1.      Kulturentwicklung geschieht in schöpferischer Vernunft

Wenn ein Gewitter am Himmel aufzieht, so nimmt kaum jemand noch an, der liebe Gott hätte aus Zorn den Hammer herausgeholt. Wir gehen von metrologischen Gegebenheiten und entsprechenden logischen Begleiterscheinungen aus. Und so, wie die mit   Blitz und Donner verbundene luftelektronische Entladung Entstehungsbedingungen, wie z.B. die Temperaturabnahme in zunehmender Höhe notwendig macht, wird die gesamte Welt erklärt. Dazu gehört auch, dass kulturelle Entwicklungen, Erkenntnisgewinn und Paradigmenwechsel oder allgemein Kreativität aufgrund aller  Erfahrung nach natürlichen Prinzipien abläuft,  ein bestimmtes Geschehen voraussetzt.

Doch so wenig das Gewitter auf ein übernatürlich-zorniges Eingreifen zurückzuführen ist, kann der Kulturwandel der Zeitenwende, allein schon die Explosion an weit über das Neue Testament hinausgehenden Texten, die ihre neue Erkenntnis, ihren damals als atheistisch verteilten neujüdischen Kult auf Jesus beziehen (deren Sprengkraft und Ausdehnung), weiter auf das Geschehen zurückgeführt werden, das heute als historische Jesusgeschichte gilt.

Der nachweisliche Wechsel im Paradigma (der Lehrmeinung, Grundannahme, wissenschaftlichen Denkweise bzw. des Weltbildes und damit dem Kult) kann unmöglich weiter in einem wundertätigen Wanderheiler oder dessen Gottheit bzw. einem Mythos begründet werden. Der Wandel der Weltanschauung, wie er geschichtlich war,  muss in anderer Weise begründet werden als dem, was heute im Hinblick auf Jesus als historisch gilt.

Es geht hier weniger darum nachzuweisen, dass Wunder oder Auferstehung eines jungen Charismatikers nicht sein konnten. Oder dass ein Heilsprediger, der nur unerfüllte Hoffnungen hinterlassen hat, nicht war. Umgekehrt: Auch ein noch so wundertätiger göttlicher Zweibeiner, der im Geist seiner Anhänger oder gar leiblich wiedererweckt worden wäre, hat nichts mit dem zu tun, wie heute Kultur in Entwicklung erklärt wird.

Vielmehr liefert auch das Wissen um kreative Prozesse in kultureller Evolution den eindeutigen Beweis: Im damals definierten Logos/der Vernunfterklärung allen Werdens wurde das wiederverstanden, was den bildlosen Juden seit der prophetischen Kulturreform Josuas (griechisch Jesus) als Wort (hebr. Vernunft) galt.

Und auch die kulturelle Kreativität, die hinter der klaren Ausdrucksweise des ewigen Wortes in der bekannten Gestalt des nun friedfertigen Josuas nach griechisch-jüdischem Neuverständnis stand, der im Laufe der Jahrhundert gar ein Bart wuchs, ist nur in kreativer Kulturentwicklung zu erklären. Auch damit wird belegt: Es war kein mehr oder weniger göttlicher Wanderphilosoph, der als Wort galt. Doch die menschliche Gestalt, die das Wort nach den Prinzipien des kollektiven Kulturgedächtnisses annehmen musste, war kein antiker Marketing-Trick.  Es ist nach dem, was wir heute über Kreativitätsprozesse in Kultur wissen, nicht nur die einzige Erklärung für den anstehenden kulturellen Wandel und damit kulturelle Wirklichkeit (kein kulturelles Scheinwesen). Es war  gelebte Kreativität: In Glaubenssprache „göttlich“. 

Wer bedenkt, wie sich evolutionäre Erkenntnis, Kulturentwicklung im kollektiven Gedächtnis oder Kreativität vollzieht, der kann nicht weiter davon ausgehen, dass ein für Gott gehaltener wundertätiger Wanderguru oder dessen geheimnisvolle Wiedererweckung das bewirkt hätten, was sich in der Realgeschichte nachblättern lässt. Die heute z.B. von Jan Assmann beschriebene Entwicklung von Religionen als kulturelles Gedächtnis, wie sie letztlich in jedem guten Geschichtsmagazin nachzuvollziehen ist, zwingt auch beim christlichen Zeitenwechsel nach einem Neu-/Wiederverständnis des Alten in antiker Aufklärung, ewigen Memotechnik der Kultur zu fragen.

