Inhalt mit Kurzangabe

1.      Der Kurz-schluss des Gut-/Gottmenschen verlangt nach neuen Schlüssen

Wie die historische Jesusforschung immer deutlicher macht, dass der Zwiespalt zwischen dem gedachten historischen Gut- und hoheitlichen Gottmenschen (beide im Gegensatz zum beschriebenen schöpferischen Wesen in menschlicher Person: Rolle/Aufgabe) nach neuen Schlüssen verlangt. Wobei es nun nicht mehr um die Verneinung des historischen oder  hoheitlichen Jesus geht. Vielmehr ist die im Wissen begründete bzw. in Weltrealität geerdete Vernunft als historisches Wesen zu verstehen: Jesus, den man nicht  als eine Art menschlichen Ersatzgott „glauben“ muss, sondern im aufgeklärten Sinne verstehen kann. Um davon ausgehend im prophetisch-monotheistischen Sinne auf den einen sonst unsagbaren schöpferischen Sinn/Urgrund zu schließen: christlicher Glaube.

2.      Die Entwicklung des Monotheismus in schöpferischer Vernunft/lebendigem Wort

Wieso es völlig unmöglich wurde, aufgrund des Wissens um die Entstehung und Entwicklung des jüdisch-prophetischen Exils-Monotheismus (in antik-wissenschaftlicher Begründung: kosmischer und geschichtlicher Wirklichkeit), den anfänglichen Denker das unterstellen zu wollen, was heute als historisch gilt.

3.      Wahre Juden haben keinen Menschen vergöttert

Weshalb die Hypothese, die davon ausgeht, dass ein Heilsprediger als Wort/Logos oder gar Gott galt bzw. so verherrlicht/hingestellt wurde, unmöglich geworden ist. Ebenso wie Paulus oder den Apologeten und Kirchenvätern eine vom historischen Jesus unabhängige, fiktiv konstruierte Christologie bzw. Hoheitstheologie unterstellen zu wollen.

4.      Philosophischer Monotheismus im Neuen Testament belegt Vernunft als Wort

Wie allein schon der Nachweis, dass der philosophische Monotheismus des Neuplatonismus bzw. die Lehren verschiedener Denkschulen der Zeit in das Neue Testament eingeflossen sind, letztlich in Jesus Christus begründet wurden, die Bezugnahme auf die Vernunftlehren des vorausgegangenen Monotheismus oder sonstige Argumente und historisch-kritischen Betrachtungen erübrigen würden.   

5.      Mutation der Spätantike: Vom Opferkult zum Vernunftglaube

Warum es lächerlich ist, die epochale Entwicklung der Glaubenskultur weiter in einem nur mythologisch als Logos hingestellten/als Wort geltenden Wander- oder sonst wie gearteten Wunderheiler begründen zu wollen, der nach seiner Hinrichtung wiedererweckt wurde, statt den Wiederverstand des schöpferischen Wortes/Vernunft allen nat. Werdens zu bedenken. Sich vielmehr der realgeschichtliche Wandel in antiker Aufklärung, der die Zeitenwende ausmacht und in fast täglich erscheinenden theologischen Dissertationen in Jesus begründet wird, nicht von einem mythisch-spirituell vergötterten Wanderprediger ausgegangen sein kann, sondern der Vernunft allen Werdens, dem Wort in menschlicher Person.

6.      Entstehung und Inhalte des Alten Testamentes verweisen auf Vernunft: Wort

Wie allein schon das Wissen über den Entstehungsprozess des Alten Testamentes in theologischen Denkschulen, im Rahmen eines vom Wort (hebr. Vernunft allen Werdens) ausgehendenden Exils-Monotheismus oder noch bis in die Zeit Jesus verfasster Weisheitstexte, die sich in kosmischer Vernunftrealität begründeten und auf die sich die Reformjuden/Christen anfänglich beriefen, zu einer völligen Revision bisheriger Vorstellungen über die Anfänge/den Grund chr. Glaubens führen müssten.

Wieso noch mehr das Wissen, dass es bei den Geschichten um alles Andere als um banalhistorische Beschreibungen, etwa von einer wundersamen Volksbefreiung oder blutigen Landnahme geht, die Verfasser alte Mythen aufgriffen, um einen theologischen Sachverhalt an bekannte Glaubensbilder/Volksvorstellungen anzuknüpfen und die Gründergestalten keine alten Männer mit nächtlichen Eingebungen waren, dazu zwingt den jungen Erneuerer des Alten, mit neuen Augen zu sehen.

