Auferstehung Jesus

Ökologische Vernunft als christliches kult(ur)bestimmendes Wort, damit im Kopf mündiger Menschen maßgebende, die Kulturen in Friede versöhnende Weisheit

Eine Aufforderung zum aufgeklärten Verständnis des Christuskultes: Weiterdenken antiker Vernunft-/Naturlehre (Logos) im hellenistischen Diaspora-Judentum antiker Hochzivilisation der Zeitenwende im prophetischen Sinne. Aus dem nicht nur die Texte des Neuen Testamentes hervorgingen. Das in früher Ökologie/Evolution (vernünftig gelehrter Sinnhaftigkeit: Logos), die bisher bei Griechen in mysteriösen Göttergestalten verehrte, bei Juden dem Gesetz nach maßgebende schöpferische Wirklichkeit (prophetische Bestimmung: Wort/Weisheit im Sinne JHWH) und so im „neuen Bund“ das im Namen Josua, lat. Jesus gegebene Heil verstand: Auferstehung Jesus Christus historisch war.

Sehr geehrter Herr Professor Peter Lampe,

Sehr geehrter Herr Professor Helmut Schwier,

Sehr geehrter Herr Doktor Jens Wolff,

meinen aufrichtigen Dank für die Erkenntnisse aufgrund Ihrer Vorlesungen im Sommersemester 2018 verbinde ich mit der wiederholten Bitte: Die biblische Auferstehung, wie das Wesen der in der Antike Logos genannten und als Wort (schöpferische Wirklichkeit, Bestimmung) verstandenen, als Christus erkannten kosmischen Größe in aufgeklärter Weise zu hinterfragen. So dann die Entstehung des Christentums auf ganz natürliche Weise, in Vernunft/Sinnhaftigkeit kreativer Wirklichkeit zu begründen. Damit die schöpferische Wirklichkeit (das den Propheten maßgebende Wort) wieder in einer kreativen Wirklichkeit verständlich und kult(ur)bestimmend werden zu lassen, die für uns heute naturwissenschaftlich offensichtlich und sinnvoll ist.  Es ist Ihre Aufgabe, in kultureller Evolution den notwendigen Heilsprozess weiterzuführen, der im hellenistischen Judentum das gegebene Heil Josua, lat. „Jesus“ war und in allen Geschichten sowie theologischen Texten von Ihnen auf hervorragende Weise dargelegt wurde.

Nur Sie können die wissenschaftlich-theologischen Voraussetzungen schaffen, damit mündige Menschen sich nicht nur  für den natürlich-sinnvollen Lebensfluss (Logos) begeistern, eine in natürlicher Schöpfung begründeten Weisheit, Weltvernunft, ganzheitlich-nachhaltige und gemeinsinnige Lebensweise als „Ökologie des Menschen“ gegenseitig predigen, sondern diese im Sinne der Vorbilder wieder aufgeklärt kult(ur)bestimmend wird. Weil in Aufklärung der Grund christlicher Kultur in dem verstanden wird, was nicht mehr als Logos, sondern als Öko-logie sowie Evolution auch der Kultur erklärt, in aller Wissenschaft von Makro- wie Mikrokosmos letztlich vorausgesetzt und verdeutlicht wird.

Wer wie Sie das Neue Testament weder im alten Sinne wörtlich nimmt, als Rede eines Gottmenschen versteht, noch als fromme Predigt oder Märchenbuch zur Manipulation der Masse sieht, sondern „Die Jesusgeschichten im Profil“, „Auferstehung“ und „Christologie“ in ihrer hochtheologischen Bedeutung und Herkunft aus hellenistischer Bildung auf wissenschaftliche Weise erklärt, der macht mehr als klar: Um einen im Geist seiner Anhänger als Gottespräsenz, damit neuen Grund allen Seins (JHWH), für das Leben stehenden und maßgebenden Guru, der in Halluzinationen seiner Anhänger als Kyrios, das fleischgewordene Wort oder die in Schöpfung begründete Weisheit erwacht war, kann es völlig unmöglich gegangen sein. Ihre wissenschaftliche Darlegung der von hochgebildeten Hellenisten verfassten, ganz bewusst literarisch ausgestalteten Texte einer neuen prophetischen Theologie und deren Geschichte, zwingen in neuer Weise nach deren Grund zu fragen.

In der Verherrlichung eines nach dem Wandel vom Mythos zum Logos nun statt hellenistischer Göttermysterien und jüdischer Gesetzlichkeit für Beschnittene  maßgebenden jungen Mannes, zu dem der historische Jesus geworden ist, kann der gewaltige Medienbruch, ein nun auf universale Weise für alle Welt geltender völlig neuer Bund nicht weiter erklärt werden.  Dass die Personifizierung/Fleischwerdung des Wortes (der Bestimmung gebenden, in natürlicher Wirklichkeit begründeten Weisheit), dessen kulturgerechte Ausdrucksweise kein Scheinwesen war, ist klar. Wie dies die Voraussetzung war, um Weisheit und gem-ein-sinnige Verant-wort-ung  zur Welt zu bringen und den kulturellen Wandel zu ermöglichen, lässt sich nachvollziehen. Auch wie damit die menschgewordene Ausdrucksweise schöpferischer Wirklichkeit und Bestimmung kein doketistisch zu vernachlässigendes Scheinwesen war und bleibt, wurde von Ihnen gar in Bezug auf die heutige Erkenntnisse der Neurologie, Psychologie oder Kommunikation in Kultur erklärt.