Allein die Auferstehung, die als Voraussetzung des damals für atheistisch gehaltenen Kultes gilt (der weder weiter den Göttern und ihre menschlichen Vertretern dienen wollte, noch dem taub gewordenen jüdischen Tempelritus und seiner Traditionslehre und Gesetzlichkeit, sondern dem lebendigen Wort: Jesus), lässt sich nur so verstehen, wie heute Kulturentwicklung erklärt wird. Es ging beim biblisch-geschichtlichen Jesus nicht um einen Reformprediger, dem der Prozess gemacht wurde. Im realen Geschichtsprozess ging es nachweislich um den Neuverstand des durch die Reform Josua bereits gegebenen Wortes. In allegorischer Deutung bisheriger Vorstellungen, Glaubensbilder, die in ihrer eigentlichen Bedeutung neu erfasst wurden, war die Vernunfterklärung der antik aufgeklärten Welt als schöpferisches Wort auf-v-erstanden worden.

So wie die Griechen die Vernunft der Götterwelt in neuer Weise verstanden, in ihnen die bereits durch Homers Sagenwelt zum Ausdruck gebrachte schöpferische Ordnung nach nun neuer Vernunfterklärung wieder aufleben ließen, muss dies auch im jüdisch-bildlosen Verständnis bedacht werden. Und erst in der damit möglichen Synthese der beiden Kulturen bzw. Weltdeutungen, die in tauber Tradition vormals unversöhnlich waren, lässt sich der Fortschritt erklären, der Geschichte die real - im Sohn - geschehen  ist.

„Von Trojas Helden bis zur Logik – fast alle Leitmotive der westlichen Kultur stammen aus dem antiken Griechenland. Im Rückblick zeigt sich: Hellas ist lebendig geblieben, weil es unentwegt neu erfunden wurde“ so überschreibt Johannes Salzwedel in einem Spiegel-Spezial „Götter, Helden, Denker“ die Ursprünge der europäischen Kultur. Doch neben den griechischen Wurzeln, der Götterwelt und dem Wissen, wurde auch die vom Wort (hebr. Vernunft allen Werdens) ausgehende monotheistische Kultur immer wieder neu erfunden. Mit einem als wiedererweckt geltenden Wundertäter ließe sich so wenig eine Kulturentwicklung erklären, wie mit fiktiven kirchlichen Konstrukten bzw. christologischen Dogmen.  Unabhängig davon, dass der hochphilosophische Kontext der Zeit, wie er auch im Spezial-Spiegel nachzublättern ist, die heutige Vorstellung von einem als Gott gesehenen oder so hingestellten Heilsprediger nicht weiter zulässt.  Wer sich vor Augen führt, wie die hellenistische Kultur ihr Erbe bis zur Aufklärung weitergegeben hat, indem sie immer wieder neu bedacht wurde, dem muss es doch im Kopf weh tun, weiter in einem jungen Guru oder gar dessen Wiedererweckung den geschichtlich  nachweislichen Kulturwandel begründen zu wollen, der im Namen Jesus war. So kann heute keine Kulturentwicklung mehr erklärt werden.

Wer in banal-buchstäblicher Bibellese weiter auf ein versprochenes Heilsgeschehen wartet oder Jesus völlig ins Alte Testament/Judentum zurückholt, ohne dass etwas Neues gewesen wäre, nur alte Texte an einem Charismatiker, Reformer… aufgewärmt wurden, der braucht nicht nach einem Kulturwandel und dessen Begründung zu fragen. Doch wer in die Realgeschichte blickt, den neuen nicht mehr aufs alte Gesetz gründende bildlose Bund bzw. christlichen Kulturwandel der Kaiserzeit nicht als zufälliges Zeitereignis betrachtet, sondern dies im Licht des heutigen Wissens um die Entwicklung des kulturellen Gedächtnisses sieht, dem wird klar: Der Prozess Jesus hat (wie ja auch biblisch beschrieben) in zweifacher Weise stattgefunden. In der Denkwelt des jüdisch-prophetischen Monotheismus, in Auseinandersetzung mit der dortigen Glaubenstradition (bereits aus der Kindheit kennen wir die Pharisäer und Schriftgelehrten), wie anderseits den griechisch-römischen Göttern-Glaubensvorstellungen und der Kaiserzeit.

Nicht nur, dass keinem der anfänglichen Denker, von urchristlich-philosophischen Gnostikern und den Verfassern der neutestamentlichen Texte, über die von Vernunft aus argumentierenden Apologeten und philosophische Theologie betreibenden Kirchenväter bis zu Konstantin & Co. nicht weiter unterstellt werden kann, dass sie ihre neue bildlose Glaubensvorstellung auf einen egal wie gearteten Wanderprediger gründeten.  Noch weniger ist die evolutionäre Entwicklung des realen Kulturwandel (der weit über die genannten Denker hinausgeht) in dem zu begründen, was heute als historischer Jesus hintern herauskommt.

