Das Heil den Öko-Logos in biblischer Literatur verständlich zu machen

Hier wird gezeigt, wie die synoptischen Geschichten mit die Voraussetzung waren, das in antiker Aufklärung gegeben Heil „Jesus Christus“, den Verstand schöpferischer Wirklichkeit und Bestimmung (Wort/Weisheit) in dem, was wir heute als Ökologie oder Evolution erklären (in Antike Logos), bis zur Aufklärung kulturbestimmend war und heute so zu verstehen ist. Wie aber allein die literarische Komposition der drei synoptischen Evangelien in ihrer heutigen wissenschaftlichen Betrachtung den Beweis liefert: Im Neue Testament ging es völlig unmöglich um die Worte und Taten eines gutherzigen Besserwissers, wie er heute als historischer Jesus gilt. Die in antiker Ökologie begründete und im prophetischen Sinne als Wort (Gesetz Beschnittener) verstandene Weisheit war bei das Alte Testament aufgeklärt verstehenden hellenistischen Juden, die als Weltbürger frühhumanistische Lehren zu einer weltgültigen jüdischen Kultur-Bestimmung brachten, das Thema. In den Texten, aus denen heute einzig der für historisch gehaltende besonders bibelschlaue Handwerksbursche herleitet wird, wurde eindeutig das nun weltgültige Wort/Vernunftbestimmung zur Sprache, in Schrift zur Welt gebracht.

Was heute als Weltvernunft, Weisheit, Ökologie des Menschen… ohne Kulturbestimmung vergeblich gepredigt wird, wurde so in kirchlicher Lehre, dann antiker Schriftautorität zu einer ethischen Bestimmung, die die Menschen in schöpferische Verantwortung nahm und bis zur Aufklärung getragen hat. Wenn das kein Heil war? Und genau dies wäre heute in aufgeklärter Weise durch die Hochschullehre fortzusetzen!

Das christliche Wesen war kein Wanderprediger, sondern die Weisheit, die in antiker Ökologie (in Vernunft erfasster schöpferischer Wirklichkeit) verstanden wurde und statt altersstarrer Gesetze, Götter, Gottkaiser erst in menschlicher Gestalt und Geschichte zur Kulturbestimmung wurde. Was damit das historische Heil, schöpferisches Handeln in einer heute geschichtlich nachvollziehbaren Kulturentwicklung im Sinne Josua, lat. damit der historische Jesus war: Ein geschichtlich reale Größe, die mit Haut und Haaren als begreifbares Wesen durch die Schrift zum Heil wurde.

Die Evangelien lassen sich als wesentliche Voraussetzung, das kulturelle Handwerk und Heil erkennen, womit die in antiker Ökologie begründete Weisheit zur Vernunftbestimmung (Wort) in der Geschichte Wesentlichkeit bekam. Und so im aufgeklärten Verständnis nicht nur in christlicher Kultur wieder wesentlich, tiefgreifende Kulturbestimmung werden könnte.

Bis zur Aufklärung war die volksgerechte Vermittlung der schöpferischen Wirklichkeit und Bestimmung in volksverständlicher Schrift als Heilsgabe zu erklären. Heute liegt das Heil darin, in den biblischen Schriften in aufgeklärter Weise den Öko-Logos-Christus und damit die „Ökologie des Menschen“, in nat. Schöpfung begründete Weisheit oder Weltvernunft wieder als Wort verständlich, in mündiger Weise kult(ur)bestimmend zu machen.

Sehr geehrter Herr Professor Matthias Konrad,

sehr geehrte Damen und Herren,

ihre Vorlesung über die ganz bewusste literarische Komposition der synoptischen Geschichten nehme ich zum Anlass, auch Sie um eine neue Sicht des historischen Geschehens zu bitten. Damit nicht allein die christliche Theologie wieder auf die Beine der Natur/Vernunft zu stellen. Sondern so die wissenschaftlichen Weichen zu stellen, die heute vielfach gepredigte Weltvernunft, ökologische Weisheit, statt nationale Glaubenstexte/Gesetzlichkeit zur grenzüberschreitenden Kult(ur)bestimmung zu machen. Die mündige Menschen begeistert vom natürlichen Lebensfluss (Logos) in gemeinsame Verant-wort-ung für die kreative Gestaltung der Zukunft nimmt.

