Vernunftlehre war Christus

Allein das Wissen über die bereits seit Homer bekannte Kult-Bezeichnung "Christus" lässt erkennen, dass kein junger Wanderkyniker mit Namen Jesus war, der als Christus galt. Oder dessen Anhänger von den Römern "Christen" genannt wurden, weil sie sich den traditionellen,staatstragenden Gottesbildern verweigerten. Auch eine paulinische Christusfiktion oder ein kirchliches Christologie-Konstrukt kommt nicht in Frage. Vielmehr zeigt das Wissen um die Bedeutung der bereits vorchristlichen Kultbezeichnung, dass in der Vernunftlehre (Logos) antiker Aufklärung (d.h. zur Zeit Jesus) genau das gesehen wurde, was sich hinter dem alten Kultbegriff verbirgt. Was dann der Philosophie Athens als die Orakel erklärende, kultreinigende Vernunft und dann den Reformjuden Alexandriens als Erneuerung des bisher nationalen Bundes galt, echt Christus war.

Die sich allein am Kultlesetext (der Schrift) austobende heutige Kritik, was alles nicht oder gar der historische Jesus nicht war, das Neue Testament in seiner bekannten Form ein Werk des Mittelalters oder gar eine Fälschung sei..., führt nicht zur historischen Wahrheit. Wir waren nicht dabei, können die Zeit nicht zurückholen, sind auf logische Schlüsse in Auswertung geschichtlichen Wissens angewiesen. Doch dass ein Heilsprediger als Christus oder gleich ganz nur ein Hirngespinst war, wie bei heutigen Lehrhypothesen und ihrer Kritik hinten herauskommt, das ist weniger wahrscheinlich, wie dass der Kölner Dom fertig gebaut vom Himmel fiel. Aber dass nach allem, was wir heute über den vorchristlichen Christusbegriff wissen, die Funktion der Vernunftlehre im altbekannten Kultbegriff beschrieben, daher die Jünger des Logos "Christen" genannt wurden, ist völlig logisch.

1. Jesus Christus

 "Christus" ist als eine Hoheitsbezeichnung für den angenommenen Heilsprediger mit Namen Jesus selbstverständlich geworden. Und so wird unter Wiki klar gemacht, was heutige christliche Lehre ist: Der Titel leitet sich aus dem Griechischen ab. Es ginge im griechischen Sinne um "den Gesalbten", den zu allen Menschen geschickten Sohn Gottes, Erlöser und Messias, wie er in der Christologie verehrt wurde. Doch wer die Welt dabei im Glauben an einen jungen Guru lässt, der könnte es ebenso als historisch halten, wie sieben Geißlein aus dem Bauch eines Wolfes befreit wurden. Denn mit einem jungen Mann ist all das, was nicht nur die griechischen Philosophen und die anfänglichen christlichen Denkern bzw. die Vordenker der Kirche mit Christus verbanden, nicht zu machen.

Zu sehen ist unter Wiki dann dankenswerter Weise der Pantokrator. Als der der bekanntlich den damaligen Kirchenlehrern geltende Logos auf einer Ikone des Katharinenklosters auf dem Sinai im 6. Jahrhundert abgebildet war. Denn wie bekannt, ging es anfänglichen Kirchenlehrern nicht um einen jungen Mann, sondern galt der Logos als christliches Wesen. Doch dass der Pantokrator nichts mit einem jungen Wanderkyniker zu tun hat, sondern dem in antiker Vernunft erklärten Weltganzen, ist bereits an vielen anderen Stellen gezeigt. Das muss hier nicht weiter ausgeführt werden.

Hier geht es um den Christusbegriff. Denn auch die Bezeichnung "Christus" verdanken wir keiner jungen (gar als Sophia oder auch Sünderin geltenden) Maria aus Magdala, die ihren Guru salbte. Was sich bei heutiger Heilsprediger-Hypothese und der Begriffserklärung aufdrängt. Von einem "fußgeilen Groupie" (wie Klaus Berger in der FAZ vor Jahren den "Jesus von Nazareth" Heiner Geißlers als reinen Politrebellen anprangerte), kann die Bezeichnung "Christen" nicht weiter abgeleitet werden. Mit dem kindlichen Kurzschluss, dass der gute Junge mit Namen Jesus Christus war, weil ihm seine Freundin die Füße wusch und ihn salbte, kann nicht weiter ausgegangen werden. So wenig, wie dass Anhänger eines jungen Juden diesen für den Messias hielten oder die Anhänger des guten Mann als "Christen" bezeichnet wurden. Heute wissen wir, dass sich die Bezeichnung von den Römern herleitet, die damit in ihren Augen Atheisten (Traditionsglaube-/Gottesbildverweigerer) als "Christen" beschimpften. Was dann später in der kirchlichen Lehre zur Selbstbezeichnung wurde. 

