Das Erbe des Heidentums

..ist die christlich-kirchliche Ausdrucksform des Öko-Logos als Gottessohn.

 Die heutige Theologie verdrängt die Übereinstimmung von Geburt, Wirken bis Tod und Auferstehung des christlichen Gottesssohnes mit griechischen Göttersöhnen. Sie tut weiter so, wie wenn die Lebensgeschichte eines Wanderkynikers nur etwas ausgeschmückt wurde. Die Kritik will daher nur kirchlichen Betrug mit aufgewärmten Mythen entlarven. Doch in historischer Wirklichkeit zeigt sich:  Die Logos genannt Vernunftlehre antiker Aufklärung war nicht nur an die Stelle der Mythen getreten. Die Vernunft wurde damals als das gesehen, was bisher beispielsweise auf mythische Weise jungfräulich, unvoreingenommen, nicht menschlichen Ursprunges, sondern allein von Schöpfung bezeugt war, den Teufel Austrieb, von Lahmheit befreite und Fortschritt brachte...

In unvoreingenommener Auswertung der Anfänge wird so klar, warum die Vernuft im Westen im Erbe der Göttersöhne auf kreative Weise zur historischen Wirklichkeit werden musste.

Bildergebnis für das erbe des heidentums

 So wie für Harald Specht ein mittelalterliches Kunstwerk der Anlass war, den aktuellen Stand der Forschung über die Wuzeln der jüdisch-christlichen Kultur im Heidentum (daher dann in Vernunft erklärter Verherrlichung der Natur) aufzulisten, ist sein Buch Anlass die wissenschaftliche Erkenntnis weiterzudenken. So die in natürlicher Schöpfung begründete philosophische Vernunft als das prophetische "Wort" nachzuweisen. Damit dann auch deutlich zu machen, warum nach dem Wandel vom Mythos zum Logos die Vernunft als auch für Griechen maßgebende Bestimmung/Wort entsprechend dem heidnischen Erbe in Form eines Gottessohnes als neuer Josua, Jesus zur Welt gebracht werden musste.

Spechts Werk, das weit über das christliche Erbe im naturbezogenen Heidentum hinaus die aktuelle Sicht der gesamten Kult(ur)geschichte, incl. der schöpfungsbegründeten biblischen Anfänge und deren ebenso auf Natur bauenden Vorgänger auflistet, vertritt die radikalkritische Sicht. Für die steht in Deutschland derzeit der auch beim Buch mitwirkende Herman Detering. Der Berliner Pastor wird zwar für weihnachts-wissenschaftliche Diskussionsrunden vom Fernsehen eingeladen, ist aber ein weitgehend einsamer Streiter auf der Spur der meist holländischen Neutestamentler. Die haben bereits vor Jahrzehnten ohne Antwort auf ihre Argumente nachwiesen, dass kein junger Jude, sondern der griechische Logos im jüdischen Verständnis das Thema des Neuen Testamentes war und ist. Es bei dem später nach Josua, Jesus genannten, nicht nur die Geister vertreibenden, sondern schöpferisch-maßgebenden Wesen daher eindeutig um das ging, was wir nur etwas naturwissenschaftlicher beschreiben. Denn dass der Logos kein neuer Glaubensmythos oder nur ein Geisteskonstrukt war, wie im Kurz-schluss die Kritik bisher leider unterstellt, sondern was uns heute als Ökologie und wahre Vernunft maßgebend sein muss, wird auf fast allen 700 Seiten bei Harald Specht deutlich.  

Dies wirft ein völlig neues Licht auf alle Glaubenslehren und ihr Gottes- besser Schöpfungsverständnis sowie die davon ausgehenden Lehren. Statt die christlich-kulturellen Wurzeln weiter kritisch gegen alle Vernunft zu stellen und dann zu verdammen, den Glaube (der im Grunde kein für wahr halten von Mysterien oder einem Macher war, sondern gutheißen, sich ganz für natürliche Kreativität einsetzen) zu banalisieren und privatisieren, führt die Aufklärung über die wahren Anfänge zu einem kritikfreien Verständnis. Das Friede und kreative Vernunft - Ökologie- in Kultur bewirken kann. Denn ob sich Menschen auf Buchstaben, traditionelle nationale Lehren und Gründergestalten berufen, die die gesamten Glaubenslehren zum Mythos machen, was dann zur gegenseitigen Manipulation missbraucht wird. Die Glaubenslehren daher nicht nur als Lug und Trug verdammt werden, sondern in ihrer heutigen Form zu Konsearativität, statt Kreativiät und Kampf der Kulturen führen. Oder ob sich die monotheistischen Geschwister auf mündige Weise klar werden, wie die gemeinsame Kult(ur)wurzel in dem liegt, was heute auf Weltkonferenzen als ökologisch bzw. vernünftig für das gemeinsame künftige Wohl diskutiert wird, im Bewusstsein ihrer Kultur daraus eine tiefgreifende schöpferische Verant-wort-ung für eine völlig neue kreativ-vernünftige Lebensweise ableiten. Bei der der Krieg zwischen Wissen und Glauben bzw. den Kulturen dem Gestern angehört. Das hängt maßgeblich vom aufgeklärten Verständnis der grundlegenden Anfänge ab, das sich dann mit der Zeit durchsetzen wird: Auferstehung.

Auch wenn klar ist, dass die gesamten urchristlichen, incl. biblischen Geschichten, Lehren und Diskussionen nicht von einem jungen Mann Namens Jesus als einem die Götter ablösendem Gottessohn oder sonst einem Mythos, sondern von der Logos genannte genannten Vernunftlehre antiker Aufklärung ausgingen. Wie der Sinn machende natürliche Lebensfluss nach universalen Gesetzen (heute Öko-logie) von Vorsokratikern wie Heraklit her bekannt war und den Mythos und seine Göttersöhne dann (christlich) auch im Kult verdrängte.

Und auch wenn es in kultureller Entwicklung logisch ist, dass der im jüdischen Sinne als Wort (hebr. Vernunfthandlung) verstandene Öko-Logos im Laufe der westlichen Geschichte in Gestalt eines wanderpredigenden Weisheitslehrers und Reformers zum Ausdruck gebracht wurde. Damit nicht nur die christliche Lehre und Ethik bzw. die biblischen Worte Jesus auf die philosophische Vernunftlehren, wie die Stoa bzw. antike vom Logos ausgehende Weisheitslehre verweisen, sondern auch das biblische Bild. Daher auch der Wanderpredigende Reformer und Weisheitslehr für das steht, was nach den Gesetzen der Natur/Schöpfung für ein gerechtes (öko-logisches) Leben galt, um menschliche Gier und Kurzsicht der Weltvernunft zu unterstellen und zu einer Reform der jüdischen Kultvorstellungen, wie der Verdrängung der griechischen Götterbilder führte. Denn auch wenn in der Antike weder durch menschliche Gier verursachte Klimakatastrophen oder den Vielfraß von Rohstoffen den derzeitigen Real-Kannibalismus an den Kindern befürchten musste, die Stoa keine ökologische Bewegung im heutigen Sinne war. Ein Leben entsprechend der Gesetze der Natur steht in den Lehrbüchern über die antike Philosophie, wo vom Logos gesprochen wird. Was der Monist Ernst Hackel, der den Begriff Öko-logie prägte, erst vor wenigen Jahren wieder aufgriff. Es war ein Begriff, der dann im gesamten monistischen Neuplatonismus, in christlicher Lehre, wie allen Kirchenvätern und insbesondere der Lehre der Stoa galt. Deren Ethik ganz offiziell im Neuen Testament, gleichwohl dort von den Worten Jesus geschrieben ist, nachgeblättert wird.