7.      Theologische Wissenschaft verdeutlicht Vernunft als Wesen Jesus

Wie die gesamte theologische Wissenschaft, jedes täglich neu erscheinende Werk, ob auf dogmatische Weise das in Jesus geschehen Wort als verbindliche schöpferische Selbstaussage festgehalten, ob hochtheologische Bedeutungsinhalte von Jesus als einem hoheitlichen Wesen  dargelegt werden mehr als deutlich machen: Ein mit seinen Fischerfreunden um den See ziehender Wanderprediger, der als Wort/offenbarender Gottesssohn gesehen oder als Messias nur verherrlicht wurde, kann nicht der Grund anfänglicher Theologiedebatten/neuen Glaubensbegründungen in hellenistischer Bildung und philosophischen Debatten gewesen sein. 

8.      Hellenismus: Ein Weltverständnis das nach Vernunft verlangt

Warum bei allem, was wir über den das Denken, den Kult der Zeit und die not-wendigen Umwälzungen in antiker Aufklärung wissen, ob den menschenvergötterten, dekadent gewordenen Kaiserkult oder wie die philosophisch-monistischen Modelle, in denen der Monotheismus neu begründet wurde, dieser Zeit nicht weiter das zu unterstellen ist, was heute als Anfang des Christentums gedacht wird. Für die Hellenisten, denen wir z.B. die Texte des Neuen Testamenten verdanken, nichts absurder gewesen wäre, als einen Heilsprediger zu verherrlichen oder einem Gottesmythos hinerherzuhinken. Wie aber der Hellenismus nicht nur die Vernunft definierte, sondern deutlich macht, wie not-wenig es war, dem Vernunftsinn des Ganzen eine Gestalt mit Götterbart zu geben.

9.      Kulturentwicklung geschieht in schöpferischer Vernunft

Wie sich nicht nur in der biologisch-kosmischen Geschichte ein natürlicher Evolutionsprozess nachvollziehen lässt. Sondern die gesamte kulturelle Entwicklung heute als ein kreativer Prozess betrachtet werden muss. Ein Entwicklungsprozess, bei dem nicht ein noch so göttlicher Mensch, der nach seiner Hinrichtung wiedererweckt wurde, die  biblisch beschriebene Lösung bzw. den realen Kulturwandel gebracht haben kann. Vielmehr in Auseinandersetzung zwischen Alt und Neu sowie zwischen den verschiedenen Kulturen eine kreative Synthese war. Wie vielmehr durch den Neuverstand der jüdischen, wie hellenistischen Kulturtradition ein neues universalen Schöpfungsverständnis hervorbrachte, das einen Wandel bewirkte und im Namen Jesus zum Christen Glauben wurde. Daher die schöpferische Vernunftwirklichkeit in den verschiedenen antiken Kulturen und deren kreative Synthese in Jesus die wahre Geschichte, der Grund christlicher Kultur ist.

10.  Geschichte des jüdischen Glaubens: Hören/Verstehen schöpferischer Vernunft

Warum nicht nur die kulturellen Auseinandersetzungen der Zeitenwende, die not-wendige Reform des jüdischen Verständnisses, sondern gesamte Geschichte des jüdischen Glaubens, der sich nie auf einen Volksstamm/Abstammung oder ein bestimmtes Land begründetes, sondern ein Verständnis in Diaspora, belegt:  Die Neubegründung des alten Bundes, die von hellenistisch-jüdischen Denker gesehen wurde, kann nicht in einem als göttlich gesehene Wanderprediger, sondern nur in Vernunft geschehen sein.

11.   Qumran: Wo das Wort in Vernunft jüdisch neu verstanden wurde

Wie die Textfunde mehr als deutlich machen, welche von Schöpfung ausgehende Weisheit/Vernunft und Hoffnung auf eine neue Begründung/Reform des Väterbundes im Judentum zur Zeit Jesus geweht hat. Und sich diese nicht in einem als Messias gesehen jungen Reformer begründen ließ, sondern nur im lebendigen Wort: Vernunft in Weltrealität, die in damaliger Kultur definiert wurde, zur Debatte stand: Historisch Jesus hieß und die biblische Geschichten bestätigt.

12.  Christologie der Cäsaren: Zeugen der Vernunft als Jesus

Weshalb die adventliche, weihnachtliche… Verherrlichung der als weltfriedensbringende Messiase gesehenen römischen Kaiser und die dazu gebrauchte, auch im Neuen Testament nachzulesende Terminologie, mehr als deutlich macht: Kein Mythos oder ein junger Guru kann zum Gegenspieler von menschlichen Götterkaiser gemacht worden sein, die sich in ihrer politischen Christologie gar philosophisch begründeten. Jesus war der wahre König: die irdische Personifizierung der Vernunft allen kosmischen Werdens, als die sich die Kaiser vormals selbst verstanden. (Die so – allerdings immer inhaltsloser werdend – gar von Juden und Philosophen verherrlicht wurden.)

