene Weisheits-Lehrer beriefen.

In diesem Sinn bitte ich Sie mit dem historischen Jesus auch die Gestalt des Paulus in aufgeklärter Weise zu bedenken. Wie hier ein Kulturwandel, ein im Rahmen des neuen prophetischen, sich im Öko-Logos-Christus begründender Bund/Verstand, damit der historisch bekannte Geisteswandel bei Pharisäern war. Der dann an die alten und fremden Kult-Vorstellungen anknüpfen, sich in zeitgemäßer Weise im Volk „im Wort vom Kreuz“ verständlich machen musste. Was damit auch wesentlich für die heutige Zeit wäre.

                    5. Der heute lebendige Sohn offenbart den höchst lebendigen Vater

Einzig Christus offenbarte für Christen den Grund/Sinn allen Seins JHWH sowie die Gottheiten der Väter. Der Sohn verwies auf den Vater, wie die Strahlen der Sonne von dieser ausgingen. Da jedoch der historische Jesus kein Heilsprediger war, dem nur Titel verliehen wurde, sondern die Sohnschaft eine Tatsache war. Weil der Sohn die im Logos (antiker Naturlehre) wahrgenommene, kulturgerecht ausgedrückte kreative Wirklichkeit (Wort) und davon ausgehende menschliche Bestimmung war. Daher stellt sich zwangsläufig auch die Frage nach Gott oder dem, was im Sinn der kulturellen Wurzel (nicht deren Verneinung) als höchste Wesentlichkeit im Kult gerade in Bezug auf die Vorbilder, die menschliche Psyche, Funktion des Kopfes, auch auf personale Weise gemeinsam zu verehren ist, in völlig neuer Weise. 

Wie Paulus argumentierte, sich heute zeigt, führt allein die Einsicht, was nicht nur menschlich Weise, sondern lebensnotwendige Voraussetzung für die Zukunft unserer Enkel wäre, weder durch noch mehr menschliche Gesetze, Rhetorik oder nun auch kirchlicher Predigt zu einem Verhalten in Gemeinsinn und schöpferischer Gerechtigkeit, Gestaltung von Zukunft statt Zerstörung. Ohne den aufgeklärt zu erkennenden, die Erde und ihr Ökosystem überdauernden natürlichen Sinn/Grund des Ganzen in Bezug die von den Vätern verehrte höchste Herrlichkeit, Wesentlichkeit wahrzunehmen und sich dafür kulturgerecht zu begeistern, bleibt die menschliche Weisheit meist nur Schall und Rauch.

Doch wer die in der Predigt geforderte rechte Lebensweise, wie der Kirchgeschichtskenner Benedikt XVI. das Recht, Franziskus als „Mann des Wortes“ seine Umweltenzyklika oder Reden, in gegenwärtiger Ökologie, wissenschaftlicher Weisheit begründet. Der muss hier auch nach dem Grund des Glaubens fragen, der den Alten wesentlich war, christliche Religion in neuer Weise begründen.

Auch wenn es Sinn machte, die schöpferische Vernünftigkeit, damit was für die Gesundheit, die Ernährung, die naturgerechte, nachhaltige Lebensweise, wie das soziale Miteinander in menschlicher Gemeinschaft als sinnvoll erkannt war, dem Volk im Namen von Gottheiten zu vermitteln. Was die Voraussetzung war, um im Volk auf der Stufe der Zeit eine schöpferisch gerechte Lebensweise zu bewirken. Weder am prophetischen, noch christlichen Anfang wurde nur einem Demiurgen, wie er heute vergeblich bewiesen werden soll und nicht nur bezweifelt, sondern abgeschrieben ist, menschliche Weisheit in den Mund gelegt. Die Bestimmung der schöpferischen Vernunft war in einer natürlichen Wirklichkeit begründet, die auf ihren Grund/Sinn verwies, wie der Sohn auf den Vater, die Strahlen, das Wachstum und Licht auf die Herrlichkeit der Sonne.

Der Designer/Demiurg (Handwerker im Himmel), der als Erklärungsgrund des Werdens, damit Vermittlung von gemeinsamer Sinnhebung seine Zeit hatte, die abgelaufen ist, kann den Menschen von Morgen keine Bestimmung mehr geben. Die alten Gottesbilder oder leere Reden von Gott werden nicht für ein ökologisch gerechtes Verhalten begeistern. Und mit spiritueller Versenkung und modernen Gotteshelmen lassen sich möglichweise Emotionen, Gefühle erzeugen, nicht aber eine gemeinsame Sinngebung, Bestimmung und eine „Kultur der Nachhaltigkeit“.

Allein die in Seelsorge (wir würden heute von Psychologie sprechen oder Neurologen erklären lassen) bewusst gebrachte persönliche Ansprache, die biblischen Gottesnamen und menschlichen Attribute aufzulisten, in denen der Sinn/Grund allen Seins umschrieben wurde, hilft nicht weiter. Doch wer nicht nur in den Kultlesetexten blättert, sondern wie Sie die antiken Kulturdebatten, dann die von Tertullian & Co. dargelegten Begründungen kennt. Der weiß, dass es anfänglich nicht um einen Handwerker im Himmel, eine Art menschliches Wesen ging, das nur ein Stock weiter ober sich als Designer alles ausdenkt. Wie vielmehr eine höchste Wesentlichkeit, ein in Vernunft wahrgenommener Sinn/Grund dann im jüdischen Sinne, aber in der westlicher Volkskultur gerechten Weise verehrt wurde.

Wir brauchen nicht über einen philosophischen Gottes-Begriff zu streiten. Wir wissen, dass allein die philosophische Rede, die nicht an die kulturbedeutenden Bilder anknüpfen kann, in deren Sinne verehrt wird, vergeblich ist und so auch die biblischen Namen, Beschreibungen, menschlichen Attribute, die auf alte Mythen zurückgriffen, zu verstehen sind.

Doch auch wenn es nicht zuträfe, dass hinter allen in den großen Weltreligionen in verschiedenen Namen und Modellen verehren Wesentlichkeiten eine kosmische, kreative Wirklichkeit stand. Der Grund der Religionen darin besteht, die Menschen mit dem Grund/Sinn ihres Seins zu versöhnen, sie sie von ganzem Herzen für einer schöpferisch-vernünftigen (heute sagen wir ökologisch gerechte, im evolutionären Sinn Zukunft gestaltende) Lebensweise zu begeistern. Selbst wenn sich Barbar Drossel, die in Gnosis den historischen Grund des Christuskultes und seiner Mission beschreibt „da waren Menschen, die den Grund ihres Seins erkannten (d.h. dann im Wissen der Zeit erkannten) und von nichts anderem mehr reden wollten“ geirrt hätte. Wenn nicht der Öko-Logos, damit in Vernunftmodellen beschrieben natürliche Wirklichkeit/Tatsache als Sohn, sondern ein so titulierter Wanderprediger auf den Vater verwies. Und sicherlich hat es in der Geschichte viele Götzenopfer- und Anbetung, Verehrung menschlicher Gottheiten, spiritueller Gebilde, viel Aberglaube oder auch pantheistische Naturvergottung gegeben. Was ja alles letztlich Thema des Alten, wie des Neuen Testamentes ist, einen ständigen Wandel, Erneuerung erforderlich machte.

Es zeigt sich nicht nur als sinnvoll, sondern als Voraussetzung für unsere gemeinsame Zukunft, dass aufgeklärte Menschen nicht nur nach Weltfriede, -vernunft, -verbundenheit, ökologischer Weisheit, rufen, sondern sich für den sich so offenbaren Sinn und Grund ihres Seins in mündiger Weise begeistern um sich in dessen Vernunft/Logos zu verhalten.

Wenn daher heute die wissenschaftlich begründete Weltvernunft wesentlich und die in Ökologie begründete Lebensweise auch Thema kirchlicher Predigt ist. Dann war es die Aufgabe antiker und wäre es Aufgabe heutiger Theologie, das wir das mit dem von den Vätern verehrten Grund, den alten Wesentlichkeiten zusammenbringen. Wie nicht allein in Alexandrien zu beobachtenden Christologen, Vordenker der der Kirche, im allegorischen Verstand, dem aufgeklärten Aufdecken, wiederentdecken des Alten Brücken zu bauen. Die Diskussion über das, was nicht nur beim Ruf nach Weltvernunft, einer Ökologie des Menschen als ein sich nicht auf den Genweitergabe beschränkter natürlicher Sinn vorausgesetzt wird, sondern in welcher Weise das, was für die Zukunft unserer Kultur, Enkelkinder wesentlich war und sein wird, im Sinne der Väter der verschiedenen Kulturen auf zeitgemäße Weise zu verehren ist, bleibt theologische Aufgabe.

Auch in der Antike lässt sich ein umfassendes religionswissenschaftliches Denken erkennen, bei dem dann nicht weiter geheimnisvoll-mysteriösen Gottheiten der Griechen geopfert wurde, die Rom groß gemacht hatten. Und wo auch der Vorgesetzte Demiurg (Baumeister) der Juden in allegorisch Weise auf den im Öko-Logos offenbaren Sinn/Grund bezogen oder wie im Markionismus verworfen wurde.

Erst eine Kultur, die nicht leeren Gottheiten opfert, dann in Ersatzgottheiten Konsum und Kapital, wie das Selbst als Ideal vergöttert, kann auf Dauer funktionieren. Was sprich dagegen, dass der offensichtliche Sinn/Grund allen Seins (JHWH) auf mündige Weise, mit allen Instrumenten der Kultur gefeiert, sich einverleibt und in diesem Sinne dann dafür begeistert gelebt wird?

Nur so scheint die heute vielfach gepredigte Weltvernunft/Weisheit, die nicht von einem biblischen Demiurgen ausgeht, sondern den über allem stehenden offensichtlichen Sinn/Grund allen Seins voraussetzt, gelebt zu werden. Und zwar auf eine vom natürlichen Lebensfluss, der Schönheit der Schöpfung, der Freude am Leben begeisterte Weise, die dann in intrinsischer Motivation, statt durch Lust-Verlust zu einer ökologisch/schöpferisch gerechten Lebensweise führt.

Solang Christus noch die kulturbestimmende Größe war, war das Heil „Jesus“ gegeben. Doch mit der Aufklärung ist ein neues Verständnis notwendig geworden, das immer noch auf seine Umsetzung wartet.

Dem Buch nach Christus zu bestehen, ohne dann jedoch bei einem als historisch vorausgesetzten Heilsprediger erklären zu können, worum es dabei ging, macht den christlichen Glauben völlig absurd, bestätigt den scheinbaren Gottestod. Dies lässt letztlich alle Religionen als gestrig erscheinen. Erst die kritische Forschung hat auch in der Antike zu einem allegorisch-bildhaften Verständnis geführt, bei dem kein alter Mann mit Namen Moses, sondern die frühe Philosophie gesehen wurde. Die eine dann in Zeitenwende universal bedachte Bestimmung, so einen neuen universalen Bund/Verstand im Logos-„Christus“ hervorbrachte, der in schöpferischer Wirklichkeit (Wort) begründete Weisheit lebendig machte. Was das historisch gegeben Heil „Jesus“ war, das im Westen in der bekannten Weise auf dem Weg der katholischen Kirche zur Welt gebracht, dem Buch mit antiken Schriften nach bis zur Aufklärung als Gotteswort bestimmende war. Doch um genau diesen Heilsprozess fortzuführen, muss sich die theologische Lehre von der liebgewordenen Vorstellungen eines besonders bibelschlauen jungen Charismatikers lösen. Das Wissen dazu ist gegeben.

 6. Theologische Wissenschaft hat die Voraussetzungen für die Ankunft des Herrn zu schaffen

Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen, mit der Heilspredigersekte, deren Guru für Bildungsbürger zum maßgebenden Logos, universaler Bestimmung/Wort ausgegeben wurde, lässt sich ein wahres Judentum nicht begründen. Als was sich anfänglich die römisch-katholischen Christen sahen. So wenig, wie in der Herrlichkeit eines jungen Mannes (einem Hirngespinst) die Geschichte der Zeitenwende zu begründen ist. Die theologische Wissenschaft hat die Aufgabe, das der Antike in Jesus gegeben Heil nicht allein im christlichen Sinne weiterzuführen.

Es lässt sich verstehen, dass ein römischer Hauptmann den fleischgewordenen Logos-Christus (das Wort am Kreuz) als wahren König der Juden sah. Aber kein wahrer Jude hätte einen Heilsprediger oder ein diesem für hellenische Bildungsbürger aufgesetztes Konstrukt als Wort, Weisheit, damit als jüdischen König bezeichnet oder dies einem römischen Zenturio in den Mund gelegt.

Und auch römische Bildungsbürger der Zeit, die auf monistische Weise ihre Gottheiten überdachten, in Zeus oder dann Serapis einen einzigen höchsten Grund allen Seins definierte. Die hätte im größten Suff keinen wegen Häresie hingerichteten Heilsprediger als König des jüdischen Kultes gesehen. Eines Kultes, der bereits lange vor Zeus & Co. seine Bestimmung/Wort aus einem unsagbaren schöpferischen Sinn (JHWH) als undefinierbare, unvorstellbare höchste Wesentlichkeit ableitete. Einer höchsten Wesentlichkeit allen Seins, die sich nun in Vernunft, dem Öko-Logos auf universale Weise offenbarte.

Es ist ein Wahnsinn zu wissen, wie in dieser Zeit, ob in den Schulen Platons oder auf sonstige Weise weit über die römische Welt hinaus in umfassender Weise über neue Kultmodelle nach“gedacht“ wurde. Die egal unter welchen Kultbegriffen und Lehrautoritäten alle auf „eine“ höchste schöpferische Wesentlichkeit hinausliefen. Was ja auch die Auseinandersetzung mit dualistischen Modellen zeigt, die auf theologische Weise geführt wurden. Was alles nichts mit einem jungen Mann zu tun hatte, der fleischgewesenen Logos gewesen sein soll, diese These als unhaltbar belegt.

So wie auch Mani und Montanus im Gegensatz zu dem auch für sie geltenden Christus nicht selbst der Grund der neuen Glaubensmodelle waren. Sich vielmehr Manichäer in ihrer Weltreligion, die fast alle Kultformen der Zeit weiterführend aufnahm, diesen gerecht wurde, auf Christus beriefen. So zeigt es sich absurd, den Grund des Christuskultes in einem Guru sehen zu wollen, der von seinen Groupies oder egal wem und wie als Herrlichkeit gesehen und dann auch noch als Öko-Logos hingestellt und in diesem Wesen diskutiert wurde.

Wo nicht nur die bei der Entstehung der christlichen Kirche diskutierten (hier bereits erwähnten) neuen Religionsformen entstanden. Die mehr oder wenig auch die Brücke zwischen Judentum und paganen Kulten bauten. Sondern beispielsweise auch Hypsistarier, die Judentum und orientalische Religionen vereinten, von einem Theos Hypsistos, damit einer in Vernunft bedachten höchsten Wesentlichkeit/Gottheit ausgingen. Wobei die Inschriften zeigen, dass es bei dieser möglicherweise nicht nur christenähnlichen Bewegung, bei der auch Heiden die Synagoge nutzten oder den Sabbat ehrten, keinen einheitlichen Kult für einen bestimmten Gott gab. Wie Zeus oder JHWH weiter gültig blieben. Und wie sich auch Christen auf den Theos Hypsistos beriefen. Damit einen Grund/Sinn allen Seins wie JHWH oder einen Pantokrator wie Zeus verehrten.

Allein wo daher der Pantokrator mit Recht vom Titelbild einer Reihe moderner Werke blickt, in denen Ihre Kollegen die verschiedenen Texte des Neuen Testamentes auslegen, ist eigentlich alles gesagt. Denn wo die alten Gottheiten in Frage gestellt wurden, dann auf Grundlage antiker Ökologie in Zeus, Serapis oder dem Theos Hypsistos auch der bildlose JHWH, der sich nur in seiner schöpferischen Bestimmung/Wort ausdrückte, auf neue Beine gestellt wurde. Da erweist sich die heutige Hypothese endgültig als Kurzschluss.  

Wo der gemeinsame Sinn nicht zu sehen war, niemand von Welt-vernunft, einer Ökologie des Menschen sprach, sondern noch vor wenigen Jahrzehnten aus der Schöpfungsordnung von der Mehrheit „Deutscher Christen“ die arische Rasse als Welt-Heil eines „Dritten Reiches“ gesehen wurde. Da entsprachen die alten Gottesvorstellungen der Zeit. Da war weder an eine universale schöpferische Wirklichkeit (Wort) zu denken, noch an eine universale Weisheit, Weltvernunft. Die nach heutiger Auslegung der Texte mit dem zusammenzudenken ist, was für die anfänglichen Denker das christliche Wesen ausmacht. Was als Sohn auf den Vater verwies, von diesem ausging und auf dem römisch-katholischen Weg (WvK) zur Kultur der westlichen Welt wurde.

Eine neue Kult(ur)bestimmung, die nicht nur Weltvernunft predigt, vergeblich nach Werkgerechtigkeit ruft, weil sie alte Gottesbilder und dann in Konsum oder Kapitalegoismus nur eigene Kurzsicht vergöttert, fällt auch heute nicht vom Himmel. Dies lässt sich nur in einem neuen Verständnis des historischen Jesus und damit einhergehenden aufgeklärten Glaubens- und Gottesverständnis herstellen, wie es theologische Aufgabe wäre.

In diesem Sinne bitte ich Sie erneut, den historischen Jesus keinen guten, aber völlig bedeutungslos gewordenen jungen Mann sein zu lassen, sondern den Weg der historischen Kritik weiterführend auf wissenschaftliche Weise nach dem historischen „Jesus Christus“ zu fragen.

In weiterer guter Hoffnung auf Advent und großer Hochachtung Ihrer Aufgabe

Gerhard Mentzel  












schlossen, dass der heute als historisch gelehrte einfache junge Mann als das hingestellt wurde, was Jesus Christus ausmacht, als Logos galt, Bestimmung gab. So wird die geschichtliche Entwicklung geradezu auf den Kopf gestellt.

Das vom Logos (antiker Natur- Sinnlehre) ausgehende neue Juden-Christentum hat einen mehr als natürlich-vernünftigen Grund, der erst in unserer Zeit wieder offensichtlich ist. Es war die in nun natürlicher schöpferischer Wirklichkeit begründete Weltvernunft, Weisheit „Christus“, wie sie heute meist in Ökologie beschrieben wird. Und so auch in ihrer biblisch beschriebenen Heilsgeschichte „Jesus“, zu der auch diese kulturgerecht Ausdrucksweise in katholischer (allumfassender) zeit- und kulturgerechter, volksverständlicher Weise gehörte, zu verstehen ist.

Hier wird weder dogmatisch ein biblischer Christus behauptet, noch weniger abgestritten, sondern die weiterzuführende Heilsgeschichte Jesus Christus in anfänglicher historischer Wirklichkeit beschrieben. Eine kirchengeschichtliche, wie die Vorlesung über den Korintherbrief werden aufgegriffen. Dabei werden in einem Brief Heidelberg Theologen gebeten, die heute erst wieder zu verstehende und hier dargelegte kosmische Wirklichkeit „Christus“, wie die kulturhistorische Tatsache „Jesus“, in aufgeklärter Weise wissenschaftlich weiterzuführen.

Am Anfang stand kein junger Mann, sondern der Logos: antike Natur- und damit auch Vernunft-, Sinn-, Verhaltens-, Soziallehre. Das Hirngespinst eines Logos-Christus, das einem so als fleischgewordenen Logos geltenden Handwerksburschen aufgesetzt wurde, wie es die Hypothese vom anfänglichen Heilsprediger voraussetzt, ist völlig ausgeschlossen. Was heute meist als Evolution oder Ökologie erklärt wird, begründete in der Antike nicht nur Zeus, Serapis, lies so die alten Vegetationsgottheiten  auferstehen, sondern war im jüdischen Sinne Sohn, der einzig den Vater offenbarte, von diesem ausging.

Im aufgeklärten jüdischen Verstand/erneuerten Bund wurde darin die Bestimmung wahrgenommen, die den Propheten als „Wort“, hellenistischen Juden der Zeitenwende als „Weisheit“ galt: Dies war so der Gesalbte, nicht mehr allein jüdische König, Gottessohn: „Christus“. Nachdem in antiker Vernunft-/Naturlehre (Logos) nicht nur die von einem auf universale Weise definierten unsagbaren Grund/Sinn allen Seins (JHWH) ausgehende jüdische Bestimmung, sondern auch die griechisch-römischen Gottheiten erklärt waren, wurde so der philosophisch begründete soziale Gemeinsinn „Goldener Regel“, die Weltvernunft, im nun vernunftbegründeten, weltoffenen Juden-Christentum erst in einzelnen Gemeinden, dann in Kirche zur universalen Kulturbestimmung. Was zur Verweigerung der Kaiser- und Götteropfer führte. Womit im neuen Exodus in Folge Moses das Heil Josua, lat. „Jesus“ gegeben war. Das in kulturgerechter, volksverständlicher Weise ausgedrückt (Menschwerdung) zum neuen Staatskult und auch bei Goten, Franken und Germanen volksbestimmend wurde. Was von diesen aufgeklärt weiterzuführen wäre: Um die grün-rot, inzwischen auch in der Kirche weitgehend vergeblich gepredigten Weisheit, Weltvernunft, Weltverbundenheit im Gemeinsinn, auf mündige Weise zur gelebten Kult(ur)bestimmung werden zu lassen.

Hierfür in Aufklärung über den historischen Jesus die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, das in natürlicher Schöpfung gegeben Wort als Sohn, damit den ebenso abgeschriebenen, aber-zu- glaubenden Vater als hinter aller Welt-Vernunft offensichtlichen Sinn in heutigem Wissen gegenwärtig zu machen. Das ist Aufgabe theologischer Hochschullehre.

Zeit der Auferstehung und Advent

Der „Gott sei Dank“ nach historischer Forschung und rationalem Denken übrig bleibende, völlig bedeutungslos gewordene Handwerksbursche war weder der historische, noch biblisch beschriebene Grund der Christusgeschichte(n). Wie hier an einzelnen Geschichtsstationen deutlich wird, gibt es für den nicht ein einziges wissenschaftliches Argument mehr.

Im Licht heute gegebenen Wissens zeigt sich Jesus Christus als historische Heilswirklichkeit, die die Hoffnung auf ein gelobtes Land als Leben in Vernunft wie kulturellem Friede begründete und so in wissenschaftlicher Aufklärung weitergeführt werden könnte.

Damit erweist sich auch der seit Nietzsche für die Wissenschaft ausgemacht Gottestod als Missverständnis in Sachen historischer Jesus. Das der Zeit entsprach, sich in deren Wandel erst heute aufgeklärt auflösen lässt: Dank der historischen Kritik, des heute gegeben Wissen um die bildhaft zu verstehenden biblischen Bedeutungsinhalte, die jüdische Vorgeschichte, die hellenistischen Hochzivilisation sowie ihr Denken und Diskutieren um das, was erst mit dem modernen Natur- bzw. ökologischem Weltverständnis zusammenzudenken ist.

Wer heute nicht nur das als vernünftig bezeichnet, was für ihn selbst Sinn macht, sondern nach „Welt-vernunft“ oder ökologisch gerechter, gemeinsinniger Lebensweise ruft, setzt inzwischen automatisch einen transzendenten, sich nur in Schöpfung (Ökologie, Evolution) ausdrückenden, bleibenden Grund/Sinn des Weltganzen voraus. Damit das, was der Antike Öko-Logos (Jesus Christus) offenbarte. Letztlich verweist jede natürliche Logik, die wir Dank Evolutionslehre in sämtlichen so erst endgültig „natürlichen“, statt weiter mysteriösen Prozessen voraussetzen, hinterfragen, auf einen schöpferischen Sinn/Grund auch des Ganzen.

