Väter ökologischer Vernunft

(Weisheit als Christus) in Kultur

Hier wird in einem Brief aufgrund der Vorlesung über die Geschichte der frühen Kirche deutlich gemacht:

-Keinem der anfänglichen Denker und Vätern der Kirche kann es um das gegangen sein, was bei der Sekte eines Heilspredigers dann als christologischer Heiligenschein, apologetische Einfärbung, spätere Intellektualisierung… unterstellt werden muss.

-Vielmehr macht das Wissen um die philosophische Herkunft anfänglicher Denker, die Bekehrung im aufgeklärten Verstand des alten jüdischen Bundes/prophetischen Verstandes und seinen Texten, sowie die daraus entwickelte Lehre sämtlicher frühen Lehrer mehr als deutlich. Am Anfang ging es um den Öko-Logos, die Definition dieser Weltvernunft im Sinne des traditionellen Kultes sowie kulturgerechte Ausdrucksweise und damit ihre Rolle als künftiger Kulturbestimmung. Das christliche Wesen war genau das, nach was heute ohne tiefgreifende Kultbestimmung allseits weitgehend vergeblich gerufen wird.

Aufgabe der Hochschulwissenschaft ist es, das historisch gegebene Heil (Jesus) der frühen christlichen Denker in aufgeklärter Weise fortzusetzen. Die wissenschaftliche Voraussetzungen zu schaffen, damit das, was wir heute nicht mehr Logos, sondern Ökologie, in Bezug auf anfängliche Weisheit auch „Ökologie des Menschen“ nennen, in Synthese der Kulturen wieder zu einer nicht allein christlichen Kult(ur)bestimmung werden kann. So im aufgeklärten Verstand schöpferischer Bestimmung (Wort) den christlichen Bund in einem Vernunftglauben wieder auf die Beine natürlicher schöpferischer Wirklichkeit zu stellen. Und so auch zum aufgeklärter Verstand der verschiedenen Kulturen, ihrer dann sicher erst langsam beginnenden Versöhnung „von Grund auf“ beizutragen.

Sehr geehrter Herr Professor Christoph Strohm,

mehr als die heutige Auswertung der biblischen Schriften macht die Geschichte und die sich dort zeigende Kulturdiskussion deutlich: Streitpunkt der Geschichte, Gegenstand der Geschichten war kein junger Mann als Weisheitslehrer oder ein Religionsgründer. Allen vorgestellten anfänglichen Denkern und ihren Kulturdiskussionen, den verschiedenen frühen Christentümern und auch innerhalb der Kirche konkurrierenden Bewegungen ging es um den Grund der Religionen selbst. Dessen Stellung in Kultur sowie Umsetzung in verschiedenen Kulturmodellen stand zur Debatte. Das christliche Wesen war kein Weisheitslehrer, sondern die in nun natürlicher Schöpfung, damit antiker Ökologie begründete Vernunft/Weisheit selbst. Die in ihrer zeit-/kulturgerechten Ausdrucksweise bis zur Aufklärung als Christus kulturbestimmend war und so heute aufgeklärt wieder werden könnte.

Während ich mit Blick auf die „Umwelt und Entstehung des Christentums“ das aus hellenistischer Hochkultur und mittelplatonistischer Denkmodellen im jüdischen Sinne erwachsen ist, noch Fragen nach der Wahrscheinlichkeit stellte. Die dann mehr als deutlich machten, dass die heute geltende Hypothese vom historischen Handwerksburschen, dem dann nur ein apologetischer Heiligenschein als Christus verliehen worden sein kann, unhaltbar geworden ist.

Bei der „Formierung der frühkatholischen Gemeinden“ und dem Blick auf die Apostolischen Väter oder die Apologeten, sowie der inneren Krise, Gnosis oder Markion ist es Fakt geworden:

Die Hypothese von der Sekte eines heilspredigenden Handwerksburschen, die dann durch die Mission ihres geheimnisvoll gewandelten Verfolgers zur Weltkirche wurde, war nicht falsch. Aber sie Sie gehört im Wandel der Zeit heute dem Gestern an. Alles wachsende Wissen um die Anfänge Zeigt: Den anfänglichen Denker ging es um das, was im  Denken der Zeitenwende das bestimmende Thema war. Die Vernunft und Weisheit, die sich aus der in sicherlich noch weit spekulativen, aber anfänglichen Naturwissenschaft, damit schöpferischer Wirklichkeit ergab und dessen Umsetzung in Kultur.

Was als Logos galt, ist mit dem vergleichbar, was heute als Ökologie maßgebend, bestimmend für menschliches Leben ist und als Wort verstanden wurde, als Christus in zeit- und kulturgerechter Ausdrucksweise zur Kulturbestimmung wurde und in aufgeklärter Weise wieder werden könnte.

Denn die christliche Mission dieses hinter Paulus stehenden neuen Paradigmas war nicht nur über die Vernunft, die in Natur bedachte Sinnhaftigkeit allein Seins zu reden, sondern dies mit dem prophetischen, als frühe Philosophie erkannten bildlosen Bund (im neuen Bund/Verstand) in kultureller Synthese zusammenzudenken und so erst zur Kulturbestimmung zu machen. Was in einem gewaltigen Kulturwandel als „Christus“ statt der alten Gottheiten oder sozialutopischer philosophischer Reden erst zur Kulturbestimmung gebracht wurde, war so in Folge Moses das gegebene Heil „Josua“ lat. Jesus als historische Wirklichkeit.

Die bei allen frühen Denkern beschriebene Bekehrung und dann Mission ging nicht vom Glauben an einen Guru aus, der in Gemeindebildung zu Gott auferstand. Als der in antiker Philosophie erkannte Sinn, die Vernunft allen Werdens (Logos) mit der den biblischen Propheten geltenden bildlosen Bestimmung zusammengedacht wurde, die Lehre der Propheten als frühe Philosophie erkannt wurde, war dies die Bekehrung der von Ihnen vorgestellten anfänglichen Denker.

Diese Erkenntnis mag nicht der Volksglaube gewesen sein. Dort und dann, als die Vernunftlehre keine Bedeutung hatte, noch nicht galt oder wieder dem Mythos weichen musste, war die Wahrnehmung in Erkenntnis dem vertrauenden Glaube an die Weisheit der Antike als maßgebendes Wort und Christus gewichen. Doch der bis zur Aufklärung tragende Christus, auf dessen Autorität noch die Reformatoren auf Grundlage der antiken Schriften setzten, ist mit der Aufklärung bedeutungslos geworden. Und da er in heutiger Lehre zu einem Handwerksburschen mit Heiligenschein aufgrund von Halluzinationen alter Glaubensvorstellungen geworden ist. Daher ist Zeit zum aufgeklärten Verstand des Öko-Logos, der vielbeschworenen Weltvernunft, Weisheit als Christus.

Dies wirft auch Licht auf die der Geschichtsvorlesung folgende Auslegung des Korintherbriefes durch Professor Peter Lampe. Denn auch wenn „Paulus“ in Ihrer Gliederung nicht vorkommt. Der sich darin ausdrückende Medienwandel der Zeit, das sich in Christus ergebende neue Paradigma, war bei allen aufgelisteten Denker am Anfang der Kirche gegenwärtig. Doch  bei diesem gewaltigen Kulturwandel ist kein junger Mann zur universal gültigen Kulturbestimmung geworden, sondern das, was wir heute als Weltvernunft, ökologische Weisheit und Verhaltensweise… ohne Kulturbestimmung vergeblich fordern.

Es gab am Anfang neben den zur Kirche gewordenen Denkern auch beispielsweise Simon-Magnus, damit sich in den Augen der Kirchenväter zu Unrecht auf Erkenntnis berufende Bewegungen oder römische Kirchen (nicht katholischen Petrus). Die die Thora und ihre Schöpfergottheit ablehnten, die in dualistischen Modellen dachten oder mysteriöse Geheimlehren für Eingeweihte und damit keinen neuen Volkskult vertraten, wie die Vordenker der katholische Kirche. Kirchen, die sich ebenso auf Paulus beriefen. Die sich in einem neuen jüdisch-monotheistischen Kulturkonzept durch „Christus“ befreit von den alten Gottesbildern und damit auch dem Opferkult für den Gottkaiser sahen, aber andere Wege, als die später katholische Kirche gehen wollten. 

Aber da es allen anfänglichen Denkern, auch denen, die wir als Anfang der Kirche (damit des katholischen Petrus/Paulus) sehen, nicht um einen heilspredigenden Handwerksburschen, sondern um das ging, was wir heute als Ökologie des Menschen oder Weltvernunft bezeichnen. Daher fällt die von Herrn Lampe bei seinem jungen Mann zu unterstellende Hypothese ins wissenschaftliche Wasser. Da war kein gewandelter Sektenverfolger, der zuvor in der hochzivilisierten, von Vernunftlehren bestimmten antiken Metropole ca. 100 Leichtgläubige dazu überredet hatte, an die Gottheit eines jungen Guru als künftiges Heil und universale Bestimmung zu glauben und jetzt einen Brief schrieb, damit die Korinther nicht wieder rückfällig werden.

Doch um das zu zeigen, müssen erst die frühen Denker der Kirche beleuchtet werden. Die, auch wenn Paulus bei Justin nicht vorkommt (was Kritiker als Beleg werden, dass er nicht war, eine Fälschung der Kirche unterstellen) zeigen, wie er gegenwärtig war, der gesamten christlichen Mission zugrunde liegt.

Auch wenn ich fürchte, dass Sie mich nicht verstehen, da Sie in ihrem Denken, Glauben und damit auch ihrer Geschichtsvorlesung von „Christus“ ausgehen. Denn eigentlich will ich aufgrund der von Ihnen dargestellten historischen Fakten nur deutlich machen, dass es dabei um eine lebendige Größe ging, die heute nach wissenschaftlicher Vorarbeit wieder wahrzunehmen wäre. Womit dann der Öko-Logos, die ökologische Weisheit oder Weltvernunft nicht nur christliche Bestimmung werden könnte.

Denn da anderes als noch bei dem allein von Christus augehenden Karl Barth „ich kenne diesen Herren nicht“ denken heute nicht nur Ihre Studenten, sondern jeder aufgeklärte Zeitgenosse diesen Herren zu kennen denkt: Als den, den Christoph Markschies in Dokumentarfilmen als besonders bibelschlauen Handwerksburschen vorstellt, Gerd Theissen als trinkfreudigen Galiläer, heilspredigenden Wanderkyniker beschreibt. Und da einem jungen Mann folglich in der von Herrn Lampe beschriebenen Massenhalluzination oder in Trauervisionen nur ein Heiligenschein verliehen, er in apologetischer Weise gar als Öko-Logos ausgegeben werden konnte oder wie Sie sagen, später eine philosophische Intellektualisier“ung“ gewesen sein kann. Daher will ich aufgrund Ihrer Fakten zeigen, dass am Anfang die in antiker Ökologie, dem heute Evolution genannten Fluss allen Lebens begründete Vernunft/Weisheit stand, als Jesus Christus kulturbestimmend wurde. Das christliche Wesen, das in zeit-/kulturgerechter Weise von den christlichen Vordenkern ausgedrückt, zur Welt gebracht wurde, war die in natürlicher Schöpfung begründete Vernunft, nach der heute ohne aufgeklärten Verstand und tiefgreifende Kulturbestimmung alle weitgehend vergeblich rufen.

Diese Überlegungen richten sich daher keineswegs gegen die historisch-kritische Auswertung der Anfänge. Das Rad der Zeit lässt sich nicht zurückdrehen, wie Klaus Berger, der es ablehnte den Logos zu bedenken, an seinem jungen Mann als dann weitgehend persönliche Christusgröße festhalten will, so kaum noch ernst genommen wird. Denn die historische Kritik ermöglicht es uns erst zu erkennen, dass der Grund des Christuskultes nicht der noch übrig gebliebene, bedeutungslos gewordene, aber angeblich als universale Bestimmung ausgegebene junge Mann gewesen sein kann. Wie es vielmehr um das ging, was wir heute meist Weltvernunft oder „Ökologie des Menschen“  nennen, in Christus erst kulturbestimmend wurde.

