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 Fakten für einen aufgeklärten Verstand

  um das historische Heil "Jesus" weiterzuführen: Natur und Evolution wieder als bestimmende schöpferische Wirklichkeit (Wort) zu verstehen, damit die Kulturen "von Grund auf" zu versöhnen: Die ökologische und in Gemeinsinn Zukunft gestaltenden Lebensweise nicht allein als "christliche" Kult(ur)bestimmung zu begreifen

 Überblick der Argumente, die in den einzelnen Kapiteln, teils verbunden mit Briefen an Theologen, weiter begründet werden. Die nicht nur deutlich machen, dass es für einen zum Christus gemachten jungen Mann mit zufälligem Namen Jesus nicht ein einziges historisch-wissenschaftliches Argument mehr gibt. Sondern die "Jesus" in historischer Wirklichkeit und so auch heutiger Heilsbedeutung begründen: Damit.die kreative Wirklichkeit/Sinnhaftigkeit des Kosmos als den die Vätergottheiten offenbarenden, lebensbestimmenden "Christus" verstehen lassen.

Wenn heute den Religionen unterstellt werden muss, sich in überkommenen Lehren oder gar Lügen und Buchstaben zu begründen, diese dann zu Recht als Gefahr für Aufklärung, Vernunft und Friede gesehen werden, dann zeigt sich hier die wahre Dummheit. Die nicht zuletzt auf das Konto einer unwissenschaftlich gewordenen Hypothese geht, wie sie heute gelehrt wird. Denn die Hypothese vom christologisierten Handwerksburschen, der nach heutigen Vorlesungen als fleischgewordener Logos nicht nur Thema der hinter dem Johannestext stehenden Philosophenschule, sondern Grund des Neuen Testamentes gewesen wäre, ist ebenso wissenschaftlich, wie der Antike Ackerbau abzusprechen. Denn zu wissen, wie im hellenistischen Judentum Religionsphilosophie betrieben, in der Natur-/Vernunftlehre (Logos), die als Wort geltende Bestimmung verstanden wurde, damit ein weltgültiger Bund begründet wurde, das ist so, wie bei den Römern Weinbautechnik und Weinkultur zu Römern zu beschreiben und dann zu unterstellen, es hätte keinen Weinanbau gegeben, in den ausgegrabenen Weingütern hätte man Wasser für Wein gehalten oder aus Glaubensgründen so hingestellt. Nur weil durch die bisher unterbliebene kulturelle Aufklärung allseits gepanscht wird, mit Blick auf einen jungen Mann Sonntags von Christus oder gar von Offenbarung der Vätergottheiten, schöpferischer Wirklichkeit und Bestimmung gepredigt wird, können die Augen vor der historischen Realität nicht weiter verschossen werden. Den christlichen Anfängen in hellenistischen Juden und gebildeten Römern, die nach dem Wandel vom Mythos zum Logos die philosophischen Natur-/Vernunftlerhen weiterdachten, wordurch kulturell aufgeklärter Verstand (Auferstehung) war, kann so wenig die Verherrlichung eines jungen Mannes als Logos-Christus unterstellt werden, wie zu behaupten, dass es damals keinen Weinbau gegeben hätte.

Denn hier wir nicht nur belegt, wie es sich beim christlichen Wesen, dem biblisch beschriebenen oder historischen Jesus Christus völlig unmöglich um einen egal wie gestrickten Zweibeiner gehandelt hat. Vielmehr wird deutich gemacht, wie das Heil, der neue Josua, lat. „Jesus“ durch den aufgeklärten Verstand, der im hellenistischen Judentum und dann christlichen Römern galt, als historische Tatsache lebendig war. Und wie dieses aufgeklärte, in Natur-//Vernunftlehren (Logos) begründete Verständnis einer kultur(ur)bestimmenden schöpferichen Wirklichkeit (christliche Wort) auch heute die Kulturen versöhnen könnte. Und wie damit die theologische Wissenschaft die Voraussetzungen schaffen könnte, eine ökologisch oder in kultureller Evolution begründete Weisheit/Weltvernunft (gemeibsame Sinnhaftigkeit) wieder zum Leben zu erwecken. Sie im Sinn der verschiedenen Gründergestaltgen kult(ur)bestimmend zu machen.