Leider habe ich Ihre Vorlesung über den aktuellen Stand der Forschung nach dem historischen Jesus versäumt, der wir den Fortschritt im Verständnis verdanken. Doch während heute so nur ein bedeutungsloser junger Mann vorausgesetzt werden kann, nach dem Grund dessen Verherrlichung geforscht wird, haben Sie allein durch ihre Vorlesung über die Entstehung und bewusste theologische Komposition der Evangelien deutlich gemacht. Bei den Synoptikern kann es nicht um den nach historisch-kritischer Forschung übrig bleibenden bedeutungslosen jungen Mann gegangen sein. So ist es nicht das Beharren auf biblischen Begrifflichkeiten, Dogmen oder eine nicht weiter hinterfragten Christologie, sondern die kritische Forschung die zeigt: Wie der logischerweise übrig bleibende Handwerksbursche nicht der Anfang der Christusgeschichte war, sondern nach der am Anfang stehenden Vernunft/Weisheit gefragt werden muss. Die auch Dank der von Ihnen vorgestellten literarischen Komposition zur Volks-/Kulturbestimmung wurde. Was daher weder Verherrlichung oder apologetische Einfärbung eines Heilspredigers, Betrug, poetische Glaubenswahrheit, noch ein doketistisches Scheinwesen, sondern kreative/schöpferische Wirklichkeit in Kulturentwicklung war. Und wie an anderer Stelle ausgeführt, hat auch die weitere Entwicklung in der Betrachtung natürlicher Ordnung, ökologischer Sinnhaftigkeit/Vernunft, erst die Heilsmöglichkeit eröffnet, den Öko-Logos-Christus als das zu verstehen, was heute ständig in aller Munde, verglich gepredigt wird, solange es nicht als Kult(ur)bestimmung verstanden wird.

Eigentlich hatte ich die mit Ihnen donnerstags im Wechsel stehende Vorlesung über die frühe Kirchengeschichte erwartet. Um mir von Professor Christoph Strom wieder zeigen zu lassen, wie es sämtlichen sich auf die spätere neutestamentlichen, wie die Texte der bildhaft verstandenen Thora beziehenden Vordenkern der Kirche und den Herausgebers des Kanon (damit auch der synoptischen Jesusgeschichten) eindeutig um die in Natur/Vernunft begründe Weisheit ging.

Wie dann der für die Zusammenstellung des Kanon maßgebende Urkatholik Athanasius nicht nur die Vernunftbestimmung (Wort) in dem begründete, was wir heute Ökologie nennen. Was so nach seiner, wie auch Sicht seiner arianisch-christlichen Gegner einzig auf den Vater (Grund/Sinn allen Seins als Gott der Väter) verwies. Und wie der dann in seinen hochphilosophischen Abhandlungen als Antwort auf die Arianer die Wesens-Einheit der Vernunft (Sohn) mit ihrem Grund (Vater) belegt. Den wir so als eine andere Person (kulturelle Rolle/Aufgabe) bekennen.

Denn dieser maßgeblich die heutige Kirche und ihren Kanon begründete Denker hat auch die Fleischwerdung der vom Alten Testament bestätigten, aber in antiker Ökologie auf-verstandenen Vernunftbestimmung (Wort, Weisheit)  bestätigt. Er hat auf umfassende hochphilosophische Weise bereits in der Entstehung der Menschheit argumentiert. Und warum Menschen in Kultur menschliche Bilder brauchen. Wie nur durch das Kreuz der Vorbilder und so die Erfüllung alter Geschichten der kulturelle Wandel zu bewirken, die Weisheit zur neuen kulturellen Wesentlichkeit wurde, ist nicht nur aus seinem Text über die „Menschwerdung des Logos“ damit der leiblichen Erscheinung der ihm maßgebenden Weisheit“, sondern bei vielen Vordenkern der Kirche herauszulesen.