Doch ersparen Sie mir Ihre einzelnen Aussagen oder auch biblischen Texte erneut aufgreifen zu müssen. Nach denen Sie ganz eindeutig zeigen, wie die heute offensichtliche, sinnmachende schöpferische Wirklichkeit (zeitgemäßer Logos) und kein wanderpredigender Handwerksbursche das Thema auch der über die Thora hinausgehenden neuen Verhaltenslehren war. Wenn Sie Ihre Aussagen über die Herkunft, wie die Bedeutungsaussagen der von einem in Schöpfung begründeten und so maßgebenden Christus handelnden biblischen Texte auch nur halbwegs ernst nehmen. Dann können Sie den Ihnen ans Herz gewachsenen jungen Mann dort bewahren. Doch Grund der Christologie und so Thema der Theologie des Neuen Testamentes war nach Ihren Worten eine schöpferische Wirklichkeit, Größe. Und die war kein junger Guru, sondern das, was wir heute naturwissenschaftlich nur etwas empirischer beschreiben und in bekannter, kulturgerechter Gestalt auf kreative Weise zum Ausdruck gebracht wurde.

Wie Sie zeigten, ging es bei den ganz verschiedenen Auferstehungsschilderungen und -formeln nicht um einen Wanderprediger, dem alte Auferstehungsmythen auf wundersame Weise apologetisch angedichtet wurden, um ihn herrlich erscheinen zu lassen. Die Auferstehung war und bleibt die absolute Voraussetzung, die Grundlage des Neuen Testamentes und Glaubens. Doch wenn sich heute „Auferstehung“ allein in der Frage des neben mir sitzenden Studenten (künftigen Pfarrers) am Abschluss der Einführungsvorlesung über den historischen Jesus ausdrückte: „Warum hat Petrus (der jedoch jetzt von Ihnen zu Recht als Bilder für die Großkirche dargelegt wurde) aus seinem Freund Jesus all das gemacht, was dieser nicht war und wollte?“ Was aber die in der Vorlesung vorgestellte Theologie des Neuen Testamentes ausmacht. Dann erweist sich das heutige Auferstehungsverständnis als Aberglaube, dessen Zeit „Gott sei Dank“ um ist. Wie sollten auch die Halluzinationen, die Anhänger eines heilspredigenden Handwerksburschen nach dessen Tod hatten oder dann apologetische Ausschmückungen bei gebildeten Hellenisten zu einer Kulturbestimmung, in Zeiten antiker Aufklärung zu einem weltgültigen prophetischen Kult geführt haben?

Warum weigern Sie sich, die von Ihnen so hervorragend geschilderten Auferstehungsgeschichten oder Auferstehungsformeln, die einen neuen Gottesverstand, eine Gottespräsenz und damit einen neuen Himmel und eine neue Erde, neues Verständnis der schöpferischen Wirklichkeit und eine neue menschliche Bestimmung ausmachen, wo dies wie Sie wissen historische Wirklichkeit war? Wo bei diesem neuen Sein und Verhalten  vom gegebenen Heil, der Hoffnung auf eine goldene Zeit (gelobtes Land: Leben in Vernunft und kulturellem Friede) im Sinne Josua, lat. Jesus geschrieben wurde. Es geht mir bei der Bitte um ein aufgeklärtes Verständnis daher nicht um das Abstreiten des historischen Jesus, sondern das genaue Gegenteil.

Wenn etwas Vergessenes, Abgetanes, Überholtes, tot Geglaubtes plötzlich wieder in neuer Weise Gültigkeit hat, wird nicht nur in scherzhafter Weise von „Auferstehung“ gesprochen.

Warum erklären Sie nur die verschiedenen Auferstehungsgeschichten oder -formeln und wie so ein neue Gottespräsenz war und lassen dann die Studenten im Glauben an Halluzinationen, die antike Groupies nach dem Tod eines jungen Guru hatten? Was dann angeblich durch hochgebildete Literaten wie den Lukasverfasser apologetisch ausgeschmückt worden sein soll, um einen heilspredigenden Handwerksburschen für andere Bildungsbürger schmackhaft zu machen. Absurd.

Warum lassen Sie in der gesamten Auferstehungsvorlesung das historische Auferstehungsereignis, an das in dieser Form niemand glaubt, im Dunkel?

Warum bleiben auch bei „Christologie“ nur Visionen von Anhänger eines Heilspredigers, der nach quantentechnischen Wundern möglicherweise gar lebendig wieder auftauchgetaucht wäre oder doch nur im Geist seiner Anhänger als Christus weiterlebte? Wenn Sie doch wissen und beschreiben, wie es in den Texten beim Christus, dem Auferstandenen, um eine kosmische Größe, Wirklichkeit ging. Wie damit die fleischgewordene Ausdrucksweise dessen das Thema war, was die Philosophen in ihren Vernunftlehren (Logos) auch als sinnmachend beschrieben, im hellenistischen Judentum als bestimmendes Wort verstanden wurde, liegt da die tatsächliche Auferstehung nicht auf der Hand?

Warum erklären Sie Ihren Studenten die Auferstehung nicht in ihrer historischen Wirklichkeit, wie sie Ihnen vom hellenistischen Judentum, in dem diese Texte entstanden, bekannt ist und so das Heil „Jesus“ lebendig war?

-Wie nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in allen Kulturen ein neues Bedenken bisher in Kultur staatstragend verehrter oder im Judentum auch verhaltensbestimmender Vorbilder und Geschichten nach taub gewordener Gesetzlichkeit alter Weisung/Thora war.

-Wie so auch bei Juden, ob in Qumran (damit auch rund um Jerusalem) und noch mehr in hellenistisch-philosophischer Diaspora, nach neuem Bund in kosmischer Wirklichkeit/Weisheit gesucht wurde, der antik aufgeklärter Zeit gerecht war.