Und auf diese Weise war so bekanntlich auch für antike Naturlehre (Logos) weiterdenkende Weltbürger der Antike, wie wir sie gerade aus dem hellenistisch aufgeklärten Judentum (dem Anfang der Christologie) kennen, die maßgebende „höchste Größe“ gegeben: Hat der Sohn auf den Vater verwiesen, von dem er gezeugt war. Das von diesem ausgehende, in antikem Monismus (früher Ökologie) begründete, weltbestimmende, so in Vernunft zu lebende schöpferische Wort liegt auch den biblischen Lehren und Geschichten zugrunde. Es  muss durch die Religionen zum Leben gebracht, im ewigen Auf-Wiederentdecken, Neuverstand des Alten immer wieder neu zur Kult(ur)bestimmung werden.

Das Wort vom Kreuz in der Heilsgeschichte „Jesus“

Die nicht durch Menschen oder deren Traditionslehren, sondern in antiker Ökologie/schöpferischer Wirklichkeit (jungfräulich) gezeugte Vernunft/Weisheit (damit Jesus Christus) wurde in Jerusalem von jüdischen Schriftgelehrten, wie dann römischer Autorität verurteilt, dem Volk verworfen und musste so das Kreuz tragen. Kein junger Mann oder ein fiktives Wesen, sondern der tatsächliche Christus musste in der Kirche des Westens das Kreuz der Zeit und ihrer kulturellen Bilder auf sich nehmen, in menschlicher Person (Rolle/Funktion/Identität) als Jesus von Nazareth auf dem Weg vom Heidenland nach Jerusalem zur Welt gebracht werden. Dieser kulturgerecht ausgedrückte, Menschgewordene, der so die kulturellen Vorbildern der Zeit erfüllte, war kein doketistisch zu vernachlässigendes Scheinwesen, sondern kreative Wirklichkeit in Kultur: Nur so war ein neuer Staatskult gegeben, eine für alle Völker geltende, bis zur Aufklärung gegebene Kulturbestimmung möglich. Was so heute aufgeklärt zu verstehen ist, um die Voraussetzungen zu schaffen, die Heilsgeschichte in mündiger Weise fortzusetzen. Damit die vielbeschworene Weltvernunft, ökologische Weisheit in Aufklärung zur gelebten Kult(ur)bestimmung werden zu lassen und die Kulturen „von Grund auf“ zu versöhnen.

Der Öko-Logos-Christus (damit antike Ökologie-/Evolutionslehre)

lag dem neuen Bund/Verstand zugrunde, der im Neuen Testament Gestalt bekam, Jesus als Wort vom Kreuz zur Geschichte machte, so echte Heilswirklichkeit war

Hier wird an Vorlesungen über die Formierung von Kanon wie früher Gemeinden, der Verfolgung von Christen, dann der folgenden Korinther-Vorlesung, wo die Vernunft/Weisheit (Christus) in unterschiedlicher Weise, in der römisch-katholischen Kirche als „Wort vom Kreuz“ definiert wurde, deutlich gemacht: Nicht nur an der Wurzel des Christentums, dann den biblischen Jesusgeschichten oder bei Paulus, auch bei der Entstehung von Kanon und Kirche, zeigt sich die im Öko-Logos definierte Weisheit als Jesus Christus.

Wer heute einen jungen Mann an den Anfang stellt, stellt in Verweigerung geschichtlichen Wissens die Geschichte auf den Kopf. Die in Monismus (früher Ökologie) begründete, der Antike maßgebende Sinnhaftigkeit, Weisheit, Weltvernunft, die heute vielfach vergeblich gefordert wird, musste am Kreuz der Zeit das Kreuz der Kult(ur)bilder tragen, um die Kulturen versöhnend im Volksverstand zur Kult(ur)bestimmung zu werden. Der heute für als historisch vorausgesetzte junge Mann kommt weder im Kanon, noch der eindeutig auf die Vernunft/Weisheit verweisenden, vom Logos als Sohn ausgehenden frühen Kirchengeschichte vor. Nachdem Jesus Christus in seiner historischen Wirklichkeit begriffen werden kann, fällt der Dank historischer Kritik übrig gebliebenen bedeutungslosen Handwerksburschen flach. Die Hochschullehre ist gefordert, die schöpferische Heilsgeschichte „Jesus Christus“ in aufgeklärter Weise fortzusetzen.

Wo der Öko-Logos-Christus (Weltvernunft/Weisheit) an der Achse der Zeit als Josua, lat. Jesus (damit historische Heilswirklichkeit) das Kreuz menschlicher Vorbilder für den neuen weltgültigen Volksverstand/Bund trug, in der bekannten Form ausgedrückt werden musste. Da ging es um eine Weisheit, die heute nicht nur in den naturwissenschaftlichen Fakultäten erklärt wird. Die in aller Munde, auf Weltklima-, wie Friedenkonferenzen das Thema ist und auch in der Kirche vergeblich gepredigt wird. Solange an den Hochschulen nicht in neuer Weise nach dem historischen Jesus gefragt, damit die wissenschaftliche Grundlage geschaffen wird, die ökologische Weisheit, gemeinsinnige Weltvernunft in der Liebe des Nächsten wie des Selbst nicht allein in christlicher Religion wieder zur Kult(ur)bestimmung werden zu lassen.

Wenn durch die Hochschullehre die Welt im Glauben gelassen wird, da wäre ein bibelschlauer Handwerksbursche christologisiert, für Bildungsbürger als universale Bestimmung (Wort) oder fleischgewordener Logos beschrieben worden. Und dieses heute dann meist nur in  Kulttexten/Mythen nachgeblätterte Wort hätte einzig auf die Wesentlichkeiten der Väter verwiesen, den Vater offenbart. Dann scheint auch dessen Tod besiegelt. Doch „Gott sei Dank“ zeigt sich: Der heute vorausgesetzte, allenfalls Weisheiten verkündende Handwerksbursche oder sein ihn nach plötzlichem Wandel zu Christus, Weisheit, oder Schöpfungswort machender Sektenverfolger. Die kommen weder in der Geschichte, noch den biblischen Geschichten und ihrer Theologie vor. Und da die sich aus dem natürlich-evolutionären Werden, der Ökologie abgeleitete Weisheit eine bestimmende Größe geworden ist, kann die Heilsgeschichte weitergehen. Denn wo das, was der Antike als Logos, Weisheit oder Weltvernunft galt, keine philosophische Spekulation, Geheimlehre für Intellektuelle, sondern eine ohne kulturelles Verständnis weitgehend vergeblich gepredigte Größe ist. Da wird es höchste Zeit, hier wieder zu hören, was buchstäblich bisher als Wort Gottes oder Christus galt. Was in menschlicher Gestalt zur Welt gebracht, Schrift wurde und so bis zur Aufklärung kulturbestimmend war.

Daher wird erneut deutlich gemacht, wie es nicht nur gegen alles Wissen spricht und die Geschichte auf den Kopf stellt, sondern es das derzeit größte Verbrechen an der Menschheit ist, diese weiter im Glauben an einen nach seinem Tod herrlich gemachten jungen Guru zu lassen.

Im Versäumnis christusgeschichtlicher Aufklärung wird versäumt, nicht nur die Weltvernunft, ökologische Weisheit… auf mündige Weise zu feiern und damit zur universalen Kult(ur)bestimmung zu machen, sondern auch ihren sich so offenbarenden Grund/Sinn: JHWH, Gott, Allah, Manitu… oder auch Grund des Tao und sonstiger östlicher Kulturkonzepte.

Auch wenn Professor Lampe als Vertreter heutiger Hypothese, wie oft auch seine Ausführungen der Anlass sind. Die Adressaten sind alle Hochschullehrer, die den „lebendigen Geist“ (auf den das Eingangsport der Neuen Uni in Bezug auf die von Jesus Christus abgelöste Weisheitsgöttin verweist) noch nicht aufgegeben haben. Oder handelte es sich bei Minverva auch nur um ein junges Mädchen?

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Professor Peter Lampe,

die von mir immer wieder gestellte Frage nach dem historischen Jesus ist keine Nebensache. Die von Ihnen vertretene historisch-kritische, an der Geschichtsrealität orientierende  Auslegung, die so die Glaubenskritiker, die nicht nur Christus, Wunder oder Auferstehung abstreiten und alles als Lug und Trug sehen wollen, längst eingeholt hat, muss weitergeführt werden. Doch wer ein theologisches Märchen im Stil der Zeit beschreibt, kann unmöglich bei einem jungen Mann stehen bleiben, dem nur noch ältere Mythen aufgebunden wurden.

Denn mit dem historisch-kritisch übrig bleibenden bibelschlauen Handwerksburschen und Visionen von dessen Anhängern sowie apologetischer Rede ist die geschichtliche Realität nicht zu erklären. Philo von Alexandrien (was wir heute über das hellenistische Diasporoa-Judentum, dessen nun universalen Verstand/Bund wissen) hat Ihnen bereits nach jeder Vorlesung über den historischen Jesus, Markus, wie die Jesusgeschichten im Profil geschrieben. Auch die Christologie- und die Auferstehungsvorlesungen ihrer Kollegen wurden bereits in historischer Realität argumentiert. So wurde deutlich gemacht, wie zwar das Christentum aus einer Vielzahl der nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in Kultur einsetzenden Erneuerungsbewegungen entstanden ist. Aber wie allein im hellenistischen Judentum der Diaspora, dessen aufgeklärt-allegorischem Verstand/Bund einer in Vernunft begründeten, damit jetzt allgemeingültigen, allumfassenden Bestimmung (Wort) die katholische (allumfassende) Kirche folgte, alle von Ihnen bisher dargelegten Bedeutungsinhalte der von Christus ausgehenden Heilsgeschichten Jesus, damit der Theologie des Neuen Testamentes historisch zu beobachten sind. Und wie nur auf dem bekannten Weg, den die katholische Kirche wählte, die universal begründete Bestimmung im Westen auch zum Volkskult werden konnte und so im Wandel der Zeit immer wieder neu zu verstehen ist, wurde allein in Ihrer Korinther-Vorlesung deutlich.

In diesem Sinn bitte ich Sie erneut, historisch-kritisch nach der zugrunde liegenden Tatsache zu fragen, die Jesus Christus ausmacht. Die zu all dem führte, was in den biblischen Geschichten bebildert und in der historischen Entwicklung, der kulturellen Diskussionen zu beobachten ist.

Gerade ihrer Ausführungen über die Geschichte und hervorragende Auslegung der Texte, die eine hochphilosophische-theologische, bewusst beschriebene Bedeutung in der Auseinandersetzung der Zeit zeigt, statt das von Glaubenskritikern im Kurzschluss meist unterstellte, märchenhaft zu glaubende Geschwafel zur Manipulation der Masse. Die zwingen zu einem neuen historischen Verständnis.

Danach könnten Sie nicht nur den Kollegen der naturwissenschaftlichen Fakultäten, sondern der Welt zeigen, wie es bei „Christus“ um genau das ging und geht, was erst die heutige Naturwissenschaft offengelegt. Was damit die unserer Zeit wesentliche Größe ökologischer Weisheit und Weltvernunft und nicht das derzeit angenommene Hirngespinst des Glaubens oder ein für die hellenistische Bildung zurechtgezimmerter Heiligenschein für einen Handwerksburschen war.

Denn dass so die Theologie nicht mehr ernst genommen wird, von der keine Antwort auf die Herausforderungen der Zeit, von Religion keine Relevanz für eine schöpfungsgerechte oder gemeinsinnige Lebensweise erwarten wird und der Gottestod beschlossen scheint, darf Sie bei heutiger Hypothese nicht wundern. Auch nicht, dass  so aller Glaube als Relikt von Gestern, sein Missbrauch und Fatal-Fundamentalismus zu täglichen Morden führt und er so zu Recht als große Gefahr gesehen wird.

Wer wie Sie mit Hilfe der Erkenntnis-, Hirnforschung und Psychologie uralte Fragen aufrollend „Die Wirklichkeit als Bild“ beschreibt. Der hat auch die Gabe deutlich zu machen, wie die in antikem Monismus realisierte, damit frühökologische Vernunft/Weisheit und kein einem Handwerksburschen verliehener Heiligenschein die historische Wirklichkeit des erst so zur Kulturbestimmung gewordenen Bildes war. Weil die heute in aller Naturwissenschaft erkläre, dann als Weltvernunft ausdiskutierte und als Ökologie des Menschen gepredigte Weisheit, Verantwortung nur in dem bekannten Bild bestimmend wurde und zur Aufklärung trug. Und so heute bei mündigen Menschen, egal in welcher Religion, wieder zur kulturellen Bestimmung werden kann. Ohne die aller Ruf nach einer „Kultur der Nachhaltigkeit“, „Ökologie des Menschen“, „Weltvernunft“, „gemeinsinnigen Lebensweise“ weitgehend Schall und Rauch bleibt.

Entschuldigen Sie, dass ich so weit aushole, bevor ich auf Ihre Korinther-Vorlesung und die Geschichtsvorlesung von Professor Strom komme. Die eindeutig belegten: Am Anfang stand kein junger Mann. Die frühökologische (universal begründete und allumfassend geltende) Weisheit, Vernunft „Christus“ war in menschlicher Ausdrucksweise  das historische Heilswesen „„Jesus“ und nicht umgekehrt.

Sie können auch nicht in Epheser- oder Kolosserbrief eine kosmische und kulturelle Realität, wie sonst eine schöpferische Größe, jetzt im Korinther eine ernsthafte Diskussion um die Weisheit bestätigen. Worauf auch die Bedeutung Jesus als Christus, Judenkönig, David- oder Menschensohn sowie die gesamte Theologie des Neuen Testamentes, damit die von Ihnen dargestellten Jesusgeschichten verweisen. Dann jedoch weiter einen jungen Mann als den historischen Jesus an den Anfang stellen wollen.

Die Frage nach dem Grund der Jesusgeschichte und damit dem Grund christlichen Glaubens lässt sich nicht einfach weiter vom Tisch wischen. Es macht einen mehr als gewaltigen Unterschied, ob die Welt denken muss, da wäre ein Wanderguru zum Christus gemacht und als universale Bestimmung und Offenbarer ausgegeben worden. Oder ob an den Hochschulen in aufgeklärter Weise bedacht, dann mit der Zeit auch in der Gesellschaft erkannt und selbstverständlich wird, wie die in Wissen/Erkenntnis begründete Vernunft, nach der wir alles evolutionäre Werden, wie das ökologische Ganze erklären und die daraus abgeleitete Weisheit als „Christus“ kulturbestimmend wurde. Und wie dies auf einen universal geltenden Grund/Sinn der war und sein wird (JHWH) verwies, diesen offenbar machte, auch dessen notwendige Verehrung in religionswissenschaftlicher Vernunft erklärte. Womit eine davon ausgehende Bestimmung/Wort in menschlich-kulturgerechter Ausdrucksweise das Heilswesen, der historische „Jesus“, später auch das Wort des arabischen Propheten war.

Was soll der Verweis, dass die Naturwissenschaft von der Glaubenslehre nicht mehr abgelehnt wird, man heute im Dialog steht. Und dass Sie die in Ihrer letztjährigen Weihnachtspredigt die geforderte schöpfungs-/zukunftsgerechte, statt nationalegoistische Lebensweise so wenig wie Franziskus  nicht mehr biblisch begründeten, sondern im Wissen, der Ökologie (auch des Menschen) der Gegenwart, weiß ich auch. Doch genau darum muss hier heute auch nach dem Grund des christlichen Glaubens gefragt werden. Denn wenn die Forderung nach Weltvernunft und Gemeinsinn nicht nur eine nun auch in der Universitätskirche verbreitende heiße Luft sein soll, ist es die Aufgabe der Hochschulwissenschaft deutlich zu machen, wie die Weisheit, die Sie predigen, auch in der Krippe lag. Wie die auf den JHWH der Väter, den Vater als den bleibenden, in personaler Weise zu verehrenden Grund des Kosmos verwies.

Der auch bereits in Bethlehem, im Namen Davids und dann Moses galt, in anderen Religionen nur andere Namen hat. Wie so die Weisheit/Weltvernunft auch in der Weihnachtsgeschichte eine menschliche Gestalt bekommen, ausgedrückt werden musste, um zum Licht der westlichen Welt zu werden. Und wie heute in aufgeklärter Weise daran anzuknüpfen ist, damit die Weltvernunft/Weisheit bei mündigen Menschen zur gelebten Kult(ur)bestimmung werden kann. Wie das nach Ihrer Auslegung ähnlich auch im Korintherbrief argumentativ mit Blick auf einen nicht von menschlicher Vernunft zu bestimmenden lebendigen Grund/Sinn aller Weisheit begründete wird.

Doch bei Ihrer heutigen Historien-Hypothese sind nicht nur Ihre Darlegungen über Jesus, wie die Theologie, damit auch die verschiedene Betrachtung von Weisheit im Korintherbrief nicht nur Zeit- und Geldverschwendung, sondern gefährlich. Nicht nur, weil so die grün-rote, wie auch kirchliche Predigt über eine ökologisch, humanistisch, damit schöpferisch-soziale,  gerechte, statt die Zukunft unserer Enkel vernichtende Lebensweise weitgehend vergeblich bleiben. Wenn Sie weiter Ihre Studenten im Glauben an einen gutherzigen Guru als den historischen Jesus lassen, der dann ohne Begründung, aufgeklärten Verstand Sonntags weiter als Christus gepredigt wird, bestätigen Sie nicht nur den scheinbaren Gottestod, sondern liefern Sie  jedem fanatischen Unsinn der Welt die Steilvorlage.

Wenn es am Anfang nur am das gegangen wäre, was nach heutiger Hypothese, angenommen wird, wäre die theologische Lehre nicht nur Steuerverschwendung, sondern höchst gefährlich. Was soll ihre Darlegung von Paulus, wenn Ihre Studenten davon ausgehen müssen, dass der Verfolger der Sekte eines gutherzigen Gurus, den nach Ihrer Hypothese eine Philosophenschule in Johannes als fleischgewordenen Öko-Logos (jüdisch-hellenistischer Philosophie) beschrieb, nach einer Halluzination seine eigene Theorie in die Welt setzte? Dann eine Kirche gründete, die der angebliche gute Junge gar nicht wollte. Damit eine Kirche hervorrief, die sich zwar nur noch für Karitas und Moralpredigt zuständig sieht, aber weit darüber hinaus für eine aufgeklärte „Kultur der Nachhaltigkeit“ gebraucht würde.

Wenn Glaube für tägliche Morde missbraucht wird, nicht nur von fatal-fundamentalistischen Moslems (die ihre buchstäbliche Auslegung des Koran zur Weltherrschaft machen wollen), sondern auch von ähnlichen in der „Dritten Welt“ aufkeimenden christlichen Bewegungen eine große Gefahr ausgeht, sollte Sie das nicht wundern. Wo den Studenten im 3. Jahrtausend (gegen besseres Wissen) weiter beigebracht wird, dass am Anfang ein bibelschlauer Handwerksbursche stand, dieser dann nach Hinrichtung durch Hirngespinste (in Gemeindebildung, Sie sprechen von Visionen und Massenhalluzinationen, wie späterer Apologetik für Bildungsbürger) seiner Anhänger zum Christus und so von einem geheimnisvoll gewandelten Sektenverfolger als Weisheit verkündet wurde. Da ist aller Unsinn vorprogrammiert. Schnell weg damit. 

Wie es zu kurz greift, nur Weisheit zu predigen, wenn statt unglaublich gewordener menschlicher Gottesbilder aus Buchstaben oder Bauchgefühlen, dann Konsumwachstum, Kapitalegoismus, sinnloser Kommerz vergöttert werden. Wie eine menschliche Kultur ihren heute wissenschaftlich erklärten Grund/Sinn und die davon ausgehende Bestimmung in Religion (damit im ewigen Wiederverständnis/Neuentdecken des Alten) auf mündige Weise verehren, mit ganzem Herzen lieben muss, um in Weltvernunft und kulturellem Friede zu leben, zeigt die Geschichte. Doch was so selbst noch christliche Kalife im Namen Jesus erhofften, ist bei Ihrer Hypothese nicht zu bedenken. Denn diese Aufgabe, die die Hochschulwissenschaft hätte, setzt ein neues Verständnis des historischen Jesus, damit des christlichen Glaubensgrundes voraus. Und dessen aufgeklärtes Verständnis ist zwar nicht allein durch Ihre Vorlesung, wie die von Herr Strohm gegeben, lässt jedoch hier begründen:

1.        Die Geschichte der frühen Kirche, schöpferischer Vernunft/Weisheit als Christus in Kanon und Kirchenkonzept

Allein davon auszugehen, dass es nach allem Wissen um die Vorgeschichte, wie kulturgeschichtliche Entwicklung und das Denken und Diskutierten der Zeitenwende bei Christus nur um das gegangen sein kann, was Griechen als Logos, Juden als Weisheit aus natürlicher Schöpfung abgeleitete maßgebende und dann heilige Größe war, ist zu wenig.

Dank der guten Gliederung der Vorlesung über die Geschichte der frühen Kirche und die hervorragend dargelegten Fakten zeigt sich nicht nur in an jeder Stelle der Geschichte, wie die Vernunft/Weisheit auch das anfängliche Thema war. Auch warum diese nur in der bekannten Ausdrucksweise, damit auch der kulturgerechten Ausdrucksweise, Verschriftung „als Wort vom Kreuz“ zur Heilswirklichkeit wurde, wird verständlich.

Nicht nur die bereits behandelten Vorlesungen über die von Vernunft/Weisheit getragene Umwelt, aus der das Christentum erwuchs und die Vordenker der Kirche (Apologeten, Väter der Kirche, wie ihre christlichen Gegner) die allesamt von philosophischer, damit frühökologischer Vernunft/Weisheit ausgingen, den Öko-Logos als Sohn sahen, haben so das christliches Wesen bewiesen.

Auch in der weiteren Geschichte zeigt sich eindeutig: Die Geschichte der Kanonisierung, der Institutionalisierung der Kirche, der sich von Judentum abgrenzenden Christen, deren Ablehnung im Volk und Verfolgung, wie der gesamte weitere Weg zu Staatskult und Kirche ist die Geschichte der Weisheit im Christuskult. Was in kulturgerechter Fleischwerdung das Kreuz der Zeit trug, ist die Weisheit, nach der heute ohne Kulturbestimmung alle vergeblich rufen.

1.1.  Wo die wilden Anfänge, die sich gegenseitig bekämpfende Vielfalt von christlichen Kirchen

und zahllosen Bewegungen, damit die „zentrifugalen christlichen Kräften“, wie auch Markionismus, Manichäismus, Montanismus…, durch Kanon- und Kirchenämter zu einer Einheit werden sollten. Damit Denkmodelle, denen heute auch von Wissenschaftlern wie Christoph Markschies die philosophisch bedachte Vernunft/Weisheit bestätigt wird, zur Kirche wurden.

Wie kann es da in dieser Kirche, wie im neutestamentlichen Kanon um einen jungen Mann gegangen sein? Gerade mit Blick auf die römisch-markionitische Kirche, die erstmals einen neuen Kanon (Paulustexte und ein Evangelium vergleichbar Lukas) herausgab. Weil sie das Alte Testament, aber auch die menschliche Ausdrucksweise/Gestalt des Logos-Christus ablehnte, ist ihre Hypothese unhaltbar. Aber auch bei der ebenso von Wissen/Erkenntnis der Zeit ausgehenden römisch-katholische Kirche (die sich im Wort vom Kreuz, der menschlichen Ausdrucksweise auf dem wahren Weg sah) so dafür sorgte, dass sich das weltabgewandte, vergeistigte antike New Age nicht verfüchtigte, sondern zum allumfassenden Volkskult werden konnte, ist der anfänglichen Heilsprediger nicht zu machen.

Wie soll der, dessen Heiligenschein Sie dann in „Die Wirklichkeit als Bild“ durch Visionen seiner Anhänger erklären müssen, in antiker Hochzivilisation, bei Verfassern der Jesus-Geschichte eine Rolle gespielt haben, von deren Bildung Sie  stundenlang schwärmten? Wie sollen hellenistische Bildungsbürger in Mitten des Mittelplatonismus in einer Zeit, die über philosophisch-monotheistische Modelle mit Zeus, Serapis oder sonstige Verkörperung im Öko-Logos begründeten höchsten Wesentlichkeit nachdachte, in einen jungen Mann oder einer diesem aufgesetzten Halluzination all dies gesehen haben? Wie solle dort ein junger Mann als die Weltbestimmung gesehen und hingestellt worden sein, die philosophisch definiert wurde und im Sinne der Hebräer auf den Grund allen Seins verwies?