Doch ich bin dem meist Gott genannten Grund/Sinn allen Seins, damit auch dem kreativen Zufall dankbar, dass Sie im Hörsaal 1 die gekonnte literarische Kompositionen der Synoptiker vorstellten. Denn was der bis 2006 die heutigen Theologen in Heidelberg ausbildende Klaus Berger im Gegensatz zur der sich in seinen Augen der Naturwissenschaft unterwerfende historischen Kritik und Logik (mich so einst auf die biblischen Texte verweisend) erreichen will. Das bestätigt sich allein durch Ihre Vorlesung über deren bewusste Komposition. Die das alles berücksichtigt, was Berger verwirft:

Die Evangelien beschreiben die Heilsbestimmung, das Handeln Gottes in Geschichte in Jesus Christus. Wozu auch die Fleisch- und damit Schriftwerdung in der von Ihnen vorgestellten literarischen Komposition gehörte. Doch hier, wie auch in der aus dem Kulturwandel im Judentum hervorgegangen,  das Heil in Christus beschreibenden Paulusliteratur, auf die Sie sich hinsichtlich der Bezeichnung „Evangelium“ bezogen. Da ging es nicht um einen bibelschlauen Handwerksburschen, sondern den historischen Jesus Christus. Dessen Herkunft, in Schöpfung bezeugter Geburt, Heilsbedeutung und Leidensgeschichte in den Evangelien beschrieben wird.

Die in früher Ökologie wahrgenommene schöpferische Vernunftbestimmung (Wort/Weisheit) musste im Aufgreifen der bildhaft als frühe Philosophie verstanden Moses-Proheten, der Kaiserevangelien und Geschichten von Gottessöhnen, so diese auch kulturliterarisch erfüllend zur Welt gebracht werden. Und dies war nicht das Werk zahlreicher recht vergeisterter, abstrakter apokrypher Evangelien, die Sie besser als ich kennen. Die aber allesamt ebenso zeigen, wie der Logos, damit die in früher Ökologie als Wort/Bestimmung wahrgenommene Weisheit das Thema war. Denn scheinbar erst die von Ihnen vorgestellten literarischen Kompositionen in anschaulichen, die alten Vorstellungen und so erfüllten Geschichten aufnehmenden Geschichten, wie dann im 2. Jahrhundert die Evangelien als Texte gelesen wurden, sind in Geschichte zur Heilswirklichkeit geworden.

Auch wenn wir nicht wüssten…

…wie es aufgrund der gesamten Ur- wie Vorkulturen, auf die im Neuen Testament Bezug genommen wird, nur um die jetzt in Natur/Vernunft (Öko-Logos) begründete Weisheit  als prophetische Bestimmung (Wort) gegangen sein kann. Weil unmöglich ein junger Mann, sondern allein der Verstand schöpferischer Wirklichkeit, der neue und nun weltgültige Bund, die Erfüllung des Alten Testamentes und nun universale Bestimmung gewesen sein kann.

…wie alle nach dem Wandel vom Mythos zum Logos entstandene Weltreligionen, wie die gesamten Geschwisterkulturen keinen anderen Schluss zulassen, als die Begründung in kosmischer Realität. Die nun in (sicherlich noch spekulativen) Vernunftmodellen, aber auf nun natürliche Weise, nicht mehr in kaballistischer Zahlenmystik (wo so wenig, wie in römisch-griechischer Kultur jungen Männer die Maßgabe waren) erklärt wurde.

…wie weder hellenistische Juden, die in Natur-/Vernunftlehren (Logos) die prophetischen Wesentlichkeiten verstanden, noch aufgeklärte Römer und Griechen, die in antiker Ökologie ihren philosophischen Monotheismus in Zeus/Jupiter begründeten, in größten Fieberträumen einen landstreichenden Guru aus Galiläa als neue Gottheit gesehen oder als universale Maßgabe ausgegeben hätten.

…wie nicht nur die Theologie des Neuen Testamentes, sondern auch Q (unter www.jesus-lebt-wirklich.de dargelegt) in einem  Geschichtsprozess nachzuvollziehen sind, bei dem der neue Bund/Verstand, wie er sich im hellenistischen Judentums beobachten lässt, bei Philo als Heil „Jesus“ definiert wurde und dessen Verurteilung durch die Traditionslehren, auch römische Altautoritäten das Thema war.