All dies ergibt sich nicht nur aus einzelnen Texten, Funden und Falten, sondern im gesamten Licht teils in den letzten Jahrzehnten erst gegebenen Wissens um::

1. Das hellenistische Judentum und frühe Christentum, weit über Philo von Alexandrien hinaus

Was heute als Natur, kreativer Kosmos gesehen, als Ökologie oder Evolution beschrieben wird, galt im hellenistischen Judentum, aus dem die Christologie/Theologie des Neuen Testamentes und die bekannten biblischen Texte hervorgingen, als das bereits den Propheten gegebene Wort. Dies war im aufgeklärt-allegorischen Verständnis (Auferstehung) des Alten Testamentes ein jetzt weltgültiger neuer Exodus, begründete an Stelle der Nationalgesetzlichkeit für Beschnittene die jüdische Weisheit: war "Christus". Und dies wurde als Heil im Sinne Josua, lat. "Jesus" gesehen und so auch definiert. Auch wenn erst die Reformation die Nomina Sacra (heilige Namen) oder christologischen Umschreibungen des christlichen Heilswesens einheitlich in "Jesus" übersetzte, liegt dieser damit der Hoffnung zugrunde, die das Neue Testament ausmacht, wie dessen Geschichte(n). Die das jüdische Heil "Jesus", dessen Herkunft, Geburt, die Auferstehung und Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten, Pharisäern, wie seine Verurteilung auch durch römische Autorität oder die Missverständnisse bei den eigenen Jüngern auf  dem ewigen Weg nach Jerusalem kulturgerecht bebildern. Und so sind auch die Hoheits-Titel des christlichen Wesens, wie die Theologie des Neuen Testamentes begründet und berechtigt.

Heute ist Fakt, dass im hellenistischen Diapora-Judentum, aus dem auch die Texte des Neuen Testamentes hervorgingen, die antike Philosophie (Natur-/Sinn-/Vernunftlehre: Logos) im prophetischen Sinn weitergedacht wurde. Wie der Kosmos/die Natur als neuer Tempel galt, die Natur-/Vernunftlehren (Logos) als das bereits den als frühe Philosophen gesehene Propheten (Moses) maßgebende Wort verstanden. Auch wie dabei das Heil Josua, lat. Jesus gesehen und definiert wurde. Das Wort, damit die schöpferische Wirklichkeit und Bestimmung, die Grund des bildlosen prophetischen Kultes war, der bisher nur Beschnittenen dem Gesetz (Thora) nach galt, war so in Vernunft/Natur begründet, wurde damit auf weltgültige Weise wahrgenommen. Was sonst als der dem Neuen Testament zugrunde liegende neue, weltgültige jüdische Bund soll dies gewesen sein?

Es sind nicht nur die wegen ihrer inzwischen nachvollziehbaren allegorischen Auslegung des Alten Testamentes erst heute ernsthaft erschlossenen Philo von Alexandrien-Texte, die uns den Blick auf das hellenistische Judentum eröffnen. Nicht allein die sich auf  Philo von Alexandrien beziehenden Texte, auf deren Theologie/Christologie sich die kirchlichen Denker beriefen und die so die Säuberung überlebten, teilweise erst später verfasst wurden, sind Zeuge für die Anfänge des Christuskultes. Die Belege für einen aufgeklärten Verstand der Natur/Vernunft als bestimmende schöpferische Wirklichkeit (Wort) gehen darüber hinaus. Alles, was wir heute über den Platonismus, insbesondere den Mittelplatonismus der Zeitenwende, die verschiedenen philosophischen Schulmodelle, die Kyniker, die dann rund um das Mittelmeer maßgende Stoa wissen, ist auch in das Denken des Diaspora-Judentums und frühe Christentum eingeflossen. Das gesamte Wissen um den Hellenismus, dem Vernunft und Bildung heilig waren, lässt auf die verünftig erklärte Natur und die so begründete Weisheit als chrisltiches Wesen schließen. Wer heute die Stoa nicht nur als modernes Lebensmaß lobt, sondern sie ganz selbstverständlich in Vernunft/Natur begründet. Der kann den Christuskult, der ein philosophisches Weiterdenken antiker Philosophie im prophetischen Kultur-Sinn war, nicht weiter in einen herrlich gewordenen jungen Mann (als "inkarnierten Logos" ) begründen wollen.

