Wirklichkeit statt Wahnsinn

Die heutigen Vorlesungen über die Evangelien, Auferstehung, Christologie und Kirchengeschichte machen deutlich: Der Gott der Väter ist nicht tot. Selbst wenn ein junger Mann mit Namen Jesus durch die Levante gelaufen wäre, wie heute angenommen wird. Wenn nach heute gegebenem Wissensstand und ernsthafter Auseinandersetzung mit der Antike und ihren Texten, wie dies die Hochschullehrer praktizieren, das Neue Testament vom Auferstandenen, Christus als kosmischer Größe, gar dem philosophisch bedachten Logos, einem schöpfungswirksamen, offensichtlichen und offenbarenden Wesen handelt. Wenn heute nicht nur ganz selbstverständlich ist, dass die christliche Theologie, damit Christologie/Christus ihre Wurzeln im Platonismus und persischer, möglicherweise auch indischer Philosophie hatte. Wenn davon die gesamte Theo-/Christo-Logik wie Geschichte(n) ausgehen. Dann lässt sich aufgrund heutigen Wissens über die antiken christlichen Wurzeln eine kulturelle Grenzen überschreitende „schöpferische Wirklichkeit und Weltbestimmung“ (Wort) heute dort verstehen, wo nur empirischer als in der Antike die Welt wissenschaftlich beschrieben wird.

Denn die heutige Hochschul-Theologie macht klar:

·        Selbst wenn ein junger Mann mit Namen Jesus gewesen wäre. Das Thema und Wesen des Christentums, wie es sich nach heutigem Wissen auch in den neutestamentlichen Texten zeigt, war und ist nicht der vorausgesetzte Guru. Der Christus war die in Vernunftlehren (Logos) früher Wissenschaft erklärte kosmische und kultgeschichtliche Wirklichkeit und darin begründete Weisheit in menschlich- kulturgerechter (fleischgewordener) Ausdruckweise. 

·         Unabhängig von einem angeblich historischen jungen Mann mit Namen Jesus ist daher die Zeit reif für ein neues Verständnis schöpferischer Wirklichkeit (Wort) und damit alte Glaubensgrenzen überschreitende Kult(ur)bestimmung. Und zwar in dem, was wir heute nicht mehr Logos nennen, sondern meist mit Ökologie oder in Evolutionsgeschichte, so auch kulturelle Phänomene und psychischer Gegebenheiten beschreiben. 

·        Damit lässt sich „christlich“ auch der unsagbare bleibende gemeinsame Sinn/Grund allen Seins verstehen. Dessen in westlicher Kultur notwendige Verehrung als Herrlichkeit/Gottheit bereits die Väter in kulturwissenschaftlichen Vernunftlehren (Logos) beschrieben. 

·        Einem universalen Vernunft-/Naturglaube, bei dem alles mit rechten Dingen zugeht, der den zu verehrenden Grund, wie den Sinn kultureller Verehrung in Vernunft erklärt, die Kulturen, wie Wissen und Glaube versöhnt, steht nichts mehr im Wege.

·        Mündige Menschen können so die heute vergeblich gepredigte Weltvernunft, nachhaltig-gemeinsinnige Lebensweise, Ökologie des Menschen, im Sinne der verschiedenen so erst wahrhaft bedeutenden Kultbilder als ganzheitlich-tiefgreifenden Kulturbestimmung verstehen. Dann aus Begeisterung für das in Natur/Vernunft gegeben eine Verant-wort-ung entwickeln, die im Gem-ein-sinn auf kreative Weise Zukunft gestaltet, statt vernichtet.


Dies wird hier auch in Briefen an die Hochschullehrer begründet.


1.     Wenn hellenistisch-jüdische Denker vom Logos oder Christus in Kulturbildern schrieben lebt Gott

Die Zeit, den Auferstandenen, Christus der Bibel nach glauben zu wollen ist um. Jetzt ist Zeit aufgeklärten Verstandes, um der Schrift nach, diese erfüllend, die allseits geforderte Weltvernunft, Ökologie des Menschen tiefgreifend kult(ur)bestimmend werden zu lassen.

Unabhängig von einem heute weitgehend harmlosen jungen Mann, der als historischer Jesus gelehrt wird (der jedoch weder in Geschichte, noch den Bedeutungsaussagen der biblischen Geschichten zu sehen ist, ich für unhistorisch halte) steht aufgrund heutigen Wissens fest: Das Christentum ist nicht aus Anhängern eines galiläischen Gurus entstanden. Es ist auch nicht von einen vom Schlag getroffenen, sich dann Paulus nennenden Sektenverfolger oder von der Kirche konstruiert worden.

In Zeiten antiker Aufklärung, damit auch einem aufgeklärten Verstand kultureller Vorbilder und Gottheiten, ist aus einer kreativen denkerischen Synthese der Kulturen ein gewandeltes prophetisches Paradigma hervorgegangen. Wie es im philosophischen Judentum der Diaspora (deutlich bei Philo von Alexandrien), in allen frühchristlichen Erkenntnislehren, ebenso mit der Kirchen konkurrierenden Christentümern, aber auch bei sämtlichen philosophischen Vordenkern/Vätern der Kirche beschrieben wird. In der in Vernunftlehren (Logos) erklärten kreativen Wirklichkeit wurde so der schöpferische Sinn des Ganzen, das den als frühen Philosophen geltenden Propheten gültige Wort (maßgebende schöpferische Bestimmung) verstanden. Darin wurde das gegebene Heil Josua, lat. Jesus gesehen und so auch definiert.

Womit der bisher nur Beschnittenen geltende, taub gewordene prophetisch-bildlose Kult, der einen unsagbaren Grund/Sinn allen Seins verehrte, erneuert wurde. Der prophetische Kult, der in schöpferischer Vernunftwirklichkeit (Wort) die maßgebende Bestimmung sah, wurde durch philosophische Erkenntnis (insbesondere des Platonismus), auf weltgültige Beine gestellt. Was die Voraussetzung war, damit auch Römer und Griechen, bei denen die mysteriös in Göttergestalten verehrten Vegetationsverkörperungen und die Opfer an die kaiserliche Gottheit (die bisher die kosmische Ordnung verkörperte/vermitteln sollten), im neujüdisch-christlichen Kult aufgingen. Womit nicht weiter mysteriöse und menschliche Gottheiten, sondern der gemeinsame Sinn/Grund nicht nur philosophisch erkannt, sondern auf volksverständlich Weise (im fleischgewordenen Logos, wie wir ihn aus den Geschichten kennen) verehrt wurde. Wodurch sich so eine soziale, gemeinsinnige Lebensweise früher Christen begründete.

Nicht nur die Entwicklung des Christentums aus den sich auf diese berufende Vorkulturen (insbesondere die in kosmologischer Theologie der Hochkulturen erwachsenen Propheten), die bekannten Geschwisterkulturen Christi (ob Kabbala oder Vegations- wie Weisheitsverehrung in bekannten Göttergestalten) der gesamten denkerische Kontext der Entstehung des Christentums in hellenistischer Hochzivilisation und die eindeutig vom Logos ausgehende kirchlichen Denker und ihre Lehren verweisen sämtlich auf die in Natur/Schöpfungswirklichkeit begründete Vernunft und Sinnhaftigkeit.

Doch allein die hier aufgegriffene Auslegung der von hochgebildeten philosophischen Literaten verfassten Texte und deren theologische Bedeutungsinhalte durch die Hochschule macht die dort heute vorangestellte Hypothese von einem als Grund neujüdischen Glaubens herrlich gemachten Handwerksburschen völlig unmöglich. Denn auch wo (m.E. gegen besseres Wissen) weiter von einem besonders bibelschlauen Handwerksburschen ausgegangen wird, ist längst klar und Lehre, wie der Auferstandene, der Christus als kosmischer Größe, damit der philosophische Logos maßgebend war. Was sich auch aus der Logik der Texte und der Gesamtgeschichte ergibt. Denn der biblische Christus-Pantokrator oder kosmische Christus, als der im hellenistischen Judentum die Natur-/Vernunftlehren (Logos) definiert wurde, damit Grund und Thema des Neuen Bundes/Testamentes ist, war den antiken Denkern und ist so auch heute kein Hokus-Pokus.

Er ist das, was erst heute wieder als Sinnhaftigkeit/Vernunft des natürlichen Werdens (Evolution) und des sinnvoll zusammenhängenden Ganzen/Weltgefüge (Ökologie), nun nicht mehr in spekulativen platonischen Weltmodellen oder Erklärungen des Werdens, sondern auf empirische Weise beschrieben wird. Und was sich daraus als zu lebende Weisheit (Ökologie des Menschen) ergibt. Der Vorsokratiker Heraklit, der den Logosbegriff erstmals verwendete, beschrieb damit nicht nur den logischen Lebensfluss, in den keiner zweimal hineinsteigt. Es war die Lehre einer alles durchwaltende Sinnhaftigkeit/Vernunft, die sich Menschen bewusst machen müssen, um Kurzsicht, Gier, Dummheit zu überwinden und was so auch heute eine mehr als aktuelle soziale Bedeutung hat.

Logos nur als „Lehre“ zu bezeichnen, greift ebenso zu kurz, wie nur eine alles durchwaltende Vernunft antiker Philosophie zu unterstellen, ohne die zugrunde liegenden Lehren vom sinnvollen/logischen Werden früher Naturwissenschaft zu bedenken, wie sie heute nur empirischer gilt. Nur so ist zu verstehen, wie der Logosbegriff auch als sichtbarer Sinn oder Wort (kreative Wirklichkeit) galt, Offenbarung der alten Kultbilder (Gottheiten) war und auch der kirchlichen Lehre zugrunde liegt. Mutter Kirche hat ihn weit mehr als die abstrakte, weiter Göttermysterien hörige Philosophie in seiner fleischgewordenen Weise zur Kulturbestimmung gemacht, in bekannter, fleischgewordener Weise zur Welt brachte.

Denn zur antiken Vernunftlehre (Logos) gehörte letztlich auch das religionswissenschaftliche Bedenken, wie bereits die alten Kultbilder in Vernunft gründeten und aus vernünftigen Gründen der unsichtbar bleibende Sinn des gemeinsamen Ganzen kulturgerecht zu verehren oder hierzu entsprechend auszudrücken ist. Und in einer so bedachten Neubegründung des jetzt weltgültigen jüdischen Bundes in Synthese mit hellenistischem Kult sowie philosophischer Wissenschaft, sahen die als Verfasser der biblischen Texte geltenden philosophischen Juden der Diaspora das in Weisheit gegeben Heil im Sinne Josua, lat. Jesus. (Auch wenn in den Evangelien die Gottesnamen und christologischen Umschreibungen des christlichen Wesens erst durch die neuzeitlichen Reformatoren einheitlich in „Jesus“ übersetzt wurden.)

Wer daher nach dem biblisch beschriebenen Grund christlichen Glaubens fragt, muss sich aufgrund heutiger biblischer Lehre die gesamten philosophischen Lehren der alten persischen und ägyptischen Hochkulturen, der daraus erwachsenen Hebräer, dann der Zeitenwende vor Augen führen. Um sich dann in Berufung auf die Kult(ur)bücher nicht in alten platonisch-philosophischen Spekulationen, dem Koran oder biblischen Lehren/Gesetzlichkeit, sondern in zeitgemäßer Beschreibung des kreativen Ganzen, schöpferischen Werdens zu begründen. Nach heute gelehrtem Wissen über die christlichen Wurzeln müssten mündige Menschen in dem, was heute atheistischen Naturalisten heilig ist, im Sinne ihrer kulturellen Wurzeln, Vorbilder eine zeitgemäße Bestimmung definieren.

2.     Glaube in Zeit der naturwissenschaftlich begründeter Vernunft

Wenn heute eine für unsere Existenz maßgebende Weltvernunft, ein über das Selbst hinausgehender gemeinsamer Sinn zwar nicht praktiziert, aber in weltpolitischer Praxis denkend vorausgesetzt wird. Dann verweist dies auf den Unsagbaren der Väter, der auch der Vater Jesus Christus war und sich in antiken Natur-/Vernunftlehren offenbarte. Wer heute die Wurzeln des Christentums mit im Platonismus für selbstverständlich hält. Der muss das Wissen um das natürliche Werden und was danach Weisheit wäre, dem Glaube voraussetzen. Zu glauben ist das, was wir zwar für wahr-scheinlich, logisch halten, aber selbst nicht nachweisen können.  Ich „glaube“ halte für wahr, was in der Schule naturwissenschaftlich vermittelt wird, ohne es nachprüfen zu können. Und so ähnlich wurde von Origenes auch der christliche Glaube in seiner volksverständlichen Ausdrucksweise (Platonismus in prophetischem Verständnis) begründet. Doch die gemeinsame Sinngebung, die damals nur Sache der Philosophen war, ist heute mehr oder weniger Allgemeingut. Denn selbst „Hausmeister Krause“ oder Oma ist klar, wie alles mit allem zusammenhängt, unser ökologisch un-sinniges Verhalten (also wird ein Sinn/eine gemeinsame Vernünftigkeit vorausgesetzt) Folgen für die gesamte Welt und die Zukunft hat.

Die Zeit, in Gott einen heute nicht mehr notwendigen Erklärungsgrund, einen zu glaubenden Aufpasser, ein menschenartiges Monster als planenden Designer zu sehen, das im Gebet zu überreden wäre und dann bei Krankheiten oder jedem (heute im kreativen Sinn erklärten) Erbeben in Theodizee bezweifelt wird, hat ihre Aufgabe erfüllt. Auch der von antiker Philosophie/Dogmatik entledigte, nach neuzeitlicher Aufklärung völlig naturfreie Gottesbegriff, der nach heutiger Dogmatikvorlesung/Gotteslehre nur noch für eine letzte Hoffnung relevant, für das Verhalten unrelevant sei, kommt in der urchristlichen Lehre nicht vor. Wo die Begründung der christlichen Texte, wie sie heutige Hochschullehre liefert, ernst genommen wird, lässt sich die für das rechte Verhalten maßgebende schöpferische Wirklichkeit/Bestimmung nur dort begründen, wo nicht mehr platonisch-spekulativ, sondern auf empirisch-natürliche Weise die Welt, alles Werden beschreiben, so Weisheit, Weltvernunft definiert wird.

Nur so ist ein verantwortliches Selbstverständnis und damit schöpfungsgerechte Lebensweise, wie sie mehr oder weniger Sinn und Zweck aller Kulturen, auch der Kirchenlehre war und ist, zu machen. Denn „glauben“ haben auch die Menschen, die glauben, dass der gesamte christliche Kult Humbug von Gestern ist oder gar der frühen Kirche eine Manipulation der Masse unterstellen. Die so den Gottestod für beschlossene Sache halten. Und dann auf säkulare Weise die eigene Gier, das Selbst, das Kapital, den im ökologisch unsinnigen/ unwirtschaftlichen Massenkonsum (heute in volkwirtschaftlichen Berechnungen maßgebende Größe) vergöttern müssen.