-Wie die bei Beschnittenen dem Gesetz der Tradition nach maßgebende Bestimmung oft ebenso  zum Selbstzweck geworden war, wie der taube Tempelritus, dies den Herausforderungen antiker Aufklärung und des kulturellen Wandels, neuer Zeit nicht mehr gerecht und in Vernunft erneuert wurde.

-Wie in vernünftig/sinnhaft erklärter Natur, kreativer kosmischer Wirklichkeit früher Ökologie (antiken Monismus) das den als frühen Philosophen gesehenen Propheten (Moses) maßgebende Wort und so auch JHWH auf(geklärt)verstanden wurde.

-Wie damit in einem neuen Exodus der am Anfang des Wandels von Mythos zum Logos in den alten Hochkulturen erwachsene, bisher nur Beschnittenen geltende prophetische Bund, auf die Beine der Weltvernunft gestellt wurde.

-Wie das kulturübergreifende Verständnis der Vätergottheiten im Einklang mit prophetischer Bestimmung der Thora die Voraussetzung des christlichen Glaubens  war. Weil dies weit mehr als das philosophisch-abstrakte Gottesverständnis von einem Grund allen Seins einen neuen zeitgemäßen universalen Volkskult bewirken konnte. Was mit das Alte Testament ablehnenden Markionismus oder den intellektuellen frühchristlichen Erkenntnisbewegungen nicht erreicht worden wäre. Und warum daher auch das der Übersetzung in Griechisch vorausgegangene allegorische Verständnis der Thora zum Auferstehungsprozess gehört. Ebenso wie die jahrhundertelange Auslegungsarbeit der Kirchenväter, die die Brücke zwischen zeitgemäßen Natur-/Vernunftlehren und jüdischer Bibel bauten.

-Wie so in Auferstehung die Versöhnung der Kulturen erreicht wurde, der die Glaubenstraditionen, insbesondere auch der gesetzestreuen Juden und ihren Schriftgelehrten entgegenstanden.     

-Wie sich so ein Verhalten in Vernunft begründete, das wie bei Paulus oder in der Bergpredigt beschrieben, über das den Alten gegebene Gesetz hinausging. Was aber weit mehr war, als die philosophische Predigt der weiter die Göttermysterien verehrenden Philosophen oder gesetzeshöriger Pharisäer.

-Wie nicht nur die bisher die Vegetation und auch kulturelle Kreativität zu deren Verehrung verkörpernden Mysteriengottheiten wie Isis, Mithras & Co. in Diskussion, sondern aufer-standen: In aufgeklärter Weise Wesen wie Grund der Verehrung der für die Vegetation und kulturelle Kreativität stehenden Gottheiten erkannt und diese im prophetischen Sinne auf neue Beine gestellt wurden, so in Jesus als dem wahren einen Gottessohn aufgingen. (Unter www.jesus-lebt-wirklich.de wird eine Antwort auf das Buch „Brüder Christi“ gegeben, in dem Hermann Detering fragt, ob die Auferstehung Jesus der Auferstehung der Götter nachgestellt wurde, wie derzeit die Kritik unterstellt oder die Auferstehung Jesus vorausging.)

-Wie in einem umfassend beschriebenen denkerischen Aufklärungsprozess des philosophischen Judentums die Kulturen versöhnt wurden, jüdisches Gesetz, philosophische Erkenntnis und hellenistischer Kult nicht mehr in Konfrontation standen, sondern in Weisheit auf einen Nenner gebracht wurden.

-Wie sich so nicht nur die Auferstehung, der neue, weltgültige prophetische Bund und die jungfräuliche Geburt (in schöpferischer Wirklichkeit bezeugte Wort, das das Heil „Jesus“ ausmacht) sondern alle Jesusgeschichten im hellenistischen Judentum sowie den vielfältigen anfänglichen Bewegungen historisch nachvollziehen lassen.

-Wie die Diskussionen Jesus mit der Tempelaristokratie, den Schriftgelehrten und Pharisäern, ebenso wie alten Göttermysterien keine Märchen sind, die einem bibelschlauen Handwerksgesellen angedichtet wurden, sondern die Auseinandersetzung bebildern, die der neuen Verstand des aufgeklärten Judentums sowie dann konvertierter Römer, damit der neue Josua, lat. Jesus mit der Traditionslehre hatte. Ebenso wie die Missverständnisse bei den Jüngern (in eigenen Reihen), die nach Ihren Wortes auch auf die frühe Kirche verweisen. Was sich damit auch in deren Diskussion um den Logos (die in Vernunft begründete schöpferisch Wirklichkeit) beobachten lässt. Wo die Stellung des christlichen Wesens zu den Vätergottheiten oder die rechte Vermittlung/Ausdrucksweise in Kultur über viele Jahrhunderte hochphilosophisch heiß diskutiert wurde.

-Wie auch die biblischen Hoheitstitel nicht Halluzinationen entsprungen sind, durch die ein junger Guru ausgeschmückt wurde. Vielmehr im historisch nachvollziehbar gegebenen neuen Heil „Jesus“ das gesehen wurde, was Sie als „Menschensohn“ aus dem Alten Testament ableiten, der wahre eine „Gottesssohn aus dem Stamme Davids“ war und so die in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit im Kopf christlicher Menschen, der künftige „Kyrios“ sein sollte. (Was auch heute wieder heilsam, mehr als not-wendig wäre.)

-Wie so die den Propheten maßgebende, bisher nur Beschnittenen geltende kulturelle Bestimmung (Wort) in kreativer kosmischer Wirklichkeit dort wahrgenommen wurde, wo die frühe Naturwissenschaft den heute Evolution genannten Geschichtsverlauf/Lebensfluss auf antik-öko-logische Weise erklärte?