Neben der Lehre ist es beispielsweise auch die Lebensweise eines Wanderkynikers, der im banal-rationalistischen Kurz-schluss dann als historisches Wesen an Hochschulen gelehrt wird, die auf das verweist, was wir Ökologie nennen, aus Natur ableiten. Es waren die Gesetzte der Natur, heute sagen wir Ökologie, die der asketische Aussteiger Diogenes (Leitfigur der Kyniker)  mit drastischen Mitteln leben wollte. Letztlich war dies das Bestreben aller nicht mehr vom Mythos, sondern von Vernunftgesetzen/Logos ausgehenden Schulrichtungen antiker Aufklärung in hellenistischer Hochzivilisation. Allen voran die Stoa, die rund das Mittelmeer galt. Dabei müsste klar sein: Auch wenn die natur-/kulturphilosophischen Denker von in Vernunft erklärten traditionellen Göttersöhnen sprachen, die für den Staatskult maßgeblich waren, so wäre in wildesten Fieberträumen keiner auf Idee gekommen, in einem der Philosophen oder gar einem jüdischen Wanderkyniker den Grund des mit Zeus umschriebenen monistischen Monotheismus und der davon abgeleiteten Sinn- und Vernunftlehre (Logos) zu sehen. Das ist so absurd, wie dort, wo vom Logos gesprochen wurde, einen Glaubensmythos unterstellen zu wollen. Weder Diogenes, noch andere Denker oder jüdische Weisheitslehrer waren Mystiker oder gingen vom Mythos aus. Die Gesamtnatur, der Öko-logos war deren Lehrer. Der bei den Christen dann auch die Geister, die noch den Neuplatonikern geltende menschliche Gottesbilder und Kultmysterien zwar ablöste, aber das Erbe weitertrug.

Doch auch diese geerbten Kultbilder und ihre Geschichten, die noch heute den Geist selbst der Kritiker gefangen halten, verweisen eindeutig auf den Logos. Auch die dem Christentum vorangegangenen und mit ihm in den ersten Jahrhunderten konkurrierenden Kultformen sowie die davon übernommenen Geschichten und Gestalten zeigen deutlich:  Wo in der Bibel Jesus steht, den die Kirche später als Gottessohn in menschlicher Gestalt zur Welt brachte und aus dem im Koran prophetisch Mohammed wurde, ging es um das, was wir heute als Weltvernunft diskutieren.

Nicht nur die biblische und insbesondere frühkirchliche Bezugnahme auf alttestamentliche Aussagen und Gestalten, was nach heutiger Theologielehre nur die Herrlichkeit eines hellenistierten jüdischen Heilspredigers beschreiben soll, macht im Licht inzwischen gegebenen Wissens um die Begründung der alten Lehren in schöpfersicher Realität/Natur klar: Der junge Heilsprediger war nicht. Mit der verdeutlichten kosmischen Begründung alttestamentlich-montheistischer Theologie hat ein egal wie gestrickter junger Jude nichts zu tun. Auch in den von der Kirchenlehre meist verschwiegenen und dann für die Kritikern als reiner Betrug geltende Übernahme griechischer Göttersagen (damit von Naturvergötterungen, die zur Zeitenwende in Vernunft erklärt wurden) in den Jesusgeschichten, macht mehr als deutlich: Beim heute Jesus genannten Wesen hat es sich historisch um das gehandelt, was wir heute als Weltvernunft bezeichnen, sich wie die Öko-logielehre aus der natürlichen Schöpfung, Betrachtung des zusammenhängenden Ganzen ableitet.

Wenn sich beispielsweise nicht nur die christliche Gottesmutter als das erweist, was in Isis beschrieben wurde, sondern die gesamte Geburtsgeschichte der später nach Josua benannten Weisheits- oder Vernunftlehre (damit Jesus Christus) den Kultgeschichten des Mithras nachgestellt wurde, dann ist das logisch. Es war kein Betrug, sondern die kreative Vernunft des ausdrückenden Wesens (beispielsweise der Kaisermutter, egal ob es eine Frau namens Helena gab oder auch sie ein Bild ist). Eine die alten Götter nicht weitere verehrenden, daher als christlich verfolgte Denkweise, die sich gerade in der westlichen Welt noch bis 600 n.Chr. mit dem Männerkult der Mithrasmysterien auseinanderzusetzen hatten,  benötigen nicht nur eine bekannte Geschichte. Wo Mithras und sonstige alten Orakel bereits in Vernunft/Weisheit (Christus) erklärt waren, da war neben den alttestamentlichen Hoffnungsgestalten auch die griechischen Mythen realgeschichtlich in Vernunft erfüllte/erklärte Wirklichkeit geworden: Aufgeklärter Verstand, kurz „Auferstehung“.  

1. Erblast: Vorbilder der Vernunftlehre halten bis heute gefangen

Das Christentum hat von seinen jüdischen oder ägyptischen, aber auch sog. heidnischen (griechisch-römischen) Vorgängerkulten jedoch nicht nur die von der Kritik ständig ins Feld geführten Kult(ur)vor-bilder geerbt. Die Tatsache, dass die Gestalten und Geschichten des christlichen Kultlesetextes, von Geburt, Wirken, Tod und Auferstehung Jesus antike Vorbilder in Isis, Mithras, Osiris & Co. haben, verweist nicht nur darauf, dass es auch bei in den Kanon aufgenommenen Kultlesetexten nicht um die Lebensgeschichte eines egal wie gestrickten Wanderkynikers oder Mystikers ging. Vielmehr wird in der radikalkritischen Auswertung der Anfänge und den in kreativer Natur sowie Kultur begründeten alten Kultwesen der Nachweis erbracht: Die Logos genannte, in natürlicher Schöpfung begründete Vernunftlehre antiker Aufklärung, was heute als Öko-logie bezeichnet wird, war in geschichtlicher Wirk-lichkeit das historische „christliche“ Wesen des erneuten Josua, Jesus.

Auch wenn die heutige Radikalkritik den Schritt noch nicht geht, meist in den Bildern, biblischen Aussagen oder ihrer Gegnerschaft zu den dogmatischen Glaubenslehren gefangen bliebt und alles als grundlosen Lug und Trug, Glaubensmythen zur Manipulation der Masse betrachtet. Wenn Herman Detering im Nachgang zu einer Fernsehdiskussion, bei der er gegenüber zwei weiteren Theologen den Radikalkritischen Standpunkt vertrat, dass es keinen historischen Jesus gab, in seinem Blog unter "radikalkritik.de" weiter argumentiert, dann macht er deutlich dass der Öko-logos das Thema war. Seinen Gegnern ist zuzustimmen, das Christentum und seine Geschichte sind können nicht frei erfunden sein. Allein weil der Wandel vom Mythos zum Logos war, die Ablehnung der Götterverehrung als Staatskult einen Grund hatte, weder die sich mit dem neuen Kult auseinandersetzenden Kaiser und Vordenker der Kirche und die gesamten in heftiger Konkurrenz stehenden urchristlichen philosophisch orientierten Erkenntnisbewegungen keine Mythenschiede, sondern Platoniker waren. Und wenn dann das Kreuz ins Spiel kommt, das mit Sicherheit am Anfang nicht als Galgen für den heute angenommenen rebellischen Guru galt, dann macht auch Detering in seinen Ausfürungen über die antike Bedeutung des Kultzeichens deutlich: Ein besseres Logos für das, was der antiken Aufklärung als Öko-logos galt und leiden musste bzw. für die Kreativität des Ganzen steht, als das Kreuz, gibt es nicht. Und wie die Verweigerer der Götterbilder massenweise aufgehängt wurden, die Vernunftlehre ganz konkret am Kreuz leiden musste, ist auch bekannt.