An einer rationalen christlichen Religion, die den Sinn des Weltganzen, die sich so ergebende Vernunft zum Grund hat, führt jedoch nicht nur aufgrund der heutigen Weltprobleme, der neuen Nationalstaatlichkeit und damit Unfähigkeit gemeinsam den Herausforderungen der Zeit gerecht zu werden, Zukunft zu gestalten statt zu vernichten, kein Weg vorbei. Es ist die heutige theologischer Lehre, die nicht nur den kosmischen Christus und Pantokrator, sondern den historischen Grund christlichen Glaubens in antiker Philosophie/Naturlehre und damit auch heutiger Rationalität verdeutlicht.

Philosophie, die Frage nach dem Woher und Wohin, dem von den Propheten mit JHWH umschriebenen und personal verehrten Sinn des Seins und rechten Lebens, war von Anfang an die Theologie, die dann auch zum Christentum wurde. Um so das Verhältnis des Selbst mit dem heute in Ökologie offensichtlichen Sinn des Ganzen auf volksverständliche, kult(ur)bedeutende Weise zu gestalten, den Öko-logos zu leben. Der Logos-Christus musste in Zeiten ohne die neuzeitliche Vernunfterklärung in Bezug auf die Antike in biblischen Schriften begründetet werden. Dies hat unserer Kultur getragen, zur Aufklärung geführt. So wurden dann Natur/Vernunft als Feinde des Glaubens gesehen. Doch aufgrund des heutigen Wissens um die Herkunft eines über der alten Gesetzlichkeit stehenden, nun die antiken Natur-/Vernunftlehren als Thora/Wort und Tempel sehenden Christus, kann der christliche Glaube in Berufung auf die Bibel nur dort aufgeklärt begründet werden.

Der von der aufgeklärten Welt angenommene Gottestod ist eine Erscheinung „zwischen den Zeiten“, deren Zeit allein durch das heutige Wissen um die christlichen Anfänge, Grund der Texte, um ist. Der Mensch ist nicht mehr losgekettet von der Sonne und sinnvoller kosmischer Ordnung, die er dann nur noch als Ökologie des Menschen vergeblich predigt. Oben und Unten können in einer rationalen Christologie/Theologie, die die Erkenntnisse heutigen Wissens ernst nimmt und sich so auch der kulturellen Werkzeuge bedient, die Vorbilder in Vernunft als Re-ligion bewahrt, wieder eins werden. Die Einsicht in das maßgebende Göttliche ist nicht mehr nur Sache persönlicher Spiritualität oder biblischer Buchstaben, sondern logischer Erkenntnis, die aus vernünftiger Einsicht ihre Kultbilder bewahrt. Um so dem heute in Evolution erklärten ewigen Leben zu dienen, einen auch von naturwissenschaftlichen „Neuen Atheisten“ in Evolution begründeten Humanismus auf verant-wort-liche, damit weltverünftige Weise zu leben.

Wer beschreibt, wie die christliche Mission von Menschen ausging, die den Sinn ihres Seins sahen und von nichts anderem mehr reden wollten. Und wie dies dann in volksverständlicher Weise durch die Kirche zum christlichen Kult wurde, der biblische Jesus, ob als kosmischer Christus oder in den Jesusgeschichten, die Verkörperung von Weisheit war. Was als den Kopf der Menschen bestimmender Kyrios galt, so als der eine Gottes- und Menschensohn gesehen wurde. Und wo die Inkarnation einer im nun natürlichen Werden wahrgenommenen philosophisch bedachten Vernunft als Offenbarung der Vätergottheiten/Bestimmung beschrieben ist. Wo dann ebenso klar gemacht wird, wie die personale Rede, die menschlich-kulturgerechte Ausdrucksweise, die Fleischwerdung zur Zeitenwende die Voraussetzung für den kulturellen Wandel war oder wie sich auch dort die Philosophie/Theologie der bildhaften Sprache bedienen musste. Wo wir wissen, wie nicht nur Parmenides seine Philosophie einer Göttin in den Mund legte oder Platon in Bildern sprach, sondern auch die jüdisch-hellenistische Philosophie das Modell der Demokratie der Vernunft/Weisheit im menschlichen Kopf in die Liebesgeschichte eines (noch) Josefs packte. Der braucht sich nicht auf die noch spekulativen Grundlagen von Heraklit, Parmenides, Platon & Co. in früher Weltmathematik zu begründen oder die theologischen Lehren biblischer Verfasser, sondern in Berufung auf deren Texte in heutigen Natur-/Vernunftlehren.

Das Verhältnis des Einzelnen, sein Verhalten in einer gemeinsamen Kultur, die sich einer vorgegebenen kosmischer Ordnung ausrichtet, war Thema/Aufgabe der gesamten Religionen, die dann in antiker Philosophie in Vernunft begründet, erneuert wurden, heute als die großen Weltreligionen gelten. Und in aufgeklärter Lehre, damit Berufung auf die dortige Herkunft christlicher Lehre und Texte, führt kein Weg vorbei: Die christliche Bestimmung einer zukünftigen Zivilisation ist als ganzheitlich maßgebende, Kultur schaffende Kraft, wie die des Individuums, wieder in universal gültiger wissenschaftlichen Natur-/Vernunftlehren zu verstehen.

Die friedliche Verständigung der Menschen mit verschiedenen kultureller Wurzeln wurde nicht durch das Gesetz der Pharisäer bewirkt oder die Bewahrung römischer Glaubenstradition, was damals zu gewaltigen Auseinandersetzungen führte. Es war das philosophisch-jüdische Denken und Erkennen, das zur „Ein-sicht“ und nach heutiger Hochschullehre auch bei den neutestamentlichen Texten die Feder führte.

Glaube lässt sich nicht durch Wissen überwinden, sondern muss so begründet werden. Der Grund und Ursprung christlicher Wurzel nach heutigem Wissen zeigt: Die philosophische Selbsterkenntnis war es, die das Gegenüber im Sinn des Weltganzen erkennen ließ. Die die mythischen Schattenbilder, wie jüdische Gesetzlichkeit sowie die Vernunft ihrer Verehrung in zeitgemäßer Weise erklärte. Doch weil diese Wahrnehmung der Verantwortung im Weltganzen, die heute weitgehend selbstverständlich ist, eine Sache der Philosophen/Theologen und nicht des Volkes war, der Wilde Westen Europas noch bis kurz vor Neuzeit von Vernunft weit entfern, barbarisch und so zu bekehren war, heißt es „Glaube“ wurden einfache Bilder gebraucht.

Wo die philosophische Erkenntnis am Anfang stand, egal ob in einem historischen Heilsprediger inkarniert oder dieser als Ausdruck, Inkarnation verstanden wird. Da lässt sich nur dort die schöpferischer Wirklichkeit erklären, wo Heraklit und dann die platonischen Philosophen Sokrates die wahre, in Weltwirklichkeit begründete Vernunft ausdiskutieren ließen. Wo die in Jesus Christus inkarnierte Vernunft das All verwalte, wird heute von Ökologie gesprochen. Und wo dies als eine für das menschliche Bewusstsein, dessen soziale Verfassung maßgebende Größe erkannt wurde, ist dies in neuer „christlicher“ Lehre durch eine theologische Wissenschaft, die den Logos als Christus benennt, klar zu machen.

Die theologische Lehre kann nicht vom Auferstandenen, kosmischen Christus oder Kyrios, dem Gottes- und Menschensohn aus dem Stamme jüdischer Weisheit reden und dabei die im Mittelplatonismus definierte Vernunft als inkarniertes Wesen benennen. Dann jedoch das Wissen um das natürliche Werden weiter ausschließen, damit Christus wegen eines angeblich historischen jungen Mann der zufällig Jesus heiß, verleugnen. Ob ein junger Mann mit Namen Jesus war, ist für den christlichen Kult ebenso nebensächlich, wie die Philosophie des Platonismus und seiner folgenden Denkweisen nicht auf einen Zweibeiner mit Namen Platon angewiesen sind. Oder wie die Entstehung des prophetischen Kultes, der den Sinn allen Seins auf bildlose Weise verehrte, nicht ihren Grund verliert, weil kein vielschreibender Volksbefreier mit Namen Moses war, der beim Bergsteigen Tontafeln mit Kult- und Lebensgeboten fand.

Die Zeiten, in denen nur philosophische Größen klar war, wie der Mensch sich einer kosmischen Vernünftigkeit (ökologischen Ordnung) im Rahmen seiner Kultur zu unterstellen hat, sind Gott sei Dank vorbei. Im heute in Vernunft erklärten kreativ-sinnvollen Ganzen, damit die Naturwissenschaftliche Weltbeschreibung als schöpferisch maßgebende Wirklichkeit und Bestimmung (Wort) zu verstehen, ist „christlich“. Im Fluss des Lebens fließt alles weiter, gilt es immer wieder in neuer Weise aufgeklärt zu verstehen. Auch wenn wir uns auf die Antike berufen, dort können wir in den Fluss nicht mehr einsteigen. Aufgabe der Religionswissenschaftler wäre es, den Heilsprozess, der in der Antike den Namen Josua, lat. Jesus hatte, aufgeklärt fortzusetzen.

Als der Kirchengeschichtskenner Benedikt XVI., der sonst bei der in Schöpfung begründeten Vernunft vom mit Verstand einsehbaren „christlichen Wesen“ als Weiterdenken antiker Philosophie sprach, diese dann in Bezug zu jüdischer Weisheit und Stoa als Grund allen Rechtes (damit auch rechten Lebens) in Ökologielehre als Grund allen Rechtes, hätten die neutestamentlichen Wissenschaftler nicht allein Heidelbergs aufspringen müssen. Ebenso, wenn heute der gegenwärtige Öko-logos vergeblich nicht nur politisch, sondern inzwischen in der protestantischen Kirche oder der von aufgeklärter Welt als „Mann des Wortes“ gelobte Papst Franziskus nicht allein in seiner Umweltenzyklika gepredigt wird.

Doch spätestens, wenn dann Intellektuelle von „Connectedness: Warum wir ein neues Weltbild brauchen“ schreiben. Darin zeigen, wie die Probleme der Welt, deren Rettung nur durch Weltverbundenheit, Gemeinsinn statt sinnlosen Eigennutz zu bewältigen ist. Damit nicht nur öko-logisch, sondern den Weg zum „Wir“ durch den Herausgeber Gerald Hüter neurologisch begründen oder Hans-Peter Dürr bemühen, die Weltvernunft/-verbundenheit in moderner physikalischer Philosophie zu belegen. Und wenn dann eine Kulturwissenschaftlerin nicht nur auf östliche Modelle Bezug nimmt, sondern zeigt, wie der Logos der Stoa und früher Christen das war, was heute die Weltverbundenheit/-vernunft ausmacht, damit die Lösung wäre. Dann spätestens müssten nicht nur die Heidelberger Theologen auf wissenschaftliche Weise deutlich machen: „Wir haben die Lösung für ein Weltbild, das den heutigen Herausforderungen, Weltproblemen gerecht wird und das am Anfang genau das bewirkte, was heute als Gemeinsinn in globaler Gesellschaft mehr denn je notwendig ist. Der christliche Kult, der heute als gestrig gesehen wird, muss nur in aufgeklärter Weise verstanden und praktiziert, damit die Weltvernunft in bekannten Bildern gefeiert werden.

Doch wo ein junger Mann nicht nur den Studenten als der eigentliche Grund des christlichen Glaubens im Kopf bleibt, sondern auch den der Hochschullehrern bestimmt. Da hilft es auch nichts, wenn die mehr als deutlich machen, dass es in den neutestamentlichen Texten um den Auferstandenen, die in Schöpfung offensichtliche antiker Natur-/Vernunftlehre (Logos) ging, dies der Christus war. Und wie damit auch die Offenbarung der Vätergottheiten in dem offensichtlich war, was wir heute in naturwissenschaftliche Begriffen beschreiben. Worin sich dann die Weisheit begründete, die nicht nur der Logik des Neuen Testamentes zugrunde liegt, sondern in kulturgerechter, fleischgewordener Ausdrucksweise als der wahre Kyrios Thema der anfänglichen Kirche, so erst zum Klingen in Kultur gebracht wurde.

Der in Kultur notwendige Schatten scheint (und das gegen besseres Wissen) nicht nur den Blick auf das eigentliche christliche Wesen zu verbauen. Er verhindert so den aufgeklärten christlichen Verstand, der gerade heute wieder mehr als not-wendig wäre.

3.     Altes wie Neues Testament handeln von schöpferischer Vernunftbestimmung in Kultur

Der heute in unserer Kultur nicht mehr maßgebende „Christus“, sondern historisch belanglos gewordene junge Mann mit zufälligem Namen Jesus, wie er nicht nur den Studenten vermittelt wird, im Kopf moderner Menschen sitzt, kommt jedoch in den biblischen, von einem kosmischen Christus, einem Heilswesen schreibenden Texten, mit keiner Silbe vor. Dies nicht nur in der gesamten Johannes- oder Paulusliteratur. Die eindeutig den sich im natürlichen Werden von Kosmos und Kultur begründenden kosmischen Christus als Jesus (damit die als Beschreibung der Schöpfungswirklichkeit verstandene antike Natur-/Vernunftlehre)  zum Ausdruck bringt. Auch auf den Büchern moderner Evangelien-Exegeten blickt der Christus-Pantokrator. Wie er dann in den Werken oder noch deutlicher in den Vorlesungen als Thema des Neuen Testamentes beschrieben wird. Denn vom Zwergenmaß, das heute als historisch gelehrt wird, ist auch nicht dort nicht die Rede, wo von Jesus als Christus, dem nicht durch Menschen gezeugten und Auferstandenen ausgegangen wird.

Die als Wort (Schöpfung) verstandene Vernunftwirklichkeit und daraus abgeleitete Weisheit war im allegorischen Traditionsverständnis und aufgeklärten Verstand (Auferstehung auch alter Gottheiten) im hellenistischen Judentum der wahre eine Gottessohn im Stamme Davids. Der sollte als bestimmende Weisheit im Kopf der Menschen der wahre künftige Kyrios sein. Wo dieser in Form eines Wanderpredigers über das alte Gesetz in Gleichnissen hinausgehend als neue Thora/Tempel spricht, in Wundern seine Wirklichkeit verdeutlicht und von einem menschlichen Wesen auf dem Weg vom Heidenland nach Jerusalem geschrieben wird, so von der Tradition verurteilt wurde, ging es daher nicht um einen jungen Mann, sondern die Fleischwerdung von Vernunft.

Gerade bei Johannes wird deutlich gemacht, warum die in philosophischer Wissenschaft begründete Weltvernunft Fleisch annehmen, in menschlich-kulturgerechter und verständlicher Weise ausgedrückt werden musste, um in Kultur Wirklichkeit zu entfalten. Nur so konnte sie an Stelle bisheriger menschlicher Gottheiten treten und kulturelle Wirklichkeit entfalten. Nur so wurde das Wort (die kreative Wirklichkeit des Ganzen) zur kulturbestimmenden Größe die zur Aufklärung führte und lässt sich so erst heute wieder als höchst lebendig verstehen.

