Jesus Christus als Wort vom Kreuz:

Dank der Weisheit, die das Kreuz kulturbestimmender Vorbilder trug, geht dieHeilsgeschichte weiter


Hier wird an Vorlesungen über die Formierung von Kanon wie früher Gemeinden, der Verfolgung von Christen, dann der folgenden Korinther-Vorlesung, wo die Weisheit (Christus) in unterschiedlicher Weise, in der Kirche als „Wort vom Kreuz“ definiert wurde, deutlich gemacht: Nicht nur an der Wurzel des Christentums, dann den biblischen Jesusgeschichten oder bei Paulus, auch bei der Entstehung von Kanon und Kirche, ging es beim historischen Jesus um den Öko-Logos, die Weisheit als Christus. Die in früher Ökologie begründete Weisheit, Weltvernunft, die heute vielfach vergeblich gefordert wird, musste am Kreuz der Zeit das Kreuz der Kult(ur)bilder tragen, um im Volksverstand zur Kult(ur)bestimmung zu werden. Der heute für als historisch vorausgesetzte junge Mann kommt weder im Kanon, noch der eindeutig auf die Weisheit verweisenden frühen Kirchengeschichte vor. Nachdem Jesus Christus in seiner historischen Wirklichkeit begriffen werden kann, gibt es für den Dank historischer Kritik übrig gebliebenen bedeutungslosen Handwerksburschen kein einziges wissenschaftliches Argument mehr. Die Hochschullehre ist gefordert, die Heilsgeschichte „Jesus Christus“ in aufgeklärter Weise fortzusetzen.

Wo der Öko-Logos-Christus (die Weisheit/Weltvernunft) an der Achse der Zeit in fleischgewordener Ausdrucksweise als Josua, lat. Jesus (damit historische Heilswirklichkeit) das Kreuz menschlicher Vorbilder für den neuen weltgültigen Volksverstand/Bund trug, in der bekannten Form ausgedrückt werden musste. Da ging es um eine Weisheit, die heute nicht nur in den naturwissenschaftlichen Fakultäten erklärt wird. Die in aller Munde, auf Weltklima-, wie Friedenkonferenzen das Thema ist und auch in der Kirche vergeblich gepredigt wird. Solange an den Hochschulen nicht in neuer Weise nach dem historischen Jesus gefragt, damit die wissenschaftliche Grundlage geschaffen wird, die ökologische Weisheit, Weltvernunft nicht allein auf dem Weg Jesus (des Wortes vom Kreuz) wieder zur Kult(ur)bestimmung werden zu lassen.

Wenn durch die Hochschullehre die Welt im Glauben gelassen wird, da wäre ein bibelschlauer Handwerksbursche christologisiert, für Bildungsbürger als universale Bestimmung (Wort), so Öko-Logos-Christus ausgegeben, dann verschriftet worden. Und dieses Wort hätte einzig auf die Wesentlichkeiten der Väter verwiesen, den Vater offenbart. Dann scheint auch dessen Tod besiegelt. Doch „Gott sei Dank“ zeigt sich: Der heute vorausgesetzte, allenfalls Weisheiten verkündende Handwerksbursche oder sein ihn zur Weisheit, zum Schöpfungswort machender Sektenverfolger, kommen weder in der Geschichte, noch den biblischen Geschichten und ihrer Theologie vor. Und da die sich aus dem natürlich-evolutionären Werden, der Ökologie abgeleitete Weisheit eine bestimmende Größe geworden ist. Womit das, was der Antike als Logos, Weisheit oder Weltvernunft galt, keine philosophische Spekulation, Geheimlehre für Intellektuelle, sondern eine ohne kulturelles Verständnis weitgehend vergeblich gepredigte Größe ist. Daher wird es höchste Zeit, hier wieder das zu hören, was den Buchstaben nach als Wort Gottes oder Christus galt. Was in menschlicher Gestalt zur Welt gebracht, Schrift wurde. Jesus Christus: Die universale Vernunft/Weisheit, die auf ihren personal zu verehrenden Grund/Sinn verweist, so kulturbestimmend gemacht wurde und wieder werden könnte, lebt wirklich. Die Geschichte geht weiter.

Denn es ging in der Kirchen-Geschichte, den biblischen Jesus-Geschichten, wie bei Paulus um eine aus sich antiker Ökologie ergebende Weisheit als „Christus“, was das gegebene Heil im Sinne Moses, so Josua, lat. Jesus historisch war. Der einzig auf seinen Grund/Sinn: Gott verweist und am Kreuz der Zeit und Kulturen das Kreuz der so erfüllten kulturellen Vorbilder trug. Eine Weisheit, die über menschlichem Wissen, wie alten Gesetzen, Gottesbildern steht. Die all dem zugrunde liegt und statt altersstarrer Buchstaben, Gottesbilder, menschlicher Weisheit oder Naturvergötterung zu lieben und zu verehren war und ist, um auf eine dafür begeisterte Weise gelebt zu werden.

Und so wird erneut deutlich gemacht, wie es das derzeit größte Verbrechen an der Menschheit ist, diese weiter im Glauben an einen nach seinem Tod herrlich gewordenen jungen Guru zu lassen. Der jedoch nicht nur völlig bedeutungslos geworden ist, sondern so bibel- wie kulturwissenschaftlich nicht gewesen sein kann.

Im Versäumnis christusgeschichtlicher Aufklärung wird versäumt, nicht nur die Weltvernunft, ökologische Weisheit… auf mündige Weise zu feiern und damit zur universalen Kult(ur)bestimmung zu machen, sondern auch ihren sich so offenbarenden Grund/Sinn: JHWH, Gott, Allah, Manitu, Tao...

Auch wenn die Auseinandersetzung mit von Professor Lampe, damit jedoch heutiger Hypothese wie auch seine Ausführungen der Anlass sind, die Adressaten sind alle theologischen Lehrer, die den lebendigen Geist noch nicht aufgegeben haben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Professor Peter Lampe,

die von mir immer wieder, auch bei der Vorlesung über den Korintherbrief gestellte Frage nach dem historischen Jesus, ist keine Nebensache. Als Chefausleger des Neuen Testamentes an einer deutschen Eliteuniversität wäre es ihre Aufgabe, nicht nur den Kollegen der naturwissenschaftlichen Fakultäten in Heidelberg, sondern so der Welt zu zeigen, dass es bei „Christus“ nicht um das heute angenommene Hirngespinst des Glaubens ging, das einem Heilsprediger aufgesetzt wurde. Wonach  die Theologie nicht mehr ernst genommen wird, von der keine Lösung der Weltprobleme zu erwarten wäre. Vielmehr so der Glaube zu Recht als große Gefahr gesehen, sein Missbrauch und sein Fatal-Fundamentalismus zum Grund für millionenfaches und tägliches Morden geworden ist.

Wer mit Hilfe der Erkenntnis-, Hirnforschung und Psychologie uralte Fragen aufrollend „Die Wirklichkeit als Bild“ beschreibt. Der hat auch die Gabe deutlich zu machen, wie die ökologische Weisheit und kein einem Handwerksburschen verliehener Heiligenschein die historische Wirklichkeit des Bildes war, das bestimmend wurde, auf den Vater verwies. Wie vielmehr die frühökologische Weisheit in Folge Moses im nun weltgültigen Bund/Verstand (als Josua, lat. „Jesus“) für den Voksverstand des Westens das Kreuz der Kulturen trug, nur so Kulturbestimmung wurde. Weil nur so der „lebendige Geist“ (auf den das Portal der Neuen Uni in Bezug auf die römische Weisheitsgöttin Minerva verweist) in Kultur lebendig wurde. Weil nur so die heute in aller Naturwissenschaft erkläre, dann als Weltvernunft ausdiskutierte und als Ökologie des Menschen gepredigte, zur Aufklärung tragenden Weisheit  als Christus bestimmend war. Und so heute bei mündigen Menschen, egal in welcher Religion, wieder zur kulturellen Bestimmung werden kann. Ohne die aller Ruf nach einer „Kultur der Nachhaltigkeit“, „Ökologie des Menschen“, „Weltvernunft“ weitgehend Schall und Rauch bleibt.

Entschuldigen Sie, dass ich so weit aushole, bevor ich auf Ihre Korinther-Vorlesung und die Geschichtsvorlesung von Professor Strom komme. Die eindeutig belegten, wie die frühökologische Weisheit, Vernunft in menschlicher Ausdrucksweise das historische Heilswesen „Christus“ und so die Heilswirklichkeit „Jesus“ war. Denn bei meiner Frage nach dem historischen Jesus, den Sie in theologischen Auslegung des Korintherbriefes mehr als deutlich als eine in Schöpfung begründete Weisheit darlegten und so auch bestätigten, ging es nicht um eine Nebensächlichkeit.  

Sie können nicht in Epheser- oder Kolosserbrief eine kosmisch und kulturelle Realität, auch sonst eine schöpferische Größe, wie jetzt im Korinther die Weisheit bestätigen. Worauf auch die Bedeutung Jesus als Christus/Judenkönig, David- oder Menschensohn sowie die gesamte Theologie des Neuen Testamentes, damit die Jesusgeschichten verweisen. Dann jedoch weiter Ihren jungen Mann als den historischen Jesus an den Anfang stellen wollen.

Die Frage nach dem Grund der Jesusgeschichte und damit dem Grund christlichen Glaubens lässt sich einfach weiter vom Tisch wischen. Es macht einen mehr als gewaltigen Unterschied, ob die Welt denken muss, da wäre ein Wanderguru zum Christus, Offenbarer gemacht und als universale Bestimmung ausgegeben worden. Oder ob an den Hochschulen in aufgeklärter Weise bedacht, dann mit der Zeit auch in der Gesellschaft erkannt und selbstverständlich wird, wie die Vernunft, nach der wir alles evolutionäre Werden, wie das ökologische Ganze erklären und die so daraus abgeleitete Weisheit als Christus bestimmend wurde. Und wie dies auf einen universal geltenden Grund/Sinn der war und sein wird (JHWH) verwies. Womit eine davon ausgehende Bestimmung/Weisheit/Wort, die in menschlich-kulturgerechter Ausdrucksweise das Heilswesen, der historische Jesus, später auch das Wort des arabischen Propheten war.

Was soll der Verweis, dass die Naturwissenschaft von der Glaubenslehre nicht mehr abgelehnt wird, man im Dialog steht. Und dass Sie die in Ihrer letztjährigen Weihnachtspredigt die geforderte schöpfungs-/zukunftsgerechte, statt nationalegoistische Lebensweise so wenig wie Franziskus  nicht mehr biblisch begründeten, sondern im Wissen, der Ökologie des Menschen der Gegenwart, weiß ich auch. Doch wenn das nicht nur eine nun auch in der Universitätskirche verbreitende heiße Luft sein  soll, ist es die Aufgabe der Hochschulwissenschaft, deutlich zu machen, was in der Krippe lag. Was auch bereits in Bethlehem, im Namen Davids und dann Moses, aber ebenso in anderen Kulturen galt. Wie so die Weisheit/Weltvernunft auch in der Weihnachtsgeschichte eine menschliche Gestalt bekommen musste, um zum Licht der westlichen Welt zu werden. Und wie heute in aufgeklärter Weise daran anzuknüpfen wäre, um die Weltvernunft/Weisheit bei mündigen Menschen zur gelebten Kult(ur)bestimmung zu machen. Wie das nach Ihrer Auslegung ähnlich auch im Korintherbrief argumentativ begründete wird.

Doch bei Ihrer Hypothese sind nicht nur Ihre Darlegungen über die Theologie, damit die verschiedene Betrachtung von Weisheit im Korintherbrief sind Verschwendung von Steuergeld. Alle grün-rote, wie auch kirchliche Predigt über eine ökologisch, humanistisch, damit schöpferisch-sozial gerechte, statt die Zukunft unserer Enkel vernichtende Lebensweise sind ohne tiefgreifende Kulturbegeisterung, -bestimmung weitgehend vergeblich. Wenn Sie weiter Ihre Studenten im Glauben an einen gutherzigen Guru als den historischen Jesus lassen, der dann als Christus gepredigt wird, liefern Sie vielmehr jedem fanatischen Unsinn der Welt die Steilvorlage. Was soll ihre Darlegung von Paulus, wenn die Welt davon ausgeht, dass der Verfolger der Sekte eines gutherzigen Gurus nach einer Halluzination seine Theologie in die Welt setzte? Dann eine Kirche gründete, die der angebliche gute Junge gar nicht wollte. Damit eine Kirche hervorrief, die sich zwar nur noch für Karitas und Moralpredigt zuständig sieht, aber weit darüber hinaus für eine aufgeklärte „Kultur der Nachhaltigkeit“ gebraucht würde.

Wenn Glaube für tägliche Morde missbraucht wird, nicht nur von fatal-fundamentalistischen Moslems (ie ihre Auslegung des Koran zur Weltherrschaft machen wollen), sondern auch von ähnlichen weltweit in der dritten Welt aufkeimenden christlichen Bewegungen Gefahr ausgeht, sollte Sie das nicht wundern. Wo den Studenten im 3. Jahrtausend (gegen besseres Wissen) weiter beigebracht wird, dass am Anfang ein bibelschlauer Handwerksbursche stand, dieser dann nach Hinrichtung durch Hirngespinste (in Gemeindebildung, Sie sprechen von Visionen und späterer Apologetik) seiner Anhänger zum Christus und so von einem geheimnisvoll gewandelten Sektenverfolger als Weisheit verkündet wurde, ist das alles vorprogrammiert. Schnell weg damit. 

Wie es zu kurz greift, nur Weisheit zu predigen, wenn statt unglaublich gewordener menschlicher Gottesbilder aus Buchstaben oder Bauchgefühlen, dann Konsumwachstum, Kapitalegoismus, sinnloser Kommerz vergöttert werden. Wie eine menschliche Kultur ihren heute wissenschaftlich erklärten Grund/Sinn und die davon ausgehende Bestimmung in Religion, damit im ewigen Aufdecken des Alten feiern, mit ganzem Herzen lieben, im Sinne der Vorbilder (damit auch auf personale Weise) verehren muss, um in Weltvernunft und kulturellem Friede zu leben (was selbst noch christliche Kalife im Namen Jesus erhofften) ist so nicht zu bedenken. Aber auch diese Aufgabe, die die Hochschulwissenschaft hätte, setzt ein neues Verständnis des historischen Jesus, damit des christlichen Glaubensgrundes voraus. Und der ist nicht allein durch Ihre Vorlesung, wie die von Herr Strohm gegeben.

1.       1. Die Geschichte der Weisheit als Christus in Kanon und Kirchenkonzept

Allein davon auszugehen, dass es nach allem Wissen um die Vorgeschichte, wie kulturgeschichtliche Entwicklung und das Denken und Diskutierten der Zeitenwende bei Christus nur um das gegangen sein kann, was die Antike als Logos oder Weisheit aus natürlicher Schöpfung ableitete, ist zu wenig. Dank der guten Gliederung der Vorlesung über die Geschichte der frühen Kirche und die hervorragend dargelegten Fakten zeigt sich nicht nur in an jeder Stelle der Geschichte, wie die Vernunft/Weisheit das Thema war. Auch warum diese nur in der bekannten Ausdrucksweise, damit auch der Verschriftung „als Wort vom Kreuz“ zur Heilswirklichkeit wurde, wird verständlich.

Nicht nur die bereits behandelten Vorlesungen über die philosophische, von Vernunft/Weisheit getragene Umwelt, aus der das Christentum erwuchs und die Vordenker der Kirche (Apologeten, Väter der Kirche, wie ihre christlichen Gegner) die allesamt von philosophischer, damit frühökologischer Vernunft/Weisheit ausgingen, haben diese als christliches Wesen bewiesen.

Auch in der weiteren Geschichte zeigt sich eindeutig: Die Geschichte der Kanonisierung, der Institutionalisierung der Kirche, der sich von Judentum abgrenzenden Christen, deren Ablehnung im Volk und Verfolgung, wie der gesamte weitere Weg zu Staatskult und Kirche ist die Geschichte der Weisheit  im Christuskult. Es ist die Weisheit nach der heute ohne Kulturbestimmung alle vergeblich rufen. Die in Geschichte nicht allein durch das neue Verständnis, sondern erst im Tragen des Kreuzes der Vorbilder und so menschlicher Ausdrucksweise (auch der Geschichten) volksverständlich und damit kulturbestimmend wurde.

1.1.  Wo die wilden Anfänge, die sich gegenseitig bekämpfende Vielfalt von christlichen Bewegungen,  Kirchen,

damit die „zentrifugalen christlichen Kräften“, wie auch Markionismus, Manichäismus, Montanismus… (denen heute auch von führenden Wissenschaftlern wie Christoph Markschies die philosophisch bedachte Vernunft/Weisheit bestätigt wird), durch Kanon- und Kirchenämter zu einer Einheit werden sollten.

Wie kann es da im neutestamentlichen Kanon, der erstmals von markionitischen, das Alte Testament, wie die menschliche Ausdrucksweise des Logos-Christus ablehnenden Jüngern der Vernunft/Weisheit herausgegeben wurde, um einen jungen Mann sein. Dessen Heiligenschein Sie dann in „Die Wirklichkeit als Bild“ durch Visionen seiner Anhänger oder als später Apologetik für Bildungsbürger erklären müssen?

Wie kann man den sich aufgrund ihrer dualistische, verworrenen, intellektuell bleibenden, geheimnisvollen Lehren für Eingeweihte… sich daher in den Augen kirchlicher Vordenker zu Unrecht auf Vernunft/Erkenntnis/Weisheit berufenden Bewegungen die Begründung in früher Ökologie bestätigen. Dann den Vätern der Kirche, die die sich verflüchtigenden Kräfte eines antiken New Age bündelten, einen christologischen Heiligenschein und hellenistische Einfärbungen unterstellen, die der Sekte eines Handwerksburschen aufgesetzt wurden?

1.2.  Wo an gleichen Orten, zur gleichen Zeit im Namen Christi in der Paulusliteratur über die

Bedeutung der Weisheit, die kulturgerechte Vermittlung des schöpferischen Wortes gestritten wurde, gesetzestreu-buchstabenbezogene, wie rein intellektuelle oder sich nicht auf einen schöpferischen Grund/Sinn beziehende Weisheitslehren abgelehnt wurde. Und dann argumentiert wurde, wie das „Wort vom Kreuz“ im jüdischen Sinne für die volksverständliche Vermittlung, die künftige Kulturbestimmung der richtige Weg sei.

Wie soll sich dort ein Kanon- und eine Kirchenordnung aufgrund der Lehre eines bibelschlauen Landstreichers entwickelt haben, der als Gott, universale Bestimmung, damit  als eine die Antike bestimmende Weisheit aufgewertet, für Bildungsbürger als Logos ausgegeben wurde?

1.3.  Wo auf dem Heilsweg (Jesus) Amtsstrukturen und der Kanon entstehen

mussten, damit der Wildwuchs unüberschaubarer Vielfalt zur Einheit werden konnte. Weil anfänglich sich bekämpfende Christologien, Kirchen mit verschiedenen Konzepten, Christentümer unterschiedlicher Begründung waren. Die sich als wahres Judentum sahen oder die Thora ablehnten. Die über das christliche Wesen stritten, dies teilweise nicht in seiner menschlichen Ausprägung akzeptierten oder rein intellektuelle Weisheitslehren vertraten. Und die auch ganz  gegensätzliche Lebenslehren vertraten. Was in einem Kulturwandel logisch ist, bei dem die alten Autoritäten (auf jüdischer Seite das Gesetz, wie römischer Seite die Mythengottheiten) in Frage gestellt, die Weisheit/Vernunft mehr oder weniger auch im Kult maßgebend wurde und daraus naturgemäß verschiedene Schlüsse gezogen wurden.

Wie soll da der Anfang von „einer“ Sekte ausgegangen sein, die die Lehre „eines“ jungen Mannes zum Maß hatte? Wie kommt man auf die absurde Idee, aus Texten, die zwar die Einheit schaffen sollten, aber selbst weiter ganz unterschiedliche Konzepte vertraten und verschiedenartige Geschichten erzählen, wie Johannes den Jesus auch der anderen Erzählungen als Öko-Logos oder wie Paulus eine kosmische Größe, die Weisheit als Christus beschreiben, einen jungen Mann abzuleiten?