-Wie ausgehend vom hellenistischen Judentum die verschiedenen christlichen Erkenntnislehren, bei denen die zur Kirche gewordene Erkenntnis nicht ausgegrenzt werden darf, den ihren Vätern geltenden Sinn/Grund allen Seins (JHWH) in Vernunft verstanden, christliche Mission begründenden.

-Wie es Wahnsinn wäre, bei den sich in den Augen der Väter der Volkskirche zu Unrecht auf Erkenntnis (Gnosis) berufenden frühchristlichen Bewegungen oder mit der Kirche in Konkurrenz stehende, sich auf den gleichen Jesus Christus berufende Weltchristentum, wie dem Manichäismus, eine philosophische Vernunftbegründung in kosmischer Wirklichkeit zu beschreiben, die so auch östlichen Kulturen gerecht wurde, diese integrierte. Gleichzeitig in jedem zweiten Satz deutlich zu machen, wie sich im Neuen Testament ebenso platonisches Gedankengut findet, die Verfasser der Texte, wie die kirchlichen Herausgeber hochgebildete philosophische Theologen waren. Dann jedoch der Erkenntnis philosophischer kirchlicher Denker, die durch ihre volksverständliche kult(ur)gerechte, der westlichen Welt gerechte Vermittlung, „fleischgewordene“ Ausdrucksweise die Voraussetzung für den neuen Staatskult, die Kirche und Ausbreitung des Christuskultes ermöglichten. Und sich nach Ihren Worten dabei auf den Logos des Philo von Alexandrien beriefen fortsetzte (Diasproa-Judentum, das nicht nur sämtliche Denkweisen damaliger Wissenschaft, des Mittelplatonismus, sondern persische und östliche Philosophie aufnahm). Dann aber sämtlichen kirchlichen Vordenkern und weiteren philosophisch-kirchlichen Denkern, die apologetische Ausschmückung eines wanderpredigenden Handwerksgesellen zu unterstellen.

-Wie bereits das gesamte philosophisch-theologische Denken der Zeitenwende als ein Erkenntnis-/Auferstehungsprozess zu sehen ist, bei dem das Wesen der mysteriös verehrten Gottheiten in Zeus/Jupiter „mono-theistisch“ zusammengefasst wurde, so auch Namenstausch bei den Gottheiten Tagesordnung war oder neue Mischformen wie „Serapis“ entstanden. Den Kaiser Domitian mit dem christlichen Wesen gleichsetzte, als den verehrten Christus sah. Und der auch nicht zufällig dem Jesus mit der Dornenkrone am Kreuz gleicht. Weil das in Vernunft verstandene Wort an der Achse der Zeiten das Kreuz der kulturellen Vorbilder tragen musste.

-Wie daher die Auferstehung nicht in Halluzinationen zu erklären ist, die Anhänger eines Heilspredigers hatten und ihren Guru egal aus welchen Gründen als Herrlichkeit, Heilswesen sahen, sondern aufgeklärtem Verstand.

-Wie das so in evolutionärer Entwicklung gegebene Heil „Jesus“ in seiner kulturgerechten Ausdrucksweise durch Mutter Kirche im Schoß neuen Staatskultes und im Erbe der Vorbilder, die Voraussetzung für den notwendigen kulturellen Wandel, die Abkehr von tauber Gesetzlichkeit, überholten Kaisergottheiten, Orakelglaube und Mysterienkult war und eine gem-ein-sinnige Lebensweise bewirkte.

-Wie es ohne den aufgeklärten Verstand der alten Gottheiten, wie des Alten Testamentes und damit der Wahrnehmung schöpferischer Bestimmung in Vernunft/Gegenwart (Auferstehung) weder Christentum, noch Islam oder Judentum in seiner heutigen Form gäbe.

-Wie noch christliche Kalife, denen der gleiche Logos heilig war, wie der Kirche, und deren Denker das Wort in einem Propheten sprechen ließen, statt wie die als messianisch anerkannte Mutter Kirche als ein am Kreuz sterbender und auferstandener Gottessohn zur Welt zu bringen, Hoffnung auf ein gelobtes Land hatten: Leben in Vernunft und kulturellen Friede.

-Wie so über die kirchliche Lehre/Vermittlung, nach Missbrauch philosophischer Lehre die auf die antike Schriften zurückgreifende Reform, dann die Aufklärung und so das heute gegebene aufgeklärte Verständnis der fortzusetzende Heilsweg zu erkennen ist, der im Christentum „Jesus“ heißt. Ein Auferstehungsprozess, der so den alten Bildern erst wieder die notwendige Bedeutung gibt und mit den Gaben aufgeklärten Wissens fortzusetzen ist.

Wenn die den Ägyptern, Babyloniern, Hebräern, Hellenisten, wie Kelten oder Indianern heilige Größe heute als ökologisch maßgebend für das menschliche Leben und Recht weltweit anerkannt ist. Wenn hier nicht nur die Päpste das Recht (Benedikt XVI. vor dem Bundestag als Kenner der Kirchengeschichte, des christlichen Wesens) sowie das ökologisch rechte Verhalten (Franziskus in Umweltenzyklika und Predigten als „Mann des Wortes“), sondern ebenso die protestantischen Pfarrer den gepredigten Gemeinsinn und die rechte Lebensweise im Öko-Logos begründen. Dann können Sie diesen bei Ihrer Ausbildung doch nicht weiter vermitteln, in antiker Hochzivilisation und Aufklärung sei ein Handwerksbursche für die hellenistische Bildung, die den beschriebenen kulturellen Auferstehungsprozess bewirkte, jetzt plötzlich die schöpferisch maßgebende Wirklichkeit (lebendiges Wort) gewesen.