Der bei einem jungen Mann zwangsläufig zu unterstellende Wahn von Sektenanhängern, die ihren Guru als Inkarnation der aller Schöpfung (Kosmos wie Kultur) zugrunde liegenden Logik/Vernunft und Weisheit gesehen oder ihn zum Schöpfungsmittler und kosmischen Christus, damit zur neuen Bestimmung oder Maßgabe allen Lebens gemacht hätten, ist historisch-wissenschaftliche völlig unhaltbar geworden. Dies ist wider alle Vernunft und Logik. Gerade mit hellenistischen Juden, von denen nicht nur die Texte stammten, sondern die im aufgeklärten Denken den jüdischen Bund auf weltgültige Beine über taub gewordener jüdische Gesetzlichkeit und griechische Götter stellten, im Kosmos das Wort und den wahren Tempel verstanden, so die Kulturen versöhnten und dabei von der Heilswirklichkeit Josua, lat. Jesus sprachen, ist dieser Wahnsinn völlig unmöglich zu machen. Auch wenn daher ein junger Mann mit Namen Jesus, der den Professoren nicht aus dem Kopf zu bringen ist, gewesen wäre. Nach dem, was in den Vorlesungen über die Verfasser des Neuen Testamentes und ihre Bedeutungsaussagen zu hören ist, kann der der Grund nicht gewesen sein.

Allein mit dem Verweis auf einen dem Buch nach zu glaubenden Christus ist heute nichts mehr zu machen. Die Geschichte braucht einen Grund. Doch der lässt sich heute in historischer kultureller Wirklichkeit erklären. Und zwar dort, wo all das bewirkt wurde, was dann im Neuen Testament im Erbe der Vorbilder auf volksverständlich-kulturgerechte Weise im so erfüllenden Erbe der Vorbilder an theologischen Bedeutungsinhalte vermittelt, in bekannter verschrifteter Gestalt (fleischgeworden) zur Welt gebracht wurde: Im hellenistisch-philosophischen Judentum, aus dem die Texte hervorgingen. Dort wurde nicht nur die Natur (das zusammenhängende, sinnvolle Ganze) als Wort (schöpferische Wirklichkeit im Sinne der Propheten) verstanden. Ebenso wurden auch die alten griechisch-römischen Gottheiten (Vegetationsverkörperungen) und ihre kulturgerechte Verehrung in Vernunftlehren (Logos) erklärt. Und auch sämtliche urchristlichen Lehren gingen von Natur-/Vernunftlehren aus, der den einen unsagbaren Sinn/Grund allen Seins (JHWH) offenbar machte. Was dann auch bei Römern die mysteriösen Blutopfer an menschliche Gottheiten, damit auch den Kaiserkult und Orakelglaube erübrigte, war historisch Jesus als Christus und wurde so auch definiert.

4.     Hochschullehre heilt eigene Blindheit, befreit aus Babylon

Wo in der Hochschullehre  deutlich gemacht wird, wie es im gesamten Neuen Testament, in der Paulusliteratur sowie den Jesusgeschichten, um die in Vernunftlehren (Logos) erklärte natürlich-kosmische Wirklichkeit ging. Und wo bekannt ist, wie die antike Heilswirklichkeit im Verständnis dieser frühen Ökologie und Evolutionsgeschichte als die einzige Offenbarung der Wirklichkeit alter Gottheiten und damit für das irdische Leben maßgebende Wort (schöpferischer Wirklichkeit/Bestimmung) galt. Da ist der Weg zum aufgeklärten wissenschaftlichen Verstand der Grundlage der verschiedenen Kulturen, der Versöhnung von Wissen und Glaube, damit ein Leben in Vernunft und kulturellen Friede, wie es im Namen Josua, lat. Jesus aufgrund kultureller Aufklärung und Synthese hellenistischen Juden der Zeitenwende, dann Römern als das gegeben Heil „Jesus“ galt, frei.

Auch wenn Professor Peter Lampe erwiderte „Sie können sich auf den Kopf stellen, Ihnen wird keiner folgen“ oder „bei Johannes geht es aber nicht nur um Philo, sondern um den fleischgewordenen Logos“. Womit er mir zeigen wollte, dass ein in Halluzinationen groß gewordener Guru das einzig ernst zu nehmende Thema des Neuen Testaments und nun auch noch Johannes sei. Gleichwohl hier griechische Denker nach seiner Lehre, von der in Natur begründeten Weisheit/Sinnhaftigkeit/Weltvernunft des philosophischen Judentum schreiben. Damit stellt er nicht nur die in Johannes beschriebene Fleisch“werdung“, damit die notwendige menschlich-kulturgerechte Ausdrucksweise eines philosophisch-theologischen Sachverhaltes, der Vernunftwirklichkeit auf den Kopf, die hellenistischen Juden der Diasproa neuer Tempel und Wort war. Denn dass Johannes über Philo hinausgeht, vom „fleischgewordenen“ Logos, damit einer Ausdrucksweise theologischer Sachverhalte in bekannten Kult(ur)bildern schreibt, wie es in der Antike selbstverständliche Tagesordnung und nach seinen Worten im Volk  (im Gegensatz zu heutiger Hochschullehre) so auch verstanden wurde, ist klar.

Aber wie und warum die platonisch-griechischen Denkschule, die als Verfasser der (heute nicht mehr als Gnosis aussortierten, sondern vom historischen Jesus schreibenden) Johannestexten gilt, in einem galiläischen Handwerksburschen all das gesehen haben soll, was Natur-/Vernunftlehre und Grund auch stoischer Weisheit war, hat er trotz vielfacher Fragen nicht erklärt. Das ist unerklärlich. Die Begründung in philosophischer Vernunftlehre (Logos), wie sie heute den von Jesus Christus schreibenden gesamten frühchristlichen Erkenntnislehren, den zahlreichen Denkern und frühen Chistentümern bestätigt wird, die in Konkurrenz zur Kirche standen, lässt sich weder bei den Inhalten der biblischen Texte, deren hellenistischen Verfassern oder den neuplatonischen Herausgebern des neuen Kanons, deren Thema der Logos und seine kulturgerechte Ausdrucksweise war, auf einen jungen Mann reduzieren. Der ist entweder ein Hirngespinst von Halbaufklärung oder er hat mit dem Thema/Grund der Texte des Neuen Testamentes, noch des neuen jüdischen Bundes , wie er im philosophischen Judentum denkerisch bewirkt wurde, etwas zu tun.

5.     Mit Johannes wird heute das Christentum auf den Kopf gestellt

Es ist der reine Wahnsinn (gegen besseres Wissen seiner eigenen Lehre, wie um die gesamte Kulturgeschichte oder den kulturellen Kontext), einen inzwischen bedeutungslosen jungen Mann an den Anfang nun auch noch von Johannes stellen zu wollen. Selbst wenn der gewesen wäre, ist von dem im Johannestext, der nach Professor Lampe vom fleischgewordenen Logos, damit der in menschlicher Weise zur Welt gebrachte Natur-/Vernunftlehre nicht die Rede. Und wenn in den empfohlenen Proseminaren, ähnlich wie in seinem Buch „Die Wirklichkeit als Bild“ von Peter Lampe nur erklärt wird, wie Anhänger eines Heilspredigers Halluzinationen hatten oder durch Lukas (dessen hohe Bildung er eine Stunde darstellte) die auf einem heilspredigenden Handwerksburschen beruhende Story für Bildungsbürger apologetisch schmackhaft gemacht worden wäre. Dann sind auch die Proseminare für die Katz. Wer dann auch noch den eindeutig kosmischen Christus: die im philosophischen Judentum (Philo) der Zeitenwende weitergedachte antike Natur-/Vernunftlehre (Logos), die nach heutiger Lehre nicht nur Thema fast aller Texte, sondern bei Johannes der auch synoptisch beschrieben historische Jesus ist, auf diese Weise erklärten wollte. Der nimmt sein eigenes Wissen um die antike Bildung und das gesamte damalige Denken und die Reform der Weltbilder sowie Glaubensvorstellungen und die notwendige Vermittlung der Wirklichkeit in Bildern nicht ernst.

Denn wenn in seiner Vorlesungen klar gemacht wurde, wie ein kosmischer, vor und in aller Zeit existenter Christus, das natürliche Leben schlechthin, auch bei den Synoptikern oder bei Paulus das Thema war. Und wie das in den hochphilosophischen/-theologischen Johannestexten das in Geschichte(n) fleischgewordene, in früher Ökologie begründete Heil des hellenistischen Judentums „Jesus“, auch Thema der Synoptiker war. Damit der antik-monistische Öko-Logos als einzige Offenbarung der Vätergottheiten und in menschlicher Kultur maßgebend galt. Dann offenbart sich der Wahnsinn heutiger Lehre allein in der abschließenden Frage des Kommilitonen, ob die sonderbare Rede des Johannes vom Logos (Natur-/Vernunftlehre) antiker Philosophie daran liegen könnte, dass der aramäisch sprechende junge Mann missverstanden worden wäre.

Es ist ein Wahnsinn: Gleichwohl Professor Lampe nicht nur bei jedem der Evangelien deutlich machte, wie hier in antiker Hochzivilisation, der Bildung und Vernunft heilig waren, ein neuer Verstand bebildert wird, ein von der Traditionshörigkeit verurteiltes, jetzt weltgültiges Hören, Verstehen schöpferischer Wirklichkeit (Wort) war. Im Kopf der Studenten bleibt nur ein junger Guru. Dank heutiger Lehr-Hypothese, die den sich allein auf den Christus berufenden neutestamentlichen Rationalisten Rudolf Bultmann, ebenso wie Karl Barth, der hinsichtlich des angeblich historischen Jesus sagte „ich kenne diesen Herren nicht“ , hinter sich lässt, zwangläufig doch nach dem Grund der Geschichte(n) fragen muss, wird nun selbst der nachweislich vom Öko-Logos der antiken Bildung schreibenden griechischen Philosophenschule, die als johannäisch gilt, ein junger aramäisch sprechender Guru unterstellt. Der sei die inkarnierte Offenbarung des Grundes/Sinnes allen Seins gewesen, so gesehen oder ausgegeben worden.

So muss der Student annehmen, Sprachmissverständnissen seien der Grund gewesen, dass sein ins Herz geschlossener Religionsrebell, auf dem inzwischen sein Weltbild baut, nicht nur als Gott ausgegeben worden wäre. Im puren Wahnsinn muss er unterstellen, dass der gute Junge als genau das gesehen oder apologetisch beschrieben worden wäre, was wir meist als Ökologie bezeichnen. Was jüdische Philosophen in den damaligen Bildungsmetropolen wie Alexandrien nicht nur, wie ihre weiter alten Gottheiten hörige Kollegen als sinnvoll, vernünftig und damit menschliche maßgebend in den Natur-/Vernunftlehren (Logos) beschrieben, sondern als einzig maßgebende und zu verehrende schöpferische Wirklichkeit (Wort) im Sinn aller Gottheiten verstanden, wäre in historischer Wirklichkeit nur ein junger Mann gewesen. Wen wundert bei diesem Wahnsinn, wenn die Christologie/Theologie bedeutungslos, nicht mehr ernst genommen, der Gottestod für die aufgeklärte Welt beschlossene Sache ist?

Dabei ist bekannt, wie dann auch für gebildete, daher als atheistische „Christen“ beschimpfte, später wegen Staatsgefährdung verfolgte Römer der Öko-Logos an die Stelle von Orakelglaube und Leberschau getreten war. Weil sich gerade Mitglieder der gebildeten Mittelschicht, die nicht weiter traditionellen Autoritäten hörig war, den bisher staatstragende Kaisergottheiten die Kultopfer verweigerten, zum neujüdisch-christlichen Kult konvertierten. Was in alten Augen als staatsgefährdender Atheismus galt. Weil sich dann auch die Mysterien im Namen der Vegetationsverkörperungen wie Isis oder Mithras, bei denen in militärischen Männerritualen viel Stierblut floss, erledigt hatte.

Wie kann man die Studenten an der Hochschule in Heidelberg noch im 3. Jahrtausend im Glauben lassen, der Grund dieses nun auch für philosophisch gebildete Griechen geltenden neuprophetischen Kultes, der in kreativer kultureller Evolution das Kreuz der menschlich-„fleischlichen“ Vorbilder auf sich nehmen musste, wäre ein junger Guru gewesen? Dann jedoch den Studenten gleichzeitig auch noch beibringen, wie die den Johannestext verfassenden philosophischen Denker den präsentischen Aspekt der in Natur-/Vernunftlehren (Wort) begründeten Weisheit betonten. Oder wie der Öko-Logos bei Johannes über sein Verhältnis zur fleischgewordenen Gestalt sprach darstellen. Ebenso, wie die schöpferische Bestimmung, der Grund allen Seins im Geschichtsverlauf entweder in der Jesusgestalt oder der geistig-denkerischen Wirklichkeit wahrgenommen werden kann.

Allein wer „Erzählfiguren“ erläutert, bei denen Petrus für die Großkirche stand, die bei der Erkenntnis des Auferstandenen hinter Johannes zurückblieb, jedoch ihre Aufgabe hatte. Der kann nicht weiter die Studenten im Glauben lassen, da hätten Anhänger eines Heilspredigers diesen nach seinem Tod als Heil gesehen und der wäre dann als inkarnierter Logos (Vernunftlehre) der hellenistisch-jüdischen Philosophie gesehen oder ausgegeben worden. Wer dann die Narratologie auch in Neurologie oder moderner Kommunikationswissenschaft begründet, macht zwar die notwendige Fleischwerdung deutlich. Weil Menschen auch heute keine Programme, sondern Personen mit Gesicht wählen, so auch für das menschliche Leben maßgebende kreative Prinzipien Personifikationen brauchen.

Wer dann in der Christozentrik klar macht, wie bei der johannäischen Philosophenschule der frühe Öko-Logos (der hellenistischen Juden als Wort: Bestimmung einer schöpferischen Wirklichkeit galt), allein auf den Wille des Vaters verwies, den unsichtbaren Grund/Sinn allen Seins sehen ließ. Der macht mehr als klar, was das historische Wesen war. Sein junger Mann als Inkarnation der in kosmisch-kultureller Wirklichkeit begründeten Vernunft/Sinnhaftigkeit mit absoluter Sicherheit nicht.

Wer Sonntags die in Heidelberg in Sachen „verherrlichter Handwerksbursche“ ausgebildeten Pfarrer hört, für den scheint es logisch, dass auch die antike Verfasser Schönredner waren, die Hirngespinste in die Welt gesetzt hätten, um ihren Guru heilig erscheinen zu lassen. Doch wer in Heidelberg selbst die heutigen Hochschullehrer hört, die nicht nur die Verfasser beschreiben, sondern um was es philosophischen Theologen hellenistischer Bildung in den märchenhaften Geschichten ging. Für den ist klar, dass der Grund des neu- und weltgültigen prophetischen Kultes eine Größe schöpferischer Wirklichkeit gewesen sein muss.