Selbstverständlich sind es Menschen und deren Denken, die die menschliche Kultur weiterbewegen. Wenn die anfänglichen Denker über das menschlich und gleichzeitig schöpferische Wesen Jesus diskutierten, dann kann es diesen theologischen Philosophen nicht um die Gottheit eines jungen Guru gegangen sein. Vielmehr wurde die menschliche Seite der kreativen=schöpferischen Vernunft in Kultur bedacht. Denn so wie sich in der kosmischen Geschichte alles auf natürliche Weise erklären lässt, wir die vernünftige Entwicklung selbst dort voraussetzen, wo noch keine rationale Erklärung vorliegt, muss heute auch die Kulturgeschichte erklärt werden. Es ist zwar eine von Menschen vorangetriebene Kulturentwicklung. Doch dahinter ist wie in aller Natur eine kreative Vernünftigkeit/Logik zu erkären. Mit einem Wanderprediger, der angeblich noch nicht mal ein Messias sein wollte, nur so gesehen wurde, war und ist weder das, noch war ein Kulturwandel zu machen.

Hier kann nicht das Wissen über kulturelle Transformationsprozesse oder die Theologisierung des vormals mündlich-mythischen Kulturgedächnisses im Rahmen der Verschriftung bzw. der damit verbundenen Probleme dargelegt werden. Doch wer sich klar macht, wie das kollektive Gedächtnis funktioniert und das jeweilige kulturelle Vorverständnis das Weltbild/–verständnis den Kopf der Kulturgeschöpfe und damit der gesamten menschlichen Kultur bestimmt, der muss mit neuen Augen das Geschichtsgeschehen betrachten. Das individuelle Denken ist Teil eines Kulturgedächtnisses. Ob die Welt bei Jesus immerzu nur an einen charismatischen Zweibeiner denkt und dann logischerweise die Religion als ein Relikt vergangener Zeit, jenseits wissenschaftlicher Wahrheit oder an eine zeitgemäße Vernunftbestimmung nach heutiger Welterklärung, ist abhängig vom Vorverständnis der Kultur. Und wie der individuelle Verstand, so scheint auch der kollektive einer Art Entwicklungs- bzw. Sozialisationsprozess zu unterliegen. Prozesse, die auf ganz natürliche Weise so ablaufen, wie wir Kreativität in Evolution heute beschreiben.

Es steht daher außer Frage, dass sich die Form, wie sich Kulturen auf eine ewig gültige kreative kosmische Ordnung beziehen nicht fest steht, sondern immer in Entwicklung bleibt.  Und wie sehr das Vorverständnis die Gegenwart und ihr Weltbild prägt, zeigt sich gerade an der Problematik, um die es hier geht. Der Abfall vom Schöpfungsverständnis, westlicher Aufklärungsatheismus, Naturalismus bzw. Materialismus in bisher christlichen Ländern sind keine Zufallsprodukte, sondern in direktem Zusammenhang mit dem zu sehen, was das derzeitige Vorverständnis als christlicher Glaube vorgibt. Wo die Schriftlehre eine Tradition vorgibt, die sich auf einen Wundertäter beruft, dessen Wiedererweckung, an die in Wirklichkeit keiner der Prediger mehr glaubt und doch die Grundlage des Glaubens bzw. der Theologie sein soll, ist die gegenwärtige Problematik vorprogrammiert.

Doch wenn wir in der Geschichte nachblättern, so sehen wir eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Alten, die über die Banalisierung oder abschaffende Verneinung hinausgeht, nach Neuverständnis/neuem Bund ruft. Das allegorische Wieder-Verständnis der jüdischen Tradition steht nicht nur für Alexandrien, wo der „Christologe“ Philo ein leuchtendes Beispiel für Re-form und eine daraus resultierende Synthese mit griechischer Philosophie ist. Es spricht auch aus den Texten, die heute in Qumran ausgegraben werden. Dies alles zeigt uns:  Die jüdische Tradition wurde in neuer Weise wieder-verstanden, nicht nur textlich ins Griechische übersetzt. Und dass auch die frühen Christen die jüdische Tradition nicht abschaffen, sondern vielmehr im wieder-verstand (der neuen Vernunfterklärung als ewiges Wort: Jesus) wahre Juden sein wollten, ist bekannt. Ebenso, dass die Verfasser der neutestamentlichen Texte die Gedächtnisspur der Propheten in Jesus bzw. dem nun lebendigen Wort/Vernunft in seiner Person weiterführten und die frühchristlichen Denker in den Propheten bereits Philosophen am Werk sahen.  Gleichwohl Paulus bzw. das neue bildlos-monotheistische Paradigma zurecht als Ende der Gesetzlichkeit gilt, Jesus/die schöpferische Vernunft das Gesetz überbot und als großer Gegner der taub gewordenen Tempel-Tradition gilt, wurde das Alte nicht einfach abgelehnt, sondern in neuer Weise mit Leben erfüllt. Genau wie heute die Prinzipien der Geistesgeschichte erklärt werden.