Auch wenn nach derzeitiger Hypothese gelehrt werden muss, die Anhänger eines jungen Juden oder eine davon weitgehend unabhängigen Paulus- bzw. Kirchenlehre wären als Christen bezeichnet wurden. Einen jungen Juden auf myhtische Weise als eine Art GottHeute ist klar: Zeitgenossen verschiedener Religions-Reformbewegungen, die sich in antiker Aufklärung aus Vernunftgründen weigerten, weiter den Götterbildern der Tradition zu opfern oder dem Kaiserbild, wurden als "Christen" bezeichnet und verfolgt. Es war kein Hass auf Andersdenkende bzw. -gläubige. Und von wegen Anhänger eines für göttlich gehaltenen, als Christus gesalbten Heilspredigers, mit dem noch nicht vorkommenden Namen Jesus. Die Verweigerung des bisher den römischen Staat tragenden Götterkultes wurde als höchst staatsgefährdender Atheismus gesehen. Während der national-jüdische Kult geduldet wurde, musst der neu-jüdische Kult, dem jetzt ja auch Römer anhingen und sich der Tradition verweigerten, als Gefahr gesehen werden. Und dass diese Verweigerung nur in der Vernunftlehre antiker Aufklärung, nicht in einem jungen Heilsprediger oder einem christologischen Hirngespinst bzw. einer kirchlichen Lehre geschehen ist, entspricht geschichtlicher Logik. Dies macht auch die vorchristlichen Verwendung des Christusbegriffes deutlich.

Die heutige Theologen will die Christologie am liebsten wieder zurücknehmen, um Friede mit dem Judentum zu schließen. Was nicht allein vor Jahren in einem Vortrag von Prof. Ekkehard Stegmann deutlich wurde. (Einer seiner Schüler, der in der Dissertation Paulus wieder ins Judentum zurücknehmen wollte, hatte zur Pauluskirche nach Neustadt-Hambach eingeladen.) Letztlich muss die gesamte Lehre, die einen jungen Juden an den Anfang stellt, darauf hinauslaufen, die Christologie als reine Glaubensverherrlichung des jungen Guru anzusehen. Warum im jüdischen Sinne jüdischer Tradition die Vernunftlehre der echte Christus war, kann bei einem jungen Guru so wenig bedacht werden, wie die Christologie-Funktion der Griechen. Da wundert es auch nicht, wenn um Friede mit dem Judentum zu schließen, neuen Antisemetismus auszuschließen, die Christologie in Frage gestellt oder abgestritten wird.

Doch allein um dem jüdischen Volk nicht weiter dem altbekannte Vorwurf auszusetzen, den jungen Christusgott oder nur einen Glaubensrebellen gehängt zu haben, wäre die Auswertung des vorchristlichen Christusbegriffes weit hilfreicher. Denn dort wird mehr als deutlich, dass die dann auch von Kirchenvätern (denen nachweislich die Vernunft/der Logos heilig war), aufgegriffene Selbstbezeichnung sich nur auf das beziehen konnte, was wir auch in neuzeitlicher Aufklärung als Vernunftlehre bezeichnen. 

2. Christus im alten griechischen Kult 

Dass Kulttexte keine Beschreibung von historischen Gestalten im heutigen Sinne sein wollen, wird bereits in Homers Verwendung von "Christo" deutlich.  Der Christus, den die christliche Theologie als gesalbten Guru annimmt, wurde auch in den alten griechischen Sagen nach dem reinigenden Bad mit duftenden Salben und Öl eingerieben. Doch was bereits in den griechischen Mythen als Herabkommen des Geistes der Wahrheit erhofft wurde, durch den man das Goldene Zeitalter erhoffte, das war beileibe kein verherrlichter junger Mann. Was im Hellenismus als Christus bezeichnet wurde, hatte nichts mit einem Heilsprediger zu tun oder einem zu glaubenden Hirngespinst.