Und welche Krankheit hat dann dazu geführt, dass philosophisch-theologische Denker dieses einem Heilsprediger aufgesetzte apologetische Hirngespinst dann auch als das diskutierten, was wir heute erst wieder als Weisheit/Weltvernunft verstehen. Nein, es war kein Heiligenschein, sondern die historische Heilsrealität, die damals auf hochphilosophische Weise über Jahrhunderte zu heißen, existenzielle Debatten über das Wesen des Logos-Chrisus führte. Wonach die philosophisch realisierte Vernunft/Logik bei den Vordenkern der Kirche zwar Wesenseins mit ihrem ewigen Grund/Sinn war, einzig auf diesen verwies, nur davon ausging und nicht seine Person (Identität) einnimmt?

Denn wenn Sie die in Naturlehre begründete Vernunft/Sinnhaftigkeit bedenken, die Christus ausmachte und heute naturwissenschaftlich freigelegt wird, lässt sich das alles nicht nur erklären, sondern erscheint höchst aktuell. Wer heute davon ausgeht, dass auch dann wieder etwas wächst, wenn der zum Anthropozän gewordene Mensch die Natur und deren ökologische Gleichgewichte zerstört hat, braucht nicht zu aber zu glauben. Der bestätigt das, was Paulus den Korinthern belegte oder Tertullian & Co. argumentierten.

Auch wenn, wie Sie zu Recht sagen, dass der „fleischgewordene“ Öko-Logos das Thema war. Dann wissen Sie, wie eine philosophische Wirklichkeit im Bild zu beschreiben war. Denn dort, wo Sie ihren jungen Mann herleiten, kommt der nicht vor. Die in früher Ökologie begründete Sinnhaftigkeit/Vernunft, die in kulturgerechter Ausdrucksweise das Kreuz der Zeit ertrug. Die war als Logos-Christus keine Halluzination oder ein apologetischer Titel, der einem Handwerksburschen verliehen wurde, sondern als kulturgeschichtliche Heilswirklichkeit die historische Tatsache Jesus.

Wie kann man den sich aufgrund ihrer dualistischen, verworrenen, intellektuell bleibenden, geheimnisvollen Lehren für Eingeweihte… (den zentrifugalen Kräften), die sich daher nicht nur in den Augen kirchlicher Vordenker zu Unrecht auf Vernunft/Erkenntnis/Weisheit beriefen, die Begründung in früher Ökologie bestätigen. Wie dies nicht allein Wissenschaftler wie Christoph Markschies tun. Dann den Vordenkern der Kirche, die die sich verflüchtigenden Kräfte eines antiken New Age bündelten, in ihrer volksgerechten Ausdrucksweise im Sinne des bildhaft verstandenen Alten Testamentes zu Recht den wahren Weg der Erkenntnis sahen, einen christologischen Heiligenschein und hellenistische Einfärbungen eines bibelschlauen Handwerksburschen unterstellen? Mit dem, den nicht nur Markschies in Dokumentarfilmen vorstellt, sondern Sie ihren Studenten als historischen Jesus und so ursprünglichen Grund beibringen, wird nicht nur Geschichte auf den Kopf gestellt. So wird alle Theologie bedeutungslos, der scheinbare Gottestod bestätigt.

1.2.  Wo an gleichen Orten, zur gleichen Zeit im Namen Christi in der Paulusliteratur über die

Bedeutung der Weisheit, die kulturgerechte Vermittlung des schöpferischen Wortes und dessen Grundes gestritten wurde, gesetzestreu-buchstabenbezogene, wie rein intellektuelle oder sich nicht auf einen schöpferischen Grund/Sinn beziehende Weisheitslehren abgelehnt wurde. Und dann argumentiert wurde, wie die Weisheit als „Wort vom Kreuz“, damit eine den Kulturbilder entsprechende Ausdrucksweise für die volksverständliche Vermittlung, die künftige, so immer wieder neu zu begrünende Kulturbestimmung der richtige Weg war.

Wie soll sich dort ein Kanon und eine Kirchenordnung aufgrund der Lehre eines bibelschlauen Landstreichers entwickelt haben? Der nur als höchste Wesentlichkeit, universale Bestimmung, damit  als eine die Antike bestimmende Weisheit nur hingestellt, für Bildungsbürger als Logos ausgegeben wurde. Und wie bedeppert müssten die alle gewesen sein, an diesen Mist zu glauben? Und dann auch noch auf philosophische Weise zu diskutieren, wie wenn es wirklich um die Weisheit, Weltvernunft gegangen wäre.

Auch warum dann die richtigen Definition eine existenzille Frage war, ernsthafte Denker den ganzen Staatsapparat störten, ständig die Kaiser belästigten und die sie beratenden Intellektuellen der Zeit diskutieren ließen oder sich gegenseitig der Häresie beschuldigten. All das ist nur in der realgeschichtlichen Entwicklung der Definition der Weltvernunft im Sinne der Kultur, nicht in einem Hirngespinst zu erklären, das einem Handwerksburschen aus apologetischen Zwecken aufgesetzt wurde.

Wer sich nicht weiter mit diesen Diskussionen befasst, heutige Predigten hört, kann möglicherweise Denken, dass auch damals nur heiße Luft wegen einem jungen Mann war. Aber Sie machen gerade in der Paulusliteratur die Diskussion der Zeit um das Wesen der Weisheit deutlich. Und Sie kennen auch die gesamten hochphilosophischen und teils heftigen Auseinandersetzungen oder die Argumentation der das römisch-katholische Kultkonzept gegen andere, auch andere christliche Lehren. Und die sprechen nicht nur vom Logos-Christus, sondern haben eindeutig das zum Gegenstand, was uns als Weltvernunft gilt, als Wort historisches Heil „Jesus“ war.

1.3.  Wo nach gegebenen historischen Heil (Jesus) Amtsstrukturen und der Kanon entstehen

mussten, damit der Wildwuchs unüberschaubarer, sich bitter und unheilvoll bekämpfender Vielfalt von zwar im Öko-Logos gründenden, aber dualistischen, weltabgewandten, mysteriös bleibenden, nur Eingeweihten geltenden… Erkenntnislehren zur Einheit werden konnte. Weil anfänglich Kirchen mit verschiedenen Konzepten, Christentümer unterschiedlicher Begründung waren. Die sich als wahres Judentum sahen oder die Thora ablehnten. Die über das christliche Wesen und dessen Definition stritten, dies teilweise nicht in seiner menschlichen Ausprägung akzeptierten oder rein intellektuelle Weisheitslehren vertraten. Und die auch ganz  gegensätzliche Lebenslehren vertraten.

Was alles in einem Kulturwandel, bei dem die alten Autoritäten (auf jüdischer Seite das Gesetz, auf römischer Seite die Mythengottheiten) in Frage gestellt, die Weisheit/Vernunft mehr oder weniger auch im Kult maßgebend wurde, ebenso logische ist, wie dass daraus verschiedene Schlüsse gezogen und die Wege zur Umsetzung in Kultur/Volksverstand diskutiert wurden.

Wie soll aber da der Anfang von „einer“ Sekte ausgegangen sein, die die Lehre „eines“ Heilspredigers zum Maß hatte, diese als universale Bestimmung sah oder sie dazu machte?

Wie kommt man auf die absurde Idee, aus Texten, die zwar die allumfassende Einheit schaffen mussten, aber selbst weiter ganz unterschiedliche Konzepte vertraten und verschiedenartig bewusst komponierte Geschichten erzählen, einen jungen Mann abzuleiten? Von den nicht in den Kanon aufgenommenen Evangelien oder beispielsweise die bei Griechen in Hermes verehrte Weisheit in der Geschichte dessen Hirten beschreiben und beinahe ins Neuen Testament aufgenommen worden wäre, ganz zu schweigen.

Zumal nach Ihrer Aussage der Jesus der ganz unterschiedlichen Geschichten von der als Johannes schreibende Philosophenschule (Lieblingsjünger) als fleischgewordener Öko-Logos beschrieben wurde, was hellenistischen Juden Bestimmung (Wort, Sohn) war. Oder bei Paulus der gekreuzigte und Auferstandene eine kosmische Größe ist, die Weisheit als Christus beschrieben und Thema einer Diskussion ist, bei der es nur um die Umsetzung, Definition der Weisheit, damit des Öko-Logos gegangen sein kann. Und wenn Sie wissen, wie es bei Christus um eine kosmische, in der Kreativität der Welt begründete Größe ging und sich das Heil „Jesus“ historische belegen lässt. Wo nehmen Sie da noch ihren jungen Mann her?

1.4.  Wo eine Kirche den ganz unterschiedlichen Definitionen des Logos-Christus, der Vielfalt von

Lehren entgegenstellt wurde. Innerhalb der auf hochphilosophische (dabei von Vernunft als Sohn sprechende) weiter um die wahre Definition des christlichen Wesens/des Öko-Logos-Christus über Jahrhunderte mehr als heiß gestritten wurde.

Womit die bereits im Korintherbrief beschriebene Bedeutung der verschiedenartigen Definitionen der Weisheit, des Logos-Christus im Sinne von Vernunft/Weisheit, die auf ihren Sinn/Grund verweist, in der bekannten Weise weitergeführt wurde. Weil, wie nicht nur Tertullian oder der für die kath. Kirche und ihren Kanon maßgebende Athanasius argumentierten: Allein die Vernunft wie die Strahlen auf die Sonne auf ihren bleibenden Grund/Sinn verweist, von dem sie ausgeht.

Wie kann man dann dieser Kirche, deren Vordenker auf hochphilosophische Weise mit den anderen christlichen Kräften über den richtigen Weg stritten, um den Logos-Christus  (damit die ökologische Weisheit als Gesalbter, König) zur Welt zu bringen, unterstellen, dass der eigentliche Grund ein bibelschlauer Charismatiker war? Oder ein Konstrukt, das diesem aufgesetzt wurde, um seine Sekte für hellenistische Bildungsbürger apologetisch schmackhaft zu machen, intellektuell aufzuwerten. Was bei heutiger, inzwischen jedoch mehr als notdürftiger Hypothese die einzig mögliche Erklärung ist.

1.5.  Wo sich der Weg zur Einheit von anfänglichen Laien-Presbyter, über die von den Gemeinden

gewählten Bischöfen, bis zur Lehr-Autorität des für den Westen dann maßgebenden römischen Bischofs als einziger Ausweg erkennen lässt, um der unheilvollen Vielfalt von intellektuellen philosophischen Bewegungen und der Diskussion um das Wesen der Vernunft/Weisheit Herr zu werden.

Und Sie gleichzeitig auch wissen, wie im hellenistischen Judentum der Diaspora, dessen Christologie die römisch-katholische Kirche folgte, im aufgeklärten Verstand/Bund (der das allegorische Verständnis der Thora und der Moses-Propheten als frühen Philosophen voraussetzte) im Öko-Logos das lebendige Wort verstanden wurde. Das damit universal begründete und so weltgültig, allumfassend war. Was eine auch im Westen volksgerechte Ausdrucksweise suchte. Um bei die Kaiser als Bestimmung Sehenden, menschliche Gottheiten mit philosophischem Bart Gewohnten, dann im philosophischen Monotheismus einen Pantokrator wie Zeus Verehrenden, gerecht zu werden. Damit im Sinn der jüdischen Kulturgeschichten und Erfüllung der paganen Kultur-Bilder, die philosophisch ausdiskutierte Weltvernunft, den Öko-Logos als Gesalbten (Christus) zur neuen Kult(ur)bestimmung zu machen. Die dann auch Franken und Germanen, die in früher Globalisierung und Völkerwanderung ins römische Reich emigrierten und die Herrschaft an sich rissen, gerecht werden musste.

Dann ist zwar der Weg zu verstehen, den der Öko-Logos-Christus als Wort vom Kreuz der kirchlichen Lehre gehen musste. Dann nach einem in den Mythos zurückgefallen Mittelalter und missbrauchter päpstlicher Autorität, dies am Beginn der Neuzeit an den Kanon antiker Schriften ging. Der in Renaissance (Wiedergeburt der Antike) und Übersetzung in volksverständlicher Sprache als bestimmendes Wort, einzige Autorität Gottes galt und so dessen Wirklichkeit in der Welt offenbaren musste. Was in einer Zeit, die weit davon entfernt war, wie die Antike über einen im Öko-Logos offenbaren Sinn/Grund des Weltganzen, eine davon ausgehende Bestimmung von Weltbürgern nachzudenken und wie wir von Weltvernunft, allumfassender ökologischer Weisheit zu reden, in evolutionärer kultureller Entwicklung scheinbar der richtige, dann zur Aufklärung führende Weg war.

Doch wie soll es in antiker Aufklärung, bei der der philosophisch begründete Öko-Logos zunehmend sagte was Recht ist und auch zur auch kulturbestimmenden Größe wurde, um den heute bedeutungslos gewordenen jungen Mann oder eine ihm aufgesetzte Weisheit gegangen sein?

Spätestens als Benedikt XVI. vor dem Bundestag den Grund des Rechtes nicht mehr in der Bibel nachblätterte, sondern sich auf jüdische Weisheit, wie die Stoa berufend in Ökologie zu bedenken gab. Wäre es da nicht Aufgabe der modernen Theologie gewesen, hier auch nach dem christlichen Wesen zu fragen, das auch Grund christlicher Religion war. Das der Kirchengeschichtskenner bei fast allen intellektuellen Reden, gerade wenn er an Universitäten wie der Pariser Sorbonne sprach, als mit Verstand einsehbare schöpferische Vernunft im Weiterdenken griechischer Philosophie bezeichnete. Damit Ihren Studenten auch in Heidelberg verständlich zu machen, dass bei anfänglichen Christen eine heute mehr als wesentliche Größe und kein Hirngespinst die Bestimmung (Wort) war, das einzig auf den Gott der Väter verwies.

Und so künftige Pfarrer und Lehrer nicht nur den Grund des Rechtes, sondern den Gott der christlichen Religion als den sehen zu lassen, auf den bei Christen einzig der Öko-Logos, Vernunft (heute aller Evolution und Ökologie) verweist. Damit nicht allein das lebendige Wort in zeitgemäßer Weise verstehen zu lassen. Vielmehr auch den, von dem bisher gedacht wurde, dass er „abgeschrieben“ sei und so durch die Aufklärung totgesagt, wieder in aufgeklärter Weise als höchst lebendig erscheinen zu lassen.   

1.6.  Wo anfängliche Presbytervefassungen nach jüdischem Muster waren oder Wanderphilosophen

Gemeinden vorstanden, dann funktionale Strukturen in paulinischer Weise (bekanntlich von schöpferischer Weisheit ausgehender) eine Einheit für den künftigen Staatskult, geschaffen wurde.

Wie wollen Sie Christen, die nicht nur jüdisches Muster in kirchlicher Gemeindestruktur weiterführten, sich als „wahren Juden“ verstanden, ihren jungen Mann unterjubeln?

Sie wissen doch, wie für natur-, wie himmelsbeobachtende, Schöpfung in Schrift/Gesetz fassende Hebräer, die von einem unsagbaren Grund ausgehende, in kosmischer Realität begründete Wort/Vernunft des Werdens als Wort, Heil war. Und wie dabei dann in zwischentestamentlicher Zeit bei philosophischer, frühökologischer Begründung auch von Weisheit im Sinne der Könige Saul, David oder Salomo, dann auch „Jesus“ gesprochen wurde.

Nicht allein was die Weisheitstexte im Namen Jesus Sirach betrifft. Auf die sich Phillip Melanchthon bezog, als er einem Apothekerfreud die einheitlich Übersetzung bisher lateinischer Gottessnamen oder Christologietitel in volksverständliche Sprache begründete. Schon der holländische Denker Geradus Johannes Petrus Josephus Bolland hat darauf hingewiesen, wie das hellenistische Judentum (Philo von Alexandrien) den Logos als Josua sah, damit als Jesus bezeichnete. Auch wenn für Ihn, wie Ihre neutestamentlichen Kollegen, die als Radikal(wurzel)kritiker zählen, die Zeit noch nicht reif war. In ihrer Zeit der Logos und damit das lebendige Wort als Christus nicht in Gegenwart verständlich zu machen, das historische Heil „Jesus“ zu begründen und so weiterzuführen war. Wie es Ihnen möglich wäre.

Ebenso bekannt ist, wie die weiter auf kabbalistisch-traditionelle Weise in Zahlen- und Zeichenmystik, wie auch nichtjüdische Geschwister Christi ihren Kult in kosmischer Realität gründeten. Es bleibt Fakt: Mit „wahren Juden“ ist die Hypothese vom herrlich gewordenen jungen Mann nicht zu machen.

Und wie wollen Sie dann auch noch (ähnlich wie Sie das aufgrund Ihrer Hypothese bei den Verfassern von Lukas & Co, den Johannes- oder Paulustexten tun müssen ) nun auch Wanderphilosophen als frühen Gemeindevorstehern unterstellen, einem Handwerksburschen einen Heiligenschein aufgesetzt zu haben, damit dieser der Bildung gerecht wurde? Wollen Sie Wanderlehrern, die sich nicht nur als Kyniker oder Stoiker eindeutig in antiker Ökologie begründeten, unterstellen, den Geist aufgegeben und sich der Sekte eines bibelschlauen jüdischen Handwerksburschen  angeschlossen, so dann als Gemeindeleiter gewirkt zu haben? Denn das wäre bei Ihrem angeblich historischen jungen Mann, dem der Christus aufgesetzt wurde, der fleischgewordener Logos war, die unabdingbare Voraussetzung.

Und dass es bei den Gemeinde-Strukturen „Paulus“ um eine Weisheit ging, die sich in kreativer Wirklichkeit, nicht im Kopf der Menschen oder einzelner Lehrer begründete, haben Sie selbst erklärt.

Welche Fehlschaltungen führen dazu, dass Sie weiter auf einen jungen Mann bestehen, statt zu bedenken, wie die Weisheit in der Kirche in der Rolle eines Gottessohnes mit zwei Beinen das Kreuz der Vorbilder trug? Was bekanntlich auch die ablehnten, die das Wort auf Arabisch in einem Propheten sprechen ließen.

Oder ging es auch bei philosophischen Denkern arabischer Aufklärung, denen bekanntlich ebenso der Logos, die Weisheit galt, nur um eine Heilsprediger-Verherrlichung, ein Hirngespinst des Glaubens? Das dann nach Forschung ihres kath. Kollegen Karl-Heinz Ohlig  zu Mohammed wurde.

Warum allein die Vordenker des Islam (als aufgeklärt im Logos gründende Denker Christen ohne Kreuz) und damit auch der Jesus und seine Mutter im Koran, deutliche Belege für den wahren historischen Jesus Christus sind und wie dortige Aufklärung die christliche voraussetzt, wird unter www.jesus-lebt-wirklich.de weiter ausgeführt.

1.7.  Wo sich aus dem Streit um den das Wesen des Logos, dann Kanon, Kirche, später Koran,

auch radikal-asketische christliche Bewegungen und ganz unterschiedliche Lehrmodelle entwickelten, dann ist all dies verständlich.

Sie wissen, wie allein im Judentum ganz unterschiedliche vielfältige Reformbewegungen waren, im Zeitenwandel nach Erneuerung des alten Bundes gesucht wurde. Auch in Qumran. Wie jedoch für als Weltbürger geltende hellenistische Juden der Diasproa, die im bildhaften Verstand der Thora die Moses-Propheten als frühe Philosophen sahen, der Kosmos der wahre Tempel war. Und wie die in früher Ökologie begründete Vernunftlehre im neue Bund/Verstand als die bisher nur Beschnittenen geltende Bestimmung (Wort) galt. Was auch als Weisheit bezeichnet wurde, bei Philo von Alexandrien als Josua, lat. Jesus definiert ist. Der damit als genau das zu sehen ist, was Juden als Gottes- oder Menschensohn galt und aus dem Stamme Davids kam.

In diesem Sinne habe ich auch schon mehrfach darauf hingewiesen, wo die frühökologische Weisheit als neuer Judenkönig (Gesalbter, Gottessohn) galt. Und wie dies von Philo in einer Josefsgeschichte gar dem römischen Senat als Staatsmodell eine Kultur-Demokratie der Weisheit vorgestellt worden sein soll, zumindest in Diskussion stand, ist Ihnen auch bekannt. Wie das die im Neuen Testament beschriebene Basileia (Königsherrschaft) schöpferischer/ökologischer Weisheit, damit historische Heilshoffnung „Josua“, lat. Jesus war, liegt auf der Hand. Dies wurde bereits ausführlich beschrieben. Als Sie die heute kaum mehr wahrgenommene politische Dimension Jesus Christus (dessen Basileia) bei ihren Vorlesungen in den Vordergrund stellten.

Auch wenn die römisch-katholische Kirche für den neuen römischen Staatskult dem katholischen (allumfassenden), selbst in indisch-buddhistischer Philosophie begründeten Konzept aufgeklärter hellenistischer Juden folgten. Die christlichen Anfänge sind nicht nur im hellenistischen Judentum, dessen universalem Verstand/Bund zu suchen, sondern im umfassenden Kulturwandel der Zeit. Auch die politischen Umständen und damit der die damalige Welt umfassenden Suche nach neuen Staats- und Kulturkonzepten, wie sie bei den römischen Gottheiten treuen Philosophen zu beobachten sind, müssen bedacht werden. Nero oder die am laufenden Band zu Kaisern erhobenen Soldaten haben mehr damit zu tun, dass sich auch Römer dem nun universalen Bund/Verstand hellenistisch-christologischer Juden anschlossen, als all heute bei einem Heilsprediger erklärten Notdürftigkeiten.

Die Erneuerungs- und Reformbewegungen in römischer Religion, wie die vielzähligen, im Wandel der Zeit erwachsenen, im Öko-Logos-Christus begründeten weiteren urchristlichen Erkenntnisbewegungen, Kirchen, die das Judentum ablehnten, gehören ebenso zu den christlichen Anfängen. Auch beispielsweise Simon Magnus, in dem diese Denkweisen möglicherweise zusammengefasst sind (damit ein anderer Petrus als der römisch-katholische, der sich auf Philo, damit das aufgeklärte Judentum und dessen allumfassende Christologie berief) standen. Die galten selbst ihren sie aufgrund ihres universalen, allumfassenden (katholischen) Weges angreifenden Diskussionspartnern als Christen.

Doch wie kann man einer Zeit, die ihren Kult in Vernunft erklärte, im antiken Monismus (früher Ökologie) „Zeus“ oder „Jupiter“ an die Spitze stellte. Die auch in Denkmodellen, die auch dem Judentum gerecht wurden, von einer höchsten Wesentlichkeit/Sinnhaftigkeit als Theos Hypsistos sprach. Dann aber weiter unterstellen, einen Heilsprediger als universale Bestimmung gesehen oder in dem die Offenbarung der dann und dort in Vernunft erklärten höchsten Wesentlichkeit/Sinnhaftigkeit gesehen zu haben. Und wie dies dann auch als „wahres Judentum“ gegolten haben soll oder eine Heilspredigerverherrlichung dann Gegenstand der Diskussion über die Bedeutung der Weisheit in Bezug auf den jüdischen JHWH als unsagbaren Grund/Sinn allen Seins gewesen sein soll. Das ist gleich gar nicht zu erklären.

Sie kennen die im Wissen der Zeit begründeten Erkenntnislehren, die noch nicht in Evolutions- oder Ökologielehre, sondern in Äonenmodellen den in Vernunft erklärten Lebensfluss als wahren „Sohn“ bezeichneten. (Je nach Modell auch von Söhnen und so verschiedenen Vätern sprachen.) Die so nicht mehr im Mythos, sondern in Vernunft begründeten und in antik-wissenschaftlichen Modellen auch den Sinn des Weltganzen verdeutlichen. Womit der eine Sohn einzig auf seinen unsagbaren Grund verwies, von dem er ausging: Vater.