6.     Nur In Vernunft/Logik allen Kreativität und allen Lebens ist der Grund/Sinn allen Seins, Gott der Väter lebendig

Wenn der Gott der Väter alles dem Sohn übergeben hat, dann ist das völlig klar: Heute, wo der Christus der Schrift nach abgetreten ist, sehen wir den Sinn/Grund allen Seins auch wieder nur in dem, was uns die Natur-/Kulturwissenschaft in Vernunftlehren (Logos) beschreibt.

Wenn sich nach Platon das höchste Sein, damit der von den Propheten bildlos verehrte Sinn/Grund allen Seins (JHWH) im Logos der Welt zuwendet, dann von Jesus und dem Parakleten geredet wird, ging es nicht um einen Handwerksburschen, der das alles nicht war und wollte, von seinen Anhängern oder kirchlichen Apologeten dazu gemacht wurde. Das ist nicht nur mit dem Johannes- sondern auch den anderen biblischen Texten, nach ihrer heutigen ernsthaften philosophisch-theologischen Deutung völlig unmöglich zu machen.

Was die Kritiker meist nur als Schauermärchen lesen, Manipulation der Masse und der normal denkende Mensch davon ausgeht, dass hier, wie nicht nur in Bibel TV zu sehen und ähnlich der kirchlichen Predigt zu hören, ein junger Heilsprediger als Gott gesehen oder in den Himmel gehoben wurden sei. Das alles schließt sich das nach heutiger Lehre aus. Wo nicht nur die ganz verschiedenen Auferstehungsschilderungen auf unterschiedliche Aspekte eines neuen Verstandes hinweisen. Wo auch sonst die theologischen Differenzen bei den Texten gebildeter Hellenisten, selbst in drei synoptischen Jesusgeschichten, ebenso wie den weiteren Texten des Neuen Testamentes deutlich gemacht werden. Da kann es weder um Halluzinationen noch Verherrlichungsrede gegangen sein. Selbst wo unterschiedliche Aspekte in Ausrichtungen der Liebe zum Nächsten interpretiert werden, ist weder ein junger Mann unterschiedlich interpretiert oder dieser in den unterstellten Halluzinationen, gar in Geschichten zur Manipulation der Masse nur verschiedenen dargestellt worden. Der kommt in den Texten, die das in Vernunft verstandene Wort interpretieren und Jesus sprechen lassen, nicht vor.

Wer nicht von dieser Welt, wie die Sophia, damit die in Natur/Schöpfung begründete Weisheit hellenistischer Juden aus dem Himmel kam, wird wie bei Jesus Sirach oder Henoch auch heute von den Schriftgelehrten abgelehnt. Wo alle bisherigen Lehren von einem jungen Mann ausgingen, dieser der Forschung vorangestellt und darauf die gesamte Lebenslehren der Exegeten gründen, kann hier nicht gehört werden. Zumal der vernünftig erklärte Lebensfluss, die Vernunft bisher meist als Feind des „Glaubens“ galt. Auch wenn in geschichtlicher Logik das Gegenteil gesagt werden musste. Weil man weiß, wie die Inkarnation, die Ausdrucksweise, das Fleisch“geworde“ Wort/damit Vernunft war, das nicht in Schrift, sondern natürlicher Schöpfung und kultureller Kreativität verstanden wurde.

Selbst wenn ein nach heutiger Darstellung besonders bibelschlauer galiläischer Handwerksbursche die Inkarnation der Natur/Vernunftlehre philosophischer Juden gewesen wäre. Worauf nicht allein Peter Lampe getreu heutiger Lehr-Hypothese bestehen muss. Was jedoch so wenig machbar ist, wie das, was heute in Natur- und Kulturwissenschaft erkannte Weisheit ist, plötzlich in einem Nachbarsjungen inkarnieren und so begründen zu wollen. Wenn heute klar gemacht wird, wie die biblischen Texte vom Christus, dem Auferstanden, einem kosmischen Christus handeln und nicht allein die Paulusliteratur oder Johannes eindeutig auf das verweist, was im hellenistischen Judentum die Natur-/Vernunftlehre (Logos) und dies von Anfang an und bis zur Reformation das Thema der kirchlichen Lehre. Dann müsste sich die aufgeklärte Theologie/Christologie in dem begründen, was heute meist als Ökologie, damit dann auch des Menschen gilt. Auch wenn das egal wie auch immer in einem galiläischen Heilsprediger inkarniert gewesen sei.

7.     Die Schriftgelehrten hinken schöpferischer Wirklichkeit hinterher

Benedikt XVI. scheint einen Schritt weiter zu sein, als die Schriftgelehrten der Hochschulen. Bei seiner letzten großen Rede als Papst vor dem Bundestag gab er das Recht in Berufung auf jüdische Weisheit, wie die Stoa, damit den angeblich in einem jungen Mann inkarnierten Logos in natürlicher Schöpfungswirklichkeit zu bedenken. Er  sprach von ökologischen Bewegungen und damit Lehre, als er über den Grund des Rechtes und damit auch rechten Lebens nachdachte. Und auch bei Franziskus denkt sich niemand was dabei, wenn der seine sogenannte Umweltenzyklika nicht biblisch oder in einem laut heutiger Hochschul-Hypothese als inkarnierter Öko-Logos durch Galiläa ziehenden Heilsprediger, sondern in lebendiger ökologischer Weisheit der begründet. Auch wenn sich Franziskus auf die Bibel beruft. Die Menschen sehen und loben: „Der Mann des Wortes“ begründet Gemeinsinn und ökologisch-menschliche Gerechtigkeit nicht in biblischen Lehren, gar einem in einem jungen Mann inkarnierten, sondern im gegenwärtigen Logos.

Wenn daher an den Hochschulen weiter ein galiläischer Wanderprediger als inkarnierte Vernunft und Weisheit, damit Grund von Gemeinsinn und Gerechtigkeit vermittelt wird. Dann übertrefft dies die Christen von „Wort und Wissen“, dem deutschen Ableger der Buchstaben-Kreationisten. Die Adam, Eva, Noah (samt sämtliche angeblich noch kleinwüchsiger Tierenarten auf einem Kahn), Hiob oder Moses (der beim Bergesteigen Tontafeln mit den Geboten und so den Monotheismus erfand), buchstäblich festhalten. Weil sie die Geschichte und damit den Grund ihres Glaubens nicht verlieren wollen. Aber so wenig die Wahrheit der Bibel an einem Mann festgemacht wird, aus dessen Rippe ihm ein Monsterwesen eine Frau bastelte oder der prophetische Kult in den Wundertaten eines Volksbefreiers hängt, spielt der heute als historisch gelehrte junge Mann beim denkerischen Grund des Neuen Testamentes eine Rolle.

Wie sagte jedoch schon der die Vernunftlehre als Offenbarung vorstellende Johannestext, der damals durch die Fleischwerdung die Aufnahme im Volksverstand der Heiden und Juden bewirkte: Wer die Offenbarung nicht annimmt, bleibt im Tod. Auch wie sich diese Offenbarung in der Zeit wandelt, nicht die fleischliche Gestalt, sondern der lebendige heile Geist die schöpferische Wirklichkeit und Bestimmung vermittelt, wurde bereits von den Verfassern des Johannestexten philosophisch bedacht.

Es ist ein Wahnsinn, wie man in den Vorlesungen die Johannestexte nicht mehr als späte Gnosis jenseits des historischen Jesus abtut, sondern als neue Erklärung, philosophische Auslegung der Person Jesus in den Jesusgeschichten. Damit den Logos (frühe Ökologie) hellenistisch-jüdischer Philosophie beschreibt, die wenn auch in anderer Weise auch in den Paulusbriefen das Thema ist. Dann aber die Studenten trotz aller Erklärung über den Logos des Philo im Glauben lässt, es wäre letztlich auch bei Johannes um einen arbeitsscheuen Handwerksburschen gegangen, der inzwischen nur noch als vorbildlicher Gutmensch gilt. Der weder maßgebend für das Leben, noch Offenbarung der alten Kulturvorstellungen gewesen sein kann.

8.     Noch verdrängt Wahnsinn die Wirklichkeit

Es ist ein Wahnsinn, wie in den Vorlesungen deutlich gemacht wird,

-wie das, was wir heute in Natur-/Kuluturlehren (Logos) beschreiben, meist Ökologie, auch des Menschen nennen, Leberschau, Orakelglaube ebenso ablöste, wie taube jüdische Gesetzlichkeit und jetzt sagte: „Den Alten wurde gesagt, ich aber sage euch…“

-wie dies die menschlichen Gottesvorstellungen in Vernunft, damit die menschlichen Gottesmysterien, wie den Kaiseropferkult nun auch bei Römern auflöste und dabei keine Konkurrenz zum jüdisch bildlos verehrten Gund/Sinn allen Sein (JHWH), sondern dessen einzige Offenbarung/Erklärung war: „ich bin die Wahrheit, das Leben, der Weinstock…“

-wie dies in Jesusgeschichten als Bilder eines theologiegeschichtlichen Sachverhaltes zu lesen ist. Und wie die Fleischwerdung, damit die kulturgerechte menschliche Ausdrucksweise der Natur-/Vernunftlehre (Logos) ihre kreative Bedeutung hatte, jedoch nicht das Wesentliche ist. Weil die heute bestätigte mythen-/märchenhafte Ausdrucksweise des Neuen Testamentes antike Tagesordnung und so laut Peter Lampe im Volk auch verstanden wurde. (Im Gegensatz zu den Studenten, die aufgrund seiner Hypothese nach einem jungen Mann fragen müssen.)

…wie dann noch über Jahrhunde in christologischer Diskussion über das Wesen des Öko-Logos zu den Vätergottheiten und die richtige Ausdrucksweise diskutiert wurde, sich dann auch der Islam von der neuen Kultlehre abspaltete.

…wie das aus dem Heidenland kommende neue Verständnis auf dem ewigen Weg nach Jerusalem von jüdischer, wie römischer Traditionsautorität verurteilt wurde, in römischen Westen die fleischliche Ausdrucksweise wieder das Kreuz der Vorbilder als wahrer Gottessohn trug, von eigenen Anhängern (bis in die frühe Kirche) missverstanden wurde.

…wie damit im hellenistischen Judentum im allegorisch-aufgeklärten Verstand der alten kulturellen Vorstellungen diese in Synthese der Kulturen auf neue Beine gestellt wurden.

… wie dieses Heilswesen, damit die maßgebende Weisheit in Folge des als frühe Philosophie verstandenen Moses, als Josua (Jesus) gesehen und auch als Heilswesen definiert wurde. Auch wenn in den Kulttexten noch von einem Pantokrator wie Zeus (so auch auf modernen exegetischen Werken zu sehen) oder sonstigen Gottesname geschrieben wurde.

…wie dieser aufgeklärte Verstand (Auferstehung) die Hoffnungen auf ein „gelobtes Land“ Leben in Vernunft und kulturellen Friede war.

…wie dies dann gerade in der die anderen Jesusgeschichten klarstellenden philosophischen Johannesschule beschrieben wird. Die dabei den Logos, damit die Natur-/Vernunftlehre hellenistisch-jüdischer Philosophie (Philo) aufgriff, wo dieses Heil denkerisch bewirkt und mit Blick auf den Öko-logos von Josua, lat. Jesus gesprochen wurde.

Wenn dann zum Schluss der Vorlesung ein Student ernsthaft fragen muss, ob nicht Halluzinationen von Sektenanhängern oder die in heutiger Lehre ebenso unterstellte Apologetik für Bildungsbürger, sondern möglicherweise Sprachprobleme eines aramäischen Gurus dazu geführt hätten, dass im Johannestext der Öko-Logos beschrieben wurde. Dann ist die Vorlesung nicht nur Steuerverschwendung, die den christlichen Glauben bei aufgeklärten Menschen als Schwachsinn erscheinen lässt, sondern Verbaut den aufgeklärten Verstand.

9.     Die Hypothese vom heilig gemachten Handwerksburschen verhindert gemeinsamen kulturellen Verstand

Wer nur antwortet, dass von Aramäisch nichts zu sehen ist, ohne auch nur einen Moment bedenken zu wollen, wie das historische christliche Wesen „mit Haut und Haaren“ dort zu erkennen ist, wo im hellenistischen Judentum in Synthese der Kulturen und somit dann auch von Römern das prophetische Wort jetzt weltgültig in Vernunft verstanden und von „Jesus“ gesprochen wurde. Der ist nicht nur für den Wahnsinn mitverantwortlich, der den Glaubensvorstellungen von der aufgeklärten Welt meist unterstellt wird. Der hat auch die gegen alle Vernunft, den Sinn des Ganzen gerichtete heutige nationalegoistische oder sinnlose tägliche Lebensweise mitzuverant-wort-en. Der bei dem, was heute als Wahnsinn geglaubt werden soll, nichts bleibt, wie den Konsum, die eigene Gier zu vergöttern.

Dann gleichzeitig heiße Luft zu verbreiten, ökologisch-soziale Predigten nun auch in der Kirche zu halten, bringt nicht weiter. An eine aufgeklärtes Christentum, das in Begeisterung und Dank/Lob für das in aller Natur gegebene, dessen Sinn/Grund verehrt, damit eine natürlicher Wirklichkeit (Bestimmung, Verant-wort-ung) wahrnimmt, die alte Glaubensgrenzen überschreitet, ist bei der Hypothese vom jungen Mann als wahrer Grund christlicher Geschichte(n) nicht zu denken.

Der fleischgewordene Öko-Logos, damit dessen kulturgerechte, so kulturtragende Ausdrucksweise erst in ägyptisch-griechischen Gottesgestalten, dann in Vernunft erklärter Wirklichkeit als Jesusgeschichte der Kirche, hat ihre Aufgabe in Geschichte(n) erfüllt. Sie muss aus einsichtigen Gründen auf kreativ-aufgeklärte Weise in den verschiedenen Kultvorstellungen weiter lebendig bleiben. Doch der heute bedeutungslose jungen Mann, der im Wahnsinn an der Hochschule weiter als der eigentliche christliche Wesen vorausgesetzt wird, so den künftigen Pfarrern und Lehrern oder wissenschaftlichen Forschern den Verstand verbaut. Der ist nicht nur aufgrund allen kritischen oder historischen Wissens um die kulturellen Vorbedingen, wie den Kontext oder den philosophischen Bezug des Neuen Testamentes völlig unmöglich geworden. Die heutige Hochschullehre selbst ist es, die mehr als deutlich macht, wie der belanglose Guru, der den Studenten nicht nur in Heidelberg als Grund des Christuskultes im Wahnsinn (Lehre gegen besseres Wissen, alle Vernunft, Logik) ihrer Lehrer vor Augen stehen bleibt, ein Hirngespinst von Halbaufklärung ist.