Und wen der Neuplatonismus als Christus sah, als er die alten Mythen bzw. Orakel in Vernunft erklärte, der hat erst recht keinen jungen Mann zum Christus gemacht. Auch wenn der Schüler seinen Meister als Christus bezeichnete. Dann wissen wir, dass in der philosophisch-theologischen Lehre die Vernunft/Natur der Meister und Lehrer war.

Die bereits in den alten Mythen erhoffte "Reinwaschung" bzw. Kultreinigung hat in heute nachvollziehbarer Kulturgeschichte stattgefunden. Wir wissen, wie bereits die Vorsokratiker begannen das Werden der Welt in Vernunft zu erklären und sich die antiken Philosophen auch mit ihren Götter auseinandersetzten. Wie sie dann den Kult und dessen Funktion in Vernunft bedachten.

Diese Reinwaschung hat in griechischer Religion ebenso stattgefunden, wie eine Reformation des jüdischen Monotheismus bei der Bildung Alexandriens bekannt ist. Wir beobachten, wie manche alte Vorstellung aufgrund der nicht länger aufzuhaltenden Vernunftlehre gereinigt und "über den Jordan" gehen, musste. Doch mit einem Wüstenprediger, der einen anderen Wundertäter beim Baden im Jordan zum Gottessohn und Christus ausrief, hat das alles nichts zu tun. So wie die alten Griechen ihre Mythen in Vernunft erklärten, ist uns heute die Vernunft gegeben, auch die christliche Geschichte von Unsinn reinzuwaschen und das Öl nicht an Geister zu verschwenden.

3. Christus in griechischer Vernunftlehre

Bereits 420 v. Chr. wurde nach Herodot der Chreon bzw. Christus als das gesehen, was das Orakel bzw. den Mythos erklärte. Wer griechischen Denkern als Idol der Götter galt oder an deren Stelle trat, war die Vernunft, nach der man jetzt Welt und Kult erklärte. Nicht nur der Sinn des Seins, auch der verborgende Sinn der alten Mythen, damit des homerschen Christus wurde in Vernunft bedacht. Mit Propheten und Wahrsagern, die in diesem Sinne jedoch keine Wundermänner bzw. Zauberer, sondern antike Wahrheitslehrer/Wissenschaftler waren, wird das in Verbindung gebracht. Und wenn dieser Wunderglaube bzw. Orakel erklärende Christus in den alten Mythen mit Öl gesalbt wurde. Dann ist eigentlich das Wesentliche auch über das christliche Wesen gesagt. 

Auch Plutarch hat von Christus als "Schicksal, Notwendigkeit" geschrieben. Und wenn dann aus den Kultgeschichten ein 18 Jahre alter Held abgeleitet wird. Dann wissen wir, dass es den antiken Philosophen nicht um 18jährigen Heilsprediger oder sonstigen Zweibeiner ging, sondern für sie die aus der Natur/Schöpfung abgeleitete Vernunft galt.

Zu wissen, dass das christliche Vokabular auch aus dem Tempel der Heiden hergeleitet wurde, bedeutet keine theologische Täuschung oder eine heidnische Titelvergabe im Rahmen einer apologetischen Hellenisierung eines Heilspredigers. Wenn bereits griechisch-philosophische Erkenntnislehren (Gnosis) für den Grund ihrer Lehre den Christusbegriff gebrauchten, dann verweist all dies darauf: Bei dem Wahrsager, dem wahren Propheten, der die Orakel und Mythen jetzt in Vernunft erklärte, ist es nicht um einen Logos-Titel für einen hellenisierten Wanderkyniker gegangen. Die Enthüllung der heiligen Geheimnisse der Griechen, wie die Offenbarung des bisher unsagbaren jüdischen Grundes aller Kreativität ist in Vernunftlehre antiker Aufklärung (Logos) geschehen. 