Ein Beispiel von Kritikern, die im Kurz-schluss der alten Bildern und Begriffe gefangen, alles als Betrug sehen, ist auch im Forum "Atheisten.org" zu beobachten. Auch wenn man von den Kritikern viel lernen kann, so können verbitterte ehemalige Klosterschüler und andere in der Kulturgeschichte und alten Sprachen bewanderten Denker unmöglich erkennen, dass die ihnen heilige Vernunft das Wesen des christlichen Kultes war. Auch dort wird oft gefangen in den ständig geposteten, vom Heidentum geerbten Vor-Bildern und damit in Verweigerung besseren Wissens dem Christentum unterstellt, eine reine Luftnummer bzw. freie Konstruktion zur Manipulation der Menschen zu sein.

Wenn beispielsweise noch bis ins 16. Jahrhundert, bei der in der „Versio Vulgata“ von Hieronymus zusammengefassten, volksförmigen lateinischen Übersetzung im „Hirt des Hermas“ von Hermes die Rede war und nichts von Jesus zu sehen ist (was dann als Beleg für die späte "Konstruktion des Christentums", angeblich zur Volksverdummung aufgegriffen wird), dann wissen wir: Dem römisch-jüdischen Verfasser des um 150 wahrscheinlich in Ägypten oder Syrien-Palästina verfassten, später in Rom gehandelten, heute völlig mysteriös und apokalyptisch wirkenden Textes ging es nicht um den heute an Hochschulen geltenden Heilsprediger. Im Gegensatz zu Johannes ist in diesem Text nicht auf den zugrunde liegenden Logos verwiesen. Doch was dem nicht nur griechisch schreibenden Verfasser des reichlich bildhaft ausgemalten frühchristlichen und auch wenn umstrittenen, trotzdem lange in den Lesekult aufgenommenen Textes galt, wissen wir. So wenig, wie dort von der Geschichte eines Wanderpredigers berichtet wird, ging es um einen Mythos, der dem jungen Mann aufgesetzt oder nur zur Manipulation der Masse frei erfunden wurde.

Wer die griechischen Mythengeschichten als großartige Literatur ihrer Zeit liest, der darf sich über diesen Text nicht einfach lustig machen. Bereits die in Kultgeschichte gefasste moralische Belehrungen verweisen auf die philosophischen, vom Logos ausgehenden Lehren der Zeit. Auch wenn im Stil von Kulterzählungen sprechende Engel ein und aus fliegen, wo von einer in die Jahre gekommenen verfallenen Matrone, dann jungfräulichen Mutter Kirche (keiner jungen Hebräerin) gesprochen wird, da wird die von Vernunft ausgehende Reform in eine Kultgeschichte gepackt. Wie für andere apostolischen Vätern wie Justin und das gesamte griechische Denken und auch für Reformjuden in Ägypten und Palästina galt auch für den Verfasser des Textes die Logos genannte Vernunftlehre antiker Aufklärung. Wie keinem Verfasser von Kulttexten (noch weniger der, die den Weg in den Kanon fanden), ging es dem phantastisch Schriftsteller über den Hirt des Hermas um den heute angenommen jungen Heilsprediger als Gottessohn oder nur einen fiktiven Glaubensmythos. Vielmehr verweisen auch hier die Götterbegriffe und heidnischen Geschichten ganz eindeutig darauf, dass am Anfang der Öko-Logos das Thema war. 

Was sich beileibe nicht allein am olympischen Hermes, nun Sohn des im antiken Monismus für das kreative Ganze stehenden Zeus zeigen lässt. Der nicht einfach der Schutzgott des Handels aus Arkadien war, sondern von Neuplatonikern als Platon und Pythagoras zugrunde liegende, gegenwärtige kreative Wirklichkeit gesehen worden sein soll. Wie übrigens der jetzt in Vernunft nach kausalen Gesetzen als Natur erklärte Lebensfluss – der Öko-Logos -  den philosophischen Lehren des Platonismus, aber auch der Weltmathematik des Pythagoras zugrunde lag, ist kein Geheimnis.

2. Der Grund der Glaubenslehren lag in natürlicher Schöpfung

Wer wie Harald Specht in „Das Erbe des Heidentums“ deutlich macht, wie fast alle christlichen Vorbilder, Begriffe oder Gestalten ihre Grundlage in Begeisterung für die Natur, der Beleuchtung des Kosmos und davon ausgehender Weisheit oder der Betrachtung des systematisch-geordneten Sternenhimmels hatten, der weist in Wirklichkeit nach: Weder ein junger Mann, noch ein neuer Mythos – wie der Kritiker annimmt – sondern das jetzt in Vernunft (als Logos) erklärte kreative Werden, das dann auch die alten Geister, erstarrte Traditions- bzw. jüdische Nationalgesetzlichkeit und Mythengötter ablöste, war das christliche Wesen.

Für jemanden, der unter „jesus-lebt-wirlich.de“ nicht nur die christlichen Vorgängerkulte, vom die Kreativität des Ganzen in der Sonne verehrenden Eschnaton, über die himmelbeobachtenden, Schöpfung in Schrift verfassende Hebräer, fruchtbare Natur beobachtende Ägypter, bis den die persische Philosophie vom kreativen Weltgeist weiterdenkenden Propheten der sog. Exilszeit als Belege für den christlichen Logos auswertet. Und der dann dicke Bücher über germanische Mythen wälzt und forscht, wie auch die dann in Natur/Vernunft begründete westlichen Kulte, die sich im Laufe der Zeit zum Christentum bekehrten, als Beweise zu sehen sind, dass weder ein Guru, noch ein Glaubenskonstrukt der christliche Bekehrungsgrund war. Für den bringt Harald Specht mit seinen noch mystischen Naturverherrlichungen als christlichen Vor-bildern massenweise Belege: Das Christentum kann anfänglich nur auf die Logos genannte Vernunftlehre antiker Aufklärung gegründet  heben. Das christliche Wesen war eine sich aus nun "natürlicher" Schöpfung/Kreativität des Ganzen abgeleitete Weltvernunftslehre: Öko-logos.

Wie das, was dem antiken Denken Sinn gab, es in Betrachtung der logisch zusammenhängenden Ganzheit (Zeus) zu monotheistischen Kosmopoliten machte und ein völlig neues Lebensmaß begründete (wie es in der Stoa nachzulesen ist) und heute Öko-logie heißt, im Neuen Testament als Jesus sprach, hat Benedikt XVI. im Grunde bereits in seiner Rechtsrede vor dem deutschen Bundestag erklärt. Wo er die christliche Ethik, damit die Worte Jesus als Weiterführung der griechischen Philosophie und jüdischer Weisheit bezeichnete und die Ökologie als gegenwärtigem Rechtsgrund zu bedenken gab. Doch während sich Benedikt XVI. wie seine wissenschaftlichen Kollegen, nicht auch vom jungen Mann Namens Jesus, auf ihre Lebenswerke wie Glaubensvorstellungen bisher bauten, trennen können, sind kritische Denker aufgefordert: Nicht einfach den Grund "christlicher" (götterfreier, von Weisheit/Vernunft ausgehender) Kultur zu verneinen, zum Mythos machen zu wollen, sondern aufzuklären.