Man muss sich allein den Astronom, Mathematiker, Geografen, Musiktheoretiker, Philosophen und damit auch Theologen Claudius Ptolemäus anschauen, um begreifen, woher nicht nur die Verfasser des Neuen Testamentes stammen, sondern wie sich der neue prophetische Bund begründete. Auch wenn heute Denker, die den tieferen Sinn der jüdischen Schriften im Sinne antiker Aufklärung erforschten und so einen gemeinsame Nenner der griechischen und jüdischen Tradition erarbeiteten, meist mit den Namen Philo von Alexandrien oder Aristobulus verbunden werden. Im hellenistischen Judentum, das so hinter der Weltmission des neuen Judentums/Christentums steht, herrschte ein umfassenden religionswissenschaftliches Denken. Nicht nur der Grund der jüdischen und römisch-griechischen Gottheiten wurde auf wissenschaftliche Weise bedacht, sondern auch die Begründung der Verehrung der alten Vegetations-Verkörperungen in Göttergestalt, wie die des unsagbaren Grundes/Sinnes allen Seins (JHWH), lässt sich dort beobachten, wo das Neue Testament entstand.

Was wir über Philo von Alexandrien wissen, gilt nicht für einen Einzelgestalt, sondern für das philosophisch-hellenistische Judentum der Diaspora, das die gesamten philosophisch-theologischen Denkweisen der damaligen Welt aufnahm, dabei auch persiche Philosphie/Theologie oder philosophische Richtungen des Ostens, wie Indiens bedachte und so in denkerischer Synthese der Kulturen die Kulturen auf einen neuen Nenner brachte. Auch die heute in Ihrer Denkweise, Begründung ihrer Erkenntnis erschlossenen frühchristlichen Bewegungen, wie auch die sich in ihrer volksverständlichen/kulturgerechten Ausdrucksweise auf dem richtigen Weg der Erkenntnis sehenden Apologeten und Väter der Kirche, lassen die Natur-/Vernunftlehre antiker Aufklärung (Logos) als Grund des Neuen Testamentes erkennen.

Heute ist klar, wie die Texte des Neuen Testamentes von einem kosmisch-wirksamen Heilswesen handeln und dies auch in den Evangelien das Thema ist. So wird beispielsweise das Johannesevangelium, das eindeutig die Vernunft-/Naturlehre (Logos) sprechen lässt, nicht mehr als Beschreibung eines gnostischen Jesus abgetan. Es wir davon ausgegangen, dass die griechische Philosophenschule, die hinter Johannes vermutet wird, den Jesus auch der anderen Evangeliengeschichten aus ihrer Sicht neu interpretiert. Und wenn dann nicht nur bei Johannes, sondern in den gesamten biblischen Gleichnissen die in Vernunft/Natur (Logos) begründete Weisheit spricht, hinter den über die Thora hinausgehenden Verhaltenslehren steht. Wenn dieser kosmische Christus auch als Thema der Paulusliteratur vorgestellt wird. Dieser philosophisch bedachte Grund auch bei außerbiblischen Texten und frühchristlichen Erkenntnisbegungen oder mit der Kirche in Konkurrenz stehenden, sich auf Jesus berufenden Christentümer anerkannt ist. Dann hat die Hypthese, nach der der heute als historisch geltende junger Handwerksbursche nach seinem Tod zum Logos-Christus gemacht wurde, ihren letzten Grund verloren.

Der den Jesus der Synoptiker erklärende Johannestext, der nach heutiger Hochschullehre den fleischgewordenen Logos des Philo zum Thema hat, spricht von dem durch die Kirchenlehre kulturgerecht ausgerückten, in der Kirche "fleischgewordenen", so erst Heilswesen: Jesus. Und der ist auch Thema der übrigen Texte, die ein menschliches Wesen beschreiben, nicht allein in der Paulusliteratur eindeutig  jedoch eine kosmische Größe als neues Heilswesen zur Grundlage haben.

