Bitte um Beurteilung des sonst vergeblich gepredigten Öko-logos als das historische Wesen Jesus 

- Gleichzeitig eine Zusammenfassung der Beweggründe und Argumente  -

Sehr geehrter Herr Dr. Markus Sasse, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Peter Busch,

ich wende mich an Sie, weil ich Sie als wissenschaftliche Lehrer, die an der christlichen Wahrheit interessiert sind kenne und echten Rat suche. Wo liege ich in meinen Überlegungen falsch?

Was ist unwissenschaftlich,

-aufgrund der biblischen Bedeutungsinhalte,

-der Ergebnisse der historischen Kritik,

-des Wissens um die Vorgängerkulte,

-des kulturellen Kontext

-und einer logischen Kulturentwicklung,

die antiker Aufklärung heilige und in natürlicher Schöpfung begründete Vernunft (Logos) als das nicht nur kulturgerecht bebilderte und zum Kult gewordene, sondern geschichtlich wirksame „christliche“ Wesen zu bedenken. Damit nicht nur die Vernunft, die heute bei Weltkonferenzen oder an Weihnachten vielfach vergeblich gepredigt wird, zur Bedeutung und Verwirklichung zu verhelfen. Und gleichzeitig die christliche Lehre nicht weiter zu verneinen, sondern einen echt historischen Heiland (heilsbringenden neuen Josua/Jesus) zu bestätigen, statt nur einen unbiblischen und unbedeutenden jungen Mann. Neben dem dann nur ein Jesus-Mythos als eine spirituelle Phantasie des Glaubens steht. Was heute die christliche Lehre völlig unglaubwürdig macht.

Wie Herr Sasse weiß, haben auch seine Ausführungen über den aktuellen Stand der alt- wie neutestamentlichen Forschung, die Entstehung des christlichen Kultes und die historischen Hintergründe im Neustadter Bibelhaus mich nur darin bestätigt: Die in Schöpfung begründete, den philosophischen Lehren zugrunde liegende und im hellenistischen Judentum als Wort verstandene Vernunft, die dann auch bei Römern, die ihren in Vernunft erklärten Göttern nicht mehr opfern wollten, muss nach allem, was wir heute wissen, das Jesus Christus genannte und biblische Wesen sein.

Mir ist die Maßlosigkeit meines Anliegens klar. Trotzdem wage ich es, Wissenschaftler, denen ein junger Jude so sicher wie das 1x1 beigebracht wurde und die darauf ihre bisherige Forschung und ihre Lehre ebenso aufbauen, wie ihren Glauben, zu bitten mir zu sagen: Was spricht wissenschaftlich dagegen, die seit neuzeitlicher Aufklärung gegen die alten Glaubenslehren sprechende Vernunft als das historische Wesen und damit lebendige schöpferische Wort zu beurteilen. 

Mir ist auch bewusst, dass es dabei nicht um eine nebensächliche, nur theologisch interessante Frage geht. Wie sich vielmehr im aufgeklärten historischen Bewusstsein ein völlig neues Verständnis von Glaube oder dem maßgebenden Gotteswort damit Weltbild „er“gibt. Weil der Nachweis, dass die im heute wissenschaftlich erklärten kreativen Ganzen begründete Vernunft hinter dem als Weisheit/Wort in kulturgerechter Person von Mutter Kirche zur Welt gebrachten Gottessohn, ebenso wie der prophetisch-arabischen Ausdrucksweise von Mohammed im Koran steht, zu einer grundlegenden Revision der monotheistischen Religionen führt. Die sich bisher in ihren als das das eigentliche Gotteswort geltenden Büchern begründen.