3. Vorbilder machen aus Lügen kulturelle Logik

Die nicht nur als Kult(ur)metaphern für das natürliche Geschehen stehende, sondern zur Zeitenwende auch in ihrer Kulturfunktion in Vernunft erklärten christlichen Vor-bilder machen gleichzeitig die Vernunft der christlich weitergeführten Vor-bilder deutlich.

 Was die alten Bilder ablöste, waren daher keine Lügenmärchen, sondern entsprach kultureller Logik. Die Übernahme bzw. Weiterführung der alten Bilder machte Sinn, war kulturell logisch. Die christlichen Gestalten und Geschichten von jungfräulicher Geburt, von Wundern, Kreuz und Auferstehung lassen sich in aufgeklärter Weise als eine in kulturellen Ur-bildern zum Ausdruck gebrachte Wirklichkeit in kreativer kultureller Entwicklung verstehen. Dabei ging es nicht um Lügen-Mythen oder Gebilde menschlichen Geistes zur Verdummung der Masse. Wer die Vernunft des alten Kultes erkennt, aber die Verehrung traditionell-vorgesetzter menschlicher Wesenheiten ablehnte, sah sich nicht nur als die Erfüllung deren Inhalte, sondern musste in die Fußstapfen als Vorstellungen treten.  So wurde von dem menschlichen Gottkaiser, wie Mysterienkulte und mythische Göttersöhne ablösenden Öko-logos antiker Aufklärung, seiner Herkunft, seinem Wirken und seinem Leiden logischerweise im volksgerechten Kultur-Stil der geerbten Vorbilder berichtet.

Der Naturwissenschaftler und leider von seinen phantastischen Geschichten gefangene kritische Autor Harald Specht hat bereits in „Jesus – Tatsachen und Erfindungen“ den Bezug der christlichen Geschichten zu ihren heidnischen Vorbildern dargestellt. Er hat dort bereits nicht nur deutlich gemacht, dass es nicht um einen jungen Mann mit Namen Jesus ging, dieser un-geschichtlich ist, sondern so – auch wenn dies bei ihm kein Thema war - auf den Logos bzw. die den Mythos ablösende Vernunftlehre antiker Aufklärung als das christliche Wesen verweisen. In seinem neuen Buch „Das Erbe des Heidentums“, wird nicht nur der Logos als Grund des christlichen Kultes erwiesen und ein völlig neues Verständnis der christlichen Anfänge und Geschichte(n) erzwungen. Wer neben den kulturellen heidnischen Vor-bildern gar die alttestamentlichen Gottesbegriffe in Natur begründet, macht auf fast jeder der 700 Seiten klar: Der christliche Logos bzw. die Naturlehre war kein Mythos. Die in Natur begründete Vernunftlehre antiker Aufklärung in ihrer kultur(ur)geschichtlichen Ausdrucksweise war der neue Josua, hat als Christus gewirkt.

4. Die Bilder genialer Maler lassen sich in Vernunft erklären

So wie das rätselhafte Meisterwerk des französischen Barockmals Nicolas Poussin „Die Hirten von Arkadien“ Specht Anregung für theologisch-philosophische Überlegungen seines Buches gab, so haben Bilder die Welt bis heute bewegt. Ohne Phantasiebilder im Wandel der Zeit hätten wir nach Sicht von Evolutionsbiologen keine Vergangenheit gehabt und wäre keine Zukunft. Doch wir sind mit Geist begabt, um auch den Grund der Bilder und der Geschichten in realer kreativer Kulturgeschichte zu beleuchten. So wenig wie die alten Götterbilder nur als Lügenmärchen gesehen, sondern in natürlicher und kultureller Funktion erklärt werden, ist es auch den christlichen Kult(ur)bild keineswegs um den meist unterstellen inhaltslosen Lug und Trug gegangen.

Wie wichtig es ist,  nicht nur allgemein auf die die alten Bilder zu schließen, sondern diese auf kulturwissenschaftliche Weise zu entschlüsseln, wird auch bei Harald Specht deutlich. Doch wer dann in Betrachtung der alten Bilder nicht nur den Weingott Dionysos, Isis & Co. als christliche Vor-bilder sieht, sondern auch analysiert, wie mit der antiken Sophia eine „Die Weisheit per se“ war, die selbst nach jüdischem-christlichem Weltverständnis noch vor der Schöpfung existierte, Isis das Weisheit zum Ausdruck bringende Wesen war, wofür später Maria stand, der macht klar:  

Wenn die Alten auf mystische Weise eine Frau auftreten ließen, die auf jungfräuliche, unvoreingenommene Weise eine schöpferische Wirklichkeit bezeugte bzw. zum Ausdruck/zur Welt brachte. Dann ging es um reale, nun in Kultur oder Natur/im Öko- Logos erklärte Begebenheiten, die dem Volk verständlich, kulturgerecht zu vermitteln war. Möglicherweise hat das einfache Volk, ähnlich wie heutige Hochschullehrer, die Göttergestalten und ihre dann in Vernunft als Pantokrator (noch nicht als Jesus) genannten Nachfolger, ohne weiter darüber denken zu müssen, als bare Münze gesehen. Doch kein Denker hätte die Isis für eine „junge Frau“ gehalten. Wie heute Neutestamentler die im jüdischen Sinn Maria genannte Nachfolgerin der Muttergötting bzw. des die schöpferische Wirklichkeit auch in Kultur zum Ausdruck bringenden Wesen gesehen wird. 

Das auf kreative Weise Neues zum Ausdruck bringende Wesen war in seiner kosmischen, wie seiner kulturellen Bedeutung eine philosophisch begründete Realität. Auch die christliche „Jungfrau – wie im Himmel so auf Erden“ war kein Hirngespinst. Die heute Öko-logie genannte kreative – himmlische – Vernunftwirklichkeit ist auf Erden zu verwirklichen und daher auf kulturgerechte Weise zur Welt zu bringen. Religionen sind dazu da, den Menschen mit der Schöpfung zu versöhnen, wie in der Stoa gelehrt, ihn in Begeisterung für das in Kreativität gegebene von Kurzsicht und Gier zu befreiten. Genau das war die Funktion, die Mutter Kirche vom griechischen Monismus und seinen philosophischen Vernunftlehren, bei denen die traditionellen Götter-/Glaubensvorstellungen ausgedient hatten, übernahm. Der beschriebene alte Grundgedanke vom Ebenbild des Kosmos auf der Erde hat sich nicht nur über Jahrhunderte erhalten, sondern gewandelt. So wie die Zeitenwende bekanntlich Natur/Logos leben wollte und daher die Vernunft im christlichen Kult weiterdachte und glaubte (gut hieß, liebte) reden wir heute wie selbstverständlich von einer für die gemeinsame Zukunft notwendigen öko-logischen Lebensweise. Wer dabei jedoch weiter Mythen durch die Welt jagt, ähnlich wie die abzulösenden Mysterienkulte der philosophischen Schulen, der darf sich nicht wundern, wenn sich Vernunft nicht verwirklichen lässt.