…wie es auch sämtlichen anfänglichen Denkern, auch den Herausgebern des Kanon, dann noch bis ins Mittalter um das ging, was der Antike als Logos/Vernunft galt, wir heute Ökologie nennen. Damit die christliche Mission keine Wanderpredigerverherrlichung, sondern der Verstand prophetischer Bestimmung (sowie deren Sinn/Grund, der war und sein wird: JHWH), in Vernunft und dessen kultur-/zeit-/volksgerechte Vermittlung war.

Allein Ihre Ausführungen über die theologische Literaturkomposition der Synoptiker liefern den Beweis, wie in antiker Ökologie begründete Weisheit (von wegen Sprüche eines gutmenschlichen Besserwissers) in Personifikation eines Weisheitslehrers aus dem Stamme Davids als Sohn Gottes in Geschichten Geschichte machten. Bei denen sich die Erzähler zurücknahmen, sie in einen Geschichtsrahmen mit knapper Hintergrundschilderung stellten. Wie so die Weisheit in den Dialogen, bei denen meist jeweils zwei Personen (Rollen) auftreten, ein auch für göttergewohnte Griechen und Römer, dann später Franken und Germanen annehmbares Profil bekam. Wie die Weisheit in der gekonnten Komposition einer weisheitlichen Heldengeschichte, die den Weg vom Heidenland nach Jerusalem beschreibt und dortige Verurteilung, heilsbedeutsam wurde.  All dies, wie die dann aufgezeigten synoptischen Probleme und die heutigen Erklärungsversuche sind ein eindeutiger Beleg: Berger, der den heutigen Theologen den zum Zwergenmaß gewordene junge Mann in der Kopf pflanzte, vom Logos und noch weniger dessen heutiger Realität etwas wissen wollte, hat zumindest in Seinem Vorwurf an heutige Lehrer, die er als „Bibelfälscher“ beschimpft, recht. Der logischerweise belanglos gewordene junge Mann kommt in den Texten, aus denen er abgeleitet wird, in keiner Silbe vor. Denn dort ging es um die Fleischwerdung, den kreativen, zeit- wie kulturgerechten und damit volksverständlichen Ausdruck der in antiker Ökologie begründeten Sinnhaftigkeit, Vernunft, Weisheit.

Gerade mit Blick auf die von Ihnen vorgestellten Lösungen, nach denen heute gezeigt wird, wie Weisheitslogien zur Geschichte wurden und so auch die  die synoptischen Probleme in ganz bewusst gewählter Komposition theologischer Bedeutungsaussagen erklärt werden, ist der historische Jesus zu erkennten. Auch diese Kompositionen in Griechisch und ihr weiter Weg in lateinische Kirchen-, dann volksverständliche Sprache und somit die Autorität der antiken Texte, die dann über die päpstliche Autorität und ihre missbrauchte scholastische Philosophie gestellt wurde. Dies alles lässt sich als Heilsgeschichte des neuen Josua, lat. Jesus erkennen. Doch der unbedeutend gewordene bibelschlaue Heilsprediger erweist sich als Hirngespinst von Halbaufklärung.

Oder hat das „verwickelte Ineinander“, die Übereinstimmung und die Differenzen, bei den Geschichten aus theologischen Gründen wegelassen, ergänzt oder anders dargestellt wurden, etwas damit zu tun, dass die überlieferten Weisheiten eines Handwerksburschen falsch oder verschieden verstanden wurden?

Wo  ganze bewusst gewählte Einschübe sich in den Parallelen zeigen, aber auch Geschichten weggelassen wurden, weil die theologischen Inhalte an anderer Stelle zum Ausdruck gebracht wurden. Waren das die Worte und Erlebnisse eines handauflegenden Besserwissers, bei denen dann einige der großen Wundertaten unter den Tisch gekehrt und anderes aufgetischt oder missverstanden wurden?