Die Gottheit (besser schöpferische Kraft) unter allen Völkern, wurde bekanntlich im griechischen Denken in Vernunft erklärt. Und wie der griechische Christus das mit dem hebräischen Wort für Gesalbter, ist mashiahh "Messias" identisch war, lässt sich in Vernunft nachvollziehen. Auch warum die Anhänger des "Serapis" Christen genannt wurden, wird dann bereits unter Wiki deutlich:

Die in ägyptisch-hellenistische Mythologie als Gottheiten verkörperte kreative Kraft wurde nun als universal gültig verstanden. Wo der antike Monismus in einer weltumspannenden Vernunft zunehmend alles erklärte und dann die alten Gottheiten in einem Zeus-Jupiter oder Osiris verschmolzen, für den dann Serapis stand. Und dessen Anhänger galten als Christen. Wer den Serapis-Kult mit der fruchtbaren Nilschwemme zusammenbringt, die Götter als Symbole für Fruchtbarkeit versteht. Dies dann mit der aus dem jüdischen Exodus bekannten Sklavenbefreiung zusammenbringt, die historisch inmitten (im Exil) antiker Hochkulturen stattfand. Oder dem jetzt unsagbaren Grund JHWH, der sich in fruchtbarer Nilschwemme bzw. nur durch das Wort (hebr. Vernunfthandlung) offenbarte, wodurch die Götterbilder von den Propheten nicht nur abgelehnt, sondern für die Kulturprobleme verantwortlich gemacht wurden. Der kann in Vernunft bedenken, warum sich Kaiser Hadrian auf einen Christus bezog bzw. der Christuskult aufkam. Warum sich Bischöfe bzw. Vorsteher der noch im wilden Streit befindlichen Reformbewegungen auf "Christus" bezogen.

Doch wer dabei an einem jungen Guru festhält, der als die als Christus geltende Vernunft hingestellt wurde, die bereits den alten Griechen die Orakel erklärte, der muss den Verstand verloren haben. Ebenso auch, wer diesen Christus als die Erfindung eines Paulus oder ein Kirchenkonstrukt hält.

Auch wenn die Kritik dann jammert, dass es einen Jesus nicht gegeben habe, Isis oder Zeus zum Jesusbegriff wurden. All das macht nur deutlich, dass die antike Aufklärung, die die Götter in Zeus bzw. Jupiter auf einen Nenner brachte, sie in Vernunft erklärte, die wahre Auferstehung des Geister vertreibenden jüdischen Josua als neuer Erlöser war. Auch dass die Griechen sich anfangs weigerten, den jüdischen Kult, der den Namen des Vaters verschwieg zu adaptieren, sondern den eigenen Begriffen und Kultvorstellung treu blieben, liegt auf der Hand.

Egal welche Herleitung des christlichen Vornamens Jesus gebraucht wird. Ob die heilende Göttin Jesu vorgeschlagen, Asklepios, Apollo als Sonnengott, Isis oder gar eine gallische Gottheit vergleichbar Odin herhalten muss. Die Weisheit, die sich dahinter verbarg in alten Mythen im Sonnenkult zum Ausdruck kam, war jetzt in einer Vernunft erklärt, die den Göttern den Rang ablief. Je mehr alten Sonnengottheiten ins Feld geführt werden, desto deutlicher wird, dass der Sohn des Zeus die gesalbte Vernunft war, nach der jetzt Kosmos und Kult gedeutet wurde.

Der Christusbegriff war weder eine Erfindung der Kirchenlehrer, noch wurde er von der römischen Polizei für die Götterverweigerer eingeführt. Doch wo bei Homer oder Herodot Christus stand, wurde das Orakel entweder selbst dargelegt oder in  Vernunft gedeutet: prophetische Wahrsagerei, zu der wir heute Wissenschaft sagen würden.

4. Christus in jüdischer Vernunftlehre

Wo dann der Christusbegriff bei Philo Judaeus, dem auf den Logos/antike Vernunftlehre als Wort geltenden neuen Monotheisten nachgewiesen wird. Da schlägt es geradezu dem Fass den Boden aus, einen Heilsprediger als Christus anzunehmen oder den biblischen Jesus Christus auf rein schriftgelehrte Weise nicht mit dem ewigen in Vernunft erklärten Wort zusammendenken zu wollen. Nazarener Wer dann bei Nazareth nur von einem kleinen Vorort der antiken Metropole Sephoris spricht (was mit Blick auf die heute zu rekonstruierende  allein schon die Heilsprediger-Hypothese kippt)  

Bei Philo von Alexandrien, damit jüdischem Reform-Monotheismus antiker Bildung, der auf den Logos bzw. die Vernunftlehre gründete, wird der Christus mit dem in Verbindung gebracht, was der Kultgrund der Väter bzw. selbst unsagbare gesagt hat: Dem Wort (hebr. Vernunfthandlung), als das bekanntlich dort der Logos/die Vernunftlehre verstanden wurde. Noch bevor der Christusbegriff gebraucht wurde, sprach man in Alexandrien dabei auch von Nararenern. Wo das dann nur mit einem Vorort von Sephoris in Verbindung gebracht wird, in der ein Zimmermann am Werk war. Dort scheinen die Kultbilder selbst bei den Schriftgelehrten Kritikern das Gehirn gefressen zu haben. (Gleichwohl allein schon beim Wissen um diese antike jüdische Metropole, in der der römische Kult blühte und auch in Konkurrenz zum jüdischen Stand, ein Licht aufgehen müsste.) 