Wobei der mangelnden allegorische Verstand der Thora auch dazu führte, dass dies nicht mit dem allzu menschlichen Schöpfergott der jüdischen Mythen (als Demiurg ein Handwerker im Himmel, ähnlich heute) zusammengedacht, daher die Thora abgelehnt wurde. Damit eine römische Kirche, wie der Markionismus, die das philosophische Wesen des Öko-Logos in den Vordergrund stellte, dessen allzu menschliche Ausdrucksweise ablehnte, die Erstausgabe des Neuen Testamentes herausgegeben wurde. Dem die bisher das Alte Testament im Kult lesende römisch-katholische Kirche dann einen eigenen Kanon entgegenstellte. Der den Bezug zur Christologie des aufgeklärten Judentums, dem neuen jüdischen Bund/Verstand herstellte. Weil die Geschichte eines heldenhaften antiken Weisheitslehrers als Heiland nicht nur die historische Heilsgeschichte besser beschrieb, sondern mehr als Moses-Mythen die dem Volksverstand der Zeit entsprechende Ausdrucksweise, Voraussetzung für die neue Kulturbestimmung war.

Was hat das aber alles mit einem trinkfreudigen Galiläer zu tun, wie Gerd Theißen nicht nur in Heidelberg den Studenten den Grund christlichen Glaubens vermittelte und auf den Sie weiter beharren?

Wenn heute den christlichen Anfängen in Simon Magnus und dem Markionismus kein junger Mann mehr unterstellt werden kann, sondern eine philosophische Lehre bedacht wird. Dann ging es genau um den Öko-Logos, die Weltvernunft, die als Weltbürger geltenden hellenistischen Juden zur Zeit und in Definition Jesus als Wort/Bestimmung verstanden. Was so ein allumfassender (katholischer) Bund war. Der dann römisch-katholisch als in bekannter Weise als „Wort vom Kreuz“ zur Welt kam.

Aber wenn Sie sich weigern, das hellenistische Judentum, aus dem die Christologie stammt, so von Ihren Kollegen wie Jörg Rüpke als „Christentum“ bezeichnet wird, mit dem historischen Jesus zusammenzudenken.  Damit einen denkenden Natur-/Vernunftglauben, wie wir ihn nicht nur durch Philo von Alexandrien aus der Zeit Jesus kennen, ausgrenzen. Ist das nicht so, wie wenn Sie den im Exil der antiken Hochkulturen (Ägypten wie dann Persien) von frühphilosophischen Propheten bedachten Exodus, damit das gesamte Judentum in Wasser fallen lassen würden? Nur weil Sie im Gegensatz zu ihrem Vor-Vorgänger Klaus Berger die Engeln nicht mehr wörtliche nehmen, die einem Meeresteiler auf einem Berg Tontafeln in die Hand drückte. Denn so wenig dann nur ein einfacher alter Mann mit Namen Moses der Grund des anfänglichen Bundes/Verstanden schöpferischer Bestimmung/Wort war, können Sie den nun allumfassenden Exodus/Bund erneut „an den Nagel hängen“, weil sie das nicht mit Ihrem jungen Mann zusammenbringen.

Wenn doch der junge Mann an keiner Stelle der Geschichte, in keiner Silbe der vom Gottes-, David- Menschensohn oder so auch der schöpferischen Basileia sprechenden, damit von Weisheit oder Tempel und lebendigen Wort ausgehenden Geschichten vorkommt. Was auch alles logisch ist, wenn Sie den neuen Verstand/Bund in antiker Vernunftlehre (Öko-Logos als Christus) an den Anfang stellen.

Was hindert Sie, in aufgeklärter Weise das wahre geschichtliche Wesen „Christus“ und so auch die historische Heilswirklichkeit „Jesus“ zu bedenken? Der den unsagbaren Grund allen Seins des Alten Testamentes weltgültig, die Gottheiten der Väter wieder lebendig machte und so heute die vielfach geforderte Weltvernunft/Weisheit als eine davon ausgehenden Kult(ur)bestimmung verstehen und leben lässt.

Warum darf die kosmische und kreativ-schöpferische Größe, die die Paulustexte beschreiben, die Weisheit, die Sie nun auch der Diskussion im Korintherbrief bestätigten, nicht der im Prozess der Zeit verurteilte, der Auferstandene sein? Wer sonst als der soll den noch gesetzestreuen, den neuen Verstand/Bund verfolgenden bisher Gesetzestreuen bekehrt haben? Was sonst hat aus den bisher dem jüdischen Mythenkönig, Saulus folgenden Pharisäern „Paulus“ gemacht?

Was spricht dagegen, auch Ihre Auslegung des Korintherbriefes, wo die Weisheit als Wort auf den Grund/Sinn allen Seins bezogen wurde, der der jüdischen Schrift, wie auch der griechischen Lehren zugrunde lag und im neuen Bund/Volksverstand das Kreuz trug, von der realen Größe der ökologischen Weisheit aus zu erklären?

1.8.  Wo sich nach dem Programm eines nach allumfassender (katholischer) Vermittlung

strebenden Logoslehres wie Ignatius von Antiochien dann nach theologischem Programm das Monepiskopat entwickelte. Wo statt charismatische Schönredner oder Spiritualisten ein Bischofs von Amts wegen (in logischer Folge: Grund des Logos-Christus und dann Apostel) der der wahre Pneumatiker war.

Sprach da die damals bestimmende, von Schöpfung ausgehende Weisheit/Logos oder wurde die Weisung eines Handwerksburschen verwirklicht?

Wo sich in der neuen Bildungsmetropole Karthago dann ein ganz bedeutendes Zentrum christlichen Rechtes entwickelte, bei dem Zyprian mit Tertullian verglichen wird. Der in Vernunft argumentierte: nicht nur was nach frühökologischer Vernunft Recht im Leben ist, sondern so vergleichbar mit den Strahlen der Sonne auch einzig auf den rechtmäßigen Vater verwies.

Und wo der Bischof entsprechend dem Judentum durch Handauflegung eines bei Christen auch in der Nachbargemeinde vom Volk gewählten Bischofs ordiniert wurde, sich dessen Autorität aus Apostel genannten Logos-Christus-Jüngern herleitete. Da war mit Sicherheit Weisheit am Werk.

Wo war da Ihr Handwerksbursche oder das diesem ausgesetzte Hirngespinst maßgebend?

1.9. Wo das Christentum anfänglich als Judentum galt, das sich bekanntlich seit Moses auf das

Wort/Vernunft des Werdens und dann auch Weisheit berief. Dann handelte es sich eindeutig um ein aufgeklärtes jüdisches Verständnis, wie wir es vom hellenistischen Judentum der Diaspora kennen. Wo ein neues jüdisches Verständnis, damit ein neuer Bund war. Bei dem in frühökologischer Weisheit die jetzt allumfassende, bisher nur Beschnittenen den Buchstaben des Gesetzes nach geltende Bestimmung verstanden wurde, der Kosmos Tempel, so Josua, lat. Jesus lebendig war.

Oder sind dann auch diese Logos-Christus-Jünger, die in ihrer religionswissenschaftlichen Forschung die ganze Welt bereisten, alles natur- und kulturwissenschaftliches Wissen der Zeit einbanden, zur Sekte eines Handwerksburschen übergelaufen? Haben die in Alexandrien, Karthago oder Antiochien beheimateten jüdischen Denker einer nun katholischen (universal-allumfassenden) kreativen Wirklichkeit/Bestimmung in einer Heilspredigersekte das Heil gesehen und so deren Guru für ihr andere Bildungsbürger als Logos hingestellt?

Haben diese Denker jüdischer Diaspora (wo die Christologie ihre Ursprung hat, auch die Jesusgeschichten entstanden) damit gar den Pfad ihrer Väter verlassen, auf die sich, wie dann auch die Vordenker der katholischen Kirche beriefen. Die Propheten, die von Ihnen zwar als frühe Philosophen gesehen wurden, Schöpfung in Schrift/Wort, eines bisher nur nationalen Gesetzes fassten, müssten diese Denker verlassen, sich einer Heilsprediger-Herrlichkeit als nun allumfassendem „wahren Judentum“ angeschlossen haben. Denn bei Ihrer Heilsprediger-Hypothese ist die Geschichte der katholischen Kirche nur so oder ähnlich zu erklären.

Wie können Sie wissen, wie sich die kirchlichen Vordenker auf Philo, damit das aufgeklärte hellenistische Judentum beriefen, das nicht nur Alexandrien anzutreffen war. Dann aber Ihren Studenten vermitteln, da sei ein junger Guru in Visionen seiner Groupies zum Christus, dann in narrativen Geschichten für hellenistische Bildungsbürger ausgeschmückt, in der Paulusliteratur als Weisheit ausgegeben worden?

Doch allein das Wissen, dass Christen sich nicht nur als wahre Juden verstanden, sondern so auch gesehen wurden, kippt Ihre Hypothese. Wer einen Handwerksburschen als höchste Größe und so universale Bestimmung verherrlicht hätte, wäre mit Sicherheit weder ein Jude gewesen, noch von antiker römischer Bildung als solches gesehen worden.

1.9.  Wo sich dann die Wege trennten, der neue Verstand schöpferischer Bestimmung, damit auch des Gesetzeswortes von den Schriftgelehrten

 und traditionstreuen Pharisäern „buchstäblich“ aus der Synagoge verwiesen wurde. Oder auch Simon-Magnus (der das Judentum verwerfende römische Petrus/Kirche) dem der christliche Markionismus (ohne einen Zweibeiner) folgte, so noch mehr diese antijüdischen Christen nicht als Juden akzeptiert wurden.

Geht das dann auch auf das Konto Ihres jungen Mann oder eine diesem aufgesetzte Christologie?

Muss hier nicht vielmehr das hellenistische Judentum der Diaspora bedacht werden? Dessen neuer, im Logos-Christus begründeter katholisch-universaler bildloser Bund mit einem unsagbaren Grund allen Seins auch für die interessant war, die im philosophischen Monotheismus weiter Zeus oder Jupiter an die Spitze stellten, dann auch von Serapis sprachen?

Wenn Sie doch wissen, wie ein ganz gewaltiger, auch Griechen und Römer bewegender Geisteswandel stattfand. Bei dem im hellenistischen Judentum die Weisheit, das Wort jetzt auf universale Weise, damit weltgültig in antiker Ökologie begründet war und dieser Logos-Christus damit der wahre Gottes- als Davidsohn war, so auch als die Heilswirklichkeit Josua, lat. Jesus definiert wurde.

Wie können Sie dann die gesamten Jesusgeschichten als märchenhafte, alte Mythen aufnehmende narrative Erzählungen erklären, um einen Handwerksburschen auszuschmücken. Um diesen als genau das hinzustellen, was gleichzeitig  im hellenistischen Judentum der Diaspora (in dem die Texte von ihrem angeblichen jungen Mann entstanden) als  Öko-Logos-Christus, philosophische begründete Weisheit, damit als wahrer Gottes-, Davidsohn, jetzt allgemeingültiger Judenkönig eine auf ihrem Weg vom Heidenland nach Jerusalem lebendige Größe war. Womit sich die Jesusgeschichten als eine kulturgerechte geschichtliche Bebilderung erklärten lassen, die den Prozess der Zeit, die Auseinandersetzung des neuen Verstandes/Bundes mit den Schriftgelehrten, buchstabentreuen Pharisäer, dann die Verurteilung Jesus Christus durch die alten auch römischen Autoritäten beschreibt. Was Sie in Ihrer Auslegung beim Zerreißen des Tempelvorhangens, als am Kreuz die umfassende schöpferische Bestimmung gesehen wurde, dem erkennenden römischen Hauptmann oder den Missverständnissen des Auferstandenen der eigenen Jünger (früher Kirche) bestens beschreiben.

Wenn aber all dort Ihr historischer Jesus nicht vorkommt, auf was sie mich bei meinen penetrant störenden Fragen immer wieder verweisen. Wo nehmen Sie ihn her?

1.10.         Wo dann Christen nicht mehr als Juden galten, wie sie aufgrund finanzieller Zuwendungen

oder dem Tempelgebet für den Kaiser akzeptiert wurden, sondern die Verweigerung der traditionellen Gottheiten (damit Atheismus) im Volk auf Ablehnung stieß, als Staatsgefährdung gesehen wurde.

Da können Sie doch die Unterscheidung vom Judentum nicht der Vergötterung eines jungen Mannes in die Schuhe schieben, der für Bildungsbürger als Logos ausgeschmückt wurde. Wer sich die Entwicklung der Zeit betrachtet, dem wird klar, wie sich immer mehr inzwischen ihre Gottheiten monistisch erklärende Römer  nicht nur bildlos-aufgeklärten universal (katholisch) gewordenen Kult der Diasporajuden bekannten. So die Opfer für die allzu menschlichen römischen Gottheiten verweigerten, von blutüberströmenden Mysterien, Leberschau und Orakel zunehmend verabschiedeten. Wie gleichzeitig auch eine die Thora und dessen Demiurgen ablehnende (damit unkatholische) christlich-römische Kirche, besser vielfältigen Bewegungen, die den Öko-Logos als einzige Größe sahen, immer mehr Zulauf fanden. Und deren Anhänger noch mehr als die sich im aufgeklärten Verstand/Bund Begründenden „wahren Juden“, dann nicht mehr als Juden galten, ist klar.  

Hat da aber nicht mehr als deutlich Erkenntnis/Wissen,  damit der immer mehr auch Kulturbestimmende Öko-Logos, der philosophisch-göttertreu blass blieb, zur Verweigerung unglaublich gewordener Gottheiten, blutiger Mysterien, Orakelglaube und Kultopfer für Kaisergottheiten geführt?

Wenn daher heute klar ist, wie im  jüdischen Sinne der griechische Logos der Christus war, damit was heute als ökologische Weisheit gilt, der jetzt wahre König war, zur allumfassenden (katholischen) Kulturbestimmung wurde. Wie wollen Sie weiter die Geschichte auf den Kopf stellen, sich allem heute gegebenen Wissen verweigern und in ihrem jungen Mann und dessen nachträglicher Verherrlichung, apologetischer Einfärbung für Bildungsbürger, die christliche Geschichte erklären?

1.11.         Wo Tacitus (ein Senator und mittelplatonischer Weisheitslehr wie Seneca) berichtet, dass

es Innerhalb der Juden der Diaspora „Auseinandersetzungen um einen Christus“ gab. Dann wissen Sie, dass es bei diesen Auseinandersetzungen im hellenistisch-philosophischen Diaspora-Judentum um den Öko-Logos als Christus ging.  Was Ihnen Sie nicht allein durch Philo wissen. Der Ihnen repräsentativ für das gesamte philosophische Judentum, bei dem im allumfassenden Bund/Verstand das Heil „Jesus“  nicht nur in Alexandrien gegeben war, als heimlicher Hörer nach fast jeder bisheriger Vorlesung von diesen auch biblisch bebilderten Auseinandersetzungen über den Christus und dessen Verurteilung durch Schriftgelehrte und Pharisäer schrieb. Philo mit seinem frühkatholischen (allumfassenden: universal begründeten, gültigen) Christus, so wie er heute beispielsweise durch ihren Alttestamentlichen Kollegen Otto Kaiser oder sonstige Forschung bekannt ist, war im Kopf und auch auf Plakaten dabei, mit den ich meine Kommilitonen verwirrte. Als heimlicher Hörer hat er dann alle vorgestellten Bedeutungsinhalte der biblischen Geschichten im aufgeklärten hellenistischen Judentum der Diaspora begründet. In dem diese bekanntlich ja auch von griechische sprechenden jüdischen Bildungsbürgern verfasst wurden.

Ihnen ist aber auch bekannt, wie bei vielfältigen Denkern und Bewegungen der neue, in ökologischer Weisheit „Christus“ begründete Verstand/Bund das Thema umfassenden kultureller „Auseinandersetzungen“ gerade innerhalb der Diasporajuden und dann frühen Christen war. Was sich auch mit Blick auf die von Herrn Strohm vorgestellten christlichen Anfänge, die vielfältigen vom Logos-Christus ausgehenden „zentrifugalen Kräfte“ zeigt, die dann durch Kanon und Kirche geeint werden mussten. Und so haben Sie ja auch in Ihrer Korinther-Vorlesung die Auseinandersetzung um die in Schöpfung begründete, auf ihren Grund verweisende Weisheit (in der Kirche als Wort vom Kreuz) bei frühen Christen deutlich gemacht. Denn auch wenn sich die Paulusliteratur auf den am Kreuz gestorbenen und Auferstandenen bezog, das Wort vom Kreuz über andere Weisheitslehren stellte, ging es um die und nicht um Ihren Wanderprediger.

Wie kommen Sie dann aber auf die wahnsinnige Idee, dass Christus, um dessen Wesen nicht nur nach Tacitus, sondern auch nach Paulus im Judentum der Diaspora als Weisheit oder nach deren Bezeichnung als Christen auch Logos-Christus gestritten wurde, nur ein Titel war? Der einem Handwerksburschen mit zufälligem Heilsname Jesus egal durch wen und wann verliehen wurde?

Denn dass geschichtlich etwas war, steht nicht allein durch die sog. außerbiblischen Zeugen, bei denen der „Christus“ des Tacitus aufgeführt wird, außer Frage. Eine Kritik, die nur in alten Texten nachblättert, dann Jesus Christus als Glaubens- sowie Kirchenkonstrukt oder das Neue Testament als Poesie ansieht, geht an der geschichtlichen Realität vorbei. Aber wie können Sie Studenten an einer Eliteuniversität des 3. Jahrtausend  beibringen, bei dem damals als „Christus“ diskutierten, so historisch gegebenen Heil „Jesus“, wäre es um Ihren jungen Mann gegangen und dessen Heiligsprechung oder dessen apologetische Aufwertung für die Bildung?

        2. Verfolgung des in Vernunft begründeten Atheismus, der die Weisheit verehrte

2.1. Wo dann das Volk allerlei Gerüchte in die Welt setzte, die Christen als eine eigene Gruppe

wahrgenommen wurde, die sozial isoliert war, weil sie den Gottheiten, die Rom groß gemacht hatten, die Ehre verweigerten und dann auch nicht mehr als Gesetzestreue (Juden) galten. Und wo allein die Berufung auf den Logos-Christus für den Verdacht ausreichte, ein atheistischer Staatsgefährder zu sein.

Dann ist das nicht nur in den die Thora ablehnenden Logos-Christus-Jüngern (Markioniten) zu erklären, die logischerweise nicht als Juden galten. Grundlegend für die gesamten Reformbewegungen  scheinen aufgeklärte Juden der Diaspora gewesen zu sein. Deren Modernität eines allumfassenden höchsten Kultgrundes selbst für die sich in ihrem philosophischen Konzept auf Zeus berufenden Römer interessant waren. Und so wurde wahrscheinlich auch der Markionismus durch jüdische Denker beflügelt, für die nun der Kosmos ein echt allumfassender Tempel (Vergegenwärtigung des zu verehrenden höchsten Grundes) war. Vielmehr scheinen es die frühkatholischen Juden, die in ihrem allumfassenden Konzept die versöhnende Brücke vom bisher auf sich auf Nationalgesetz und den Jerusalemer Steintempel berufend zum hellenistischen Weltbild bauten und so den gesamten kulturellen Wandel beflügelten. Und die daher die taub gewordene buchstäbliche Nation- Gesetzlichkeit mit ihrer abgrenzenden Ritusversessenheit und Werkgerechtigkeit ablehnten. Und die wie Sie darlegen, die Jerusalemer Juden so auch für die unversöhnliche Feindschaft zwischen den Kulturen und die folgende Zerstörung des Tempels durch die Römer  verantwortlich machten.

Und was die Ablehnung im Volk und so die berichteten Gerüchte betrifft. Wie wollen Sie das in der Verehrung eines christlichen Zeus oder Serapis (als diese Göttermischform bezeichnete Kaiser Domitian in einem Brief das christliche Wesen, das dann schon das Kreuz der alten Kulturbilder trug), die Ablehnung im Volk erklären? Denn dies hätte, anders als die in Vernunft begründete Götterverweigerung oder die Verehrung der Weisheit, zum römischen Kult mit seinen austauschbaren Gestalten gepasst.  Das wäre beim Volk, das anders als das Judentum kein Kultkonzept mit Glaubens- und Verhaltensgeboten kannte, sondern die Verehrung der Vegetation in weitgehend austauschbaren Gestalten rein religiös war, nicht groß anstößig gewesen. Auch wenn es sich völlig ausschließt, dass ihr junger Mann dann nicht nur den Vegetationsverkörperungen, sondern dem monistisch begründeten Zeus den Rang als höchste Herrlichkeit streitig gemacht hätte. Ein Gott mehr oder weniger hätte im Volk nicht zu ablehnenden Gerüchten geführt.

2.2. Wo zwar die Fürbitte für kaiserliche Obrigkeit geleistet, aber den Söhnen

der nachträglich zu Gott erklärten Kaisern das Kultopfer verweigert wurde.  Wie kommen Sie dann mit Blick auf die mittelplatonische Hochzivilisation und Bildung, die Diskussion um neue Kultkonzepte in der bereits beschriebenen Zeit auf die absurde Idee, ein häretischer Heilsprediger  hätte ähnlich wie bei Exodus im Exil der Hochkulturen zur Verweigerung von Kultopfer für menschliche Gottheiten geführt? Ersparen Sie mir immer wieder schreiben zu müssen, wie frühe philosophisch-prophetische Aufklärung dazu führte, nicht die Pharaonen den persischen Kaisern und menschlichen Gottesbilder mehr zu opfern, sondern das im natürlichen Werden begründete Wort zur Kulturbestimmung für Beschnittene geworden war.

Sie können daher doch nicht allen Ernstes mit Ihrem nach seinem grausamen Tod zu Gott erklärten Guru oder diesem aufgesetzte Herrlichkeit die neue Befreiung, den jetzt auch auf Griechen und Römer erweiterten Exodus  begründen.

Ist es nicht völlig ausgeschlossen, dass der Hochzivilisation, wie sie sie allein in den antiken Rhetorikern beschreiben, Ihr junger Mann durch Hirngespinste seiner Anhänger und apologetische Einfärbung für die Bildung zu der universalen Bestimmung wurde, die zur Verweigerung der Mysterien und des Kaiseropfers führte?

Wie soll ein Guru dann auch noch als die in kosmischer Wirklichkeit gesehen worden sein, für die bisher die den Kosmos repräsentierenden Könige und Kaiser standen. Deren ureigene Aufgabe es die kosmische Ordnung zur Kultur zu machen, wozu auch der Opferkult dient. Und wie dann naturwissenschaftliche Erkenntnislehren (Logos) immer mehr die Autorität des Kaisers als Vertreter kosmischer Ordnung in Frage stellten, ist auch klar. Aber wie ein junger Guru für philosophisch Gebildete als Logos ausgegeben worden und dann auch noch als solcher geglaubt worden sein soll, das ist völlig unerklärlich. 

Ist das nicht so, wie Ihnen und ihren Kollegen von den naturwissenschaftlichen Fakultäten unterstellen zu wollen, sie würden ab sofort einen Guru, der durch die Hauptstraße von Heidelberg zieht, als Welterklärung und die daraus abzuleitende Weisheit, so universale Bestimmung sehen? Oder sie würden, wie Sie das bei Ihrem Handwerksburschen unterstellen müssen, sich dessen Sekte anschließen und Trauervisionen von Groupies dann apologetisch als das ausgeben, was heutiger Bildung als Ökologie und Weisheit gilt.

Nein, noch schlimmer: Nach Ihrer Hypothese müssten die Heidelberger Professoren dann das dem Guru selbst aufgesetzte philosophische Konstrukt auch noch auf hochphilosophische Weise diskutieren. Sie müssten Europaweit ihre Kollegen zu Konferenzen einladen um heiße, existenzielle, zu Häresievorwürfen führende Debatten  führen. Wie das dem Landstreicher aufgesetzte Hirngespinst jetzt als Repräsentanz kosmischer Ordnung verehrt wird und ob es die Rolle des transzendenten Grund/Sinn allen Seins einnimmt oder darauf verweist. Aber wie absurd dies, aber damit auch Ihre Hypothese ist, muss ich ständig erklären.