13.   Geschichte der Kirche: der Vernunft in Person

Wieso es in keiner der vielfältigen, sich teilweise bitter bekämpfenden anfänglichen Denkbewegungen und Diskussionen (meist um das Wesen Jesus oder seinen Bezug zum Gesetz/Gott der Väter) und an keinem Ort der Zeitgeschichte bzw. der frühen Christologiedebatten um den ging, der heute als historisch gilt. Vielmehr alle vom Logos ausgingen. Damit die Vernunft das Thema theologischer Differenzen war. Und warum die klare Gestalt der Vernunft in der Geschichte Jesus, wie sie die Kirche im Kanon zur Welt brachte, erst zur schöpferischen Wirk-lichkeit in menschlicher Kultur wurde.

14.   Konstantin & Co. machten kosmische Vernunft zum Volksglauben

Wie sich nach dem Verlust geheimnisvoller Eingebungen/Hilfen zu großen Siegen oder dem machtpolitischen Missbrauch der noch nicht vorhandenen Kirche, die kaiserliche Konversion nur in einer philosophisch definierten Vernunft begründen lässt, die die „Sonnen“kaiser bisher selbst verkörperten.  Der Wechsel zum Glaube an die Gottheit eines hingerichteten Juden, wie es heute als historisch gilt, der Kaiserzeit unmöglich weiter zu unterstellen ist.

15.   Wissen um Inhalte des Neuen Testamentes zwingen zum neuen Verständnis

Wie jede wissenschaftliche Schriftauslegung, wenn sie nicht ihren Humanismus in einen mit seinen Fischerfreunden um den See ziehenden Heilsprediger hineinliest, sondern die Inhalte und Bedeutungsaussagen ernst nimmt, auf die theologische Vernunft verweist und keinen anderen Schluss zulässt: Am Anfang stand die von Schöpfung Vernunft, auf die sich Benedikt XVI. leider nur dogmatisch beruft oder sie als Grundlage, die dem menschlichen Recht vorausgeht, in ökologischer Welterklärung bedenken lässt.

16.   Dogmen verweisen auf die Vernunft als Wesen Jesus

Warum die gesamte Dogmatik nicht nächtlichen Eingebungen oder frommen Fiktionen bzw. kirchlicher Phantasiekonstrukten entspringen kann, sondern ein frühes Denken dokumentiert. Daher gerade in der Dogmatik oder dem Festhalten an der Auferstehung als Voraussetzung des Glaubens deutlich wird, wie heute das Wesen, um das es am Anfang ging, in Vernunft zu bedenken ist: Die Rede von einem charismatischen Gutmenschen, der geheimnisvoll Gott sein soll der anfänglich nachweisbaren Lehre von einer schöpferisch-kosmischen und menschlich-kulturellgerechten (aber auch dort so kreativen/schöpferischen) Person (Rolle/Aufgabe) des Logos/der als Josua erkannten/gr. Jesus genannten Vernunft entgegenläuft.

17.   Die historische Kritik: Wegbereiter eines neuen Historienverstande

Wie die letztlich die gesamte Kritik bisher einen jungen Juden voraussetzt, selbst wenn dessen Nichtexistenz dann radikalkritisch nachgewiesen wird. Gleichwohl nicht nur die Glaubenskritik, die ein hoheitliches Jesus-Wesen nicht mehr akzeptieren kann oder die heutige historisch-kritische Forschung, die fast alle Aussagen und Geschichten des Neuen Testamentes in älteren Glaubenslehren liest, mehr als klar macht: Den Verfassern ging es um mehr, als bisher betrachtet. Nur die schöpferische Vernunft als lebendiges Wort kann das Thema der Theologie gewesen sein, wurde in bisher glaubenstragenden Bildern/Geschichten ausgedrückt, so lebendig zur Welt gebracht.

18.   Vielfältige Texte und neue Funde belegen Jesus als damals lebendiges Wort

Wieso die in einer literarischen Explosion der frühen Jahren entstandenen Texte gerade in ihrer Vielfalt und Verschiedenheit und damit auch die heute als urchristlich anerkannte Gnosis (die sich in kosmischen, philosophischen Modellen begründen) oder die Apokryphen (die in hoheitlicher Weise von Jesus, oft als schöpferischem Urgrund reden) mehr als deutlich machen, der Kanon nicht mehr als einziges göttlich-verbindliches Diktat gelesen werden, sondern das dort beschriebene Wort in heutiger Welterklärung zu verstehen ist.

19.   Naturalismus/Evolutionslehre erklärt den christlichen Logos/Vernunft

Wie Jesus inzwischen in den modernen universal geltenden ganzheitlichen bzw. monistischen Welterklärungsmodellen  deutlicher wird, lebendiger ist, als in der Kirche bzw. bei Neutestamentlern oder in Dogmatik zu lesen: Die Evolutionslehre letztlich die Vernünftigkeit/Zweckmäßigkeit im kreativen Geschehen, um die es am Anfang ging, auf empirische Weise klar macht. Die Ökologie das kreative Ganze veranschaulicht. Die Kosmologie als Lautsprecher eines Wortes verstanden werden kann, das in sonntäglicher Verkündigung zur Bedeutungslosigkeit geworden ist.