Und auch die heute als heidnisch geltende Seite hat – was ja auch Salzwedel im Spiegel-Spezial sagt - ihre in die Jahre gekommene Göttertradition nicht einfach in die Wüste geschickt. Sie hat Homer und seine Göttergeschichten in neuer Weise verstanden bzw. ihre Wurzeln in nun rationaler Vernunft-/Welterklärung wiedergefunden. Wenn in den philosophischen Systemen der Kaiserzeit die Götter weiter Bedeutung hatten, so war dies kein blinder Mythenglaube bzw. eine Traditionshörigkeit. Hier sprach nachweislich ein Neuverstand, der wie bei Seneca die Vernunft in den alten Göttergestalten sprechen und wirken ließ. Und wenn die Vernunft als Herakles auch noch auf gleiche Weise übers Wasser lief bzw. Seneca von ihr ähnliche Geschichten erzählte, wie das das Neue Testament von Jesus. Dann weist uns das nicht nur auf einen Wieder-verstand des Alten im philosophisch-monistischen Hellenismus, sondern die im Vernunftverständnis damals mögliche Synthese mit jüdisch-monotheistischer Kultur.

Wie bei all diesem Wissen um Wiederverstand des ewigen Wortes/Vernunft in Kulturentwicklung theologische Wissenschaftler das Wirken oder gar die Wiedererweckung eines Heilspredigers als großes Heilsereignis festhalten wollen, das ist ein Rätsel. Denn weder Sie, noch die Gegner des Glaubens würden ihr Weltbild/Schöpfungsverständnis auch nur um einen Deut ändern, wenn ein junger Jude wieder erscheinen würde mit dem Personalausweis eines Jesus aus Nazareth, der Geburtsurkunde von Bethlehem und der DNA des Turiner Grabtuches.  Doch auch dieses Rätsel, das Festhalten an altgewohnten Bildern, die bisher getragen haben, wird im Verständnis der Probleme des kollektiven Gedächtnisses deutlich. Es zeigte sich bei der Entstehung des prophetischen Wortverstandes/Monotheismus, der sich mit mündlich-mythischen Überlieferungen und Götterbildern auseinandersetzte ebenso, wie bei den Problem der taub gewordenen jüdischen Glaubensgesetzlichkeit, die im lebendigen Wort/Jesus zu lösen war.

Letztlich ist ja nicht nur die griechische Geschichte, sondern die gesamte Bibel ein Beleg für die Probleme bzw. die Not-wendigkeit der jeweiligen Neuerfindung/-begründung in den weitergehend wiederverstandenen kulturellen Wurzeln.  Heute wissen wir, wie in der Entstehungszeit des biblisch-prophetischen Monotheismus/Wortverstandes, der die menschlichen Mythen und Götterbilder für die Probleme der Kultur verantwortlich machte, trotzdem die alten Volkserzählungen in den alttestamentlichen Kanon aufgenommen werden mussten. Wie die Mythen der Weltentstehung oder Königszeit in Rückprojektion als Begründung des nachweislich in Perser-/Prophetenzeit bedachten Monotheismus weitererzählt wurden. D.d. wir wissen, wie im kulturellen Gedächtnis die alte Spur im Wieder-/Neuverstand weitergeführt wurde. Wofür ja auch Moses, der nach Assmann die Gedächtnisspur des rationalen Sonnen-Monotheismus Eschnatons bzw. der ebenso in kosmischer Vernunftordnung begründeten Glaubensvorstellungen der Pharaonen wäre, ein Beispiel ist. Denn wenn die alte Gedächtnisspur auf dem sich ewig wandelnden Monotheismus weiterverfolgt wurde,  so zeigt das, wie immer wieder ein in jeweiliger Zeit – in Synthese mit anderen Kulturen - aufgeklärter Wiederverstand des Alten war. Nicht nur die blinde Übernahme der Tradition oder deren Ablehnung.  (Nebenbei, nur um nicht  zu vergessen um was es geht: Noch weniger allerdings ein nach seiner Hinrichtung wegen Volksverhetzung wiedererweckter Wanderprediger.)

Denn genau dort, wo die heutige Schriftlehre weiter ihr Herz an einen Heilsprediger hängen will, war echt ein Wiederverstand des Alten. Die täglich erscheinenden Bücher der Exegeten und Hermeneutiker sind doch voll davon, wie in Jesus Elia & Co. wieder-/auferstanden sind. Und wer dabei die Zeitgeschichte betrachtet, den philosophischen Kontext oder gar Monotheismus, der ins Neue Testament nicht ohne Zufall eingeflossen ist, der braucht sich nicht allein auf die Auseinandersetzungen Jesus mit Schriftgelehrten und Pharisäer oder Paulus als Ende der tauben Gesetzlichkeit und Traditionshörigkeit zu berufen. Der Neuverstand des ewigen Wortes war nur im allegorischen bzw. aufgeklärten Neuverständnis und gleichzeitig kultur-versöhnender Universalisierung des jeweils Alten (in jüdischer, wie griechischer Kultur) möglich: Genau das macht das Neue Testament bzw. den christlichen Glauben aus. Das Kreuz Jesus hat zwei Dimensionen: Jesus/die damals so definierte Vernunft/Wort allen Werdens nahm in kulturtheologischer Transformation nicht nur die Gedächtnisspur der jüdischen Propheten und Glaubensgesetzlichkeit auf, sondern auch der menschlichen Gestalt bärtiger Götter und ihrer Gründergeschichten. So lässt sich nicht nur der Kulturwandel im Licht des Wissens um kollektive Prozesse kreativer Kulturentwicklung erklären, sondern die Geschichte und Bedeutung Jesus bzw. seiner menschlichen Person (Rolle/Aufgabe).