Auch wenn man nach Auslegung der alten Begrifflichkeit  als Christen durchaus den Schüler eines Meisters anerkennen konnte, damit einen guten Menschen, Es war der Schüler, dem das göttliche Mysterium jetzt offenbart/in Vernunft verständlich war, der keinen Grund mehr hatte etwas zu verbergen. Wer nach der Kultreinigung mit Öl eingesalbt wurde, war die Vernunft, die im antiken Denken jetzt den Ton angab, sagt was gut war. Es war der Logos, der auch in der Theologie bzw. im Kult immer mehr die Rolle der Kaiser und sonstiger menschlicher Göttersöhne einnahm. 

Wenn bekanntlich die auch in Alexandrien von der Vernunftlehre ausgehenden Weisheitslogien dem Kaiserevangelium in ihrer geschichtlichen Form nachgestellt wurden, dann ist das verständlich. Auch dass ein hervorbringendes Wesen, die Maria aus dem Heidenland (heute würden wir auch von New Age sprechen) der Vernunft die Füße wusch und salbte, lässt sich als historische Tatsache sehen.

Doch das Wesen, auf das sich die frohe Botschaft bezog, das geschichtlich handelte, war kein junger Guru, der als Christusgott hingestellt und von einem fußgeilen Groupie gesalbt wurde. Es war die dort als ewiges Wort geltende antike Vernunftehre, die im Sinne der griechischen Mythen bereits bei Homer "Christus" war, Was auch gleichbedeutend mit dem jüdischen Messias oder dem verjüngten Josua war und jetzt aufgeklärt verstanden wurde: kulturgerechte Auferstehung des Alten war.

5. Christus in der Kirche

Der einsame Wanderer, der in den Kultgeschichten anfänglicher Kirche unterwegs war, um den WEG zu erreichen, der in Erkenntnislehren galt und auf den sich die neuplatonischen Vordenker (Väter) der Kirche beriefen, war kein Kyniker. Es kann nicht oft genug gesagt werden, was bekannt ist: Debn als Apologeten geltenden anfänglichen christlichen Verfassern, den Vätern der Kirchen und Herausgebern des Kanon ging es um den Logos, damit die heute als Ökologie geltende Vernunft.

Wo über das Wesen,von Vater und dem nun einen Sohn dann heftig diskutiert wurde. Wo das Kind als das vom unsagbaren schöpferischen Grund gesandt gesehen wurde oder selbst dir Rolle der Kreativität des Ganzen einnahm. Wo von Clemens von Alexandrien und Co. gesprochen wird, Manichäer oder sonstige Erkenntnis (Gnosis) bzw. Denkbewegungen unterwegs waren, die Neuplatonismus jetzt auch im Kult weiterdachten und nach dem Geist der Wahrheit als Wiedervereinigung suchten. Da wurde die Kirche nicht wegen oder auf einen jungen Guru oder ein fiktives Konstrukt zur Manipulation der Masse gebaut. Wo Christus drauf stand, da ging es um Kultreinigung, Offenlegung der Geheimnisse. Die Vernunftlehre, nach der man alles Werden, wie menschlicher Verhalten und auch den Kult jetzt erklärte, wurde als der eine Sohn gesehen, der Jesus Christus war, die Funktion des jüdischen Messias hatte.

Die Neuplatoniker sind nicht aufgrund eines Guru oder frommen Geistern "Christen" geworden, sondern haben nach und nach den Kult der Götter verlassen. Nicht mehr die Personifikationen von jetzt Naturgesetzen oder Kultureigenschaften, die noch dem ihre Funktion in Vernunft erklärenden Epikur bedeutend waren, galt für die Erbauer der Kirche. Sie waren jetzt Jünger genau diese Vernunft, die für die Stoa, aber auch Epikur & Co. galt. Die Grund der gesamten antiken Verhaltenslehren, der Philosophie/Theologie war.