Es gibt kein einziges historisch-wissenschaftliches Argument mehr, um in Berufung auf Jesus Christus das, was heute nicht mehr Logos, sondern in moderner Naturwissenschaft als Kosmologie, Evolutionslehre, Ökologie und davon ausgehende kulturelle Weisheit bezeichnete wird, als einzige Wirklichkeit (Wort) wahrzunehmen, die auf den Gott der Väter, den Grund/Sinn allen Seins verweist. Genau wie in der Vorlesung mit Blick auf Johannes vorgestellt. Damit die davon ausgehende Bestimmung als das in Kulturgeschichte(n) in der bekannten Form Fleisch gewordene Wort (zeit- und kulturgerecht ausgedrückte Vernunft) zu verstehen und weiter in kulturgerechten Bildern zu verehren.

Niemand muss mehr den in der Hochschullehre angenommenen christologische Auferstehungs-Halluzinationen, die angebliche Sektenanhänger hatten opfern (auch nicht die Zeit und Lehre). Vielmehr wären heute durch die Hochschullehre die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, im Lobpreis heute empirisch beschriebener schöpferischer Logik/Sinnhaftigkeit eine tiefgreifende, alte Glaubensgrenzen überscheitende gemeinsame Kulturverant-wort-ung mündiger Menschen erwachsen zu lassen.

Bevor hier in Briefen an die Hochschullehrer die Vorlesungen über „Auferstehung“, „Christologie“ oder „Die Jesusgeschichten im Profil“ aufgegriffen werden, wird auf die Geschichtsvorlesung eingegangen. Denn auch sie zeigt, wie heute die Zeit reif ist, das schöpferische Wort und die davon ausgehende Bestimmung als die natürlicher Wirklichkeit (Ökologie des Menschen im Gemeinsinn) wahrzunehmen.

10.    Sophia ist nicht stumm

Ich saß beim Kaffe in der Mensa vor der Neuen Uni und las „Die Rheinpfalz“. Vorher hatte ich wissend, dass heute der Logos des die Synoptiker philosophisch interpretierenden, vertiefenden, deren Jesusgeschichten erklärenden Johannestext das Thema war, den Steckbrief: 10.000 Euro wer die Theologie zur neuen Forschung bringt (Suchanzeige nach dem historischen und heutigen Jesus Christus) im Hörsaal  ausgelegt. Auch hatte ich ein Schild gebastelt und auf einen zwischen den Bänken eingeklemmten Weidenstock aufgeplanzt, um mich als Vertreter von Philo, damit des hellenistischen Judentums vorzustellen. Das den neuen Bund bewirkte, dies als historisch gegebenes Heil „Josua“ lat. Jesus verstand und definierte und aus dem auch die Texte des Neuen Testamentes hervorgingen. Schließlich hatte (wie in anderen Kapiteln unter www.jesus-lebt-wirklich.de nachzulesen) Philo, dessen Logos durch Professor Lampe mit Blick auf Johannes angekündigt war, diesem bereits bei der Vorlesung über den historischen Jesus, damit die Theologie des Neuen Testamentes und dann Markus jede Woche als heimlicher Hörer geschrieben.

 Dabei hat ihm der Vertreter der Diasporajuden deutlich gemacht, dass die Theologie des Neuen Testamentes oder der Jesusgeschichten nichts mit seinem jungen Mann und den Halluzinationen dessen Anhänger zu tun haben, sondern alle Geschichten und Bedeutungsinhalte in der Heilswirklichkeit „Jesus“ des hellenistischen Judentums der Diaspora als historische Wirklichkeit zu erklären sind. Das sich dort begründete, wo wir heute meist von Ökologie sprechen, daraus Weisheit ableiten. „Sophia bleibt stumm“ las ich dann in unserer Tageszeitung.

Doch Sophia ist nicht stumm, weil auf dem Frankfurter Flughafen die Elektronik der derzeit menschenähnlichsten Roboterdame mit enormen Sprachfähigkeiten und Wahrnehmung der Umwelt ins Wanken gebracht wurde. Was Propheten als Wort, weiter mythenhörigen, auf Kaisergottheiten setzenden Philosophen und dann die götterfreien jüdischen, wie dann auch römische Platoniker als Weisheit aus der natürlichen Wirklichkeit ableiteten, spricht täglich zu uns. Babylon liegt hinter uns. Es ist höchste Zeit, im aufgeklärten Verstand in natürlicher Erklärung der Welt und daraus abgeleiteter Weisheit, die auf Weltkonferenzen diskutierter Vernunft erwachsen als eine tiefgreifende, kulturübergreifende Bestimmung zu verstehen. Eine Bestimmung und damit Verhaltenslehre, die sich nicht mehr aus den alten Kulttexten ableitet, auf die aber die nationalen Glaubensbücher verweisen und die Koran, wie Bibel zugrunde liegt.

11.                       Die Kirchengeschichte der Verstand des Wortes geht weiter

Die Vorlesung von Professor Christoph Strom über die in der Entwicklung, Umstände der Zeit begründete Reformation und die Folgezeit hatte nicht nur deutlich gemacht, wie es ein Wahnsinn ist, einen Wanderprediger mit zufälligem Namen Jesus als historischen Grund einer viel umfassenderen Reform nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in Zeiten antiker Aufklärung verkaufen zu wollen. Einer Zeit, bei der eine Bildung beschrieben wird, wie sie später kaum wieder erreicht wurde und der im Gegensatz zum Beginn der Neuzeit, die Vernunft heilig war. (Bei hellenistischen Juden möglicherweise bereits ein Hinweis auf Josua, „Jesus“).

So war in den Geschichtsvorlesungen klar geworden, wie die religiösen Vorstellungen einem gewaltigen ständigen Wandel in kritischer, stets denkerischer Auseinandersetzung unterworfen waren. Und wie mit der Aufklärung der Neuzeit und nach Missbrauch der christologisch-philosophischen Lehre durch die Kirche jetzt auch mit einem Dogma der antiken biblischen Schriften die schöpferische Wirklichkeit als maßgebendes Wort nicht mehr zu halten war.

Die „Revolution“ der protestantischen Theologie, für die Namen wie Karl Barth oder Rudolf Bultmann stehen und die die weitere Entwicklung, damit auch das heutige Verständnis maßgeblich prägten, stand auf dem Programm. Zu Recht „Zwischen den Zeiten“ wähnten sich die protestantischen Reformer, die in einer dialektischen, rein auf das Buch bezogenen Theologie die Gegensätze zwischen Gott und Welt überwinden wollten. Wie in den vorangegangen Vorlesungen, so wurde auch in weiterer Entwicklung der Kirchengeschichte deutlich, wie es kein Zurück gibt, sondern ein neues Verständnis, im Sinne der Alten not-wendig und gegeben ist.

Gott und seine Offenbarung in den antiken Schriften sollten nach den protestantischen Denker noch gegen die Theologie der Krise, gegen rein menschliche Erfahrung und persönlich-soziale Frömmigkeit des Pietismus oder liberale Denkweisen Friedrich Schleiermachers gestellt werden. An den Öko-Logos, wie er den Schriften zugrunde liegt, in denen die Reformer die einzige Präsenz, Offenbarung der Wirklichkeit sahen, war noch nicht zu denken.

Doch die antiken Vernunft-/Naturlehren (Logos) lösten bei hellenistischen Juden nicht traditionelle Buchstaben, alte Gesetze, Vor-schriften auf, sondern gingen über diese hinaus, erfüllte sie, bestätigte darin ihre Kult(ur)bedeutung als neue Maßgabe. Um wie hellenistische Juden in nun neuzeitlicher Natur-/Vernunftlehre die schöpferischer Wirklichkeit (Wort, Bestimmung) der Alten zu verstehen, war es für die zwar Entmythologisierung betreibenden, aber sich doch auf die Bibel verlassenden Reformer zu früh.  Wie sollte man in der Natur, die noch nicht kreativ-sinnvoll erklärt wurde, allgemein meist als böse galt, für sozialdarwinistische Kurzschlüsse und Rassenlehre missbraucht wurde oder gar in der Vernunftlehre, die gegen die Glaubensvorstellung und die Bibel sprach, die der Bibel zugrunde liegende Stimme (Wort) verstehen können.

Doch welcher große Bruch sich seither ergeben hat, ist nicht nur an der Bedeutungslosigkeit der Bibel für das heutige Leben abzulesen. Oder in der Tatsache, dass die Naturwissenschaft heute die umfassender Welterklärung gibt und Lieferant menschlicher Weisheit, rechten Lebensweise geworden ist. Der nun auch in Kult(ur) notwendige Wandel zeigt sich noch mehr, wenn sich der „Mann des Wortes“, wie Papst Franziskus auch von moderner Welt gelobt wird, nicht mehr biblisch, sondern sein „Wort“ über Gemeinsinn in gegenwärtiger ökologischer Weisheit, so auch seine Umweltenzyklika in Gegenwart begründet. Bereits sein Vorgänger Benedikt XVI., der sich in seinen drei Jesusbüchern an das biblische Wesen hielt, so wenig wie Barth und Bultmann auf einen historischen jungen Mann einging, hat dort in Wirklichkeit die in Schöpfung begründete Vernunft beschrieben. Auch wenn ihn Matthias Schulz im Spiegel dann als Zeuge eines jungen Mannes aus der Levante aufrief, weil das Oberhaupt der Kirche auch aufgrund seiner bisherigen Prägung die Konsequenz nicht ziehen konnte.

Denn als platonischer Anwalt einer in Schöpfung begründeten Vernunft hat Professor Ratzinger in intellektuellen Reden das „christliches Wesen“ als mit Verstand einsehbar und Weitdenken griechischer Philosophie bezeichnet. Doch als er dann vor dem Bundestag in Bezug auf die Stoa und jüdische Weisheit nicht in der Bibel oder einem laut heutiger Hochschullehre als Inkarnation der Vernunft umherziehenden Landstreicher, sondern in ökologischer Lehre den eigentlichen Grund allen Rechtes (damit auch rechten schöpferischen Lebens) zu bedenken gab, war eigentlich alles über das christliche Wesen, den historischen Jesus als lebendiges Wort gesagt, der Umbruch mehr als deutlich.

Barth, der vom heute als historisch gehandelten Jesus gesagt hatte, diesen Herren kenne ich nicht, stellte noch das Buch gegen individualistische Vorstellungen und Anthroprozentrierung. Der historische Jesus, wie er heute als einfacher junger Mann den Kopf bestimmt, spielte, wie bei fast allen vormaligen christlich-theologischen Denkern, kaum eine Rolle. Auch ein Fortschrittsdenken im Kult, entsprechend evolutionärer Entwicklung, wurde noch nicht bedacht. So wurde in protestantischer „Revolution“ nach Reform im Zurück auf die alten Schriften der Antike gerufen.

Und wer die ernst nimmt, nicht nur als Steinbruch zur Begründung seiner sonntäglichen Human-/Moralpredigt gebraucht oder als Märchen abtut, wie die moderne Welt, der stellt fest: Die biblischen Schriften nach moderner Exegese verweisen auf einen Verstand natürlich begründeter gegenwärtiger Weisheit, Weltvernunft als schöpferischer Stimme/Bestimmung, wie sie den Alten maßgebend war, zur Schrift wurde.

Für den Christus nach dem Römerbrief als maßgebende Größe für das menschliche Leben, mit dem Karl Barth die gesellschaftliche Krise überwinden wollte, ist die Zeit um. Doch wie in den paulinischen Briefen nicht die Halluzinationen eines Sektenverfolgers, sondern die über die Traditionsgesetze hinausgehende kosmische Vernunftwirklichkeit (heute Ökologie) die Feder führte, sagte was Recht ist, soll im folgenden Abschnitt deutlich werden.

Die sich nur in sozialen Vorstellungen der Zeit begründende Theologie, die die protestantische Revolution dem Buch nach, so den Bruch mit Gott, die Krise der Gesellschaft bewirken wollte, hat heute eine neue Basis, für die es damals noch zu früh war. Dem Untergang des Abendlandes und theologisch-beliebigen Zeitgeistes, den die protestantischen Denker aufhalten wollten, lässt sich „Gott sei Dank“ nicht mehr die Rückkehr zur Bibel oder dem Koran entgegenstellen. Doch so ist zu verstehen, was das heutige Denken prägt, wie vor wenigen Jahrzehnten noch eine protestantische Revolution dazu führte, dass das Buch als einziges Wort Gottes, nur dort der Christus nachgeblättert wird. Damit das zugrunde liegenden Wort, natürliche Bestimmung in schöpfersicher Wirklichkeit kein Gehör findet.

Doch wenn anders als bei Barth und Bultmann nicht mehr ein antiker Christus maßgebend ist, sondern ein harmloser junger Mann der Grund der biblischen Geschichten sein soll. Dann eröffnet dies den Weg zu einem neuen Verständnis, wie es am Ende der Weimarer Republik noch nicht gegeben war.  Was dort dann zu kulturellen Fehlversuchen, wie der Säkularisierung eines gem-ein-sinnigen Sozialismus führe oder zum Missbrauch völkischer der Glaubensvorstellungen. Wonach nicht allein Emanuel Hirsch für die Hoffnung auf ein „Heil“ in einem nationalsozialistischen Führer und einem biblischen „3. Reich“ oder Massenvernichtungen verantwortlich ist.

Wie „zwischen den Zeiten“ gerade die völkische Protestantismus „Deutsche Christen“ Lieferant für eine „Theologie des Nationalismus“ war und ebenso der Glaube, Hitlers Berufung auf Gottes und dessen Wille missbraucht wurde, gehörte zum weiteren Lehrstoff. Und wo in der Entgegensetzung von Evangelium und wahrem Gesetz in der „Schöpfungsordnung“ noch nicht wie heute selbstverständlich die Ökologie, auch der Gemeinsinn aller Menschen begründet wird, sondern die besondere Rasse des deutschen Volkes. Da ist auch die weitere Entwicklung zu verstehen. Ein gebranntes Kind scheut das Feuer. Auch der Kurz-schluss des Sozialdarwinismus, bei dem in der Natur allein das Recht des Stärkeren, Brutalerem bestimmend war, hat mit dazu geführt, dass es völlig absurd erschien, hier eine gemeinsame kreative Bestimmung zu sehen, wie sie heute letztlich heute nicht nur auf allen Weltklimakonferenzen vorausgesetzt wird, alle Zukunft-/Umweltaktivisten verteidigen.

Die prägende Kraft des Gotteswortes, das in kirchlicher Lehre, dann Schrift kulturbestimmend war, hat weder durch Fehlversuche nationalsozialistische Christen, noch dem Fehlversuch von säkularen Gemeinsinn des Kommunismus, als dessen christliche Gegenwehr sich die NSDAP aufspielte, an Bedeutung verloren. Doch wenn das schriftliche Wort nicht mehr ernst genommen wird, weil die aufgeklärte Welt denkt, da sei ein rebellischer Heilsprediger biblisch eingewickelt worden, der Christus dem Buch nach als eine Halluzination von Sektenanhängern beschrieben oder sonst dem rationalen Kurz-schluss zum Opfer gefallen ist. Dann wird es höchste Zeit, in neuer Weise dort zu hören, wo wie heutige Hochschullehre den Grund des Neuen Testamentes herleitet.