1.       Ausbreitung des Christentums

Auch wenn ich hier nicht auf Ihre von mir versäumt Darstellung eingehen kann. In allen geschichtlichen Fakten über die Umwelt, wie die vielzähligen vom Öko-Logos in seinen verschiedenen Ausdeutungen ausgehenden Bewegungen, Christentümern, Kirchen, die in heftiger Diskussion über ganz fundamentale Fragen standen, wird heute mehr als deutlich: Um die Sekte eines Handwerksburschen, zu dessen Herrlichkeit dann die überredet wurden, denen die in Natur-/Vernunftlehre (Logos) erkannte Sinnhaftigkeit und Weisheit neue Herrlichkeit, mehr oder weniger heilig war, ist es bei der Ausbreitung des Christentum in den ersten Jahrhunderten nicht gegangen.

Auf die vielzähligen Reformbewegungen im Judentum und ihre traditionstreuen, buchstabenhörigen Wiedersacher, die Suche nach neuem Bund auch in Qumran, die Begründung eines neuen Bundes im Verstand dessen, was wir Ökologie nennen, als weltgültige bisher nur Beschnittenen geltende prophetisch (frühphilosophisch) vermittelte Bestimmung (Wort, Gesetz, Thora), kann hier nicht weiter eingegangen werden. Ebenso wenig wie die Reformbewegungen bei den Römern. Die in dem, was wir Ökologie nennen, einen Monotheismus mit Zeus an der Spitze, daraus in der Stoa Vernunftlehren (so noch Sozialutopien) ableiteten. Dann „Gottesfürchtigen“ Heidenchristen, bei denen dieser Öko-Logos als Christus (statt Götterkult, Kaiseropfer) zur Kulturbestimmung, Grund der Verehrung und so Lebensweise in frühen Gemeinden wurde. Von der Sekte eines Handwerksburschen, zu dessen Gottheit die Menschen überredet wurden, ist nichts zu sehen. Dies kann nach „Adam Riese“ in damaliger Realität nicht gewesen sein, weder römischen Denkern noch weniger Reformjuden unterstellt werden. Die bekanntlich genau das, was Christus ausmacht: die jetzt weltgültige prophetische Bestimmung (Wort, das jüdisch die Kultfunktion des Königs, der Gottessöhne hatte) in Natur/Vernunft (Logos) verstanden, den Kosmos als neuen Tempel sahen und als Väter der Christologie gelten.

2.       Apostolische Väter

Die apostolischen Denker folgten auf die Apostel. Als was einst die Freunde eines vom Tod erwachten Heilspredigers und die Verfasser der Evangelien galten. Doch wo heute die Auferstehung als Vision, Gemeindebildung, die Evangelien-Verfasser als Gebildete der Zeit gelten. Da sind Groupies, die ihren Freund zum Guru machten, nach seinem Tod Visionen hatten, als Zeugen des Auferstandenen obsolet geworden. Vielmehr muss nach dem neuen Verstand (auch des Alten Testamentes) gefragt werden, der dann auch die apostolischen wie spätere kirchlichen Väter bekehrte, bestimmte.

Ersparen Sie mir die Argumentation, die dann bei den Apologeten wie Justin zum unausweichlichen Fakt wird. Ein Außenstehender hat schnell ein Urteil gesprochen: Da war nur religiöses Gerede, wie er es jetzt in der Kirche hört, wenn von einem jungen Mann als Christusgott gesprochen wird. Aber wollen Sie bei Ihrem geschichtlichen Wissen sowie der Kenntnis der Texte eines Clemens von Rom, Ignatius von Antiochien, Polykarp von Smyma, Papias von Hierapolis oder Quadratus von Athen & Co. wirklich unterstellen, sie wären im Eiltempo zur Sekte eines Handwerksburschen als neuer universaler Bestimmung, damit jetzt als wesentlich geltende und so zu verehrende schöpferischen Rolle (Gottheit) übergelaufen?

Sie müssen nicht auf die Texte eines Ignatius zurückgreifen, der im neuen Verstand von der neuen Gottheit in „Christus“ spricht. Allein der „Hirte des Hermas“, der wahrscheinlich auf die Weisheit verweist, die bisher in Hermes verehrt wurde, diese in allzu umfassender Weise als christliches Wesen beschreibt  und dessen Aufnahme in den Kanon des Neuen Testamentes in Diskussion stand, macht mehr als deutlich: Um den heute als historischen Grund vermittelten jungen Mann ist es keinem der Denkern, ist es an keiner Stelle, in keiner Stunde der ersten Jahrhunderte und keiner Silbe der Texte gegangen.

3.       Apologeten

Unter den Autoren, die im 2. Jahrhundert das Christentum gegenüber Heiden, wie Juden verteidigten und das wahre christliche Leben dann als zukunftsgerecht auch im Sinne der Philosophie bedachten, ist Justin nicht nur der herausragende, sondern der Prototyp der kirchlichen Vordenker. Denn wie alle kommt er aus der Philosophie, bleibt Philosoph in seinen Inhalten, denkt diese im aufgeklärten Verstand im Sinne des Judentums als Christus weiter.

Doch ein Philosoph, der durch das Studium und aufgeklärt-allegorische Verständnis der Propheten, damit auf die gleiche Weise wie das hellenistische Judentum (in Philo zu beobachten, aber ebenso bei anderen Kirchenvätern beschrieben), zum Christ wurde. Der hat sich nicht zur Sekte eines Handwerksburschen bekannt und diesen dann apologetisch als das ausgegeben, was ihm als Logos-Christus galt und worauf er seine gesamten Überlegungen baute.

Justin hat sich logischerweise von der Philosophie abgegrenzt, nicht weiter wie Cicero die traditionellen Gottheiten verehrt  oder die Philosophie als rein wissenschaftlichen Selbstzweck gesehen. Ihm war klar, was wir auch heute beobachten: Wie allein das als weltvernünftig erkannte, gepredigte Sozialverhalten eine Utopie bleibt, wenn dabei nur leeren, unglaublich gewordenen Gottesbildern geopfert wird. Er hat in der in Natur bedachten  Vernunft/Sinnhaftigkeit, die wir heute als Ökologie bezeichnen, die schöpferische Bestimmung erkannt, die bisher in den alten Wesentlichkeiten oder dem Kaiser verehrt wurde, bei Juden als Wort galt. Was für ihn jetzt Christus war, durch den die Weisheit zur Kultur der Zukunft werden sollte. Aber was soll das mit einem Wandercharismatiker aus Galiläa zu tun haben, wegen dem er daher das Kaiseropfer verweigerte und wie andere als Märtyrer starb?

So wenig wie Justin seinen Philosophenmantel abgelegt hat, Stoiker, Platonist geblieben ist, kann auch anderen die Philosophie (Natur-/Vernunftlehre) weiterdenkenden Kirchenvätern unterstellt werden, die in Natur begründete Vernunftlehre (Logos) verleugnet, dem Wissen abgeschworen zu haben. Schließlich war und blieb der Öko-Logos das bestimmende christliche Wesen. Doch dies war keine apologetisch-philosophische Eifärbung oder eine Intellektualisier“ung“. Da ist keinem Handwerksburschen nur ein philosophischer Mantel umgehängt worden, dieser als genau die Bestimmung ausgegeben worden, die damals und  dort in Vernunft bedacht wurde. Den, der heute an den Anfang gestellt wird, den hat es nicht gegeben. Der kommt als Grund des Christuskultes nicht in Frage.

Dass es völlig ausgeschlossen ist, dass dieser Denker, der die menschlich-kulturgerechte Ausdrucksweise des Logos-Christus vertrat, die für ihn kein Scheinwesen, sondern kreative-schöpferische Vernunftwirklichkeit in der Zeit und Kultur war, sich nicht zur Sekte eines Handwerkerburschen bekannt hat. Und dass ihm nicht unterstellt werden kann, dass seine gesamte abstrakte platonische Vernunft-Philosophien, die heute recht befremdlich wirken, ein apologetischer Heiligenschein waren. Was bei einem anfänglichen jungen Mann zu unterstellen wäre. Das muss ich Ihnen als Kenner der Texte und Zeitgeschichte nicht sagen. Aber dass diese damals noch abstrakten Lehren, die wir heute noch mit großem Unverständnis lesen, nicht für einen Volkskult taugen, so die in Ökologie bedachte Weisheit/Vernunft nicht zu verehren war, scheint dem daher „christlichen“ Philosophen klar gewesen zu sein. Und wenn wir seine abstrakten frühchristlichen Abhandlungen lesen, wissen, wir, wie Recht er hatte. Wie damit kein Volkskult zu machen war bzw. warum die Vernunft in der bekannten Form das Licht der Welt erblicken musste.

Doch wenn dieser Denker, der auch nach seiner Bekehrung durch die Erkenntnis der Propheten als frühe Philosophen, von denen dann auch die Griechen lernten, weiter als Weisheitslehrer durch die Lande zog. Dann hat er mit dem angeblich historischen Jesus nur so viel zu tun: Wie dass ihm klar war, wie allein die stoisch-abstrakte Soziallehre im Kult der unglaublich gewordenen alten Gottheiten nicht taugte. Und auch er als Weisheit im jüdischen Sinne verkündender Wanderlehrer ein Vorbild lieferte, die in antiker Ökologie begründete Vernunft/Weisheit als Christus in Form eines Weisheitslehres zur Welt zu bringen, sie zum Kult, damit im Kopf der Menschen bestimmend zu machen. Was so, egal ob Justin bereits diesen dafür bereits von Philo so definierten Namen gebrauchte, das Heil im Sinne Josua, lat. Jesus historische Wirklichkeit war.

Und was seinen Schüler Tatian betrifft, der Syrer genannt wird. Weil er von Rom zu seiner syrischen Heimat zurückkehrte und sich ebenso wie Justin mit dem Alten Testament kritisch, im aufgeklärten Verstand auseinandersetze. So ist diesem so wenig wie seinem Lehrer die Bekehrung zur Sekte eines galiläischen Charismatikers zu unterstellen. Dass er aber dem Öko-Logos treu blieb und genau aus diesem Grund den Weg der Askese wählte, die ausgeuferte griechische Kultur, die Mythen von allzu menschlichen Gottheiten oder den Fleisch- und Weingenuss verwarf, ist heute mehr denn je nachvollziehbar.

Doch seine Lehre und Lebensweise macht ihn zu einer Art antiken Öko-Logen. Von denen wir wissen, dass sie in ihrer übersteigerten Form den verlangenden Leib verleugneten, in ihrer Übertreibung die Materie und gar die Ehe verwarfen, wie die Kyniker als antike Aussteiger in Askese lebten. Oder hängt das doch mit der Sekte eines Wanderpredigers zusammen, der laut Gerd Theissen gerne trank und auch sonst dem Leben zusprach. War es der heute an den Anfang gestellte junge Mann, den er dann gegen den ihm maßgebenden Öko-Logos eintauschte, als diesen ausgab, um dann darin seine auch gegen die griechische Kultur gerichtete philosophische Vernunftlehren zu begründen?