Denn wenn die „christliche“ Offenbarung dessen, was den in Abraham und Moses zum Ausdruck gebrachten jüdischen Vätern schöpferisch wesentlich war und sein wird (JHWH) in dem deutlich wird, was heute in Evolution erklärt wird und wie auch im allegorischen Verständnis des Alten in antiker Aufklärung als das lebendige Wort verstanden wurde. Dann ist das sogenannte Gotteswort, dessen schriftliche Ausdruck die Texte sind, in gegenwärtiger Welterklärung und davon ausgehender Vernunft zu verstehen. Dann haben sich auch alle von einer menschlichen Vorstellung ausgehenden Gottesbeweise und –zweifel ebenso erledigt, wie der Glaube an ein Monsterwesen menschlicher Strickart, das dann als intelligenter Designer gelten soll. Wenn zur Zeitenwende die Vernunft offenbarte, was den Alten bedeutend war, wirft das ein völlig neues Licht auf unseren Glauben. Was jedoch nicht bedeutet, marcionisch das zu verleugnen, was den bisherigen Glauben anfänglich begründete. Wenn wir die Vorbilder im Stile der antiken jüdischen Bildung nicht als willkürliche Glaubensallegorie, sondern als frühen Ausdruck schöpfeischer Wirklichkeit lesen, die nun erneut in Vernunft zu verstehen ist, bestätigt sich vieles, was bisher blind geglaubt werden sollte.

Doch was spricht dagegen, wenn Monotheismus nicht mehr als der eine meist „gewaltige“ Unterscheidung des eigenen vorgesetzten Gottes von anderen Göttern verstanden wird? Sich im aufgeklärten Verständnis des Alten eine gemeinsame schöpferische Bestimmung im modernen Monismus aus Begeisterung für den in Vernunft erklärten evolutionären Lebensfluss ergibt. Wenn aufgeklärte Moslems, Juden und Christen, je mehr ihnen der Glaube bedeutend ist, dann das Gotteswort nicht mehr in längst durch menschliche Meinungen oder politisch manipulierten Büchern lesen, sondern sich an das halten, was auf wissenschaftliche Weise schöpferisch geboten, auf Weltfriedens- oder Klimakonferenzen ausdiskutiert oder als gesund für den eigenen Körper und Geist bekannt ist.  Könnte das nicht zum Friede zwischen Wissen und Glaube und auf Dauer auch zwischen aufgeklärten Kulturen führen, den bereits die noch christlichen Kalife, auf die sich heute die Gotteskrieger auf irrige Weise berufen, in der „Kult“ivierung des Logos erhofften?

Ich hoffe, sie verstehen so auch meine Unruhe und gleichzeitig mein Anschuldigung an die heutige Heilsprediger-Hypothese. Die ich letztlich für den Aufklärungs-Atheismus und Aberglaube  – auch im heutigen Kampf der politisch missbrauchten Kulturen – verantwortlich sehe. 

Die unter „jesus-lebt-wirklich.de“ im heutigen Wissen um die Entstehung unserer Kulturen ausführlich dargelegte Begründung (wenn auch noch nicht wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht) für den Öko-logos als das historische Wesen, versuche ich hier zusammenzufassen:

-Heute wird die Entstehung des alttestamentlichen Monotheismus nicht mehr in Mythen oder nächtlichen Eingebungen einzelner Männer begründet, sondern seit Echnaton mit Blick auf die Kraft der Sonne, des kreativen Ganzen oder in früher Natur-/Himmelbeobachtung. Wir wissen, wie sich dann in sog. Exilszeit, die sicher auch die in Zarathustra zum Ausdruck kommende persische Philosophie vom für menschliches Denken und Verhalten maßgebenden kreativen Ganzen oder Weltgeist aufgriff, in Befreiung von menschlichen Gottesbildern der prophetische Kult entwickelte. Oder wie von Hebräern Schöpfung in Schrift verfasst wurde und doch auch die die alten Mythen weitergeführt wurden. Sich so der bildlose Kult, für den in umfassender Kreativität (schöpferischer Wirklichkeit: Wort) das menschliche Verhalten geboten war, in bekannten Geschichten auf kreative Weise kult(ur)gerecht ausdrückte und damit eine Wirkungsgeschichte entwickelte.

Kann daher das, was dem Denken der Zeitenwende eine Erneuerung des prophetisch-bildlosen, Kultes und seiner allegorisch verstandenen Schriften, somit ein nun universales Judentum war, ein junger Mann, ein Mythos des Glaubens oder sonst rein spirituelle Maßgabe gewesen werden?

