Vom Schein des Glaubens zur natürlichen kreativen=schöpferischen Wirklichkeit

Menschliche Bestimmung in heutiger Welterklärung

Mündige Menschen werden Morgen ihre Bestimmung weder aus kirchlichen sowie sonstigen Traditionslehren oder biblischen Buchstaben ableiten, noch sich an rein menschlichen Meinungsmehrheiten und Ideologien ausrichten und der Kurz-sicht von Konsum- und Kapitalegoismus ihre Zukunft opfern.

Sie werden in der universal geltenden evolutionswissenschaftlichen Welterklärung, die heute einen natürlich-vernünftigen Sinn verdeutlicht oder dem, was im kreativen Kosmos als vernünftig, z.B. ökologisch (aber auch kulturell) geboten ist, das verstehen, was den Hebräern bzw. Propheten des biblischen Monotheismus als Wort/Vernunft galt und im Lauf der Geschichte dem Westen in Jesus geschichtswirksam ausgedrückt wurde, so bis zur Aufklärung Bestimmung war. 

Denkend und fühlende Menschen mit Phantasie und Empfindungen, die nicht nur ein Produkt der biologischen Evolution, sondern in christlicher Kultur groß geworden sind, werden im Wissen um die in kultureller Evolution notwendigen kunstvollen Phantasiebildern und gemeinsamen Geschichten im ewigen Memory, (der Neuentdeckung des Gewesenen, was nicht nur die Affen waren)  kreativ an kulturbedeutende Vorbilder anknüpfen. Daher auf mündige Weise den Kult weiterentwickeln, in dem sie inzwischen erwachsen sind. Um so gemeinsam auf kreative Weise Zukunft zu gestalten: in weltökonomischer, ökologischer, sozial nachhaltiger, ganzheitlicher... Vernunft ihre Gene in Genesis fortzupflanzen. Evolutionswissenschaftler sprechen von einem  "Superorganismus". Für, den (aus nun in Vernunft erklärten Gründen) neben der Ratio, dem naturwissenschaftlichen Wissen um das Wie und Warum, die menschliche Kunst/die Kulturbilder notwendig wären.

                                                Die Sonne geht auf

  • Die Morgenröte verweist nicht nur auf die aufgeklärte Suche nach den Anfängen unserer vielfältigen Kultur. Insbesondere des dann bildlosen biblischen Monotheismus und dessen christlicher Reform.
  • Der Aufgang der Sonnte steht für einem Neubeginn aufgrund des heute gegebenen umfangreichen Wissens um unsere kulturellen Wurzeln in einer ganz natürlichen kreativen=schöpferischen Vernunft.
  • Der Sonnenaufgang ist sinnlichstes Beispiel für eine heute in Ökologie und insbesondere der Evolutionslehre universal erklärte natürliche Ordnung, in die der Mensch eingebunden ist und die in menschlicher Umsetzung dessen Religion/Kult, wie Recht zugrunde liegen muss.
  • Es ist eine Ordnung, die den Hochkulturen der westlichen Welt zugrunde lag, den Ägyptern als Maat, den Hebräern als Wort/Vernunft galt und griechischen Göttersöhnen und in Gründergestalten wie Jesus kulturvernünftig ausgedrückt, so zur geschichtlichen Wirk-lichkeit wurde. Was bis zur Aufklärung getragen hat, tauglich war.
  • Der täglich verlässliche Sonnenaufgang ist damit das sichtbarste Zeichen einer heute in der Evolutionslehre definierten vernünftigen universellen Verwandtschaft und Welterklärung, aus der sich eine Verhaltenslehre und für in westlicher Kultur, im schöpferischen Wort erwachsene Menschen eine Verant-wort-ung ergibt: Eine Lebensweise, die nicht Kurzsicht bzw. Konsum- und Kapitalegoismus dient, sondern der Zukunft und damit den eigenen Gene, wie der Geneis auf geistvoll-kreative Weise gerecht wird.
  • Der Sonnenaufgang kann damit als neues Bild für den aufgeklärten Verstand (Auf-v-erstehung) des ewigen Wortes gesehen werden, was den später christlich genannten Reformjuden als Auferstehung galt. Anfänglich im Bild des heute zu einem Galgen (für einen nie gewesen Heilsprediger) verkommenen Kreuzzeichen als ewiges Leben in kreativer Symbiose (möglicherweise) von Gestern und Heute, Oben und Unten symbolisiert war.
  • Im Sonnenaufgang bildet sich ein Wort (hebr. Vernunft) ab, das im griechischen Monismus neu definiert wurde, nun für Göttergläubige und Monotheisten galt. Das von Melanchthon in Bezug auf Josua mit Jesus übersetzt wurde. (Denn einen so genannten wunderheilenden Wanderprediger, -kyniker..., den hat es nie gegeben. Der kann - wie hier nachgewiesen - nicht der Grund der anfänglich als christliche geltenden vielfältigen  Bewegungen gewesen sein, die in Konkurrenz z.B. zum antiken Monismus, gar phil. Monotheismus, zu Stoa und weiterentwickelten Götterbildern standen. Was erst in klarer Ausdruckweise von Kanon und Kirche tauglich war für den in Evolution der Kultur anstehenden Wandel, kann nicht das gewesen sein, was heute als historischer und anschließend verherrlichter Heilsprediger mit Namen Jesus gelehrt wird.)
  • Der Sonnenaufgang symbolisiert gleichzeitig das Staunen, die Begeisterung für die seit dem Sternenstaub zu sehende Schönheit der nat. Schöpfung/Kreativität in wissenschaftlich rational erklärter Realität. Was dann für mündige Menschen auf kulturaufgeklärte Weise Grundlage für ein Leben in kreativer Vernunft bzw. Verant-wort-ung ist.