Und auch seine Arbeit an der Evangelienharmonie macht Tatian zum Zeugen schöpferischer Vernunft (Öko-Logos) in Schrift. Denn nicht allein, weil keinem der Verfasser der vielfältigen Jesusgeschichten ein einfacher junger Mann zu unterstellen ist. Und es noch wenige bei der Vorlage der synoptischen Jesusgeschichten, dem wahrscheinlich in Rom, damit in Straßennachbarschaft zu Seneca von einem hochgebildeten Literaten in Zeiten des Mittelplatonismus verfasste Markusgeschichte um die Herrlichkeit eines Handwerksburschen gegangen sein kann. Wer sich die Vielfalt der Jesusgeschichten und der die Explosion an Literatur betrachtet, die um die Zeitenwende entstand, der weiß, wie die Mission anfänglicher Christen nicht nur darin bestand, den Sinn und die sich dadurch ergebene Vernunft/Weisheit zu erkennen und darüber zu reden (so Barbara Aland in Gnosis), sondern dieses schöpferische Wort (Wort Gottes) in Geschichten zu beschreiben. Selbst wo die griechischen Mythen nicht einfach nur weitererzählt, sondern in ihren Inhalten, dabei die Verkörperungen der Vegetation (Vernunft) bedacht und verschriftet wurde, war neuer Verstand, Vernunft im Spiel. Um die Erlebnisse oder Verherrlichung  junger Männer ist es weder in griechisch-römischen Mythen, noch den absonderlich wirkenden Jesusgeschichten oder den für den Volkskult ausgewählten vier Evangelien gegangen.

Aufgabe der Hochschullehre wäre es, gerade die biblischen Geschichten nicht weiter als Kultmärchen aufgrund von Auferstehungs-Visionen vorzustellen, für die Texte des Alten Testamentes und sonstige Kultmythen aufgegriffen wurden. Vielmehr ist in aufgeklärter Weise die dahinter stehende Geschichtswirklichkeit eines aufgeklärten Verstandes Moses, damit Josua, Jesus zum Thema zu machen. Denn deren Bedeutungsinhalte, von der allein in schöpferischer Autorität bezeugten Geburt, der Abstammung aus dem Stamme Davids, der Auseinandersetzung mit den wortgläubigen Schriftgelehrten und Pharisäern, der Ablehnung durch die traditionshörigen Autoritäten und der vielfachen Missverständnisse auf dem Weg nach Jerusalem, beschreibt eine geschichtliche Wirklichkeit der Zeit. Hier wird die Geschichte der in antike Ökologie (Logos) verstanden prophetischen Bestimmung (Wort, Judenkönig) als Heilsgeschichte im Sinne Josua, lat. Jesus erzählt.

Auch die weitere Geschichte der zum Kanon gewordenen der Jesus-Geschichten zeigt, wie der als nun universale Bestimmung/Wort verstandene antike Öko-Logos, die bei Justin, wie seinem Schüler das Heils-Thema, der neuen Tempel und jetzt auch weltgültige König der Juden war.

Denn auch bei der Evangelienharmonie, die von Tatian bedacht wurde, als die Kirche noch lange das Alte Testament las, ist es mit absoluter Sicherheit nicht um die Herrlichkeit einen besserwisserischen Handwerksburschen gegangen. Der bibelschlaue Charismatiker, der gleichwohl klar ist, dass es um die Christologie in Geschichtsform, damit die Geschichte vom Auferstandenen (Wort, Josua, Jesus) im Stil der Zeit, Erbe der Vorbilder ging, blindwütig weiter daraus abgeleitet wird. Den hat es in der Geschichte und den Geschichten nicht gegeben.

Denn wer will den Markioniten genannten Erstherausgebern eines neutestamentlichen Kanon, die den Öko-Logos weit über dessen menschliche Ausdrucksweise stellten, daher auch als Doketisten abgelehnt wurden, den Glaube an die Gottheit oder die apologetische Aufwertung eines galiläischen Guru unterstellen?

Aber auch die Denker, die wie Tertullian oder Irenäus für den neuen Volkskult auf die kulturgerechte Ausdrucksweise der Vernunftbestimmung im jüdischen Erbe, statt philosophischer Konstrukte bestanden, sind wie die Stoa Roms von antiker Ökologie ausgegangen. Es war der Logos, der allein auf den zu verehren transzendent bleibende Grund/Sinn allen Seins verwies. Und ohne diesen Sohn wäre nach Tertullian auch kein Vater  gewesen.

Und dass auch Denker wie Athanasius und oder die anderen Herausgeber des kirchlichen Kanons vom Öko-Logos ausgingen, über dessen Wesen im Verhältnis zu den alten Gottheiten harte existenzielle Diskussionen führten, wissen Sie auch. Dazu brauchen Sie nicht das Buch von Manfred Clauss. Der einen unbeugsamen und starrsinnigen philosophischen Denker und dessen heiße, oft unheilige Diskussionen (von katholischen Schlägertrupps, Prügeleien wird gesprochen)  um das Wesen der Vernunft in sicher übertriebener, kirchkritisch negativer Weise beschreibt. Aber ungewollt allein so den Beweis liefert: Die Väter der Kirche haben sich nicht wegen der Gottheit eines galiläischen Gurus die Köpfe eingeschlagen, in unendlich scheinender philosophischer Argumentation gegenseitig der Häresie beschuldigt. Und sind dann Konstantin (der die Anhänger der in kosmischer Wirklichkeit erkannten Weisheit nicht weiter verfolgte, sondern darin die Zukunft sah, eine einheitliche Kirche/Volkskult anstrebte) auf die Nerven gegangen. Mit Blick auf die von Ihnen beschriebenen anfänglichen Diskussionen, aber der ebenso ernsthaft geführten existenziellen Auseinandersetzung, wie sie dann im arianischen Streit heute ausführlich beschreiben wird. Da ist es völlig unmöglich um einen christologischen Heiligenschein, Hirngespinste von Anhängern eines handauflegenden Handwerksburschen, deren apologetische Einfärbung, Intellektualisierung  gegangen. Was bei dem heute an den Anfang gestellten Heilsprediger unterstellt werden muss.

Das Thema der unter dem Diktat des Kaisers gefällten Konzilsbeschlüsse, wie des Kanons war und ist kein in den Himmel gehobener Halbstarker, wie er heute vorausgesetzt wird. Den spätantiken Kaisern, wie den gesamten Denkern, die dann in Drei-Einigkeit definierten, ging es um die in antiker Ökologie begründete universale Bestimmung im jüdischen Sinne, damit Jesus Christus.

Nebenbei, weil die Drein-Einigkeit keine kirchliche Erfindung, sondern möglicherweise gar von dem um Einheit für einen neuen Staatskult bemühten Kaiser vorgegeben, dann weiter diskutiert und philosophisch begründet wurde: Wo die in antiker Ökologie (noch waren Äonenmodelle) begründete Sinnhaftikeit/Weisheit (der Sohn) dann gleichen Wesens wie der Vater, die Vätergottheiten war. Und wo ohne den Sohn, damit die in Naturlehren begründete Weisheit kein Vater war. Da wissen wir, wie „christlich“ der meist Gott genannte Grund/Sinn allen Seins, der sich in der Natur offenbart, ohne sich dort zu erschöpften, sondern als ewig gilt, in eigener Person (Rolle, Aufgabe) zu lieben und zu verehren wäre, um in dessen Vernunft zu leben.

Aber wo all das bereits an- und später ausdiskutiert wurde. Da ging es in den apologetischen Verteidigungsreden gegenüber der traditionstreuen Philosophen und reaktionären Juden nicht um einen Heiligenschein für einen Heilsprediger, sondern um die Weltvernunftlehrer, wie sie auch Athenagoras galt. Auch der hat seine Ausbildung in Alexandrien genossen. Damit dort, wo aufgeklärten hellenistischen Juden die Natur-/Vernunftlehre als prophetische Bestimmung/Wort jetzt auf universale Weise maßgebend, damit ein neuer Bund war.

Ist der spätere Bischof von Athen, der durch den aufgeklärten Verstand (Auferstehung) bekehrt war, dann anschließend zur Sekte eines jungen Gurus aus Galiläa bekehrt worden, den er dann in all seinen Aufsätzen philosophisch einfärbte?

Und wenn dieser Denker neben seinen Verteidigungsschriften, wie den Philosophenkaiser Marc Aurel, die das Christentum als Verwirklichung der Stoa vorstellen, auch philosophische Überlegungen zur Auferstehung im ewigen Vergehen und Werden der Natur auf die Kultur, auch seinen neuen Verstand übertragen hat. (Bisher für mich ein Argument, dass es bei der christlichen Auferstehung um mehr ging, als inzwischen angenommen.) Wollte er in Athen dann die Visionen, die die Anhänger eines heilspredigenden Handwerksburschen nach dessen grausamem hatten, was heute als „Gemeindebildung“ gelehrt wird, auf hochphilosophische Weise in einer Auferstehungsschrift begründen?

Egal, welches Kapitel der Geschichte Sie aufschlagen, der hingerichtete junge Mann, den Ihre Studenten im Kopf haben, Christus zu einem gestrigen Heiligenschein macht, der kommt nicht vor.

Selbst wenn die ausgereifte Apologetik, die wir im Namen Tertullian lesen, erst in mittelalterlichen Mönchs-Stuben entstanden wäre, wie es Kritiker unterstellen wollen. Dann haben die im Namen Tertullian nur eine urchristliche Denkweise und Diskussion beschrieben, war ihnen (selbst noch im Mittelalter, als die Naturlehre weitgehend in den Mythos zurückgefallen war) klar, wie es am Anfang um die in Natur begründete Vernunft und Weisheit als christliches Wesen ging. Denn auch wenn Tertullian, wie alle römisch-katholischen Lehrer zu Recht auf die volks-, kulturgerechte Ausdrucksweise der Vernunft in jüdischer Tradition, die „fleischgeworden“ Ausdrucksweise des Logos im Rahmen eines neuen Volkskultes bestand. Ihm ist es völlig eindeutig um eine in Natur begründete Vernunft/Weisheit gegangen.

„Gegen das müssen wir angehen, gegen die Traditionen der Ahnen, die Autoritäten des Überlieferten, gegen die Gesten der Herrschenden, die Argumentationen der Weisen, gegen Alter, Brauch, Zwang, gegen Exempel, Prodigien (damit übernatürliche, mysteriöse göttliche Zeichen), Wunder, welche alle diese ehebrecherische  Göttlichkeit (damit eine Ausdrucksweise, die nicht mehr zeitgemäß war, nicht auf schöpferische Wirklichkeit zurückgeführt werden konnte, mit dem realen Grund allen Seins gebrochen hatte) gestärkt haben.

Ihnen brauche ich keine anderen Texte Tertullians vorzulegen, in denen dann eindeutig über die in früher Ökologie begründete Vernunft und keinen Heiligenschein für einen jungen Mann diskutiert wurde. Gerade in den Diskussionen, die Tertullian mit der Philosophie führte, dort am Beispiel der Sonne zeigt, wie die sichtbare, sinnlich wahrnehmbare Vernunft/Sinnhaftigkeit und so dann menschlich zu bedenkende irdische Weisheit ebenso einen Grund hat, wie der Sohn auf den Vater verweis und ohne den Sohn kein Vater ist. (Was heute nicht mehr zu diskutieren ist, sondern jeder bestätigt, der davon ausgeht, dass auch dann wieder etwas – nicht ohne Grund - wächst, wenn der Mensch in seiner allein mit neuem Wissen nicht zu bremsenden Gier die Welt aus dem Gleichgewicht, die Natur zerstört hat.)  Da wird mehr als deutlich: Auch dem ersten Definierer von Drei-Einigkeit und lateinischen Theologen ist es völlig unmöglich um den unehelichen Sohn einer Hebräerin gegangen, der einem Handwerker untergeschoben und dann dem Heiligen Geist zugeschrieben, als Gott ausgegeben wurde. Der kommt in der gesamten Auseinandersetzung, die Tertullian mit heidnischer Philosophie, dem ebenso in der Tradition verhafteten Judentum oder anderen christlichen Vorstellungen führte, die nicht für einen Volkskult taugten, mit keiner Silbe vor. Je mehr wir uns mit den Texten auseinandersetzen, die Kulturdiskussionen deutlich machen, desto mehr schließt sich aus, dass am Anfang nur eine Glaubenspredigt war. Die ernsthafte Auswertung des Geschichtswissens zeigt. Die Apologeten und Väter der Kirche haben keine frühen apologetischen Konstrukte oder Hirngespinste des Glaubens, aufgewärmte Tradition oder gar die von Kritikern unterstellte Poesie und Fiktionen gestritten. Was sie in umfassenden philosophischen Tradakten in verschiedener Weise definierten, sich dann im christologischen Streit deswegen gar gegenseitig die Köpfe eingeschlugen, was das, was uns als Ökologie (Logos) gilt. Sie waren Vordenker in Natur begründeter Sinnhaftigkeit/Vernunft/Weisheit, die nach dem richtigen Konzept suchten, diese zur Welt zu bringen. Und genau das wäre wieder Aufgabe heutiger Hochschulwissenschaft.