-Müsste nicht allein das Wissen über die Entstehung des prophetisch-bildlosen Kultes, als dessen Erfüllung sich die anfänglichen christlichen Denker (die nicht wie die reinen Vernunftjünger des Marcionismus das Alte Testament ablehnten) sahnen, unabhängig von aller heutigen historischen Kritik oder dem kulturellen Kontext und weiteren Wissen zu dem Schluss kommen lassen: Am christlichen Anfang kann  nur die Vernunft gestanden haben? Wie wissenschaftlich ist es weiter anzunehmen, dass in der Halluzination eines Wanderkynikers oder seines Sektenverfolgers sich ein Kult, der sich anfänglich aus der Beobachtung der fruchtbaren Regelmäßigkeit der Nilschwemme oder des Himmels ergab, Schöpfung in Schrift umsetzte, in Befreiung aus Ägypten bzw. persischem Exil und aus der Kreativität des Ganzen bei Moses dann das ableitete, was schöpferisch in Kult und Verhalten „geboten“ war, auf nun universale christliche Beine gestellt wurde?

-Wie wissenschaftlich ist es, den das Alte Testament in antiker Aufklärung allegorisch lesenden hellenistische Juden (die nicht nur den Grund der Christologie und späterer Diskussion ausmachten, sondern deren Weisheitstexte, Begriffe ins Neue Testament mit einflossen) und die die alten Kulttexte in Griechisch übersetzen, in der Vernunft das jetzt lebendige, universal gültige Wort verstanden, unterstellen wollen, später zur Sekte eines Heilspredigers oder Jesus-Mythos gewechselt zu sein? Kann Reformjuden, jüdischen Weisheits- oder Erkenntnislehre weiter unterstellt werden, einen jungen Mann als das gesehen zu haben, als was das christliche Wesen galt, gar wie der Marcionismus deswegen das Alte Testament aufgeben zu wollen?

-Wie wahrscheinlich (wissenschaftlich) ist es, dass auch Römer, die ihre Götter nicht für junge Männer hielten, deren kosmische Funktion und den staatstragenden Kult in einer inzwischen monistisch/monotheistischen Vernunft erklärten und sich kritisch damit auseinandersetzten, einen jungen Mann Namens Jesus oder Glaubens-Mythos als neuen Gott oder als maßgebend für das menschliche Verhalten gesehen haben, als sie zum Judentum konvertierten?

-Wie können wir das gesamte Denken der Aufklärung hellenistischer Hochzivilisation, der Wissen und Vernunft nicht nur als Mittler schöpferischer Wirklichkeit, sondern auch statt alter Orakel, Mythengötter und ihrer Gottkaiser auch maßgebend für den Kult und das Maß des Zusammenlebens wurden, ausblenden. Dann gegen einen jungen Mann oder Mythos eintauschen wollen, der in keiner der anfänglichen Denkweisen, keiner der als vor- oder urchristlich anerkannten, sich gegenseitig noch bekämpfenden wilden Bewegungen, an keinem Ort rund um das Mittelmeer das theologische Thema gewesen sein kann?

-Egal, wie sehr heute nicht nur Gestalten wie Marcion oder gar frühe Kirchenväter historisch in Zweifel gezogen werden. Macht nicht allein das Wissen um die in der ersten Jahrhunderten (unter Paulusschülern) stattgefundene hochtheologisch-philosophische Diskussion zwischen den verschiedenen von Vernunft/Logos ausgehenden Erkenntnislehren (auch die falsche Gnosis ablehnende Kirchenväter gingen vom Logos aus) deutlich, dass der Grund des sich in Paulus ausdrückenden neuen prophetischen Kultes kein junger Mann oder ein Glaubensmythos war?

- Waren die Erkenntnislehren, die aufgrund der Vernunft (Logos) das Alte Testament und seinen Gott ablehnten oder dualistische Modelle vertraten ebenso wie das dann zur Kirche werdende Denken, nur neue phantastische Gottesvorstellungen. Oder muss der Grund der Diskussion vielmehr im Wesen dessen gesucht werden, was auch heute als Vernunft gilt?

-Können Studenten, denen der Marcionismus und seine Logosbegründung beigebracht wird, die das Alte Testament bzw. alte Gottheiten völlig ablehnte, weil nur noch die Vernunft galt und daher im Kult neue in Erkenntnis und aus Weisheitsliteratur entstandene Texte gelesen wurden, weiter von einem jungen Mann oder spirituellen Glaubensmythos ausgehen?