Wenn aber die Weisheit/Vernunft im Kult an die Stelle der Kaisers trat, deren Autorität als Mittler kosmischer Ordnung nicht allein wegen Nero oder der ständig wechselnden, zu Kaisern erhobenen Soldaten zu Ende ging, dann ist dies verständlich. Ebenso, wie dass dafür eine dem Augustus-Kaiserevangelium entsprechende frohe Botschaft mit einer menschlich-begreifbaren Heldengestalt im Stil der Zeit gebraucht wurde. Weil nur so „im Wort vom Kreuz“ (von dem die „Helena“ als Kaisermutter der Legende nach Stücke anschleppte) die gegebene Heilswirkung „Jesus“ Wirklichkeit wurde.

Auch dass im Stall der Davidstadt dann die jüdische Miriam ein Kind gebar. Das nicht vom jüdischen Demiurgen-Josef (dem Handwerker, Zimmermann), sondern in Schöpfung gezeugt, so die bisher den Kaisern unterstellte kosmische Autorität war. Und die in früher Ökologie begründete neue Volksbestimmung in Form eines Wanderphilosophen wirkte, der dann  von Schriftgelehrten und gesetzestreuen Pharisäern wie römischer Autorität verurteilt wurde, das Kreuz auf sich nahm. All dies entspricht ebenso der historischen Tatsache, wie die Weisen aus dem Morgenland das Gotteskind erkannten. Ohne die narrative Darstellungen des historischen Heilsgeschehens, der Geschichte „Jesus“, wie dabei die gekonnten und bewussten Komposition von Weisheitstexten zu Geschichten, wie Sie auch Professor Konradt verdeutlichte, wäre eine rein philosophische Weisheit geblieben. So wäre der Öko-Logos nicht nur zur Kulturbestimmung geworden, für die bisher Kaiser, Mysterien und Opferkult standen. Aber um Ihren jungen Mann ist es dabei an keiner Stelle gegangen.

2.3. Wo um 120 auch Sueton beschreibt, dass Tumulte durch einen gewissen „Chrestos ausgelöst

wurden. Da muss ich nicht wieder darauf verweisen, wie es bei den im Korintherbrief von ihnen dargelegten Differenzen, aber auch den Tumulten, dem christologischen Streit, bei dem die Bischöfe über viele Jahrhunderte auch handgreiflich wurden, um die in Schöpfung begründete, auf ihren einen Grund verweisende Weisheit/Vernunft ging.

Vielmehr sollte selbst der Christusbegriff, der nun den Gesalbten im jüdischen Sinne, damit den König der Juden beschreibt, auch vom Begriffs-Ursprung, statt nur vom offensichtlichen Sinn her auf die Weisheit verweisen: Eine Weisheit, die bereits in jüdischen Stamm-Mythenkönigen wie David (kein inzwischen übrig bleibender Dorfhäuptling ohne Tempel) personifiziert war. Was aber nicht mit ihrem jungen Mann zu machen ist.

Was den Ursprung des Chrestos-Begriffes betrifft, haben mich ehemalige Theologen und Klosterschüler in einem Atheisten-Form (so alles als Lug und Trug nachweisen wollend) vor Jahren darauf verwiesen, wie bereits Homer einen ähnlichen Begriff im Sinne für das gebrauchte. Was dann für Juden in Natur begründete Weisheit, bei Griechen Weltvernunft und so nun statt der Kaiser der wahre Gesalbte war. Unter www.jesus-lebt-wiklich.de tritt auch Seneca als Zeuge auf, indem er sich beklagt, wie sein gesalbter Ziehsohn Nero, mit dem er den Öko-Logos verwirklichen wollte, zum Rohrkrepierer wurde. Das alles hat mit Sicherheit mehr zu eine in Vernunft begründeten Kaiseropferverweigerung geführt, als der Heiligenschein eines Handwerksgesellen.

Nebenbei: Allein bei Seneca oder Epikur zu lesen, wie hier die Natur/Vernunft nicht nur sagte was Recht ist, philosophische maßgebende Bestimmung war. Wie die Stoa auch auf  den Grund aller Weisheit,  das eine höhere Wesentliche als Grund allen Seins verwies. Das macht die Hypothese, dass dann und dort dies in einer Heilsprediger-Herrlichkeit begründet und dazu von hochgebildeten Verfassern auch noch die Stoa abgepinstelt wurde, völlig lächerlich.

2.4. Wo Nero Vorurteil im Volk gegenüber den Logos-Christus Anhängern nutzte, um den

wahrscheinlich durch seine Palastbaupläne bedingten Brand Roms den Christen in die Schuhe zu schieben. Zu denen sich nun immer mehr Unbeschnittene (Römer und Griechen) bekannten. Und gerade an einem den Götterkult auch in seiner Person übersteigernden Kaiser wie Nero wird klar wird, warum die Zeit für den Christus-Logos-Kult angebrochen war.

Was hat das mit dem zu tun, was Sie heute den historischen Anfängen unterstellen? Eine Christologisierung im jüdischen Sinne oder eine der Bildung gerecht werdende hellenistische Einfärbung als Logos, die Sie heute bei Ihrem bibelschlauen Handwerksburschen und seiner Sekte anführen müssen, kommt in der Geschichte nicht vor.

Und  wie bereits ausgeführt: Auf einen Gott mehr oder weniger, wie die Vegetation, aber auch die Weisheit in regional unterschiedlichen Begriffen/Gestalten verehrt wurde, wäre es damals auch nicht angekommen. Das wäre nicht weiter aufgefallen, hätte nicht zu den Vorurteilen im Volk geführt, die Nero nutzen konnte.

Doch auch wenn Kaiser durch die Vergötterung von Vorgängern wie Augustus als Gottessöhne auftraten, ähnlich der Pharaonengottheiten. Von denen sich bekanntlich Hebräer, die das im Werden begründete Wort (damit Gesetz/Schrift gewordene Schöpfung) eines unsagbaren Grundes verehrten. Worauf sich dann die Christen zu Recht beriefen.

Eines ist sicher: Ihr junger Galiläer wäre dort, wo die nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in die Jahre gekommenen blutigen Mysterienkulte der Verehrung der Vegetation/Kreativität auch in Kultur dienten, in keiner Weise als neue Gottheit zu Ehren gekommen. Der wäre bei den bekannten anfänglichen Denkern, in Kanon- und Kirchbildung völlig unmöglich an die Stelle der unglaublich gewordenen allzu menschlichen Mythengottheiten getreten, die für die Vegetation, das Werden, wie menschliche Tugenden oder wie Minerva über Ihrem Eingangsprotal für den „lebendigen Geist“ als Weisheit standen.

Denn auch wenn unterstellt wird, die Römer hätten junge Männer als Gottheiten verehrt. Darum ist es den antiken Denkern bei ihren Vegetationsverkörperungen, ist es bei Mithras, Iris, Osiris, Herakles & Co. und noch weniger bei Zeus oder Jupiter gegangen. Die waren inzwischen Ausdruck philosophischen, in antiker Ökologie begründeten Monotheismus. So wenig, wie die in Naturprinzipien begründete ägyptische Maat (laut Jan Assmann für Gerechtigkeit und Zukunft stehend die ägyptische Hochkultur tragend) oder bei der römische Weisheitsverehrung in Frauengestalt einer Minerva junge Mädchen waren.

Wie können Sie daher unterstellen, dass der Grund des in antiker Hochzivilisation, in Mitten des Mittelplatonismus in religionswissenschaftlicher Reform entstandene Christuskultes, der in einem umfassenden Wandel und großer kultureller Diskussionen die alten Gottheiten, auch die römische Minerva ablöste, ein junger Mann war. Den dann nach Ihrer Hypothese die Verfasser der Evangelien oder Paulus wie die Weisheit in Person auftreten ließen. Was dann von einem gewandelten Sektenverfolger mit Korinthern auch ausdiskutiert wurde, wie wenn es wirklich um das gegangen wäre, was auch heute als Weisheit gilt. Und bei  auf genau die von Ihnen in der Paulusauslegung dargestellte Weise auch heute theologisch zu fragen wäre, wie die ökologische Weisheit zur Volks-/Kulturbestimmung werden kann?

Doch wo wenig Sie aufgrund der in Assmanns Buch über Maat (eine vertikale, von Schöpfung, nicht Menschen ausgehende Gerechtigkeit) abgebildete Göttin oder vom Portal der Uni blickende Frauengestalt als Weisheit die Einfärbung von jungen Mädchen annehmen. So absurd ist es, aufgrund von Geschichten über eine anfänglich in den Evangelien mit Gottesnamen oder als Pantokrator, bei Paulus als Weisheit beschriebene Gestalt, auf einen jungen Mann zu schließen. Zumal Sie wissen, wie nicht nur bei Philo, der die Demokratie der Weisheit schreibt, sondern alle philosophische Erkenntnis in bildhaften Geschichten volksverständlich vermittelt wurden. Und in diesem Sinne bereits damals nicht nur Moses, sondern auch die Homer-Mythen gedeutet und so weitergeführt wurden.

Und noch weit, weit weniger als für Griechen wäre Ihr junger Mann als eine Gottesgestalt, die noch nicht mal für Vegetation/Werden gestanden haben kann, mit Juden zu machen gewesen, für die das als Wort bezeichnete Werden auf bildlose Weise, jenseits von menschlichen Gottheiten als Gesetz/Schrift die Volksbestimmung war. So ist verständlich, warum in Fortsetzung einer Schriftkultur auch bei nun im universalen Öko-Logos gründenden allumfassenden (katholischen) Bund/Verstand Schriften gebraucht wurden Warum bei hellenistischen Juden, die kein Hebräisch mehr kannten, neben der Übersetzung der Thora mit Moses-Mythen ins Griechische eine Vielzahl von neuen Geschichten entstanden, die die Heilswirklichkeit des Logos im neuen Bund in verschiedener Weise ausmalten. Aber all dies lässt sich nicht in einer Heilsprediger-Herrlichkeit begründen.

Auch wie die in früher Ökologie begründete Weisheit als wahrer Judenkönig jetzt auch Unbeschnittene von menschlichen Mythengottheiten und dem Opfer für die Nachfolger der Pharaonen befreite, liegt auf der Hand. Wobei gerade Nero mehr als deutlich machte, wie dafür die Zeit abgelaufen war,  so das stoische Ideal (Weisheit) nicht  zum Staat zu machen war.

 Aber mit einem von seinen Groupies in Trauervisionen vergötterter Guru aus Galiläa, der für Bildungsbürger als Personifikation dessen ausgemalt wurde, was in Naturlehre begründete stoischen Vernunft/Weisheit war, wie Sie es bei Ihrer Hypothese erklären müssen, hat das alles nichts zu tun. Es ist geradezu grotesk sich auszumalen, wie bei in Erkenntnis nach neuen Kultkonzepten suchenden römischen Denkern oder gar den stadtrömischen Juden, die Sie als christlichen Anfang beschrieben, ein Handwerksbursche mit Heiligenschein die Kultrolle der Kaiser einnahm und als Logos ausgegeben wurde.

Wie später der die Sonnenordnung repräsentierende Kaiser die Autorität dafür im Logos sah, die Verweigerer von Kaiseropfern nicht weiter verfolgte, sondern in einem nun allumfassenden jüdischen Kult die Zukunft sah und so um Einheit für einen künftigen Staatskult bemüht sein musste, ist verständlich. Ebenso, wie ohne die Einheit in der Kultdefinition des Öko-Logos der alte Kult aufrecht erhalten werden musste oder selbst die Kaiserfamilie im arianischen Streit unterschiedliche Sichtweisen vertrat.

Aber wie bekloppt müssen dann auch die rund um das Mittelmeer zusammengetrommelten Intellektuellen Kaiserberater, Bischöfe, die insbesondere aus Alexandrien  kommenden Streithähne gewesen sein? Als Sie über ein apologetisches Konstrukt, mit dem ein in Trauervisionen seiner Anhänger als Heil gesehener bibelschlauer Landstreicher, der als fleischgewordener Logos beschrieben wurde, dann auch noch als das ausdiskutierten, was die Vernunft ausmacht. Wie können Sie Denkern, die aus Alexandrien kamen und dann aufgrund ihrer Definitionen der Logos in Bezug auf das die alten Gottheiten, den Grund/Sinn allen Seins gegenseitig der Häresie beschuldigten, unterstellen, sie wären dabei einer (auch noch eigenen) Apologetik auf den Leim gegangen?

2.5. Wo unter Domitian 81-96, erste Christenverfolgungen waren,

nachdem Plinius um Rechtsklärung bat, ob die gängige Praxis, den streitenden Juden allein wegen ihrem Bekenntnis zum Logos-Christus den Prozess zu machen. Auch da kommt Ihr junger Mann und seine philosophische Ausgabe als fleischgewordener Logos oder Weisheit in Person nicht vor.

Wie aber die Bildung/Weisheit/Erkenntnis auch bei den Griechen dazu führte, dass die Mysterien in Frage standen, die alten Mythen-Gottheiten ihre Autorität verloren, unglaublich geworden waren, gleichwohl der gemeinsame Kult als notwendig für das Wohl, die Zukunft des Staates erkannt war, daher auf die Verehrung teil reaktivierter mythischer Vegetationsverkörperungen bestanden wurde, ist Ihnen bekannt

Auch da kann es nicht um die Sekte gegangen sein, die einem Handwerksburschen ein christologisches Hirngespinstes aufsetzte und dies dann als Weisheit, Logos-Christus verherrlichte und diskutierte. Nicht Visionen, die Sektenanhänger hatten oder ein apologetisches Konstrukt, bei dem ein Guru den Bildungsbürgern als Logos-Christus verkauft wurde, kann für philosophisch gebildete Bildungsbürger antiker Hochzivilisation  Grund gewesen sein, traditionellen Gottheiten die Ehre zu verweigern. Denn was zur Verfolgung von Christen führte, hat nichts mit einer Heilspredigerverherrlichung zu tun, sondern war in den Augen der Römer Atheismus.

2.6. Wo die Kaiser es als staatsgefährdend und Majestätsbeleidung sahen, wenn Reformjuden,

denen sich immer mehr Römer anschlossen oder auch die Thora ablehnende Christen, den Rom groß machenden Gottheiten die Opfer verweigerten.

Dann ist das nicht in einer Heilsprediger-Herrlichkeit zu erklären, sondern in der Vernunft der Zeit. Nach der sich viele philosophischen Denker mit dem alten Kult durchaus auch kritisch auseinandersetzten. Dann nicht allein das Wesen traditioneller Gottheiten, wie bei Cicero in „Die Natur der Götter“ bedacht wurde, sondern auch den Sinn des Kultes. Wie das gerade bei den jüdisch-hellenistischen Religionswissenschaftlern zu beobachten ist, die in Suche nach Erneuerung die Philosophie- und Kultkonzepte der gesamten Welt durchforsteten.

Und wo selbst Epikur (Schutzheilige Neuer Atheisten) die Notwendigkeit des gemeinsamen Kultes für ein funktionierendes Gemeinwesen begründete. Dort ist es verständlich, wie sich dann und dort, wo in antiker Ökologie monotheistische Modelle begründet wurde, die Zeus oder Jupiter, dann Serapis an die Spitze aller Mysterien-Söhne stellte, der neue jüdische Kult modern wurde oder als Vorbild mit zu diesen neuen Kultkonzepten führte. Auch wie dies im altgewohnten Volk auf völlige Ablehnung stieß, daher der Öko-Logos in kulturgerechter Weise ausgedrückt werden, so Fleisch werden (das Kreuz der Zeit tragen musste) ist zu verstehen.

Wie aber Römer, die ihre neuen monotheistische Kultkonzepte mit Zeus, Jupiter oder Serapis im Öko-Logos begründeten, zur Sekte eines als Logos-Christus hingestellten Handwerksburschen übergelaufen sein sollen oder wegen dem den alten Gottheiten die Opfer verweigerten, ist im Licht des Wissens um das damalige Denken und kulturelle Diskutieren völlig unerklärlich.

2.7. Wo Domitian die polizeiliche Fahndung nach Christen verbot, keine anonymen Anzeigen

aus der Bevölkerung akzeptierte, sondern ein Ankläger mit seiner Person eintreten musste. Wo kein Abschwören vom Logos-Christus verlangte wurde, sondern der seinen alten Gottheiten treu bleibende Kaiser im reichsweit geltenden Antwortschreiben die Straffreiheit sicherstellte, wenn die Christen bekannten, auch für den Kaiser zu beten.

Da hat nicht nur beim weiter alten Gottheiten treuen Kaiser selbst eine die Antike bestimmende Weisheit gesprochen, sondern zeigt sich die auch als Grund des neuen Christus-Kultes und seiner Strukturierung in Kanon und Kirche.

2.8. Wo der Stoiker Mark Aurel, der den Öko-Logos in Serapis verehrte und aufgrund seiner

vor Weisheit überquellenden, in den Kriegsmantel eingenähten Selbstbelehrung (die heute mehr als aktuell wäre), als großer Philosophenkaiser gilt. Der eine im Öko-Logos begründete, soziale, freie und gerechte Lebensweise vergeblich zu verwirklichen suchte. Dafür die Treue zu den alten Gottheiten einforderte und selbst bereits eine dem Öko-Logos entsprechende allumfassene höchste Herrlichkeit wie Serapis (einen griechischen Christus) verehrte, in dem ägyptisch-griechischen Gottheiten auferstanden waren. Womit die schöpferische, nicht menschliche Zeugung, wie Auferstehung bereits in Serapis vorgezeichnet waren.

Dann macht allein die nähere Betrachtung dieses letzten großen Stoikers und seines Kultes nicht nur klar, wie die heutige Hypothese von einem Handwerksburschen, der literarisch als fleischgewordener Öko-Logos zur Welt gebracht wurde, die Geschichte auf den Kopf stellt. Was zum Kurzschluss in der gesamten heutigen Kultur führen muss. Hier lässt sich auch der Mehrwert des im allumfassenden (katholischen) prophetischen Bund/Verstand des Logos-Christus gegenüber dem Götterkult und so wirkungslos bleibender philosophischen Predigten erkennen. Was wegweisend für eine heutige Revision religiöser Vorstellungen und einen aufgeklärten christlichen Vernunftglaube wäre, der zu einer „Kultur der Nachhaltigkeit“ in gemeinsinniger Verant-wort-ung führt.

Besondere Aufmerksamkeit widmete Mark Aurel, der auch zum Pontifex Maximum berufen war, dem Kult des ägyptischen All- und Heilgottes Serapis, jedoch ohne dass dieser unter die Staatsgötter aufgenommen wurde. Gegen das in Krisenzeiten verstärkte Auftreten von selbsternannten Propheten und Wanderpredigern erließ Mark Aurel ein gegen jegliche Verbreitung von Aberglauben gerichtetes Reskript, in dem alle Handlungen unter Strafe gestellt wurden, die religiöse Unruhe erzeugten. Mit den mandata de sacrilegis erhielten die Provinzstatthalter Anweisung, nach Religionsfrevlern zu fahnden.

Allein der kurze Blick in Wiki zeigt:

Wo ein rhetorisch geschulter Philosophenkaiser in kulturellen Krisenzeiten eine stoisch in Natur (antikem Öko-Logos) begründete soziale Lebensform, Freiheit und Gerechtigkeit verwirklichen wollte. Wo gleichzeitig bei ihm als Pontifex Maximus (Oberster Brückenbauer und Wächter der Götter sowie religiösen Lebens. Eine Funktion die in christlicher Form später auf den römischen Bischof überging.) eine ägyptische All- und Heilsgottheit wie Serapis verehrte. Was eine im Zeitenwandel philosophisch bedachte, im Öko-Logos begründete Mischform aufgeklärt verstandener (auferstandener) alter Heils- oder Vegetationsgötter war. Was sein Vorgänger Domitian in einem Brief als das christliche Wesen bezeichnete. Dort wäre völlig unmöglich ein Handwerksbursche als Logos-Christus ausgegeben, dieser als Serapis  verehrt oder ein als fleischgewordener Logos beschriebener junger Mann mit diesem verwechselt worden. Aber selbst die völlig ausgeschlossene Verehrung eines Heilsprediger als die allumfassende Größe, des den Öko-Logos in mythischer Tradition Serapis wäre von Marc Aurel nicht verfolgt worden.  

Wer sich betrachtet, wie in Serapis nicht nur der die Fruchtbarkeit verkörpernde Stier (das von Moses besiegte goldene Kalb), sondern verschieden römischen-griechischen Gottheiten, auch Zeus und Jupiter, die für den im antiken Monismus philosophisch begründeten Monotheismus standen, verschmolzen in philosophischem Verstand „auferstanden“ waren. Und wer auch das sonstige Wissen, das wir über die Hochzivilisation dieser Zeit, die philosophischen Schulen keiner modernen Bücherverbrennung überlässt. Oder wer auch die Diskussionen bei den antikes Wissen im Sinne einer Kulterneuerung weiterdenken, dann noch recht wilden christlichen Erkenntnisbewegungen, wie den die Christologie im prophetischen Sinne entwickelnden philosophischen Juden, ihnen folgenden Vordenkern der diese (im WvK zur Welt bringendem, zum neuen Volkskult des römischen Reiches machenden) Kirche haben, nicht ausblendet.

Der kann in dieser Zeit nicht weiter erklären, wie die Sekte eines in Visionen seiner Groupies als herrlich gesehenen Handwerksburschen, der angeblich bereits in den Evangelien-Geschichten für Bildungsbürger als Logos-Christus ausgegeben, als dieser diskutiert, dann ähnlich Serapis verehrt, nach Konstantin zur siegreichen Konkurrenz wurde. So kann die geschichtliche Entwicklung, bei der aufgeklärter Verstand im Öko-Logos auch zu Serapis führte, völlig unmöglich gewesen sein. Wo aber der Öko-Logos von einem stoische Kaiser in Serapis verehrt wurde. Da ist es klar, wie der als schöpferische Bestimmung (Wort) verstandene Logos-Christus das Kreuz des Serapis tragen, in der Schrift (menschlichem Wort) in bekannter Form zur Welt gebracht werden, das Kreuz tragen musste, um zur Bestimmung zu werden.

Unerklärlich ist beispielsweise aber, wie Domitian so dumm sein konnte, die Verherrlichung eines häretischen Heilspredigers, der am Kreuz landete, dann in Evangelien für hellenische Bildung als Heilswesen beschrieben wurde, mit dieser aus  Ägypten kommenden Verkörperung der Vegetation/Allkreativität zu verwechseln. Zumal die philosophisch weitergedachten war, jetzt in Natur/Vernunft begründet, für die All-Einheit des Öko-Logos stand.

Oder anders: Die All-Einheit, die allumfassende Bedeutung des Serapis, in dem der Öko-Logos im Sinne der alten Gottheiten Kultur werden sollte. Die zeigt nicht nur, wie absurd die Hypothese ist, die einen jungen Mann an den Anfang stellt. Die hat weit, weit, weit mehr mit dem christlichen Wesen zu tun, als der heute vorangestellte Wanderprediger.

Denn ähnlich wie der philosophische Kaiser, wäre es im Mittelplatonismus der Zeitenwende selbstverständlich gewesen, dass ein Wanderprediger, für den damals egal welcher Schulrichtung die Naturlehre (Öko-logos) maßgebender Grund seiner philosophisch-theologischen, somit im Logos gründenden Lehre war, Serapis oder ähnliche Formen verehrte. Aber so wenig wie beim  Philosophenkaiser, hätte das für einen anderen Denker der Zeit etwas mit einem jungen Mann zu tun gehabt. Auch wenn man sich auf Lehrautoritäten berief und diese oft auch in den Mittelpunkt gestellt. Wie so bereits (im Korintherbrief hinsichtlich Apollo, Petrus, auch den sich so selbst als Müllbeutel bezeichneten Paulus beklagt wurde) der Grund deren Weisheitslehre verdeckt wurde. Weder wäre ein Wanderprediger der Zeit selbst als gesehen worden, was den Logos dann gar als Christus ausmacht. Noch wäre er in Literaturform, die auch dem Kaiserevangelium entgegengestellt werden musste, dazu erhoben worden. Kein theologisch-philosophischer Denker dieser Zeit hätte den Schwachsinn von einem egal wie gestrickten jungen Juden als fleischgewordenen Logos in die Welt gesetzt oder wäre dem auf den Leim gegangen.