Der Nachweis einer biblisch bzw. in Kulttexten beschriebenen Jungfräulichkeit ist das Letzte, um was es hier geht. Doch wer die Funktion der Isis in Vernunft erklärt, der kann doch nicht die Maria, über deren Wesen das anfängliche Denken heftig diskutierte, die auch den Vätern des Islam als messianisch galt, als reinen Mythos abtun wollen. Noch absurder ist es nach heutigem Wissen, aus der christlichen Maria nur eine junge Frau machen zu wollen, die fälschlich als „Jungfrau“ übersetzt wurde: Ein unhaltbarer, himmelschreiend-banaler Rationalisierungsversuch, der dann das Ganze zum Mythos macht und die Wurzeln unserer Kultur ins Absurde führt. Während Specht spekuliert, wie dem mittelalterlichen Maler der kosmische Verweis seiner Figuren noch bewusst war, hat die heutige Lehre diesen Verstand scheinbar völlig verloren. Denn wenn Isis für das in Kosmos und Kultur ausdrückende Wesen steht, dann ist auch klar, was in Folge der griechischen Mythen die Aufgabe der hebräischen Maria war: Im Westen war es Mutter Kirche, die die Vernunft entsprechend ihres kulturellen Erbes als neuen "einen" Gottessohn zum Ausdruck brachte. Im Koran kam er als Prophet zur Welt.

5. Die heilige Geometrie: mythische Kosmologie, dann Naturwissenschaft/Wort in Kultbildern

Wer die große Kulturleistung der Menschen zwischen Euphrat und Tigris, ihr Mess-System, genau wie ihre Rechen- und Zählweise beschreibt und dann auch noch die Sternenkunde und den Kalender der Chaldäer in Kultbildern der Zahl 72 liest. Der Begründet bereits den Mythos in einer Gesetzmäßigkeit, die zur Zeitenwende im Logos erklärt wurde.

Wo beschrieben wird, wie die Ausführungen unserer Handlungen von den Bewegungen der Sterne abhingen und sich dann alles den Gesetzen der Naturnotwendigkeiten in einer Kette von kausalen Ursachen und Wirkung unterwarf, da wird klar: Die Sterndeuter waren keine Wahrsager im heutigen Sinn, sondern versuchten sich nach einer heute Ökologie genannten schöpferischen Weisheit auszurichten. Schon die Alten unterwarfen sich nicht einem Orakelgott, wie er heute buchstäblich geglaubt werden soll, sondern dem schöpferischen Willen, Wort, wie es dann als Logos galt, heute Ökologie heißt und im Laufe der Jahrtausende in vielen Kultbildern beschrieben wurde.

Wenn uns doch klar ist, wie Isis und Osiris oder sonstige alte Götter von den griechischen Denkern religionsphilosophisch (d.h. in Vernunft) beschrieben wurde, dann ist es doch unwissenschaftlich, die in Folge verehrte Vernunft (auch wenn dabei im Kult kreativ an altbekannte Gestalten/Geschichten angeknüpft wurde) als Hirngespinst hinstellen zu wollen. Wenn auf jeder Seite die kosmische Bedeutung der alten Götter dargestellt wird und wie so eine bereits bei den Nilüberschwemmungen beobachte kreative Natur in zahlenmäßiger Gesetzlichkeit (d.h. Vernunft/Logos) kultgerecht verherrlicht wurde. Dann kann man weder einen jungen Mann, noch einen Mythos zur Manipulation der Masse als das die Götter ablösende Wesen hinstellen wollen.

Den Kosmos, als das in mathematisch Ordnung gesehenes Weltganze (später: Öko-Logos) galt es nicht in Gartenkultur, sondern Geschichte(n) zur Welt zu bringen. Geschichten, die wie sich Seit für Seite zeigt "im Grunde" nicht von Mythen ausgehen, sondern einer heute Öko-logie genannten kreativen Natur, die gelebt, verwirklicht werden muss. Man braucht nicht auf die christliche Verwendung des auch als Venus oder Morgenstern geltenden Pentagrammes zu verweisen, in dem die Pythagoräer das perfekte Sinnbild des Lebens, den goldenen Schnitt sahen, der auch für Gesundheit stand. Ohne die Naturkunde bzw. die dann in Logik erklärte natürliche Wirklichkeit, die einzig den Grund des Ganzen sehen lässt und den alten Monotheismusformen neu begründete, wäre weder ein christlicher Kult, noch der Islam mit Mohammed. So wenig wie alten Kultformen oder der kabbalistische Lebensbaum, gründete die Hoffnung auf eine Harmonie mit dem Schöpferischen (heute Ökologie) der alten philosophischen Lehren, damit die Hoffnung auf ein „Goldenes Zeitalter Arkadiens“ auf die Meinung einzelner mystischer Männer oder die bei deren Wegfall unterstellten Mythen. Wer dies dann dem christlichen Kult unterstellen will, bei dem noch vom christlichen Logos ausgehende Kalife ihre Hoffnung auf eine Weltvernunft setzten, verbrennt das selbst freigelegte und in unzähligen Büchern beschriebene Wissen, auf theologischer, wie auf kritischer Seite.

Hier können nur einige Beispiele der im Buch Seite für Seite zu finden Belege aufgeführt werden, wie die Erkundung der Naturgeschichte durch antike Gelehrte mit den Glaubenslehren und ihren Mythen zusammenhängen. Fest steht, die Himmelskunde, das Wort, wurde dann nicht im Buch gelesen. Es kam so wenig aus dem Mund eines Kynikers, Mystikers oder besonders schlauen Schriftgelehrten mit Namen Jesus, wie nur die alten Mythen zur Manipulation der Masse aufgewärmt und als Logos diskutiert wurden.

Wenn dann gar das dem alten Moses- bzw. Exils-Monotheismus zugrunde liegende JHWH für einen unbenennbaren Grund des Ganzen mit der philosophischen erkannten pythagoräischen Gesetzmäßigkeit zusammengedacht und in Bezug auf das philosophische und religiöse Gedankengut von „72 geheimen Namen Gottes“, dann wir klar: Der sog. Gott der Väter und Vater des christlichen Wesens ist nicht der eingreifende Designer, den nicht nur die Buchstaben-Kreationisten gegen das Wissen um den natürlichen Lebensfluss glauben wollen, sondern von dem auch in der Kirche oft gesprochen wird. Der geheimnisvolle Aufpasser, wie er in seiner evolutionären Funktion an Hochschulen untersucht, oft hinterfragt, bezweifelt und vom naturalistischen Atheismus wie das polemisches Spaghettimonster als Phantasiegebilde abgestritten wird, war nicht der dann in antiker Vernunftlehre offenbare, sich bereits vormals philosophisch in Zahlen-Gesetzmäßigkeit zeigende unsagbare Grund "der sein wird." Was die die Alten glaubten: Liebten, für gut hießen und sich dann im Öko-Logos offenbarte, hat weder was mit einem jungen Mann, noch mit einem Glaubensmythos zur Manipulation der Masse zu tun. Doch genau der vorgesetzte, völlig vermenschlichte Gottesbegriff, wie ihn bereits Moses bzw. die Propheten für das kulturelle Unheil verantwortlich machte und dem sich die den Götterkult ablehnenden Neujuden bzw. Griechen (Christen) verweigerten, soll heute einem unhistorischen Guru übergestülpt, gleichzeitig alles zum Mythos gemacht werden.