1.4.  Wo eine Kirche den ganz unterschiedlichen Definitionen des Logos-Christus, der Vielfalt von

Lehren entgegenstellt wurde. Und innerhalb der die hochphilosophische (dabei von Vernunft als Sohn sprechende) Auseinandersetzung um die wahre Definition des christlichen Wesens trotzdem über Jahrhunderte noch weitergeführt wurde. Wobei die bereits im Korintherbrief beschriebene, existenzielle Bedeutung der verschiedenartigen Definitionen der Weisheit, des Logos-Christus im Sinne von Vernunft/Weisheit  gestritten wurde: Weil die Vernunft/Weisheit wie die Strahlen auf die Sonne, auf ihren bleibenden Grund/Sinn verweist.

Wie kann man dieser Kirche aber unterstellen, dass das Streitobjekt ein bibelschlauer und Charismatiker war oder ein Konstrukt, das diesem aufgesetzt wurde, um seine Sekte für hellenistische Bildungsbürger apologetisch schmackhaft zu machen, diese intellektuell aufzuwerten? Was bei heutiger, inzwischen mehr als notdürftigen Hypothese, einzig mögliche Erklärung ist.

1.5.  Wo sich der Weg zur Einheit von anfänglichen Laien-Presbyter, über die von den Gemeinden

gewählten Bischöfen, bis zur Lehr-Autorität des für den Westen dann maßgebenden römischen Bischofs als einziger Ausweg erkennen lässt, um der unheilvollen Vielfalt von intellektuellen philosophischen Bewegungen und der Diskussion um das Wesen der Vernunft/Weisheit Herr zu werden.

Und Sie gleichzeitig auch wissen, wie im hellenistischen Judentum der Diaspora im aufgeklärten Verstand/Bund (der das allegorische Verständnis der Thora und der Moses-Propheten als frühen Philosophen voraussetzte) im Öko-Logos das lebendige, jetzt universal begründete und so weltgültige Wort lebendig war. Was eine auch im Westen volksgerechte Ausdrucksweise suchte, um bei menschliche Gottheiten gewohnten, bisher den Kaiser als Bestimmung sehenden, zur neuen Kulturbestimmung zu werden.

Wie soll es da um den heute bedeutungslos gewordenen jungen Mann und beim „Wort vom Kreuz“ um diesem in den Mund gelegten Sprüche oder ihm aufgesetzte Weisheit gegangen sein?

1.6.  Wo anfängliche Presbytervefassungen nach jüdischem Muster waren oder Wanderphilosophen

Gemeinden vorstanden, dann funktionale Strukturen in paulinischer Weise (bekanntlich von schöpferischer Weisheit ausgehender) eine Einheit für den künftigen Staatskult, geschaffen wurde.

Wie wollen Sie Christen, die sich als „wahren Juden“ verstanden ihren jungen Mann unterjubeln?

Sie wissen doch, wie Juden das von einem unsagbaren Grund ausgehende, in kosmischer Realität begründete Wort/Vernunft des Werdens Heil war. Und wie dabei dann in  zwischentestamentlicher Zeit bei philosophischer, frühökologischer Begründung auch von Weisheit im Sinne der Könige Saul, David oder Salomo, dann  Jesus gesprochen wurde.

Und wie wollen Sie (ähnlich wie Sie das aufgrund Ihrer Hypothese bei den Verfassern von Lukas & Co, den Johannes- oder Paulustexten tun müssen ) nun auch Wanderphilosophen als frühen Gemeindevorstehern unterstellen, einem Handwerksburschen einen Heiligenschein aufgesetzt zu haben, damit dieser der Bildung gerecht wurde? Wollen Sie Wanderphilosophen, die sich nicht nur als Kyniker oder Stoiker eindeutig in antiker Ökologie begründeten, unterstellen, sich der Sekte eines bibelschlauen Handwerksburschen angeschlossen zu haben? Denn das wäre bei Ihrem angebliche historischen Jesus, der nicht mehr einfach als Christus gelten kann, heute die Voraussetzung.

Und dass es bei den Gemeinde-Strukturen Paulus um eine Weisheit ging, die sich in kreativer Wirklichkeit, nicht im Kopf der Menschen begründete, haben Sie selbst erklärt.

Welche Fehlschaltungen führen dazu, dass Sie weiter auf einen jungen Mann bestehen, statt zu bedenken, wie die Weisheit in der Kirche in der Rolle eines Gottessohnes mit zwei Beinen das Kreuz der Vorbilder trug? Was bekanntlich auch die ablehnten, die das Wort auf Arabisch in einem Propheten sprechen ließen.

Oder ging es auch bei philosophischen Denkern arabischer Aufklärung, denen bekanntlich ebenso der Logos, die Weisheit galt, nur um eine Heilsprediger-Verherrlichung, ein Hirngespinst des Glaubens. Das dann nach Forschung ihres kath. Kollegen Karl-Heinz Ohlig  zu Mohammed wurde?

(Warum allein die Vordenker des Islam, der Jesus und sein Mutter im Koran deutliche Belege für die Weisheit/den Öko-Logos als Christus sind, auch dortige Aufklärung die christliche voraussetzt, wird unter www.jesus-lebt-wirklich.de weiter ausgeführt.)

1.7.  Wo sich aus dem Streit um den das Wesen des Logos, der Weisheit, dann Kanon, Kirche, wie

später Koran, auch radikal-asketische christliche Bewegungen und ganz unterschiedliche Lehrmodelle entwickelten, dann ist all dies verständlich.

Sie wissen, wie allein im Judentum ganz unterschiedliche vielfältige Reformbewegungen waren, im Zeitenwandel nach Erneuerung des alten Bundes gesucht wurde. Wie für als Weltbürger geltende hellenistische Juden der Diasproa, die im bildhaften Verstand der Thora die Moses-Propheten als frühe Philosophen sahen, der Kosmos der wahre Tempel war. Und wie die in früher Ökologie begründete Vernunftlehre im neue Bund/Verstand als die bisher nur Beschnittenen geltende Bestimmung (Wort) galt. Was auch als Weisheit bezeichnet wurde, bei Philo von Alexandrien als Josua, lat. Jesus definiert ist. Der damit als genau das zu sehen ist, was Juden als Gottes- oder Menschensohn galt und aus dem Stamme Davids kam.

In diesem Sinne habe ich auch schon mehrfach darauf hingewiesen, wo die frühökologische Weisheit als neuer Judenkönig galt. Und wie dies von Philo in einer Josefsgeschichte gar dem römischen Senat als Staatsmodell eine Kultur-Demokratie der Weisheit vorgestellt worden sein soll, zumindest in Diskussion stand, ist Ihnen auch bekannt. Wie das die im Neuen Testament beschriebene Basileia (Königsherrschaft) schöpferischer/ökokologischer Vernunft, damit historische Heilshoffnung „Josua“, lat. Jesus war, liegt auf der Hand.

Aber möglicherweise sind die christlichen Anfänge nicht nur im hellenistischen Judentum zu suchen. Auch wie die vielzähligen, im Wandel der Zeit erwachsenen, im Öko-Logos-Christus begründete weiteren urchristlichen Erkenntnisbewegungen, Kirchen, die das Judentum ablehnten, sind zu bedenken. Auch beispielsweise Simon Magnus, in dem diese Denkweisen möglicherweise zusammengefasst sind (eine anderer Petrus als der römisch-katholische) standen am Anfang. Es waren im Wissen der Zeit begründete Erkenntnislehren, die die Äonenmodelle, den in Vernunft erklärten Lebensfluss als wahren „Sohn“ bezeichneten. Der einzig auf seinen unsagbaren Grund verwies: Vater. Wobei der mangelnden allegorische Verstand der Thora dazu führte, dass dies nicht mit dem allzu menschlichen Schöpfergott der jüdischen Mythen zusammengedacht, die Thora abgelehnt wurde und so Paulustexte und eine Logos-Christus-Erzählung (vergleichbar Lukas), ohne jüdischen Bezug erstmals herausgegeben wurde.

Was hat das aber alles mit einem trinkfreudigen Galiläer zu tun, wie Gerd Theißen nicht nur in Heidelberg den Studenten den Grund christlichen Glaubens vermittelte und auf den Sie weiter beharren?

Wenn heute den christlichen Anfängen in Simon Magnus und dem Markionismus kein junger Mann mehr unterstellt werden kann, sondern eine philosophische Lehre bedacht wird. Dann ging es genau um den Öko-Logos, die Weltvernunft, die als Weltbürger geltenden hellenistischen Juden zur Zeit und in Definition Jesus als Wort/Bestimmung verstanden, was so weltgültiger Bund war.

Aber wenn Sie sich weigern, das hellenistische Judentum, aus dem die Christologie stammt, so von Ihren Kollegen wie Jörg Rüpke als „Christentum“ bezeichnet wird, mit dem historischen Jesus zusammenzudenken.  Damit einen denkenden Natur-/Vernunftglauben, wie wir ihn nicht nur durch Philo von Alexandrien aus der Zeit Jesus kennen, ausgrenzen. Ist das nicht so, wie wenn sie den im Exil der antiken Hochkulturen (ob Persien oder Ägypten) von frühphilosophischen Propheten bedachten Exodus, damit das gesamte Judentum in Wasser fallen lassen würden, nur weil Sie das nicht mit einem Meeresteiler zusammenbringen können, dem beim Bergsteigen ein Engel Tontafeln in die Hand drückte?

Wenn doch der junge Mann an keiner Stelle der Geschichte, in keiner Silbe der vom Gottes-, David- Menschensohn oder so auch der schöpferischen Basileia sprechenden, damit von Weisheit oder Tempel und lebendigen Wort ausgehenden Geschichten vorkommt. Was auch alles logisch ist, wenn Sie den neuen Verstand/Bund in antiker Vernunftlehre (Öko-Logos als Christus) an den Anfang stellen.

Was hindert Sie, in aufgeklärter Weise das wahre geschichtliche Wesen „Christus“ und so auch die historische Heilswirklichkeit „Jesus“ zu bedenken?

Warum darf die kosmische und kreativ-schöpferische Größe, die die Paulustexte beschreiben, die Weisheit, die Sie nun auch der Diskussion im Korintherbrief bestätigten, nicht der im Prozess der Zeit verurteilte, der Auferstandene sein? Wer sonst als der soll den noch gesetzestreuen, den neuen Verstand/Bund verfolgenden bisher Gesetzestreuen bekehrt haben, aus einem dem bisher dem jüdischen Mythenkönig  Saulus folgenden Pharisäer, Paulus gemacht haben?

Was spricht dagegen,  auch Ihre Auslegung des Korintherbriefes, wo die Weisheit als Wort auf den Grund/Sinn allen Seins bezogen wurde, der der Schrift, wie auch der griechischen Lehren zugrunde lag und im neuen Bund/Volksverstand das Kreuz trug, in dem Ihnen bekannten aufgeklärten Verstand/Bund hellenistischer Juden (Auferstehung Josua, lat. Jesus), damit eines echt historischen Heilswesen Jesus Christus zu erklären?

1.8.  Wo sich nach dem Programm eines nach einheitlicher Vermittlung strebenden Logoslehres

wie Ignatius von Antiochien dann nach theologischem Programm das Monepiskopat entwickelte. Wo statt charismatische Schönredner oder Spiritualisten ein Bischofs von Amts wegen (in logischer Folge: Grund des Logos-Christus und dann Apostel) der der wahre Pneumatiker war.

Sprach da die damals bestimmende, von Schöpfung ausgehende Weisheit/Logos oder wurde die Weisung eines Handwerksburschen verwirklicht?

Wo sich in Karthargo dann ein ganz bedeutendes Zentrum christlichen Rechtes entwickelte, bei dem Zyprian mit Tertullian verglichen wird. Der in Vernunft argumentierte: nicht nur was Recht im Leben ist, sondern auch einzig auf den rechtmäßgigen Vater verwies. Und wo der Bischof entsprechend dem Judentum durch Handauflegung eines bei Christen auch in der Nachbargemeinde vom Volk gewählten Bischofs ordiniert wurde, sich dessen Autorität aus Apostel genannten Logos-Christus-Jüngern herleitete. Da war Weisheit am Werk.

Wo kommt da aber Ihr junger Mann vor?

1.9. Wo das Christentum anfänglich als Judentum galt, das sich bekanntlich seit Moses auf das

Wort/Vernunft des Werdens und dann auch Weisheit berief. Dann handelte es sich eindeutig um ein aufgeklärtes jüdisches Verständnis, wie wir es vom hellenistischen Judentum der Diaspora kennen. Ein neues jüdisches Verständnis/Bund, bei dem in frühökologischer Weisheit die jüdische, jetzt weltgültige Bestimmung wurde, der Kosmos Tempel, Josua, lat. Jesus lebendig war.

Oder sind auch diese Christus-Jünger nun universaler kreativer Wirklichkeit/Bestimmung (deren Väter als frühe Philosophen Schöpfung in Schrift/Wort, eines bisher nur nationalen Gesetzes fassten), zur Sekten eines Handwerksburschen übergelaufen?

Wie können Sie wissen, wie sich die kirchlichen Vordenker auf Philo, damit das aufgeklärte hellenistische Judentum beriefen, das nicht nur Alexandrien anzutreffen war. Dann aber Ihren Studenten vermitteln, da sei ein junger Guru in Visionen seiner Groupies zum Christus, dann in narrativen Geschichten für hellenistische Bildungsbürger ausgeschmückt, in der Paulusliteratur als Weisheit ausgegeben worden? Denn bei Ihrem jungen Mann bleibt nur diese Lösung.

Doch allein das Wissen, dass Christen sich nicht nur als wahre Juden verstanden, sondern so auch gesehen wurden, kippt Ihre Hypothese. Wer einen Handwerksburschen oder ein Hirngespinst als Gott verherrlicht hätte, wäre mit Sicherheit weder ein Jude gewesen, noch von antiker Bildung als solches gesehen worden.

1.9.  Wo sich dann die Wege trennten, der neue Verstand schöpferischer Bestimmung, damit auch des Gesetzeswortes von den Schriftgelehrten

 und traditionstreuen Pharisäern buchstäblich aus der Synagoge verwiesen wurde. Oder auch Simon-Magnus (der das Judentum verwerfende römischen Kirche) dem der christliche Markionismus (ohne einen Zweibeiner) folgte, diese Christen nicht als Juden akzeptiert wurden.

Geht das dann auf das Konto Ihres jungen Mann?

Muss hier nicht vielmehr das hellenistische Judentum der Diaspora bedacht werden, dessen neuer, bildloser Bund mit einem unsagbaren Grund allen Seins auch für die interessant war, die im philosophischen Monotheismus weiter Zeus oder Jupiter an die Spitze stellten.

Wenn Sie doch wissen, wie ein ganz gewaltiger, auch Griechen und Römer bewegender Geisteswandel stattfand. Bei dem im hellenistischen Judentum die Weisheit, das Wort jetzt auf universale Weise, damit weltgültig in antiker Ökologie begründet war und dieser Logos-Christus damit der wahre Gottes- als Davidsohn war, so auch als die Heilswirklichkeit Josua, lat. Jesus definiert wurde.

Wie können Sie dann die gesamten Jesusgeschichten als märchenhafte, alte Mythen aufnehmende narrative Erzählungen erklären, die den Gottes-, Davidsohn und damit den Öko-Logos, die Weisheit als König der Juden, damit Gottes- als Davidsohn auf ihrem Weg vom Heidenland nach Jerusalem beschreiben. Was sich alles als eine bildhaft erzählte historische Wirklichkeit erklären lässt, die Sie im Prozess der Zeit, der Auseinandersetzung des neuen Verstandes/Bundes, damit Jesus mit den alten Autoritäten, den schriftgelehrten Gesetzeslehren oder buchstabentreuen Pharisäern begründen könnten.

Dann sich jedoch aufgrund ihrer Hypothese vom bibelschlauen Handwerksburschen, dem aufgeklärten Verstand dieses (auch durch die Geschichten im Erbe der Vorbilder) echt historisch heilsamen „Jesus Christus“ verweigern. Statt dessen Ihre Studenten im Glauben lassen, es wäre um Visionen antiker Groupies und spätere Hellenisierung einer Heilsprediger-Sekte gegangen?

1.10.         Wo dann Christen nicht mehr als Juden galten, wie sie aufgrund finanzieller Zuwendungen

oder dem Tempelgebet für den Kaiser akzeptiert wurden, sondern die Verweigerung der traditionellen Gottheiten (damit Atheismus) im Volk auf Ablehnung stieß, als Staatsgefährdung gesehen wurde.

Da können Sie doch die Unterscheidung dieser zunehmenden auch bei Römern um sich greifenden Verweigern von allzu menschlichen Gottheiten nicht der Vergötterung eines jungen Mannes in die Schuhe schieben.

Hat da nicht mehr als deutlich die Erkenntnis/Wissen/Weisheit, damit der Öko-Logos, der auch den Philosophen galt, zur Verweigerung unglaublicher blutiger Mysterien, Orakelglaube und Kultopfer für Kaisergottheiten geführt?

Wenn daher heute klar ist, wie im  jüdischen Sinne der griechische Logos zum Christus, damit eine Weisheit/ein Wort, das die Juden als wahrer König galt, zur Kulturbestimmung wurde. Wie wollen Sie weiter die Geschichte auf den Kopf stellen, sich allem heute gegebenen Wissen verweigern und dies in ihrem jungen Mann und dessen nachträglicher Verherrlichung, apologetischer Einfärbung begründen?

1.11.         Wo Tacitus (ein Senator und mittelplatonischer Weisheitslehr wie Seneca) berichtet, dass

es Innerhalb der Juden der Diaspora „Auseinandersetzungen um einen Christus“ gab. Dann wissen Sie, worum es bei diesen Auseinandersetzungen ging. Was nicht nur der ihnen nach jeder Vorlesung schreibenden, so die Theologie des Neuen Testamentes und den historischen Jesus (auch von Markus oder der weiteren Geschichten) im neuen Verstand/Bund begründenden Philo zeigte.

Ihnen ist auch bekannt, wie auch bei vielfältigen Denker der neue, in ökologischer Weisheit „Christus“ begründete Verstand/Bund das Thema kultureller „Auseinandersetzungen“ gerade innerhalb der Diasporajuden war. Was sich auch mit Blick auf die von Herrn Strohm vorgestellten christlichen Anfänge, die vielfältigen vom Logos-Christus ausgehenden Bewegungen zeigt. Und so haben Sie ja auch in Ihrer Korinther-Vorlesung die Auseinandersetzung um die in Schöpfung begründete, auf ihren Grund verweisende Weisheit (in der Kirche als Wort vom Kreuz) bei frühen Christen deutlich gemacht.

Wie kommen Sie dann aber auf die Idee, dass Christus nur ein Titel war, der einem Handwerksburschen mit zufälligem Heilsname Jesus egal durch wen und wann verliehen wurde?

Denn dass geschichtlich etwas war, steht nicht allein durch die sog. außerbiblischen Zeugen, bei denen der „Christus“ des Tacitus aufgeführt wird, außer Frage. Eine Kritik, die nur in alten Texten nachblättert, dann Jesus Christus als Glaubens- sowie Kirchenkonstrukt oder das Neue Testament als Poesie ansieht, geht an der geschichtlichen Realität vorbei. Aber wie können Sie Studenten an einer Eliteuniversität des 3. Jahrtausend  beibringen, bei dem damals als „Christus“ diskutierten, so historisch gegebenen Heil „Jesus“, wäre es um Ihren jungen Mann und dessen Heiligsprechung oder dessen apologetische Aufwertung für die Bildung gegangen?

        2. Verfolgung des in Vernunft begründeten Atheismus, der die Weisheit verehrte

2.1. Wo dann das Volk allerlei Gerüchte in die Welt setzte, die Christen als eine eigene Gruppe

wahrgenommen wurde, die sozial isoliert war, weil sie den Gottheiten, die Rom groß gemacht hatten, die Ehre verweigerten. Und wo allein die Berufung auf den Logos-Christus für den Verdacht ausreichte, ein atheistischer Staatsgefährder zu sein.

Dann ist das nicht nur in den das Alte Testament ablehnenden Logos-Christus-Jüngern (Markioniten) zu erklären, sondern auch denen der jüdischen Diaspora, für die nun der Kosmos der neue Tempel, so die versöhnende Brücke zum hellenistischen Weltbild bauten und die taub gewordene buchstäbliche Gesetzlichkeit mit ihrer Ritusversessenheit und Werkgerechtigkeit verdammten.