Wer nicht nur die anderen Christentümer verwarf, die sich nicht zur prophetischen Wurzel bekannten, die Thora in aufgeklärter Weise bewahrten. Sondern wer alle Geistesrichtungen durchging, auch die allzu menschlichen Götter der griechischen Fabeln im „Tribunal über das Heidentum“ auf rechtphilosophische Weise als falsch darlegte, von „Göttchenverehrung“ sprach. Der hatte nicht einen Guru aus Galilä vor Auge, den der dann auch als neuen Gott oder universale Bestimmung im jüdischen Sinne einführen wollte. Der wollte die in antiker Ökologie begründete Weisheit zur christlichen Kulturbestimmung machen. Der ging von der ökologischen Vernunft auch des Menschen aus, in der heute die Pfarrer, wie Päpste das rechte Verhalten (Benedikt XVI. gar das Recht) begründen. Aber ohne Kulturbestimmung ebenso vergeblich predigen, wie die Grünen oder inzwischen fast alle Parteien. Die dann doch wieder Realität weichen, der ungebremsten Gier ihrer Wähler gerecht werden, deren Gottheiten und Kulturbestimmung Konsum- und Kapitalegoismus in Kurzsicht ist.

Ein Montanist wie Tertullian der als „wichtiger Theologe,  besondere Figur“ gilt. Den Sie so sicher zu Recht mit dem neuplatonischen Augustin verglichen und der sich dann gegen die Großkirche stellte. Der hat so wenig etwas mit dem heute an den Anfang gestellten jungen Mann zu tun, wie alle anderen kirchlichen Vordenker. Von Origenes und den vielen anderen frühen Denkern, die die Natur-/Vernunftlehre (Öko-Logos) ihrer Zeit mit den prophetischen Texten zusammendachten, bis zu den Kirchenväter des 4. Jahrhundert, wie Georg von Nyssa (Studium des Alten Testamentes, seiner Schöpfungslehre, damit Verschmelzung christlicher Lehre mit Platonismus) ganz zu schweigen.

Die Frage der Studentin, warum auch bei den Apologeten immer von „Anknüpfung“, statt Ablehnung der antiken Philosophie gesprochen wird, war mehr als berechtigt. Doch dieses Weiterdenken der Philosophie war keine Moralisierung aufgrund der Lehre eines jungen Mann und dessen apologetischer Ausgabe oder die Intellektualisierung einer sich ausgeweiteten Heilspredigersekte. Es war das damals in Geschichte im Öko-Logos als universale jüdische Bestimmung (Wort/Christus) gegebene Heil „Jesus“, das heute in aufgeklärter Weise fortzusetzen wäre.

Auch wenn Johannes und damit auch die anderen Jesusgeschichten vom „fleischgewordenen“ Öko-Logo, damit so erst dessen Leidens- und so Heilsgeschichte beschreiben. Worauf Herr Lampe zu Recht besteht. Wo im Christentum die wahre Philosophie gesehen wurde, war Weiterdenken im aufgeklärt jüdischen Sinne: Jesus Christus. Doch weder in den Lehren, Kulturdiskussionen, Texten, Geschichten  oder den ganz verschiedenartigen frühen Kultbildern Jesus Christus (vom Lamm , Fisch bis zum Pantokrator wie Zeus) ging es nicht um einen jungen Mann.

Wenn die christliche Lehre in den apologetischen Schriften intellektuell durchdacht und so dargestellt wurde, damit über die Philosophie der Zeit, Platonismus und Stoa hinwegging.  Wenn im Christentum dann das wahre Glück, das gerechte Leben, damit das Zielt der Philosophie als erfüllt dargestellt wurde. Dann ist es dabei nicht um einen auf apologetische Weise herrlich gemachten Handwerksburschen gegangen, sondern den auch heute von der Hochschullehre weiterzudenkenden Öko-Logos als Jesus Christus.

Wo die höchste Erkenntnis aufgrund des Logos war, ist es nicht um Hirngespinste oder die Herrlichkeit eines heilspredigenden Handwerkers aus Galiläa gegangen. Da war der aus dem hellenistischen Heidenland gekommene, bei hellenistischen Juden (nicht allein in Philo) heute beschriebene neue Verstand/Bund auf dem Weg nach Jerusalem das christlogische Thema.

Auch die Bekehrung Tertullians  wird übrigens in dem beschrieben, dass ein Philosoph den Öko-Logos, den er auf platonische Weise gelernt hatte, in Einsicht mit der den frühphilosophischen Moses-Propheten sah. Worauf nach Ihren Worten „ihm die Seele brannte“. Die frühkirchliche Einfärbung eines Wanderpredigers und die Bekehrung zu dessen Sekte kommt auch da, wo erstmals in Drei-Einigkeit definiert wurde, nicht vor. Wie bereits deutlich gemacht, hat Tertullian dabei die in Natur begründete Vernunft/Sinnhaftigkeit als Verweis auf den Vater, den ewigen Grund/Sinn gesehen, der bleibt, auch wenn alle Natur vergeht. Und ohne den Öko-Logos war alle Rede von Gott sinnlose Schwätzerei, ohne den Christus/Sohn war nicht nur in seiner Rechtslogik kein Vater.

Wo bei Philo, Justin und den folgenden frühen Denkern die Moses-Propheten, wie die mit David verbundene Weisheit als frühe Philosophie verstanden wurde, war dies keine apologetische Schwätzerei, die nur die alten Schriften, die Mythen der Juden aufwärmte. Vielmehr war aufgeklärter Verstand, wie er heute mehr denn je zu bedenken wäre, die Voraussetzung für den christlichen Glaube: Weiterdenken des modernen Öko-Logos und dessen grenzüberschreitender Kult(ur)bestimmung ist daher Aufgabe heutiger Theologielehre. Denn dass die rationale Erkenntnis dessen, was als vernünftig erkannt ist so wenig reicht, wie gut gemeinte Predigten und Proteste, ist auch heute wieder längst erkannt, in jeder Tagesschau zu beobachtende Tatsache.

Wo der Weltenlogos, die heute allseits, so allein jedoch vergeblich herbeibeschworene Weltvernunft und die stoischen Sozialutopien auf neu-jüdische, damit christliche Weise zur Kulturbestimmung wurden. Da ist es um eine alles durchwaltende Vernunft und Sinnhaftigkeit gegangen, die heute nur in empirischer Weise erklärt, Gegenstand selbst der kirchlichen Predigten ist. Die auch der Weihnachtspredigt in der Universitätskirche von Professor Lampe zugrunde lag. Der weiter auf den jungen Mann besteht und daher vergeblich nach Weltvernunft ruft, so Ostern (aufgeklärten, universal gültigen Verstand dessen, was wir an Weihnachten mit Blick auf die Wintersonnenwende als sinnlichster Ausdruck kreativer Vernunft im Jahresverlauf feiern) verhindert.

Wenn bei der Philosophie der Same der Propheten entfaltet wird. Wenn beim Logos-Spermatikos als Christus bedacht wurde, dass Platon die Vernunftlehre in Ägypten, damit der Moses-Schule gelernt hat und scheinbar in dieser Erkenntnis die Mission früher Denker begründet ist. Wie kommen wir dann auf die absurde Idee, einen Wanderprediger an den Anfang stellen zu wollen? Was hindert, die heute in Evolutions-  oder Ökologielehre, damit in natürlicher Schöpfung begründete Bestimmung als das zu bedenken, was im antiken Weiterdenken zum Christus und so im Westen bis zur Aufklärung kulturbestimmend wurde? Warum kann das, was am Anfang auf universale Weise, nicht mehr nur Beschnittenen Bestimmung war, nicht wieder in aufgeklärter Weise als lebendig verstanden und über die allseits erkannte und predigte Vernunft zur tiefgreifenden ansprechenden Kult(ur)bestimmung werden? Einer Bestimmung, die im Rahmen der Kultur, allen bekannten und geerbten kulturellen Werkzeugen gefeiert wird, so in intrinsischer Motivation auch die für das Verhalten maßgebende Emotion anspricht.

4.       Die „innere“ Krise der heidenchristlichen Gemeinden

Dass kein Christus aufgesetzt wurde, keine apologetische Einfärbung oder „Intellektualisierung“ war, sondern der Öko-Logos als Christus von Anfang an das Thema war, wird ebenso bei den gesamten frühen Diskussionen, den Krisen deutlich. Die dann auch innerhalb der Staatskirche über viele Jahrhunderte nicht behoben waren.

Auch wenn dieses Heil „Jesus“ bekanntlich durch die Schriftgelehrten und Pharisäer (das traditionelle Judentum) verurteilt wurde. Im aufgeklärten Judentum, wie wir es durch Philo kennen, war der Öko-Logos als Wort/nun universale Bestimmung im Sinne eines unsagbaren Grundes aller Kreativität lebendig. Dass aber die römischen „Heidenchristen“ (vielmehr Atheisten, weil sie die alten Gottheiten verweigerten) in weit größerer Kulturdiskussion und Krise waren, ist verständlich.

Aber allein wenn Sie von „innerer“ Krise schreiben wird deutlich, dass die in Diskussion stehenden Modelle keine von außen aufgesetzte Lehren waren, die sich in ihrer philosophischen Begründung und Argumentation nur des Namen Jesus bediente, auf Christus berief. Was heute als „Gnosis“ (Erkenntnis/Wissen) bezeichnet wird, war kein synkretische Religion, die auf philosophisches Wissen gründete, das nichts mit Jesus Christus zu tun hat. Synthese war dort, wo die Kulturen nicht nur in kreativer Weise zusammengedacht wurden, wie Sie das beim philosophischen Judentum kennen, das in Vernunft das Wort (jüdische Bestimmung) verstand oder den Kirchenvätern, die die Propheten bereits als Vernunftphilosophen sahen. Vielmehr hatte der Kult das Kreuz der Tradition zu tragen.

 Und wie Sie wissen, werden unter dem Beriff „Gnosis“ (Wissen/Erkenntnis) die so sich nach Sichtweise der kirchlichen, einen Volkskult anstrebenden Denker „zu Unrecht“ darauf berufenden urchristlichen Lehren  zusammengefasst. Damit ist allein schon klar, dass sich die römisch-katholischen Vordenker, die sich nach ihrer eignen Sicht zu Recht auf Wissen/Erkenntnis (Gnosis) beriefen, Wissen/Erkenntnis keineswegs gegen den Heiligenschein eines Handwerksburschen eingetauscht hatten. Auch wenn Sie einen christlichen Volkskult anstrebten, der auf die zeit-/kulturgerechte Ausdrucksweise im Volksverständnis angewiesen war, so war das Wissen um antike Ökologie, die Erkenntnis deren Bedeutung im Judentum die Grundlage.

Wer es als „existenzielle Krise“ sah, dass andere Christologien in Geheimniskrämerei, in Mysterien für Eingeweihte, in dualistischen, die Welt/Materie verneinenden Vorstellungen verhaftet waren, daher diese als sich zu Unrecht auf Wissen/Erkenntnis berufend ablehnte. Hat der dann über einen Heiligenschein gestritten, der einem jungen Mann als den Öko-Logos aufgesetzt wurde. Oder ging es um den Öko-Logos in Person, dessen zeit- und kulturgerechte menschliche Ausdrucksweise? Damit eine philosophisch bedachte Vernunft, die bei den außerkichlichen Lehren auch von Christoph Markschies in seinen Werken über die die christliche Gnosis oder den Manichäismus beschrieben wird. Wie kann man dort den antiken Öko-Logos bedenken und der späteren Kirche und ihrem Kanon einen jungen Mann unterstellen, heute einen bibelschlauen Handwerksburschen als Heilswesen daraus ableiten wollen?