6. Die Erfindung Gottes als Naturprinzip (das sein wird)

Mit dem dieser Überschrift zum dritten Kapitel und dem Untertitel, wie aus Vielen einer Einer bzw. Jahwe wurde, ist alles gesagt. Die Natur war zur Zeitenwende und ist trotze Rückfall in Mittelalter kein Mythos mehr. Ebenso wenig wie die Lehre nach einheitlichen universalen Prinzipien, die heute Evolution oder Ökologie heißt, ein Mythos ist. Wer die griechische Götter als Verehrung von Himmelskörpern und ebenso realen mehr oder weniger kreativen Kulturwesenheiten erklärt, der macht deutlich: Im Neuen Testament bzw. dem alte jüdische nationale Gesetzlichkeit vertretenden und noch mehr dem traditionellen griechischen Götter ablehnenden Denken, kann es unmöglich um einen jungen Mann oder einen neuen Mythos gegangen sein.

Denn ob die in antiker Aufklärung in Vernunft erklärten Prinzipien den Vätergott arbeitslos machen, seine Rolle/Aufgabe (Person) einnehmen, wie auch die heutige Aufklärung denkt, war bereits in der Antike Diskussionsstoff. Der sich vom die alttestamentliche Gottesvorstellung verwerfenden Marion, bis zu den zahlreichen Konzilen hinzog, zu gegenseitigen Häresie-Vorwürfen, zahlreichen Kriegen oder auch der Abspaltung des Islam führte. Weder ein Mythos, noch ein junger Mann war dabei der Gegenstand der erst durch die Autorisierung der römischen Kirche beendeten Christologie- bzw. ewigen Kulturdiskussion über das Wesen des Logos. Der für Christen als einzige Wahrheit galt, die die schöpferische Wirklichkeit dessen, was wesen-lich war und sein wird nicht streitig machte, sondern verdeutlichte.

Schon die Aussage „Gottesname“ ist irreführend. Denn damit verbindet sich die Annahme, dass ein (im Buch oder Mythos) vorgesetztes Wesen war, verehrt werden soll. Genau das wurde bereits bei Eschnaton, wie im anfänglichen und christliche Monotheismus verworfen. Selbst wenn der anfängliche JHWH als „Motiv für Nacht und Sonnenaufgang, Vielfalt der Schöpfung und deren Weisheit“ aus Ägypten kommend oder als Wettervergötterung nachgeblättert wird, macht der vom fehlenden jungen Mann auf einen Mythos schließende Kritiker klar, dass der christliche Grund kein Mythos war. Weder Wetter, noch die Verehrung des Sonnensystems galt einem Gottes-Mythos. Auch wenn das Astralsystem und irdisches Werden bei den Alten noch nicht in der Vernunft erklärt wurde, die in hellenistischer Hochzivilisation bzw. der Aufklärung der Zeitenwende galt. Alles was wir auch über die Entstehung des Alten Testamentes wissen, wo kein Auszug eines Moses aus Ägypten, sondern Weiterdenken der Philosophie aus den Hochkulturen Persiens und Ägyptens durch sog. Propheten war, verweist auf die erhoffte Vernunft. Das, was in heutiger Jagd auf Götterbilder/Gottesvorelltungen als Öko-logie unserer Kultur leider nur ein rein ideologisches Stiefkind ist. 

Richtig ist, dass im jüdischen und dann christlichen Kult nicht die Sterne bzw. Natur selbst vergötterte werden sollte, sondern deren Grund. Wenn der dann nicht mehr im Mythos, sondern in Vernunft erklärt wurde, dann nahm auch dieser Öko-logos nicht die Rolle/Person des mit JHWH umschriebenen Grundes ein. Vielmehr war der Gegenstand schöpferischer Verehrung, den die Propheten umschrieben mit dem

"ich bin, der ich sein werde"

jetzt in Vernunft lebendig, offenbar geworden. (Gleichwohl gerade hierüber bekanntlich in ewiger Christologie-Diskussion heftig gestritten wurde, man sich gegenseitig der Häresie beschuldigte.)

Doch der schöpferische Grund des Ganzen, der den Propheten des anfänglichen Monotheismus, wie er den Juden, Christen und dem Islam zugrunde liegt, mit "werde sein, der ich sein werde" wesen-tlich war, das war kein vorgesetzter und zu beweisender Gottesbegriff. Anfänglich ging es nicht um das und den, der heute gilt und auf einen jungen Mann mit Namen Jesus wie ein Mythos übertragen worden sei, sondern den, der sein wird.

Wo im jetzt in Vernunft erklärten Werden der jüdisch-biblische Monotheismus auf neue Beine gestellt wurde, war das Gegenteil eines Mythos oder nur eine vorgesetzte dogmatische Gesetzlichkeit eines traditionellen, nationalen Gottesbegriffes. Wo Jahwe mir dem hebräischen Verb "sein" verbunden wird, da zeigt sich ein Hinweis auf den geschlechtslosen und von einer menschlichen Vorstellung ausgeschlossene Grund der Kreativität allen Seins, wie sie heute nur etwas wissenschaftlicher beschrieben ist. Doch der Grund war und bleibt wesen-tlich, wird immer sein. Wo man es als kulturelle prophetische Aufgabe sah, diesen Grund, der alles aus sich hervorbringt zu verehren, statt menschliche Gottesbilder der Mythen. Da wurde dann später in Bezug auf den Anfang weder ein junger Mann zu Gott, noch kann nur ein neuer Mythos gewesen sein, wie die Kritik unterstellt.

Wenn dann die Kritik nachweist, wie bereits die altägyptische Theologie den schöpferischen Grund oder Fahrer der Wolken auf ähnliche Weise umschrieb, es auch am Nil der "Ich bin der leuchtende, ich bin der ich bin" galt. Dann sollte uns doch ein kreatives Licht aufgehen: Das was den Alten als wesen-tlich und ewig galt, was sein wird, benötigt keine Beweise und lässt sich nicht bezweifeln. Was sein wird waren keine Gottesbilder, wie sie gelten und Gegensand der Kritik, aber auch nicht aus dem Kopf der Kritiker zu bekommen sind, sondern  wurde zur Zeitenwende, wie heute wieder in Vernunft erklärt. Wenn das, was bereits in alten Schöpfungsmythen den Ägyptern wie Atum als Urgott galt, dann Moses, auf Erden erschienen ist, dann war das weder ein Wanderkyniker mit Namen Jesus, noch kann nach dessen Ausfall ein Mythos angenommen werden. Wenn die alten Gottheiten in Ägypten für Wind, Fruchtbarkeit, die kosmische Einheit, Fruchtbarkeit... standen. Dann war dies, was nun nicht mehr im Mythos, sondern in Vernunft des antiken Monismus offenbar(er) Montheismus war.

7. Kreativität war und wird wesen-tlich sein

Wenn Wetter, Fruchtbarkeit und die belebte Kreativität des Ganzen das Thema der Götterkulte und dann des anfänglichen Monotheismus waren, dann können Theologen nicht weiter im Buch über ein vorgesetztes, Gott genanntes Wesen nachblättern, sondern gilt es sich für die Prinzipien der Natur zu begeistern. Das zu glauben (gut zu heißen, zu lieben) was Grundlage der Evolutionsbiologen, wie der deren Erkenntnisse nutzende Erfolgstrainer oder Ökologen ist. Und worauf sich Papst Franziskus in Wirklichkeit bezieht, wenn er in seiner Enzyklika eine ganzheitliche ökologische Lebensweise als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft predigt. Was leider vergeblich ist, solange sich dabei weiter auf einen von der Welt nicht mehr ernst genommen jungen Guru oder ein mysteriöses menschliches Gottesbild beruft.  