Fehlentwicklungen, wozu dann auch die heutige Entwicklung des grenzenlosen Konsumismus, neuen Nationalstaatlichkeit oder die Unfähigkeit zum Leben im  Öko-Logos (der im hellenistischen Judentum als Wort galt, so Jesus war), sind im Evolutionsverlauf Lernhilfen.

12.    Die in Vernunft auferstandene, statt Tradition maßgebende schöpferische Wirklichkeit im gewandelten Pharisäertum: Paulus

Sehr geehrter Herr Professor Helmut Schwier,

herzlichen Dank für die Vorlesung, die endgültig mehr als deutlich machte, dass das historische Wesen Jesus dort zu definieren ist, wo wir heute von Ökologie oder Evolution, der daraus abgeleiteten Bestimmung/Weisheit sprechen. Auch wenn Sie bereits in den Vorlesungen über die „Auferstehung“ im kulturellen Verständnis der Zeit, sowie die ganz verschiedene bewusst gewählten Auferstehungsdarstellungen in den Evangelien, in denen von hellenistisch gebildeten Juden jeweils unterschiedliche Aspekte eines neuen, aufgeklärten Verständnisses verdeutlicht wurden, mehr als klar machten: Da ist es nicht um die Verherrlichungsrede für einen jungen Mann, gar aufgrund alter Mythen von Auferstandenen Gottheiten, Visionen seiner Anhänger gegangen. Wie dies bei dem heute gelehrten historischen Jesus unterstellt werden muss. Sondern wie die Auferstehung, die auch Paulus in Rom vertrat, ein in alten Kontrastformeln dargestellter Neuverstand traditioneller Gottheiten/Bestimmung war, der von einem Verstand des bildlosen, prophetischen Wortes (Israel) handelt. Wonach sich der christliche Glaube, wie auch von Origenes definierte, auf das für wahr Halten früher naturwissenschaftlich-philosophischer oder auch kultureller Erkenntnisse bezog, die wir heute für selbstverständlich halten. Die zwar logisch erscheinen, jedoch auch heute nicht jeder selbst  nachprüfen kann, sondern glauben muss.

Auch wenn ich Ihnen den Glauben einen jungen Guru mit Namen Jesus nicht nehmen kann. Ihre Ausführungen haben mehr als klar gemacht, dass es um diesen in keinem der Auferstehungstexte ging.

Den Dank für Ihre hervorragende Darlegung der Auferstehung in der Paulusliteratur verbinde ich mit der erneuten Bitte, unabhängig von Ihrem angeblich historischen Jesus, den Grund auch der synoptischen Geschichten in neuer Weise zu bedenken. Denn in der Darstellung der sogenannten Deuteropaulinen, weil bei Epheser- und Kolosserbrief Paulusschüler als Verfasser angenommen werden, haben Sie mehr als klar gemacht, was nicht nur das historische Wesen der Paulus zugerechneten Texte, sondern auch der gesamten Jesusgeschichten, der Theologie des Neuen Testamentes war: Ein kosmischer Christus, der vor und in aller Zeit war, heute in moderner Naturlehre (Logos) meist als Ökologie nur etwas empirischer beschrieben wird. 

Ihren Hinweis „Hier werden Sie sich wiedererkennen!“, weil mein Jesusverständnis heute das Thema wäre, sehe ich als Bestätigung, auch für den historischen Jesus bzw. den wahren Grund des Christuskultes. Denn wie können Sie Ihre Studenten weiter im Glauben lassen, bei den Texten, in denen es nach Ihrer Darstellung ganz eindeutig um eine kosmische, in früher Vernunft erklärte Wirklichkeit ging, wie sie in dieser Zeit auch den Philosophen, selbst bei der Erklärung ihrer traditionellen Gottheiten das Thema war, hätten die Phantasien eines gewandelten Sektenverfolgers die Feder geführt?

Einer Jesussekte, die nach dem Tod ihres Guru Visionen hatte, können Sie den kosmischen Christus, der letztlich das verkörperte, was wir meist in Ökologie (auch des Menschen) beschreiben, so wenig in die Schuhe schieben, wie dem plötzlichen Geisteswandel eines Sektenverfolgers. Doch wie im hellenistischen Judentum ein Geistes-, Paradigmenwandel stattfand, wonach genau das, was bei den sog. Paulusschülern die kosmische Christus-Wirklichkeit war, als das den Propheten geltende Wort und neuer Tempel auferstanden war, ist bekannt. Und da dies als Heilswirklichkeit eines neuen Josua galt, die sich mit der Tempelaristokratie auseinandersetze, auch von römischer Tradition verurteilt wurde, ist klar, wer und was die verfolgte Jesussekte war. Was vom traditionshörigen Pharisäern „Saulus“ verfolgt wurde, war das neue Verständnis in Vernunftlehre (Logos). Worin von hellenistische Juden und dann den christlichen Erkenntnislehren (auch der Erkenntnis, die in Fleischwerdung der Vernunft zur Kirche führten), die neue Heilswirklichkeit „Jesus“ gesehen wurde.

Warum erklären Sie Ihren Studenten nicht, wie hinter Paulus kein vor Damaskus vom Geistesblitz getroffener Sektenverfolger steht, der jetzt einen jungen Galiläer oder seine Fiktion als neue maßgebende Größe oder gar Gottheit ausgegeben hätte? Und wenn hier aufgrund des Schreibstiles, seitenfüllender Sätze Schüler des Paulus angenommen werden, dann spricht auch hier Paulus: Ein neues jüdisches Paradigma, Verständnis des Wortes, wie Sie es im hellenistischen Judentum der Diaspora, dann den christlichen Erkenntnislehren beobachten können. Wenn der Theologe Hermann Detering nachweist, wie die Paulustexte den frühchristlichen Erkenntnislehren entspringen und daher von „Der gefälschte Paulus“ schreibt, greift das zu kurz. Es war das echt gewandelte jüdisch-pharisäische Paradigma, das sich auf die Natur-/Vernunftlehren berief, das bekanntlich bei den frühchristlichen Erkenntnislehren, wie den Kirchenväter, die dies in volksverständlicher Weise zur Welt brachten, die Feder führte.

Doch auch wenn Sie den Paradigmenwechsel von der Tradition, damit auch der Gesetzlichkeit der Thora, zu einer heute meist Ökologie genannten kosmischen Vernunftwirklichkeit nicht mit der Person (Rolle/Aufgabe) Paulus in Verbindung bringen. Wenn Sie an einem schnellsegelnden Überredungskünstler zu einer dann jedoch unerklärlichen Christologie festhalten wollen. Gleichwohl sie den Geisteswandel nicht nur in Alexandrien, sondern allen Orten der Ihren Studenten empfohlenen Übungsreise in griechische Städte beobachten können. Wie können Sie bei Paulusschülern genau die in Vernunft erklärte kosmisch-kreative Wirklichkeit beschreiben, die auch  bei Johannes, den gesamten Kirchenvätern und den mit diesen in Konkurrenz stehenden frühen Jesuslehren oder Christentümern, wie in der gesamten griechischen Philosophie galt? Dann aber weiter einen jungen Mann oder ein christologisches Phantasiegebilde des Paulus als historischen Grund des christlichen Glaubens durch die Hochschule jagen.

Auch wenn die Vorträge von Gerd Theißen und Michael Welker sicher interessant sind. Die Einladung zu „Religionskritik und Religionserneuerung? -Der Beitrag der Religionskritik zum Verständnis des Glaubens“ bringt nicht weiter, wenn Sie die Studenten im Glauben lassen, ein junger Mann und nicht die frühe Ökologie-/Vernunftlehre (Logos) in menschlicher Inkarnation sei der Grund christlichen Glaubens gewesen. Was dann im durch Nietzsche analysierten Gottestod und „aber glaube“ gemeinsam besungen, statt der offensichtliche Gemeinsinn in Kirche gefeiert wird, bringt nicht weiter. Ihrer Aufforderung „machen Sie Ihn doch wieder lebendig“ aufgrund meines Vorwurfes, dass die heutige Hypothese, die den Grund christlichen Glauben in einem bedeutungslosen Heilsprediger begründet, für den Gottestod verantwortlich sei, habe ich in den Eingangskapiteln aufgegriffen. Doch die wissenschaftlichen Voraussetzungen dafür müssen Sie schaffen.

Wer auch den Hebräerbrief als Predigt mit Begleitschreiben vorstellt, das nicht von einem in Halluzination gewandelten Sektenverfolger, sondern einem höchst kreativen, aber unbekannten Denker verfasst wurde, dessen Adressaten unbekannt sind, der kann doch nicht weiter die Hypothese eines wegen Häresie verfolgten Heilspredigers als Christus aufrecht erhalten wollen. Wenn hier ein jüdischer Hellenist von Rom aus im kosmischen Christus, damit in dem, was als Vernunftlehre galt, die heiligen Schriften Israels auslegt. Dann wissen Sie, dass dessen Grundlage in der Bildung des Diasporajudentums (Philo) zu suchen ist, das im Brockhaus unter „Allegorie“ beschrieben wird und das in Zeiten antiker Aufklärung die Tradition in Vernunft zu interpretieren suchte, Moses als frühe Philosophie und so kulturelle Synthese verstand. Mit Ihrem jungen Mann, auch wenn der gelebt hätte, hat all dies nicht das Geringste zu tun.

Was vormals zu den Väter gesprochen wurde, wurde im philosophischen Judentum in kreativer kosmischer Wirklichkeit  verstanden, die wir heute nur etwas empirischer erklären. Der Sohn, durch den der Gott der Väter die Welten gemacht hat, wurde noch in Äonenmodellen, noch nicht in naturwissenschaftlichen Vernunftlehren erklärt. Wodurch auch die Tradition aus dem Tod auferweckt, von Taubheit befreit wurde.

Wer wie Sie diese Texte in heutiger Deutung, in ihrer durchdachten Form auslegt. Der kann weder fiktives Glaubensgeschwätz zugrunde legen, wie es Paulus oft unterstellt wird, noch einen jungen Guru oder dessen Verherrlichung sowie eine apologetische Aufwertung für antike Bildungsbürger. Wie es dann beim heute für historisch gehaltenen jungen Mann die letzte Notdürftigkeit ist, die hinten herauskommen kann. Hier können auch nicht einfach alte Mythen abgepinselt worden sein, wie der kritische Kurz-schluss oft unterstellt, sondern muss es einen konkreten Grund gegeben haben, den wir heute kennen.

Wo pagane und jüdisches Gedankengut aufgegriffen wurde, um ein Vorbildverhalten in einem Heilsbringer „Jesus“ zu beschreiben, hatten die Verfasser ihren Grund in philosophischer Vernunftlehre und Weisheit, frühem Öko-logos des Menschen.

Besser wie Sie kann man kaum erklären, wie die Verfasser der verschiedenen Texte das kreative Ganze im Blick hatten, hier das den Propheten maßgebende Wort (schöpferische Wirklichkeit, Bestimmung) verstanden, damit keine Phantasiegeschichten waren.

Wenn auch in den Schülerbriefen Paulus als Offenbarungsträger durch einen eindeutig „kosmischen Christus“ ergänzt wurde, gegen andere sich ebenso kosmisch begründete Irrlehren geschrieben wurde, was war dann der Grund des christlichen Glaubens?

Ersparen Sie mir die vorgestellten Texte aufzugreifen. Mit jedem Satz, mit dem Sie diese interpretierten, machten Sie mehr als deutlich, was Thema des neuen Testamentes, damit der historische Jesus war. Wer den neuen Tugendkatalog begründete, der Torheit der Tradition die neue Weisung gegenüberstellte ist auch klar, im philosophischen Judentum oder den frühchristlichen Erkenntnislehren nachzulesen. Oder ist das alles doch aus dem Mund eines auf geheimnisvolle Weise besonders bibelschlauen Handwerksburschen gekommen, wie es nach ihrer Vorlesung bei heutiger Hypothese Ihr Kollege Jens Wolff als „Medienbruch“ vorstellen musste?

Als ich Ihnen sagte, dass ich auf Ihren Schreck eine Schorle brauche, damit ich die „Christologie“ überstehe, antworteten Sie „Da brauchen Sie einen Schnaps“. Doch auch der hätte nichts genutzt. Aber es ist nicht die Schuld von Herrn Wolff, wenn der dann den Studenten und der zu Besuch anwesenden Schulklasse den von ihm genannten „Medienbruch“ nicht in historischer Wirklichkeit, sondern in Wahnsinn erklären muss. Nachdem nun ein arbeitsscheuer Guru aus Galiläa (nach Herrn Lampe die zweibeinige Inkarnation) plötzlich all das gewesen sein soll, was damals in Vernunft, ähnlich wie bei uns als Öko-logos und Weltvernunft erklärt wurde. Und was dann für aufgeklärten Juden Wort, weltgültig maßgebende prophetisch-bildfreie Kult(ur)bestimmung war. Wie sonst als Wahnsinn sollte ich das bezeichnen, was bei Ihrem jungen Mann unterstell werden muss? Dies wäre so, wie wenn Sie als gebildeter Mensch die gesamte in Naturwissen und kultureller begründete Weisheit (wozu auf die notwendige Verehrung eines gemeinsamen natürlichen Sinnes gehörte) über den Haufen werfen würden. Dann im „Medienbruch“ einen Guru der Heidelberger Hauptstrasse als Ökologie in Person und damit als einzig auf den Grund/Sinn allen Seins verweisend erklären würden.

Auch wenn uns klar ist, dass der antike Monismus noch keine Ökologie im heutigen Sinne war, die Vernunftlehren (Logos) allen Werdens noch keine Evolutionslehre waren. Sie wissen, dass dort, wo von hellenistischen Juden vom Logos, damit dem Christus nicht nur der Paulusschüler gesprochen wurde, die antiken Natur-/Vernunftlehren die Feder führten. Dies auch bei der Erklärung der alten Gottheiten, wie der Notwendigkeit menschlichen Kultes, der in früher Religionswissenschaft bedacht wurde. Was dann zur Verehrung der Vernunft in kult(ur)gerechter, volksverständlicher Ausdrucksweise führte.

Beim Schnaps wäre ich möglicherweise ans Pult gesprungen und hätte gerufen: „Vergessen Sie nicht nur die Sache mit den sieben Tagen, sondern alles, was Sie in der Schule über das natürliche Werden in Evolution gelernt haben, werfen Sie die Vernunft/Sinnhaftigkeit, in der die Urknallmodelle, wie die Unendlichkeit der Galaxien berechnet werden, in den Mülleimer, ebenso die in Ökologie begründete Weisheit. Ich bin jetzt die einzige Erklärung, die maßgebende Wirklichkeit!“ Denn genau das muss Herr Wolff den Studenten als „Medienbruch“ beibringen, wenn Sie weiter ihren jungen Mann an den Anfang stellen. Müsste man dies nicht allein wegen der Gefahr, dass demnächst die Studentinnen charismatische junge Männer als maßgebend für ihr Leben anbeten, schnellstens verbieten?