So ist zwar zu erklären, warum Serapis auf vielen Bildern so aussieht, wie Jesus mit der Dornenkrone. Was kein Abkupfern gewesen sein kann, um wie dann unterstellt, ein fiktives poetisches Konstrukt oder einen Handwerksburschen hochleben zu lassen. Was vielmehr zum Heilsprozess (Jesus) des neuen Bundes/Verstandes gehörte. Bei dem Logos-Christus das Kreuz der kulturellen Bilder tragen, in deren Erbe/Erfüllung am Kreuz zum neuen Volkskult und so zur/Kulturbestimmung wurde. Ein  allumfasssend-katholischer Kult, der sich als wahres, jetzt weltgültig von menschlichen Gottheiten und Mysterienopfer befreien wollte, dabei auch der griechisch-ägyptischen Wurzel gerecht werden musst. Der konnte den Öko-Logos nicht nur im jüdischen Sinne, jetzt als galiläischen Wanderprediger zu Welt bringen, sondern musste auch Serapis und seinen Vorgängern gerecht werden. Aber ein Handwerksbursche oder ein Hirngespinst seiner Anhänger, das für die Bildung als Logos beschrieben und dann in Bildung als dieser diskutiert wurde,  jetzt auch noch in der Gestalt eines für den die All-Einheit des Öko-Logos vertretenden Serapis verehrt worden sein soll. Der war nicht.

Ein Kult, bei dem es in Wirklichkeit um eine Heilsprediger-Herrlichkeit ging, wäre von Domitian auch nicht als Serapiskult gesehen worden. Denn damit verehrten die nichtjüdischen Denker der Zeit den Öko-Logos und somit im aufgeklärten Verstand auch den ebenso bereits monistisch bedachten Zeus, wie ägyptische All-Einheit, vormalige Vegetations- oder Heilsverkörperungen. Und ein Serapis-Kult, wie Domitian die Christen sah, hätte bei einem Kaiser, der selbst so den seinen Soziallehren zugrunde liegenden Öko-Logos, im Sinn der alten Mysterien-Gottheiten, damit auch die Verkörperung der All-Einheit im ägyptischen Sinne verehrte, auch nicht zur Verfolgung geführt.

Aber dies war auch nicht Gegenstand der Verfolgung von Mark Aurel. Der trotz der philosophischen Verehrung der All-Einheit, damit des Öko-Logos, wie es nach dem Wandel um Logos zum Mythos auch im Kult unausweichlich war, noch auf die Verehrung der traditionellen Mysterien-Gottheiten und den Opferkult bestehen musste. Auch weil er als Pontifex Maximum die im religiöser Brückenbau der Zeit zwar entstandene, die traditionellen Mysterien-Gottheiten auferstehend erfüllende Verkörperung des Öko-Logos nicht in den Staatskult aufnahm.

Unruhen wurden verfolgt, deren Ursprung Sie kennen. Die gingen von den zahlreichen Reformbewegungen aus, die nicht mehr den alten Göttern, dem Kaiser und seinen menschlichen Sohns-Genossen in blutigen Mysterien opfern wollten. Die sich dem jüdisch-bildlosen Logos-Christus-Kult anschlossen oder das Judentum ablehnend andere Christus-Weisheits-Konzepte entwickelten.

Die Unruhe stiftenden Wanderphilosophen und selbsternannten Propheten begründeten sich völlig unmöglich einen jungen Mann als fleischgewordenen Logos. Was Sie selbst der heute in „Johannes“ zu lesenden griechischen Philosophenschule unterstellen. Doch wenn eine Philosophenschule der Zeit den fleischgewordenen Logos griechisch-jüdischer Philosophie in Evangelienform beschreibt. Dann gehört das sicherlich mit zur Fleischwerdung des Logos, wie sie der römisch-katholischen Kirche für den Volkskult wichtig war. Was ja auch in der Serapisgestalt und dessen Verehrung betrieben wurde. Doch einem Denker der Zeit, der einen philosophisch-theologischen Sachverhalt naturgemäß in Geschichten beschrieb, so Fleischwerdung, zeit- und kulturgerechte sinnliche Wahrnehmung im Volksverstand der Menschen betrieb. Dem ist es dabei nicht um einen jungen Mann gegangen.

Auch wenn philosophische Literaten einen zeitgemäßen jüdischen Wanderprediger von Galiläa und dessen Lebensgeschichte auf dem Weg nach Jerusalem, dabei jüdische Mythen, wie die Göttergestalten mit aufnahmen, gehörte dies zum katholischen Handwerk. Dann wurde Fleischwerdung ihrer Lehre, des Öko-Logos betrieben, wie dies im katholischen-allumfassenden Sinn wichtig war und nicht umgekehrt. Bei der griechischen Philosophenschule, die hinter Johannes steht, heute nicht mehr als Gnosis abgetan wird, sondern vom gleichen Jesus Christus schreibt, wie die Synoptiker und auch deren Jesus im Sinne des Öko-Logos ausgelegt hätte. Da ging es weder der griechischen Philosophenschule, noch den gebildeten Verfasser der anderen Jesusgeschichten oder auch nur einem der damaligen Denken völlig unmöglich um ihren Handwerksburschen („auch wenn Herr Mentzel immer etwas gegen den jungen Mann hat“). So wird die Geschichte auf den Kopf gestellt. Denn die lief umgekehrt.

Die Fleischwerdung in Bildern und Geschichten der Zeit, die wie Serapis (der auch für Zeus, ägyptische All-Herrlichkeit und Vegetationsverkörperungen stand) auch die Vorgängergeschichten erfüllend in sich aufnahm, war für einen nicht allein Intellektuellen geltenden, sondern katholischen, universalen Volkskult die Voraussetzung. In diesem Sinne habe ich auch nichts gegen den jungen Mann. Vielmehr ist mir völlig klar, Zweck meiner Arbeit (der hier formulierten Bitte), dass allein philosophische Predigt (ökologischer Gerechtigkeit), Überredungskunst, pharisäerische Gesetzeslehre und  gutgemeinte Forderung, Verlangen von Werken nichts bringt. Weil die im antikem Monismus (frühe Ökologie) bedachte Weisheit nur im kreativen Anknüpfen an die bisher kulturbedeutenden und so inhaltlich, wie kulturell erfüllten Vorbilder zum Volkskult (die heute gepredigte Ökologie des Menschen) zu machen war und ist. Aber nicht umgekehrt.

Unruhe stiftende Philosophen wurden verfolgt:

Jünger ökologischer Vernunft, die sich den alten Gottheiten verweigerten

Was den antiken stoischen oder kynischen (zynisch gegenüber der Zeitkultur) Wanderphilosophen, die Unruhe stifteten und auf Anweisung Marc Aurels verfolgt wurden, wesentlich war, wissen Sie: Einzig die Natur/Schöpfung, der wahre Öko-Logos und kein als Logos-Christus ausgegebener Wanderkyniker. Und wenn die Unruhe stifeten, dann  mit absoluter Sicherheit nicht wegen einem als Christus oder Logos beschriebenen Kollegen aus Reihen der Wanderkyniker, der jetzt als Christus galt oder hingestellt worden wäre. Wie ihre Vorgänger Gerd Theißen seinen trinkfreudigen jungen Galiläer als historischen Jesus beschreibt.

Die als Christen vergolten Unruhestifter können nur Philosophen gewesen sein, die den Glaube an die Rom groß machenden traditionellen Gottheiten in Frage stellten, diesen den Kult verweigerten. Doch war gewiss kein Kollege der Grund, den die als neuen Gott sahen oder als Logos-Christus hinstellten oder glaubten. Wenn diese Philosophen Kultbilder malten, von dem was ihnen wesentlich war und auf denen wie sich zeigt, dann Serapis  wie Jesus mit Dornenkrone am Kreuz zu sehen ist. Dann  wissen Sie allein mit Blick die All-Einheit des Öko-Logos, die der Philosophenkaiser in Serapis verehrte: Um einem wegen Häresie gehängten Handwerksburschen ist es auch beim Jesus mit Dornenkrone, auch in den Geschichten von Geburt bis Tod mit absoluter Sicherheit nicht gegangen.

Denn im Gegensatz zur dem, was Sie entsprechen heutiger Hypothese ihren Studenten beibrachten, kann dabei nicht um einen jungen Mann als fleischgewordenen Öko-Logos gegangen sein. Die griechische Philosophenschule, Verfasser der Texte, die dem Johannesevangelium zugrunde liegen, nach heutiger Lehre den gleichen historischen Grund beschreibt, wie die anderen Jesusgeschichten, wäre es in größtem Fieber nicht um ihren jungen Mann gegangen. Wie Sie es getreu Ihrer Historien-Hypothese Ihren Studenten beibringen mussten. So alles zum Hirngespinst machen, das mit heute in Naturlehre (Logos) begründeter Weisheit, der vergeblich gepredigten Weltvernunft nichts zu hätte. Dass die auch literarisch ausmalenden Philosophen den fleischgeworden, kulturgerecht ausgerückten Öko-Logos beschreiben, steht außer Frage. Dank solcher Arbeit konnte im allumfassenden, katholischen Volkskult die in Naturlehre (Öko-Logos) begründeten Sozialutopien lebendig, zum menschlichen Leben frühchristlicher Gemeinden, dann über alle Wirren kulturtragen werden. Was mit Mysterienkult und Kaiseropfer nicht mehr zu machen war. Aber so wenig Marc Aurel oder die anderen Philosophen den Grund ihres Serapis-Bild in einem jungen Mann sahen, kann der „nach Adam Riese“ dem christlichen Glauben, gar dem Logos-Christus zu Grunde gelegen haben.

Wenn Sie nicht den Kritikern folgen, die behaupten, dass am Anfang nur Deppen waren, die von der Kirche zum Glauben an ein frei erfundenes Konstrukt manipuliert wurden, sondern das ernsthafte Denken und Diskutieren der Zeit freilegen. Was aber auch allein mit Blick auf Denker wie Marc Aurel, der ja nur ein bekannt gewordenes Beispiel für das rund um das Mittelmeer maßgebende mittelplatonistische Weltbild und das die unzähligen Reformbewegungen,  dies auch im jüdischen Sinne weiterdenkenden Zeitgenossen völlig unmöglich ist. Dann ist es aber ebenso Unmöglich, dass ein Kyniker oder sonst gearteter Wanderphilosoph selbst als Logos gesehen oder ausgegeben wurde. Ein Weisheitslehrer wäre völlig unmöglich in Form eines Serapis verehrt oder gar zu allem gemacht worden, was Jesus Christus dann ausmachte.

Nicht ein Weisheitslehrer oder gar Kyniker war an Stelle der Orakel und Mythengötter zur universalen Bestimmung geworden, hat auf den Grund/Sinn allen Seins erklärt und so auf allgültige Weise offenbart oder hätte in christlichen Modellen dessen Stellte eingenommen. Was den Weisheitslehren galt, Bestimmung gab, sie über einen höchsten Grund/Sinn allen Seins nachdenken ließ, so die alten Gottheiten offenbar machte, war das, was wir heute als Ökologie oder Evolution bezeichnen. Am katholischen Anfang stand eindeutig die in antiker Ökologie im neuen Bund/Verstand als prophetisches Wort erkannte Bestimmung. Dass die kulturgerecht ausgedrückt werden musste, muss nicht ständig aufgerollt werden, wissen Sie auch.

Selbsternannte Propheten:

Reformjuden des neuen allumfassen (frühkatholischen) Verstandes/Bundes

So waren auch die selbsternannten Unruhe stifenden Propheten keine Anhänger der heute unterstellten Heilspredigersekte. Es waren römische Denker, wie sie in Simon Magnus, dann dem Markionismus beschrieben sind. Die sich zwar auf Propheten beriefen, aber Thora und Judentum ablehnten. Und noch mehr waren es wahrscheinlich die hellenistischen Juden, in sich in neuer, selbsternannter auf die Propheten beriefen: nicht mehr nach dem Gesetzt der Beschnittenen, auf buchstäbliche Weise,  sondern der Naturlehre nach. Die sich in ihrer Logos-Christus Philosophie/Theologie als die wahrhaften Nachfahren der Propheten sahen. Hellenistische Juden des neuen Bundes/Verstandes, die am Anfang der Christuslehre standen. Deren allumfassendem (frühkatholischen) vom Götterkult befreienden (jetzt universal gültigen jüdischen) Lehre sich immer mehr Römer anschlossen. Wie  sich so vielfältige Bewegungen bildeten, wie sie als christliche Anfänge gelten und die durchaus dann auch der Thora und ihre Schöpfergottheit als Handwerker im Himmel ablehnend gegenüberstanden, ist verständlich.

Aber dass die neuen Propheten nicht die Anhänger eines Heilspredigers waren, die ein diesem apologetisch verpasstes Hirngespinst nun als das sahen, was die Moses-Propheten nach natürlichem Werden, himmlischer Ordnung (wir sagen Ökologie, erklären in Kosmologie) maßgebende Bestimmung war, ist Fakt. Der egal wie zum Logos-Christus gewordene trinkfreudige Galiläer oder ein sonst wie gearteter Guru, der zum Logos-Christus erhoben wurde, ist allein mit Blick auf Mark Aurel geschichtswissenschaftlich völlig ersoffen.

Wo die sterbenden alten Vegetationsverkörperungen, wie der Stier (Apis) dessen  Blut weiter in den Mysterien zu Massen floss, in dem für Fruchtbarkeit, wie die Nilschwemme stehende Osiris auferstand. Auch wo dieser starb, im Öko-Logos antiken Monismus die Kultgestalten Zeus und Jupiter als über allen Verkörperungen stehenden erklärt wurden. Dann ähnlich den alttestamentlichen Auferstehungsmythen auch Jupiter und Zeus in Serapis aufgingen. Da war ein aufgeklärter philosophischer Verstand im Wandel der Zeit.

Nichts gegen die den lebendigen Geist als Weisheit verkörpernde Minerva über dem Eingangsprotal der Uni. Aber wenn Bischöfe wie Leonardo Boff sich bei ökologischen Überlegungen auf Gaja beziehen, die selbst in Atheistenforen in den Himmel gehoben wird. Dann wäre es Ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass wir nicht selbst hinter Mark Aurel wieder zurückfallen, für den die Gaja oder Minverva schon in Serapis aufgegangen waren. Vielmehr wäre es Aufgabe theologischer Wissenschaft auf dem Heilsweg „Jesus“ der Öko-Logos als  Christus, wie er den Unruhe stiftenden Christen-Propheten galt (in dem auch die Erd- oder Weisheitsgottheiten aufgegangen waren) aufgeklärt verstehen, auferstehen zu lassen.

Denn wo auch bei den paganen Weisheits- oder Vegetationsverkörperungen die wachsende Erkenntnis nicht nur zum Götter-/Namenswandel führte, sondern inhaltlich aufgeklärter Verstand, echte Auferstehung war. Da kann die christliche Auferstehung weder als rein poetisches Gebilde noch als Gemeindebildung erklärt werden. 

Die Unterstellung der Kritiker, da seien nur alte Sagen von sterbenden und auferstehenden Gottheiten nachgestellt worden, um einen jungen Mann als herrlich erscheinen zu lassen oder den historischen Jesus als Kirchenkonstrukt entlarven zu wollen, ist dort, wo auch Serapis aus alten Vegetationsverköperungen auferstanden war, ein schlechter Witz.

Noch weit weniger kann dann die christliche Auferstehung getreu heutiger Lehr-Hypothese als Trauer-Vision von Anhängern eines Gurus oder Gemeindebildung abgetan werden. Die Auferstehung war. Sie lässt sich in der gesamten einem umfassenden neuen Verstand der Zeitenwende auf vielfache Weise beobachten. Und mehr noch im neuen, allumfassenden (frühkatholischen) Bund/Verstand hellenistischer Juden. Wo aufgeklärter Verstand der Moses-Geschichten, damit neuer Bund war. Wo so der unsagbar Grund/Sinn allen Seins (JHWH), wie damit die im natürlichen Lebensfluss und monistischen Ganzen (Evolution, Ökologie) wahrgenommene Bestimmung auferstanden. Wordurch auch Josua, lat. Jesus auferstanden war.

Und genau dieser bei hellenistisch-christlichen Judentum  heute beschriebene allumfassende Verstand, der so die Kulturen versöhnte, zu einem Leben in ökologischer Weisheit/Vernunft führen sollte, wäre von heutigen Hochschullehrern zu erwarten.

 Wer den Kritikern entgegentreten will, die alle christliche Lehre als Lug und Trug, selbst den Wanderprediger als heiße Luft ausgeben wollen, weil angeblich nur jungfräulich geborene, leidende, sterbende und auferstehende alte Gottheiten in einer Christus-Geschichte ausgemalt wurden. Der kann dann auch nicht auf einen Schreibfehler von einer „jungen Frau“ zurückgreifen wollen. Denn wo der Logos-Christus in schöpferischer Autorität, nicht in der Thora oder deren Demiurgen (dem Zimmermann) gezeugt wurde. Das können Sie dort beobachten, wo der neuen Bund/Verstand war, die Christologie und auch die Texte des Neuen Testamentes entstanden. Wo der Öko-Logos im Sinne des bisher nur Beschnittenen geltenden Gesetzes jetzt allumfassend (frühkatholisch) maßgebend war.

Was Lukas auf volksgerechte, märchenhafte Weise  schildert, war kein Märchen, für das alte Mythen geplündert wurden, um einen bibelschlauen Handwerksburschen für Bildungsbürger als Heiland im hellenistischen Stil hinzustellen. Wie es sich nach heute Hypothese einzig erklären lässt. Auf eine solche fixe Idee wäre weder ein jüdischer Literat einer Zeit, in der nicht nur die alten griechischen Gottheiten auf die Beine der Vernunft gestellt wurden, auferstanden waren, sondern aufgeklärter jüdischer Verstand/Bund war, völlig unmöglich gekommen. Noch weniger wären philosophische Gebildete, die in Vernunft die alten Gottheiten in einem Sinn erklärten, vom dem nach prophetischer Philosophie die gesamten jüdischen, in kultureller Vernunft begründeten Verhaltensgebote ausgingen, nicht wie im heutigen Gottesbild angenommen, in einen Aufpasser hineingelegt wurden, auf diesen Mist hereingefallen. Und denen dann unterstellen zu wollen, sie hätte das einem Heilsprediger aufgesetztes Hirngespinst dann als Logos in unterschiedlicher Weise definiert und dann über darüber diskutiert. Das schlägt dem Fass ganz den Boden aus. Aber wo nicht mehr einfach ein Christus unhinterfragt an den Anfang gestellt werden kann, da wird den anfänglichen Denkern eine ähnlich leere Predigt von Christus und seinem Vater unterstellt, wie sie von einem bedeutungslos gewordenen jungen Mann heute gehalten werden muss. Und so wird scheinbar alles wachsende Wissen in ein Fass ohne Boden geschüttet. Schade um den Wein.

Doch „Gott sei Dank“ zeigt sich, wie ihr junger Mann weder in der Geschichte, noch im Neuen Testament vorkommt. Wofür katholische Väter, die dem allumfassenden (frühkatholischen) Bund/Verstand jüdischer Philosophie folgten, für den Kanon Geschichten aufgriffen, in denen Literaten verschiedener Ausrichtung der Heilsgeschichte „Jesus“ (auch wenn der Name anfangs noch nicht stand), damit des weltgültig im Öko-Logos-Christus begründeten Bundes beschrieben. In dieser Weise sind die  Geschichten nachvollziehbar, beschreiben eine geistesgeschichtliche Tatsache: von Geburt der Heilswirklichkeit „Jesus“, seinem Leiden, der Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten und Pharisäern, wie der Verurteilung des aufgeklärten Verstandes/Bundes sind sie in dem nachvollziehbar, was vom im Hellenistischen Judentum wissen. Und was dort das historisch lebendige Heil „Jesus“ war, so auch in Folge Moses definiert wurde.

Oder trifft es nicht zu, dass im hellenistischen Judentum, für die der Kosmos der Tempel (der Logos, damit antike Naturlehre) die Vergegenwärtigung JHWH war. Und so die seit Moses maßgebende Bestimmung (Wort) wie der Grund von dem allen Vernunft/Wort ausging, nicht im Gesetz, sondern in antiker Ökologie bezeugt war? Oder dass dies von traditionellem Judentum abgelehnt, auch von römischer Autorität verurteilt wurde, aufgeklärt verstanden war…? Selbst wie so nicht nur alte Geschichten nachgestellt, sondern in deren Sinne/Erfüllung von Blindheit und Lahmheit befreit, Tote erweckt wurden, können Sie sicher besser erklären, als ich.

Dort, wo die bisher nur Beschnittenen dem Nationalgesetz nach geltende Bestimmung in antiker Ökologie/Naturlehre unvoreingenommen, jungfräulich bezeugt und so universal wurde, war der bildhafte Verstand des biblischen Moses (frühe Philosophie). Während heute unterstellt werden muss, dass im Rahmen der biblischen Anfänge einem blind geglaubten Jahwe (Handwerker und strafenden Aufpasser im Himmel) Lebensregeln, Speisegebote und so die für des Gesellschaft sinnvolle Verhaltensgebote der Thora in den Mund gelegt wurden. Um damit Menschen ein umfassendes rationales Gesetzeswerk beizubringen, ohne dass die die Zusammenhänge von Epidemien bei Unreinheit, sozialverhalten oder nachhaltiger Lebensweise erkannt haben mussten. Was sich dann heute erübrigt. Wissen wir heute, wie so zwar biblische Lehren im Volkskult wirkten. Wie aber gebildete hellenistischen Juden nicht nur die Sinnhaftigkeit der massenhaften jüdischen Vorschriften bedachten, sondern auch den Sinn/Grund (JHWH) von dem die ausgingen. Und dem nicht wie angenommen und so abgeschrieben, menschlich-kulturelle Weisheit hineingelegt wurde. 

Wie der Öko-Logos-Christus nicht menschliche gezeugt war, ist jedem klar, der die heute geforderte ökologische Weisheit betrachtet. Evolution, Ökologie und die davon ausgehende Weisheit sind nicht menschliche gezeugt. Sie bezeugen einen Grund/Sinn, den jeder voraussetzt, der davon ausgeht, dass auch nach Zerstörung der ökologischen Ordnung wieder etwas Neues wächst. Und den auch jeder voraussetz, der sein Engagement für die Umwelt, die Mitmenschen, die Zukunft nicht als „sinnlos“ sieht.

Dass der Christus-Logos, dessen Verhaltensgebote über das traditionelle Gesetz hinausgingen und der die erstarrte Gesetzlichkeit und ihre Werkgerechtigkeit in Frage stellte, nicht von Menschen gezeugt war, sondern in schöpferischer Wirklichkeit, deren Grund/Sinn bezeugt war, wird im Vergleich mit ökologischer Weisheit klar. Die in einer nicht menschlichen Zeugung begründete Gottessohnschaft war mehr als ein Titel. Sie zeichnete die buddhistische Lehre ebenso aus, wie die in Vegetation begründeten Göttersöhne oder der sich in seiner göttlichen Zeugung auf die kosmische Ordnung berufenden Kaiser.

Was den Christen als jungfräulich galt, heißt umstritten, viel verlacht ist, lässt sich weder mit einem Bangert begründen, der dem Heiligen Geist in die Schuhe geschoben wurde, noch einem Schreibfehler, sondern im aufgeklärten Verstand des christlichen Wesens. Wo aber nicht nur alte Gesetze, Vorschriften schriftgelehrt ausgelegt, nachgeplappert und Werkgerechtigkeit gepredigt wurde, auch nicht nur deren kultureller Zweck, sondern sich so der schöpferische Sinn/Grund des Ganzen selbst bezeugte (nicht in einen himmlischen Handwerker hineingelegt wurde) war das gegeben, worauf sich auch die alten Gottheiten beriefen.