Sie können doch nicht ständig christlich vom A – O bewirkenden Pantokrator reden, wie er in Vernunftlehren (Logos) im hellenistischen Judentum lebendig war und damit nicht nur Thema der Johannesgeschichte oder auch der Johannesapokalypse, sondern aller Text ist und auferweckt war. Dann die Studenten im Glauben lassen, hier hätten hochphilosophische Verfasser, die ganz bewusst diese Sprachform wählten, nur Glaubens-Halluzinationen auf unterschiedliche Weise ausgeschmückt.

Warum reden sie ständig von etwa völlig Neuem, vom Auferstandenen und suchen Jesus bei den Toten, lehren einen jungen Heilsprediger, der hellenistischen Bildungsbürgern auf apologetische Weise als Wort und Heil schmackhaft gemacht worden wäre?

Sie haben die historische Wurzel- damit Radikalkritik, die nicht nur die Buchstäblichkeit der biblischen Geschichten, sondern den historischen Jesus verneinte, längst überholt. Ebenso wie die halbaufgeklärte Denkweise, die Christus für ein Glaubenskonstrukt hält und weitgehend abgeschrieben hat. Doch es ist nicht allein aufgrund Ihrer Vorlesungen historisch-wissenschaftlich nicht mehr haltbar, Christus als Glaubenskonstrukt der Aufklärung opfern zu wollen und einen heute dann notwendigerweise auf einen harmlosen Handwerksburschen reduzierten jungen Mann mit Namen Jesus als historisches christliches Wesen annehmen zu müssen. Auch wenn in dieser Zeit viele junge Männer mit Namen Jesus oder Heilsprediger, Weisheitslehrer unterwegs waren. In den von Ihnen dargelegten Texten und Lehren als Grund des weltgültigen Judentums, Christusglaubens ist es um keinen von denen gegangen. Noch weniger dort, wo nach Ihren Worten von der Inkarnation der philosophisch erkannten Sinnhaftigkeit/Vernunft allen Werdens als offenbares Wort, damit einem Weisheit verkündenden, wanderpredigenden Zimmermann geschrieben wurde.

Ein besonders bibelschlauen Handwerksburschen kommt dort, wo nach Ihren Ausführungen von einem hoheitlichen Heilswesen in kosmischer Wirklichkeit berichtet wird, an keiner Stelle vor. Vielmehr wird eine neue kosmisch-kreative  Größe und deren Geschichte und Heilsbedeutung „Jesus“ in kulturgerechter Weise beschrieben. Aber auch den philosophisch gebildeten Verfassern, wie den ebenso philosophischen Herausgebern der Texte, denen die Vernunft heilig war, kann es nicht um den historisch angenommenen Handwerksburschen gegangen sein. Wie es völlig unmöglich ist, all diesen hochgebildeten Denkern die Verherrlichung eines jungen Galiläers zu unterstellen, muss ich Ihnen nicht ständig belegen.

Wenn bis zur Aufklärung „Der Heiland der Heiden“, der Christus noch die bestimmende Größe war, was in den alten Kunstwerken oder Liedern deutlich wird und auch Thema dann der modernen Kunstwerke selbst bei Salvadore Dali ist. Dann war das damals so richtig. Doch wenn der Christus, den Karl Barth, wie Rudolf Bultmann, selbst völlig vergeblich dann Klaus Berger noch vor wenigen Jahren in Heidelberg der Schrift nach festhalten wollten, heute jedoch bei einem jungen Besserwisser nur noch als Heiligenschein einer Halluzination von Halbstarken nach dem Tod ihres Gurus zu denken ist. Dann wird durch Ihre Ausführungen mehr als deutlich: Um diesen besonders bibelschlauen Handwerksburschen, wie er heute als historisch gilt, ist es weder in der Auferstehung, der Christologie, noch den Jesusgeschichten gegangen. Die  Hypothese, dass ein Heilsprediger oder Weisheitslehrer als das lebendige Wort (maßgebende Schöpfungswirklichkeit und damit Bestimmung) hingestellt wurde oder nur ein fiktiver Christus in die Welt gesetzt wurde, ist wissenschaftlich-historisch völlig unhaltbar geworden.

Sie können doch beispielsweise nicht klar machen, wie die gesamten Geschichten oder noch deutlicher ein philosophischer Text in bewusst apokalyptischer oder sonstiger Sprache die kosmische Wirklichkeit als Christus, offenbares lebendiges Wort und somit das Heil beschreiben. Und dann, wenn vom Lamm Gottes gesprochen wird so tun, wie wenn da doch nur ein wegen seiner Rebellion leidender Guru gewesen wäre. Und das im Wissen, wer sich mit seinem neuen Verstand des nun in Vernunft begründeten, damit Juden, wie Griechen gültigen Wortes (bestimmender schöpferischer Wirklichkeit) und neuen kosmischen Tempels, gegen die Tempelaristokratie, wie gegen römische Autorität stellte und von dieser verurteilt wurde.

Den Weg zu einer Weisheit im Kopf mündiger Menschen fortzusetzen, die keine Tempel aus Stein, keiner priesterlichen Vermittlung oder altersstarrer Traditionsgesetzlichkeit mehr bedarf, liegt in Ihrer Hand. Denn dass es dabei nicht um einen jungen Mann, sondern die in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit ging, ist Ihnen klar. Wo durch hellenistische Bildung (keiner geht mehr von wörtlicher Rede eines Gurus aus) in Umkehrformeln, Bekenntnissen von einer neuen, ewigen Gottesprädestation gesprochen wurde, neues Ostern war, sollten Sie sich ebenso ansprechen lassen, wie durch die Parabel von der Frau, die den zerbrochenen leeren Krug trug.