Quatsch. Wenn die Geschichte vom Aussätzigen und viele andere in ganz unterschiedlicher Weise erzählt werden, gar auf Wesensbestandteile,  wie die Bergpredigt oder das „Vater Unser“ beim letzten gemeinsamen Mahl weggelassen wird, weil die Theologie an anderer Stelle verarbeitet gesehen war. Dann ist es dabei nicht um  die Schilderung der Erlebnisse eines antiken Gurus mit seinen Groupies gegangen. Da ist es auch nicht um heute tiefenpsychologisch ausgelegten Heilungen, noch als spätere Übernahme alter Poesie erklärte Wunder gegangen, die die Heilsbedeutung  eines Handwerksburschen beweisen oder diesen hellenistisch-philosophisch einfärben sollten.

Keine der bewusst gewählten Perikopen  (Abschnitte für die Lesung eines Kulttextes im Gottesdienst) handelt von dem, der heute als historisch gilt. Wo beispielsweise die Frage nach der Scheidung durch die Menschen in Natur/Vernunft nicht mehr in alter Gesetzlichkeit der Schriftgelehrten begründet, aber unterschiedlich beantwortet wird. Wo Sie so zu Recht auf die antiken Lehren verwiesen. Hat da ein unehelicher,  ehescheuer Landstreicher gesagt, was Recht ist? Oder wurde das antike Recht (jüdische Weisheit, Stoa) damit vielfältige biblische Verhaltenslehren dort begründet, wo es heute Papst Benedikt XVI. in Bezug auf Stoa und jüdische Weisheit vor dem Bundestag zu bedenken gab und auch Papst Franziskus seine neuen Enzyklika, wie jeder zeitgemäße Pfarrer inzwischen seine Predigt herleitet: In der „Ökologie des Menschen“ oder einfach „Weisheit“, die sich in ganz natürlicher schöpferischer Wirklichkeit begründet und durch die Geschichte zur Kulturbestimmung wurde.

Doch völlig unabhängig davon, dass hochgebildete Denker, die in Zeiten des Mittel- oder Neuplatonismus das rechte Verhalten in Vernunft begründeten und wie selbstverständlich, hier ganz bewusst philosophische Sachverhalte in altbekannte, unterschiedlich komponierte Geschichten verpackten, so die Erfüllung des Alten zum Ausdruck brachten. Ist es da um die Meinungen eines jungen Mannes gegangen, der zur universalen, nun für Juden, wie Heiden geltende Bestimmung (Wort) gemacht wurde?  Allein die verschiedenen Hypothesen, mit denen die Unterschiede und Übereinstimmungen der verschiedenen synoptischen Evangelien erklärt werden, lassen erkennen, dass es hier mit keinem Wort um den heute an den Anfang gestellten jungen Mann ging. Wie vielmehr das Wort selbst, die in antiker Ökologie in Vernunft verstandene schöpferische Wirklichkeit und so begründete Weisheit zur Kulturbestimmung wurde.

Ob die bisher gelehrte Zweiquellen-Theorie betrachtet wird oder von einem Markus-Urtext ausgegangen wird. Wo keine Engel mehr einfliegen, worauf Klaus Berger (im Dialog selbst den Moderator bei Bibel-TV übertreffen, diese ständig fragen lassen, ob wirklich alle heute Theologen des Teufels sind) besteht, sondern in zeitgemäßer Logik erklärt werden soll. Da lassen sich die Logien weder in Volkserzählungen von großen Worten erklärten, die ein Wanderguru spuckte. Noch ging es bei den Geschichten, die heute meist auch im Alten Testament erklärt werden, so als eine Bestätigung des neuen Verstandes in ökologischer Bestimmung (Wort) in die historisch nachvollziehbare Heils- und Leidensgeschichte  dieses neuen Verstandes aufgenommen wurden, um die Erlebnisse eines bibelschlauen Besserwissers. Wie ihn nicht nur Christoph Markschieß in Dokumentarfilmen als historisch vorstellt.

Die jüdischen Weisheitslehren, Logien der zwischen-testamentlichen Zeit, waren ebenso wie die Vernunftlehren der Griechen in dem begründet, was uns als Ökologie gilt. Und die unter Q rekonstruierten Logien lassen sich in der Geschichte des vom aufgeklärten Judentum bekannten neuen Verstandes schöpferischer Bestimmung und seiner Auseinandersetzung mit dem buchstäblichen Verständnis der Thora durch Pharisäer und Schriftgelehrte erklären. Auch die Verurteilung dieser neuen Kulturbestimmung (des Öko-Logos-Christus) durch die römische Tradition ist bekannt. Doch mit den wundersamen Erlebnissen und Worten eines galiläischen Wunderheilers, Wanderkynikers… hat das alles nichts zu tun.