Wie aber jetzt alles Wissen, das in einem umfassenden Denkprozess des Diaspora-Judentums zu einem neuen weltgültigen bildfreien Kult/Bund und der christlichen Weltmission führte, in einem von seinen Anhängern oder späteren Literaten apologetisch herrlich gemachten jungen Wanderprediger inkarniert sein, diese Frage bleibt in der Vorlesung unbeantwortet. Das ist ebenso unerklärlich, wie dass literarisch Gebildete des hellenischen Judentums, wie heute die Verfasser der biblischen Texte erklärt werden, ihr gesamtes Wissen und Denken verworfen haben sollen. Dann die Halluzinationen, die Anhänger eines Heilspredigers nach dessen Tod hatten, apologetisch als das ausgegeben haben hätten, was ihnen als den Sinn/Grund allen Seins offenbarend und das Verhalten bestimmende Vernunft-/Naturlehre (Logos) galt.

Wie oft beschrieben, war die kirchliche Ausdrucksweise, das Bild, wie wir es aus den syoptischen Geschichten kennen, der zeit- und kulturgerechte Weg, die Vernunft als Wort (neue christliche Bestimmung) im römischen Westen, den einwandernden Stämmen, dann auch weiteren barbarischen Völkern des Nordens lebendig zu machen.

Doch der jungen Mann, den die heutige Hochschullehre getreu ihrer Hypothese an den Anfang stellen will und der dann nicht nur im Kopf künftiger Lehrer und Pfarrer herumgeistert, sondern den künftiger Forscher bestimmt, der erweist auch aus vielen anderen Gründen als Hirngespinst von Halbaufklärung, zwingt in neuer Weise zu fragen.

2.. Die historische Kritik

Auch wenn heute die hisotrische Kritik längst in die Hochschullehre eingeflossen, durch deren aufgeklärte Auslegung der Texte überholt ist. Die außerkirchliche Kritik, die nachzeichnet was alles nicht war, gewesen sein kann, teils einen historischen Jesus ganz abstreitet, jedoch meist nur ein völlig fiktives Konstrukt aus alten heidnischen Gottessohns- oder sonstigen Mythen herleiten will, greift zu kurz. Doch nicht nur die Kritik, sondern auch die dieser folgende heutige Hypothese von einem einfachen, nur besonders bibelschlauen Handwerksburschen, gutherzigen Weisheitslehrer... ist hinsichtlich des kulturellen Kontextes, sowie allein mit Blick auf die anfänglich sich gegenseitig bekämpfende christliche Vielfalt, die Lehrinhalte der Bewegungen und die umfassende Bedeutung des Christuskultes nicht weiter haltbar ist.

3. Die heutige Hochschullehre

Die heutige Deutung der neutestamentlichen Texte, die ganz bewusst im Erbe der Vorbilder theologisch konstruierte Geschichten vorstellt (wonach die Kritik längst überholt ist), macht deutlich: Um einen einfachen jungen Mann, wie er heute als historisch gelten muss, ist es an keiner Stelle gegangen. Wenn in den biblischen Geschichten nicht vom angeblich historischen Jesus die Rede wäre, sondern der Auferstandene als Christus in kulturgerechten Bildern beschrieben sein soll, muss auf wissenschaftliche Weise gefragt werden, um was es dabei ging, wie dies heute zu definieren, verstehen ist.

Doch in der Hochschullehre wird nicht der aufgeklärte Verstand, das Heil "Jesus" vorangestellt, so die Christologie begründet und die Ausdrucksweise im kreativen Erbe der Kult(ur)bilder, damit im Stil der Zeit begründet, sondern ein besonders bibelschlauer Handwerksbursche. Der von seinen Anhängern, dann apologetisch zum Heilswesen gemacht worden wäre, um dieses Trauervisionen entsprungene Hirngespinst anderen hellenistischen Bildungsbürgern als neuen Christus-Gott zu apologetisch schmackhaft zu machen. So zwingt das aufgeklärt-rationale Denken zu Annahmen, die sich aufgrund heutigen Wissens über den kulturellen Kontext, die gesamte Zeit und Bedeutung der biblischen Aussagen nicht weiter halten lassen.