Religionen sind Psychologie. Die Kultfunktionen, die gemeinsame Feiern oder Festtage zur Begeisterung, das Singen und gar das laut beten lassen sich psychologisch erklären. Doch es macht einen "ganz gewaltigen" Unterschied, wem die Begeisterung gilt. Und ob dann daraus nur eine das Selbst befriedigende Spielerei oder eine kreative Gemeinschaft wird.

Dass heute im Namen von Gottesvorstellungen/-bildern, gestrigen nationalen Lehren oder gar wegen der Nachfahren von Gründergestalten Kriege geführt werden und in der Geschichte viel Unheil war, derzeit das Gegenteil von gemeinsamer Kreativität geschieht, steht nicht in Frage. Genau deswegen hat es in der Geschichte des evolutionären Verlaufes der Kult-Entwicklung immer wieder "ganz gewaltige" Unterscheidungen gegeben. Eine "gewaltige Unterscheidung", wie sie in neuzeitlicher naturwissenschaftlicher Aufklärung erst wieder ihren Anfang genommen hat. So handelt auch die Bibel nicht von der Auseinandersetzung mit Atheisten, sondern dem falschen, gestrigen Glaube der sich in geschichtlicher Entwicklung immer wieder einstellte.

"Wie im Himmel so auf Erden": Wenn die für uns alle geltende Kreativität des Ganzen, die auch in Zukunft wesen-tlich sein wird, von Grund auf himmlisch war, dann wirft das ein völlig neues Licht auf den Monotheismus und die ihm ständig vorgeworfene "gewaltige Unterscheidung". Naturgesetze, Ökologie auf Erden, kreative gemeinsame Zukunftsgestaltung sind dann das theologische Thema. Statt Krieg zwischen den Kulturen aufgrund manipulierter nationaler Gotteslehren oder Gründergestalten zählt im Namen des namenlosen Vätergottes für aufgeklärte Gläubige die gemeinsame, kulturübergreifende Kreativität. Nicht konservativen, gestrigen bzw. traditionellen Vorstellungen, den bereits von Eschnaton, dann den Propheten verworfene Gottesbildern gilt die Begeisterung, der Glaube, sondern der Kreativität die sein wird.

Statt nur zu kritisieren, die kulturellen Wurzeln zu verneinen oder zu verdammen, wäre es Aufgabe der kritischen Wissenschaft auf kreative Weise in logischen Schlüssen Aufklärung, Wissensverwertung über die wahren Anfänge zu betreiben. Das nur in Bildern, Begriffen und Buchstaben zu blättern, das bewusst zu machen, was am Anfang wirklich bedeutend,  schöpferisch wesen-tlich war.

Denn das, was am Anfang als wesen-tlich und unvorstellbar galt, geglaubt (gut geheißen) wurde, war kein Erklärungsgrund für Unerklärlichkeiten, der mit der Aufklärung gekippt ist, lässt sich nicht Überreden, kann nicht für die inzwischen gar in Kreativität erklärten Naturkatastrophen oder Krankheiten verantwortlich gemacht, bezweifelt, abgestritten oder bewiesen werden, greift nicht ein und bestraft nicht. Doch die Folgen des ökologischen oder sozialen Fehlverhaltens sind ebenso unbestreitbar, wie die Folgen der Erblast der alten Bilder zu beobachten ist. Denen selbst die Kritiker nicht nur ihre Zeit, sondern auch einen kreativen Fortschritt im Kultverständnis, damit unserer Kultur opfern.

Die alten Gottesnamen, die auf schriftgelehrte Weise von Alttestamentlern abgezählt werden, kann man sich weitgehend an den Hut stecken. Denn zum einen wissen wir, dass diese Namen bereits im geerbten Götterkult für die im Wetter oder am Himmel beobachtete Kreativität in Natur und Kultur standen, so verehrt wurde. Die Kultbezeichnungen in den einzelnen Kulturen dafür (Götternamen) waren bekanntlich weitgehend austauschbar. Und da wir weiter wissen, wie in Folge von Eschnatons Kult der Sonnenkreativität dann Zarathustra, die Propheten und später die Philosophen sich die zusammenhängende Kreativität/Schöpfung des Kosmos in logischen Gesetzen/Logos bzw. in Vernunft erklärten. Auch wenn sie von Zeus sprachen, wie der christliche Kultgrund dann als Pantokrator im griechischen Neuen Testament geerbt wurde. Christen haben sich bekanntlich den bisher staatstragenden Götterbildern verweigert. Sie beriefen sich auf das, was den Propheten als das galt, was kreativ war und wesen-tlich sein wird.  

Hier geht es nicht um Begriffe bzw. Gottesnamen. Wenn fest steht, heute bekannt ist, dass anfänglich die Fruchtbarkeit oder das alles Leben spendende Sonnenlicht und die kreative Ordnung des Ganzen ver"herrlicht" wurde, dann ist es letztlich egal, wie man den das bezeichnet, ob man von Herrn oder vom Herr-scher spricht. Wichtig war und ist das, was kreativ sein wird, dann im Logos bzw. in natürlichen Gesetzen erklärt wurde.

Und wenn man weiß, dass es im anfänglichen Monotheismus verboten war, Namen zu vergeben, Vorstellungen bzw. Bilder zu gebrauchen, um nicht den Eindruck eines menschlichen Wesens zu erwecken oder einer starren, dann sich entleerenden Kult-Vorstellung. Dann ist es sträflich, von einem kreativen Grund Spinozas und Einsteins Gott zu sprechen, der nicht der liebevolle Aufpasser oder gar Eingreifende monotheistischer Gott zu glauben wäre.

Um aber "christlich" zu begründen: Die Vernunftlehre antiker Aufklärung (Öko-logos) hat in jetzt universal geltenden Gesetzen die Kreativität des Ganzen, damit was den Propheten als Wesen-tlich galt und sein wird begreiflich/offenbar gemacht. Sie hat also kein menschliches Geistesgebilde oder eine Mythos zur Erde gebracht. Im Namen "Christus" bzw. der den Alten bereits in David und Salomo bei den Hebräern oder Herodot als "Christus" geltenden Weisheit hat der Öko-logos die alten Orakel in Vernunft erklärt. Und wenn dann noch im Namen Josua (einem aufgeklärten Verständnis Jesus oder Mohammed) die Geister, nationalen menschlichen Gottesbilder vertrieben werden, dann sind wir auf dem Weg zu dem bereits von Alters her in Josua erhofften "gelobten Land": Leben in Vernunft und kulturellem Friede" auf kreative Weise (die sein wird) ein schönes Stück weiter.

8. Kritische Aufklärung ist Auf-gabe

Aus dem christlichen Monotheismus eine Öko-lehre machen zu wollen, greift zu kurz. Nur auf naturalistische Weise oder grün-ideologisch die Natur selbst zu vergöttern, dabei weiter die Wurzeln unserer Kultur zu verneinen, wäre nicht der evolutionäre Weg, im dem das Alte immer wieder neu aufgedeckt, der Baum entsprechend der Wurzel hochgewachsen ist.