-Wie kann im Wissen um die Vielfalt der in Schöpfung begründeten Weisheitslehren/logien, von denen einige Texte  als Neues Testament auch dem Evangelium auf die messianisch verehrten römischen Kaiser entgegengestellt wurden, von einem jungen Mann oder rein spirituellen Mythos ausgegangen werden?

-Wenn heute doch klar ist, dass nicht nur die Paulustexte von einem historischen jungen Wanderkyniker nichts schreiben. Vielmehr die Johannesliteratur vom Leben und der Bedeutung der Weltvernunft berichtet. Die später nach Matthäus oder Lukas benannten Texte aus Logien-Quellen, damit antiken Weisheitstexten herleiten, die mit Sicherheit keine Tonbandmitschnitte der Reden eines jungen Rabbi waren. Auch der eigenständige Markus eine kunstvolle hochtheologische Erzählung ist, bei dem die Vorbild-Modelle weder bei den griechischen Göttern, noch inzwischen auf jüdischer Seite, nur in historischen Männern wie einem Vielschreiber Namens Moses zu sehen wären. Wieso wird dann aufgrund dieser von neuplatonischen Logos-Lehrern  herausgegebenen kunstvollen Kulttexte ein junger Wanderkyniker hergeleitet? Was hat die Quelle, die in den verschiedenen exegetischen Theorien angenommen wird, mit der Sekte eines Wanderradikalen zu tun, wenn wir doch wissen, dass auch die Kyniker ihre Lehren und Lebensweise nicht aus persönlichen Ansichten, nächtlichen Eingebungen, sondern in der Vernunft/Logik aller Natur/Schöpfung begründeten?

-Was ist wissenschaftlicher: Die Markus und Matthäus zugrunde liegende Quelle nur in der Sekte eines Wanderpredigers zu suchen oder das auszuwerten, was das theologische-philosophische Thema der Zeit war: Eine schöpferischen Wirklichkeit, wie sie jetzt im Logos (Vernunft/Natur) erklärt war? Was mit Sicherheit auch  Johannes, den Paulustexte, Lukas, wie der Vielzahl sonstiger frühchristlicher Literatur zugrunde lag?

-Wo kommt im Neuen Testament, von dem heute in täglich erscheinenden dicken Büchern jeder Satz hochtheologisch begründet und von der Kritik längst in älteren jüdischen, wie hellenistischen Kult- und Göttergeschichten gelesen wird, ein junger Guru vor?

-Was ist wissenschaftlich daran, sich bei der Forschung nach dem, was den anfänglichen Denkern als Messias galt, im buchstäblichen Verständnis einiger von Logos-Lehrern ausgewählten Texte auf einen jungen Mann oder Mythos zu beschränken. Statt im geistigen Kontext der gesamten jetzt auf den Logos gründenden hellenistisch-jüdischen, wie griechischen Kult-Reformbewegungen der Zeit und damit auch der christlichen Textfüllte, nach der in Vernunft verstandenen schöpferischen Wirklichkeit (Logos: der Sokrates, Platon, aber auch Epikur oder den Kynikern zugrunde lag) als neuem theologischen Grund zu fragen?

-Warum wird dort, wo „Er“ sagte, wo anfänglich in Gottesbegriffen oder christologischen Titeln oder auch noch auf griechische Kultweise geschrieben wird und ein neuer Josua das Thema war, immer nur ein besonders schriftschlauer Junghandwerker mit dem zufälligen Allerweltsnamen Jesus  vorausgesetzt?

-Wieso sollte es bei allem dem, was heute über die Evangelienliteratur gewusst und geschrieben wird, nicht wissenschaftlich sein, die ganze Jesusgeschichten, die uns in die Wiege gelegt wurden, als den Zeit- und kult(ur)gerechten somit kreativen und dann kirchlichen Ausdruck dessen zu verstehen sein, was die Griechen als Logos, die Juden als Wort bezeichneten, den Reformjuden damaliger Bildung als Weisheit galt und heute wissenschaftlich erklärt und disskutiert wird?