„Gott sei Dank“ war das Heil gegeben, sind die zentrifugalen Kräfte des kulturellen Chaos wieder gebündelt, auch in Drei-Einigkeit auf einen Nenner gebracht worden. Sonst hätte Julian, der als philosophischer Christenkaiser (unter www.jesus-lebt-wirklich als Zeuge des Öko-logos auftritt), auf seine letzten Jahre wieder den heidnischen Kult einführen wolle, tagelang dann die Götter vergeblich um Regen bat, Recht behalten. Auch wenn möglicherweise in anderer Form, wären uns Orakelglaube, Stierblutrituale, Mysterien und Gottkaiser-Opferkult erhalten geblieben.

Doch wie will man den kirchlichen Vordenkern, die sich „zu Unrecht“ auf Wissen berufende, damit ihre christliche Systeme zu Unrecht aus den Tiefen der philosophischen Erkenntnis herleiteten, ablehnten. Dann jedoch den sich selbst so „zu Recht“ auf Erkenntnis/Wissen Berufenden, diese wegen einem jungen Mann verweigern? Gleichwohl Erkenntnis/Wissen selbst in den biblischen Texte in vielfacher Weise als Voraussetzung beschrieben wird.

Wem doch klar ist, wie persischer Dualismus, der die Erkenntnis als Licht, aber dann den Leib, die gesamte Materie als verwerflich sah, weder im jüdischen Sinne war, noch kulturtragend sein konnte. Und wem ebenso klar ist, wie mit Mysterienkulten, bei denen meist Männer durch bestimmte Riten, Pflichtaufgaben zu den „Eingeweihten“ Christen zählten, ebenso für einen neuen Volkskult untauglich waren. Wie auch platonische Spekulationen verworfen werden mussten.

Der kann dann doch nicht unterstellen, dass da philosophische Elemente in völlig andere christliche Denkweisen eingeführt, diesen aufgesetzt wurden. Nur weil die mit absoluter Sicherheit nicht mit dem bibelschlauen Handwerksburschen oder dessen apologetische Einfärbung zusammenzubringen ist, kann man dann das intellektuelle Wissen/Erkenntnis nicht denen verwehren, die sich im neujüdischen Volkskult zu Recht darauf beriefen.

Denn Christoph Markschies nimmt dem Begriff der Erkenntnis (Gnosis) zu Recht die Vergeisterung. Er bindet letztlich alle im Wandel vom Mythos zum Logos erwachsene philosophische Erkenntnis mit ein. Auch wenn die dann erst im Christus an Stelle traditioneller Gottheiten/Kultvorstellungen, in deren auch inhaltlicher Erfüllung, im Volkskult Kulturbestimmung wurde.

Doch wer die Basilianer als die sich auf Basilides (bei „inneren“ Krise christlicher Gemeinden) vorstellt. Damit eine christliche Erkenntnislehre, die ebenso in Alexandrien, damit im aufgeklärten Judentum in der Schule war (zu Christus bekehrt wurde), der wir Psalmbücher, christliche Oden oder Evangelien verdanken. Und die neben dem dualistischen Denken nicht nur platonische Lehren aufnahmen, sondern wie die jüdische Philosophie die Welt bereiste.

(Womit heute beispielsweise der unter „Radikalkritik.de“ scheibende Theologe Hermann Detering im Kurz-schluss beweisen will, wie das Christentum, dem er den historischen Jesus, ebenso wie Paulus abstreitet, statt aufgeklärt im Sinn alter Radikalkritisch bedenkt, nur eine aus indisch-buddhistischer Philosophie abgekupferte Poesie sei.)

Es bleibt immer wieder die Frage: Wie kann der den Basilianern oder auch fernöstlichen Philosophie, wie den Vordenkern der Kirche maßgebende Öko-Logos dann weiter als historischer Grund christlicher Verhaltenslehre, Theologie und seinen Geschichte(n) verweigert werden?

Und was die Valentianer betrifft, die haben nicht nur ebenso in Ägypten gelernt, sind im Folge hellenistischer Juden durch den aufgeklärten Verstand des Alten Testamentes, neuen Bundes zu Christus bekehrt worden. Womit auch dort Paulus gegenwärtig war. Die hat Christoph Markschies bereits in seinen Werken, in denen er seine Dissertation über die Valentianer weiterdenkt, bei den Vätern der Kirche eingereiht. Auch wenn dann spätere Schüler dieser Denkschule wegen ihres allzu großen Doketismus, der die Philosophie über die kulturgerechte Ausdrucksweise stellte, von römisch-katholischer Seite zu Recht abgelehnt, damit auch die Valentianer als sich zu Unrecht auf Wissen berufend aussortiert wurden.

Wenn Sie auch die Ophiten (aus Syrien, Ägypten) vorstellten. Die die Schlange als Zeichen der Erkenntnis, damit des Fortschritts sahen und verehrten und dies mit dem Baum der Moses-Geschiche verbanden. Dann mag den Vätern der Kirche zuzustimmen sein, wenn sie die Schlange  im Volkskult auf den Weg der Erkenntnis bringen, so wahren Fortschritt bewirken wollten. Doch wie ist diesen weiter zu unterstellen, das Märchen vom jungen Mann als Weltbestimmung gegen die allzu obskuren Erkenntnis-Modelle gestellt zu haben?

Es ist Fakt: Auch wenn die spekulativen Modelle, die Gottessohn-Äonenspekulationen oder weltverneinende, geheimnisvolle Mysterien, dualistisch die Welt und Materie verneinende Modelle nicht nur von Tertullian (dort jedoch auf rechtsphilosophische Weise) abgelehnt wurden. Den Vordenkern der Kirche jetzt einen jungen Mann mit Namen Jesus und dessen apologetische Einfärbung zu unterstellen und die kosmologische Begründung in dem, was heute als Ökologie gilt nicht bedenken zu wollen, ist ein Unding.

Weder haben sich die mit den Vordenkern der Kirche in Diskussion stehenden Denkweisen eine Jesusgestalt als Christus in ihre Modelle eingeführt. Noch ist aufgrund der Hypothese vom herrlichen gemachten jungen Mann den Kirchendenkern eine Begründung ihrer universalen Bestimmung in dem abzusprechen, was wir heute Ökologie nennen. Denn um den heute bedeutungslos gewordenen jungen Mann mit Namen Jesus ist es an keiner Stelle gegangen, der kommt in keiner Silbe vor.

Ob in der Lehre der Kirche oder den zu ihr in Konkurrenz stehenden Modellen, die Sie bei der „inneren“ Krise der Heiden“christlichen“ Gemeinden weiter betrachten. Wie den prophetischen, auf Erneuerung der Lebensordnung in strenger Askese (Leben nach dem Öko-Logos) ausgerichtet Montanismus, zu dem sich Tertullian bekannt haben soll. Oder den Markionismus, der ohne allegorisch-aufgeklärtes Verständnis die Thora und ihre Schöpfergottheit ablehnte, den Logos-Christus in seiner menschlichen Ausdrucksweise als Schein sah. Der heute an den Anfang gestellte junge Mann, der nicht nur die christliche Lehre als Hokus-Pokus erscheinen lässt, bei dem einem Heilsprediger ein Heiligenschein verliehen wurde, war nicht. Der bibelschlaue Handwerksbursche, der heute ausschließt, dass die wissenschaftlichen Voraussetzungen für eine in Natur/Schöpfung begründeten Vernunftglaube geschaffen, der die allseits geforderte Weltvernunft oder Ökologie des Menschen in einer „Kultur der Nachhaltigkeit“ in aufgeklärter Weise kult(ur)bestimmend werden lässt. Der kommt am Anfang nicht vor.

Wie aber abstrakt bleibende philosophische Vernunftmodelle, die ähnlich wie heute ökologische Predigten und Proteste, damit allein das Wissen um das, was weltvernünftig wäre, nicht zur einer neuen Lebensweise führten, im jüdischen Sinne weitergedacht, in Christus gefeiert und kulturbestimmend wurden. Das alles  lässt sich verstehen.

5.       Der Streit um das Wesen der Ökologie und deren Grund: Bekenntnis zu Vater und Sohn

Auch wenn die Kirchenväter, die Konzile und die christologischen Auseinandersetzungen um das Wesen des Öko-Logos-Christus, damit die Trinität und das entsprechende Glaubensbekenntnis erst für die weiteren Vorlesungen auf dem Programm stehen. Bereits bei der innerkirchlichen Krise, dem frühen Streit über das Wesen des Logos-Christus, damit die in Ökologie erkannte kreative Sinnhaftigkeit als neue Kulturbestimmung, kündigte sich der spätere christologische Streit an. Und wo  im Vorgriff bereits über Tertullian gesprochen wurde. Und wie es dem ersten Definierer der dem  Glaubensbekenntnis zugrunde liegenden Dreifaltigkeit nicht um einen göttlichen jungen Mann oder ein diesem aufgesetztes apologetisches christologisches Konstrukt ging. Da erscheint es notwendig, gerade an der beinahe unendlichen und theologisch tiefgreifenden Auseinandersetzung der ersten Jahrhunderte einzugehen. Dann an der die gesamte intellektuelle Welt, die Kaiser, ihre Berater, die Bischöfe und letztlich im gesamten Volk geführte Debatte deutlich zu machen, wie die von einem anfänglichen Heilsprediger ausgehenden Hypothesen völlig unhaltbar sind.

5.1. Das Glaubenbekenntnis belegt: Am Anfang stand der Öko-Logos-Christus, damit das, was heute als in Natur begründete Weisheit gilt und zur Kult(ur)bestimmung zu bringen wäre

Auch wenn sicherlich die heutige Sicht zu kurz greift. Bereits die von Ihnen dargelegte inneren Krise der Kirche, die Auseinandersetzung mit dem im Wandel befindlichen Heidentum oder anderen christlichen Sichtweisen sich nicht auf Einzelgestalten, wie eines  Markion verkürzen lässt. Weil dahinter unabhängig von der historischen Existenz eines Reeders nicht nur Schulen, sondern frühchristliche Denkmodelle stehen, die im Wandel der Zeit, frühwissenschaftlichem Fortschritt erwachsen sind. Doch über diese frühe Diskussion, die unterschiedliche Definition der neuen Erkenntnis im Verhältnis zu Thora und prophetischer Wesentlichkeit, bei dem die Markionisten aufgrund fehlender aufgeklärter Sicht die Synthese nicht schafften, die Thora und ihre Schöpfergottheit ablehnten, wissen wir fast nur durch die Kirchenväter  oder inzwischen ausgegrabene Kulttexte.

Aber über die folgende christologische Diskussion über das Wesen des Logos-Christus, in früher Ökologie begründeten  Natur-/Vernunftlehren, im Sinne des den Propheten wesentlichen Einen, liegen unzählige Dokumente vor. Nicht allein die vier Bände, die Alois Grillmeier damals Kardinal Ratzinger widmete, über „Jesus der Christus im Glauben der Kirche“, die weiteren Herder-Bände, in denen zahlreiche Theologen die ersten Geschichte des Christentum  der ersten Jahrhunderte beschreiben oder unzählige ähnliche Bücher die von Jesus dem Gottessohn oder Christus handeln. Auch wenn ich noch nicht die gesamte Geschichte und die wahre christliche Mission in kulturelle Synthese erkannte. Die Geschichtsbeschreibungen, wie die Lehren über die biblischen Bedeutungsinhalte machten mir klar, dass es am Anfang und auch in den Geschichtne um den Logos ging. Die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem diskutierten Logos-Christus zeigt unabdingbar, wie das, was uns als Weltvernunft gilt und kein junger Mann mit Namen Jesus oder ein diesem aufgesetztes Glaubenskonstrukt am Anfang stand. Was den neuen Bund ausmachte, der heute christliche Mission wäre, war der aufgeklärte Verstand gegenwärtiger Vernunft/Sinnhaftigkeit im Sinne bisheriger Kulturbestimmung/Wesentlichkeiten.