Die Gedächtnisspur des monotheistisch-bildlosen Kultes (dessen Neuerfindung das sich auf Jesus berufende, später „chrislich“ genannte Neujüdische Welt-/Glaubensverständnis war), wird nicht nur von Assmann Seite für Seite in kosmischer Ordnung begründet. Am Anfang war Ökologie, Welt-/Schöpfungsverständnis nach damaliger Wissenschaft: Wort/Vernunft statt Göttergestalten, menschliche Bilder. Wie kann Assmann daher den jüdischen Monotheismus beschuldigen, dass er „s“einen Gott über die Götter stellte? Und wie kann man weiter an einem Wanderprediger als dem absoluten Gott bzw. dessen einziger Offenbarung festhalten oder dies dem christlichen Glauben dann vorwerfen wollen?  Wem doch klar ist, wie sich die Mythen, aber ebenso die hebräischen Lehren oder jüdische Weisheit aus einem jeweils zeitgemäßen Verständnis kosmischer/kreativer Ordnung speisten, die heute nur in anderer Weise Wissenschaft ist. Wie kann der weiter an einen Wanderprediger oder gar dessen Wiedererweckung nach seiner Hinrichtung denken, darin den Glaube begründen wollen?

Die Osrismysterien, die Göttergestalten/-mythen oder die ägyptische Maat, die ein Inbegriff kosmischer Vernunftordnung war und in kollektiver Mnemotechnik ins Alte Testament eingeflossen sind, nach heutiger Wissenschaft als Vorverständnis eines ewigen Wortes/schöpferischer Vernunft zu verstehen sind, haben nichts mit einem Heilsprediger zu tun, der Gott oder dessen Offenbarung sein sollte. Vielmehr weist das heutige Wissen um das Vorverständnis der jüdisch-monotheistischen Religion auf einen dem Weltganzen zugrunde liegenden Sinngrund, der in China Tao oder Indien Dharma genannt wurde, für die Juden Wort und in Jesus auf kulturversöhnende Weise wieder lebendig war.

Dank freier Forscher, die als Archäologen oder Geschichtswissenschaftler die Wurzeln der Denksysteme in den alten Hochkulturen weitmöglichst offen legten wissen wir, dass weder in Griechenland, Persien, Ägypten oder Syrien nur willkürliches Götterwürfeln religiöser Gefühlswelt und sonstige Innenansichten war. Wie der Mensch in vielfältigen Modellen in eine umfassende reale kosmische Ordnung, einen Vernunft-/Sinnrahmen des Ganzen nach  antiker Wissenschaft   eingebunden wurde: Letztlich das, was heute z.B. als ökologische Ordnung auf sinnvolle Weise von vernunftbegabten Wesen zu halten wäre.

Und wenn doch klar ist, wie die Institutionalisierung der kosmischen Vernunftordnung, die vormals in Mythen vermittelten wurden bzw. deren Theologisierung und Verschriftung am Anfang des biblisch-jüdischen Monotheismus stand. Wie können wir dann weiter über die Wiedererweckung oder das Leben eines Wanderpredigers spekulieren, der offenbarende Erneuerung des Alten sein sollte?

Mit einem jungen Heilsprediger, der Gott sein sollte, hatte die Trinität der alten Hochkulturen, die so den nach frühen Weltformeln sichtbaren himmlisch begründeten Sinngrund wie die Maat neben Traditionsgottheiten stellten, mit Sicherheit nichts am Hut.  

Wer die Muttergöttinnen mit Sohn bzw. der Aufgabe, dem Volk diese Vernunftordnung in Göttergestalten auf menschliche Weise  beizubringen in den alten Hochkulturen einmarschieren sieht und um die Memotechnik der Kulturentwicklung weiß. Wie kann der es weiter als Wissenschaft betrachten, darüber zu spekulieren, ob eine junge Hebräerin nur versehentlich als Jungfrau, statt als junge Frau bezeichnet wurde?