Wie wollen Sie das aber in der Verehrung eines christlichen Zeus oder Serapis (als diese Göttermischform bezeichnete Kaiser Domitian in einem Brief den Öko-Logos, der schon das Kreuz der alten Kulturbilder trug), die Ablehnung im Volk erklären? Denn dies hätte, anders als die in Weisheit begründete Götterverweigerung, bei der die Weisheit im jüdischen Kultkonzept selbst die Königsrolle einnahm, Kultobjekt war, zum römischen Kult mit seinen austauschbaren Gestalten, dem reinen Kultritus ohne Konzept ganz gut gepasst. Das wäre im Volk nicht groß anstößig gewesen.

2.2. Wo zwar die Fürbitte für kaiserliche Obrigkeit geleistet, aber menschliche Gottheiten, wie der

Söhne des nachträglich zu Gott erklärten Kaisern das Kultopfer verweigert wurde.

Wie kommen Sie dann mit Blick auf die mittelplatonische Hochzivilisation und Bildung, gerade bei hellenistischen Juden, deren neuem Verstand/Bund… auf die absurde Idee, ein häretischer Heilsprediger, der nach seinem grausamen Tod zu Gott erklärt wurde, wäre rund um das Mittelmeer als Herrlichkeit gesehen worden? Oder dieser hätte auf den Sinn/Grund allen Seins verwiesen und so dann zur Verweigerung des mysteriösen Opferkultes für die Augustesse geführt?

Wie kann ein bibelschlauer Handwerksbursche in Mitten der rund um das Mittelmeer geltenden mittelplatonistischen Weisheit als diese ausgegeben worden und geglaubt worden sein?

Ist es nicht völlig ausgeschlossen, dass der Hochzivilisation, wie sie sie allein in den antiken Rhetorikern beschreiben, Ihr junger Mann durch Hirngespinste seiner Anhänger und apologetische Einfärbung für die Bildung zu der universalen Bestimmung wurde, die im aufgeklärten Judentum gegeben war? Das ist doch so, wie Ihnen und ihren Kollegen von den naturwissenschaftlichen Fakultäten unterstellen zu wollen, sie würden ab sofort einen Guru, wie sie durch die Hauptstrasse von Heidelberg ziehen, als Welterklärung und die daraus abzuleitende Weisheit ausgeben. Oder sie würden aufgrund einer apologetischen Beschreibung, die Sie bei Ihrem Handwerksburschen unterstellen müssen, sich der Sekte dieses Heilspredigers anschließen.

Wenn aber die Weisheit/Vernunft im Kult an die Stelle der Kaisers trat, deren Autorität als Mittler kosmischer Ordnung zu Ende ging, dann ist dies ebenso verständlich, wie dass dafür ein Evangelium mit einer menschlich-begreifbaren Heldengestalt gebraucht wurde. Weil nur „im Wort vom Kreuz“ (von dem die „Hellena“ als Kaisermutter der Legende nach Stücke anschlepppte) die gegebene Heilswirkung „Jesus“ Wirklichkeit wurde.

2.3. Wo um 120 auch Sueton beschreibt, dass Tumulte durch einen gewissen „Chrestos“ ausgelöst

wurden. Da muss ich nicht wieder darauf verweisen, wie es bei den im Korintherbrief von ihnen dargelegten Differenzen, aber auch den Tumulten, dem christologischen Streit, bei dem die Bischöfe über viele Jahrhunderte auch handgreiflich wurden, um die in Schöpfung begründete, auf ihren einen Grund verweisende Weisheit/Vernunft ging.

Vielmehr sollte selbst der Christusbegriff, der nun den Gesalbten im jüdischen Sinne, damit den König der Juden beschreibt, nicht nur vom offensichtlichen Sinn her auf die Weisheit verweisen, die bereits in jüdischen Stamm-Mythenkönigen wie David (kein inzwischen übrig bleibender Dorfhäuptling ohne Tempel) personifiziert war. Was aber nicht mit ihrem jungen Mann zu machen ist. Glaubenskritiker haben mich vor Jahren darauf verwiesen, wie bereits Homer einen ähnlichen Begriff für das gebrauchte, was dann in Natur begründete Weisheit/Weltvernunft war.

2.4. Wo Nero Vorurteil im Volk gegenüber den Logos-Christus Anhängern nutzte, um den

wahrscheinlich durch seine Palastbaupläne bedingten Brand Roms diesen sonderbaren Juden in die Schuhe zu schieben, zu den sich auch immer mehr unbeschnittene (Römer und Griechen) bekannten.

Was hat das mit dem zu tun, was Sie heute den historischen Anfängen unterstellen? Eine Christologisierung im jüdischen Sinne oder eine der Bildung gerecht werdende hellenistische Einfärbung als Logos, die Sie heute bei Ihrem bibelschlauen Handwerksburschen und seiner Sekte anführen müssen, kommt in der Geschichte nicht vor. Und auf einen Gott mehr oder weniger, wie die Vegetation, aber auch die Weisheit in regional unterschiedlichen Begriffen/Gestalten verehrt wurde, wäre es damals auch nicht angekommen. Das wäre nicht weiter aufgefallen, hätte nicht zu den Vorurteilen im Volk geführt.

Doch auch wenn Kaiser durch die Vergötterung von Vorgängern wie Augustus als Gottessohn auftraten, ähnlich der Pharaonengottheiten. Von denen sich bekanntlich Hebräer, die das Wort (Schrift/Gesetz gewordene Schöpfung) eines unsagbaren Grundes verehrten, befreiten. Worauf sich dann die Christen zu Recht beriefen. Eines ist sicher: Ihr junger Galiläer wäre dort, wo die in die Jahre gekommenen blutigen Mysterienkulte der Verehrung der Vegetation/Kreativität auch in Kultur dienten, in keiner Weise zu Ehren gekommen. Ihr junger Mann wäre dann bei den bekannten anfänglichen Denkern, in Kanon- und Kirchbildung völlig unmöglich an die Stelle der unglaublich gewordenen allzu menschlichen Mythengottheiten getreten, die für die Vegetation, das Werden, wie menschliche Tugenden oder Weisheit standen.

Denn auch wenn unterstellt wird, die Römer hätten junge Männer als Gottheiten verehrt. Darum ist es den antiken Denkern bei ihren Vegetationsverkörperungen, ist es bei Mithras, Iris, Osiris, Herakles & Co. und noch weniger bei Zeus oder Jupiter gegangen, die Ausdruck philosophischen Monotheismus waren. So wenig, wie die in Naturprinzipien begründete ägyptische Maat (laut Jan Assmann für Gerechtigkeit und Zukunft stehend die ägyptische Hochkultur tragend) oder bei der römische Weisheitsgöttin Minerva (über dem Eingangsprotal der Uni für den lebendigen Geist stehend) junge Mädchen waren.

Wie Sie daher unterstellen, dass der Grund des in antiker Hochzivilisation, in Mitten des Mittelplatonismus in religionswissenschaftlicher Reform entstandene Christuskultes, der die alten Gottheiten ablöste, ein junger Mann war, dem die Weisheit von seinem Sektenverfolger nur aufgebunden wurde? So wenig Sie aufgrund der in Assmanns Buch über dies vertikale, von Schöpfung ausgehende Gerechtigkeit abgebildete oder vom Portal der Uni blickende Frauengestalt die Einfärbung von jungen Mädchen als lebendiger Geist oder schöperische Weisheit schießen können, ist das in der Lehre zu machen, die Sie vertreten.

Und noch weit, weit weniger wäre der junge Mann, damit eine Art Göttergestalt (die noch nicht mal für Vegation/Werden stand) mit Juden zu machen gewesen, für die das Werden auf bildlose Weise als Wort/Bestimmung war. Womit dann die in früher Ökologie begründete Weisheit der wahre König war. Was von menschlichen Mythengottheiten, wie Pharaonenopfer befreit hatte. Sie können es drehen und wenden, wie Sie will, der Heilspredigersekte, deren Guru zum maßgebenden Logos, universaler Bestimmung/Wort ausgegeben wurde, lässt sich das wahre Judentum, als was sich anfängliche römisch-katholische Christen sahen König nicht begründen. Auch der wahre jüdische König, den der  römische Zenturio am Kreuz  sah, kann kein häretischer Heilsprediger gewesen sein, dem aus unerfindlichen Gründen der große Prozess gemacht wurde. Doch der ist mit Blick auf den Öko-Logos-Christus und damit Jesus zu beobachten.

So wenig wie aufgeklärte hellenistische Juden alle Moses-Mythen in bildhafter Weise erklärten, scheint es heute notwendig, jede einzelne Jesusgeschichte übertragen zu müssen. Doch mehr noch als im hellenistischen Judentum, das die Moses-Geschichten der Thora aufgriff, um nach aufgeklärtem Verstand die sich erst in neuerer Forschung bestätigte alte Philosophie (beispielsweise die Exils-Schule Zarathustras) zu beschrieben, ist es heute möglich, die Wesensaussagen des Neuen Testamentes, damit dessen Theologie in aufgeklärter Weise zu verstehen.

Die römische Weisheitsgöttin, die über dem Portal der Neuen Uni den lebendigen Geist verkörpert, soll übrigens nach einem aufklärerischen Denker auch das Licht der Erkenntnis spenden, wodurch die Religionen der Welt zusammenfinden. Dass die Weisheit/Erkenntnis, die vor 2000 Jahren in Christus zur kulturellen Synthese führte, die Aufgabe der Hochschulwissenschaft bleibt, hierzu die Frage nach dem historischen Wesen Jesus in aufgeklärter Weise ganz wesentlich ist, muss ich nicht ständig betonen.

2.5. Wo dann unter Domitian 81-96, erste Christenverfolgungen waren,

nachdem Plinius um Rechtsklärung bat, ob die gängige Praxis, den streitenden Juden allein wegen ihrem Bekenntnis zum Logos-Christus den Prozess zu machen.

Auch da kann es nicht um die Sekte gegangen sein, die einem Handwerksburschen ein christologisches Hirngespinstes aufsetzte,  und dies dann als Weisheit verherrlichte und diskutierte. Nicht die Visionen, die Sektenanhänger hatten und ein apologetische Konstrukt eine Logos-Wesens auf zwei Beinen, wegen dem antike Bildungsbürger dann den traditionellen Gottheiten die Ehre verweigerten, hat zur Verfolgung von Christen geführt. Der von Plinius erwähnte Judenstreit um die Weisheit, das Wesen des Öko-Logos-Christus ist Ihnen bekannt, nicht nur im Korintherbrief das Thema.

Und wie die Bildung/Weisheit/Erkenntnis auch bei den Griechen dazu führte, dass die Mysterien in Frage standen, die alten Mythen-Gottheiten ihre Autorität verloren, unglaublich geworden waren, gleichwohl der gemeinsame Kult als notwendig für das Wohl, die Zukunft des Staates erkannt war, daher auf die Verehrung teil reaktivierter mythischer Vegetationsverkörperungen bestanden wurde, ist auch bekannt.

2.6. Wo die Kaiser es als staatsgefährdend und Majestätsbeleidung sahen, wenn Reformjuden,

denen sich immer mehr Römer anschlossen, den Rom groß machenden Gottheiten die Opfer verweigerten.

Dann hat auch das nichts mit eine Heilspredigersekte aus Galiläa und dessen spätere Verherrlichung zu tun. Wo neben vielen philosophischen Denkern selbst Epikur, der Schutzheilige Neuer Atheisten, die Notwendigkeit des Kultes erkannten und diskutierten, hat war es die Vernunft/Weisheit die die Mithras-Mysterien oder dann ein Art Monotheismus mit Zeus oder Jupiter an der Spitze verlangte. Wie daher das neue christologische Judentum, dessen nun universale Begründung und damit auch Geltung eines bildlosen Bundes in vernunftbegründeter Bestimmung Zulauf bekam, liegt auf der Hand. Wie aber Römer zur Sekte eines Handwerksburschen übergelaufen sein sollen, der als Weisheit ausgegeben wurde und daher den alten Gottheiten die Opfer verweigerten, ist im Licht des Wissens um das damalige Denken betrachtet, völlig unerklärlich.

2.7. Wo aber Domitian die polizeiliche Fahndung nach Christen verbot, keine anonymen Anzeigen

aus der Bevölkerung akzeptierte, sondern ein Ankläger mit seiner Person eintreten musste. Wo kein Abschwören vom Logos-Christus verlangte wurde, sondern der seinen alten Gottheiten treu bleibende Kaiser im reichsweit geltenden Antwortschreiben die Straffreiheit sicherstellte, wenn die Christen bekannten, auch für den Kaiser zu beten.

Da hat nicht nur beim weiter alten Gottheiten treuen Kaiser selbst eine die Antike bestimmende Weisheit gesprochen, sondern zeigt sich die auch als Grund des neuen Christus-Kultes und seiner Strukturierung in Kanon und Kirche.

2.8. Wo dann der Stoiker Mark Aurel, der aufgrund seiner vor Weisheit strotzenden, in den

Kriegsmantel eingenähten Selbstbelehrung (die heute mehr als aktuell wäre), als großer Philosophenkaiser gilt. Der aus traditioneller Weisheit die Treue zu den alten Gottheiten einforderte. Womit dann echte Christenverfolgung war.

Dann wäre es Ihre Aufgabe, im Stile der damals an den Kaiser schreibenden christlichen Denker (heute mit Unterstützung der Psychologen, Neurologen, Kultur-, Kommunikations- und Evolutionswissenschaftler, die auch von der Notwendigkeit kultureller Bilder/Phantasien im evolutionären Wandel oder der Funktion des Kultes für einen „Superorganismus“, damit auch ein funktionierendes Staatswesen, besser Weltbürgertum schreiben) zu argumentieren:

-Wie auch heute in der Entwicklung der Zeit ein Kulturwandel unausweichlich ist.

-Wie sich auch heute die in Ökologie begründete Weisheit, wie sie die Stoiker definierten, der Kaiser anstrebte, die Rhetoriker predigten, nicht in Mysterien, geheimnisvollen, meist persönlichen Gottheiten oder Rhetorik verwirklichen lässt.

-Wie vielmehr der Christus-Kult, bei dem die in Schöpfung begründete, auf ihren Sinn/Grund (Vater verweisende) Weisheit im Kopf der Menschen mit dem gesamten Instrumentarium der Kultur wieder bestimmend werden, auf friedliche Weise Weltbürger machen, für eine gemeinsame Verant-wort-ung begeistern kann.

Was zu einer Kulturbestimmung und sozial-gemeinsinnigen Lebensweise führte, die damals die kaiserliche Logos-Selbstbelehrung ebenso vergeblich suchte, wie heute grün-rote, auch in der Kirche gehaltene Vernunftpredigten. Denn dass eine Vernunftpredigt keine Religion ersetzt, war selbst den spätantiken Kaiser klar. Die daher die alten Gottheiten reaktivieren wollten, Christen verfolgten und dann seit Konstantin im Christuskult die Lösung, den notwendigen Gemeinschaftskult der Zukunft sahen.

Nebenbei: Allein die Selbstbelehrung des Kaisers zu lesen und sich dann mit der Stoa zu befassen, müsste klar machen: Wo die in Schöpfung begründete Weisheit, der Gemeinsinn, damit die philosophisch abstrakten Sozialutopien dann zur Kulturbestimmung christlicher Gemeinden wurde. Da ist kein bibelbelesener galiläischer Zimmermannsohn, den dessen „junge Frau“ zur Welt brachte, als Christus zur universalen Bestimmung, dem auch für Griechen geltenden „Wort“ geworden.  Wie aber die in natürlich-schöpferischer Realität ge-/bezeugte Weisheit nur als „Wort vom Kreuz“ in der volksbekannten Weise eines galiläischen Weisheitslehrers Heilswirklichkeit „Jesus Christus“ werden konnte, wurde das nicht auch von Paulus im Korintherbrief argumentiert?

2.9. Wo die Verweigerer traditioneller Gottheiten, die nun nicht mehr als Juden galten, unter den

Augen der Volksgaffer den Löwen vorgeworfen wurden.  Und wo dann auch die Märtyrerverehrung entstand. Bei der die Passion Jesus in stilisiert-erbaulichen Berichten oder nach den antiken Prozess-Gerichtsakten nachgestellt wurde. Da ging es nicht um den Tod eines bibelschlauen und daher in altjüdischen Sinne als häretisch geltenden Besserwissers.

Der Prozess der Zeit „von Pontius bis Pilatus“, setzt sich in der Christenverfolgung fort. Ein Prozess, bei dem der neue Verstand/Bund hellenistisch aufgeklärter Juden als Christus (damit das historische Heil „Jesus“) zuerst von denen, die das alte Gesetz lehrten, als Pharisäer ihr gutgemeinte, aber vergebliche Predigt in Buchstaben begründeten, verurteilt wurde. Ein Jesus Christus, der auch von denen verfolgt wurde, die Weisheit philosophisch bedachten und predigten, aber weiter alten Gottheiten opferten.

Und so sind auch die beiden Literaturformen, die ausgeschmückte Passion, wie die konkrete Prozessakten zu erklären, die aus den Märtyrerakten bekannt sind. Ebenso ist zu verstehen, dass Denker, die der jüdischen Gesetzlichkeit, wie den griechisch-römischen Gottheiten aus Vernunftgründen abgeschworen, den Eid für die Weisheit, den Logos als Christus abgegeben hatten, nicht ihren aufgeklärten Verstand abgeben, Auferstehung verleugnen, Rückfällig werden wollten. Sich auch durch staatlichen Zwang nicht wieder in dazu bringen ließen, den Kaiser oder die alten Gottheiten zu verehren.

Wie aber wollen Sie Ihre Hypothese vom Handwerksburschen aufrechterhalten, der aufgrund von Visionen seiner Anhänger herrlich und später als Logos-Christus ausgegeben wurde, um eine sonderbare Sekte für philosophische Bildungsbürger schmackhaft zu machen?  Sind die Märtyrer dann für ein Hirngespinst in den Tod gegangen, das sie nach Ihrer Hypothese selbst in die Welt gesetzt hätten?

Auch wenn das bei ernsthafter Auseinandersetzung der verschiedenen frühchristlichen Denkweisen, Bewegungen, dann der christologischen Diskussion, die auch im Korinther geführt wird, nicht möglich ist. Weil hier eindeutig die Weisheit, das Wesen der Vernunft das Thema war. Bei oberflächlicher Geschichtsbetrachtung kann man mit Blick auf heutige Theologiedebatten (wie den heutigen Streit um das Abendmahl zwischen Katholiken und Protestanten), auch den Anfängen unterstellen wollen, über Glaubensgespinste „Kaisers Bart“ gestritten zu haben. Doch dass wegen selbst entworfener Konstrukte, mit denen eine Heilspredigersekte hellenisiert, apologetisch für Bildungsbürger schmackhaft gemacht wurde, wie Sie ähnlich argumentieren müssen, Denker den Tod auf sich nahmen, schließt sich aus.

Wenn die anfänglichen Denker aber wirklich von Weisheit, Vernunft, dem Öko-Logos-Christus ausgingen, was kein ernsthaft denkender Mensch abstreiten kann. Wieso lassen Sie Ihre Studenten und die gesamte Welt im Glauben, dass der Grund der Christusgeschichte ein junger Mann gewesen sei?

Als Klaus Berger vor wenigen Jahren in Heidelberg das Neue Testament lehrte, gab es kein Problem: Bei ihm sind Märtyrer noch für Christus in den Tod gegangen. Doch wer historisch-kritisch „A“ sagt, muss auch weiterfragen. Denn die Geschichte lässt sich nur in Vernunft erklären, der Weisheit, die auch nach Paulus, damit in der Kirche des Westens das Kreuz zu tragen hatte und nicht umgekehrt.

Es ist daher mehr als sträflich, künftige Lehrer, Pfarrer oder auch Forscher im Glauben zu lassen, dass ein junger Mann, dem damit nicht weiter relevante Logos-Weisheitskonstrukte als Christus nur apologetisch aufgesetzt wurden, der eigentlich Grund der Geschichte gewesen sei. Damit verhindern Sie das heute in Jesus gegebene Heil, statt entsprechend ihrer Aufgabe die wissenschaftliche Gabe zu nutzen. Was die Voraussetzung wäre, damit die in Ökologie begründete Weisheit oder Weltvernunft in aufgeklärter Weise zur gemeinsamen Kulturbestimmung und so mündig begeistert gelebt wird.