Wie der Sand, die in der Parabel „Reich Gottes“ genannte schöpferischer Wirklichkeit/Bestimmung, erneut  wieder im Laufe der Zeit zerronnen ist, wurde in der Geschichtsvorlesung bei Professor Christoph Strom mehr als deutlich. Doch auch durch das Weiterdenken naturwissenschaftlicher Erkenntnis ist jetzt Zeit zum aufgeklärten Verständnis. Beispielsweise, weil auch die nationalsozialistischen „Deutschen Christen“ maßgebende natürliche „Schöpfungsordnung“ heute so nicht mehr für eine völkisch-arische Rassenlehre zu missbrauchen ist. Vielmehr als  „Ökologie“, sinnvolle Evolution erklärt wird und so weltweit eine für alle Völker maßgebende „Ökologie des Menschen“ begründet wird. Die Natur nicht mehr sozialdarwinistisch zu deuten ist oder als Bösartig gilt, wie noch vor wenigen Jahrzehnten, sondern alles in kreativer Sinnhaftigkeit erklärt wird.

Warum erklären Sie Ihren Studenten nicht, was mehr als deutlich wird, wenn Sie ständig von einem seit Beginn der Schöpfung, der Arche, des Anfangs wirksamen/sichtbaren Christuswesen sprechen und Sie letztlich selbst sagen: Wie in den Geschichten der fleischgewordenen Logos der antiken Philosophie handelt. Damit die als Schöpfungswirklichkeit verstandene und das menschliche Leben bestimmende (Wort) antike Ökologie/Evolution das Thema war, das in einem jungen Juden zur Welt gebracht wurde, hier aufgeklärter Verstand (Auferstehung) in Geschichte vorausging. Wo damit dort, wo der Tod besiegt wurde, nicht der genannte Zimmermann war, nach dessen Tod seine Anhänger Halluzinationen hatten, sondern die in Re-ligion immer wieder neu zu verstehende Vernunft/Sinnhaftigkeit, die heute in ökologischer Architektur der Welt sichtbar ist, in menschlicher Weise zur Sprache gebracht wurde.

Ist es nicht völliger Wahnsinn, in Christologie nach dem Selbstverständnis oder gar dem Angstschweiß eines jungen Mann zu fragen, der auf dem Land lebte und nur zu Ostern nach Jerusalem ging, ob der den Tod gesucht oder diesen bei seinem letzten Essen mit Freuden vorausgesehen hatte? Wenn vom „Christus“ ausgegangen, vom Auferstandenen geschrieben wurde, heute ständig eine neue Präsentation der Vätergotten genannt wird, kommt kein Guru vor, der sich opferte. Wo von neuem Sein gesprochen wird, ist es völlig unhaltbar, um den heißen Brei eines bibelschlauen Besserwissers zu reden, sondern muss der aufgeklärte Verstand der in Vernunft begründeten schöpferischen Wirklichkeit und ihre kreative Ausdrucksweise in Religion, damit Kult(ur)bildern bedacht werden.

Es ist nicht der Glaube an die Auferstehung eines jungen Häretikers, an die eh keiner normal denkender Mensch mehr glaubt, sondern der aufgeklärte Verstand, der die absolute Voraussetzung des „christlichen“ Glaubens war und bleibt. Wie kann man in jedem Satz vom Christus und damit einer in kosmischer Wirklichkeit begründenden Realität reden und dann weiter die Studenten im Glauben an einen geheimnisvoll im Geist seiner Anhänger wiedererweckten Guru lassen, der das Leben und so das wahre Lebensmodell gewesen sein soll? Solange der Christus dem Buch nach die über den Tod der Vernunft im europäischen Mittelalter hinaus maßgebende kulturelle Größe, Grund von Gemeinsinn und Verantwortung war, war das gut. Doch bereits seit David Friedrich Strauss in Heidelberg lehrte, kritische Fragen stellte, den Christus für Humbug hielt, ist die Zeit angebrochen, dort jetzt einen neuen Verstand auf den Weg zu bringen.

Sie können doch nicht deutlich machen, wie die heute selbstverständliche Bildrede erst im 19. Jahrhundert bewusst wurde. Und wie dieses allegorische Verständnis von Homer oder des Alten Testamentes bereits am Anfang des Christuskultes, beispielsweise bei Philo von Alexandrien war. Der Ihnen bei allen über den historischen Jesus, damit die Theologie des Neuen Testamentes oder Markus schrieb (www.jesus-lebt-wirklich.de, vernunftglaube.wordpress.com) , wie all dies im hellenistischen Judentum der Diaspora nachzublättern ist. Dessen Logos Sie nun selbst nicht nur in den Johannestexten als christliches Wesen klar machen. Was selbstverständliche Praxis der Zeit war, um philosophisch-theologische Sachverhalte kulturgerecht zu vermitteln. Wie können Sie daher vermitteln, ein junger Guru und Halluzinationen, die dessen Anhänger hatten oder der für Bildungsbürger allegorisch angereichert wurde, wären die fleischgeworden Weltvernunft gewesen?

Wie können Sie ständig die Narratio der neutestamentlichen Texte betonen, die in Gleichnissen ihre Zeit  mit ewigen Wahrheiten symbolhaft anspricht, sich in Metaphern als Sprachereignissen antiker Welt ausdrückte und weiter Ihre Studenten im Glauben lassen, dass es in diesen Vernunftreden um einen harmlosen gutherzigen jungen Mann ging?