Selbst die Festordnungen im Jahresverlauf, nach der wir heute die Lebensstationen Jesus feiern, sind nicht zufällig oder zu Verherrlichungszwecken beibehaltene Fortführungen einer kosmischen Vernunftbestimmung, in die sich die frühen Denker in Kultur eingebunden sahen: Selbst sie weisen darauf hin, um was es beim Wesen Jesus geht, das heute in aufgeklärter Weise wieder zu feiern wäre. Allein um sich an die Ökologie genannte Vernunftordnung zu halten. Die sonst selbst bei allem Wissen um die Notwendigkeit bzw. künftigen Probleme nur eine fromme modern pharisäerhafte Predigt bleibt.

Natürlich liegen Welten, z.B. zwischen Eschnaton und dem Monotheismus des Neuen Testamentes, zwischen den Propheten und der philosophischen, inzwischen aber als urchristlich geltenden Gnosis, den vorsokratischen Vernunft-/Logoslehren und der Stoa. Auch wenn deren Weisheit in den Worten Jesus zur Sprache gebracht, dort der bereits von Eschnaton in kosmischer Vernunft begründete und den Propheten weitergedachte Monotheismus neu verstanden wurde. Vielmehr werden die Umbrüche und Neuanfänge in der Kulturentwicklung als kreative Neuerungen aus logischen Schlussfolgerungen entschlüsselt. Kreative Neuerungen in der Erkenntnis, die nicht geheimnisvoll vom Himmel fiel. Bei der sich vielmehr von alten Denkmustern gelöst und gegen die bisher allgemein geltenden Regeln bzw. die Norm auf kreative Weise in der Gedächtnisspur der kulturellen Memotechnik durch Kultur-Synthesen neues Denken entstand: Neue Weltbilder ergaben. Doch bei all dem, was wir über das kollektive Gedächtnis, die Technik kreativer Entwicklung und mündlich-mythische, wie die verschriftete Vernunft: dem „Wort“ wissen oder dem reichhaltigen Schatz antiker Bibliotheken, in denen das Wort/Weltwissen zusammen- und kreativ weitergetragen wurde. Da ist es ein Wahnsinn, weiter einen Wanderprediger um den See jagen zu wollen oder wie Berger dessen Wiedergeburt gegen alle Physik dann auch noch als den großen Wurf zu bezeichnen und ein Gottesbild als Grund des geschichtlich nachvollziehbaren Wandels bedenken zu wollen.

Wer wie Assmann die Probleme der Weitergabe beschreibt: „Die Bilder werden zu Götzen, sie bilden nichts mehr ab, sondern sind Ausdruck wahnhafter Vorstellungen. Im Licht der Unterscheidung zwischen Wahrheit und Unwahrheit, die erstmals in den Bereich der Religion eingeführt wird.“ Wie kann der dann dem biblischen Monotheismus der Perser-Prophetenzeit, der in Aufklärung die Götterbilder verwarf, den Vorwurf machen, dass hier eine Denkweise ihren Gott nur über die menschlichen Götter gestellt hat.  Noch weniger kann aber die Wissenschaft weiter davon ausgehen, dass in weiterer antiker Aufklärung, die an die Propheten anknüpfte, ein junger Jude als Gott/Offenbarung über alle bisherigen Denksysteme gestellt wurde: In ihm Hellenistische Götter und ihre menschlichen Vertreter, philosophische Lehren oder jüdische Gesetzlichkeit und Tempeltradition nur aufgewärmt wurden. Zu denken, dass die alten Bilder nur gebraucht wurden, um einen zweibeinigen Heilsprediger als Gott zu verherrlichen bzw. seine Hoheit als Gott zu beschreiben, ist nicht haltbar.

Wie kann man im Wissen um Bilder, wie buchstäbliche Wortberichte, die dann nicht mehr koscher sind, wenn sie wörtlich genommen werden, weiter beim historischen Jesus nach den sozialpsychologischen Hintergründen zur Verherrlichung eines heilspredigenden Junghandwerkers suchen und dies dann als neues Paradigma der Jesusforschung ausgeben?

Richtig ist sicher, dass im jüdischen Glauben die schriftlich fixierte Sprache nicht nur den vormals die kosmische Vernunftordnung verkörpernden König, sondern auch den Tempel ersetzt, der Kanon den Tempel in Schrift verwandelt hat. Doch wenn wir all dies ebenso wissen, wie die Probleme, die das jüdische Denken mit der Naturvergottung, deren Anbetung als eine sich im Geschaffenen verfangende Idolartie hatte. Wird es dann nicht höchste Zeit, wie in den Synagogen der Antike in neuer Weise über den alten Bund und damit das Jesus genannte Wesen des Wortes/der Vernunft nachzudenken?