Dass Zeus oder Serapis jungfräulich gezeugt, nicht in menschlicher Weisheit begrüdet waren, stand mit Sicherheit für antike Philosophen außer Frage. Das war so selbstverständlich, wie die stoische Soziallehre, Weisheit in Naturlehre begründet war. Doch was es nutzt, ökologische  Weisheit oder Gemeinsinn zu predigen, wenn mysteriöse Gottheiten verehrt (heute gar Kapitalegoismus und Konsum vergöttert) werden, lässt sich in Gegenwart beobachten. So wenig wie heute allein die Begründung in natürlicher Zweckmäßigkeit oder einem vorgesetzten Gott (strafenden Aufpasser) oder modernen Aposteln eine Kulturbestimmung sein kann, die zu einem ökologisch gerechten, gemeinsinnigen Sozialverhalten führt, konnte hierzu auch die Verehrung traditioneller Gottheiten oder Kaiseropfer immer weniger beitragen.

Die heilsame Bezeugung einer Bestimmung, die nicht von Menschen gezeugt ist, sondern von einem neu in Vernunft/Natur zu begründenden universalen Grund/Sinn (JHWH) ausgeht, ist heute mehr denn je von der theologischen Wissenschaft gefragt. Und wenn das dann kulturgerecht ausgedrückt, im Sinne der aufgeklärt verstandenen Vorbilder gefeiert und zur Kulturbestimmung wird. Dann haben wir es geschafft, ist Ihre Aufgabe erfüllt.

Dazu bedarf es keiner Helena mehr, die Stücke vom Kreuz anschleppte, keiner Mutter Kirche, die im Wort von Kreuz die schöpferische Vernunft auf jüdische, jetzt allgemeingültige Weise zur Welt brachte oder Denker, die den Öko-Logos im Wort eines arabischen Propheten zur Kulturbestimmung  werden ließen. Es genügt der aufgeklärte Verstand, der von christlicher Theologie ausgehen, dort angestoßen werden muss

Advent:

Wie bei der Miriam, so ist heute auch „Unvoreingenommenheit“ die Voraussetzung, um das in schöpferischer Wirklichkeit auf natürliche Weise gezeugte zum Licht der Welt, ökologische Weisheit und Gemeinsinn zur Kulturbestimmung zu machen.

Weihnachten steht vor der Tür. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt im Jahr als die Wintersonnenwende, um nicht mehr nur den Sol Invictus, die Verschmelzung von Mithras & Co. zum frühen Katholizismus, sondern die Geburt des christlichen Sohnes zu feiern. Der in schöpferischer Wirklichkeit gezeugt den unsagbaren Grund/Sinn allen Seins, den Gott der Väter und im Wort (natürlicher schöpferischer Wirklichkeit) die davon ausgehende Weisheit offenbarte. Der das offenbar machte, was im Passah der Juden im Frühjahr von Beschnittenen gefeiert wurde, in antiker Aufklärung nun universal gültig auferstanden war.

Und so wäre  es auch Aufgabe theologischer Wissenschaft, im Stile der bereits an Marc Aurel und andere Kaiser schreibenden christlichen Denker (heute mit Unterstützung der Psychologen, Neurologen, Kultur-, Kommunikations- und Evolutionswissenschaftler, die auch von der Notwendigkeit kultureller Bilder/Phantasien im evolutionären Wandel oder der Funktion des Kultes für einen „Superorganismus“, damit auch ein funktionierendes Staatswesen, besser Weltbürgertum schreiben) zu argumentieren:

-Wie auch heute in der Entwicklung der Zeit ein der Aufklärung entsprechender Kulturwandel unausweichlich ist.

-Wie die in Ökologie zu begründende universale Bestimmung auf ihren Grund, damit die Gottheiten der Väter verweist. Was so erst die heutige gepredigte Weisheit, Weltvernunft in umfassender Weise, mit allen Werkzeugen der Kultur(en) feiern lässt. Um dann zu dem zu führen, was bereits anfängliche Denker im Logos-Christus erhofften: Leben in Vernunft und kulturellem Friede.

-Wie die in der Naturlehre (Öko-Logos) begründete soziale, freie, gerechte Lebensweise nicht in Rhetorik oder Predigt, sondern im Logos-Christus Kult oder auch in Bezug auf das Wort des arabischen Propheten wieder lebendig werden könnte.

-Wie das heute in aufgeklärter Weise (nicht den alten Gesetzen, den Buchstaben der Bibel oder Koran nach, sondern im aufgeklärten Verstand sich auf die jeweiligen Tradtionen berufender natürlich-schöpferischer Bestimmung) zu verwirklichen ist.

-Wie sich daher auch heute die in Ökologie begründete Weisheit, wie sie die Stoiker definierten, der Kaiser anstrebte, die Rhetoriker und Pharisäer predigten, nicht in Mysterien, geheimnisvollen, meist persönlichen Gottheiten oder Rhetorik verwirklichen lässt.

-Wie aber der Christus-Kult bereits in anfänglichen Gemeinden zu einer Kulturbestimmung und sozial-gemeinsinnigen Lebensweise führte, die damals die kaiserliche Logos-Selbstbelehrung bei Verehrung mysteriöser Gottheiten ebenso vergeblich suchte, wie heute grün-rote, auch in der Kirche gehaltene Vernunftpredigten.

Denn dass eine Vernunftpredigt keine Religion ersetzt, war selbst den spätantiken Kaiser klar. Die daher die alten Gottheiten reaktivieren wollten, die sich diesen verweigernde Christen verfolgten und dann seit Konstantin im Christuskult die Lösung, den notwendigen Gemeinschaftskult der Zukunft sahen.

Nebenbei: Allein die Selbstbelehrung des Kaisers zu lesen oder sich dann mit der Stoa zu befassen, gar ihrer Begründung eines universalen, in Vernunft begründeten höchsten Grundes allein Seins, müsste klar machen: Wo die in Schöpfung begründete Weisheit, der Gemeinsinn, damit die philosophisch abstrakten Sozialutopien dann zur Kulturbestimmung christlicher Gemeinden wurde. Da ist kein bibelbelesener galiläischer Zimmermannsohn, den eine „junge Frau“ zur Welt brachte, als Christus zur universalen Bestimmung, dem auch für Griechen geltenden „Wort“ geworden. 

2.9. Wo die Verweigerer traditioneller Gottheiten, die nun nicht mehr als Juden galten, unter den

Augen der Volksgaffer den Löwen vorgeworfen wurden.  Und wo dann auch die Märtyrerverehrung entstand. Bei der die Passion Jesus in stilisiert-erbaulichen Berichten oder nach den antiken Prozess-Gerichtsakten nachgestellt wurde. Da ging es nicht um den Tod eines bibelschlauen und als häretisch geltenden Besserwissers.

Der Prozess der Zeit „von Pontius bis Pilatus“, setzt sich in der Christenverfolgung fort. Ein Prozess, bei dem der neue Verstand/Bund hellenistisch aufgeklärter Juden als Christus (damit das historische Heil „Jesus“) zuerst von denen, die das alte Gesetz lehrten, als Pharisäer ihr gutgemeinte, aber vergebliche Predigt in Buchstaben begründeten, verurteilt wurde. Ein Jesus Christus, der auch von denen verfolgt wurde, die Weisheit philosophisch bedachten und predigten, aber weiter die Staatseinheit, das Heil in den mysteriösen Gottheiten suchten.

Und so sind auch die beiden Literaturformen, die ausgeschmückte Passion, wie die konkrete Prozessakten zu erklären, die aus den Märtyrerakten bekannt sind. Ebenso ist zu verstehen, dass Denker, die der jüdischen Gesetzlichkeit, wie den griechisch-römischen Gottheiten aus Vernunftgründen abgeschworen, den Eid für die Weisheit, den Logos als Christus abgegeben hatten, nicht ihren aufgeklärten Verstand abgeben, Auferstehung verleugnen, Rückfällig werden wollten. Diese sich auch durch staatlichen Zwang nicht wieder in dazu bringen ließen, dem Kaiser oder die mysteriösen Gottheiten zu opfern.

Wie aber wollen Sie Ihre Hypothese vom Handwerksburschen aufrechterhalten, der aufgrund von Visionen seiner Anhänger herrlich und später als Logos-Christus ausgegeben wurde, um eine sonderbare Sekte für philosophische Bildungsbürger schmackhaft zu machen?  Sind die Märtyrer dann für ein Hirngespinst in den Tod gegangen, das sie nach Ihrer Hypothese selbst in die Welt gesetzt hätten?

Auch wenn das bei ernsthafter Auseinandersetzung der verschiedenen frühchristlichen Denkweisen, Bewegungen, dann der christologischen Diskussion, die auch im Korinther geführt wird, nicht möglich ist. Weil hier eindeutig die Weisheit, das Wesen der Vernunft das Thema war. Bei oberflächlicher Geschichtsbetrachtung kann man mit Blick auf heutige Theologiedebatten (wie den heutigen Streit um das Abendmahl zwischen Katholiken und Protestanten), auch den Anfängen unterstellen wollen, über Glaubensgespinste „Kaisers Bart“ gestritten zu haben. Doch dass wegen selbst entworfener Konstrukte, mit denen eine Heilspredigersekte hellenisiert, apologetisch für Bildungsbürger schmackhaft gemacht wurde (wie Sie ähnlich argumentieren müssen), philosophische Denker der Zeit den Tod auf sich nahmen, ist höchst unwahrscheinlich.

Wenn die anfänglichen Denker aber wirklich von Weisheit, Vernunft, dem Öko-Logos-Christus ausgingen, was kein ernsthaft denkender Mensch abstreiten kann. Wieso lassen Sie Ihre Studenten und die gesamte Welt im Glauben, dass der Grund der Christusgeschichte ein junger Mann gewesen sei?

Als Klaus Berger vor wenigen Jahren in Heidelberg das Neue Testament lehrte, gab es kein Problem: Auch wenn das den scheinbaren Gottestod bei aufgeklärt denkenden Menschen nur bestätigte. Bei ihm sind Märtyrer noch für Christus in den Tod gegangen. Doch wer historisch-kritisch „A“ sagt, muss auch weiterfragen. Denn die Geschichte lässt sich nur in Vernunft erklären, der Weisheit, die auch nach Paulus, damit in der Kirche des Westens das Kreuz zu tragen hatte und nicht umgekehrt.

Es ist daher mehr als sträflich, künftige Lehrer, Pfarrer oder auch Forscher im Glauben zu lassen, dass ein junger Mann, dem damit nicht weiter relevante Logos-Weisheitskonstrukte als Christus nur apologetisch aufgesetzt wurden, der eigentlich Grund der Geschichte gewesen sei. Damit verhindern Sie das heute in Jesus gegebene Heil, statt entsprechend ihrer Aufgabe die wissenschaftliche Gabe zu nutzen. Was die Voraussetzung wäre, damit die in Ökologie begründete Weisheit oder Weltvernunft in aufgeklärter Weise zur gemeinsamen Kulturbestimmung und so mündig begeistert gelebt wird.

            3. Wie für die Weisheit eine Kirche, der Volkskult des Westens gebaut wurde

3.1. Wo sich dann im 3. Jahrhundert die frühkatholische Kirche weit über die Geburtsstätten der

Christologie Alexandriens oder Antiochiens, die neue nordafrikanische Christologie-Rechtszentrale Karthago oder die alte Kultmetropole Rom im Westen ausbreitete, auch ein Bischof wie Irenäus in Gallien maßgeblich am Bau von Kanon und Kirche mitwirkte.

Da lässt sich um so mehr verstehen, warum die Weisheit an der Wurzel westlicher Kirche das Kreuz des Kultur-/Volksverstandes ihrer Zeit zu tragen hatte. Wie es auch bei Paulus diskutiert wird. Mit den weisheitlichen Überfliegern aus Alexandrien, so wenig wie mit den abstrakt-philosophisch bleibenden Vernunftlehren in Athen wäre eine Kulturbestimmung bei den Franken und Germanen zu machen gewesen. So wundert auch nicht, wenn sich Irenäus, ähnlich wie im Korintherbrief im Namen Paulus geschildert, in umfassender Weise gegen rein intellektuelle christliche Weisheitslehren wendet. Wenn er Weisheits-Christologien, die das Kreuz der alten Kulturbilder nicht auf sich nahmen, als sich zu Unrecht auf Erkenntnis berufend verwirft.

Aber so wenig auch nur einem der kirchlichen Vordenkern, kann dem Justin fortsetzenden systematischen Logos-Theologen, der als intellektueller Kopf mit großer Schaffenskraft in Abgrenzung gegen verworrene Äonenlehren oder dualistische Modelle auf die die Einheit des einen Grundes aller Kreativität bestand und maßgeblich die Kirche prägte, Wissen/Erkenntnis und so die Vernunft abgesprochen werden. Noch weniger kann den Logos-Lehrern, die auf dessen menschliche Ausdrucksweise bestanden, eine Heilsprediger-Herrlichkeit oder Verherrlichung unterstellt werden. Das ist völlig ausgeschlossen. Wenn die vom Sohn sprachen, über dessen Definition oder Ausdrucksweise diskutierten, stand nicht nur Logos drauf, sondern war Naturlehre drin. Die nicht in Tradition, sondern in natürlicher Schöpfung gezeugte Wirklichkeit, Weisheit der „Logos-Christus“ hat zur christlichen Theologie geführt.

Wenn heute vermittelt wird…

… dass sämtliche kirchlichen Vordenker Philosophen waren, die von der Logos genannten Natur-/Vernunftlehre, damit Weisheit ausgingen, die in früher Ökologie begründet war.

….auch die Johannesverfasser nicht nur die eigene Jesusgeschichte, sondern auch die der Synoptiker im Öko-Logos jüdischer Philosophie begründen.

….Paulus beim christlichen Wesen über die Weisheit streitet.

….der biblische Jesus als Weisheit in Person (menschlicher Gestalt, Funktion, Identität) gilt.

Und gleichzeitig immer klarer wird, warum das „Wort vom Kreuz“, die volksgerechte, allgemeingültige, die Vorbilder erfüllende, zeitgerechte Ausdrucksweise, der für den Westen richtige Weg war. Weil die Vernunft/Weisheit nur in fleischgewordener Ausdrucksweise, am Kreuz der nur so erfüllten kulturellen Vorbilder zur Heilswirklichkeit werden konnte. In diesem Sinne auch der junge Mann ganz wesentlich, kein Scheinwesen war. Dann wird doch mehr als klar, um was es anfänglich ging. 

Denn einen Handwerksburschen an den Anfang zu stellten ist nicht nur gegen alles Wissen, sonder verhindert den kollektiven Verstand. Doch der junge Mann kommt für den weltgültigen Bund so wenig in Frage, wie für die durch frühphilosophische Moses-Propheten ein Meeresteiler notwendig ist. Der kann weder Grund jetzt universaler Bestimmung/Bundes gewesen sein. Noch kommt er in der Kirchengeschichte oder den Christus-Geschichten und der von Ihnen dort oder bei Paulus begründeten christlichen Theologie vor.

Ich kann zwar verstehen, wie schwer es einem Wissenschaftler, der auf die Hypothese vom Heilsprediger Jesus all seine bisherigen Lehren, seine Forschung, sein ganzes Lebenswerk, wie seine Glaubensvorstellungen gebaut hat fällt, Gewohntes in Frage zu stellen. Doch wenn Sie weiter einen Handwerksburschen an den Anfang, damit nicht nur die Jesusgeschichten, sondern die Kirchen- und Christusgeschichte weiter auf den Kopf stellen, so ist das nicht nur gegen alles gegebene Wissen. Wer durch aufgeklärte Theologie etwas erreichen will, sich nicht gegen alle Naturwissenschaft wendet und die Augen vor der historischen Frage verschließend wieder auf Buchstaben berufend will, der muss auch „B“ sagen.

3.2. Wo die alten Denkzentralen über das Datum des Osterfestes stritten, dabei Karthago an der

 jüdischen Tradition des Passah festhalten wollte und im Westen zur Unterscheidung am folgenden Sonntag Tod und Auferstehung gefeiert werden sollte.

Auch da wurde nicht über das Todesdatum ihres Wanderpredigers und seine Escheinung in Trauervisionen, Gemeindebildung und dessen apologetische Aufwertung für hellenistische Bildung gestritten, sondern das jüdische Heilswesen.

Wo eindeutig an das Judentum angeknüpft, gleichzeitig eine Unterscheidung hervorgehoben werden sollte und darüber theologisch gestritten wurde. Kann es da um die einem hingerichteten Heilsprediger aufgesetzte Christologie gegangen sein, wie es bei Ihrer Hypothese zu unterstellen wäre?

Warum fragen Sie nicht wie der alten Bund historisch auf neue Beine gestellt wurde und wo die nicht in einer Heilspredigerverherrlichung zu erklärende Unterscheidung liegt?

Denn die war nicht nur im Osterstreit, sondern den gesamten Jesusgeschichten, damit der Christusgeschichte oder der von Ihnen vorgestellten Theologie des Neuen Testamentes das Thema. Wo die Erfüllung des Alten Testamentes und ein weltgültig gewordener Exodus beschrieben wird. Aber der ist mit einem bibelschlauen Handwerksburschen, dessen Sektenverfolger heute dann ins Judentum heimgeholt wird, das sich allenfalls der Stoa bediente, nicht zu machen ist.

Ich bin Herrn Strohm für die klare Gliederung der frühen Geschichte und die vorgestellten Fakten dankbar. Denn auch wenn bisher klar war, dass die gesamte Jesus-Geschichte in schöpferischer Vernunft/Weisheit begründet ist. An jeder Stelle der Geschichte ergeben sich neue Beweise, wie die Weisheit und kein dazu gemachter Wanderprediger die historische Wirklichkeit Jesus Christus war. Und wie der Weg verlief, auf dem die Weisheit/das Wort für den neuen universalen Bund/Verstand im Volkskult des Westens das Kreuz ihrer Vorbilder zu tragen hatte.

3.3. Wo nicht allein die gesamten vom Logos als Sohn ausgehenden kirchlichen Vordenker, dann der bisher selbst für die kosmische Ordnung in Kultur stehende Konstantin

und seine Familie oder seine Berater (Bischöfe), die über das Wesen und den Weg der so begründeten Weisheit ganz unterschiedlicher Ansicht waren. Da sind all dies sichere Zeugen, dass kein Wanderprediger der fleischgewordene Logos war, so hingestellt wurde. Wie vielmehr die in Schöpfung gezeugte, so auf ihren Sinn/Grund verweisende Vernunft/Weisheit das christliches Wesen war.

(Neben Konstantin traten bereits vor Jahren auch Seneca oder Kaiser Julian, der als philosophischer Christenkaiser wahrscheinlich wegen der unheiligen Diskussion um das Wesen des Öko-Logos-Christus auf seine beiden letzten Jahre die alten Gottheiten wieder einführen wollte, unter www.jesus-lebt-wirklich.de als Zeugen für den Logos-Christus auf).

3.4. Wo dann bei einem bisher für die kosmische Sonnenordnung stehenden,

 sich dafür begeisternden, diese verehrende Kaiser wie Konstantin für den Logos-Christus eine Geburtstagsfeier, das Weihnachtsfest ins Leben gerufen wurde. Die dann später auch die germanische Naturvergottung, Tannenbaumkult & Co. aufnahm.

Da war dies der Weg, auf dem die Vernunft/Weisheit zur Geschichte wurde. Je mehr man sich mit der geschichtlichen Realität auseinandersetzt, desto klarer wird das Bild, ist auch die Notwendigkeit der menschlichen Ausdrucksweise im Sinne der Vorbilder, die Weiterführung der alten Kultvorstellungen im neuen Sinne zu erkennen: Damit das Kreuz, durch das die Weisheit ihre Heilsfunktion in westlicher Welt erfüllte und so weiterzuführen ist.

3.5. Wo frühchristliche Denker den Sinn ihres Seins, den Grund alle Kreativität in Vernunft

bedachten, daraus Weisheitslehren entwarfen, dafür ein neuer Kult, der Kanon und die Kirche entstand, war der Logos-Christus eine ebenso reale Größe, wie die sich heute in Ökologie begründete Weisheit, Weltvernunft.

Im Wort vom Kreuz nicht nur die historische Heilswirklichkeit Jesus zu bedenken, sondern diese in aufgeklärter Weise weiterzuführen, ist mehr als not-wendige Aufhabe heutiger Hochschulwissenschaft.

3.6. Wo in Reaktion auf die „zentrifugalen Kräfte“, die sich verflüchtigenden, geheimnisvoll und

frühwissenschaftlich-weisheitlich abstrakt bleibenden christlichen Erkenntnislehren Kanonbildung und Kirchenstrukturen als Voraussetzung für einen neuen Volkskult erklärt werden.

Da ist auch das Kreuz zu erkennen, durch das die Weisheit/schöpferische Vernunft über alle Wirren die westliche Welt bis zur Aufklärung in Verant-wort-ung nahm und heute so in aufgeklärter Weise wieder für die Weltvernunft begeistern könnte.

                                                        5. WvK: Das „Wort vom Kreuz“ in Korinth

Ich musste erst überlegen, was Ihre Abkürzung „WvK“ bedeutet. Doch dann ist mir nicht nur klar geworden, wie es dabei nicht um das Geschwafel eines nicht mehr ernst zu nehmenden, durch Halluzinationen gewandelten Sektenverfolgers ging, der dann mit 100 bei seinem ersten Besuch in Korinth zur Gottheit eines hingerichteten Gurus Überredeten (Bildungsbürgern antiker Hochzivilisation) im Sinne verschiedener Wege der Weisheit stritt. Wie Sie es bei Ihrem jungen Mann letztlich voraussetzen müssen, aber dies dann durch Ihre Ausführungen über die Theologie der Texte selbst wiederlegen. Denn die zeigt, wie hier vielmehr eine historische Realität auf dem Heilsweg beschrieben wird. Bei dem der Logos-Christus (das in früher Ökologie begründete Wort und kein häretischer Handwerksbursche) das Kreuz der Vorbilder trug, in menschlicher Ausdrucksweise, Person (Rolle/Aufgabe/Identität), die damit kein Scheinwesen, sondern kreative Wirklichkeit war, fleischwerden musste. Weil die Weisheit/Weltvernunft/das Wort nur so in westlicher Welt Kulturbestimmung wurde und so heute auf mündige Weise wieder werden könnte.

Auch wenn ich mich lieber an die geschichtlichen Fakten halte, als an oft im Wandel der Zeit beliebige Auslegung biblischer Texte. Doch so wie Sie die hochtheologische Diskussion um das Wesen der Vernunft/Weisheit, den Weg des Wortes vom Kreuz beschreiben, lässt sich das auch in der Kulturgeschichte beobachten. Nur dass es dort nicht nur um einige in Korinth durch einen schlechten Rhetoriker zur Gottheit eines hingerichteten Gurus Überredete ging. Wie auch keinem Handwerksburschen durch einen Sektenverfolger ein Heiligenschein als Christus verpasst wurde, sondern hinter dem römisch-katholischen „Paulus“ ein gewaltiger Wandel im Pharisäertum  steht. Bei dem nicht mehr der Mythenkönig „Saul“, damit das nationale Traditions-Gesetz für Beschnittene das Sagen hatte, sondern das in natürlichen Werden, der Naturlehre (Logos) wahrgenommene Wort, universale Weisheit.  

Ob daher die Paulusliteratur ihren Ursprung dort hat, wo sie erstmals herausgegeben wurde, weil die Markioniten das Alte Testament ablehnten. Oder ob die Texte dort entstanden, wo der jüdische Weg im aufgeklärt allegorischen Verstand der Thora war, was dann von der Kirche weitergeführt, so möglicherweise die alte Literatur in Briefform der Mission überarbeitet wurde. Das ist Nebensache. Der Paulus, auf den sich die Kirche, der römisch-katholischen Simon-Petrus (nicht der Magnus: wie anderer römische frühchristliche Bewegungen zusammengefasst werden, in denen Hermann Detering den Ursprung nachweist) zu Recht beruft, lag in der jetzt universal begründeten, damit auch für Griechen gültigen prophetischen Bestimmung, des historisch nachvollziehbaren Wandels vom Saulus zum Paulus. Und auch wenn ursprüngliche, egal wo entstandene Paulustexte von Seiten der römisch-katholischen Kirche überarbeitet wurden, so war das keine Fälschung, sondern wurde das WvK beschrieben.