            3. Wie für die Weisheit eine Kirche, der Volkskult des Westens gebaut wurde

3.1. Wo sich dann im 3. Jahrhundert die frühkatholische Kirche weit über die Geburtsstätten der

Christologie Alexandriens oder Antiochiens, die neue nordafrikanische Christologie-Rechtszentrale Karthago oder die alte Kultmetropole Rom im Westen ausbreitete, auch ein Bischof wie Irenäus in Gallien maßgeblich am Bau von Kanon und Kirche mitwirkte.

Da lässt sich um so mehr verstehen, warum die Weisheit an der Wurzel westlicher Kirche das Kreuz des Kultur-/Volksverstandes ihrer Zeit zu tragen hatte. Wie es auch bei Paulus diskutiert wird. Mit den weisheitlichen Überfliegern aus Alexandrien, so wenig wie mit den abstrakt-philosophisch bleibenden Vernunftlehren in Athen wäre eine Kulturbestimmung bei den Franken und Germanen nicht zu machen gewesen. So wundert auch nicht, wenn sich Irenäus, ähnlich wie im Korintherbrief im Namen Paulus geschildert, in umfassender Weise gegen rein intellektuelle christliche Weisheitslehren wendet. Wenn er Weisheits-Christologien, die das Kreuz der alten Kulturbilder nicht auf sich nahmen, als sich zu Unrecht auf Erkenntnis berufend verwirft. Aber so wenig auch nur einem der kirchlichen Vordenkern, kann dem Justin fortsetzenden systematischen Logos-Theologen, der als intellektueller Kopf mit großer Schaffenskraft in Abgrenzung gegen verworrene Äonenlehren oder dualistische Modelle auf die die Einheit des einen Grundes aller Kreativität bestand und maßgeblich die Kirche prägte, weder die Vernunft/Weisheit, noch Erkenntnis abgesprochen werden.

Heute ist doch klar, dass sämtliche kirchlichen Vordenker von der Logos genannten Vernunftlehre, damit Weisheit ausgingen, die in früher Ökologie begründet war. Und wie die Johannesverfasser nicht nur die eigene Jesusgeschichte, sondern auch die der Synoptiker im Öko-Logos jüdischer Philosophie begründen oder Paulus beim christlichen Wesen über die Weisheit streitet, habe ich bei Ihnen gelernt. Und wenn der biblische Jesus allgemein auch als Weisheit in Person gilt, dann heißt das doch, dass es hier um das Wort vom Kreuz ging, wie es die Kirche für den Volksverstand als Voraussetzung sah: Die Vernunft/Weisheit, die nur in fleischgewordener Ausdrucksweise, am Kreuz der nur so erfüllten kulturellen Vorbilder zur Heilswirklichkeit werden konnte. Doch der junge Mann, der für den weltgültigen Bund so wenig in Frage kommt, wie für die durch frühphilosophische Moses-Propheten ein Meeresteiler notwendig ist. Der kann weder Grund neuen Verstandes, damit jetzt universaler Bestimmung/Bundes gewesen sein, noch kommt er in der Kirchengeschichte oder den Christus-Geschichten und der von Ihnen dort oder bei Paulus begründeten Theologie vor.

Ich kann zwar verstehen, wie schwer es einem Wissenschaftler, der auf die Hypothese vom Heilsprediger Jesus all seine bisherigen Lehren, sein ganzes Lebenswerk, wie seine Glaubensvorstellungen gebaut hat fällt, Gewohntes in Frage zu stellen. Doch wenn Sie weiter einen Handwerksburschen an den Anfang, damit nicht nur die Jesusgeschichten, sondern die Kirchen- und Christusgeschichte weiter auf den Kopf stellen, so ist das nicht nur gegen alles gegebene Wissen. Wer durch aufgeklärte Theologie etwas erreichen will, sich nicht gegen alle Naturwissenschaft wendet und die Augen vor der historischen Frage verschließend wieder auf Buchstaben berufend will, der muss auch „B“ sagen.

3.2. Wo die alten Denkzentralen über das Datum des Osterfestes stritten, dabei Karthago an der

 jüdischen Tradition des Passah festhalten wollte und im Westen zur Unterscheidung am folgenden Sonntag Tod und Auferstehung gefeiert werden sollte.

Auch da wurde nicht über das Todesdatum ihres Wanderpredigers und seine Escheinung in Trauervisionen, Gemeindebildung und dessen apologetische Aufwertung für hellenistische Bildung gestritten, sondern das jüdische Heilswesen.

Wo eindeutig an das Judentum angeknüpft, gleichzeitig eine Unterscheidung hervorgehoben werden sollte und darüber theologisch gestritten wurde. Kann es da um die einem hingerichteten Heilsprediger aufgesetzte Christologie gegangen sein, wie es bei Ihrer Hypothese zu unterstellen wäre?

Warum fragen Sie nicht wie der alten Bund historisch auf neue Beine gestellt wurde und wo die nicht in einer Heilspredigerverherrlichung zu erklärende Unterscheidung liegt?

Denn die war nicht nur im Osterstreit, sondern den gesamten Jesusgeschichten, damit der Christusgeschichte oder der von Ihnen vorgestellten Theologie des Neuen Testamentes das Thema, wo die Erfüllung des Alten Testamentes war und ein weltgültig gewordener Exodus beschrieben wird. Aber der ist mit einem bibelschlauen Handwerksburschen, dessen Sektenverfolger dann ist Judentum zurückgeholt wird, das sich allenfalls der Stoa bediente, nicht zu machen ist.

Ich bin Herrn Strohm für die klare Gliederung der frühen Geschichte und die vorgestellten Fakten dankbar. Denn auch wenn bisher klar war, dass die gesamte Jesus-Geschichte in schöpferischer Vernunft/Weisheit begründet ist. An jeder Stelle der Geschichte ergeben sich neue Beweise, wie die Weisheit und kein dazu gemachter Wanderprediger die historische Wirklichkeit Jesus Christus war und wie der Weg verlief, auf dem die Weisheit/das Wort für den neuen weltgültigen Bund/Verstand im Volkskult des Westens das Kreuz ihrer Vorbilder zu tragen hatte.

3.3. Wo nicht allein die gesamten kirchlichen Vordenker, allein schon der bisher für die Natur-

/Sonnenordnung in Kultur stehende Konstantin und seine Familie oder seine Berater (Bischöfe), die über das Wesen und den Weg der so begründeten Weisheit ganz unterschiedlicher Ansicht waren, sichere Zeugen für die Vernunft als christliches Wesen sind.

(Neben Konstantin traten bereits vor Jahren auch Seneca oder Kaiser Julian, der als philosophischer Christenkaiser wahrscheinlich wegen der unheiligen Diskussion um das Wesen des Öko-Logos-Christus auf seine beiden letzten Jahre die alten Gottheiten wieder einführen wollte, unter www.jesus-lebt-wirklich.de als Zeugen für den Logos-Christus auf).

Da wird bei der Betrachtung der einzelnen geschichtlichen Fakten nun noch deutlicher, wie dann die Heilsgeschichte „Jesus“ verlaufen musste.

3.4. Wo dann bei einem bisher für die kosmische Sonnenordnung, so Weisheit in Kultur stehenden

Kaiser wie Konstantin für den Logos-Christus eine Geburtstagsfeier, das Weihnachtsfest ins Leben gerufen wurde, die später auch die germanische Naturvergottung, Tannenbaumkult & Co. aufnahm.

Da war dies der Weg, auf dem die Vernunft/Weisheit zur Geschichte wurde. Je mehr man sich mit der geschichtlichen Realität auseinandersetzt, desto klarer wird das Bild, ist auch die Notwendigkeit der menschlichen Ausdrucksweise im Sinne der Vorbilder, die Weiterführung der alten Kultvorstellungen im neuen Sinne zu erkennen: Damit das Kreuz, durch das die Weisheit ihre Heilsfunktion in westlicher Welt erfüllte und so weiterzuführen ist.

3.5. Wo frühchristliche Denker den Sinn ihres Seins, den Grund alle Kreativität in Vernunft

bedachten, daraus Weisheitslehren entwarfen, dafür ein neuer Kult, der Kanon und die Kirche entstand, war der Logos-Christus eine ebenso reale Größe, wie die sich heute in Ökologie begründete Weisheit, Weltvernunft.

Im Wort vom Kreuz nicht nur die historische Heilswirklichkeit Jesus zu bedenken, sondern diese in aufgeklärter Weise weiterzuführen, ist mehr als not-wendige Aufhabe heutiger Hochschulwissenschaft.

3.6. Wo in Reaktion auf die „zentrifugalen Kräfte“, die sich verflüchtigenden, geheimnisvoll und

frühwissenschaftlich-weisheitlich abstrakt bleibenden christlichen Erkenntnislehren Kanonbildung und Kirchenstrukturen als Voraussetzung für einen neuen Volkskult erklärt werden.

Da ist auch das Kreuz zu erkennen, durch das die Weisheit/schöpferische Vernunft über alle Wirren die westliche Welt bis zur Aufklärung in Verant-wort-ung nahm und heute so in aufgeklärter Weise wieder für die Weltvernunft begeistern könnte.

Weil alle gutgemeinte pharisäerische Predigt nach taub gewordenem Gesetz ebenso kurz greift, wie damals die philosophische Rhetorik oder auch christliche Weisheitslehren Alexandriens, die nicht an die kulturellen Vorbilder anknüpfen, nicht nur Kulturbestimmung führen konnten. Aber jetzt sind wir schon Mitten in Korinth, damit ihrer Vorlesung, die ohne die Geschichte der Vernunft/Weisheit nicht zu verstehen ist. Sonst ein nicht weiter wichtiger Meinungsstreit zwischen einem gewandelten Sektenverfolger und einigen zu dessen Christus Überredeten bleibt.

              4. WvK: Das „Wort vom Kreuz“ in Korinth

Ich musste erst überlegen, was Ihre Abkürzung „WvK“ bedeutet. Doch dann ist mir nicht nur klar geworden, wie es dabei nicht um das Geschwafel eines nicht mehr ernst zu nehmenden, durch Halluzinationen gewandelten Sektenverfolgers ging, der dann mit 100 bei seinem ersten Besuch in Korinth zur Gottheit eines hingerichteten Gurus Überredeten (Bildungsbürgern antiker Hochzivilisation) im Sinne verschiedener Wege der Weisheit stritt. Wie Sie es bei Ihrem jungen Mann letztlich voraussetzen müssen, aber dies dann durch Ihre Ausführungen über die Theologie der Texte selbst wiederlegen. Denn die zeigt, wie hier vielmehr der Heilsweg Jesus beschrieben wird. Bei dem das Wort/die in früher Ökologie begründete Weisheit und kein häretischer Handwerksbursche das Kreuz der Vorbilder trug, in menschlicher Ausdrucksweise, Person (Rolle/Aufgabe), die damit kein Scheinwesen, sondern kreative Wirklichkeit war, fleischwerden musste. Weil die Weisheit/Weltvernunft nur so in westlicher Kirche Heilsgeschichte, Kulturbestimmung wurde und so heute auf mündige Weise wieder werden könnte.

Auch wenn ich mich lieber an die geschichtlichen Fakten halte, als an oft im Wandel der Zeit beliebige Auslegung biblischer Texte. Doch so wie Sie die hochtheologische Diskussion um das Wesen der Vernunft/Weisheit, den Weg des Wortes vom Kreuz beschreiben, lässt sich das auch in der Kulturgeschichte beobachten. Nur dass es dort nicht nur um einige in Korinth durch einen schlechten Rhetoriker zur Gottheit eines hingerichteten Gurus Überredete ging. Wie auch keinem Handwerksburschen durch einen Sektenverfolger ein Heiligenschein als Christus verpasst wurde, sondern hinter Paulus ein gewaltiger Wandel steht.

Ob daher die Paulusliteratur ihren Ursprung dort hat, wo sie erstmals herausgegeben wurde, weil die Markioniten das Alte Testament ablehnten. Oder ob die Texte dort entstanden, wo der jüdische Weg im aufgeklärt allegorischen Verstand der Thora war, was dann von der Kirche weitergeführt, so möglicherweise die alte Literatur in Briefform der Mission überarbeitet wurde. Das ist Nebensache. Der Paulus, auf den sich die Kirche, der römisch-katholischen Simon-Petrus (nicht der Magnus: wie anderer römische frühchristliche Bewegungen zusammengefasst werden, in denen Hermann Detering den Ursprung nachweist) zu Recht beruft, lag im neuen, jetzt universal begründeten, damit auch für Griechen gültigen Judenkönig, des historisch nachvollziehbaren Wandels vom Saulus zum Paulus.

Wie aber können Sie diese Texte als hochtheologische Erkenntnisvorgänge erklären, die auf die schöpferische Dynamis, damit die reale, von einem Grund allen Seins ausgehende Weisheit verweisen, aus der sich die menschliche Weisheit und ihr Verstand ableitet. Wie daher auch im traditionellen Gesetz der Juden, ebenso wie bei der Weisheit der Griechen der eine Grund/Sinn allen Seins selbst gesprochen hat. Dessen Wort/Vernunft für den Volksverstand/-kult des Westens das Kreuz auf sich nehmen musste. Wie daher den verschiedenen christlichen Parteien der Zeit, egal ob nur in Korinth oder wie historisch klar, dem von einem souveränen Grund ausgehende Wandel, neuen Verständnis/jüdischen Bund und seinen teils abgehobenen Weisheitslehren das Wort vom Kreuz entgegengestellt wurde. Wie daher im Paulusbrief eine Kulturdiskussion beschrieben wird, die weit über Korinth hinausgehend, sich auch dort beobachten lässt, wo Herr Strom die „zentrifugalen Kräfte“ in vielfältigen urchristlichen Bewegungen, auch abgehobenen Weisheits/Erkenntnislehren schildert. Die sich in ihrer divergierenden Vielfalt in einem gewaltigen Kulturwandel ergaben, bei dem die Kirche des römisch-katholischen Westens dem hellenistisch-philosophischen Judentum folgte, wie wir es durch Philo kennen.

Dann jedoch Ihre Studenten im Glauben lassen, hier wäre es um das Hirngespinst gegangen, das einem wegen Häresie hingerichteten Handwerksburschen von seinem Sektenverfolger aufgesetzt wurde. Und dann hätte dieser rhetorisch unbegabte Marathonmann mit einigen bei seiner ersten Reise überredeten  Korinthern über sein Geisteskonstrukt gestritten, seinen Christus als Weisheit diskutiert, die auf verschiedene Weise unterwegs war.

Wie bereits in den vorhergehenden Texten klar gemacht, gehe ich gerade dann, wenn kein vom Geistesblitz getroffener Sektenverfolger war, von einem „echten“ Paulusbrief aus. Wie der in Synthese der Kulturen, in Tarsus (an der Schnittstelle der Kulturen, in Mitten der Stoa) geborene, in der Apostelgeschichte beschriebenen Kulturwandel im Judentum, vom Saulus zum Paulus und die davon ausgehende Mission der frühen Kirche beschrieben ist. Damit war auch das in Vernunft/Weisheit begründetes Verständnis der Vätergottheiten, des Vaters und die davon ausgehende Diskussion mit anderen frühchristlichen Denkweisen keine freie Erfindung.

Doch wenn Sie auf einen Sektenverfolger bestehen, der dann Ihren jungen Guru vergötterte oder sein eigenes Hirngespinst als neuen Glauben in die Welt setzte. Wieso bezeichnen Sie dann Ihre Vorlesung darüber als Theologie? Mit welcher Berechtigung ist die Glaubensvision, die ein Sektenverfolger hatte und dafür die Thora, wie die Stoa plünderte, Stoff für die Lehre an heutigen Hochschulen?

Ersparen Sie mir, mit meiner Unzulänglichkeit auf ihre hervorragende und sicherlich zutreffende Auslegung des Korintherbriefes einzugehen. Die Sie so wenig wie Ihre anderen Vorlesungen ändern müssen. Einzig die Voraussetzung des jungen Mannes, den Ihre Studenten dann im Kopf haben, ist allein aufgrund Ihrer Paulus-Vorlesung nicht mehr haltbar. Denn wenn hier die Proklamation eines souveränen Gottes beschrieben wird, die menschliche Theologie immer wieder in Frage stellt und dies strukturiert empirisch abgestützt wird. Wenn das „Wort vom Kreuz“ über die abgehobenen Weisheitstheologie Alexandriens gestellt wird, die mit Apollo verbunden ist, ebenso wie über das Gesetzestreue Judentum oder die Weisheitslehre der Griechen. Wenn daher die alten Autoritäten ebenso in Frage gestellt werden, wie die intellektuelle Weisheitslehren, die im Volk bedeutungslos bleiben und gleichzeitig auf die in Vernunft/Weisheit begründete lebendige Gottheit, den einen Grund/Sinn allen Seins verwiesen wird. Wenn die Weisheit nicht ihr Grund selbst ist, so wenig wie die Buchstaben, die die Schriftgelehrten predigen nur auf den zu verstehenden Sprecher/Grund verweisen. Wo daher die Dynamis der Juden und die Weisheit der Griechen entwunden wurde, um den intellektuellen christologisch-weisheitlichen Überfliegern das Wort vom Kreuz begründet entgegenzustellen.

Und wo dann auch die Verherrlichung der Natur ebenso in Frage gestellt wurde, wie der griechischen Kunst der Rhetorik, der Überredung das „Wort vom Kreuz“, die kultur-/volksgerecht Vermittlung entgegengestellt wurde . Wo der Verstand schöpferischer Bestimmung und ihre kulturgerechte Vermittlung über den menschlichen Verstand, die Weisheitslehren gestellt wurde…

Da ist es beim WvK nicht um die von Ihnen entsprechend Ihrer Hypothese genannten 100 in Korinth von einem geheimnisvoll gewandelten Sektenverfolger zum Glauben an die Gottheit eines hingerichteten Guru gegangen, die sich jetzt auf verschiedene Weisheits-Lehrer beriefen.

In diesem Sinn bitte ich Sie mit dem historischen Jesus auch das zu bedenken, was die in der Geschichte zu beobachtende, weit über Korinth hinausgehende frühchristliche Diskussion ausmacht. Wie hier ein Kulturwandel, ein im Rahmen des neuen prophetischen, sich im Öko-Logos-Christus begründender Bund/Verstand war, der an die alten Kult-Vorstellungen anknüpfen musste. Was damit auch wesentlich für die heutige Zeit wäre.

-Wo heute die Buchstaben schriftgelehrter Gesetzlichkeit nicht nur über ihren Grund/Sinn gestellt werden, von dem sie, wie alles natürliche Werden ausgeht und das nicht mit heutiger Weisheit auf einen Nenner zu bringen ist, muss ich Ihnen nicht sagen.

-Und wie uns moderne Weisheitslehren nicht weiterbringen, alle gutgemeinte Rhetorik, die nach einer ökologisch und sozial gerechten Lebensweise ruft, weitgehend vergeblich ist. Wenn nicht begeistert vom natürlichen Lebensfluss in aufgeklärter Weise an den historischen Jesus angeknüpft, die ökologische Vernunft/Weisheit im Sinn der alten Kultbilder bestimmend wird, zur Begeisterung für eine schöpferisch gerechte Lebensweise führt. Das ist nicht nur in der Tagesschau zu sehen, sondern eine die Zukunft unserer Enkel mehr als bedrohende Tatsache.

In diesem Sinne bitte ich Sie erneut, den historischen Jesus keinen guten, aber völlig bedeutungslos gewordenen Mann sein zu lassen, sondern auf wissenschaftliche Weise nach dem Wort/der in Schöpfung begründeten Vernunft/Weisheit zu fragen. Die das Kreuz auf sich nahm, so heute in aufgeklärter Weise zu verstehen ist und zur Kult(ur)bestimmung werden kann.