Der wissenschaftlich-philosophisch bleibende Kosmotheismus, wie die Kosmosanbetung in Göttergestalten sind im evolutionären Verlauf der Kulturentwicklung nicht ohne Grund aus der westlichen Welt verschwunden. Nicht Mythen sowie weltlich-religiösen Symbole der Hellenen und Ägypter, sondern die Schrift, d.h. die in Lehre gefasste Vernunft allen Seins hat sich durchgesetzt. Und in Jesus wurde gegen die Wiederstand traditioneller jüdischer Gesetzlichkeit die von Schöpfung ausgehende Vernunft auf neue Weise in Schrift und Gestalt begründet. Kein Hokus-Pokus, sondern ein in kreativer Technik zu begründender Wandel, bei dem damit nicht auf über-/unnatürliche oder unerklärliche Weise in kreativer Auseinandersetzung mit dem Alten und anderen Denksystemen/Kulturen etwas Neues entstand (Emergenz, die nicht geheimnisvoll vom Himmel viel, sondern sich aufgrund einer kreativen Kultdiskussionen in Vernunft ergeben hat.) Dieser Wandel hat die Grundlage für einen Weg gelegt, der – immer wieder gegen konservative Kräfte der Kirche - nach der Frage nach dem wahren Grund allen Seins bis zur Wissenschaft und kulturellen Aufklärung in freiem Denken geführt hat.  Der jüdische Weg, nicht menschliche Gestalten anzubeten oder die Welt zu vergotten, sondern sich auf ein Wort/Vernunft zu berufen, die nicht die heutige Wissenschaftslehre selbst ist, sondern sich in ihr nur offenbart, hat sich bisher als tauglich erwiesen.

Doch wenn heute bedacht werden kann, wie und warum ein in der Reform Josuas begründete bildlose-monotheistische Zug, der sich nur auf „eine“ schöpferische Stimme/Wort/Vernunft (allen Werdens) bezog, im Laufe der Zeit bzw. Synthese mit dem Hellenismus Gesicht und Bart in einem griechischen Josua bekam. Was ist daran wissenschaftlich, weiter einen mehr oder weniger göttlichen Wanderprediger ins Rennen schicken oder (ob auf altkatholische oder protestantische Weise) die Schrift selbst als lebendiges/offenbarendes  Wort bezeichnen zu wollen?

Wen wundert es daher, wenn in der Kultur der westlichen Welt, ja noch nicht einmal im Kulturbetrieb die christliche Religion eine gestaltende Rolle spielt? Gleichwohl über soziokulturelle Evolution nachgedacht, darin der Fortschritt unserer Kultur begründet wird. Gleichzeitig die menschliche Kultur gar von atheistischen Evolutionsbiologen als maßgebend für einen „Superorganismus“ bzw. ein funktionierendes Gesellschaftssystem bezeichnet werden.  Auch, dass das Vorstandsmitglied der Guierdano Bruno Gesellschaft, Thomas Junker, der in „Der Darwin Code“ den evolutionären Sinn von Kultur beschreibt, lieber in  einem Museum Bilder alter Maler betrachtet, als die in der Kirchenlehre verkündeten Bilder in neuer Weise bedenken zu wollen, ist verständlich. Bei dem, was heute als historischer Grund des einst sinnstiftenden christlichen Verständnisses gelehrt wird, hat er auch Angst, dass der mit den in der Natur auf neue Weise bestätigten Sinn zusammen mit dem bisher biblischen gesehen wird. Doch ist so ein gemeinsamer Sinn zu machen? Ob so eine schöpferisch vernünftige Gemeinschaft bzw. der durch Kultur zu formenden „Superorganismus“ entsteht, nach dem bei jedem Steuersündern, der Suche nach Gemeinsinn als Voraussetzung selbst für den wirtschaftlichen Fortschritt oder gemeinsamer ökologischer Gerechtigkeit  gerufen wird, ist mehr als fraglich. Die in menschlicher Kultur zu vermittelnde Kollektive- bzw. Schwarmintelligenz/-vernunft, die sich als Grundgedanke eines „Superorganismus“ (Vernunftgemeinschaft) durch alle frühen Denk- und Kultursysteme zieht und uns heute fehlt,  wurde an unserer kulturellen Wurzel, als Wort/Weisheit/Vernunft jenseits menschlicher Gottesbilder vermittelt.

Weder die noch so lange Betrachtung der Bienen- noch der Ameisenstaat führen zu einem Superorganismus, können Vorbilder sein. Auch wenn die Holländer gar einer deutschstämmigen Königin nachweinen, so scheint uns das Gen zu fehlen, das bei den Bienen zum königlichen Superorganismus führt: Das kann nur die kollektive Vernunft der Kultur in neuem Verständnis ihrer Wurzel machen.