4. Kulturgeschichtlicher Kontext der hellenistischen Hochzivilisation

Allein sich die hellenistische Hochzivilisation und Bildung, aus deren Diaspora-Judentum die biblischen Texte hervorging, vor Augen zu führen, kippt die heutige Hypthese.

Wo nach dem Wandel vom Mythos zum Logos Bildung und Vernunft heilig waren, sich so die römisch-griechische Kultur kritisch mit dem traditionellen Kult auseinandersetzte und auch die jüdische Seite einen neuen Bund bzw. die Neubegründung des Gesetzes suchte, ist weder die Präsenz der Vätergottheiten, noch die neue Verhaltensbestimmung völlig unmöglich in der Verherrlichung eines jungen Guru zu begründen. Der schließt sich für Römer ebenso aus, wie für Juden. Und noch weniger kommt ein herrlich gewordener Handwerksbursche als neuer gemeinsamer kultureller Nenner in Frage.

5. Die evolutionäre Entwicklung aus den sich in Natur/Kreativität begründenden antiken Hochkulturen.

Allein wer sich die in kreativer Natur (Maat), der Nilschwemme oder sonst kosmologischer Theologie begründenden Ägypter sowie persische Philosophie, wie wir sie unter Zarathustra kennen, vor Augen führt, muss die Heilsprediger-Hypothese in den Eimer werfen. Denn dort, wo die Propheten den bildlosen, sich Kultvon einem unsagbaren Grund/Sinn (JHWH) definierten, sich von der Verherrlichung eines für die kosmische Ordnung stehenden menschlichen Wesens, wie den Pharaonen, später Kaiser und Königen befreiten, galt eine himmlische Stimme: Die kreative Wirklichkeit als Wort.

Alles was wir über die Vorgeschichte Jesus wissen schließt es völlig aus, dass ein junger Mann zum absoluten neuen Heil geworden wäre, sondern zwingt die in Vernunft erklärte, damit weltgültige schöpferischer Wirklichkeit als Heil „Jesus“ zu bedenken.

6. Wissen um naturbeobachtende und himmelberechnende Hebräer und ihre als frühe Philosophen geltenden Propheten.

Wo die Schöpfung in Schrift gefasst, dieses Wort zum Gesetz, Weisung für Beschnittene (Thora) und so von der Verehrung menschlicher Gottheiten befreiten wurde, kann die heute an der Hochschule ernsthaft vermittelte neue Füllung nicht weiter in einem herrlich gemachten Handwerksburschen erklärt werden. Denn dass die heute als Verfasser der Texte, wie Väter der Kirche vorgestellten Denker in einem jungen Mann die Erfüllung all dessen gesehen haben, was bereits die alten Hebräer und ihre Philosophen-Propheten vom Opferkult an menschlichen Gottheiten befreite und das Wort in einer Genesis begründeten, die jetzt in Vernunft erklärt war, schließt sich aus.

7. Die kulturellen Geschwister

Alle zur Zeitenwende in Konkurrenz mit dem Christuskult stehenden Kultformen verweisen auf eine kosmische Begründung, die jetzt in Vernunft gegeben war. Ob die hellenistischen Gottessöhnen, wie Isis und Mithras, in denen die Vegetation oder kreative kulturelle Tugenden und Wesenszüge, wie die menschliche Weisheit und Vernunft verehrt wurde oder der Kaiser, der für die kosmische Ordnung stand. Aber ebenso die Kabballa, die auf traditionelle Weise in Zahlen- und Zeichenmystik den kosmologischen Bezug aufrecht erhielt.

Wie dann die Konkurrenz zu all dem ein von der Kirche zum Logos (damit in Vernunft/Sinnhaftigkeit erklärter schöpferischer Wirklichkeit) erhobener junger Mann gewesen sein soll, ist völlig unerklärlich.

8. Die  Apologeten, Kirchenväter, Kaiser und Kulturdiskussion

Die Apologeten, wie sämtlichen ebenso in Ihrer Theologie/Christologie Philosophen bleibenden kirchlichen Väter, Herausgeber des Kanon, spätantikenKaiser, gingen allesamt von zeitgemäßer Vernunftlehre (Logos) aus. Und wo in christologischer Diskussion in vielen Jahrhunderten auf hochphilosophische Weise in christologischer Diskussion über das Wesen der Vernunft zu den Vätergottheiten oder die kulturgerechte Ausdrucksweise gestritten wurde. Da ist es mehr als absurd, weiter die richtige Verherrlichung eines wanderpredigenden Handwerksburschen unterstellen zu wollen.