-Wenn heute nicht nur die Konkordanz die Aussagen Jesus auf das Alte Testament bezieht, Gerd Lüdemann dann alles in Zweifel zieht und die Kritik, die die ganze Jesusgeschichte, von Geburt, Leben bis Leiden, Tod und Auferstehung bei den griechischen Göttersagen nachblättert. Wäre es da nicht die Aufgabe der theologischen Wissenschaft nachzuweisen, warum die in Schöpfung begründete Vernunft nicht von Menschen gezeugt, echt jungfräulich war und wahrhafte Wunder bewirkte? Statt in weihnachtlichen Dokumentarfilmen zu fragen, warum ein Zimmermann seine fremdgegangene Frau vor der Steinigung schonen wollte oder der Kritik Recht zu geben, die alles als den Göttersagen nachgeplapperter Lug und Trug zur Manipulation der Masse hinstellt.  

-Wieso werden von den Kritikern, aber auch in der kirchlichen Forschung meist nur die Kultbilder betrachtet, gleichzeitig nicht nur bei Lukas von einer hochtheologischen Literatur geschwärmt, ohne die schöpferische/kreative Logik zu bedenken, die damals eine als eine in Vernunft offenbare kosmische Wirklichkeit verstanden und deren zeitgemäß kulturelle Ausdrucksweise, die Gegenstand der Diskussionen war, sich heute auf evolutions-, kommunikations- oder kulturwissenschaftlich neu führen lässt?   

-Warum sollte sich heute nicht deutlich machen lassen, warum die menschliche Ausdrucksweise (der wahre Mensch, den die frühen Logos-Philosophen/Theologen wie Justin und andere Kirchenväter betonten) nur so die kulturelle Wirkung erzielen konnte. Warum allein die philosophischen Logos-Lehren, bei denen weiter die Götter wirkten, zu kurz griffen. Damit auch der biblische Jesus kein doketistisches Scheinwesen, sondern wahrer Mensch, echte Kreativität in menschlicher Kultur war. Nur so das bewirken konnte, was in Geschichte zu beobachten und biblisch bebildert ist.

-Macht nicht gerade auch das heutige Wissen über den gemeinsamen Ursprung von Kirche und Isalm deutlich, dass die Verfasser des Koran, die die ihnen ebenso geltenden Vernunftlehre/Weisheit als prophetische Rede eines Mohammed sprechen ließen und die kirchliche Ausdrucksweise des von ihnen als neuen Josua/Isis gesehenen Gottessohnes ablehnten, mehr als deutlich: Bei der messianisch beschriebenen Mutter und dem Sohn der Kirche, der auch ohne das Kreuz der westlichen Göttersöhne tragen zu müssen, als Wort/Logos verstanden wurde, kann es den arabischen Denkern nicht um die Story von einer hebräischen Handwerkerfamilie gegangen sein?  (Hiermit beschäftigen sich mehrere Kapitel.)

-Was sagt es uns, wenn bei den Jesusbüchern des Kirchengeschichtskenners Benedikt XV.  bemängelt wurde, dass er sich nur an den „biblischen Jesus“ gehalten, die dem päpstlichen Platoniker als christliches Wesen bedeutende schöpferische Vernunft/Logos beschrieben hätte?

-Hat er nicht genau die Vernunft als christliches Wesen beschrieben, die nun sein Nachfolger in der  Enzyklika und weltweiten Predigt als eine ganzheitlich öko-logischen Lebensweise als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft ohne Kulturaufklärung vergeblich fordert?

-Und wenn er seine Predigt nebenbei nicht mehr biblisch oder in den Worten eines Guru, sondern in gegenwärtiger Vernunft begründet. Hat er damit in seiner Praxispredigt, nicht ebenso die Geschäftsgrundlage gewechselt, wie sein Vorgänger in philosophisch-theologischer Begründung?

-Und wenn  Ihr Doktorvater Klaus Berger die heutige historische Kritik, bei der nur einen junger Heilsprediger hinten herauskommt, als „Bibelfälscher“ beschimpft. Wird er da nicht selbst zum Bibelfälscher, wenn er weiter sich weigert, über die Vernunft bzw. kreative Logik als christliches Wesen nachzudenken?