Das Vernunftwesen Mensch ist darauf angewiesen, seine Gaben zu gebrauchen, das heute gegebene Wissen auf kreative Weise zu vernetzen. Um so nicht nur das kosmisch-natürliche Werden, sondern auch die kulturelle Entwicklung aus zeitvernünftigen  Wurzel zu verstehen und so im aufgeklärten Verstand des Alten kreativ weiterzuwachsen. Die weltweite Wissensvernetzung per Internet und dynamische Systeme wie Wikipedia sind dabei himmlische Gaben, die helfen auf kreative Weise auch im Kultur-Verständnis Neues hervorzubringen, die Vernunft des Alten auf aufgeklärte Weise zu begreifen. Doch dazu ist selbst dort „Jungfräulichkeit“ gefragt. Denn wo die verschiedenen Seiten nur ihren bisherigen Vorstellungen gerecht werden, hilft alles Wissen der Welt nicht, kann kein kreativer Fortschritt kommen.

Wenn derzeit beim Googeln unter „Kulturentwicklung“ nur auf die Unternehmberatung Kienbaum verwiesen wird, die deutlich macht, wie Unternehmungen besser abschneiden, wenn sie auf eine gemeinsame Kultur bauen, ein gemeinsamer Sinn bzw. ein formuliertes Leitbild die Voraussetzung für Erfolg/Wertschöpfung ist, so greift das zu kurz. Auch wenn selbst dieses Beispiel zeigt, was uns unserer Kultur fehlt, wenn nach gemeinsamen Werten und kreativem Fortschritt in Bewahrung der Schöpfung gerufen wird. Und: Wie weit die heutige Geisteswissenschaft gekommen ist, dass sie sich nur noch für Moralpredigten und religiöse Bauchgefühle zuständig sieht. Für einen gemeinsamen Geist, ein aufgeklärtes schöpferisch-monotheistisches (einheitlich, bildloses) Bewusstsein, das mündige Menschen in Begeisterung für den wissenschaftlich erklärten natürlichen Lebensfluss in gemeinsame Verant-wort-ung führt, fühlt sich die Geistlichkeit nicht zuständig. Leitbildentwicklung bzw. in einem gemeinsamen Sinn denkerisch begründete Werte werden dann nur noch von Unternehmensberatern (die oft auch sonst in vielfältiger Weise dem „lieben Gott aufs Maul“ schauen, evolutionäre Vernunft selbst in bildhaften Beispielen umsetzen) in Betrieben als Erfolgsfaktoren gepredigt.

„Christen müssen Nervensägen sein“ so wird Margot Käsmann vom Hamburger Kirchentag zitiert. Genau das waren nach Aussage meines Lehrers Dr. Sasse die Propheten. Die sind ihrer Zeit allerdings nicht mit menschlichen Moralpredigten auf die Nerven gegangen. Die Forderung nach not-wendiger Erneuerung des Kultes war ihr Thema: In kreativer Kulturentwicklung wurden nicht nur die menschlichen Vorstellungen und Götterbilder für die Zeitprobleme verantwortlich gemacht. Gleichzeitig wurde im Sinne der heute definierten Memotechnik (Vernunftbegründung des Bisherigen) im kollektiven Gedächtnis der bildlose Monotheismus weiterentwickelt: sich in den in persischer Philosophie auf neue Weise verstandenen und altbekannten Mythen/Gottesgestalten begründet.  Und wenn nun auch der neue Papst nach Erneuerung verlangt und alle Welt sie in ihm sehnsüchtig erhofft (auch wenn dabei meist nur an Pillenverbot, Priesterehe & Co. gedacht wird) besteht Hoffnung auf einen kreative Kulturentwicklung.

Nur um die Problematik auf den Punkt zu bringen:

Theologisch ungebildet wie ich bin, habe ich ja ganz vergessen: Die kreative Verwertung heutigen Wissens zur aufgeklärten Neubestimmung eines monotheistischen Verständnisses bzw. einer Bestimmung in wissenschaftlich beschriebener Vernunftordnung, spielt ja angeblich keine Rolle. Es geht im Namen Jesus bzw. dem christlichen Glauben nicht um die Wahrnehmung des ewig lebendigen Wortes/schöpferischer Wirklichkeit im kreativen kosmischen Wandel, wie kultureller Entwicklung. Es geht ja nur darum, dass wir an einen historischen Heilsprediger glauben, der nach seiner Hinrichtung wiedererweckt oder Gott sein soll bzw. ein biblisch-persönliches Gottesbild bewahren. In was sonst soll man  Sonntags seine menschliche Meinung/Moralpredigt hineinlesen?

Und wenn hier klar gemacht wird, dass die geschichtliche Kulturentwicklung bzw. der biblische Wandel in einem noch so wundertätigen und nach seiner Hinrichtung wieder aus dem Grab gehüpften oder doch nur im Geist seiner Anhänger erschienen Heilsprediger nicht machbar ist. Wie nur im kulturgerechten Wiederverstand des ewigen Wortes (Vernunft allen Werdens), wozu dann auch dar Wieder-/Neuverstand der Tradition zählte, die Geschichtsrealität zu begründen ist. Wen interessiert das: Geht es im Glaube nicht darum, gegen alle Vernunft bzw. natürlich reale Entwicklung sein persönliches Gottesbild zu bewahren?