9. Die sich auf Jesus berufenden Christentümer in Konkurrenz zur Kirche

Wer beispielsweise beim die kosmologischen Kultmodelle des Osten als neuen Weltreligion mit integrierende Manichäismus eine philosophische Begründung beschreibt, wenn von Jesus Christus gesprochen wird. Wie das bei bei Christoph Markschies zu lesen, auch logisch ist. Der kann völlig unmöglich der Kirche weiter einen verherrlichten jungen Mann als "fleischgewordenen Logos"  unterstellen wollen, wie das die heutige Hochschullehre bei ihrer Hypothese tun muss.

 10. Die vielfältigen jüdischen Reform-, frühchristlichen Bewegungen,

Noch konkreter wird die philosophische Begründung, der Logos als christliches Wesen bei den Marcionisten, die mit ihrem neuen Kanon mit einem Lukasevangelium und Paulustexten möglicherweise den der Kirche auslösten. Die nicht jedoch nicht wegen Ihrer Logos-Begründung, sondern ihrer mangelnden aufgeklärt-allegorischen Auslegung das Alte Testament ablehnenden Haltung von der kirchlichen Lehre verworfen wurden. 

Auch die anderen,wegen ihrer abstrakt und geheimnisvoll bleibenden Lehren, in den Augen kirchlicher Denker sich daher „zu Unrecht“ auf Erkenntnis (Gnosis) berufenden frühen Christen, bei denen eine Begründung in Natur-/Vernunftlehren (Logos) ebenso anerkannt ist, verweisen darauf: Bei der wahren kirchlich-philosophischen Erkenntnis kann es nicht um einen in Halluzinationen herrlich gemachten Heilsprediger gegangen sein.

Es ist völlig unmöglich, frühen christlichen Denkern, wie beispielsweise der Schule Valentins, deren spätere Vertreter von der Kirche nicht wegen der allseits bestätigten Vernunftbegründung, sondern der Vernachlässigung deren menschlicher Ausdrucksweise verworfen wurden, eine philosophische Grundlage anzuerkennen. Dann an den Hochschulen weiter den historischen Grund des christlichen Glaubens, der Theologie des Neuen Testamentes, als Verherrlichung eines Handwerksburschen durch seine Anhänger zu lehren. 

Wo dann in aufgeklärter Weise nicht nur das hellenistisch-philosophische Diaspora-Judentum, sondern auch die gesamten jüdischen Reformbewegungen um die Zeitenwende mit bedacht werden, wie sie u.a. Moritz Friedlänger beschreibt, selbst durch die Qumranfunde bekannt sind. Da ist völlig klar, dass ein junger Mann nicht gewesen sein kann.. Da muss beispielsweise auch der "Lehrer der Gerechtigkeit" der Qumrantexte, wo heute über den bibelschlauen Handwerksburschen mit zufälligem Namen Jesus spekuliert wird, im neuen Denken und Definieren des Rechtes der Zeitenwende gesucht werden.

11. Die christologische Diskussion um das Wesen dessen, was heute Ökologie heißt

Wir wissen nicht nur, dass es sämtlichen Vordenkern der Kirche und Herausgebern des Kanon um die in Natur/Schöpfung begründete Weisheit/Vernunft als Wort (bei Griechen Logos) ging. Vielmehr wird in den Texten über die Auseinanderstzung um die wahre Lehre mehr als deutlich: Auch wenn vom in Maria jungfräulich geborenen gesprochen wurde, der gelitten hat, als Mensch am Kreuz starb und auferstanden ist. Dann war eindeutig die 

11. Die gemeinsinnige, soziale Lebensweise früher Christen,

Die gesamten als christlich geltenden Lebenslehren und Lebensweisen früher Christen sind nicht aus dem Mund eines jungen Guru gekommen oder lassen sich in dessen Vergötterung begründen lässt. Sie entspringen dem philosophischen Denken der Zeit, wie es auch in der Stoa ähnlich nachzulesen ist. Wie jedoch diese Sozialutopien, die von weiter menschlichen Gottessöhnen hörigen Philosophen in Naturlehre (Logos) begründet waren, in der neujüdisch-christlichen Lehre kult(ur)bestimmenden wurde, lässt sich nachvollziehen. Ebenso, wie dazu die Fleischwerdung durch Mutter Kirche am Kreuz der Zeit der notwendige Weg war.