-Wenn der Professor, wie die Päpste die Welt im eigenen Glauben an einen jungen Mann oder Mythos lassen, gleichwohl sie wissen, dass mehr war. Was spricht dagegen, konsequent den antiken Logos in heutiger Ausprägung als das kulturgerecht zum Ausdruck gebrachte schöpferische Wesen zu bedenken?

-Wieso wollen Sie Texte, die dem alleMacht im Himmel, wie auf Erden gegebenen, anfänglich so auch genannten und bis heute in der östlichen Kirche hängenden Pantokrator, jetzt nicht mehr in Göttergestalt, sondern in der Art eines heilsbringenden Weisheitslehrer der Zeit schildern, zur Geschichte eines jungen Judenvergewaltigen?

-Verweist nicht selbst der gegen taube Gesetzlichkeit sprechende Wanderkyniker, wie ihn nicht nur Gerd Theisen für den historischen Jesus hält, auf die in Natur/Schöpfung begründete Vernunftlehre? Die nicht nur bei den Kynikern, in der Stoa, sondern auch bei bildloser jüdischer Bildung und Reform das nun maßgebende Wort war?

-Wie kommt die heutige Wissenschaft dazu, aus Kulttexten, die von als Kirchenväter geltenden Neuplatonikern, in deren Lehren bekanntlich der Logos das christliche Wesen war, unter einer Vielzahl das christliche Wesen völlig unterschiedlich bebildernden Kulttexten ausgewählt wurden, nur einen dann heilig gesehen oder hochgestapelten Junghandwerker herleiten zu wollen?

-Würden Sie den bei Griechen für die Weisheit stehenden Hermes, von dessen Hirte der Text handelt, der für die frühe Kirche ebenso bedeutend war, wie die Evangelien und über dessen Aufnahme in den Kanon gestritten wurde, dann auch als historischen jungen Mann erforschen wollen und dies als einzig wissenschaftlich bezeichnen?

-Und wenn kein neuer Kultlesetext notwendig gewesen wäre. Wenn es weder einen Marcionismus, noch die Kaiserevangelien oder Göttergeschichten gegeben hätte, die als erfüllt gesehen wurden. Und daher nicht die Notwendigkeit bestanden hätte, das den Weisheitslogien zugrunde liegende und als lebendige Wort verstandene Wesen in der Gestalt eines wanderkynischen Weisheitslehrer zum Ausdruck zu bringen. Wie wissenschaftlich wäre es dann, den steinscheudernden König eines wahrscheinlich nie gewesenen Volkes (vielmehr Verstandes) oder einen meeresteilenden Volksbefreier und Vielschreiber als den historischen Wesensgrund des Christentums zu untersuchen?

Wer aufgrund heutiger Forschungsergebnisse deutlich macht, warum nicht nur die Geschichten der alten Juden, sondern auch die Göttergestalten in Vernunft erfüllt waren. Wie so eine echte Erneuerung des bildlosen Kultes vom kreativen Ganzen und seines unvorstellbaren Grundes, ebenso wie der Göttermythen war. Und es im göttergewohnten Westen auf kreative Weise kulturvernünftig war, dass die Kirche die Vernunft in Person (Rolle/Aufgabe) eines Gottesssohnes zur Welt brachte, der an diesem Kreuz leiden musste. Während die Araber im Koran in Bezug auf Zarathustra die prophetische Ausdrucksweise wählten. Wie kann der es für wissenschaftlich halten, weiter erforschen zu wollen, warum ein junger Wanderkyniker in den Himmel gehoben wurde?

Hier ist nicht Raum genug, um deutlich zu machen, dass die ganze Mission, bei der heute nicht mehr das im Mittelalter entworfene Märchen der Kirchengeschichte und Konstantin gilt, nur von der auch den spätantiken Kaisern maßgebenden und heiligen Vernunft ausgegangen sein kann. Die neuplatonischen Verehrer der jetzt in Vernunft erklärten kosmischen Wirklichkeit/Sonne, wie Konstantin oder Julian, der sich in den letzten Lebensjahren wieder dem traditionellem Götterkult zuwenden wollte, wollte er in der noch heillos zerstrittenen Kirchen keine Zukunft sah, kommen auf meiner Homepage selbst zu „Wort“. 