                                                      Der neue Tag

  • Christen von Morgen wissen um die Notwendigkeit der Kunst des Kultes bzw. der Phantasiebilder und Geschichten, die in ewiger Neuentdeckung eines kollektiven Memory auf kreative Weise an kulturbedeutende Vor-bilder anknüpfen.
  • Sie lehnen den inzwischen meist Gott genannten unsagbar sein werdenden Grund des kreativen Ganzen der Väter nicht ab, sondern sehen hinter den vielfältigen Söhnen und deren in ihrer Zeit sinnvollen kulturellen Ausdruckweise eine auf universale Weise wissenschaftlich erklärt kreative Kraft, die inzwischen seit dem Sternenstaub erklärt und in bei den astronomischen Beschreibungen der unendlichen Weiten des Universums beschrieben wird. 
  • Sie halten sich aber weder an kunstvolle Bilder noch Buchstaben bzw. traditionelle Lehren, sondern begeistern sich beim Aufgang der Sonne (gemeinsam mit Atheisten, die Wissen um menschliche Evolution ernst nehmen) dabei aufgeklärt von Jesus singend, für die kreative Vernunft allen kausalen Werdens, machen Yoga, Meditieren... 
  • Um gemeinsam als vernünftiges Teil des Ganzen auf kreative=schöpferische Weise zu wirken: Evolutionsbiologen sprechen von einem "Superorganismus"  der in menschlicher Kultur kunstvolle Phantasiebilder bzw. einen gemeinsamen Kult voraussetzt, kunstvolle Bilder und Geschichten benötigt. Eine Kunst in menschlich erwachsener Kultur, die auch die Gefühle anspricht, Emotionen freisetzen, wie sie bei menschlichen Wesen maßgebend sind und die dann erst zu einer Verhaltensänderung im neuen Bewusstsein führt, das gemeinsame Zukunft optimiert, statt zerstört, die Gene in Genesis weitergibt: Das ist die Kunst des menschlichen Lebens.

Denn nur darum geht es hier. Nicht um die Bestätigung von Glaubenslehren oder deren Verneinung oder Verbesserung.

Für Luis, Emma, Noah, Jakob...