12. Die gesamte philosophisch begründete Kirchenlehre

Bis zum Missbrauch durch die römische Macht galt in der katholischen Kirche die philosophisch begründete Lehre den Ton an. Erst in der Reformation gab diese ihre Autorität an die antiken Schrift ab. Solange der antike Logos-Christus gesetzt und so bestimmend war, noch nicht nach einem historischen Jesus gefragt wurde, war dies in kultureller Entwicklung der Weg, der zur Aufklärung führte. Doch wenn der Christus seine Autorität an die Aufklärung abgegeben hat, nur noch ein harmloser jungen Mann übrig  bleibt, muss auch historisch-wissenschaftlich in aufgeklärter Weise nach der Wirklichkeit hinter den Bildern gefragt werden.

13. Die Rolle Jesus im Koran

Allein auch die Bedeutung, die Jesus und seine messianisch beschriebene Mutter bei den Denkern am Anfang des Islam hatte, müsste die Hypothese von der jungen Hebräerin, die ihrem Zimmermann einen Bangert unterschob oder der nur wegen der anderen Göttersöhne als jungfräulich ausgegeben wurde, zunichte machen. Den Denkern arabischer Aufklärung jetzt auch noch unterstellen zu wollen, sie wären einem von seinen Anhängern, literarischen Apologeten oder der Kirche als Logos verherrlichten Wanderprediger auf den Leim gegangen, hätten dies dann zum Islam/Koran ausgebaut, geht nicht.

Der Isa Ben Miriam, Sohn Mutter Kirche, war dort kein Gottessohn, der das Kreuz seiner Vorbilder zu tragen hatte. Er galt dort ebenso eindeutig als das lebendige Wort (die schöpferisch maßgebende/bestimmende Wirklichkeit), wie in der Kirchenlehre. Und den arabischen Denkern, die das Wort dann in einem Propheten zum Ausdruck brachten, kann daher dort, wo eindeutig die philosophischen Natur-/Vernunftlehren (Logos) das Thema war. unmöglich der heute als historischer Jesus gelehrte Landstreicher unterstellt werden 

Die Unterstellung heutiger Islam-/Korankritik, dass ein zum Christus ausgebauter junger Mann dann gar zu Mohammed (auch numismatisch nachweisbar) umgemünzt, weitergedacht worden sein, ist völliger Wahnsinn. Vielmehr verweist die Diskussion um das Wesen und die kulturgerechte Ausdrucksweise/Gestalt des Logos/Vernunft, bei der sich die Wege trennten, auf das historische Christuswesen.

14. Die Mission der westlichen Welt

Auch die gesamte Mission verweist auf das, was der Antike als Logos, damit schöpferische Wirklichkeit und Bestimmung galt. Die Konversion von römischen Bildungsbürgern und Griechen, die sich bekämpfenden Bewegungen,  auch die Bekehrung  von barbarischen Naturkulturen, kann nicht in einfach in einem zur Herrlichkeit gewordenen jungen Mann begründet werden, dessen Glaube den Sieg versprach.

Wie aber im Kulturwandel die in Vernunft erklärte/offenbare maßgebende schöpferische Wirklichkeit (Wort) noch bis kurz vor die Aufklärung im westlich-barbarischen Mittelalter in den bekannten Bildern und Geschichten vermittelt werden musste, von denen die heutigen Hochschullehrer nicht abzubringen sind, lässt sich nachvollziehen.