Wie aber können Sie diese Texte als hochtheologische Erkenntnisvorgänge erklären, die auf die schöpferische Dynamis, damit die reale, von einem Grund allen Seins ausgehende Weisheit verweisen, aus der sich die menschliche Weisheit, damit auch die von Petrus, Apollo und Paulus selbst verkündete ableitet. Und wie können Sie in Petrus, den Sie an anderer Stelle auch mit der frühen römisch-katholischen Kirche identifizierten, dann plötzlich zu einem Apostel machen, dem sich einige der 100 von einem Wendepharisäer bei seinem ersten Besucht überredete Korinther angeschlossen hatten. Die und nun von diesem ermahnt wurden, die Apostel, bei denen sich auch Paulus selbst als Müllbeutel sah, nicht über die ewige und immer wieder  neu wahrzunehmende Weisheit selbst zu stellen? Wie aber die aus dem Kulturwandel hervorgegangen Jünger der Weisheit, die in Apollo angesprochenen Vertreter des Logos-Christus von Alexandrien, wie dann die katholische Kirche in ihrer dem Westen gerechten Umsetzung, ist bekannt.

Wenn daher im Paulusbrief eine Kulturdiskussion beschrieben wird, die weit über Korinth hinausgehend, sich auch dort beobachten lässt, wo Herr Strom die „zentrifugalen Kräfte“ in vielfältigen urchristlichen Bewegungen, auch abgehobenen Weisheits/Erkenntnislehren schildert. Wie können Sie Ihre Studenten im Glauben lassen, hier wäre es um das Hirngespinst gegangen, das einem wegen Häresie hingerichteten Handwerksburschen von seinem Sektenverfolger aufgesetzt wurde? Und dann hätte dieser rhetorisch unbegabte Marathonmann mit einigen bei seiner ersten Reise überredeten  Korinthern über sein Geisteskonstrukt gestritten, seinen Christus als Weisheit diskutiert, die auf verschiedene Weise unterwegs war.

Wie bereits in den vorhergehenden Texten klar gemacht, gehe ich gerade dann, wenn kein vom Geistesblitz getroffener Sektenverfolger war, von einem „echten“ Paulusbrief aus. Wie der in Synthese der Kulturen, in Tarsus (an der Schnittstelle der Kulturen, in Mitten der Stoa) geborene, in der Apostelgeschichte beschriebenen Kulturwandel im Judentum, vom Saulus zum Paulus und die davon ausgehende Mission der frühen Kirche beschrieben ist. Damit war auch das in Vernunft/Weisheit begründetes Verständnis der Vätergottheiten, des Vaters und die davon ausgehende Diskussion mit anderen frühchristlichen Denkweisen keine freie Erfindung.

Doch wenn Sie auf einen Sektenverfolger bestehen, der dann Ihren jungen Guru vergötterte oder sein eigenes Hirngespinst als neuen Glauben in die Welt setzte und so von einer frei erfundenen göttlichen Weisheit gefaselt hätte. Was so weder mit der Weisheit zusammengedacht wird, auf die das Eingangsportal der Uni verweist, noch dem, was die heute in Ökologie begründete Weisheit ausmacht. Deren Einhaltung mehr als notwendig wäre, sich nicht in menschlicher Rhetorik machen lässt. Wieso bezeichnen Sie dann Ihre Vorlesung, auch wenn die in hervorragender Weise eine Diskussion über die Weisheit schildern, wie sie auch heute zu führen wäre, als Theologie? Mit welcher Berechtigung ist die Glaubensvision, die ein Sektenverfolger hatte und dafür die Thora, wie die Stoa plünderte, Stoff für die Lehre an heutigen Hochschulen?

Ersparen Sie mir, mit meiner Unzulänglichkeit auf ihre hervorragende und sicherlich zutreffende Auslegung des Korintherbriefes einzugehen. Die Sie so wenig wie Ihre anderen Vorlesungen ändern müssen. Einzig die Voraussetzung des jungen Mannes, den Ihre Studenten dann im Kopf haben, ist allein aufgrund Ihrer Paulus-Vorlesung nicht mehr haltbar. Denn wenn hier die Proklamation eines souveränen Gottes beschrieben wird, die  menschliche Theologie immer wieder in Frage stellt und dies strukturiert empirisch abgestützt wird. Wenn das „Wort vom Kreuz“ über die abgehobenen Weisheitstheologie Alexandriens gestellt wird, die mit Apollo verbunden ist, ebenso wie über das Gesetzestreue Judentum oder die Weisheitslehre der Griechen. Wenn daher die alten Autoritäten ebenso in Frage gestellt werden, wie die intellektuelle Weisheitslehren, die im Volk bedeutungslos bleiben, gleichzeitig auf den einen, ewigen Grund/Sinn allen Seins, aller Weisheit verwiesen wird. Wenn die Weisheit nicht ihr Grund selbst ist, so wenig wie die Buchstaben, die die Schriftgelehrten predigen nur auf den zu verstehenden Sprecher/Grund verweisen.

Wo daher die Dynamis der Juden und die Weisheit der Griechen entwunden wurde, um den intellektuellen christologisch-weisheitlichen Überfliegern das Wort vom Kreuz begründet entgegenzustellen. Wo in Inspiration der antiken Allegores, wie Synekdoche, damit dem bewussten Spiel mit Begriffen die rhetorische Figur, das „Schäma“ bedacht wurde. Bei dem der Hörer den doppelten Boden der Bedeutung des Textes selbst herstellen muss. Da hat der Verfasser des Textes nichts mit einem Sektenpolizisten zu tun, der die Menschen rund um das Mittelmeer zur Gottheit eines jungen Guru überredete. Da hat auch kein Wendepharisäer einen Wanderprediger als die in Schöpfung/Gott begründete Weisheit hingestellt oder  vom gestorbenen, gekreuzigten und Auferstandenen historischen Jesus gesprochen, sich den berufen. Dann aber völlig unabhängig davon über die von Schöpfung ausgehende Weisheit nachgedacht, ihre volksgerechte Vermittlung beschrieben. Wie es nach Ihre Hypothese die einzige Antwort sein kann.

Und wo dann auch die Verherrlichung der Natur ebenso in Frage gestellt wurde, wie der griechischen Kunst der Rhetorik, der Überredung das „Wort vom Kreuz“, die kultur-/volksgerecht Vermittlung entgegengestellt wurde. Wo der dem Wandel der Zeit unterliegende Verstand schöpferischer Bestimmung und ihre jeweils kulturgerechte Vermittlung über den menschlichen Verstand gestellt wurde…

Da ist es beim WvK nicht um die von Ihnen entsprechend Ihrer Hypothese genannten 100 in Korinth von einem geheimnisvoll gewandelten Sektenverfolger zum Glauben an die Gottheit eines hingerichteten Guru gegangen, die sich jetzt auf verschiedene Weisheits-Lehrer beriefen.

In diesem Sinn bitte ich Sie mit dem historischen Jesus auch die Gestalt des Paulus in aufgeklärter Weise zu bedenken. Wie hier ein Kulturwandel, ein im Rahmen des neuen prophetischen, sich im Öko-Logos-Christus begründender Bund/Verstand, damit der historisch bekannte Geisteswandel bei Pharisäern war. Der dann an die alten und fremden Kult-Vorstellungen anknüpfen, sich in zeitgemäßer Weise im Volk „im Wort vom Kreuz“ verständlich machen musste. Was damit auch wesentlich für die heutige Zeit wäre.

                    5. Der heute lebendige Sohn offenbart den höchst lebendigen Vater

Einzig Christus offenbarte für Christen den Grund/Sinn allen Seins JHWH sowie die Gottheiten der Väter. Der Sohn verwies auf den Vater, wie die Strahlen der Sonne von dieser ausgingen. Da jedoch der historische Jesus kein Heilsprediger war, dem nur Titel verliehen wurde, sondern die Sohnschaft eine Tatsache war. Weil der Sohn die im Logos (antiker Naturlehre) wahrgenommene, kulturgerecht ausgedrückte kreative Wirklichkeit (Wort) und davon ausgehende menschliche Bestimmung war. Daher stellt sich zwangsläufig auch die Frage nach Gott oder dem, was im Sinn der kulturellen Wurzel (nicht deren Verneinung) als höchste Wesentlichkeit im Kult gerade in Bezug auf die Vorbilder, die menschliche Psyche, Funktion des Kopfes, auch auf personale Weise gemeinsam zu verehren ist, in völlig neuer Weise. 

Wie Paulus argumentierte, sich heute zeigt, führt allein die Einsicht, was nicht nur menschlich Weise, sondern lebensnotwendige Voraussetzung für die Zukunft unserer Enkel wäre, weder durch noch mehr menschliche Gesetze, Rhetorik oder nun auch kirchlicher Predigt zu einem Verhalten in Gemeinsinn und schöpferischer Gerechtigkeit, Gestaltung von Zukunft statt Zerstörung. Ohne den aufgeklärt zu erkennenden, die Erde und ihr Ökosystem überdauernden natürlichen Sinn/Grund des Ganzen in Bezug die von den Vätern verehrte höchste Herrlichkeit, Wesentlichkeit wahrzunehmen und sich dafür kulturgerecht zu begeistern, bleibt die menschliche Weisheit meist nur Schall und Rauch.

Doch wer die in der Predigt geforderte rechte Lebensweise, wie der Kirchgeschichtskenner Benedikt XVI. das Recht, Franziskus als „Mann des Wortes“ seine Umweltenzyklika oder Reden, in gegenwärtiger Ökologie, wissenschaftlicher Weisheit begründet. Der muss hier auch nach dem Grund des Glaubens fragen, der den Alten wesentlich war, christliche Religion in neuer Weise begründen.

Auch wenn es Sinn machte, die schöpferische Vernünftigkeit, damit was für die Gesundheit, die Ernährung, die naturgerechte, nachhaltige Lebensweise, wie das soziale Miteinander in menschlicher Gemeinschaft als sinnvoll erkannt war, dem Volk im Namen von Gottheiten zu vermitteln. Was die Voraussetzung war, um im Volk auf der Stufe der Zeit eine schöpferisch gerechte Lebensweise zu bewirken. Weder am prophetischen, noch christlichen Anfang wurde nur einem Demiurgen, wie er heute vergeblich bewiesen werden soll und nicht nur bezweifelt, sondern abgeschrieben ist, menschliche Weisheit in den Mund gelegt. Die Bestimmung der schöpferischen Vernunft war in einer natürlichen Wirklichkeit begründet, die auf ihren Grund/Sinn verwies, wie der Sohn auf den Vater, die Strahlen, das Wachstum und Licht auf die Herrlichkeit der Sonne.

Der Designer/Demiurg (Handwerker im Himmel), der als Erklärungsgrund des Werdens, damit Vermittlung von gemeinsamer Sinnhebung seine Zeit hatte, die abgelaufen ist, kann den Menschen von Morgen keine Bestimmung mehr geben. Die alten Gottesbilder oder leere Reden von Gott werden nicht für ein ökologisch gerechtes Verhalten begeistern. Und mit spiritueller Versenkung und modernen Gotteshelmen lassen sich möglichweise Emotionen, Gefühle erzeugen, nicht aber eine gemeinsame Sinngebung, Bestimmung und eine „Kultur der Nachhaltigkeit“.

Allein die in Seelsorge (wir würden heute von Psychologie sprechen oder Neurologen erklären lassen) bewusst gebrachte persönliche Ansprache, die biblischen Gottesnamen und menschlichen Attribute aufzulisten, in denen der Sinn/Grund allen Seins umschrieben wurde, hilft nicht weiter. Doch wer nicht nur in den Kultlesetexten blättert, sondern wie Sie die antiken Kulturdebatten, dann die von Tertullian & Co. dargelegten Begründungen kennt. Der weiß, dass es anfänglich nicht um einen Handwerker im Himmel, eine Art menschliches Wesen ging, das nur ein Stock weiter ober sich als Designer alles ausdenkt. Wie vielmehr eine höchste Wesentlichkeit, ein in Vernunft wahrgenommener Sinn/Grund dann im jüdischen Sinne, aber in der westlicher Volkskultur gerechten Weise verehrt wurde.

Wir brauchen nicht über einen philosophischen Gottes-Begriff zu streiten. Wir wissen, dass allein die philosophische Rede, die nicht an die kulturbedeutenden Bilder anknüpfen kann, in deren Sinne verehrt wird, vergeblich ist und so auch die biblischen Namen, Beschreibungen, menschlichen Attribute, die auf alte Mythen zurückgriffen, zu verstehen sind.

Doch auch wenn es nicht zuträfe, dass hinter allen in den großen Weltreligionen in verschiedenen Namen und Modellen verehren Wesentlichkeiten eine kosmische, kreative Wirklichkeit stand. Der Grund der Religionen darin besteht, die Menschen mit dem Grund/Sinn ihres Seins zu versöhnen, sie sie von ganzem Herzen für einer schöpferisch-vernünftigen (heute sagen wir ökologisch gerechte, im evolutionären Sinn Zukunft gestaltende) Lebensweise zu begeistern. Selbst wenn sich Barbar Drossel, die in Gnosis den historischen Grund des Christuskultes und seiner Mission beschreibt „da waren Menschen, die den Grund ihres Seins erkannten (d.h. dann im Wissen der Zeit erkannten) und von nichts anderem mehr reden wollten“ geirrt hätte. Wenn nicht der Öko-Logos, damit in Vernunftmodellen beschrieben natürliche Wirklichkeit/Tatsache als Sohn, sondern ein so titulierter Wanderprediger auf den Vater verwies. Und sicherlich hat es in der Geschichte viele Götzenopfer- und Anbetung, Verehrung menschlicher Gottheiten, spiritueller Gebilde, viel Aberglaube oder auch pantheistische Naturvergottung gegeben. Was ja alles letztlich Thema des Alten, wie des Neuen Testamentes ist, einen ständigen Wandel, Erneuerung erforderlich machte.

Es zeigt sich nicht nur als sinnvoll, sondern als Voraussetzung für unsere gemeinsame Zukunft, dass aufgeklärte Menschen nicht nur nach Weltfriede, -vernunft, -verbundenheit, ökologischer Weisheit, rufen, sondern sich für den sich so offenbaren Sinn und Grund ihres Seins in mündiger Weise begeistern um sich in dessen Vernunft/Logos zu verhalten.

Wenn daher heute die wissenschaftlich begründete Weltvernunft wesentlich und die in Ökologie begründete Lebensweise auch Thema kirchlicher Predigt ist. Dann war es die Aufgabe antiker und wäre es Aufgabe heutiger Theologie, das wir das mit dem von den Vätern verehrten Grund, den alten Wesentlichkeiten zusammenbringen. Wie nicht allein in Alexandrien zu beobachtenden Christologen, Vordenker der der Kirche, im allegorischen Verstand, dem aufgeklärten Aufdecken, wiederentdecken des Alten Brücken zu bauen. Die Diskussion über das, was nicht nur beim Ruf nach Weltvernunft, einer Ökologie des Menschen als ein sich nicht auf den Genweitergabe beschränkter natürlicher Sinn vorausgesetzt wird, sondern in welcher Weise das, was für die Zukunft unserer Kultur, Enkelkinder wesentlich war und sein wird, im Sinne der Väter der verschiedenen Kulturen auf zeitgemäße Weise zu verehren ist, bleibt theologische Aufgabe.

Auch in der Antike lässt sich ein umfassendes religionswissenschaftliches Denken erkennen, bei dem dann nicht weiter geheimnisvoll-mysteriösen Gottheiten der Griechen geopfert wurde, die Rom groß gemacht hatten. Und wo auch der Vorgesetzte Demiurg (Baumeister) der Juden in allegorisch Weise auf den im Öko-Logos offenbaren Sinn/Grund bezogen oder wie im Markionismus verworfen wurde.

Erst eine Kultur, die nicht leeren Gottheiten opfert, dann in Ersatzgottheiten Konsum und Kapital, wie das Selbst als Ideal vergöttert, kann auf Dauer funktionieren. Was sprich dagegen, dass der offensichtliche Sinn/Grund allen Seins (JHWH) auf mündige Weise, mit allen Instrumenten der Kultur gefeiert, sich einverleibt und in diesem Sinne dann dafür begeistert gelebt wird?

Nur so scheint die heute vielfach gepredigte Weltvernunft/Weisheit, die nicht von einem biblischen Demiurgen ausgeht, sondern den über allem stehenden offensichtlichen Sinn/Grund allen Seins voraussetzt, gelebt zu werden. Und zwar auf eine vom natürlichen Lebensfluss, der Schönheit der Schöpfung, der Freude am Leben begeisterte Weise, die dann in intrinsischer Motivation, statt durch Lust-Verlust zu einer ökologisch/schöpferisch gerechten Lebensweise führt.

Solang Christus noch die kulturbestimmende Größe war, war das Heil „Jesus“ gegeben. Doch mit der Aufklärung ist ein neues Verständnis notwendig geworden, das immer noch auf seine Umsetzung wartet.

Dem Buch nach Christus zu bestehen, ohne dann jedoch bei einem als historisch vorausgesetzten Heilsprediger erklären zu können, worum es dabei ging, macht den christlichen Glauben völlig absurd, bestätigt den scheinbaren Gottestod. Dies lässt letztlich alle Religionen als gestrig erscheinen. Erst die kritische Forschung hat auch in der Antike zu einem allegorisch-bildhaften Verständnis geführt, bei dem kein alter Mann mit Namen Moses, sondern die frühe Philosophie gesehen wurde. Die eine dann in Zeitenwende universal bedachte Bestimmung, so einen neuen universalen Bund/Verstand im Logos-„Christus“ hervorbrachte, der in schöpferischer Wirklichkeit (Wort) begründete Weisheit lebendig machte. Was das historisch gegeben Heil „Jesus“ war, das im Westen in der bekannten Weise auf dem Weg der katholischen Kirche zur Welt gebracht, dem Buch mit antiken Schriften nach bis zur Aufklärung als Gotteswort bestimmende war. Doch um genau diesen Heilsprozess fortzuführen, muss sich die theologische Lehre von der liebgewordenen Vorstellungen eines besonders bibelschlauen jungen Charismatikers lösen. Das Wissen dazu ist gegeben.

 6. Theologische Wissenschaft hat die Voraussetzungen für die Ankunft des Herrn zu schaffen

Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen, mit der Heilspredigersekte, deren Guru für Bildungsbürger zum maßgebenden Logos, universaler Bestimmung/Wort ausgegeben wurde, lässt sich ein wahres Judentum nicht begründen. Als was sich anfänglich die römisch-katholischen Christen sahen. So wenig, wie in der Herrlichkeit eines jungen Mannes (einem Hirngespinst) die Geschichte der Zeitenwende zu begründen ist. Die theologische Wissenschaft hat die Aufgabe, das der Antike in Jesus gegeben Heil nicht allein im christlichen Sinne weiterzuführen.

Es lässt sich verstehen, dass ein römischer Hauptmann den fleischgewordenen Logos-Christus (das Wort am Kreuz) als wahren König der Juden sah. Aber kein wahrer Jude hätte einen Heilsprediger oder ein diesem für hellenische Bildungsbürger aufgesetztes Konstrukt als Wort, Weisheit, damit als jüdischen König bezeichnet oder dies einem römischen Zenturio in den Mund gelegt.

Und auch römische Bildungsbürger der Zeit, die auf monistische Weise ihre Gottheiten überdachten, in Zeus oder dann Serapis einen einzigen höchsten Grund allen Seins definierte. Die hätte im größten Suff keinen wegen Häresie hingerichteten Heilsprediger als König des jüdischen Kultes gesehen. Eines Kultes, der bereits lange vor Zeus & Co. seine Bestimmung/Wort aus einem unsagbaren schöpferischen Sinn (JHWH) als undefinierbare, unvorstellbare höchste Wesentlichkeit ableitete. Einer höchsten Wesentlichkeit allen Seins, die sich nun in Vernunft, dem Öko-Logos auf universale Weise offenbarte.

Es ist ein Wahnsinn zu wissen, wie in dieser Zeit, ob in den Schulen Platons oder auf sonstige Weise weit über die römische Welt hinaus in umfassender Weise über neue Kultmodelle nach“gedacht“ wurde. Die egal unter welchen Kultbegriffen und Lehrautoritäten alle auf „eine“ höchste schöpferische Wesentlichkeit hinausliefen. Was ja auch die Auseinandersetzung mit dualistischen Modellen zeigt, die auf theologische Weise geführt wurden. Was alles nichts mit einem jungen Mann zu tun hatte, der fleischgewesenen Logos gewesen sein soll, diese These als unhaltbar belegt.

So wie auch Mani und Montanus im Gegensatz zu dem auch für sie geltenden Christus nicht selbst der Grund der neuen Glaubensmodelle waren. Sich vielmehr Manichäer in ihrer Weltreligion, die fast alle Kultformen der Zeit weiterführend aufnahm, diesen gerecht wurde, auf Christus beriefen. So zeigt es sich absurd, den Grund des Christuskultes in einem Guru sehen zu wollen, der von seinen Groupies oder egal wem und wie als Herrlichkeit gesehen und dann auch noch als Öko-Logos hingestellt und in diesem Wesen diskutiert wurde.

Wo nicht nur die bei der Entstehung der christlichen Kirche diskutierten (hier bereits erwähnten) neuen Religionsformen entstanden. Die mehr oder wenig auch die Brücke zwischen Judentum und paganen Kulten bauten. Sondern beispielsweise auch Hypsistarier, die Judentum und orientalische Religionen vereinten, von einem Theos Hypsistos, damit einer in Vernunft bedachten höchsten Wesentlichkeit/Gottheit ausgingen. Wobei die Inschriften zeigen, dass es bei dieser möglicherweise nicht nur christenähnlichen Bewegung, bei der auch Heiden die Synagoge nutzten oder den Sabbat ehrten, keinen einheitlichen Kult für einen bestimmten Gott gab. Wie Zeus oder JHWH weiter gültig blieben. Und wie sich auch Christen auf den Theos Hypsistos beriefen. Damit einen Grund/Sinn allen Seins wie JHWH oder einen Pantokrator wie Zeus verehrten.

Allein wo daher der Pantokrator mit Recht vom Titelbild einer Reihe moderner Werke blickt, in denen Ihre Kollegen die verschiedenen Texte des Neuen Testamentes auslegen, ist eigentlich alles gesagt. Denn wo die alten Gottheiten in Frage gestellt wurden, dann auf Grundlage antiker Ökologie in Zeus, Serapis oder dem Theos Hypsistos auch der bildlose JHWH, der sich nur in seiner schöpferischen Bestimmung/Wort ausdrückte, auf neue Beine gestellt wurde. Da erweist sich die heutige Hypothese endgültig als Kurzschluss.  

Wo der gemeinsame Sinn nicht zu sehen war, niemand von Welt-vernunft, einer Ökologie des Menschen sprach, sondern noch vor wenigen Jahrzehnten aus der Schöpfungsordnung von der Mehrheit „Deutscher Christen“ die arische Rasse als Welt-Heil eines „Dritten Reiches“ gesehen wurde. Da entsprachen die alten Gottesvorstellungen der Zeit. Da war weder an eine universale schöpferische Wirklichkeit (Wort) zu denken, noch an eine universale Weisheit, Weltvernunft. Die nach heutiger Auslegung der Texte mit dem zusammenzudenken ist, was für die anfänglichen Denker das christliche Wesen ausmacht. Was als Sohn auf den Vater verwies, von diesem ausging und auf dem römisch-katholischen Weg (WvK) zur Kultur der westlichen Welt wurde.

Eine neue Kult(ur)bestimmung, die nicht nur Weltvernunft predigt, vergeblich nach Werkgerechtigkeit ruft, weil sie alte Gottesbilder und dann in Konsum oder Kapitalegoismus nur eigene Kurzsicht vergöttert, fällt auch heute nicht vom Himmel. Dies lässt sich nur in einem neuen Verständnis des historischen Jesus und damit einhergehenden aufgeklärten Glaubens- und Gottesverständnis herstellen, wie es theologische Aufgabe wäre.

In diesem Sinne bitte ich Sie erneut, den historischen Jesus keinen guten, aber völlig bedeutungslos gewordenen jungen Mann sein zu lassen, sondern den Weg der historischen Kritik weiterführend auf wissenschaftliche Weise nach dem historischen „Jesus Christus“ zu fragen.

In weiterer guter Hoffnung auf Advent und großer Hochachtung Ihrer Aufgabe

Gerhard Mentzel 

.