Wie können Sie über das Haupt aller Schöpfung sprechen, den Schöpfungsmittler, der logischerweise bei Johannes auch der einzige Grund der Erklärung/Offenbarung der alten Vegetationsgottheiten, wie des unsagbaren, bildfreien hebräischen Grundes/Sinnes allen Seins (JHWH) war. Dann aber die Studenten weiter im Glauben lassen, der Grund des Christuskultes wäre ein junger Guru gewesen?

Oder wollen Sie ernsthaft behaupten, die sog. Paulusschüler hätten die Halluzinationen ihres Meisters ausgebaut oder gar den Guru der verfolgten Sekte als Grund, Herrschaft (Vernunftwirklichkeit) von Himmel und Erde ausgegeben, als Triumpf über die kosmischen Gewalten gefeiert?

Da sie aber die geistige Gabe kennen, mit der wir Menschen uns gegen kosmische Gewalten wappnen können (auch wenn wir uns rein naturalistisch meist nicht an die natürliche oder ökologische Vernunft halten) wissen Sie auch, wer der wahre „Schöpfungsmittler“ des Neuen Testamentes war. Wer dann mit der Zeit gegen den Kaisertriumpf und die menschlichen Gottheiten eingetauscht wurde, so menschliche Gestalt annehmen, Fleisch werden musste, um zum in der Kirche zum Volkskult zu werden, war kein Hirngespinst des persönlichen Glauben. Es ging die in Natur begründete Vernunft der Philosophen, die diese weiter Kaiser- und Mysteriengottheiten hörig, damit ähnlich wie sich auf das als Gesetze der Beschnittenen berufenden Pharisäer, vergeblich predigten.

Wie können Sie über die Weisheitstradition reden, die sich wie der Platonismus in natürlicher schöpferischer Wirklichkeit begründete, eine innere Ordnung der Welt beschreiben, die auch maßgebend für die politische Struktur, das Sozialverhalten, der Fülle des gesamten Lebens gesehen wurde. Dabei dann auch noch auf die Analogie mit Philo von Alexandrien, damit dem philosophischen Judentum hinweisen. Dann aber den Sohn, der in frühchristlicher Erkenntnis noch nicht in Ökologie, sondern Äonenmodellen beschrieben wurde und der die Welt mit ihrem Grund/Sinn, wie die Kulturen versöhnte, in Ihrem jungen Mann begründen?

Sie wissen, wie bei Philo die in Natur-/Vernunftlehren (Logos) begründete Weisheit im Kopf der Menschen, die heutige Konsumenten oder Wähler mehr als dringend bräuchten, der wahre Kaiser sein sollte. Wenn wir die heutige Disharmonie wieder beenden wollen, müssen Sie daher die theologiewissenschaftlichen Voraussetzungen schaffen. Wenn Sie weiter auf ihrem Guru als historischen Grund des Christuskultes rumreiten, für den Sie nicht ein einziges historisches-wissenschaftliches Argument mehr haben, verbaut das den Verstand dessen, was nicht nur in den vorgestellten Texten das Thema war.

Wer dann darüber spricht, dass Europa eine Seele (einen psychischen Grund in Kult-ur-wirklichkeit) braucht, der macht die Aufgabe einer aufgeklärten Auferstehungsvorlesung deutlich. Die Friedenpredigt, der Ruf nach Nächstenliebe oder ökologischer Verantwortung ist für die Katz, wenn Sie Ihre Studenten im Glauben lassen, Ihr junger Mann wäre am Anfang das lebendige Wort gewesen. Den sie jedoch selbst im größten Wahn nicht weiter den vorgestellten Briefen und damit auch nicht den übrigen christlichen Texten unterstellen können.

Sie können doch nicht Satz für Satz klar machen, dass die urchristliche Verantwortung, die Auferstehung, der neue Mensch, das Anziehen des Neuen und Ausziehen des Alten in dem begründet lag, was wir heute als Ökologie, auch des Menschen beschreiben. Dabei Ihre Studenten weiter im Glauben an einen junge Guru lassen. Wenn Sie dann als Universitätsprediger weiter singend (Musik wird gebracht, bewegt, die Frage ist wohin) am Ufer von Babylon sitzen und in der Kirche nur heiße Luft verbreiten, selbst wenn Sie die Schöpfung loben und Ökologie und Gemeinsinn predigen, wundert das nicht.

Wer die Paulusliteratur wie Sie ernst nimmt, nicht einfach als christologisches Geschwafel abtut, sondern mit den Jesusgeschichten vergleicht, der kann nicht weiter einen Handwerksburschen als historisch hinstellen, der wegen Häresie am Kreuz landet. Während die Paulusliteratur, die vom gleichen Wesen wie die Synoptiker handelt, ein komisches Wesen beschreibt, das das Kreuz kultureller Vorbilder/menschlicher Vorstellungen auf sich nahm.

Ja: „Schöpfung: glauben - loben – handeln“. Ihre „Predigten und Reflexionen zu Natur und Schöpfung“ habe ich bestellt. Doch wie sollen die Universitätspredigten ernst genommen werden? Wenn da nur ihre wunderheilender Wanderprediger war, der in Halluzinationen als kosmische Wirklichkeit verkauft, so Kraft und Stärke allen Lebens wurde, bleibt alles Humbug und persönliche Predigt. Ohne ein aufgeklärtes Verständnis hilft es auch nichts, wenn Sie nun in der Kirche die natürliche Schöpfung feiern, evolutionsbegründete Humanität oder ökologische Weisheit predigen und von Christus reden.

Wenn die Ekklesiologie über die Kosmologie gestellt wurde, dann ist das zu verstehen. Doch der Lobpreis der Auferstehung galt eindeutig keinem gehängten Guru oder eine Halluzination, sondern dem auf dem aufgeklärten Verstand in kosmischer, als schöpferischer Wirklichkeit, der in der Kirche kulturgerecht (als wahrer Gottessohn fleischgeworden) zu vermitteln war.

Wenn nicht von vergeistigter Entweltlichung, sondern Leben nach schöpferischer Gerechtigkeit, himmlischer Ordnung gerufen oder dieses erhofft wurde. Dann ging es nicht um Halluzinationen, die ein Sektenverfolger und seine Schüler hatten, sondern das, was wir heute als Leben in Ökologie und Gemeinsinn begründen, als über philosophische Reden hinausgehende tiefgreifende prophetisch-bildfreie Kult(ur)bestimmung aufverstanden wurde.

Was nützt es über das Blau eines Taufbildes in der Peterskirche zu reden oder den kosmischen Christus Salvador Dalis? Wenn Sie dann ihre Studenten im Glauben lassen, am Anfang wäre ein hochgelobter Heilsprediger gewesen, statt die historische und damit damals maßgebende und offenbarende kosmische Wirklichkeit zu bedenken, bleibt nur Wahn ohne Sinn.

13.  Heilswirklichkeit ging von der konkreten Person (kirchlichen Ausdrucksweise) aus

Sehr geehrter Herr Doktor Jens Wolff,

die personale Bedeutung von Christus, die menschliche, kulturvernünftig und damit kreative Ausdrucksweise der in Natur begründeten Weisheit, die damit keineswegs ein Scheinwesen war, ist uns klar. Doch wie können Sie weiter Schülern und Studenten darstellen, dass die Schatten, die dieses Bild wirft, damit ein junger Guru, für hellenistisch gebildete Juden im Medienbruch der eigentliche Grund des Alles gewesen sei. Oder dass ein junger Guru in Zeiten, die die alten Gottheiten, wie deren Verehrung in Vernunft erklärte, ein junger Mann einzig auf den jetzt Griechen und Juden gleichermaßen geltenden Sinn allen Seins (JHWH)  verwies, die maßgebende Lebenswirklichkeit, Grund rechten Lebens gewesen wäre?

Wer glauben soll, dass ein Handwerker für hellenistische Juden, die den geistigen Wandel, die Synthese der Kulturen denkerisch bewirkten, der neue gemeinsame Grund gewesen, damit menschlich-schöpferische Bestimmung (Wort) gewesen sei, dem hilft der von Herrn Schwier empfohlene Schnaps auch nicht mehr.

Sie erwähnten Karl Barth „Ich kenne diesen Herren nicht.“ Doch damit ist heute nicht mehr zu kommen. Ich habe die Fides Historica, nach der heute den jungen Studenten kein Christus, sondern ein gutherziger Guru im Kopf sitzt, nicht geschaffen, bin aber dafür dankbar. Denn dies zwingt zum „new quest“. Das jedoch weit mehr ist, als die psychologischen Hintergründe zu untersuchen, die zu Wahnvorstellungen von einem Wanderprediger als einem jungen Gott führten.

Wenn doch die Präsenz Gottes, des schöpferischen Grundes/Sinnes, der für die Väter galt, in früher Ökologie-/Evolution begründet war und wir wissen, wie nur eine personale Ausdrucksweise im Erbe der Vor-bilder kulturelle Wirklichkeit, damit Heilswirklichkeit entfaltete. Ist es dann nicht wahnsinnig, gegen alle Vernunft, weiter auf ein zweibeiniges Wesen zu bestehen, nur weil dies derzeit der Stoff aller Forschung und Lehren ist, es aber nicht ein einziges wissenschaftlich-historisches Argument für einen jungen Guru mehr gibt?

Gerade wenn Sie die christologischen Aussagen bei den Jesusgeschichten der Synoptiker zusammenfassen, machen Sie mehr als klar, dass es auch dort nicht um den unterstellten Guru ging. Wie ein junger Mann weder die Präsenz des gemeinsamen Sinnes/Grund sein kann, sondern im philosophischen Judentum in Vernunft die Präsenz der Vätergottheiten bedacht wurde. Was nicht mehr verborgen war, war das, was die antike Aufklärung in Vernunftlehren (Logos) erkannte und von hellenistischen Juden in Christus als lebendige Weisheit in menschlicher Person (Rolle/Aufgabe) zum Ausdruck gebracht wurde.

Sie wissen auch, dass die Bergpredigt nicht aus dem Mund eins besonders bibelschlauen Handwerksburschen kam, als was der historische Jesus von Christoph Markschieß der Welt vermittelt wird, noch nur ein Nachplappern weiter Göttermysterien und menschlicher Gottheiten treuer Philosophielehren war. Wer auf den Willen des unsagbaren Sinnes/Grundes allen Seins der Propheten verweist, in „Medienszenen“ in Gleichnissen sprach, steht damit außer jedem Zweifel: Die Gott genannte Quelle alle Lebens, der Grund/Sinn, der alles aus sich hervorbringt, ist auch heute nur in schöpferischer Wirklichkeit zeitgemäßer Vernunftlehren, durch den Verweis der Bibel, jedoch nicht mehr nach alter Nationalgesetzlichkeit präsent.

Die wahre Thora, das erneuerte Judentum war eindeutig dort, wo in jüdischer Diaspora dann auch Vernunft und Weisheit mit Josua, lat. Jesus identifiziert, schöpferisch gegeben Heil gesehen wurde, so der historische Jesus lebendig war. Denn kein junger Mann, der das alles nicht war und wollte und in dem dann die schöpferische Wirklichkeit nach heutiger Lehr-Hypothese inkarniert war oder apologetisch wurde, stand in Konkurrenz zur Thora. Wer das jetzt im Kosmos verstandene lebendige Gesetz, das ganze Herzen (seelisch-psychische Sein) erfassen sollte, gegen die nationalgesetzliche Thora für Beschnittene stand, die sich nach Ihren Worten zu weit von der Lebenswirklichkeit entfernt hatte, wissen Sie auch.

„Wehe Euch Ihr Schriftgelehrten“, wie in Matthäus die Blindenführer bezeichnet werden, wollte ich eigentlich über diesen Text stellen. Denn da war kein lebenslustiger, nach den Worten von Gerd Theißen trinkfreudiger Galiläer, der jetzt auch mit Fremden Mahl hielt und so als Vorbild dienen soll. Wer die Differenzen von profanem Hellenismus und jüdischer Kultur auflöste, auch die Ritusversessenheit, die überzogenen Reinheitsgebote, zum Selbstzweck gewordene Glaubensvorschriften aufhob, erklärte wie der Sabbat für Menschen gemacht ist und daher nicht abhalten könnte Leben zu retten, war das aufgeklärte Judentum. Wenn sich das sich dabei bekanntlich auf Josua berief, ist eindeutig klar, wer der Grund der Texte und des christlichen Glaubens war.

Gerade die Überwindung von Freund-Feind-Denken wird heute in einem ausführlichen Denkprozess des hellenistischen Diasproa-Judentums beschrieben. Eine kulturelle Synthese fällt nicht in einem jungen Mann oder Halluzinationen nach dessen Tod vom Himmel. Die lässt sich nur in der Erkenntnis einer gemeinsamen kulturellen Schöpfungswirklichkeit/Bestimmung erklären, wie sie in einer vielfältig (wirtschaftlich, ökologisch abhängig, kommunikativ , wie kulturell) global gewordenen Welt wieder mehr denn je gebraucht wird. Wer zur Zeitenwende mit Vollmacht redete, nicht wie die Schriftgelehrten, war die in Schöpfung/Natur begründete Vernunft in menschlicher Person, der inkarnierte Logos, den Professor Lampe als Thema der Jesusgeschichten verdeutlichte. Um seinen jungen Mann, der die Inkarnation gewesen wäre und der den Studenten vor Augen steht, ist es an keiner Stelle der Geschichte und Geschichten gegangen.

Wird der Dämonen-Austreiber, als den Sie Ihren jungen Mann wie einen altbayrischen Exorzisten erklären müssen, der sich an jungen Mädchen vergreift, nicht mehr als gebraucht?

Wenn heute die kirchliche Lehre nicht mehr als ein bedeutungsloser Schein ist, dem der Barwert fehlt, dann können Sie das nicht mehr durch Ihren jungen Mann retten. Vielmehr verhinder dieser, dass Sie Ihren Studenten darlegen können, wie am Anfang kein Wahnsinn, sondern schöpferische Wirklichkeit stand. Oder halten Sie die Ökologie sowie sonstige Vernunft-/Naturlehren (Logos) für weniger bedeutend und maßgebend für das menschliche Leben als Ihren jungen Mann und diesem aufgesetzte Glaubenshalluzinationen?

Selbst die anwesenden Schüler des Gymnasiums, die Phantasiewesen gewohnt sind, in Rollenspielen Namen vergeben, von Protektionisten oder Personen reden, die etwas verkörpern, könnten begreifen, um was es in christlicher Lehre geht, ohne dass Sie einen jungen Mann unterstellen müssen. Niemand schaltet den Fernseher ab, nur weil er weiß, dass der das Gute verkörpernde Batman oder Meister Yoda Fatasiegestalten sind, die etwas vermitteln und für die sich Menschen weit mehr begeistern, als für Prinzipien. In der modernen Kommunikation werden ständig Botschaften in bekannten Gesichtern, Geschichten und Bildern vermittelt. Kommunikationswissenschaftler, wie Neurologen machen klar, warum. (Auch wenn Sie das in keinem Marketingfachbuch finden, habe im  Azubiunterricht  das Bild der Hirnhälften gebraucht, um die Funktionen der einzelnen Marketingbausteine in der Kommunikation darzustellen. Wie von Unternehmensdarstellung bis Kundengespräch die für die Entscheidungen  maßgebende Seite emotional,   bildhaft angesprochen werden muss, verbale Vernunftargumente nicht reichen. Die teuer bezahlten Unternehmenstrainer haben Ihren großen Beifall den guten Geschichten zu verdanken, in die sie ihre Weisheit packen. Übrigens Weisheiten, die sie aus dem ableiten, was wir als Evolution bezeichnen und damit m.E. dem „lieben Gott“ aufs Maul schauen.)

