.

Kurzform der Heils-Geschichte "Jesus" in geschichtlicher Wirklichkeit:

-Die Geschichte dessen, was dann Jesus Christus war, beginnt eigentlich bereits am Anfang menschlicher Kultur. Als in den verschiedensten Formen die Vegetation, die Kreativität des Kosmos als maßgebend für das menschliche Leben gesehen und verehrt wurde. Was sich dann in intellektueller Höherentwicklung in den kosmologischen Theologiemodellen,der gesamten antiken Hochkulturen beobachten lässt.

-Nicht nur in Babylon oder Ägypten, wo sich der Kulturkalender, wie des gesamte Kultur an einer kreativen Ordnung des Ganzen ausrichtete geht die Heilsgeschichte "Jesus" weiter. Deutlicher noch dort, wo im ersten allzu radikalen (nicht integrativen) Anlauf der Armanazeit dann nur die Sonnenordnung verehrt, die vormals für die kreative Wesentlichkeiten stehenden menschlichen Götzenbilder ausgemeißelt wurden.

-Auch die hebräischen Himmelsbeobachter, die Schöpfung in Schrift (Wort) fassten, die Naturvergötterungen ablehnten, gehören zu den Vorfahren, auf die sich das Neuen Testament berief.

-Zur engeren Geschichte Jesus gehört auch die persische Philosophie, die wir mit dem Namen Zarathustra verbinden, in frühem Monismus begründet war. Weil dort nach heutigem Wissen der prophetische Kult des Alten Testamentes seine Wurzeln hat, die Propheten des Exils, die  erstmals vom Opferkult an menschlichen Gottheiten befreiten, rund 600 Jahre vor Jesus bei den Persern in die Schule gingen. Und so ist auch die Entstehung des Neuen Testamentes  als eine ganz natürliche Weiterentwicklung zu verstehen.

-Es ist heute Fakt, dass das philosophische Judentum der Diasproa im Kosmos den wahren Tempel, in Vernunftlehren (Logos) das den Propheten maßgebende Wort (schöpferische Wirklichkeit/Bestimmung) verstanden. Auch wenn dabei Äonen- oder dualistische Modelle als Gottessohnswirklichkeiten in Diskussion standen. In antiker Ökologie- oder Evolutionslehre, damals monistischer, noch weitgehend mystisch-spekulativer Natur-/Vernunftlehre (Logos) verstanden hellenistische Juden und aufgeklärte Römer in vielfältigen Reformbewegungen eine von menschlichen Gottesbildern freie schöpferische Wirklichkeit und darin ihre kreative kulturelle Bestimmung. Das war für sie der den erhofften Messias, das historisch gegebene Heil im Namen Josua, lat. Jesus.

-Dieses bei Juden von einem unsagbaren Sinn/Grund allen Seins (JHWH) ausgehende, bereits den Propheten maßgebende Wort, ging in der Weltgültigkeit philosophischer Vernunft über die Traditions-/Gesetzeshörigkeit von Beschnittenen oder griechisch-römische Gottheiten hinaus. Denen die Philosophen trotz aller so bedeutungslos bleibenden abstrakten Vernunftlehren hörig blieben.

-Die in früher Ökologie begründete Weisheit "Christus" konnte jedoch nur im Erbe der Vorbilder, im römischen Westen in Geschichten eines menschlichen Gottessohnes Heils-Geschichte „Jesus“ werden. Dieser hat so an der Achse der Zeit das Kreuz des Fleisches (menschlicher Ausdrucksweise) auf sich genommen. Um nach der Zeitenwende Göttermysterien, Orakelglaube, Gottkaisertum, menschliche Gottessöhne und so Bilder abzulösen. Die bisher die Vegetation, das Werden verkörperten. Und deren Verehrung vormals Gemeinsinn und Vernunft im menschlichen Leben bewirken musste. 

-Dieser aufgeklärte kollektive Verstand schöpferischer Bestimmung galt aufgeklärten Juden als erhoffter Menschensohn (kollektiver Verstand) aus dem Stamme Davids und war das gegebene Heil: der historische Jesus und eine Gottessohn.

-Wie er auch biblisch auf dem Weg vom Heidenland nach Jerusalem, in Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten, wie römischen Autoritäten und vielen Missverständnissen bei den eigenen Jüngern bebildert ist, abgelehnt, erurteilt wurde, der Theologie des Neuen Testamentes/jüdischen Bundes zugrunde liegt.

Um diesen Weg, der eine heiße Diskussion um die Gottesfrage, die christliche Neudefinition eines unsagbaren Grundes/Sinnes allen Seins in Natur/Vernunft (früher Ökologie/Evolution) und dessen jahrhundertelange Verhältnisbestimmung zu den Vätergottheiten auslöste, in aufgeklärter Weise weiterzuführen, ist die Wissenschaft gefordert.

Die Story der jüdischen Sekte, die einen heilspredigenden Handwerksburschen in Halluzinationen zum Christus machte und so das Christentum in seinem historischen Grund als Schwachsinn erscheinen lässt oder den historischen Jesus dann völlig außer Acht lassend von einem persönlichen Christus-Gott schwärmt, ist um. Die hat sich durch das auf dem weiteren Heilsweg „Jesus“ gegebene Wissen erledigt. Die Jesus-Geschichte ist aufgeklärt als Geschichte einer gemeinsamen Bestimmung (Wort) durch einen unsagbaren Grund/Sinn zu verstehen, der in früher Ökologie/Evolution definiert wurde, dort heute erst wieder verständlich ist. So sind die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Kulturgeschichte weitergeht.

Um die heute vielfach politisch gepredigte, in Ökologie/Genesis begründete Vernunft/Weisheit, wie sozialen Gem-ein-sinn, statt menschlicher Gier und Götter oder nationale gestrige Glaubensgesetze wieder lebendig zu machen. Und damit in Fortsetzung des biblisch bebilderten Heils „Jesus“ auch unter den Geschwister-Kulturen von Grund auf Frieden möglich wird, ist insbesondere die theologiegeschichtliche Wissenschaft gefordert. Sie muss die Voraussetzungen für einen grenzüberschreitenden aufgeklärten Verstand schaffen.