Aber wenn ein sich zum Neuen naturwissenschaftlichen Atheismus bekennender Historiker wie Rolf Bergmeier höchst kirchenkritisch „Kaiser Konstantin und die wilden Jahre des Christentums“ beschreibt. Dann die angeblich von der Kirche vernichtete Hochzivilisation, samt Kaiser, der als Sol Invictus nicht nur als Repräsentant kosmischer Sonnenordnung galt, sondern dem Wissen und Bildung heilig waren, in höchsten Tönen lobt. Dann wird klar: Bei der christologischen Diskussion, die Grillmeier über die Jahrhunderte verfolgte, auch in vielen anderen Werken ausführlich dargelegt wird, wie wenn über klein Jesus gestritten wurde. Da ist es nicht um den Heiligenschein (Auferstehungsvisionen, deren apologetische Darstellung im philosophischen Sinne, Intellektualisierung…) eines Handwerksburschen gegangen. Da war die Vernunft das Thema, die dem naturwissenschaftlichen Atheisten heilig, so aber noch keine Kultubestimmung ist.

5.2. Erst die historisch-kritische Forschung hat den Weg zur Erkenntnis der Anfänge in Vernunft freigemacht

Doch während Grillmeier und viele anderen Geschichtsforscher den beschriebenen Logos-Christus nicht in Zweifel ziehen, voraussetzen, ist inzwischen klar, dass ein junger Mann nicht der Christus gewesen sein kann. Und genau deswegen macht die geführte Kulturdiskussion deutlich, dass die Hypothese vom bibelschlauen Handwerksburschen unhaltbar ist. Denn spätestens wenn man die gesamte intellektuelle Auseinandersetzung, die im arianischen Streit und dem dann für die römisch-katholische Entwicklung maßgebenden Athanasius von kritischer Seite erklären lässt. Dann wird auf jeder Seite, die nicht nur eine hochphilosophische Auseinandersetzung, sondern in bissiger Rhetorik, in politischer Taktik und mit viel Gewalt geführten Kulturkampf beschreibt klar: Das zur Debatte stehende christliche Wesen war das, was in antiker Aufklärern als Logos im kulturellen Wandel zur neuen Kulturbestimmung geworden war.

5.3. Die Kulturdiskussion in aufgeklärter Weise weiterzuführen ist Mission heutiger Hochschulwissenschaft 

Bei der als existenziell gesehenen Diskussion um den Logos-Christus kann es völlig unmöglich um selbst erfundene oder vorher zur Verherrlichung eines Heilspredigers entworfene, gar als Logos ausgegebene apologetische Konstrukte gegangen sein. Wie es die heutige und daher unhaltbar geworden Hypothese von einem zum Logos-Christus gemachten Handwerksburschen unterstellen muss. Die streitbaren Religionsphilosophen, die aus den neuplatonischen Schulen kamen, hatten in damaliger Zeit logischerweise ganz unterschiedliche Sichtweisen von dem, was wir heute Ökologie nennen. Der Grund der Vernunft-/Naturlehre (Logos) und der daraus abgeleiteten menschlichen Weisheit und Sinnhaftgeit, damit für das Leben maßgebenden Weisheit lag noch weitgehend im Dunkel. Was die Diskussionen teilweise auch dann noch unverständlich erscheinen lässt, wenn man nicht die völlig absurde Vergottung eines charismatischen Religionsrebellen unterstellt.

Doch wo damals neuplatonische Denker, Kaiser und ihr Staatsapparat, beratende Bischöfe und Vordenker völlig verschiedener Konfessionen als Kirchenführer über das Wesen des Logos im jüdisch-christlichen Sinne heißt stritten. Da ging es um die Vernunft, die Philosophen im Logos auf einen Begriff brachten, damit das, was uns heute mehr oder weniger selbstverständlich ist. Und was ganz ohne drei Tropfen „Heilig Geist“ anhand des geschichtlich gegeben Wissens in aufgeklärter Weise im Sinne der alten Kultvorstellung zu definieren, Aufgabe der Hochschullehre wäre.

Denn auch wenn sich die vom hellenistischen Judentum erkannte, durch die Moses-Propheten (vorweggenommene Natur-/Vernunftphilosophen) vermittelte, bisher nur Beschnitten geltende schöpferische Bestimmung (Wort) bereist im aufgeklärten hellenistichen Diasporajudentum (Philo) beobachten lässt. Die Diskussion über das Wesen der Natur-/Vernunftlehren als Kulturbestimmung (Logos-Christus) im Verhältnis zu dem, was den Propheten einzig wesentlich und Grund allen Seins war. Was damit der Grund der künftigen Verehrung, somit eine ganze wesentliche Frage war. Diese Diskussion zog sich noch über viele Jahrhunderte hin.

Dass diese Diskussion um das Wesen des jetzt in Vernunft erklärten monistischen Ganzen (heute: Ökologie), so auch sinnvoll erklärten Lebensflusses (heute: Evolution) und damit auch menschlicher Weisheit in Verhältnis zum ewigen Grund alle dieser Kreativität auf noch weit spekulativere Weise geführt wurde, als uns dies heute möglich ist, scheint klar. Erst heute ist das, was dem Bekenntnis des Glaubens zugrunde liegt, weitgehend bekannt. Heute ist klar: Der Grund geht nicht in dem auf, was wir in irdischer Evolution oder Ökologe beschreiben, sondern geht dem voraus und bleibt darüber hinaus.

5.4. Nach dem christlichen Bekenntnis gibt es keinen Gottestod

Wir gehen nicht nur davon aus, dass wieder etwas wächst, wenn wir die Natur vernichtet haben, die aus dem Gleichgewicht gebrachte kreative Dynamik sich nach völliger Vernichtung irdischen Lebens wieder herstellen wird. Ohne einen Grund/Sinn aller Kreativität vorauszusetzen, wie ihn jeder, der sich für die Mitwelt, die Zukunft (nicht sinnlos) Engagierte für selbstverständlich hält, wären keine astronomischen Berechnungen möglich. Selbst die Theorie des Urknalles, ebenso wie jede andere Erklärung, die als Alternative gegeben werden soll, lässt sich nur anstellen, weil ein kreativer Grund angenommen wird, der sich nicht im Öko-Logos bzw. irdischer Evolution erschöpft. 

Warum dieser Grund gleichen Wesens, wie die in Ökologie oder Evolution sichtbare Kreativität, aber eine andere kulturelle Rolle hat, kann heute auf rationale Weise erklärt werden. Ebenso, wie die notwendige Verehrung, die Liebe zum Leben und seinem Grund, statt gestrigen Götter, menschlichen Gottesvorstellungen aufgrund von alten Kultbeschreibungen zu opfern. Und dann in Werkgerechtigkeit gutgemeint Verzicht zu predigen,  verblich nach eine Weltvernünftigkeit zu verlangen.

Und genau das scheint auch Gegenstand der nach dem Wandel vom Mythos zum Logos, dem Fall der mythischen Autorität einsetzenden Kulturdiskussion gewesen zu sein. So lässt sich die Geisteswende (damit auch Bekehrung zum bildlosen Kult) und ihr Ringen um eine künftige Religion im Wiederentdecken des Alten bei Römern, wie aufgeklärten Juden erkennen. Wo die philosophische Logik/Vernunft nicht rein wissenschaftlicher Selbstzweck blieb, sondern kulturelle Bestimmung, musste dies im Sinn der alten Gottheiten definiert, damit über entschieden werden, ob der Öko-Logos oder auch der sich so erst zeigende Grund allen Seins zu lieben und zu verehren war. So lässt sich auch die ganz existenzielle Auseinandersetzung verstehen, bei der das Verhältnis der gegenwärtigen Natur-/Vernunftlehre (Logos-Christus) mit dem Grund allen Seins (JHWH) zur Diskussion stand.

Aber wie soll es da um einen jungen Mann gegangen sein, der in Hirngespinste des Glaubens herrlich wurde, dem apologetische Titel als Öko-Logos oder Konstrukte der Kirche angehängt wurden? Vielmehr wird im Bekenntnis, das nicht nur das Verhältnis früher Ökologie zu ihrem Grund regelt klar, was Grund des Christuskultes ist. Da dort vom biblischen Jesus gesprochen wird, ist auch klar, wer dort das Thema ist, wenn vom „einziggeborenen“ Sohn geschrieben wird, den Maria (die sinnliche Ausdrucksform, im konkreten Fall dann Mutter Kirche) zur Welt brachte, der am Kreuz litt (am Kreuz der Zeit die Last der Vorbilder, einer menschlich-kulturgerechten, fleischgewordenen Ausdrucksweise trug). Denn um einen hebräischen Bangert, der wegen Häresie gehängt, dann mehr und mehr herrlich, gar zum Logos erklärt wurde, kann es in der Kulturdiskussion nicht gegangen sein.

Professor Lampes junger Mann (gegen den ich wie mir unterstell nichts habe, weil mir die kreative Wesentlichkeit und die besondere Rolle der zeit- und kulturgerechten Ausdrucksweise klar ist) erweist sich endgültig als Hirngespinst von Halbaufklärung. Nicht allein der unter Johannes schreibende Philosophenschule kann es beim fleischgewordenen Öko-Logos (dort auch als Christus der der anderen Jesusgeschichten dargelegt) nicht um den heute im Gegensatz zur Bibel an den Anfang gestellten jungen Mann gegangen sein. Es ist aber die Auswertung geschichtlichen Wissen, die endgültig erweist: Am Anfang stand das, was wir Ökologie oder Evolution nennen und dessen kulturgerechte Vermittlung und Verehrung in kreativer Synthese mit den alten kulturellen Wesentlichkeiten, insbesondere im Judentum. Denn dessen bildloser Monotheismus  war philosophisch modern geworden, das Kultkonzept, der notwendige Staatskult der Zukunft.

5.5. Der biblisch beschrieben Jesus verweist auf den heute lebendigen Gott

Und genau das war Gegenstand der Diskussion: Denn egal, ob ein Glaubensbekenntnis formuliert wurde, das vom Logos-Christus als Wesenseins mit dem Grund allen Seins ausging und auf verschieden Rollen/Aufgaben auch in kultureller Verehrung bestand. Oder die von Origenes und anderen Denkern, dann von Arius gegen die Dreifaltigkeit gestellte Unterordnung vertreten wurde (weil die Ökologie/Natur/Sinnhaftigkeit allen sinnlich Wahrnehmbaren aus dem universalen Grund hervorging). Egal auch, ob daher die Wesenseinheit vertreten oder abgelehnt wurde, weil es nur einen bereits vor aller Zeit, allen Werdens existenten Grund gab. Daher nicht die im Lebensfluss (Logos) sichtbare Kreativität, somit letztlich doch nur die Natur/Ökologie zu verehren sei. All dies sagt aber eines: Den unzähligen an der Diskussion beteiligten Denkern ging es beim Logos-Christus nicht um das, was die heutige Heilsprediger-Hypothese unterstellen muss.

Kein selbst verliehener Heiligenschein führte dazu, dass sich die christlichen Konfessionen (wozu auch viele Untergruppen gehörten, nicht allen die Vandalen) bitter bekämpften. Grund der gesamten Krisen, Auseinandersetzungen, Diskussionen war die Vernunft/Sinnhaftigkeit, nach der wir heute naturwissenschaftlich die schöpferische Wirklichkeit beschreiben und nach Weltvernunft, Ökologie des Menschen rufen. Denn dies im Sinne des Judentums zur jetzt weltgültigen Bestimmung zu bringen, zum schöpferisch maßgebenden Wort zu machen, war christliche Mission.