Und wenn Sie auf den Spuren heutiger Evolutionsbiologen den Schülern vermitteln, wie gerade im Kult die Vorbilder bewahrt werden müssen, werden die Schüler auch das begreifen. Sie werden dann als Christen weiter von Jesus singen oder sich als Moslems auf Mohammed berufen, der das Wort auf prophetische Weise, nicht als Weisheit lehrender Gottessohn zur Welt brachte, ohne dass am Anfang junge Männer stehen müssen.

Aber hören Sie um Himmels willen auf,  an der Hochschule des 3. Jahrtausend einen jungen Mann, der für etwas hingerichtet wurde, was er nicht war und wollte, weiter als Messias und im Medienbruch als Grund des christlichen Kultes, damit nicht nur Lebensmaß, sondern das (damals in Vernunft beschriebene) Leben selbst hochzuhalten!

14.  Johannes erklärt endgültig, wie der frühe Öko-logos der Jesus der Geschichte(n) war

Sehr geehrter Herr Professor Peter Lampe,

besser, als Sie in der Vorlesung „Jesusgeschichten im Profil“ jetzt bei Johannes angekommen , deutlich machten, wie es in der Geschichte, wie den biblischen Geschichten um den Logos des hellenistische-philosophischen Judentums, damit die im griechischen Monismus geltende frühe Ökologie ging, kann man es kaum machen.

Danke gerade für die hervorragende Darlegung des Johannestextes. Wo die theologiegeschichtliche Wissenschaft von einer johannäische Schule ausgeht, die ihren Ursprung im griechisch-philosophischen Denken hat und eine Art Volksplatonismus beschreibt, der nicht weiter als Gnosis jenseits des historischen Jesus abgetan werden kann. Wie es bei Ihrer Hypothese vom herrlich gewordenen Heilsprediger, der als Inkarnation des Logos beschrieben wurde, eigentlich unumgänglich wäre. Denn wenn jetzt der inkarnierte (in menschlicher Person durch die Kirche ausgedrückte) Öko-Logos aufgeklärter Griechen nach Johannes als philosophische Erklärung für die synoptischen Jesusgeschichten gilt. Dann muss  ich mich nicht  wie von Ihnen behauptet „auf den Kopf“ stellen. Vielmehr stellen Sie ihre Vorlesung, damit das heutige Wissen auf den Kopf, wenn Sie sich weigern, auch nur einen Moment über etwas anderes als Ihren jungen Mann als historische Wirklichkeit hinter dem Grund des christlichen Glaubens nachzudenken.

Sicher greift es zu kurz, das Christentum allein als eine Kultform des Platonismus, in Johannes nur Platonismus fürs Volk sehen zu wollen. Doch wenn Sie den Jesus des Johannes zu Recht als Inkarnation des philosophischen Logos vorstellen und im hellenistischen Judentum durch den Mittelplatonismus der prophetische Monotheismus in weltgültiger Weise begründet wurde. Wäre es dann nicht Ihre Aufgabe, die Begründung des Christentums und seiner  Texte, in frühwissenschaftlichen Vernunft-/Naturlehren zu erklären. Damit wie in den Eingangskapiteln beschrieben, den Weg frei zu machen, um nicht nur Christus in aufgeklärter Weise zu verstehen, sondern so die Wirklichkeit des den von den Vätern in personaler Weise verehrte Sinnes/Grundes allen Seins (JHWH) in neuer Weise dort zu erklären, wo heute die Welt, alles Werden nur auf wissenschaftlichere Weise erklärt wird?

Sie wissen, dass sich keine der „Ich bin..“, „Ich aber sage Euch…“, so wenig wie die möglicherweise später eingeschobene Aussage, dass die Welt die Bücher nicht fassen würde, um alle Wirklichkeit Jesus zu beschreiben, in Halluzinationen erklären lässt, die Sie bei Ihrem jungen Mann als Auferstehung, damit als Christologie beschreiben müssen. Auch wenn Sie daher Ihren jungen Mann als historischen Jesus und gleichzeitig  als Inkarnation dessen vorstellen, was die Philosophie im Logosbegriff zum Ausdruck brachte. So ist der Grund des Johannestextes kein herrlich gemachter Handwerksbursche, sondern ging es um frühwissenschaftliche, sicher noch spekulative Weltmodelle.

Mit Ihrer Antwort auf meine Argumentation, dass der gebildete Hellenist Markus unmöglich über einen  jungen Mann als Heilswesen schreiben würde: „Die Amerikaner haben ja auch einen Trottel zum Präsidenten gemacht“ (was allerdings mit Blick auf die politischen Umstände zwar für die Welt und ihre Zukunft falsch, aber in den Augen der Amerikaner logisch war) ist die Logos-Christologie des Johannes nicht zu erklären.

Auch wie das alles sich nur in dem begründen lässt, was wir über den neuen, jetzt weltgültigen Verstand des Wortes (schöpferischer Wirklichkeit und Bestimmung) in früher Ökologie wissen, ist ihnen klar. Und damit auch, wie dies weit mehr war, als eine philosophische Lehre, bei der zwar die eine schöpferische Wirklichkeit definiert wurde, aber nicht dieses Wort als gemeinsame Kult(ur)bestimmung verstanden, sondern weiterhin die Göttermysterien oder Gottkaiser Grund der Verehrung waren.

Aber was soll das? Sie erklären doch selbst, wie bei Johannes der Öko-Logos griechischer Philosophie im jüdischen Sinne als Heilswesen beschrieben wurde und was damit der eigentliche historische Grund war. Und wie hier eine griechische Philosophenschule als Lieblingsjünger erklärte, um was es damit in den gesamten Jesusgeschichten, auch beim Gottessohn der römischen Großkirche (Petrus) ging.

Auch wenn Sie die von Ihnen bei Johannes vorausgesetzte Auferstehung, die sie im Ihrem Buch „Die Wirklichkeit als Bild“ als Halluzination von Sektenanhängern nach dem Tod ihres Gurus beschreiben, als eine Möglichkeit definierten. Wenn Sie Ihre Studenten im Glauben lassen, selbst Johannes wäre es um einen jungen Mann gegangen. Wenn nicht die in früher philosophischer Wissenschaft bedachte schöpferische Wirklichkeit in Kultur und Kosmos in den Blick genommen wird, bleibt das Christentum nur der Wahnsinn von Groupies und späteren Literaten. Alle notdürftigen Erklärung, die bei einem jungen Mann als Grund des Christentums herhalten müssen, sind jedoch mit dem fleischgewordenen Logos der philosophisch schreibenden Juden-Griechen mit absoluter Sicherheit nicht zu machen.

Vielmehr beweisen Sie selbst ständig und nun bei Johannes endgültig, wie der Logos des Philo (damit die in früher Naturwissenschaft verstandene schöpferische Wirklichkeit/Kulturbestimmung: Wort) in den Geschichten Fleisch werden musste, um Geschichte zu machen.

Wer mein Fleisch ist und mein Blut trinkt, der wird ewig leben. Ja, wir leben von „Fleisch“ + „Blut“ Christi. Mit in Ökologie begründeten Weisheits-/ Vernunftlehren allein, die noch nicht mal einen Bezug zu den kult(ur)bedeutenden Vorbildern haben, damit die im täglichen Leben entscheidende Emotionen der Menschen nicht ansprechen können, ist es nicht getan.

Ich bin mir sicher, dass die Zukunft unserer Enkel maßgeblich von unserem Kulturbewusstsein abhängt. Ihre Aufgabe wäre es, die wissenschaftlichen Voraussetzungen schaffen, damit Ihre Studenten im Gegensatz zum damaligen Volk, das nach ihren Worten die Bildrede als Solches verstand, den Grund der Schattenbilder des Fleisches erkennen.

Sie wissen, wie der jüdische Weltenrichter, der Menschensohn, der Messias, der wahre Kyrios im Stamme Davids von hellenistischen Juden in Synthese mit den hellenistischen Vegetationsverehrungs-Gottheiten dort verstanden wurde, wo die frühe Wissenschaft die Welt, alles Werden erklärte. Wie die hier begründete, kulturbedeutende Weisheit im Kopf der Menschen dem für die kosmische Friedens-Ordnung stehende Kaiser entgegengestellt  wurde, was Johannes als Jesus, damit zurecht als Heil beschreibt. Sie wissen, wie all das, was nicht nur Johannes beschreibt, sondern in den Jesusgeschichten, der Auseinandersetzung mit den traditionellen Autoritäten, den Missverständnissen und der Verurteilung auf dem Weg vom Heidenland (Galiläa) nach Jerusalem von ihnen als Theologiegeschichten beschrieben wird, in der Jesus (Josua) definierten Heilswirklichkeit des hellenistischen Judentums begründet ist.

Auch wie philosophisch-theologische Inhalte (wie das Konzept einer Demokratie der Weisheit, statt Gottkaisertum), im hellenistischen Judentum in Liebesgeschichten eines Josefs vermittel wurde.

Bitte verstehen Sie dies nicht als Angriff, sondern als Aufforderung zur wissenschaftlichen Arbeit, die über mein Vermögen hinausgeht: Erklären Sie Ihren Studenten den Grund christlichen Glaubens dort, wo in der antiken Wissenschaft und damit heute die Welt erklärt wird, statt sie im Glauben an einen Guru zu lassen, dessen aramäische Sprache von Johannes falsch verstanden wurde?

Auch wenn der Johannestext erklärt, dass das Fleisch zu nichts nütze ist, weil alles als philosophisch-theologische Wirklichkeit zu verstehen sei, so ist und war die Fleischwerdung nicht unnütz, sondern kreative Wirklichkeit in Kulturgeschichte. Ohne die Sie heute möglicherweise über Mithras, Zeus, statt über den jüdischen Jesus referieren müssten. Doch so wenig wie Isis, Mithras und Zeus, die von hellenistischen Juden, deren Kulturgestalt und Verehrung in antiker Bildung in Vernunft erklärt wurden, junge Männer waren. So wenig kann ist es bei der jüdischen johannäischen Fleischwerdung des in Vernunft gesehenen Heils in Folge des (als frühe Philosophie gesehenen) Moses, damit Josua (Jesus), um Ihren historischen jungen Mann gegangen.

Wie können Sie der Kirchenlehre, den gesamten frühchristlichen Bewegungen, den mit der Kirche konkurrierenden Christentümern, dann nicht nur bei Johannes die philosophische Vernunftlehre (Logos der Philosophie) und Weisheit beschreiben, die auch bei Markus als Heilswesen auf dem Weg nach Jerusalem bebildert ist. Womit jedoch mehr als deutlich ist, dass es keiner einzigen Stelle der Bibel um Ihren jungen Mann ging. Dann aber die Studenten im Glauben lassen, ein handauflegender Guru wäre selbst von den philosophischen Griechen der Johannesschule nur philosophisch im Sinne Philo eingewickelt oder gar als die ihnen heilige Vernunft gesehen worden? Und das im Wissen, wie im historischen Heil des helleistischen Judentums all das bewirkt wurde, was biblisch in Bildern beschrieben wird.

Wenn Sie doch beschreiben…

…wie die im hellenistischen Judentum frühe Ökologielehre als Offenbarer und Offenbarung identisch war,

…der offenbarende Logos die sichtbare Seite der unsichtbare Transzendenz des Sinnes/Grundes allen Seins war, der zum weltgültigen prophetischer Bestimmung führte, was Jesus war.

…die Erkenntnis des Vater nur durch den Sohn, keine Theologie abseits der Logos-, damit in Natur-/Vernunftlehre begründeten Christologie möglich war.

…auch die Erkenntnis des noch nicht in Ökologie, sondern Äonenmodellen beschriebenen Sohnes  als Heilswirklichkeit des Vaters, damit der Vätergottheiten gesehen wurde.

…so von oben gegebene, innweltliche Maßgabe, Anknüpfung war, die in Bildung zu verstehen, vom Volk zu glauben war.

…dieser Öko-Logos der philosophischen Johannes-Christen das Verhältnis von Vater und Sohn auch bei den übrigen Jesusgeschichten definierte.

…es beim Logos des Johannes um den des hellenistischen Judentums geht, wo all das denkerisch bewirkt wurde, was in den Geschichten in Verurteilung durch die alten Autoritäten im aufgreifen von so erfüllten Vorbildern beschrieben ist.

…sich Schöpfung, Offenbarung des Vater, Erlösung damit historisch dort nachweisen lassen, wo im aufgeklärten Verstand des hellenistischen Judentum eine friedliche kulturelle Synthese bewirkt, dabei das Heil „Josua“, lat. gesehen wurde.

Dann hören Sie doch bitte auf, den Studenten im  Glauben an einen selbst bei Johannes völlig unerklärlich hochgeschaukelten Guru den Verstand schöpferischer Wirklichkeit und gegenwärtiger Bestimmung zu verbauen.

Wenn es nach Johannes, wie m.E. nachvollziehbar zutrifft, dass einzig der Öko-Logos auf den in Kultur zu verehrenden Gott genannten Grund/Sinn allen Seins verweist. Wundert es Sie da, dass nach dem Verfall der kirchlichen Lehre und der Bedeutungslosigkeit des Buch-Christus, die aufgeklärte Welt den Gottestod für eine beschlossene Sache hält?

Drei Mal dürfen Sie raten, wer in meinen Augen die historisch-wissenschaftlichen Voraussetzungen schaffen kann und muss, damit aufgeklärte Menschen den in der Kirche auch „Quelle des Lebens“ oder „Grund, der alles aus sich hervorbringt“ genannten Grund/Sinn allen Seins wieder feiern und so in alte Glaubensgrenzen überschreitendender mündiger Verant-wort-ung leben.

Als ich Klaus Berger vor vielen Jahren zu Weihnachten eine Flasche besonderen Trinkessigs eines kreativen Winzerfreundes schickte und bat, aus Heidelberg ein Zentrum neuer Geisteswissenschaft zu machen, war die Zeit noch nicht reif. Für ihn war der Christus noch gesetzt. Vom Logos wollte er nichts wissen, empfahl mir die Bibel zu lesen. Doch wenn Sie dort den Öko-logos von Philo beschreiben, aufgrund Ihrer Deutung der Bibeltexte für einen jungen Mann nicht ein einziges Argument mehr nennen können, bitte ich Sie erneut, den Grund des christlichen Kultes in Vernunft zu bedenken.

Mit großer Hochachtung vor Ihrer Arbeit

Gerhard Mentzel

 

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