Wenn das Gottesreich, damit die schöpferische Wirklichkeit/Bestimmung in einem in Ägypten  verfassten koptischen Text hellenistischer Juden mit eine Frau verglichen wird, die einen zerbrochenen Krug über lange Zeit trug, in dem das Mehl verronnen ist und die sich weigert, das zur Kenntnis zu nehmen. Dann hat hier kein siebenschlauer Zimmermann gesprochen, noch ist es hier um eine diesem in den Mund gelegte apologetische Verherrlichungsrede für Bildungsbürger gegangen. Vielmehr war es die Weisheit der Zeit, die im taub gewordenen Judentum den mit neuem Krug kultureller Bestimmung mit neuem Leben füllen musste und auch in den anderen Gleichnissen gesprochen hat. Selbst die in den Gleichnissen begründete ethische Rede, ist in philosophischer Vernunft/natürlicher Schöpfungswirklichkeit begründet und nicht aus dem Mund eines herrlich gemachten galiläischen Landstreichers gekommen. Auch eine apologetische Verherrlichungsrede, wie Sie dies bei Ihrem jungen Mann unterstellen müssen, kommt hier nicht in Frage.

Es geht in den Gleichnissen um bleibende natürliche Wahrheiten, die wie beim leeren Krug oft den ewigen Wandel im Kult(ur)verständnis zum Thema haben. Was vom hellenistischen Judentum bereits bei der Witwe (der kulturellen Ausdrucksform) des Alten Testamentes als leer gesehen wurde. Und was so nicht nur die heutigen Pfarrer ansprechen soll, sondern weit mehr noch die Professoren, die diese ausbilden. Ja, die bestimmende schöpferische Wirklichkeit, mit der der Krug kultureller Ausdrucksweise (der Frau) immer wieder neu gefüllt werden muss, zeigt sich ganz anders als erwartet. Doch das Mehl fällt uns nicht im Schlaf zu. Ihre Aufgabe wäre es, die wissenschaftlichen Voraussetzungen für einen aufgeklärten Verstand schöpferischer Bestimmung zu schaffen. Solange die Studenten denken, da wäre ein junger Heilsprediger in den Himmel gehoben worden, gleichwohl Sie wissen, wer im hellenistischen Judentum der Retter war, den Gottesverstand der Väter auf neue Beine stellte, wird ein leerer Krug als Heil „Jesus“ hingestellt, statt ihn mit den Gaben aufgeklärten Wissens zu füllen.

Was durch all Ihre Ausführungen über die Texte bestätigt wurde, war mir allein aufgrund der kulturellen Entwicklung,

-der Herkunft der in kosmologischer Theologie der verschiedenen Hochkulturen (nicht allen Ägypten: Maat als personifiziertes Naturmodell/-prinzip oder persischer Philosophie: Zarathustra) erwachsenen,

-himmelsbeobachtenden, Schöpfung in Schrift (Gesetz/Thora) oder für Leben und Kult maßgebender Kalender fassenden Hebräer und ihrer menschliche Gottheiten verfluchenden Propheten,

-ebenso der Geschwisterkulturen Christi (allein sich auf kosmologische Zeichen-/Zahlenmystik begründende Kabbala oder Vegetationsverherrlichungen in Göttergestalten),

-dem kulturellen Kontext hellenistischer Hochzivilisation, der die in Natur/Schöpfung begründete Vernunft heilig war,

-wie sich alle in philosophischen Vernunftlehren begründeten, in heißer Diskussion stehenden frühchristlichen Erkenntnislehren, zu denen auch

-sämtlichen neuplatonischen kirchlichen Vordenker gehören (die vom Logos ausgingen),

-wie auch die frühchristlichen Kaisern (weder dem kosmosfrommen, diesen bisher verkörpernden Konstantin, noch dem wieder zur Tradition zurück wollenden Julian oder folgenden Kaisern kann ein junger Mann als Christus unterstell werden)

-oder christologischer Kulturdiskussion um das Wesen der Vernunft (Logos) klar:

Das christliche Wesen war kein Wanderprediger, sondern was die Antike Logos nannte, uns als Ökologie maßgebend ist und in zeit- und kulturgerechter Ausdrucksweise zur Kulturbestimmung wurde.

Ein aufgeklärtes Verständnis dessen, was dann auch von heutigen Naturalisten zu feiern, aus wissenschaftlich-einsichtigen, vernünftigen Gründen im Sinner verschiedener Vor-bilder gemeinsam zu verehren ist, wäre daher ganz einfach:

Christus: Die Natur/der Kosmos. Konkret, die mit Verstand einsehbare Sinnhaftigkeit aller in Vernunft erklärten natürlichen kosmische Ordnung und kreativen Dynamik des Ganzen (Ökologie) und des gesamten natürlichen Lebensflusses (Evolution). Damit die schöpferische Wirklichkeit (Wort), die einzig auf die Gottheiten der Väter verweist, den unsagbaren Grund/Sinn allen Seins (JHWH) offenbart, für die schöpferische Bestimmung, das rechte Verhalten maßgebend ist.

Jesus: Das gegeben Heil, um das Wort (die unser Leben bestimmende schöpferische Wirklichkeit) zu verstehen und danach zu leben. Wie es in den alten Hochkultur in Göttergestalten, gottesbildfrei bei den Hebräern im Namen Moses gegeben war. Dann im hellenistischen Judentum, wie bei Griechen in einem Gottessohn aus dem Stamme Davids die Kulturen und Zeiten versöhnend auf weltgültige, vernünftige Beine gestellt wurde, Hoffnung auf ein Leben in Vernunft und kulturellen Friede begründete.