Mit großer Hochachtung

Gerhard Mentzel 

Jesus Christus als Wort vom Kreuz:

Heilsgeschichte der Weisheit geht weiter

Das heute gegebene Wissen zeigt, wie die Hypothese des zum Christus erhobenen Handwerksburschen mit zufälligem Namen Jesus völlig unhaltbar ist. Am Anfang stand die in Natur/Schöpfung (antiker Ökologie) begründete Vernunft/Weisheit, im jüdischen Sinne Wort, damit „Christus“. Was so auch die Heilsgröße Josua, lat. „Jesus“ als eine historische Wirklichkeit war. In der Kirche des Westens musste die im aufgeklärten Verstand/Bund (Auferstehung) erwachsene, in Schöpfung (jungfräuliche) gezeugte Weisheit, die in Jerusalem von jüdischen Schriftgelehrten, wie dann römischer Autorität verurteilt wurde, das Kreuz der Kulturen auf sich nehmen. Sie musste im Stamme Davids in menschlicher Person (Rolle/Aufgabe ihrer Vorbilder) zur Welt gebracht werden, um bis zur Aufklärung Kulturbestimmung zu sein. Was so heute aufgeklärt zu verstehen ist, um die Voraussetzungen zu schaffen, die vielbeschworene Weltvernunft, ökologische Weisheit auf mündige Weise wieder zur gelebten Kult(ur)bestimmung werden zu lassen.

Hier wird an Vorlesungen über die Formierung von Kanon wie früher Gemeinden, der Verfolgung von Christen, dann der folgenden Korinther-Vorlesung, wo die Weisheit (Christus) in unterschiedlicher Weise, in der Kirche als „Wort vom Kreuz“ definiert wurde, deutlich gemacht: Nicht nur an der Wurzel des Christentums, dann den biblischen Jesusgeschichten oder bei Paulus, auch bei der Entstehung von Kanon und Kirche, ging es beim historischen Jesus um den Öko-Logos, die Weisheit als Christus. Die in früher Ökologie begründete Weisheit, Weltvernunft, die heute vielfach vergeblich gefordert wird, musste am Kreuz der Zeit das Kreuz der Kult(ur)bilder tragen, um im Volksverstand zur Kult(ur)bestimmung zu werden. Der heute für als historisch vorausgesetzte junge Mann kommt weder im Kanon, noch der eindeutig auf die Weisheit verweisenden frühen Kirchengeschichte vor. Nachdem Jesus Christus in seiner historischen Wirklichkeit begriffen werden kann, gibt es für den Dank historischer Kritik übrig gebliebenen bedeutungslosen Handwerksburschen kein einziges wissenschaftliches Argument mehr. Die Hochschullehre ist gefordert, die Heilsgeschichte „Jesus Christus“ in aufgeklärter Weise fortzusetzen.

Wo der Öko-Logos-Christus (die Weisheit/Weltvernunft) an der Achse der Zeit in fleischgewordener Ausdrucksweise als Josua, lat. Jesus (damit historische Heilswirklichkeit) das Kreuz menschlicher Vorbilder für den neuen weltgültigen Volksverstand/Bund trug, in der bekannten Form ausgedrückt werden musste. Da ging es um eine Weisheit, die heute nicht nur in den naturwissenschaftlichen Fakultäten erklärt wird. Die in aller Munde, auf Weltklima-, wie Friedenkonferenzen das Thema ist und auch in der Kirche vergeblich gepredigt wird. Solange an den Hochschulen nicht in neuer Weise nach dem historischen Jesus gefragt, damit die wissenschaftliche Grundlage geschaffen wird, die ökologische Weisheit, Weltvernunft nicht allein auf dem Weg Jesus (des Wortes vom Kreuz) wieder zur Kult(ur)bestimmung werden zu lassen.

Wenn durch die Hochschullehre die Welt im Glauben gelassen wird, da wäre ein bibelschlauer Handwerksbursche christologisiert, für Bildungsbürger als universale Bestimmung (Wort), so Öko-Logos-Christus ausgegeben, dann verschriftet worden. Und dieses Wort hätte einzig auf die Wesentlichkeiten der Väter verwiesen, den Vater offenbart. Dann scheint auch dessen Tod besiegelt. Doch „Gott sei Dank“ zeigt sich: Der heute vorausgesetzte, allenfalls Weisheiten verkündende Handwerksbursche oder sein ihn zur Weisheit, zum Schöpfungswort machender Sektenverfolger, kommen weder in der Geschichte, noch den biblischen Geschichten und ihrer Theologie vor. Und da die sich aus dem natürlich-evolutionären Werden, der Ökologie abgeleitete Weisheit eine bestimmende Größe geworden ist. Womit das, was der Antike als Logos, Weisheit oder Weltvernunft galt, keine philosophische Spekulation, Geheimlehre für Intellektuelle, sondern eine ohne kulturelles Verständnis weitgehend vergeblich gepredigte Größe ist. Daher wird es höchste Zeit, hier wieder das zu hören, was den Buchstaben nach als Wort Gottes oder Christus galt. Was in menschlicher Gestalt zur Welt gebracht, Schrift wurde. Jesus Christus: Die universale Vernunft/Weisheit, die auf ihren personal zu verehrenden Grund/Sinn verweist, so kulturbestimmend gemacht wurde und wieder werden könnte, lebt wirklich. Die Geschichte geht weiter.

Denn es ging in der Kirchen-Geschichte, den biblischen Jesus-Geschichten, wie bei Paulus um eine aus sich antiker Ökologie ergebende Weisheit als „Christus“, was das gegebene Heil im Sinne Moses, so Josua, lat. Jesus historisch war. Der einzig auf seinen Grund/Sinn: Gott verweist und am Kreuz der Zeit und Kulturen das Kreuz der so erfüllten kulturellen Vorbilder trug. Eine Weisheit, die über menschlichem Wissen, wie alten Gesetzen, Gottesbildern steht. Die all dem zugrunde liegt und statt altersstarrer Buchstaben, Gottesbilder, menschlicher Weisheit oder Naturvergötterung zu lieben und zu verehren war und ist, um auf eine dafür begeisterte Weise gelebt zu werden.

Und so wird erneut deutlich gemacht, wie es das derzeit größte Verbrechen an der Menschheit ist, diese weiter im Glauben an einen nach seinem Tod herrlich gewordenen jungen Guru zu lassen. Der jedoch nicht nur völlig bedeutungslos geworden ist, sondern so bibel- wie kulturwissenschaftlich nicht gewesen sein kann.

Im Versäumnis christusgeschichtlicher Aufklärung wird versäumt, nicht nur die Weltvernunft, ökologische Weisheit… auf mündige Weise zu feiern und damit zur universalen Kult(ur)bestimmung zu machen, sondern auch ihren sich so offenbarenden Grund/Sinn: JHWH, Gott, Allah, Manitu, Tao...

Auch wenn die Auseinandersetzung mit von Professor Lampe, damit jedoch heutiger Hypothese wie auch seine Ausführungen der Anlass sind, die Adressaten sind alle theologischen Lehrer, die den lebendigen Geist noch nicht aufgegeben haben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Professor Peter Lampe,

die von mir immer wieder, auch bei der Vorlesung über den Korintherbrief gestellte Frage nach dem historischen Jesus, ist keine Nebensache. Als Chefausleger des Neuen Testamentes an einer deutschen Eliteuniversität wäre es ihre Aufgabe, nicht nur den Kollegen der naturwissenschaftlichen Fakultäten in Heidelberg, sondern so der Welt zu zeigen, dass es bei „Christus“ nicht um das heute angenommene Hirngespinst des Glaubens ging, das einem Heilsprediger aufgesetzt wurde. Wonach  die Theologie nicht mehr ernst genommen wird, von der keine Lösung der Weltprobleme zu erwarten wäre. Vielmehr so der Glaube zu Recht als große Gefahr gesehen, sein Missbrauch und sein Fatal-Fundamentalismus zum Grund für millionenfaches und tägliches Morden geworden ist.

Wer mit Hilfe der Erkenntnis-, Hirnforschung und Psychologie uralte Fragen aufrollend „Die Wirklichkeit als Bild“ beschreibt. Der hat auch die Gabe deutlich zu machen, wie die ökologische Weisheit und kein einem Handwerksburschen verliehener Heiligenschein die historische Wirklichkeit des Bildes war, das bestimmend wurde, auf den Vater verwies. Wie vielmehr die frühökologische Weisheit in Folge Moses im nun weltgültigen Bund/Verstand (als Josua, lat. „Jesus“) für den Voksverstand des Westens das Kreuz der Kulturen trug, nur so Kulturbestimmung wurde. Weil nur so der „lebendige Geist“ (auf den das Portal der Neuen Uni in Bezug auf die römische Weisheitsgöttin Minerva verweist) in Kultur lebendig wurde. Weil nur so die heute in aller Naturwissenschaft erkläre, dann als Weltvernunft ausdiskutierte und als Ökologie des Menschen gepredigte, zur Aufklärung tragenden Weisheit  als Christus bestimmend war. Und so heute bei mündigen Menschen, egal in welcher Religion, wieder zur kulturellen Bestimmung werden kann. Ohne die aller Ruf nach einer „Kultur der Nachhaltigkeit“, „Ökologie des Menschen“, „Weltvernunft“ weitgehend Schall und Rauch bleibt.

Entschuldigen Sie, dass ich so weit aushole, bevor ich auf Ihre Korinther-Vorlesung und die Geschichtsvorlesung von Professor Strom komme. Die eindeutig belegten, wie die frühökologische Weisheit, Vernunft in menschlicher Ausdrucksweise das historische Heilswesen „Christus“ und so die Heilswirklichkeit „Jesus“ war. Denn bei meiner Frage nach dem historischen Jesus, den Sie in theologischen Auslegung des Korintherbriefes mehr als deutlich als eine in Schöpfung begründete Weisheit darlegten und so auch bestätigten, ging es nicht um eine Nebensächlichkeit.  

Sie können nicht in Epheser- oder Kolosserbrief eine kosmisch und kulturelle Realität, auch sonst eine schöpferische Größe, wie jetzt im Korinther die Weisheit bestätigen. Worauf auch die Bedeutung Jesus als Christus/Judenkönig, David- oder Menschensohn sowie die gesamte Theologie des Neuen Testamentes, damit die Jesusgeschichten verweisen. Dann jedoch weiter Ihren jungen Mann als den historischen Jesus an den Anfang stellen wollen.

Die Frage nach dem Grund der Jesusgeschichte und damit dem Grund christlichen Glaubens lässt sich einfach weiter vom Tisch wischen. Es macht einen mehr als gewaltigen Unterschied, ob die Welt denken muss, da wäre ein Wanderguru zum Christus, Offenbarer gemacht und als universale Bestimmung ausgegeben worden. Oder ob an den Hochschulen in aufgeklärter Weise bedacht, dann mit der Zeit auch in der Gesellschaft erkannt und selbstverständlich wird, wie die Vernunft, nach der wir alles evolutionäre Werden, wie das ökologische Ganze erklären und die so daraus abgeleitete Weisheit als Christus bestimmend wurde. Und wie dies auf einen universal geltenden Grund/Sinn der war und sein wird (JHWH) verwies. Womit eine davon ausgehende Bestimmung/Weisheit/Wort, die in menschlich-kulturgerechter Ausdrucksweise das Heilswesen, der historische Jesus, später auch das Wort des arabischen Propheten war.

Was soll der Verweis, dass die Naturwissenschaft von der Glaubenslehre nicht mehr abgelehnt wird, man im Dialog steht. Und dass Sie die in Ihrer letztjährigen Weihnachtspredigt die geforderte schöpfungs-/zukunftsgerechte, statt nationalegoistische Lebensweise so wenig wie Franziskus  nicht mehr biblisch begründeten, sondern im Wissen, der Ökologie des Menschen der Gegenwart, weiß ich auch. Doch wenn das nicht nur eine nun auch in der Universitätskirche verbreitende heiße Luft sein  soll, ist es die Aufgabe der Hochschulwissenschaft, deutlich zu machen, was in der Krippe lag. Was auch bereits in Bethlehem, im Namen Davids und dann Moses, aber ebenso in anderen Kulturen galt. Wie so die Weisheit/Weltvernunft auch in der Weihnachtsgeschichte eine menschliche Gestalt bekommen musste, um zum Licht der westlichen Welt zu werden. Und wie heute in aufgeklärter Weise daran anzuknüpfen wäre, um die Weltvernunft/Weisheit bei mündigen Menschen zur gelebten Kult(ur)bestimmung zu machen. Wie das nach Ihrer Auslegung ähnlich auch im Korintherbrief argumentativ begründete wird.

Doch bei Ihrer Hypothese sind nicht nur Ihre Darlegungen über die Theologie, damit die verschiedene Betrachtung von Weisheit im Korintherbrief sind Verschwendung von Steuergeld. Alle grün-rote, wie auch kirchliche Predigt über eine ökologisch, humanistisch, damit schöpferisch-sozial gerechte, statt die Zukunft unserer Enkel vernichtende Lebensweise sind ohne tiefgreifende Kulturbegeisterung, -bestimmung weitgehend vergeblich. Wenn Sie weiter Ihre Studenten im Glauben an einen gutherzigen Guru als den historischen Jesus lassen, der dann als Christus gepredigt wird, liefern Sie vielmehr jedem fanatischen Unsinn der Welt die Steilvorlage. Was soll ihre Darlegung von Paulus, wenn die Welt davon ausgeht, dass der Verfolger der Sekte eines gutherzigen Gurus nach einer Halluzination seine Theologie in die Welt setzte? Dann eine Kirche gründete, die der angebliche gute Junge gar nicht wollte. Damit eine Kirche hervorrief, die sich zwar nur noch für Karitas und Moralpredigt zuständig sieht, aber weit darüber hinaus für eine aufgeklärte „Kultur der Nachhaltigkeit“ gebraucht würde.

Wenn Glaube für tägliche Morde missbraucht wird, nicht nur von fatal-fundamentalistischen Moslems (ie ihre Auslegung des Koran zur Weltherrschaft machen wollen), sondern auch von ähnlichen weltweit in der dritten Welt aufkeimenden christlichen Bewegungen Gefahr ausgeht, sollte Sie das nicht wundern. Wo den Studenten im 3. Jahrtausend (gegen besseres Wissen) weiter beigebracht wird, dass am Anfang ein bibelschlauer Handwerksbursche stand, dieser dann nach Hinrichtung durch Hirngespinste (in Gemeindebildung, Sie sprechen von Visionen und späterer Apologetik) seiner Anhänger zum Christus und so von einem geheimnisvoll gewandelten Sektenverfolger als Weisheit verkündet wurde, ist das alles vorprogrammiert. Schnell weg damit. 

Wie es zu kurz greift, nur Weisheit zu predigen, wenn statt unglaublich gewordener menschlicher Gottesbilder aus Buchstaben oder Bauchgefühlen, dann Konsumwachstum, Kapitalegoismus, sinnloser Kommerz vergöttert werden. Wie eine menschliche Kultur ihren heute wissenschaftlich erklärten Grund/Sinn und die davon ausgehende Bestimmung in Religion, damit im ewigen Aufdecken des Alten feiern, mit ganzem Herzen lieben, im Sinne der Vorbilder (damit auch auf personale Weise) verehren muss, um in Weltvernunft und kulturellem Friede zu leben (was selbst noch christliche Kalife im Namen Jesus erhofften) ist so nicht zu bedenken. Aber auch diese Aufgabe, die die Hochschulwissenschaft hätte, setzt ein neues Verständnis des historischen Jesus, damit des christlichen Glaubensgrundes voraus. Und der ist nicht allein durch Ihre Vorlesung, wie die von Herr Strohm gegeben.

1.       Die Geschichte der Weisheit als Christus in Kanon und Kirchenkonzept

Allein davon auszugehen, dass es nach allem Wissen um die Vorgeschichte, wie kulturgeschichtliche Entwicklung und das Denken und Diskutierten der Zeitenwende bei Christus nur um das gegangen sein kann, was die Antike als Logos oder Weisheit aus natürlicher Schöpfung ableitete, ist zu wenig. Dank der guten Gliederung der Vorlesung über die Geschichte der frühen Kirche und die hervorragend dargelegten Fakten zeigt sich nicht nur in an jeder Stelle der Geschichte, wie die Vernunft/Weisheit das Thema war. Auch warum diese nur in der bekannten Ausdrucksweise, damit auch der Verschriftung „als Wort vom Kreuz“ zur Heilswirklichkeit wurde, wird verständlich.

Nicht nur die bereits behandelten Vorlesungen über die philosophische, von Vernunft/Weisheit getragene Umwelt, aus der das Christentum erwuchs und die Vordenker der Kirche (Apologeten, Väter der Kirche, wie ihre christlichen Gegner) die allesamt von philosophischer, damit frühökologischer Vernunft/Weisheit ausgingen, haben diese als christliches Wesen bewiesen.

Auch in der weiteren Geschichte zeigt sich eindeutig: Die Geschichte der Kanonisierung, der Institutionalisierung der Kirche, der sich von Judentum abgrenzenden Christen, deren Ablehnung im Volk und Verfolgung, wie der gesamte weitere Weg zu Staatskult und Kirche ist die Geschichte der Weisheit  im Christuskult. Es ist die Weisheit nach der heute ohne Kulturbestimmung alle vergeblich rufen. Die in Geschichte nicht allein durch das neue Verständnis, sondern erst im Tragen des Kreuzes der Vorbilder und so menschlicher Ausdrucksweise (auch der Geschichten) volksverständlich und damit kulturbestimmend wurde.

1.1.  Wo die wilden Anfänge, die sich gegenseitig bekämpfende Vielfalt von christlichen Bewegungen,  Kirchen,

damit die „zentrifugalen christlichen Kräften“, wie auch Markionismus, Manichäismus, Montanismus… (denen heute auch von führenden Wissenschaftlern wie Christoph Markschies die philosophisch bedachte Vernunft/Weisheit bestätigt wird), durch Kanon- und Kirchenämter zu einer Einheit werden sollten.

Wie kann es da im neutestamentlichen Kanon, der erstmals von markionitischen, das Alte Testament, wie die menschliche Ausdrucksweise des Logos-Christus ablehnenden Jüngern der Vernunft/Weisheit herausgegeben wurde, um einen jungen Mann sein. Dessen Heiligenschein Sie dann in „Die Wirklichkeit als Bild“ durch Visionen seiner Anhänger oder als später Apologetik für Bildungsbürger erklären müssen?

Wie kann man den sich aufgrund ihrer dualistische, verworrenen, intellektuell bleibenden, geheimnisvollen Lehren für Eingeweihte… sich daher in den Augen kirchlicher Vordenker zu Unrecht auf Vernunft/Erkenntnis/Weisheit berufenden Bewegungen die Begründung in früher Ökologie bestätigen. Dann den Vätern der Kirche, die die sich verflüchtigenden Kräfte eines antiken New Age bündelten, einen christologischen Heiligenschein und hellenistische Einfärbungen unterstellen, die der Sekte eines Handwerksburschen aufgesetzt wurden?

1.2.  Wo an gleichen Orten, zur gleichen Zeit im Namen Christi in der Paulusliteratur über die

Bedeutung der Weisheit, die kulturgerechte Vermittlung des schöpferischen Wortes gestritten wurde, gesetzestreu-buchstabenbezogene, wie rein intellektuelle oder sich nicht auf einen schöpferischen Grund/Sinn beziehende Weisheitslehren abgelehnt wurde. Und dann argumentiert wurde, wie das „Wort vom Kreuz“ im jüdischen Sinne für die volksverständliche Vermittlung, die künftige Kulturbestimmung der richtige Weg sei.

Wie soll sich dort ein Kanon- und eine Kirchenordnung aufgrund der Lehre eines bibelschlauen Landstreichers entwickelt haben, der als Gott, universale Bestimmung, damit  als eine die Antike bestimmende Weisheit aufgewertet, für Bildungsbürger als Logos ausgegeben wurde?

1.3.  Wo auf dem Heilsweg (Jesus) Amtsstrukturen und der Kanon entstehen

mussten, damit der Wildwuchs unüberschaubarer Vielfalt zur Einheit werden konnte. Weil anfänglich sich bekämpfende Christologien, Kirchen mit verschiedenen Konzepten, Christentümer unterschiedlicher Begründung waren. Die sich als wahres Judentum sahen oder die Thora ablehnten. Die über das christliche Wesen stritten, dies teilweise nicht in seiner menschlichen Ausprägung akzeptierten oder rein intellektuelle Weisheitslehren vertraten. Und die auch ganz  gegensätzliche Lebenslehren vertraten. Was in einem Kulturwandel logisch ist, bei dem die alten Autoritäten (auf jüdischer Seite das Gesetz, wie römischer Seite die Mythengottheiten) in Frage gestellt, die Weisheit/Vernunft mehr oder weniger auch im Kult maßgebend wurde und daraus naturgemäß verschiedene Schlüsse gezogen wurden.