Der "Christ" als der gute Mensch war ein aufgeklärtes Wesen, das nicht mehr den Geistern oder gestriger, zum Selbstzweck gewordener jüdischer National-Gesetzlichkeit anhing. Wenn damals von der Vereinigung eines Mannes mit dem göttlichen Prinzip gesprochen wurde, sagen wir heute Leben nach ganzheitlicher ökologischer Vernunft, Eine Vernunft, die nun die auch im Geist statt Geister den Ton angibt, die den Kopf der Kultur und damit das Verhalten bestimmt.

Wie die in den alten Mythen und Kultlehren aufgegriffenen Prophezeiungen in der Vernunftlehre erfüllt, in Josua bzw. lat. Jesus als neuer Christus lebendig waren, erscheint logisch. Der Geist der Wahrheit, auf den auch die heutige Aufklärung so stolz ist und auf den unsere aufklärerischen Großväter als Heilsbringer vergeblich hofften, war echt auf die Erde herabgestiegen. Doch das "Goldene Zeitalter" bzw. das gelobte Land, war keine Fiktion, sondern wurde durch die Vertreibung der Geister, die Offenlegung, allegorischen Erklärung der alten Kultvorstellungen in Vernunft erhofft. Allein die bereits den Vorsokratikern geltende Vernunfterklärung allen Werden (seit Heraklit Logos) war den Philosophen der Wahrheit zu wenig.

Wer im Duden unter Allegorie blättert, wird auf Philo von Alexandrien verwiesen. Doch nicht nur in Alexandrien, auf das sich die philosophischen Vordenker, Väter der kirchlichen Lehre beriefen, wurde bekanntlich die jüdische Tradition in allegorischer Weise bedacht. Auch was die griechischen Dichter geschrieben hatte, wurde in Vernunft wieder lebendig. Was allein die heutige Kritik deutlich macht, die jeden Schritt und Tritt, wie Geburt und Tod Jesus  von den griechischen Göttern herleitet. 

Auch wenn ein ehemaliger Klosterschüler, jetzt verbitterter Kritiker, im Forum "Atheisten.org" unter "Wert/Unwert der christlichen Lehre" am 26. Mai 2016 die Vorlage für den vorchristlichen, platonischen Christusbegriff in leider bruchstückhaften Übersetzungen lieferte. Es ist die Mythologie, in der die alten Männer gefangen sind, die zur sog. Zeit Jesus in Vernunft erklärt war. Wenn ein Janus von seiner Mutter in der Gotte geboren und an den für Weisheit stehenden Hermes weitergegeben wurde, der "das gefundene Kind nach Delphi" brauchte, um die Schmach der Jungfrau zu verbergen die einen Sohn gebar. Dann haben sich die Verfasser was dabei gedacht, Was weder ein junger Guru, noch ein Geisteskonstrukt des Aber-Glaubens war. So wenig wie die Geburt des Sohnes, die dann auch durch Mutter Kirche geschehen ist, nur ein Marien-Mythos war.

Ob Apollo der Sonnengott oder sonstige Heilsgestalten wieder erschienen. Hier wurde in antiken Erkenntnis- und Reformbewegungen die Geschichtsauffassung symbolischer Ausdrucksweise von den alten Dichtern abgeschrieben, war in Vernunft lebendig. Gerade die Götter der Sonne, die nicht nur für die jetzt in Vernunft erklärte Kreativität des Kosmos stand, sondern auch das Licht in Kultur, haben bei den jetzt Wissenden, Christen, logischerweise eine besondere Rolle gespielt. Ob Krishna oder Christus: Es ging um die Vernunft, nach der nicht nur das Werden, sondern auch die alten Gottheiten und deren verschiedenen Kultvorstellungen/-Funktionen im Geist der Wahrheit erklärt und weiter "auferstanden" praktiziert wurden.

  

 

 

Wie groß muss der Hammer sein, beim Christus immer noch einen verherrlichten jungen Mann oder ein Hirngespinst sehen zu wollen? Wo der Christus mit hoher Sinnhaftigkeit oder von Erkenntnislehren (Gnosis) als neuer Tempel bzw. schöpferischer Vergegenwärtigung im Kult bedacht wurde, da war ein Wanderkyniker, den man zum Christus machte.