Wer wie Sie diese Diskussion in ihrer theologischen Tiefe und Breite kennt, wird dem nicht klar, dass es am dabei nicht um scheinheilige Konstukte gegangen sein kann, eine Krone, die einem Guru als Öko-Logos aufgesetzt wurde? Wie der Weinstock selbst und nicht die Reben, das Wort und sein Grund und nicht die Redner oder Schriften das christliche Thema waren. Wie es hier daher nicht um „Kaisers Bart“ ging, sondern existenzielle gesehene hochphilosophische Auseinandersetzungen über das Wesen des Logos-Christus und dessen Verhältnis zu seinem eigenen Grund ging.

Womit die Glaubensbekenntnisse, die von einem jungen Mann ausgehend keiner mehr wirklich ernst nehmen kann, nicht dem Gestern angehören, sondern letztlich das bekennen, was heute bekannt ist. Weil hier völlig unmöglich über einen Heiligenschein für einen bibelschlauen Religionsrebellen heiß gestritten wurde und sich die Denker und verschiedenen philosophischen Parteien nicht wegen einem selbst aufgesetzten Konstrukt gegenseitig die Köpfe einschlugen. Auch die teils mehrmals jährlich stattfindenden und aufwändige, den gesamten Postbetrieb belastende Konzile, die die Kaiser von Ihrer Arbeit abhielten, wurden nicht abgehalten, um  sich über fiktive Konstrukte zu streiten, mit denen man einem Sektenguru einen Heiligenschein verpasste. Wo dann unendlich viele philosphisch-theologische Abhandlungen verfasst wurden, waren keine Visionen oder spätere philosophische Beigaben das Thema, die einem als Heiland gesehen religionsrebellischen Handwerksburschen aufgesetzt wurden. Hier ging es um das, was wir heute in Ökologie und Evolution beschreiben und durch die Hochschullehre im Sinne der Anfänge zu übersetzen wäre.

Denn so wie es damals für Religionswissenschaftler existenziell war, diese sichtbare Wirklichkeit nicht gegen den Grund allen Seins zu stellen, der den Propheten bestimmend, wortgebend war. Wie es im Rahmen der noch spekulativen platonischen Welt und Entstehungsmodelle, zusammenzudenken, auf eine volksverständliche Formel zu bringen war. So wäre dies auch heute die Aufgabe wissenschaftlicher Theologie.

5.6. Die Hochschulwissenschaft hat das Heil „Jesus“ weiterzuführen

Im kulturellen Fortschritt gegebenes Wissen im aufgeklärten Verständnis zum Gleichklang mit den alten Kultvorstellungen zu bringen, wie wir es bei Philo, Justin und allen folgenden kirchlichen Vordenker beobachten, war scheinbar auch Gegenstand der Kulturdebatte, die die einen „Wilde Anfänge“, die anderen christologischer Streit nennen.

Wie von Ihnen bei den kirchlichen Vordenkern beschrieben, galt es, in den Propheten nicht nur das als vorweggenommen zu erkennen, was jetzt in Vernunft bedacht wurde. Auch die alten kulturell verehrten Wesentlichkeiten waren im Sinn neuen Wissen zu definieren. Dies alles macht mehr als klar: Bei der christlichen Mission, der Bekehrung und dem Bekenntnis, ging es nicht darum, auf welche Weise ein häretischer Heilsprediger etwas mehr oder weniger zu vergotten war. Das gegebene Heil „Jesus“ bestand darin, den im Fortschritt ermöglichten neuen Verstand kreativer Bestimmung, nicht nur als das Wort im prophetischen Sinne (den Logos-Christus) zu verstehen, sondern mit den bisher verehrten Gottheiten auf einen Nenner zu bringen.

Auch wenn davon auszugehen ist, dass der Name Jesus in der Kulturdiskussion über das Wesen des Logos-Christus kaum vorkam??? Wie damit in den gesamten heutigen Werken, die nichts oder nur am Rande vom Logos schreiben und den Eindruck erwecken, hier wäre es um den inzwischen noch bleibenden Heiligenschein für einen jungen Mann mit zufälligem Namen Jesus gegangen. Die stellen nicht nur die Geschichte, sondern auch die Texte auf den Kopf stellen. Weil der Name des im philosophischen Judentum für das Heil der Übersetzung (den neuen Verstand des bisher nur Beschnittenen geltenden Wortes in zeitgemäßer Lehre, bei Philo erstmals als das in Josua, lat. Jesus gegebene Heil definiert), nicht nur in den anfänglichen Evangelien, sondern auch in den Diskussionspapieren und Bekenntnissen nicht vorkommt. Gleichwohl der Logos in der Rolle des Isa als neues Wort/Bestimmung in Folge Moses, damit Josua, lat. Jesus bei noch christlichen, dann eigene Wege gehenden Kalifen Hoffnung auf ein Leben in Vernunft und kulturellen Friede gab.

Doch in der Kulturdiskussion und dem Bekenntnis ist es nicht nur um den Messias, Christus, Einziggeborenen, wahren einen Sohn und somit erst den Vater gegangen, sondern um Jesus. Denn all das war in Folge Moses, der Übersetzung von Alt in Gegenwart gegeben. Das war das historische zu beobachtende Heil im Sinne Josua, lat. Jesus. Diesem Heil lag der bildhaft-aufgeklärten Verstand, damit Verständnis der Propheten als frühe Phiosophen und somit der nun maßgebenden Natur-/Verunftlehre als nun weltgültiger schöpferischer Wirklichlichkeit und Bestimmung (Wort) zugrunde. Und genau das, wurde dann über viele Jahrhunderte noch weiter diskutiert und wäre in aufgeklärter Weise auf neuen Beine zu stellen. So jenseits gestriger Gottesbeweise und –zweifel den Grund der Verehrung zu erklären, offenbar zu machen.

5.7 .Mit dem aufgeklärten Verstand des Sohnes den Vater wieder lebendig machen

Ob aber das Glaubensbekenntnis in dreifaltiger Weise definiert wurde oder die Dominanz des Vaters über den erst so gezeugten Sohn gestellt wurde, ist weitgehend egal. Wo bereits in den Propheten eine frühe Philosophie gesehen wurde. Was keine philosophische Maulfechterei war,  sondern bekanntlich in Natur/Schöpfung begründeter Vernunftlehre. Da zeigt sich die heutige Aufgabe der Hochschulwissenschaft als christliche Mission im Sinne Jesus darin, die in Ökologie beschriebene Sinnhaftigkeit erneut im Sinne der Alten Wesentlichkeiten, der aufgeklärt zu verstehenden jüdisch-prophetisch, wie dann christlichen Anfänge zu definieren.

Als Kenner der Kirchengeschichte ist Ihnen die Diskussion der ersten Jahrhunderte bestens bekannt, muss hier nicht weiter darauf eingegangen werden. Doch sollte mit Blick auf diese tiefgreifende theologische Debatte um das Wesen des Logos-Christus nicht klar sein, dass die gesamten Denker, die Kaiser, ihre beratende Bischöfe und Vordenker, unzählige Väter der Kirche in ihren Abhandlungen über keinen christologischen Heiligenschein stritten?

Wie können wir angesichts des Wissens um diese die gesamte Kultur umfassende, auch im Volk geführte Diskussion um das Wesen des Öko-Logos als Christus und dessen Stellung zu einem einzigen ewigen Grund die heutigen Hypothesen aufrecht erhalten? Denn wenn am Anfang ein junger Galiläer gestanden wäre, dann hätte es sich hier nur um dessen apologetischen Einfärbungen, Fiktionen zu seiner philosophischen Intellektualisierung gehen müssen. Unmöglich. Letztlich hätten sich die Kaiser so nur selbst die Zeit gestohlen, die Denker wegen einem fiktiven Glaubenskonstrukt die Köpfe eingeschlagen, das sie dem jungen Mann oder einem sich daraus entwickelten Hirngespinst von Sektenanhängern (Gemeindebildung) selbst verpasst hätten.

So wird im Kurz-schluss die damals in Wissen/Erkenntnis wahrgenommene natürliche Sinnhaftigkeit/Vernünftigkeit allen Werdens (Evolution), wie des monistischen Ganzen (Ökologie) nicht bedacht. Damit nicht die wissenschaftliche Voraussetzung geschaffen, dass die heute herbeibeschworene, vergeblich gepredigt Ökologie des Menschen, Weltvernunft  zur nicht allein christlichen Kulturbestimmung werden kann. Was den Gott der Väter nicht verneint. Vielmehr wird durch der Hypothese vom Heiligenschein für einen so zu Gott gewordenen Heilsprediger ausgeschlossen, was sich damals nur im Öko-Logos, damit  in aller Natur als Sinn/Grund aller kreativen kosmische Wirklichkeit zeigte, offenbarte und im christlichen Kult als Gott gilt.

Egal wie man zu den christologischen Streitigkeiten steht, dann die verschiedenen Definitionen über das Wesen und Verhältnis eines Vater genannten unsagbaren Grundes allen Seins zum sinnlich wahrnehmbaren Öko-Logos als Christus betrachtet. Eines sollte klar sein: Je mehr man nicht einfach das Glaubensbekenntnis nachbetet, sondern sich diese grundlegende und unserem Glauben zugrunde liegende Diskussion in ihrer ganzen Breite beschreiben lässt. Desto mehr zeigt sich: Bei der über Jahrhunderte geführten Diskussion stand nicht nur Öko-Logos drauf, sondern war antike Natur-/Vernunftlehre (Ökologie) das, ohne was auch der Vater nicht gewesen wäre.

Und „Gott sein Dank“ müssen wir uns nicht mehr mit platonischen Spekulationen herumquälen. Wir wissen (auch wenn endgültig erst durch Kolumbus) dass die Erde keine Scheibe als Mittelpunkt der Welt ist, sondern ein winziger Planet in einem großen kreativen Gefüge. Das einen Grund hat, dessen Ewigkeit weit über das hinausgeht, was wir in irdischer Evolution, Ökologie beobachten können.

Und wir wissen auch, was christliches Bekenntnis wäre. Denn egal ob wir der Dreifaltig folgen oder dem Modell, das den Vater über den Sohn, den Grund über die in Evolution, Ökologie zu beobachtende schöpferische Sinnhaftigkeit/Vernunft stellt. Der als Öko-Logos geltende Sohn (noch in Äonenmodellen, heute empirscher Naturwissenschaft beschrieben) war in beiden Modellen Voraussetzung für den Vater. Was auch mit Blick auf die biblischen Anfänge bedacht wurde.

Wo die Erkenntnis der Propheten als frühe in natürlicher Wirklichkeit begründete Philosophie verstanden, dies Heil Josua, lat. „Jesus“ war. Da bedarf es eigentlich keiner Nachweise mehr, dass auch das Alte Testament nicht allein wegen der fruchtbaren Nilschwemme, sonstiger Naturgegebenheiten oder der von den Hebräern am Himmel beobachtenden kreativen Sinnhaftigkeit des Ganzen in kosmischer Wirklichkeit gründet. Wie dann das, was wir heute nur in neuer Weise beschreiben, bereits am Anfang als maßgebend für menschliches Leben, Friede, wie Gestaltung von Zukunft war und dann zur christlichen Kulturbestimmung wurde, zeigt sich in Realgeschichte.

Der Sohn machte den Vater aus, der Öko-Logos, wie er schon den Propheten galt, verwies einzig auf einen unsagbaren Grunde/Sinn, von dem alles ausging.

Wer sich daher an das christliche Glaubensbekenntnis hält, stellt fest, dass der in Aufklärung erklärte Gottestod nur die alten Bilder, die „Göttchen“ betrifft. Wie Tertullian damals auf rechtsphilosophische Weise argumentierte und mehr als deutlich machte, was auch die gesamte Kulturdiskussion zeigt. Denn egal ob nach den Arianer oder dem Modell der Dreieinigkeit. Ohne das Zeugnis des Öko-Logos (des Sohnes), damit heutiger Natur-/Vernunftlehre, ist kein wahrer Vater, werden nur  Götzen menschlicher Vorstellung, dann in Kurzsicht nur säkulare Gottheiten wie Konsum und Kapitalegoismus vergöttert und vergeblich Vernunft gepredigt.