Wie soll da der Anfang von „einer“ Sekte ausgegangen sein, die die Lehre „eines“ jungen Mannes zum Maß hatte? Wie kommt man auf die absurde Idee, aus Texten, die zwar die Einheit schaffen sollten, aber selbst weiter ganz unterschiedliche Konzepte vertraten und verschiedenartige Geschichten erzählen, wie Johannes den Jesus auch der anderen Erzählungen als Öko-Logos oder wie Paulus eine kosmische Größe, die Weisheit als Christus beschreiben, einen jungen Mann abzuleiten?

1.4.  Wo eine Kirche den ganz unterschiedlichen Definitionen des Logos-Christus, der Vielfalt von

Lehren entgegenstellt wurde. Und innerhalb der die hochphilosophische (dabei von Vernunft als Sohn sprechende) Auseinandersetzung um die wahre Definition des christlichen Wesens trotzdem über Jahrhunderte noch weitergeführt wurde. Wobei die bereits im Korintherbrief beschriebene, existenzielle Bedeutung der verschiedenartigen Definitionen der Weisheit, des Logos-Christus im Sinne von Vernunft/Weisheit  gestritten wurde: Weil die Vernunft/Weisheit wie die Strahlen auf die Sonne, auf ihren bleibenden Grund/Sinn verweist.

Wie kann man dieser Kirche aber unterstellen, dass das Streitobjekt ein bibelschlauer und Charismatiker war oder ein Konstrukt, das diesem aufgesetzt wurde, um seine Sekte für hellenistische Bildungsbürger apologetisch schmackhaft zu machen, diese intellektuell aufzuwerten? Was bei heutiger, inzwischen mehr als notdürftigen Hypothese, einzig mögliche Erklärung ist.

1.5.  Wo sich der Weg zur Einheit von anfänglichen Laien-Presbyter, über die von den Gemeinden

gewählten Bischöfen, bis zur Lehr-Autorität des für den Westen dann maßgebenden römischen Bischofs als einziger Ausweg erkennen lässt, um der unheilvollen Vielfalt von intellektuellen philosophischen Bewegungen und der Diskussion um das Wesen der Vernunft/Weisheit Herr zu werden.

Und Sie gleichzeitig auch wissen, wie im hellenistischen Judentum der Diaspora im aufgeklärten Verstand/Bund (der das allegorische Verständnis der Thora und der Moses-Propheten als frühen Philosophen voraussetzte) im Öko-Logos das lebendige, jetzt universal begründete und so weltgültige Wort lebendig war. Was eine auch im Westen volksgerechte Ausdrucksweise suchte, um bei menschliche Gottheiten gewohnten, bisher den Kaiser als Bestimmung sehenden, zur neuen Kulturbestimmung zu werden.

Wie soll es da um den heute bedeutungslos gewordenen jungen Mann und beim „Wort vom Kreuz“ um diesem in den Mund gelegten Sprüche oder ihm aufgesetzte Weisheit gegangen sein?

1.6.  Wo anfängliche Presbytervefassungen nach jüdischem Muster waren oder Wanderphilosophen

Gemeinden vorstanden, dann funktionale Strukturen in paulinischer Weise (bekanntlich von schöpferischer Weisheit ausgehender) eine Einheit für den künftigen Staatskult, geschaffen wurde.

Wie wollen Sie Christen, die sich als „wahren Juden“ verstanden ihren jungen Mann unterjubeln?

Sie wissen doch, wie Juden das von einem unsagbaren Grund ausgehende, in kosmischer Realität begründete Wort/Vernunft des Werdens Heil war. Und wie dabei dann in  zwischentestamentlicher Zeit bei philosophischer, frühökologischer Begründung auch von Weisheit im Sinne der Könige Saul, David oder Salomo, dann  Jesus gesprochen wurde.

Und wie wollen Sie (ähnlich wie Sie das aufgrund Ihrer Hypothese bei den Verfassern von Lukas & Co, den Johannes- oder Paulustexten tun müssen ) nun auch Wanderphilosophen als frühen Gemeindevorstehern unterstellen, einem Handwerksburschen einen Heiligenschein aufgesetzt zu haben, damit dieser der Bildung gerecht wurde? Wollen Sie Wanderphilosophen, die sich nicht nur als Kyniker oder Stoiker eindeutig in antiker Ökologie begründeten, unterstellen, sich der Sekte eines bibelschlauen Handwerksburschen angeschlossen zu haben? Denn das wäre bei Ihrem angebliche historischen Jesus, der nicht mehr einfach als Christus gelten kann, heute die Voraussetzung.

Und dass es bei den Gemeinde-Strukturen Paulus um eine Weisheit ging, die sich in kreativer Wirklichkeit, nicht im Kopf der Menschen begründete, haben Sie selbst erklärt.

Welche Fehlschaltungen führen dazu, dass Sie weiter auf einen jungen Mann bestehen, statt zu bedenken, wie die Weisheit in der Kirche in der Rolle eines Gottessohnes mit zwei Beinen das Kreuz der Vorbilder trug? Was bekanntlich auch die ablehnten, die das Wort auf Arabisch in einem Propheten sprechen ließen.

Oder ging es auch bei philosophischen Denkern arabischer Aufklärung, denen bekanntlich ebenso der Logos, die Weisheit galt, nur um eine Heilsprediger-Verherrlichung, ein Hirngespinst des Glaubens. Das dann nach Forschung ihres kath. Kollegen Karl-Heinz Ohlig  zu Mohammed wurde?

(Warum allein die Vordenker des Islam, der Jesus und sein Mutter im Koran deutliche Belege für die Weisheit/den Öko-Logos als Christus sind, auch dortige Aufklärung die christliche voraussetzt, wird unter www.jesus-lebt-wirklich.de weiter ausgeführt.)

1.7.  Wo sich aus dem Streit um den das Wesen des Logos, der Weisheit, dann Kanon, Kirche, wie

später Koran, auch radikal-asketische christliche Bewegungen und ganz unterschiedliche Lehrmodelle entwickelten, dann ist all dies verständlich.

Sie wissen, wie allein im Judentum ganz unterschiedliche vielfältige Reformbewegungen waren, im Zeitenwandel nach Erneuerung des alten Bundes gesucht wurde. Wie für als Weltbürger geltende hellenistische Juden der Diasproa, die im bildhaften Verstand der Thora die Moses-Propheten als frühe Philosophen sahen, der Kosmos der wahre Tempel war. Und wie die in früher Ökologie begründete Vernunftlehre im neue Bund/Verstand als die bisher nur Beschnittenen geltende Bestimmung (Wort) galt. Was auch als Weisheit bezeichnet wurde, bei Philo von Alexandrien als Josua, lat. Jesus definiert ist. Der damit als genau das zu sehen ist, was Juden als Gottes- oder Menschensohn galt und aus dem Stamme Davids kam.

In diesem Sinne habe ich auch schon mehrfach darauf hingewiesen, wo die frühökologische Weisheit als neuer Judenkönig galt. Und wie dies von Philo in einer Josefsgeschichte gar dem römischen Senat als Staatsmodell eine Kultur-Demokratie der Weisheit vorgestellt worden sein soll, zumindest in Diskussion stand, ist Ihnen auch bekannt. Wie das die im Neuen Testament beschriebene Basileia (Königsherrschaft) schöpferischer/ökokologischer Vernunft, damit historische Heilshoffnung „Josua“, lat. Jesus war, liegt auf der Hand.

Aber möglicherweise sind die christlichen Anfänge nicht nur im hellenistischen Judentum zu suchen. Auch wie die vielzähligen, im Wandel der Zeit erwachsenen, im Öko-Logos-Christus begründete weiteren urchristlichen Erkenntnisbewegungen, Kirchen, die das Judentum ablehnten, sind zu bedenken. Auch beispielsweise Simon Magnus, in dem diese Denkweisen möglicherweise zusammengefasst sind (eine anderer Petrus als der römisch-katholische) standen am Anfang. Es waren im Wissen der Zeit begründete Erkenntnislehren, die die Äonenmodelle, den in Vernunft erklärten Lebensfluss als wahren „Sohn“ bezeichneten. Der einzig auf seinen unsagbaren Grund verwies: Vater. Wobei der mangelnden allegorische Verstand der Thora dazu führte, dass dies nicht mit dem allzu menschlichen Schöpfergott der jüdischen Mythen zusammengedacht, die Thora abgelehnt wurde und so Paulustexte und eine Logos-Christus-Erzählung (vergleichbar Lukas), ohne jüdischen Bezug erstmals herausgegeben wurde.

Was hat das aber alles mit einem trinkfreudigen Galiläer zu tun, wie Gerd Theißen nicht nur in Heidelberg den Studenten den Grund christlichen Glaubens vermittelte und auf den Sie weiter beharren?

Wenn heute den christlichen Anfängen in Simon Magnus und dem Markionismus kein junger Mann mehr unterstellt werden kann, sondern eine philosophische Lehre bedacht wird. Dann ging es genau um den Öko-Logos, die Weltvernunft, die als Weltbürger geltenden hellenistischen Juden zur Zeit und in Definition Jesus als Wort/Bestimmung verstanden, was so weltgültiger Bund war.

Aber wenn Sie sich weigern, das hellenistische Judentum, aus dem die Christologie stammt, so von Ihren Kollegen wie Jörg Rüpke als „Christentum“ bezeichnet wird, mit dem historischen Jesus zusammenzudenken.  Damit einen denkenden Natur-/Vernunftglauben, wie wir ihn nicht nur durch Philo von Alexandrien aus der Zeit Jesus kennen, ausgrenzen. Ist das nicht so, wie wenn sie den im Exil der antiken Hochkulturen (ob Persien oder Ägypten) von frühphilosophischen Propheten bedachten Exodus, damit das gesamte Judentum in Wasser fallen lassen würden, nur weil Sie das nicht mit einem Meeresteiler zusammenbringen können, dem beim Bergsteigen ein Engel Tontafeln in die Hand drückte?

Wenn doch der junge Mann an keiner Stelle der Geschichte, in keiner Silbe der vom Gottes-, David- Menschensohn oder so auch der schöpferischen Basileia sprechenden, damit von Weisheit oder Tempel und lebendigen Wort ausgehenden Geschichten vorkommt. Was auch alles logisch ist, wenn Sie den neuen Verstand/Bund in antiker Vernunftlehre (Öko-Logos als Christus) an den Anfang stellen.

Was hindert Sie, in aufgeklärter Weise das wahre geschichtliche Wesen „Christus“ und so auch die historische Heilswirklichkeit „Jesus“ zu bedenken?

Warum darf die kosmische und kreativ-schöpferische Größe, die die Paulustexte beschreiben, die Weisheit, die Sie nun auch der Diskussion im Korintherbrief bestätigten, nicht der im Prozess der Zeit verurteilte, der Auferstandene sein? Wer sonst als der soll den noch gesetzestreuen, den neuen Verstand/Bund verfolgenden bisher Gesetzestreuen bekehrt haben, aus einem dem bisher dem jüdischen Mythenkönig  Saulus folgenden Pharisäer, Paulus gemacht haben?

Was spricht dagegen,  auch Ihre Auslegung des Korintherbriefes, wo die Weisheit als Wort auf den Grund/Sinn allen Seins bezogen wurde, der der Schrift, wie auch der griechischen Lehren zugrunde lag und im neuen Bund/Volksverstand das Kreuz trug, in dem Ihnen bekannten aufgeklärten Verstand/Bund hellenistischer Juden (Auferstehung Josua, lat. Jesus), damit eines echt historischen Heilswesen Jesus Christus zu erklären?

1.8.  Wo sich nach dem Programm eines nach einheitlicher Vermittlung strebenden Logoslehres

wie Ignatius von Antiochien dann nach theologischem Programm das Monepiskopat entwickelte. Wo statt charismatische Schönredner oder Spiritualisten ein Bischofs von Amts wegen (in logischer Folge: Grund des Logos-Christus und dann Apostel) der der wahre Pneumatiker war.

Sprach da die damals bestimmende, von Schöpfung ausgehende Weisheit/Logos oder wurde die Weisung eines Handwerksburschen verwirklicht?

Wo sich in Karthargo dann ein ganz bedeutendes Zentrum christlichen Rechtes entwickelte, bei dem Zyprian mit Tertullian verglichen wird. Der in Vernunft argumentierte: nicht nur was Recht im Leben ist, sondern auch einzig auf den rechtmäßgigen Vater verwies. Und wo der Bischof entsprechend dem Judentum durch Handauflegung eines bei Christen auch in der Nachbargemeinde vom Volk gewählten Bischofs ordiniert wurde, sich dessen Autorität aus Apostel genannten Logos-Christus-Jüngern herleitete. Da war Weisheit am Werk.

Wo kommt da aber Ihr junger Mann vor?

1.9. Wo das Christentum anfänglich als Judentum galt, das sich bekanntlich seit Moses auf das

Wort/Vernunft des Werdens und dann auch Weisheit berief. Dann handelte es sich eindeutig um ein aufgeklärtes jüdisches Verständnis, wie wir es vom hellenistischen Judentum der Diaspora kennen. Ein neues jüdisches Verständnis/Bund, bei dem in frühökologischer Weisheit die jüdische, jetzt weltgültige Bestimmung wurde, der Kosmos Tempel, Josua, lat. Jesus lebendig war.

Oder sind auch diese Christus-Jünger nun universaler kreativer Wirklichkeit/Bestimmung (deren Väter als frühe Philosophen Schöpfung in Schrift/Wort, eines bisher nur nationalen Gesetzes fassten), zur Sekten eines Handwerksburschen übergelaufen?

Wie können Sie wissen, wie sich die kirchlichen Vordenker auf Philo, damit das aufgeklärte hellenistische Judentum beriefen, das nicht nur Alexandrien anzutreffen war. Dann aber Ihren Studenten vermitteln, da sei ein junger Guru in Visionen seiner Groupies zum Christus, dann in narrativen Geschichten für hellenistische Bildungsbürger ausgeschmückt, in der Paulusliteratur als Weisheit ausgegeben worden? Denn bei Ihrem jungen Mann bleibt nur diese Lösung.

Doch allein das Wissen, dass Christen sich nicht nur als wahre Juden verstanden, sondern so auch gesehen wurden, kippt Ihre Hypothese. Wer einen Handwerksburschen oder ein Hirngespinst als Gott verherrlicht hätte, wäre mit Sicherheit weder ein Jude gewesen, noch von antiker Bildung als solches gesehen worden.

1.9.  Wo sich dann die Wege trennten, der neue Verstand schöpferischer Bestimmung, damit auch des Gesetzeswortes von den Schriftgelehrten

 und traditionstreuen Pharisäern buchstäblich aus der Synagoge verwiesen wurde. Oder auch Simon-Magnus (der das Judentum verwerfende römischen Kirche) dem der christliche Markionismus (ohne einen Zweibeiner) folgte, diese Christen nicht als Juden akzeptiert wurden.

Geht das dann auf das Konto Ihres jungen Mann?

Muss hier nicht vielmehr das hellenistische Judentum der Diaspora bedacht werden, dessen neuer, bildloser Bund mit einem unsagbaren Grund allen Seins auch für die interessant war, die im philosophischen Monotheismus weiter Zeus oder Jupiter an die Spitze stellten.

Wenn Sie doch wissen, wie ein ganz gewaltiger, auch Griechen und Römer bewegender Geisteswandel stattfand. Bei dem im hellenistischen Judentum die Weisheit, das Wort jetzt auf universale Weise, damit weltgültig in antiker Ökologie begründet war und dieser Logos-Christus damit der wahre Gottes- als Davidsohn war, so auch als die Heilswirklichkeit Josua, lat. Jesus definiert wurde.

Wie können Sie dann die gesamten Jesusgeschichten als märchenhafte, alte Mythen aufnehmende narrative Erzählungen erklären, die den Gottes-, Davidsohn und damit den Öko-Logos, die Weisheit als König der Juden, damit Gottes- als Davidsohn auf ihrem Weg vom Heidenland nach Jerusalem beschreiben. Was sich alles als eine bildhaft erzählte historische Wirklichkeit erklären lässt, die Sie im Prozess der Zeit, der Auseinandersetzung des neuen Verstandes/Bundes, damit Jesus mit den alten Autoritäten, den schriftgelehrten Gesetzeslehren oder buchstabentreuen Pharisäern begründen könnten.

Dann sich jedoch aufgrund ihrer Hypothese vom bibelschlauen Handwerksburschen, dem aufgeklärten Verstand dieses (auch durch die Geschichten im Erbe der Vorbilder) echt historisch heilsamen „Jesus Christus“ verweigern. Statt dessen Ihre Studenten im Glauben lassen, es wäre um Visionen antiker Groupies und spätere Hellenisierung einer Heilsprediger-Sekte gegangen?

1.10.         Wo dann Christen nicht mehr als Juden galten, wie sie aufgrund finanzieller Zuwendungen

oder dem Tempelgebet für den Kaiser akzeptiert wurden, sondern die Verweigerung der traditionellen Gottheiten (damit Atheismus) im Volk auf Ablehnung stieß, als Staatsgefährdung gesehen wurde.

Da können Sie doch die Unterscheidung dieser zunehmenden auch bei Römern um sich greifenden Verweigern von allzu menschlichen Gottheiten nicht der Vergötterung eines jungen Mannes in die Schuhe schieben.

Hat da nicht mehr als deutlich die Erkenntnis/Wissen/Weisheit, damit der Öko-Logos, der auch den Philosophen galt, zur Verweigerung unglaublicher blutiger Mysterien, Orakelglaube und Kultopfer für Kaisergottheiten geführt?

Wenn daher heute klar ist, wie im  jüdischen Sinne der griechische Logos zum Christus, damit eine Weisheit/ein Wort, das die Juden als wahrer König galt, zur Kulturbestimmung wurde. Wie wollen Sie weiter die Geschichte auf den Kopf stellen, sich allem heute gegebenen Wissen verweigern und dies in ihrem jungen Mann und dessen nachträglicher Verherrlichung, apologetischer Einfärbung begründen?

1.11.         Wo Tacitus (ein Senator und mittelplatonischer Weisheitslehr wie Seneca) berichtet, dass

es Innerhalb der Juden der Diaspora „Auseinandersetzungen um einen Christus“ gab. Dann wissen Sie, worum es bei diesen Auseinandersetzungen ging. Was nicht nur der ihnen nach jeder Vorlesung schreibenden, so die Theologie des Neuen Testamentes und den historischen Jesus (auch von Markus oder der weiteren Geschichten) im neuen Verstand/Bund begründenden Philo zeigte.

Ihnen ist auch bekannt, wie auch bei vielfältigen Denker der neue, in ökologischer Weisheit „Christus“ begründete Verstand/Bund das Thema kultureller „Auseinandersetzungen“ gerade innerhalb der Diasporajuden war. Was sich auch mit Blick auf die von Herrn Strohm vorgestellten christlichen Anfänge, die vielfältigen vom Logos-Christus ausgehenden Bewegungen zeigt. Und so haben Sie ja auch in Ihrer Korinther-Vorlesung die Auseinandersetzung um die in Schöpfung begründete, auf ihren Grund verweisende Weisheit (in der Kirche als Wort vom Kreuz) bei frühen Christen deutlich gemacht.

Wie kommen Sie dann aber auf die Idee, dass Christus nur ein Titel war, der einem Handwerksburschen mit zufälligem Heilsname Jesus egal durch wen und wann verliehen wurde?

Denn dass geschichtlich etwas war, steht nicht allein durch die sog. außerbiblischen Zeugen, bei denen der „Christus“ des Tacitus aufgeführt wird, außer Frage. Eine Kritik, die nur in alten Texten nachblättert, dann Jesus Christus als Glaubens- sowie Kirchenkonstrukt oder das Neue Testament als Poesie ansieht, geht an der geschichtlichen Realität vorbei. Aber wie können Sie Studenten an einer Eliteuniversität des 3. Jahrtausend  beibringen, bei dem damals als „Christus“ diskutierten, so historisch gegebenen Heil „Jesus“, wäre es um Ihren jungen Mann und dessen Heiligsprechung oder dessen apologetische Aufwertung für die Bildung gegangen?

        2. Verfolgung des in Vernunft begründeten Atheismus, der die Weisheit verehrte

2.1. Wo dann das Volk allerlei Gerüchte in die Welt setzte, die Christen als eine eigene Gruppe

wahrgenommen wurde, die sozial isoliert war, weil sie den Gottheiten, die Rom groß gemacht hatten, die Ehre verweigerten. Und wo allein die Berufung auf den Logos-Christus für den Verdacht ausreichte, ein atheistischer Staatsgefährder zu sein.