Doch durch die Aufklärung und das heute gegeben Wissen ist jetzt der Weg frei, nicht allein den christlichen Glauben wieder dort zu begründen, wo die Welt, alles Werden auf wissenschaftliche Weise als Ökologie oder auch kulturelle Evolution erklärt wird. Um die allseits geforderte Weltvernunft, Ökologie des Menschen, evolutionären Hamanismus, ganzheitlich-natürliche oder nachhaltige Lebensweise in Bezug auf die kulturellen Wurzeln westlicher Kultur kult(ur)bestimmend zu machen, mündige Menschen in Verant-wort-ung leben zu lassen, ist die heutige Hochschullehre gefordert.

Es ist Wahnsinn, wie dem liebgewonnenen und zur Lehre gewordenen Bild von einem mehr oder weniger bärtigen Wanderprediger alles Wissen geopfert wird. Doch nicht nur jeder der aufgeführten Punkte zeigt, dass der heute notwendigerweise auf ein Zwergenmaß geschrumpfte junge Mann als der historische Jesus nicht haltbar ist. 

Wie in den Texten deutlich gemacht, verweist selbst die Betrachtung einzelner Denker, beispielsweise eines philosophischen Kaisers wie Julian, der in den letzten Jahren seines Lebens als Christ wieder zum Götterkult zurück wollte, auf die in Natur-/Vernunft (Logos) offenbare schöpferische Wirklichkeit (heute Ökologie/Evolution) auf das, was als Christus galt..

Großmutter Jesus:

Maat, ein in Natur begründetes Kulturmodell für menschliche Gerechtigkeit und Ewigkeit

Wir müssen nicht auf die gesamten Kulturen zurückgreifen, die sich von den Indianern, über die Mayas, die Kelten oder Germanen, bis zu den kosmologischen-Kultmodellen des Ostens, den Philosophien der Chinesen und Indern, ebenso wie die engeren geistigen Vorläufer  oder Konkurrenten Christi in kosmischer Realität, natürlicher Kreativität begründeten. Dass dann aber mittelplatonisch-hellenistischen Juden, die die Natur in Vernunftlehren (Logos)  als neuen Tempel  und Wort verstanden, in Vernunft auch die Funktionsweise des Kultes erklärten, einen jungen Galiläer als schöpferisch bestimmende Wirklichkeit (Wort) sahen oder ausgegeben haben, ist einfach völlig unmöglich.

Wenn bei heutiger Hypothese unterstell werden muss, dass zwar die Indianer die Stimme Manitus im natürlich-kosmischen Geschehen hörten, aber hellenistische Juden antiker Aufklärung, die in Natur eine götterfreie schöpferische Bestimmung verstanden (Wort) einen Handwerksburschen als schöpferische Stimme/ verstanden und eine entsprechenden Apologetik entwickelt hätten. Und dass andere antike Bildungsbürger dieser Apologetik auf den Leim gegangen wären. So dass dann philosophische Apologeten und Vordenker der Kirche bei ihren Lehren und Diskussionen von einem inkarnierten Logos mit zwei Beinen als die maßgebende schöpferische Wirklichkeit/Bestimmung ausgegangen wären. Dann können sich die heutigen Hochschullehrer drehen und wenden wie sie wollen. Die heutige Hypothese von einem historischen jungen Mann ist nicht mehr haltbar.  

Betrachten wir allein die Vorfahren Christi. Schauen wir ins alte Ägypten: Wie die gesamte ägyptische Hochkultur, damit die Herkunft Moses von Maat, einem vertikalen, nicht in  menschlicher Kommunikation, sondern in natürlicher Kreativität begründeten Kulturmodell getragen war. Wie dies heute vom Ägyptologen Jan Assmann bestens beschrieben wird. Auch wie Maat bei den Propheten oder bei Paulus weitergeführt wurde. (Hierzu mehr unter Familie Jesus)

Wie später der in Vernunft erklärte Nachfolger natürlicher Sinnhaftigkeit (Logos) in einem Gottessohn Geschichte machen musste, war Maat in einer weiblichen Götting personifiziert, wurde so dem Volk sichtbar/begreifbar gemacht. Doch den Grund des christlichen Glaubens weiter in einem jungen Guru als inkarnierten Logos sehen zu wollen, das ist so wissenschaftlich, wie bei Maat, dem in Natur, der Kreativität des Ganzen begründeten Modell für menschliche Gerechtigkeit und Ewigkeit, ein nach ihrem Tod verherrlichtes junges Mädchen zu unterstellen.