Wo im Lauf der Geschichte Logien auf unterschiedliche Weise, in bewusster Zusammenstellung, im Weglassen und Zufügen zu Sprachgruppen zusammengestellt wurden. Da ging es mit absoluter Sicherheit nicht um schlaue Sprüche eines Handwerksburschen, der besonders belesen war und es daher besser wusste, so als nun auch Griechen geltende universale Bestimmung verkauft wurde. Wo aber nimmt man dann die heutige Hypothese noch her?

Egal, wie das Urevangelium gebaut war. Dass hier Erinnerungen an einen gutherzigen Guru nach dessen Tod zu wundersamen Taten ausgebaut, dazu das Alte Testament geplündert, gar griechische Göttergeschichten nachgeplappert wurde, um einen Wunderheiler hochleben zu lassen, ist ein Witz. Nicht nur, weil wir wissen, wie der allegorische Verstand griechischer Mythen, wie des Alten Testamentes, dessen Betrachtung als frühe Philosophie die Grundlage des neuen Bundes/Testamentes war, es der Antike um den Logos-Christus ging und in logischer Kulturentwicklung nur gegangen sein kann. Auch allein schon, weil die von Ihnen vorgestellte Betrachtung der literarische Leistung und inhaltlich-theologisch bedingten Vorgehensweise dies nicht zulässt.

Wenn das geringe Stoffquantum des Markustextes im Matthäus-, dann noch weit mehr im Lukasevangelium in theologischem Interesse erweitert, gleichzeitig auf andere Geschichten und Worte Jesus verzichtet, sie in andere Zusammenhänge gestellt oder verändert wurden. Dann haben die Verfasser mit Sicherheit nicht neue Storys und Sprüche aus dem Leben eines Sektenführers aufgegriffen oder nur die Überlieferungen von dessen wundersamen Taten und Worten falsch verstanden. 

Dem Lukas-Verfasser, der wie gezeigt eine Vielzahl von Heilsereignissen weglässt, andere hinzufügt, sich möglicherweise mit Blick auf die Platz der Schriftrolle einteilt, unterstellen zu wollen, er hätte einen Wanderguru  in philosophischer Weise eingewickelt. Er hätte einen Heilsprediger als Heilswesen im hellenistischen Sinne beschrieben, damit er der philosophischen Bildung der Griechen gerecht wurde und diese Bildungsbürger antiker Hochzivilisation wären damit einer Glaubenspoetik auf den Leim gegangen. Das zeigt nur die Notdürftigkeit (im negativsten Sinne) heutiger Hypothese. Weder den Synoptikern, noch sonstigen Verfassern von christlichen Evangelien ist es auch nur einen Moment um einen jungen Mann gegangen. An dem Professor Lampe getreu heutiger Lehre festhalten, gar der unter Johannes vom fleischgewordenen Öko-Logos schreibenden griechischen Philosophenschule unterstellen muss. Wobei wie gezeigt, der in der Literatur als junger Mann zur Welt gebrachte, auch als solcher kein Scheinwesen, sondern kreative Heilswirkung in Geschichte war. Die heutigen Verstand ermöglicht, wie ihn die Hochschulwissenschaft anstoßen muss.

Denn weder bei den Veränderungen im Ablauf, noch bei den sachlichen Verbesserungen in geografischen Angaben (beispielsweise der Stadt am See) ging es um die Erlebnisse eines trinkfesten jungen Galiläers, der mit seinen Freuden Schiffstouren machte, um den See und dann Richtung Jerusalem zog. Berger hat Recht: Der junge Mann (den er seinen Schülern in den Kopf geblasen hat), kommt in der Bibel nicht vor.