Wer wie Sie deutlich macht, dass es auch nicht an einer einzigen Stelle des Neuen Testamentes um einen jungen Mann, sondern ein in kosmischer Wirklichkeit als Christus geltendes Heilswesen ging. Der betreibt nicht nur Wissensverweigerung, durch die nicht allein das Christentum als überholter und damit zu Recht gefährlicher Schwachsinn erscheint, wenn er seine Studenten im Glauben an einen als Christus hochgejubelten jungen Guru lässt.

Religionen wandeln sich in Kulturentwicklung auch im Rahmen der gesellschaftlichen Herausforderungen. Heute wird die Reformation durch das Ende des in Volksmythen verharrenden oder zurückgefallenen Mittelalters, damit nicht nur religiöser Fehlentwicklungen, wie den Missbrauch der Philosophie durch päpstliche Autorität, sondern den sozialen und politischen Umständen der Zeit erklärt. So muss auch die Entwicklung betrachtet werden, die nach dem Wandel vom Mythos zum Logos zur Entstehung der großen Weltreligionen führte. Wonach im Westen der prophetisch-bildlosen Kult auf die Beine weltgültiger Vernunft gestellt und zum neuen Staatskult wurde. Der einer globalen Welt mit enormer Völkerwanderung und damit teils noch barbarisch-mythischen Vorstellungen gerecht werden musste, nur so Zeitenwende bewirkte.

Was wir als Auferstehung bezeichnen, Voraussetzung für die Entstehung des Christentums war, ist in einem Aufklärungsprozess der antiken Hochzivilisation gewachsen. Das Christentum war dann auch in seiner volksverständlich einfachen Ausdrucksweise, die zur Kirche wurde, eine Antwort auf die Herausforderungen, der verfallenen Glaubensvorstellungen und ihre Bilder, wie der philosophischen Vernunftlehren (Logos) der Zeit.

Und dieser Wandel kultureller Vorstellungen wird weitergehen, ein aufgeklärtes Verständnis sich auch im Kult durchsetzen. Damit die Religionen ihrer Aufgabe, die sie seit Anbeginn der Menschheit und die alten Hochkulturen tragend, so auch staatstragend das römische Reich und christlich zu Aufklärung und politischer Freiheit führende Kraft hatte, gerecht werden. Dass sich Gemeinsinn ohne Kraft aus kulturelle Wurzel zu ziehen, allein mit politischem Kult nicht machen lässt, haben wir auch im kommunistisch-säkularen Fehlversuch erlebt. Der scheinbare Gottestod und die Realsäkularisierung des Westens, die selbst von den Kirchen gefürchtete fatal-fundamentalistische Neoreligiosität verlangt ebenso nach einem neuen Verständnis, wie die heutigen Weltprobleme, die im Kapitalismus, kurzsichtigen Egoismus, wie blinden Konsumwachstum als Maß der Dinge die gesamten Errungenschaften menschlicher Kultur gefährden. Allein die Probleme der Welt zu kennen und im Club of Rome oder täglich grün-rot politisch zu predigen, ist so wenig eine Lösung, wie das die philosophischen Theorien und intellektuellen Reden der Antike waren.

Die in Kulturvorstellungen entstehenden Weltbilder, damit der jeweils maßgebende Kult, bestimmte nicht nur in den alten Kulturen, sondern bestimmt auch künftig den Kopf der bewusst gewordenen, mit schöpferischem Geist/Verstand begabten, jedoch ohne diesen gefährlichsten Affenart. Deren Probleme heute nur durch eine globale Verant-wort-ung, damit neuen aufgeklärten Geist in vernünftiger Kulturbestimmung zu lösen sind. Allein zu wissen, was weltvernünftig wäre, führt so wenig zur neuen Lebensweise, wie dies die Stoa bewirkte. Dies ist im Alltag, wie täglich auch im politischen Geschäft zu beobachten.

Auch wenn das Paradies geschlossen hat, es eine ewige Vision bleibt, dass Menschen völlig im Gemeinsinn eine in natürlicher Schöpfung begründeten Vernunft und Weisheit leben, auf kreative Weise gemeinsam Zukunft gestalten. Und auch wenn der fatale, sich in Dogmen und Gründergestalten begründete Fundamentalismus, der zum täglich missbrauchten mörderischen Kampf der Kulturen führt, durch eine Aufklärung über das gemeinsamen Fundament in der heute auch „Ökologie des Menschen“ genannten Größe nicht sofort befriedet wird. Einer „christlichen“ Vernunftreligion auf natürlicher Grundlage, bei der alles mit rechten Dingen zugeht und die auch den notwendigen Kult in wissenschaftlicher Vernunft begründet, steht nur noch die überkommene Hypothese von einem herrlich gemachten Heilsprediger im Weg.

Wenn im sturen „so haben wir das gelernt, ist es unsere wissenschaftliche Lehre“, ein aufgeklärter Kulturverstand verhindert wird, der die vielfach vergeblich gepredigte Weltvernunft, ganzheitliche, nachhaltige wie gemeinsinnige Lebensweise als „Ökologie des Menschen“ in den bekannten, nicht allein christlichen Kult(ur)bilder wieder bedeutend machen könnte, ist dies nicht nur eine Sünde gegenüber dem Grund aller Kreativität, sondern ein Verbrechen an der Menschheit!

Betrachten Sie dies bitte nicht als Kritik oder Vorwurf, sondern als Aufforderung zum aufgeklärten Verstand, für den nur Sie die wissenschaftlichen Voraussetzungen schaffen können.

Mit Dank und großer Hochachtung für Ihre Arbeit, Grüßen aus freiem Denken der Pfalz

Gerhard Mentzel

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