Sie machen auch deutlich, dass die jahrhundertelange Christologie-Diskussion um das Wesen der Vernunft im Verhältnis zum Väterglaube (ob griechische Götterväter und ihre Söhne oder jüdischen Kult) und seine vernünftig-kulturgerechte Ausdrucksweise, aus der sich wahrscheinlich auch der Islam abspaltete, keinen jungen Mann mit Namen Jesus zum Thema hatte. Wie heute alle dicken Bücher über die ersten Jahrhunderte glauben machen wollen. Dabei Seite für Seite, in jeder der beschriebenen Diskussionen, der vielfältigen doketistischen oder von einem echt schöpferisch/göttlichen und gleichzeitig menschlichen Wesen ausgehenden Denkweisen und Bewegungen deutlich machen, dass die Vernunft das theologische Thema der Debatten war, die zu gegenseitigen Häresievorwürfen führten. Selbst jemand, der von einem jungen Wanderkyniker ausgeht, den er Sonntags als Gottessohn predigt, musst doch erkennen, wie absurd es ist, den Intellektuellen der damaligen Zeit einen jungen Mann oder Mythos unterstellen zu wollen.

Ersparen Sie mir ihre neutestamentlichen Vorgänger aufzulisten, die als Radikalkritiker gelten und den Logos noch wie einen Jesus-Mythos als das christliche Wesen belegten, weil die Zeit noch nicht reif war, in der Vernunft neuzeitlicher Ausklärung (dann Öko-logos genannt) auch das historisch wirksame Wesen zu bedenken. Denn dass etwas Bedeutendes war, sich die bekannten christlichen Anfänge nicht nur in Lug oder gar mythischer Selbstbetrug begründen lassen, dürfte wissenschaftlich klar sein.

Doch wieso es nicht wissenschaftlich sein soll, die von natürlicher Schöpfung ausgehende Vernunft, die an Weihachten wieder vergeblich gepredigt wird, im aufgeklärten christlichen Verständnis, als gemeinsames Kulturgut bedeutend, statt die christliche Lehre von einem jungen Mann als Myhtos weiter lächerlich zu machen, das bitte ich von ganzem Herzen mir konkret zu schildern.

Worin liege ich falsch? Wo ziehe ich die verkehrten Schlüsse aus dem heute gegeben Wissen? Oder warum darf und kann es nicht sein, dass sich hinter der biblischen Gestalt des Jesus die überkommene Gottesvorstellungen und Gesetzlichkeit vertreibende Gestalt der in Schöpfung gegebenen, heilsbringenden Vernunft, auch Josua verbirgt, die im Orient auf prophetische Weise zur Sprache gebracht/Wort wurde. Damit die heute auf Weltkonferenzen ausdiskutierte und von Intellektuellen in Bezug auf den Antiken Logos oder an Weihnachten in der Kirche gepredigte Vernunft zum gemeinsamen Maß der Dinge wird?

Ich hoffe, Sie verstehen daher meine Ungeduld, ebenso wie dass ich die heutige Hochschullehre, die der ich demnächst als Gast mithören will,  was gegen meine Überlegungen spricht, nur einen jungen Heilsprediger als wissenschaftlich gelten lässt, für Atheismus, wie Aberglaube, nicht nur in christlichen Reihen, verantwortlich mache . Auch wenn ich weder der alten Sprachen mächtig bin, noch alles weiß, was heutiger Wissenstand der Forschung ist. Mir ist klar, dass die Forschung, die in Wirklichkeit nur zeigt, warum das nicht sein kann, einen jungen Mann oder meist einen literarischen Jesus-Mythos an den Anfang stellt und dabei vom „Wort Gottes“ (wer immer das dann auch ist) spricht.

Nachdem ich eine Berufstätigkeit beendet habe, die mir nicht nur zeigte, wie menschliche Gemeinschaften bekannte Bilder, Geschichten, Gesichter, einen in (Unternehmens)kultur vermittelten gemeinsamen Sinn (Logos) benötigen, sondern wie Gemeinwohl und Zukunft nicht per Gesetz, Vor-schriften und Controlling zu machen sind, wie selbst ein dem Gesetz nach allein dem Gemeinwohl dienende Unternehmen seinem Sinn nicht gerecht werden kann, wenn der Gemeinschaft der Geist fehlt, will ich mich dem weihnachtlichen Thema zuwenden: Wie die römisch-katholische Kirche von antiker Theologie/Philosophie die Aufgabe übernahm, die von Schöpfung gezeugte Logos-/Vernunft zeit- und kulturgerecht im Erbe der Göttersöhne, wie jüdischer Mythen – und damit nicht als Schein- sondern echt schöpferisches Wesen - zur Welt zu bringen.