Doch darin, dass man auf Gegenargument achten, gegenläufige Entwicklungen einbeziehen müsse, (womit Sie allerdings nur die Zwei-Quellen Theorie in Frage stellten), kann ich Sie nur bestätigen. Doch so, wie die Zwei-Quellen-Theorie in der Hochschullehre hinterfragt wird, bitte ich Sie, die Quelle der Christusgeschichte(n) in schöpferischer Wirklichkeit der Zeit zu bedenken. Statt auf einem bedeutungslos gewordenen gutherzigen Landstreicher zu bestehen, der schlaue Sprüche riss oder dem diese in den Mund gelegt wurden.

Denn auch das Problem der Markuspriorität, das unerklärliche Sondergut oder die lukanische Lücke verweist auf ein Problem, das die heutige Hypothese vom Wanderkyniker, bibelschlauen Handwerksburschen… unmöglich macht. Wo Gleichnisse weggelassen oder aus theologischen Gründen die Inhalte/Aussagen in einen anderen Zusammenhang gestellt wurden, ist es nicht um den Schwank aus dem Leben eines jungen Galiläers oder dessen Sprüche gegangen. Da wurde die schöpferische Weisheit/Vernunft, nach der heute alle vergeblich rufen, auch durch die inzwischen aufgeklärt zu verstehenden synoptischen Texte zur Wesentlichkeit und Kulturbestimmung.

Wir brauchen uns nicht mit den Inhalten zu beschäftigen, die eindeutig auf ein nun universales Heil, eine weltgültige Bestimmung (Wort), damit den neuen Tempel und König der Juden hinweisen, die Basileia (Königtum) schöpferischer (ökologischer) Vernunft, damit den Öko-Logos-Christus beschreiben. Es genügt, die von Ihnen vorgestellte literarische Leistung zu bedenken,  wie ich sie nur in ungenügender Weise wiedergeben kann, um zu erkennen: Um die Geschichten oder Geschichte eines rebellischen Gurus ist es an keiner Stelle der in Syrien, in Rom und Mazedonien von griechisch-jüdischen Bildungsbürgern im Rahmen des neuen Bundes (Verstandes) verfassten Texte gegangen.

Wo Jesus in verschiedener Weise auftrat, da braucht es nicht das Wissen, dass es den Verfassern nicht im einen jungen Mann ging, sondern sie in Gottesbegriffen oder christologischen Titeln die Vernunftherrlichkeit beschreiben. Allein die Betrachtungen, die Sie vorstellten machten klar, dass nicht die Lebensgeschichte eines handauflegenden und häretischen Landstreichers der biblischen Lehre, dem neuen Bund/Testament  zugrunde liegt. Vielmehr das, was als Logos galt, wir Ökologie auch des Menschen oder als Weltvernunft ohne eine aufgeklärte kulturelle Bestimmung vergeblich herbeireden wollen.

Auch die verschiedenartige Ausdeutung der Synoptiker, die sich in verschiedenen Adressatengruppen erklärt. Die im Judentum oder den heute als Heiden geltenden römisch-griechischen Göttergläubigen liegen. Die trotz ihres monistischen, damit frühökologischen Monotheismus mit Zeus/Jupiter an der Spitze die Christen als staatsgefährdende Atheisten sahen. Die gehen nicht auf das Konto verschiedenartiger Überlieferungen vom Leben eins Landstreichers, die für Juden und Griechen nur unterschiedlich ausformuliert wurden.

Doch wo im hellenistischen Judentum die Geschichte der Basileia Gottes (damit des nun in Vernunft erklärten Grundes allen Seins) noch in einer Josefs-Geschichte (als Demokratie der Weisheit im Kopf der Menschen, neuer jüdischer Vernunftbestimmung) als künftige Staatsform den nach neuen Demokratie-Modellen suchenden Römern vorgeschlagen wurde, wissen wir. Auch wo die alten Speisegebote in Vernunft erklärt, andere Vorschriften aufgelöst oder verschärft wurden, ist bekannt. Um Erlebnisse eines Heilspredigers ist es hellenistischen Juden im Urevangelium mit absoluter Sicherheit nicht gegangen. Wo ursprünglich das Alte Testament in allegorisch-bildhafter Weise als frühe Philosophie und damit auch Urevangelium gelesen wurde. Da wurde die nun universale Vernunft (die im Mittelplatonismus maßgebend aber abstrakt, nicht kultur-/volksbedeutend war) als bildlose Kulturbestimmung im prophetischen Sinne bestätigt, dann durch zeitgemäße Kulturliteratur zur Welt gebracht.  