Mithras: Vom Mythos zur Logos

Warum  es bereits bei den Götterbildern der Zeitenwende, die wehmütig auf den Mythos zurückblickten, um das ging, was die Propheten als Wort (hebr. Vernunft allen Werdens) den Götterbildern gegenüberstellten, am Anfang unserer Wissenschaft in kausaler Welterklärung verstanden und in Kulturgeschichte als Jesus ausgedrückt wurde.

Allein das Wissen um die Weiterentwicklung antiker Göttersöhne als menschliche Bilder einer bereits vernünftig erklärten kosmischen Ordnung, die zur sog. Zeit Jesus selbst nach philosophischer Definition  und in einem nun monistisch begründeten Monotheismus galten müsste reichen, den Grund christlicher Religion neu zu bedenken. Allein dieses Wissen macht es absurd, den Grund des damals als Atheismus bzw. Gottlosigkeit verfolgten Konkurrenzkultes, der sich dann  in antiker Aufklärung als tauglich erwies, in einem als Gott gesehen oder dazu gemachten Wanderprediger sehen zu wollen, wie es heutiger Hypothese zugrunde liegt. Vielmehr wird immer deutlicher, um was es den damaligen Denker bei dem ging, den wir Jesus nennen. Und auch, warum diese in kosmischer Ordnung begründete  kreative=schöpferische Vernunft im Laufe der Geschichte ein menschliches Gesicht mit Götterbart bekommen musste. 

Nicht allein die vielfältigen Parallelen im Mithras und Christuskult: Von Geburtsgeschichte bis zur Auferstehung von den Toten, dem Sonn(en)tag, der statt Sabbat nun christlich gefeiert wurde, Christusgeburt bzw. Weihnachten zur Wintersonnenwende und Ostern als Auferstehungs- und Frühlingsfest, den 12 Jüngern und dem Abendmahl mit Wein oder gar dem Heiligenschein als Strahlenkranz der Sonne geben Klarheit darüber, dass das Wesen des christlichen Kultes kein Wanderprediger, sondern lebendiges Wort/Vernunft allen Werdens war und aufgeklärt im antiken Monismus, aber auch im Gedankengut der damaligen Götterkulturen gesucht werden muss. 

Die heutige Kritik, die aufgrund der Parallelen denkt, dass der Christuskult nicht nur aus dem Alten Testament abgeschrieben, sondern mit heidnischer Mythologie ein junger Jude angereichert bzw. in den Himmel gehoben wurde, damit alles nur Glaubens-Christusmythos sei, greift zu kurz. Das kann der Zeit gerade angesichts des freigelegten Wissens um Götterkulturentwicklung und zugrunde liegender zeitgemäßer Kosmologie bzw. monistische Welterklärung nicht weiter unterstellt werden. In diesem Sinne ist es mühsam darüber zu spekulieren, ob das Christentum nur Kult-Geschichten, Feste aus den damals geltenden Göttermythen übernommen hat oder wie die Kirchenväter argumentierten, der Mithraskult als urchristlich geltende Elemente aufgriff und dabei die Entwicklung der antiken Aufklärung mit Auswirkungen auf den hebräischen, wie griechischen Götterkult meist außer Acht lässt. Denn selbst diese Diskussion verweist auf einen gemeinsamen Grund, der bei Mithras weit deutlicher als beim überschütteten christlichen, wo die Halbaufklärung nur einen Wanderguru und dessen Verherrlichung voraussetzt (was allein schon das Wissen über die damalige Kultur ausschließt) auf die in der Sonne bestens zum Ausdruck kommende kosmische Ordnung.   

Vielmehr macht gerade das Wissen um die Bedeutung der Götterbilder und Mythen bzw. ihre sich wandelnde Begründung in kosmischer Realität und die Entwicklung ihrer theologischen Bedeutung in antiker Aufklärung deutlich, wer der heute Jesus genannte Retter für damalige Denker, ob Reformjuden oder Griechen, die vom bildlosen Monotheismus begeistert waren, wirklich war: Eine auch für das menschliche Leben maßgebende Vernunft/Logik, die allem Werden bzw. aller kosmischen Ordnung zugrunde liegt und über die heute nicht mehr astronomisch spekuliert werden muss, sondern die wissenschaftlich erklärt wird. Denn es geht hier weder darum, die Sonne oder die evolutionär erklärte Welt pantheistisch zu vergöttern oder gar den Göttern wieder zum Recht zu verhelfen. Doch wenn Benedikt XVI. den Grund des Rechtes mit Bezug auf die Stoa und Salomo iin ökologischer Welterklärung zu bedenken gibt, dann zwingt das heutige Wissen, hier auch nach dem eigentlichen Grund des christlichen Glaubens zu fragen, das lebendig werden zu lassen, das im Laufe der Geschichte den Namen Jesus bekam. 