Dann ist das nicht nur in den das Alte Testament ablehnenden Logos-Christus-Jüngern (Markioniten) zu erklären, sondern auch denen der jüdischen Diaspora, für die nun der Kosmos der neue Tempel, so die versöhnende Brücke zum hellenistischen Weltbild bauten und die taub gewordene buchstäbliche Gesetzlichkeit mit ihrer Ritusversessenheit und Werkgerechtigkeit verdammten.

Wie wollen Sie das aber in der Verehrung eines christlichen Zeus oder Serapis (als diese Göttermischform bezeichnete Kaiser Domitian in einem Brief den Öko-Logos, der schon das Kreuz der alten Kulturbilder trug), die Ablehnung im Volk erklären? Denn dies hätte, anders als die in Weisheit begründete Götterverweigerung, bei der die Weisheit im jüdischen Kultkonzept selbst die Königsrolle einnahm, Kultobjekt war, zum römischen Kult mit seinen austauschbaren Gestalten, dem reinen Kultritus ohne Konzept ganz gut gepasst. Das wäre im Volk nicht groß anstößig gewesen.

2.2. Wo zwar die Fürbitte für kaiserliche Obrigkeit geleistet, aber menschliche Gottheiten, wie der

Söhne des nachträglich zu Gott erklärten Kaisern das Kultopfer verweigert wurde.

Wie kommen Sie dann mit Blick auf die mittelplatonische Hochzivilisation und Bildung, gerade bei hellenistischen Juden, deren neuem Verstand/Bund… auf die absurde Idee, ein häretischer Heilsprediger, der nach seinem grausamen Tod zu Gott erklärt wurde, wäre rund um das Mittelmeer als Herrlichkeit gesehen worden? Oder dieser hätte auf den Sinn/Grund allen Seins verwiesen und so dann zur Verweigerung des mysteriösen Opferkultes für die Augustesse geführt?

Wie kann ein bibelschlauer Handwerksbursche in Mitten der rund um das Mittelmeer geltenden mittelplatonistischen Weisheit als diese ausgegeben worden und geglaubt worden sein?

Ist es nicht völlig ausgeschlossen, dass der Hochzivilisation, wie sie sie allein in den antiken Rhetorikern beschreiben, Ihr junger Mann durch Hirngespinste seiner Anhänger und apologetische Einfärbung für die Bildung zu der universalen Bestimmung wurde, die im aufgeklärten Judentum gegeben war? Das ist doch so, wie Ihnen und ihren Kollegen von den naturwissenschaftlichen Fakultäten unterstellen zu wollen, sie würden ab sofort einen Guru, wie sie durch die Hauptstrasse von Heidelberg ziehen, als Welterklärung und die daraus abzuleitende Weisheit ausgeben. Oder sie würden aufgrund einer apologetischen Beschreibung, die Sie bei Ihrem Handwerksburschen unterstellen müssen, sich der Sekte dieses Heilspredigers anschließen.

Wenn aber die Weisheit/Vernunft im Kult an die Stelle der Kaisers trat, deren Autorität als Mittler kosmischer Ordnung zu Ende ging, dann ist dies ebenso verständlich, wie dass dafür ein Evangelium mit einer menschlich-begreifbaren Heldengestalt gebraucht wurde. Weil nur „im Wort vom Kreuz“ (von dem die „Hellena“ als Kaisermutter der Legende nach Stücke anschlepppte) die gegebene Heilswirkung „Jesus“ Wirklichkeit wurde.

2.3. Wo um 120 auch Sueton beschreibt, dass Tumulte durch einen gewissen „Chrestos“ ausgelöst

wurden. Da muss ich nicht wieder darauf verweisen, wie es bei den im Korintherbrief von ihnen dargelegten Differenzen, aber auch den Tumulten, dem christologischen Streit, bei dem die Bischöfe über viele Jahrhunderte auch handgreiflich wurden, um die in Schöpfung begründete, auf ihren einen Grund verweisende Weisheit/Vernunft ging.

Vielmehr sollte selbst der Christusbegriff, der nun den Gesalbten im jüdischen Sinne, damit den König der Juden beschreibt, nicht nur vom offensichtlichen Sinn her auf die Weisheit verweisen, die bereits in jüdischen Stamm-Mythenkönigen wie David (kein inzwischen übrig bleibender Dorfhäuptling ohne Tempel) personifiziert war. Was aber nicht mit ihrem jungen Mann zu machen ist. Glaubenskritiker haben mich vor Jahren darauf verwiesen, wie bereits Homer einen ähnlichen Begriff für das gebrauchte, was dann in Natur begründete Weisheit/Weltvernunft war.

2.4. Wo Nero Vorurteil im Volk gegenüber den Logos-Christus Anhängern nutzte, um den

wahrscheinlich durch seine Palastbaupläne bedingten Brand Roms diesen sonderbaren Juden in die Schuhe zu schieben, zu den sich auch immer mehr unbeschnittene (Römer und Griechen) bekannten.

Was hat das mit dem zu tun, was Sie heute den historischen Anfängen unterstellen? Eine Christologisierung im jüdischen Sinne oder eine der Bildung gerecht werdende hellenistische Einfärbung als Logos, die Sie heute bei Ihrem bibelschlauen Handwerksburschen und seiner Sekte anführen müssen, kommt in der Geschichte nicht vor. Und auf einen Gott mehr oder weniger, wie die Vegetation, aber auch die Weisheit in regional unterschiedlichen Begriffen/Gestalten verehrt wurde, wäre es damals auch nicht angekommen. Das wäre nicht weiter aufgefallen, hätte nicht zu den Vorurteilen im Volk geführt.

Doch auch wenn Kaiser durch die Vergötterung von Vorgängern wie Augustus als Gottessohn auftraten, ähnlich der Pharaonengottheiten. Von denen sich bekanntlich Hebräer, die das Wort (Schrift/Gesetz gewordene Schöpfung) eines unsagbaren Grundes verehrten, befreiten. Worauf sich dann die Christen zu Recht beriefen. Eines ist sicher: Ihr junger Galiläer wäre dort, wo die in die Jahre gekommenen blutigen Mysterienkulte der Verehrung der Vegetation/Kreativität auch in Kultur dienten, in keiner Weise zu Ehren gekommen. Ihr junger Mann wäre dann bei den bekannten anfänglichen Denkern, in Kanon- und Kirchbildung völlig unmöglich an die Stelle der unglaublich gewordenen allzu menschlichen Mythengottheiten getreten, die für die Vegetation, das Werden, wie menschliche Tugenden oder Weisheit standen.

Denn auch wenn unterstellt wird, die Römer hätten junge Männer als Gottheiten verehrt. Darum ist es den antiken Denkern bei ihren Vegetationsverkörperungen, ist es bei Mithras, Iris, Osiris, Herakles & Co. und noch weniger bei Zeus oder Jupiter gegangen, die Ausdruck philosophischen Monotheismus waren. So wenig, wie die in Naturprinzipien begründete ägyptische Maat (laut Jan Assmann für Gerechtigkeit und Zukunft stehend die ägyptische Hochkultur tragend) oder bei der römische Weisheitsgöttin Minerva (über dem Eingangsprotal der Uni für den lebendigen Geist stehend) junge Mädchen waren.

Wie Sie daher unterstellen, dass der Grund des in antiker Hochzivilisation, in Mitten des Mittelplatonismus in religionswissenschaftlicher Reform entstandene Christuskultes, der die alten Gottheiten ablöste, ein junger Mann war, dem die Weisheit von seinem Sektenverfolger nur aufgebunden wurde? So wenig Sie aufgrund der in Assmanns Buch über dies vertikale, von Schöpfung ausgehende Gerechtigkeit abgebildete oder vom Portal der Uni blickende Frauengestalt die Einfärbung von jungen Mädchen als lebendiger Geist oder schöperische Weisheit schießen können, ist das in der Lehre zu machen, die Sie vertreten.

Und noch weit, weit weniger wäre der junge Mann, damit eine Art Göttergestalt (die noch nicht mal für Vegation/Werden stand) mit Juden zu machen gewesen, für die das Werden auf bildlose Weise als Wort/Bestimmung war. Womit dann die in früher Ökologie begründete Weisheit der wahre König war. Was von menschlichen Mythengottheiten, wie Pharaonenopfer befreit hatte. Sie können es drehen und wenden, wie Sie will, der Heilspredigersekte, deren Guru zum maßgebenden Logos, universaler Bestimmung/Wort ausgegeben wurde, lässt sich das wahre Judentum, als was sich anfängliche römisch-katholische Christen sahen König nicht begründen. Auch der wahre jüdische König, den der  römische Zenturio am Kreuz  sah, kann kein häretischer Heilsprediger gewesen sein, dem aus unerfindlichen Gründen der große Prozess gemacht wurde. Doch der ist mit Blick auf den Öko-Logos-Christus und damit Jesus zu beobachten.

So wenig wie aufgeklärte hellenistische Juden alle Moses-Mythen in bildhafter Weise erklärten, scheint es heute notwendig, jede einzelne Jesusgeschichte übertragen zu müssen. Doch mehr noch als im hellenistischen Judentum, das die Moses-Geschichten der Thora aufgriff, um nach aufgeklärtem Verstand die sich erst in neuerer Forschung bestätigte alte Philosophie (beispielsweise die Exils-Schule Zarathustras) zu beschrieben, ist es heute möglich, die Wesensaussagen des Neuen Testamentes, damit dessen Theologie in aufgeklärter Weise zu verstehen.

Die römische Weisheitsgöttin, die über dem Portal der Neuen Uni den lebendigen Geist verkörpert, soll übrigens nach einem aufklärerischen Denker auch das Licht der Erkenntnis spenden, wodurch die Religionen der Welt zusammenfinden. Dass die Weisheit/Erkenntnis, die vor 2000 Jahren in Christus zur kulturellen Synthese führte, die Aufgabe der Hochschulwissenschaft bleibt, hierzu die Frage nach dem historischen Wesen Jesus in aufgeklärter Weise ganz wesentlich ist, muss ich nicht ständig betonen.

2.5. Wo dann unter Domitian 81-96, erste Christenverfolgungen waren,

nachdem Plinius um Rechtsklärung bat, ob die gängige Praxis, den streitenden Juden allein wegen ihrem Bekenntnis zum Logos-Christus den Prozess zu machen.

Auch da kann es nicht um die Sekte gegangen sein, die einem Handwerksburschen ein christologisches Hirngespinstes aufsetzte,  und dies dann als Weisheit verherrlichte und diskutierte. Nicht die Visionen, die Sektenanhänger hatten und ein apologetische Konstrukt eine Logos-Wesens auf zwei Beinen, wegen dem antike Bildungsbürger dann den traditionellen Gottheiten die Ehre verweigerten, hat zur Verfolgung von Christen geführt. Der von Plinius erwähnte Judenstreit um die Weisheit, das Wesen des Öko-Logos-Christus ist Ihnen bekannt, nicht nur im Korintherbrief das Thema.

Und wie die Bildung/Weisheit/Erkenntnis auch bei den Griechen dazu führte, dass die Mysterien in Frage standen, die alten Mythen-Gottheiten ihre Autorität verloren, unglaublich geworden waren, gleichwohl der gemeinsame Kult als notwendig für das Wohl, die Zukunft des Staates erkannt war, daher auf die Verehrung teil reaktivierter mythischer Vegetationsverkörperungen bestanden wurde, ist auch bekannt.

2.6. Wo die Kaiser es als staatsgefährdend und Majestätsbeleidung sahen, wenn Reformjuden,

denen sich immer mehr Römer anschlossen, den Rom groß machenden Gottheiten die Opfer verweigerten.

Dann hat auch das nichts mit eine Heilspredigersekte aus Galiläa und dessen spätere Verherrlichung zu tun. Wo neben vielen philosophischen Denkern selbst Epikur, der Schutzheilige Neuer Atheisten, die Notwendigkeit des Kultes erkannten und diskutierten, hat war es die Vernunft/Weisheit die die Mithras-Mysterien oder dann ein Art Monotheismus mit Zeus oder Jupiter an der Spitze verlangte. Wie daher das neue christologische Judentum, dessen nun universale Begründung und damit auch Geltung eines bildlosen Bundes in vernunftbegründeter Bestimmung Zulauf bekam, liegt auf der Hand. Wie aber Römer zur Sekte eines Handwerksburschen übergelaufen sein sollen, der als Weisheit ausgegeben wurde und daher den alten Gottheiten die Opfer verweigerten, ist im Licht des Wissens um das damalige Denken betrachtet, völlig unerklärlich.

2.7. Wo aber Domitian die polizeiliche Fahndung nach Christen verbot, keine anonymen Anzeigen

aus der Bevölkerung akzeptierte, sondern ein Ankläger mit seiner Person eintreten musste. Wo kein Abschwören vom Logos-Christus verlangte wurde, sondern der seinen alten Gottheiten treu bleibende Kaiser im reichsweit geltenden Antwortschreiben die Straffreiheit sicherstellte, wenn die Christen bekannten, auch für den Kaiser zu beten.

Da hat nicht nur beim weiter alten Gottheiten treuen Kaiser selbst eine die Antike bestimmende Weisheit gesprochen, sondern zeigt sich die auch als Grund des neuen Christus-Kultes und seiner Strukturierung in Kanon und Kirche.

2.8. Wo dann der Stoiker Mark Aurel, der aufgrund seiner vor Weisheit strotzenden, in den

Kriegsmantel eingenähten Selbstbelehrung (die heute mehr als aktuell wäre), als großer Philosophenkaiser gilt. Der aus traditioneller Weisheit die Treue zu den alten Gottheiten einforderte. Womit dann echte Christenverfolgung war.

Dann wäre es Ihre Aufgabe, im Stile der damals an den Kaiser schreibenden christlichen Denker (heute mit Unterstützung der Psychologen, Neurologen, Kultur-, Kommunikations- und Evolutionswissenschaftler, die auch von der Notwendigkeit kultureller Bilder/Phantasien im evolutionären Wandel oder der Funktion des Kultes für einen „Superorganismus“, damit auch ein funktionierendes Staatswesen, besser Weltbürgertum schreiben) zu argumentieren:

-Wie auch heute in der Entwicklung der Zeit ein Kulturwandel unausweichlich ist.

-Wie sich auch heute die in Ökologie begründete Weisheit, wie sie die Stoiker definierten, der Kaiser anstrebte, die Rhetoriker predigten, nicht in Mysterien, geheimnisvollen, meist persönlichen Gottheiten oder Rhetorik verwirklichen lässt.

-Wie vielmehr der Christus-Kult, bei dem die in Schöpfung begründete, auf ihren Sinn/Grund (Vater verweisende) Weisheit im Kopf der Menschen mit dem gesamten Instrumentarium der Kultur wieder bestimmend werden, auf friedliche Weise Weltbürger machen, für eine gemeinsame Verant-wort-ung begeistern kann.

Was zu einer Kulturbestimmung und sozial-gemeinsinnigen Lebensweise führte, die damals die kaiserliche Logos-Selbstbelehrung ebenso vergeblich suchte, wie heute grün-rote, auch in der Kirche gehaltene Vernunftpredigten. Denn dass eine Vernunftpredigt keine Religion ersetzt, war selbst den spätantiken Kaiser klar. Die daher die alten Gottheiten reaktivieren wollten, Christen verfolgten und dann seit Konstantin im Christuskult die Lösung, den notwendigen Gemeinschaftskult der Zukunft sahen.

Nebenbei: Allein die Selbstbelehrung des Kaisers zu lesen und sich dann mit der Stoa zu befassen, müsste klar machen: Wo die in Schöpfung begründete Weisheit, der Gemeinsinn, damit die philosophisch abstrakten Sozialutopien dann zur Kulturbestimmung christlicher Gemeinden wurde. Da ist kein bibelbelesener galiläischer Zimmermannsohn, den dessen „junge Frau“ zur Welt brachte, als Christus zur universalen Bestimmung, dem auch für Griechen geltenden „Wort“ geworden.  Wie aber die in natürlich-schöpferischer Realität ge-/bezeugte Weisheit nur als „Wort vom Kreuz“ in der volksbekannten Weise eines galiläischen Weisheitslehrers Heilswirklichkeit „Jesus Christus“ werden konnte, wurde das nicht auch von Paulus im Korintherbrief argumentiert?

2.9. Wo die Verweigerer traditioneller Gottheiten, die nun nicht mehr als Juden galten, unter den

Augen der Volksgaffer den Löwen vorgeworfen wurden.  Und wo dann auch die Märtyrerverehrung entstand. Bei der die Passion Jesus in stilisiert-erbaulichen Berichten oder nach den antiken Prozess-Gerichtsakten nachgestellt wurde. Da ging es nicht um den Tod eines bibelschlauen und daher in altjüdischen Sinne als häretisch geltenden Besserwissers.

Der Prozess der Zeit „von Pontius bis Pilatus“, setzt sich in der Christenverfolgung fort. Ein Prozess, bei dem der neue Verstand/Bund hellenistisch aufgeklärter Juden als Christus (damit das historische Heil „Jesus“) zuerst von denen, die das alte Gesetz lehrten, als Pharisäer ihr gutgemeinte, aber vergebliche Predigt in Buchstaben begründeten, verurteilt wurde. Ein Jesus Christus, der auch von denen verfolgt wurde, die Weisheit philosophisch bedachten und predigten, aber weiter alten Gottheiten opferten.

Und so sind auch die beiden Literaturformen, die ausgeschmückte Passion, wie die konkrete Prozessakten zu erklären, die aus den Märtyrerakten bekannt sind. Ebenso ist zu verstehen, dass Denker, die der jüdischen Gesetzlichkeit, wie den griechisch-römischen Gottheiten aus Vernunftgründen abgeschworen, den Eid für die Weisheit, den Logos als Christus abgegeben hatten, nicht ihren aufgeklärten Verstand abgeben, Auferstehung verleugnen, Rückfällig werden wollten. Sich auch durch staatlichen Zwang nicht wieder in dazu bringen ließen, den Kaiser oder die alten Gottheiten zu verehren.

Wie aber wollen Sie Ihre Hypothese vom Handwerksburschen aufrechterhalten, der aufgrund von Visionen seiner Anhänger herrlich und später als Logos-Christus ausgegeben wurde, um eine sonderbare Sekte für philosophische Bildungsbürger schmackhaft zu machen?  Sind die Märtyrer dann für ein Hirngespinst in den Tod gegangen, das sie nach Ihrer Hypothese selbst in die Welt gesetzt hätten?

Auch wenn das bei ernsthafter Auseinandersetzung der verschiedenen frühchristlichen Denkweisen, Bewegungen, dann der christologischen Diskussion, die auch im Korinther geführt wird, nicht möglich ist. Weil hier eindeutig die Weisheit, das Wesen der Vernunft das Thema war. Bei oberflächlicher Geschichtsbetrachtung kann man mit Blick auf heutige Theologiedebatten (wie den heutigen Streit um das Abendmahl zwischen Katholiken und Protestanten), auch den Anfängen unterstellen wollen, über Glaubensgespinste „Kaisers Bart“ gestritten zu haben. Doch dass wegen selbst entworfener Konstrukte, mit denen eine Heilspredigersekte hellenisiert, apologetisch für Bildungsbürger schmackhaft gemacht wurde, wie Sie ähnlich argumentieren müssen, Denker den Tod auf sich nahmen, schließt sich aus.

Wenn die anfänglichen Denker aber wirklich von Weisheit, Vernunft, dem Öko-Logos-Christus ausgingen, was kein ernsthaft denkender Mensch abstreiten kann. Wieso lassen Sie Ihre Studenten und die gesamte Welt im Glauben, dass der Grund der Christusgeschichte ein junger Mann gewesen sei?

Als Klaus Berger vor wenigen Jahren in Heidelberg das Neue Testament lehrte, gab es kein Problem: Bei ihm sind Märtyrer noch für Christus in den Tod gegangen. Doch wer historisch-kritisch „A“ sagt, muss auch weiterfragen. Denn die Geschichte lässt sich nur in Vernunft erklären, der Weisheit, die auch nach Paulus, damit in der Kirche des Westens das Kreuz zu tragen hatte und nicht umgekehrt.