5.   „Wir sind in Korinth“

So machte Professor Lampe im Anschluss an Ihre Vorlesung mit der Stadt vertraut, an die sich der bekannte Brief des Apostels der Kirche richtete. Einen Apostel, auf den sich auch die im Markionsmus möglicherweise zusammengefassten Erstherausgeber von Paulusliteratur beriefen, die die Thora ablehnten.

Auch ohne auf die Argumente einzugehen, mit denen Hermann Detering von einem „Gefälschten Paulus“ oder „Paulusbriefen ohne Paulus“ spricht. Was falsch ist. Weil die theologischen Texte, egal wo entstanden und durch wen verfasst, von einem Geisteswandel im mehr oder weniger aufgeklärten Verstand, damit einem neuen Paradigma im Logos-Christus (Paulus) ausgehen. Denn egal, ob die Paulusliteratur im Rahmen des Markionismus entstand und von den römisch-katholischen Denkern, die die Thora nicht ablehnten, sondern im aufgeklärten Verstand in Christus als erfüllt sahen überarbeitet wurden. Was Derting belegt sieht, dafür gute Argumente vorbringt. Oder hier wie heute nach Tertullian allgemein unterstellt, auch der Ursprung war. Weil, wie Tertullian agrumentiert, die römischen Ratten der Markioniten dies zernagt hätten. Was auch dann stimmen würde, wenn die Paulustexte im Markionismus entstanden. Weil auch dort, wo mangels allegorischem Verstand die Thora abgelehnt wurde, der Geisteswandel im Judentum (der Wandel des Pharisäers) zugrunde lag.

Aber egal. Um ein ermahnendes Schreiben, das ein in Visionen gewandelter Sektenverfolger an 100 zum Glauben an einen Handwerksburschen als universale Bestimmung oder neue Gottheit überredete Korinther schickte, ist es in dieser theologischen Auseinandersetzung auf jeden Fall unmöglich gegangen. Da braucht es nicht Hermann Detering, der neben den frühen Schriftzeugnissen u.a. Simon Magnus (damit einen nicht katholischen Petrus) als Verfasser nachweisen will, historisch-kritisch auch den geschichtlichen Wert der Apostelgeschichte oder der historischen Angaben der Briefe nachweist. Nicht nur, was den Dialog des Paulus mit Löwen betrifft, denen er als Fressen vorgeworfen wurde.

Doch all das ist Nebensache, allein durch die inhaltliche Betrachtung der Briefe überholt, wie sie auch bei Herrn Lampe zu hören war. Denn wo die theologischen Inhalte des Brieftextes nicht nur zufällig auch an die Themen bei der Auseinandersetzung der vorangegangen Geschichtsvorlesung erinnern, dabei Christus als eine Weisheit gilt, die sich wie auch die jüdischen und philosophischen Weisheitslehren in schöpferischer Autorität, damit in antiker Ökologie begründen. Da ist es nicht um das Belehrungsbriefchen an 100 zur Gottheit eines galiläischen Gurus Überredete in Korinth gegangen.

Hier muss daher auch nicht weiter darauf eingegangen werden, dass die Weisheit, die im Korinther, wie in anderen Briefen das Thema war, identisch mit der im Öko-Logos begründeten Weisheit war, wie wir sie durch Philo, aber auch vom gesamten aufgeklärten Judentum zwischen den Testamenten  kennen. Was nichts mit Visionen, Halluzinationen oder Ansichten aus der eigenen Hosentasche zu tun hat, die ein gewandelter Sektenverfolger hatte.

Allein die Vorstellung der antiken Metropole, ihren Häfen und verbindenden Stassen als Knotenpunkt zwischen den Kontinenten lässt ebenso wie ihre Kultur erkennen, dass die heutige Hypothese zu kurz greift. Die großartigen Theaterbauten und Tempeln, dortige Naturheiligtümern, wie Demeter, womit die Auferstehung in der Natur, im ewigen Vergehen und Werden verehrt wurde. Das alles macht mehr als klar: Um einige Überredete, die dann an einen Guru glaubten, weil der in Gemeindebildung oder der Vision des Sektenverfolgers zu Gott auferstanden war, wie es Peter Lampe bei seinem jungen Mann und dessen Sekte unterstellen muss und so dann die Studenten denken müssen, kann es unmöglich gegangen sein.

Das Thema des in Briefform verfassten theologischen Schreibens war keine Schelte, weil einige zum göttlichen Heilsprediger Überredete jetzt wieder heidnische Partys feierten und im Asklesiostempel Opferfleisch grillten. Sicher war auch die Rückfälligkeit der Christen zum heidnischen Kult oder das Anhängen an der Tradition das Thema. Ebenso wie die drei von Herrn Lampe vorgestellten Diskussionsthemen darauf verweisen, dass nicht einfach die unterstellten 100 (Guru-Gottgläubige als) Christen die Adressaten gewesen sein können.

Wo Apollos, damit ein Vertreter des aufgeklärten Judentums aus Alexandrien zur Diskussion stand. Wo Pauliner (von Geisteswende ausgehende) und Petriner (von Petrus, damit der frühen Kirche bekehrte) stritten. Wo weiter Geheimkulte, ähnlich wie bei den sich zu Unrecht auf Erkenntnis/Wissen Berufende (Gnosis) angegriffen wurden. Wo neben einer allzu starken Orientierung an der Person Apollos oder einführender Priester eine „Theologie Gloria“, damit christologisches Überfliegen das Thema war. Wie es auch bei Ihnen unter „innere Krise der heidenchristlichen Kirche“ zu hören war. Wo andere Ausleger der Paulusliteratur ebenso u.a. den Gnostizismus im Auge hatten (was nicht obsolet ist, weil die Briefe möglicherweise dort entstanden, nicht nur herausgegeben wurden und die innerchristlichen Auseinandersetzung  keine Späterscheinung sind, sondern ganz am Anfang stehen.) Da ist es nicht um das Belehrungsschreiben eines in Visionen gewandelten Sektenverfolgers gegangen, der vorher einige Korinther zu seiner Halluzination oder so entstandene Theologie/Christologie bekehrt hatte.

Auch wenn das im Briefstil an Korinther verfasste Theologieschreiben sicher viel weitgehender auszulegen wäre. Allein die drei vorgestellten Themen lassen erkennen, dass es um mehr ging, als ein Belehrungsschreiben für einige zum Glauben an einen auferstandenen Guru als neuen Gott Überredete.

a)      Weisheitstheologie Alexandrinischer Prägung, wie wir sie aus der Zeit zwischen den Testamenten kennen.

b)      Eine antipaulinische Front.

c)       Pneumatische Enthusiasten mit präsenter Eschatologie (was nach Herrn Lampe einzig bleiben würde)-

Auch wenn innerjüdische Konflikte angesprochen werden, die Juden angegriffen werden, weil sie das ihnen geltende (im Öko-Logos) lebendige Wort, den Christus ablehnten, so eine scharfe jüdische Kritik ausgeübt wird. Wenn auch der Konflikt mit dem Hellenismus angesprochen wird oder Diskussion um das Wesen der Weisheit war. All dies sind Themen, die in der Zeitgeschichte, auch Ihrer Vorlesung über umfassende, existenzielle Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen urchristlichen Bewegungen auf der Tagesordnung standen.

Bei diesen Texten war kein vom Blitzschlag vor Damaskus gewandelter Sektenverfolger am Werk, der seine Vision mit philosophisch-theologischen Lehren der Zeit anreicherte, dann auf Markplätzen die Menschen zum Glauben den vormals verfolgten Sektenguru als universale Bestimmung bekehrt hatte. Der dann 18 Monate nach seiner Abreise ermahnende Worte an die Überredeten richtete.

Wer dann darstellt, wie die Korinther die irdische Welt überwinden wollten, auf ähnlich geistige Weise zum Ursprung zurück wollten, wie wir das vorher von Ihnen bei christlich-leibfeindlichen Bewegungen hörten. Wie dann der Verfasser der Theologie in Briefform zeigt, dass die wahre Natur des Menschen nicht der Ausstieg aus der Materie ist und die Frage nach dem Bösen in der Welt, ähnlich bei den dualistischen Denkweisen das Thema ist. Wo dann auch noch die Valentianer oder Basilides ins Spiel gebracht werden, die allzu sehr griechisches Gedankengut mit jüdischem Verstand verbanden ohne den Volksverstand sicherzustellen und dies mit den Korinthern verglichen wird.

Wo dann mit Apollos auch die Weisheitstheorien des aufgeklärten Judentums Alexandrien als Thema des Briefes  gesehen wird oder von einem pneumatischen Enthusiasmus gesprochen wird, wie er heute in Afrika zu beobachten ist. Wo ebenso intellektuelle Überflieger angegriffen werden, die denken, dass sie alles Alte einfach hinter sich lassen können, diese aber auf die Erde zurückgeholt wurden. Wo damit „fundamentaltheologische“ Fragen diskutiert wurden, die den Nerv der Christenheit, der paulinischen Theologie betrafen.

Da stellt sich wirklich die Frage „Sind wir wieder in Korinth“?

(Wiederholt sich die Geschichte immer dann, wenn die alten Autoritäten wegbrechen, wie es bei Wandel vom Mythos zum Logos war, dann die Aufklärung brachte,  in geringerem Umfang auch bei der Reformation zu beobachten war?)

-Hängen wir auch heute den traditionellen Vorstellungen an, opfern Bildern, Buchstabenglaube und menschlichen Gottheiten den Verstand. Gleichwohl wir unsere Bestimmung aus der natürlichen Wirklichkeit ableiten, die in der Antike als Christus galt auf den einen unsagbaren Grund allen Seins verwiese, der (auch dann wenn wir die Natur zerstört haben) weiter alles aus sich hervorbringt?

-Rufen auch wir nach einer Weisheit, ohne zu erkennen, dass sie nicht von Menschen ausgeht. Wie daher im kulturgerecht, auf mündige Weise zu verehrenden Sinn/Grund und der davon ausgehend Weisheit die in Ökologie begründete Weltvernunft eine weit tiefgreifendere Kulturbestimmung erhalten, weit mehr als allein durch Wissen, Predigte oder Proteste gelebt würde?

-Sind ist auch bei uns aufklärerisches Überfliegen unterwegs, das denkt, das Alte hinter lassen zu können und dann vergeblich nach Vernunft, Weltbürgertum ruft?

-Führen die pneumatischen Bewegungen, der Glaube an persönliche Gottesbilder, angebliche spirituelle Erleuchtungen (an was auch immer) oder die in moderne Gotteslehre, bei der aus Angst vor Fundamentalismus nur noch eine letzte Hoffnung als Gott übrig bleibt, zu einem Leben in Vernunft und zum Frieden zwischen den Kulturen? 

Fest steht: Um einen jungen Mann und seine Sekte ist es dort, wo der Öko-Logos, die in Natur begründete Weisheit/Vernunft das Thema eines Kulturwandels war, der sich mit der hellenistischen, ebenso wie der jüdischen Tradition und den verschiedenen als nicht volkstauglich gesehen, heiß umstrittenen Christologie-Lehren auseinandersetzte, völlig unmöglich gegangen. Was in der Kirche (dem römisch-katholischen Petrus) zum Volkskult wurde, war die in antiker Ökologie begründete Weisheit, die das Kreuz des Fleisches, der sinnlichen, kulturgerechten Ausdrucksweise auf sich nahm und so heute aufgeklärt zu verstehen ist.

In Auswertung der eigenen Erkenntnisse diesen „Christus“ in aufgeklärter Weise zum Thema zu machen. So das historische Heil „Jesus“ fortzuführen, indem die wissenschaftlichen Voraussetzungen geschaffen werden, damit die Weltvernunft als „Ökologie des Menschen“ zur tiefgreifenden Kulturbestimmung und nicht nur vergeblich nun auch in der Kirche gepredigt wird. Das ist Aufgabe heutiger theologischer Lehre.