Wer sich heute klar macht, wie notwendig kunstvolle Phantasiebilder, Geschichten und ihre kreative Evolution menschlicher Kultur sind, der kann sich auch einen Reim darauf machten, warum es vernünftig war, neben der jüdischen Tradition an die Mythen, Feiertage des Sonnenkultes anzuknüpfen. Im Wandel vom Mythos zum Logos waren nicht einfach die Mithräen zu Kirchen umzuwidmen, sondern der alten Kult sinnvoll in kreativer Vernunft weiterzubauen und ihm ein menschliches Gesicht zu geben.  

Harald Strohm, in dessen Buch ich in Las Negras, Andalusien beim Aufgang der hier zu sehenden Sonne auch nach dem Grund des christlichen Glaubens suchte bzw. warum sich Jesus und nicht Mithras mit neuem Vertrag in nun vernünftiger Welterklärung  durchsetzte, ist kein Freund der kulturellen Ratio. Und auch von einem neuen Jesusverständnis in Vernunft ist er sicher weit entfernt. Doch selbst seine Mithrasauswertung, die theologische Bedeutung der in den Musen zu bestaunenden Bilder, ihre kosmologische Begründung sowie die Entwicklung der Volkspsyche, ihrer Mythen und Götterbilder sagen mehr über das Wesen Jesus, als heutige Neutestamentler, die sich darüber auslassen, warum ein junger Jude angeblich als Gott, Logos/Wort galt oder hingestellt wurde.

Auch wenn nur wenig über das gesichert ist, was angesichts der Götterbilder gedacht wurde, meist aus heutiger Perspektive die Deuter zu völlig unters

Mehr als Strohm machen die vielfältigen Beiträge unter Wiki zum Mithras und sonstigen Götterkulten, incl. der Diskussionen über die Wahrheit der verschiedenen Perspektiven deutlich, was damals die Kulturen bewegte und mitbedacht werden muss, wenn wenn man nicht mehr an Geister, Engel oder heimliche himmlische Stimmen glaubt, die einem Heilsprediger die absolute Wahrheit eingeflüstert haben.

Es war, so Ulansey, naheliegend, den Untergang des „Stierzeitalters“ durch die Tötung eines Stieres zu symbolisieren. Bei den Stoikern, die traditionell ein großes Interesse an Astrologie, Astralreligion und astronomischen Zyklen hatten, war es üblich, ein göttliches Wesen als die Quelle aller Naturkräfte anzusehen. Da die Präzession (scheinbar) die gesamte Fixsternsphäre bewegt, musste der ihr zugrunde liegende Gott mächtiger als die Götter der Sterne und Planeten sein. So ist die Entstehung eines Kultes um diesen „neu entdeckten Gott“, der offenbar die größte Macht über den gesamten Kosmos hatte, plausibel. Dabei bot sich laut Ulansey der Gott Perseus besonders an, die Stiertöterfigur darzustellen, da sich sein Sternbild genau oberhalb des Sternbilds des Stiers befindet. Da Perseus aufgrund seines Namens mit Persien assoziiert wurde, ist es denkbar, dass er durch den einer persischen Gottheit, Mithra, ersetzt wurde. Zudem herrschte damals in Kleinasien der König Mithridates VI. Eupator, dessen Name „von Mithra gegeben“ bedeutet und der seine Abstammung (in mystischer Weise) auf Perseus zurückführte. Auch durch diesen Umstand könnte Perseus mit Mithra assoziiert worden sein.