Es ist daher mehr als sträflich, künftige Lehrer, Pfarrer oder auch Forscher im Glauben zu lassen, dass ein junger Mann, dem damit nicht weiter relevante Logos-Weisheitskonstrukte als Christus nur apologetisch aufgesetzt wurden, der eigentlich Grund der Geschichte gewesen sei. Damit verhindern Sie das heute in Jesus gegebene Heil, statt entsprechend ihrer Aufgabe die wissenschaftliche Gabe zu nutzen. Was die Voraussetzung wäre, damit die in Ökologie begründete Weisheit oder Weltvernunft in aufgeklärter Weise zur gemeinsamen Kulturbestimmung und so mündig begeistert gelebt wird.

            3. Wie für die Weisheit eine Kirche, der Volkskult des Westens gebaut wurde

3.1. Wo sich dann im 3. Jahrhundert die frühkatholische Kirche weit über die Geburtsstätten der

Christologie Alexandriens oder Antiochiens, die neue nordafrikanische Christologie-Rechtszentrale Karthago oder die alte Kultmetropole Rom im Westen ausbreitete, auch ein Bischof wie Irenäus in Gallien maßgeblich am Bau von Kanon und Kirche mitwirkte.

Da lässt sich um so mehr verstehen, warum die Weisheit an der Wurzel westlicher Kirche das Kreuz des Kultur-/Volksverstandes ihrer Zeit zu tragen hatte. Wie es auch bei Paulus diskutiert wird. Mit den weisheitlichen Überfliegern aus Alexandrien, so wenig wie mit den abstrakt-philosophisch bleibenden Vernunftlehren in Athen wäre eine Kulturbestimmung bei den Franken und Germanen nicht zu machen gewesen. So wundert auch nicht, wenn sich Irenäus, ähnlich wie im Korintherbrief im Namen Paulus geschildert, in umfassender Weise gegen rein intellektuelle christliche Weisheitslehren wendet. Wenn er Weisheits-Christologien, die das Kreuz der alten Kulturbilder nicht auf sich nahmen, als sich zu Unrecht auf Erkenntnis berufend verwirft. Aber so wenig auch nur einem der kirchlichen Vordenkern, kann dem Justin fortsetzenden systematischen Logos-Theologen, der als intellektueller Kopf mit großer Schaffenskraft in Abgrenzung gegen verworrene Äonenlehren oder dualistische Modelle auf die die Einheit des einen Grundes aller Kreativität bestand und maßgeblich die Kirche prägte, weder die Vernunft/Weisheit, noch Erkenntnis abgesprochen werden.

Heute ist doch klar, dass sämtliche kirchlichen Vordenker von der Logos genannten Vernunftlehre, damit Weisheit ausgingen, die in früher Ökologie begründet war. Und wie die Johannesverfasser nicht nur die eigene Jesusgeschichte, sondern auch die der Synoptiker im Öko-Logos jüdischer Philosophie begründen oder Paulus beim christlichen Wesen über die Weisheit streitet, habe ich bei Ihnen gelernt. Und wenn der biblische Jesus allgemein auch als Weisheit in Person gilt, dann heißt das doch, dass es hier um das Wort vom Kreuz ging, wie es die Kirche für den Volksverstand als Voraussetzung sah: Die Vernunft/Weisheit, die nur in fleischgewordener Ausdrucksweise, am Kreuz der nur so erfüllten kulturellen Vorbilder zur Heilswirklichkeit werden konnte. Doch der junge Mann, der für den weltgültigen Bund so wenig in Frage kommt, wie für die durch frühphilosophische Moses-Propheten ein Meeresteiler notwendig ist. Der kann weder Grund neuen Verstandes, damit jetzt universaler Bestimmung/Bundes gewesen sein, noch kommt er in der Kirchengeschichte oder den Christus-Geschichten und der von Ihnen dort oder bei Paulus begründeten Theologie vor.

Ich kann zwar verstehen, wie schwer es einem Wissenschaftler, der auf die Hypothese vom Heilsprediger Jesus all seine bisherigen Lehren, sein ganzes Lebenswerk, wie seine Glaubensvorstellungen gebaut hat fällt, Gewohntes in Frage zu stellen. Doch wenn Sie weiter einen Handwerksburschen an den Anfang, damit nicht nur die Jesusgeschichten, sondern die Kirchen- und Christusgeschichte weiter auf den Kopf stellen, so ist das nicht nur gegen alles gegebene Wissen. Wer durch aufgeklärte Theologie etwas erreichen will, sich nicht gegen alle Naturwissenschaft wendet und die Augen vor der historischen Frage verschließend wieder auf Buchstaben berufend will, der muss auch „B“ sagen.

3.2. Wo die alten Denkzentralen über das Datum des Osterfestes stritten, dabei Karthago an der

 jüdischen Tradition des Passah festhalten wollte und im Westen zur Unterscheidung am folgenden Sonntag Tod und Auferstehung gefeiert werden sollte.

Auch da wurde nicht über das Todesdatum ihres Wanderpredigers und seine Escheinung in Trauervisionen, Gemeindebildung und dessen apologetische Aufwertung für hellenistische Bildung gestritten, sondern das jüdische Heilswesen.

Wo eindeutig an das Judentum angeknüpft, gleichzeitig eine Unterscheidung hervorgehoben werden sollte und darüber theologisch gestritten wurde. Kann es da um die einem hingerichteten Heilsprediger aufgesetzte Christologie gegangen sein, wie es bei Ihrer Hypothese zu unterstellen wäre?

Warum fragen Sie nicht wie der alten Bund historisch auf neue Beine gestellt wurde und wo die nicht in einer Heilspredigerverherrlichung zu erklärende Unterscheidung liegt?

Denn die war nicht nur im Osterstreit, sondern den gesamten Jesusgeschichten, damit der Christusgeschichte oder der von Ihnen vorgestellten Theologie des Neuen Testamentes das Thema, wo die Erfüllung des Alten Testamentes war und ein weltgültig gewordener Exodus beschrieben wird. Aber der ist mit einem bibelschlauen Handwerksburschen, dessen Sektenverfolger dann ist Judentum zurückgeholt wird, das sich allenfalls der Stoa bediente, nicht zu machen ist.

Ich bin Herrn Strohm für die klare Gliederung der frühen Geschichte und die vorgestellten Fakten dankbar. Denn auch wenn bisher klar war, dass die gesamte Jesus-Geschichte in schöpferischer Vernunft/Weisheit begründet ist. An jeder Stelle der Geschichte ergeben sich neue Beweise, wie die Weisheit und kein dazu gemachter Wanderprediger die historische Wirklichkeit Jesus Christus war und wie der Weg verlief, auf dem die Weisheit/das Wort für den neuen weltgültigen Bund/Verstand im Volkskult des Westens das Kreuz ihrer Vorbilder zu tragen hatte.

3.3. Wo nicht allein die gesamten kirchlichen Vordenker, allein schon der bisher für die Natur-

/Sonnenordnung in Kultur stehende Konstantin und seine Familie oder seine Berater (Bischöfe), die über das Wesen und den Weg der so begründeten Weisheit ganz unterschiedlicher Ansicht waren, sichere Zeugen für die Vernunft als christliches Wesen sind.

(Neben Konstantin traten bereits vor Jahren auch Seneca oder Kaiser Julian, der als philosophischer Christenkaiser wahrscheinlich wegen der unheiligen Diskussion um das Wesen des Öko-Logos-Christus auf seine beiden letzten Jahre die alten Gottheiten wieder einführen wollte, unter www.jesus-lebt-wirklich.de als Zeugen für den Logos-Christus auf).

Da wird bei der Betrachtung der einzelnen geschichtlichen Fakten nun noch deutlicher, wie dann die Heilsgeschichte „Jesus“ verlaufen musste.

3.4. Wo dann bei einem bisher für die kosmische Sonnenordnung, so Weisheit in Kultur stehenden

Kaiser wie Konstantin für den Logos-Christus eine Geburtstagsfeier, das Weihnachtsfest ins Leben gerufen wurde, die später auch die germanische Naturvergottung, Tannenbaumkult & Co. aufnahm.

Da war dies der Weg, auf dem die Vernunft/Weisheit zur Geschichte wurde. Je mehr man sich mit der geschichtlichen Realität auseinandersetzt, desto klarer wird das Bild, ist auch die Notwendigkeit der menschlichen Ausdrucksweise im Sinne der Vorbilder, die Weiterführung der alten Kultvorstellungen im neuen Sinne zu erkennen: Damit das Kreuz, durch das die Weisheit ihre Heilsfunktion in westlicher Welt erfüllte und so weiterzuführen ist.

3.5. Wo frühchristliche Denker den Sinn ihres Seins, den Grund alle Kreativität in Vernunft

bedachten, daraus Weisheitslehren entwarfen, dafür ein neuer Kult, der Kanon und die Kirche entstand, war der Logos-Christus eine ebenso reale Größe, wie die sich heute in Ökologie begründete Weisheit, Weltvernunft.

Im Wort vom Kreuz nicht nur die historische Heilswirklichkeit Jesus zu bedenken, sondern diese in aufgeklärter Weise weiterzuführen, ist mehr als not-wendige Aufhabe heutiger Hochschulwissenschaft.

3.6. Wo in Reaktion auf die „zentrifugalen Kräfte“, die sich verflüchtigenden, geheimnisvoll und

frühwissenschaftlich-weisheitlich abstrakt bleibenden christlichen Erkenntnislehren Kanonbildung und Kirchenstrukturen als Voraussetzung für einen neuen Volkskult erklärt werden.

Da ist auch das Kreuz zu erkennen, durch das die Weisheit/schöpferische Vernunft über alle Wirren die westliche Welt bis zur Aufklärung in Verant-wort-ung nahm und heute so in aufgeklärter Weise wieder für die Weltvernunft begeistern könnte.

Weil alle gutgemeinte pharisäerische Predigt nach taub gewordenem Gesetz ebenso kurz greift, wie damals die philosophische Rhetorik oder auch christliche Weisheitslehren Alexandriens, die nicht an die kulturellen Vorbilder anknüpfen, nicht nur Kulturbestimmung führen konnten. Aber jetzt sind wir schon Mitten in Korinth, damit ihrer Vorlesung, die ohne die Geschichte der Vernunft/Weisheit nicht zu verstehen ist. Sonst ein nicht weiter wichtiger Meinungsstreit zwischen einem gewandelten Sektenverfolger und einigen zu dessen Christus Überredeten bleibt.

              4. WvK: Das „Wort vom Kreuz“ in Korinth

Ich musste erst überlegen, was Ihre Abkürzung „WvK“ bedeutet. Doch dann ist mir nicht nur klar geworden, wie es dabei nicht um das Geschwafel eines nicht mehr ernst zu nehmenden, durch Halluzinationen gewandelten Sektenverfolgers ging, der dann mit 100 bei seinem ersten Besuch in Korinth zur Gottheit eines hingerichteten Gurus Überredeten (Bildungsbürgern antiker Hochzivilisation) im Sinne verschiedener Wege der Weisheit stritt. Wie Sie es bei Ihrem jungen Mann letztlich voraussetzen müssen, aber dies dann durch Ihre Ausführungen über die Theologie der Texte selbst wiederlegen. Denn die zeigt, wie hier vielmehr der Heilsweg Jesus beschrieben wird. Bei dem das Wort/die in früher Ökologie begründete Weisheit und kein häretischer Handwerksbursche das Kreuz der Vorbilder trug, in menschlicher Ausdrucksweise, Person (Rolle/Aufgabe), die damit kein Scheinwesen, sondern kreative Wirklichkeit war, fleischwerden musste. Weil die Weisheit/Weltvernunft nur so in westlicher Kirche Heilsgeschichte, Kulturbestimmung wurde und so heute auf mündige Weise wieder werden könnte.

Auch wenn ich mich lieber an die geschichtlichen Fakten halte, als an oft im Wandel der Zeit beliebige Auslegung biblischer Texte. Doch so wie Sie die hochtheologische Diskussion um das Wesen der Vernunft/Weisheit, den Weg des Wortes vom Kreuz beschreiben, lässt sich das auch in der Kulturgeschichte beobachten. Nur dass es dort nicht nur um einige in Korinth durch einen schlechten Rhetoriker zur Gottheit eines hingerichteten Gurus Überredete ging. Wie auch keinem Handwerksburschen durch einen Sektenverfolger ein Heiligenschein als Christus verpasst wurde, sondern hinter Paulus ein gewaltiger Wandel steht.

Ob daher die Paulusliteratur ihren Ursprung dort hat, wo sie erstmals herausgegeben wurde, weil die Markioniten das Alte Testament ablehnten. Oder ob die Texte dort entstanden, wo der jüdische Weg im aufgeklärt allegorischen Verstand der Thora war, was dann von der Kirche weitergeführt, so möglicherweise die alte Literatur in Briefform der Mission überarbeitet wurde. Das ist Nebensache. Der Paulus, auf den sich die Kirche, der römisch-katholischen Simon-Petrus (nicht der Magnus: wie anderer römische frühchristliche Bewegungen zusammengefasst werden, in denen Hermann Detering den Ursprung nachweist) zu Recht beruft, lag im neuen, jetzt universal begründeten, damit auch für Griechen gültigen Judenkönig, des historisch nachvollziehbaren Wandels vom Saulus zum Paulus.

Wie aber können Sie diese Texte als hochtheologische Erkenntnisvorgänge erklären, die auf die schöpferische Dynamis, damit die reale, von einem Grund allen Seins ausgehende Weisheit verweisen, aus der sich die menschliche Weisheit und ihr Verstand ableitet. Wie daher auch im traditionellen Gesetz der Juden, ebenso wie bei der Weisheit der Griechen der eine Grund/Sinn allen Seins selbst gesprochen hat. Dessen Wort/Vernunft für den Volksverstand/-kult des Westens das Kreuz auf sich nehmen musste. Wie daher den verschiedenen christlichen Parteien der Zeit, egal ob nur in Korinth oder wie historisch klar, dem von einem souveränen Grund ausgehende Wandel, neuen Verständnis/jüdischen Bund und seinen teils abgehobenen Weisheitslehren das Wort vom Kreuz entgegengestellt wurde. Wie daher im Paulusbrief eine Kulturdiskussion beschrieben wird, die weit über Korinth hinausgehend, sich auch dort beobachten lässt, wo Herr Strom die „zentrifugalen Kräfte“ in vielfältigen urchristlichen Bewegungen, auch abgehobenen Weisheits/Erkenntnislehren schildert. Die sich in ihrer divergierenden Vielfalt in einem gewaltigen Kulturwandel ergaben, bei dem die Kirche des römisch-katholischen Westens dem hellenistisch-philosophischen Judentum folgte, wie wir es durch Philo kennen.

Dann jedoch Ihre Studenten im Glauben lassen, hier wäre es um das Hirngespinst gegangen, das einem wegen Häresie hingerichteten Handwerksburschen von seinem Sektenverfolger aufgesetzt wurde. Und dann hätte dieser rhetorisch unbegabte Marathonmann mit einigen bei seiner ersten Reise überredeten  Korinthern über sein Geisteskonstrukt gestritten, seinen Christus als Weisheit diskutiert, die auf verschiedene Weise unterwegs war.

Wie bereits in den vorhergehenden Texten klar gemacht, gehe ich gerade dann, wenn kein vom Geistesblitz getroffener Sektenverfolger war, von einem „echten“ Paulusbrief aus. Wie der in Synthese der Kulturen, in Tarsus (an der Schnittstelle der Kulturen, in Mitten der Stoa) geborene, in der Apostelgeschichte beschriebenen Kulturwandel im Judentum, vom Saulus zum Paulus und die davon ausgehende Mission der frühen Kirche beschrieben ist. Damit war auch das in Vernunft/Weisheit begründetes Verständnis der Vätergottheiten, des Vaters und die davon ausgehende Diskussion mit anderen frühchristlichen Denkweisen keine freie Erfindung.

Doch wenn Sie auf einen Sektenverfolger bestehen, der dann Ihren jungen Guru vergötterte oder sein eigenes Hirngespinst als neuen Glauben in die Welt setzte. Wieso bezeichnen Sie dann Ihre Vorlesung darüber als Theologie? Mit welcher Berechtigung ist die Glaubensvision, die ein Sektenverfolger hatte und dafür die Thora, wie die Stoa plünderte, Stoff für die Lehre an heutigen Hochschulen?

Ersparen Sie mir, mit meiner Unzulänglichkeit auf ihre hervorragende und sicherlich zutreffende Auslegung des Korintherbriefes einzugehen. Die Sie so wenig wie Ihre anderen Vorlesungen ändern müssen. Einzig die Voraussetzung des jungen Mannes, den Ihre Studenten dann im Kopf haben, ist allein aufgrund Ihrer Paulus-Vorlesung nicht mehr haltbar. Denn wenn hier die Proklamation eines souveränen Gottes beschrieben wird, die menschliche Theologie immer wieder in Frage stellt und dies strukturiert empirisch abgestützt wird. Wenn das „Wort vom Kreuz“ über die abgehobenen Weisheitstheologie Alexandriens gestellt wird, die mit Apollo verbunden ist, ebenso wie über das Gesetzestreue Judentum oder die Weisheitslehre der Griechen. Wenn daher die alten Autoritäten ebenso in Frage gestellt werden, wie die intellektuelle Weisheitslehren, die im Volk bedeutungslos bleiben und gleichzeitig auf die in Vernunft/Weisheit begründete lebendige Gottheit, den einen Grund/Sinn allen Seins verwiesen wird. Wenn die Weisheit nicht ihr Grund selbst ist, so wenig wie die Buchstaben, die die Schriftgelehrten predigen nur auf den zu verstehenden Sprecher/Grund verweisen. Wo daher die Dynamis der Juden und die Weisheit der Griechen entwunden wurde, um den intellektuellen christologisch-weisheitlichen Überfliegern das Wort vom Kreuz begründet entgegenzustellen.

Und wo dann auch die Verherrlichung der Natur ebenso in Frage gestellt wurde, wie der griechischen Kunst der Rhetorik, der Überredung das „Wort vom Kreuz“, die kultur-/volksgerecht Vermittlung entgegengestellt wurde . Wo der Verstand schöpferischer Bestimmung und ihre kulturgerechte Vermittlung über den menschlichen Verstand, die Weisheitslehren gestellt wurde…

Da ist es beim WvK nicht um die von Ihnen entsprechend Ihrer Hypothese genannten 100 in Korinth von einem geheimnisvoll gewandelten Sektenverfolger zum Glauben an die Gottheit eines hingerichteten Guru gegangen, die sich jetzt auf verschiedene Weisheits-Lehrer beriefen.

In diesem Sinn bitte ich Sie mit dem historischen Jesus auch das zu bedenken, was die in der Geschichte zu beobachtende, weit über Korinth hinausgehende frühchristliche Diskussion ausmacht. Wie hier ein Kulturwandel, ein im Rahmen des neuen prophetischen, sich im Öko-Logos-Christus begründender Bund/Verstand war, der an die alten Kult-Vorstellungen anknüpfen musste. Was damit auch wesentlich für die heutige Zeit wäre.

-Wo heute die Buchstaben schriftgelehrter Gesetzlichkeit nicht nur über ihren Grund/Sinn gestellt werden, von dem sie, wie alles natürliche Werden ausgeht und das nicht mit heutiger Weisheit auf einen Nenner zu bringen ist, muss ich Ihnen nicht sagen.

-Und wie uns moderne Weisheitslehren nicht weiterbringen, alle gutgemeinte Rhetorik, die nach einer ökologisch und sozial gerechten Lebensweise ruft, weitgehend vergeblich ist. Wenn nicht begeistert vom natürlichen Lebensfluss in aufgeklärter Weise an den historischen Jesus angeknüpft, die ökologische Vernunft/Weisheit im Sinn der alten Kultbilder bestimmend wird, zur Begeisterung für eine schöpferisch gerechte Lebensweise führt. Das ist nicht nur in der Tagesschau zu sehen, sondern eine die Zukunft unserer Enkel mehr als bedrohende Tatsache.

In diesem Sinne bitte ich Sie erneut, den historischen Jesus keinen guten, aber völlig bedeutungslos gewordenen Mann sein zu lassen, sondern auf wissenschaftliche Weise nach dem Wort/der in Schöpfung begründeten Vernunft/Weisheit zu fragen. Die das Kreuz auf sich nahm, so heute in aufgeklärter Weise zu verstehen ist und zur Kult(ur)bestimmung werden kann.

Mit großer Hochachtung

Gerhard Mentzel