Da mich Ihr Doktorvater auf die unter meinem Namen im Netz oder unter www.theologie-der-vernunft de nachzulesenden Bitten, den Logos auf wissenschaftliche Weise bedenken zu lassen, nur auf die Bibel verwies. Wo allerdings von einem jungen Mann an dem er festhält und den er auf mythische Weise vergeblich als schöpferisches Wesen erhalten will, nichts zu lesen wie. Weil nicht nur jede Dissertation ihrer jungen Kollegen, die täglich erscheinenden Werke über die theologische Bedeutung der Texte oder jede Predigt zeigt, dass es – wie er ja auch selbst in „Bibelfälscher“ bestätigt - beim biblischen Jesus nicht um einen jungen Rabbi oder Wanderkyniker gegangen ist.

Und da auch ähnliche Briefe an Theologen oder die Bitten an den als platonischen Anwalt schöpferischer Vernunft geltenden Kirchengeschichtskenner Bennedikt XVI., die von ihm als Wesen des christlichen Glaubens im Weiderdenken der antiken Philosophie bezeichnete Vernunft als den historischen Jesus bedenken zu lassen, nicht zum Ergebnis führten, habe ich mich selbst auf den Weg gemacht.  Im Sinne dessen, was heute wissenschaftlich über sie bekannt ist, habe ich unter www.jesus-lebt-wirklich.de beispielsweise auch Zarathustra, Seneca, Konstantin oder Julian über das christliche Wesen sprechen lassen und weiter logische Schlüsse aus der historischen Kritik oder dem Wissen über die Anfänge im Rahmen einer evolutionären kulturellen Entwicklung und Neuerung gezogen.

Nachdem wie vielfältig dargelegt immer deutlicher wird, warum und wie die biblischen Kultlesetexte entstanden und keine historischen Berichte sind, selbst warum jetzt ein Weisheitslehrer als neuer Judenkönig und lebendiges Wort in die Rolle griechischer Götter, römischer Kaiser schlüpfen musste, so echt ein neuer Josua war. Wie kann es daher als wissenschaftlich bezeichnet werden, nur die Mythologisierung eines jungen Mannes mit zufälligem Namen Jesus als historischen Grund zu bedenken? Statt das, was die Wende und Neubegründung des alten Kultes bewirkte, Thema aller anfänglichen Denker und Diskussionen und auch der neuen Kultlesetexte war, die heute täglich in dicken Büchern hochtheologisch beschrieben werden, zum wissenschaftlichen Thema zu machen?

Mir ist zwar klar, dass ich völlig gegen den Strom heutiger Lehre schwimme. Doch was macht es für einen Sinn, nur gewohnt weiter aufs offene Meer zu schwimmen, sich immer weiter vom Grund zu entfernen, statt die ständig in der Kirche geforderte Wende einzulegen, sich zu bekehren, Buße zu tun und sich von den Wellen des gegebenen Wissens einfach ans sichtbare rettende Ufer treiben zu lassen?

Wie kann ich erreichen dass die theologische Wissenschaft nicht weiter nur nach einem jungen Mann  als historisches Wesen fragt, den die Radikalkritik verneint und nur einen Mythos hinterlässt, sondern im Logos und damit der heutiger Aufklärung heiligen Vernunft das historisch wirksame und biblisch bebilderte Wesen bedacht wird? Was ist falsch oder unwissenschaftlich an meinen Überlegungen?

Ich würde mich freuen und wäre ihnen Sehr dankbar, wenn ich Antwort auf einige meiner vielen Fragen bekomme, die mich weiter- oder von einem falschen Weg abbringen.

Mit vielen herzlichen Grüßen und allen guten Wüschen für das neue Jahr

Gerhard Mentzel