Die bereits bei Herrn Lampe, dort im Hinblick auf die theologische Herrlichkeit Jesus gestellt Frage eines Kommilitonen, ob nun auch die Unterschiede zustande kamen, weil der junger Mann das Aramäisch eines Handwerks sprach und die Texte in Griechisch verfasst wurde, zeigt den ganzen Wahnsinn heutiger Historien-Hypothese. Wie können Sie Ihre Studenten im Glauben lassen, dass es in den verschiedenen Geschichten und damit auch bei der Heilsherrlichkeit um einen Übersetzungs- oder Hörfehler ging?

Wenn dann in den Proseminaren entsprechend dem an den Anfang gestellten Handwerksburschen erklärt werden muss, wie der apologetisch in philosophische Begrifflichkeit eingewickelt wurde, um ihn Bildungsbürgern schmackhaft zu machen, spricht dies gegen alles Wissen um das antike Denken. Das ist mit keinem der hochgebildeten Verfasser und ihrer theologischen Kompositionen, noch der philosophischen Bildung damaliger Zeit zu machen. So wird die geschichtliche Realität, bei der die in schöpferischer Wirklichkeit (antiker Ökologie) philosophisch begründete Vernunft/Weisheit in Geschichten später auch Germanen zur Volksbestimmung werden musste, geradezu auf den Kopf gestellt.

Wenn aber die Texte des Neuen Testamentes bereits in Griechisch verfasst wurden, sollte dies allein klar machen, dass es diesen hellenistischen Theologie-Literaten, die im Rahmen des Mittelplatonismus die Weisheit in bewusster unterschiedlicher theologischer Komposition zur Geschichte machten, nicht um einen jungen Aramäer ging. Wie er heute das weitere Denken der Studenten bestimmt, damit nicht nur die christliche Lehre und die gesamte Theologie zum Hokus-Pokus macht, sondern den aufgeklärten Verstand schöpferischer Kult(ur)bestimmung (Wort) in dem verbaut, was heute in aller Munde ist.

Wo das Alte Testament von griechisch sprechenden Juden, die kaum mehr Hebräisch kannten, auf bildhafte Weise und so als frühe Vernunftlehre verstanden wurde. Und wo damit ein neuer Bund, nach dem vielfältig gesucht wurde, in antiker Ökologie begründeten, dann auch das Alte Testament ins Griechisch übersetzt und neue Evangelien verfasst wurden, ist bekannt. Hellenistisches Judentum, das in aufgeklärter Weise verstand, wie wir es nach kirchlicher Säuberung hauptsächlich nur noch im Namen Philo kennen, war nicht nur in Alexandrien zuhause.

Und so bitte ich Sie, auch die Geschichten des Neuen Testamentes zu bedenken und in heutiger Sprache verständlich zu machen. Nicht nur, weil damit das Christentum und seine Theologie wieder auf die Beine der Vernunft/Natur gestellt werden würde. Sondern weil dies die wissenschaftliche Voraussetzung für eine Aufklärung und Versöhnung der Kulturen ist. Wonach die Weltvernunft, Ökologie des Menschen als gemeinsamen Kult(ur)bestimmung zu verstehen wäre. Was so mündigen Menschen begeistert für den natürlichen Lebensfluss (Logos) und dessen Grund/Sinn das gesamte Instrumentarium der Kultur nutzen lässt, um sich diese Verant-wort-ung einzuverleiben und in ökologische Weisheit, Weltvernunft zu leben.

Mit Hoffnung auf neue Forschung und großem Dank, dass Sie selbst durch die Darstellung der literarischen Komposition theologischer Bedeutungsaussagen zeigten, wie die in antiker Ökologie begründete Vernunft/Weisheit und kein bibelschlauer Wanderprophet auch Thema der so zu Recht von Jesus Christus schreibenden Synoptiker war.

Gerhard Mentzel