Wer eine öko-logische Lebensweise, den Weg zu einem Leben in kulturellem Friede weiter gehen will, muss Aufklärung über die Wurzeln betreiben, statt sie nur zu verneinen.

Nicht mittelalterliche Moslems, Buchstaben-Kreationisten oder eine Kirchenlehre, die nicht über den Schatten ihrer bisherigen  Vorstellungen springen kann, hat die Aufgabe der Aufklärung. Die Verantwortung für die gestrigen Glaubensvorstellungen hat daher weniger die Kirchenlehre, die alles zum Mythos macht, sondern die Kritik, die an gestrigen Glaubensvorstellungen festhält, ihr Wissen den geerbten Bildern opfert .

Gerade die Kritik, die ihr Lebenswerk und Glaubenslehre nicht auf einen jungen Mann als mehr oder weniger Gottesmythos gebaut hat, hat die Aufgabe kreativ ihr Wissen auszuwerten, weiterzudenken und die Vernunft auf wissenschaftliche Weise zum Thema der christlichen Theologie zu machen.

Ob sich Menschen auf Jesus oder Mohammed berufen, gleichzeitig sich im Namen nationaler Gottesbilder politisch manipulieren lassen oder missbrauchen und der Krieg zwischen den Kulturen, wie zwischen Wissen und Glaube weitergeht, ist eine Frage kultureller Aufklärung, nicht nur einfach alles im intellektuellen Geplänkel verneint und gegen selbst freigelegtes Wissen zum Mythos machen will.

Mit Sicherheit gab es auch am Anfang Zeiten und Menschen, in/bei denen nicht Naturverherrlichung in Kultgestalt war, sondern ähnlich wie heute in vorgesetzte, vermenschliche Gottesgestalten als Wahrheit und schöpferische Designer angenommen wurde. Doch wenn alle in der aus Ägypten kommenden Kulturgeschichte ständig aufgeführten Zahlen, Zeichen und Kultwesen in der Natur bzw. kreativer Gesetzmäßigkeit erklärt werden. Dann lag dem Kult und seinen im Monotheismus der Zeitenwende in Zeus zusammengefassten Söhnen das zugrunde, was heute Ökologie heißt, was zum einen Sohne werden musste. Gerade mit Blick auf den bildlosen Kult, der kein Glaube an einen "Jahwe" im Sinne heutigen Glaubens gegen alles vernünftige Werden gewesen sein kann, sondern vom Wort/schöpferischer Vernunfthandlung ausging (heute sprechen wir von Ökologie), wird klar: Die anfängliche Verehrung der dann natürlichen Kreativität galt nicht Gottesgestalten. Was heute nur etwas wissenschaftlicher erklärt wird, wurde - zumindest außerhalb der selbst dies zurecht verwerfenden Propheten - in kultur- volksverständlicher Weise entsprechend dem Erbe personifiziert.

Wer JHWH aus Ägypten kommen sieht, wo "Nacht und Finsternis", "Sonnenaufgang", "Vielfalt der Schöpfung sowie davon ausgehende Weisheit" so verehrt wurden. Der macht deutlich: Da war kein Gottesgebilde, das Aufgaben bekommen, solarisiert worden sein soll.  Und das dann von den Propheten des Exils aufgrund nächtlicher Eingebungen zum alleinigen Designer bzw. einem zu glaubenden schöpferischen Wesen erhoben wurde. Wenn man die Fruchtbarkeit im Mythos als "Demeter" verehrte, dann mag sich im Laufe der Erklärung der Kreativität zwar deren Funktion gewandelt haben. Doch es sind im Denker auch in der frühen Geschichte keine Gottesgebilde zu sehen, denen etwas angedichtet wurde. Der sog. Sonnengott war die Vergötterung ganz konkreter kosmischer Kreativität, aufgrund der in der Amarna-Zeit (Eschnaton) die alten Gottesbilder ausgemeißelt und auch der mit Zarathustra umschriebenen persischen Philosophie, wie später bei den Griechen die Götterbilder in Frage gestellt, zumindest in Vernunft erklärt wurden.  Und genau hier ist der Monotheismus entstanden, auf den sich die Glaubensgeschwister im Namen Abraham berufen. Das Glaubensverständnis mit dem naturalistisch-wissenschaftlichen Weltbild vereinen wollen, indem die Evolution als die Schöpfung eines Gottes nach vorgesetzter Vorstellung (Gottesbild) oder gar einer kreativen Kraft auf der Spur der Glaubensväter erklärt wird, entfällt. Das funktioniert eh nicht, wenn man sich weiter auf mehr oder weniger göttliche Glaubensgründer beruft. Der Grund des jüdischen und dann christlichen Kultes waren keine alten Bilder, Mythen, Gesetze, sondern was wir heute naturwissenschaftlich beschreiben. Wenn man in Alexandrien oder bei den Vätern der Kirche auf allegorische Weise die Brücke zum Alten Testament schlug, dann wurde so wenig wie bei den Philosophen ein schöpferisch wirkendes Gotteswesen bzw. ein Mythos unter Beweis gestellt, sondern der Öko-Logos in aufgeklärter kultureller Wurzel begründet.  

Die Kenntnis, dass es auch keinen Mann mit Namen Moses als Volksbefreier und vielschreibenden Erfinder des Monotheismus gab, wahrschein sogar das Volk Israel als wandernden Staatswesen nie existierte, sondern die Suche nach dem "gelobten Land" ein erhofftes Verständnis umschreibt, ist erleuchtend. Sie wirft Licht auch auf den als neuen oder mehr als Moses geltenden Öko-Logos, der griechisch als Gottessohn und im Orient als Prophet zum Ausdruck gebracht wurde.

Die Geschichten von einem volksbefreienden und das Meer teilenden, auf dem Berg Tontafeln erhaltenden Moses, von archäologischen ausfallenden Großkönigen eines so wahrscheinlich nie gewesenen Staates, von Abraham & Co. in die Vergangenheit gelegt wurden, waren so wenig ein Trick zur Täuschung, wie die Entstehung der Jesusgeschichte. Warum bezeichnet niemand die griechischen Mythen als Lüge, sondern werden diese Kultsagen als großartige Literatur gelesen? Denn dass die biblischen Geschichten auf allegorische Weise zu lesen sind, das war schon den Reformjuden der Zeitenwende in Alexandrien klar und den die prophetisch-monotheistische Texte griechisch übersetzenden Denkern. Wieso ruft aber die Weltpresse "hat die Bibel doch recht" wenn ein Holzteil der Arche gefunden wird, von der wir wissen, dass sie nicht war und was "Arche" den Griechen bedeute, statt Aufklärung über die Anfänge, die Urprinzipien zu betreiben. Warum lassen sich selbst wissenschaftliche Forscher von den Kultgeschichten (dann bei Kritikern im negativen Sinne) gefangen nehmen, statt die dann in Vernunftgesetzen (Logos) erklärte Kreativität, die sein wird, heute Ökologie heißt, als das dem anfänglichen monotheistischen Kult Wesent-liche zu bedenken?

Den Denkern, die in der antiken Bildungsmetropole, die zur Zeitenwende "zur größten und prächtigsten Kapitale der Ökumene entwickelte" wo nicht nur ein "Knotenpunkt des Handeln und wirtschaftlicher Umschlagplatz" war, sondern auch die spätere Diskussion über das Wesen des Logos ausging, galt mit Sicherheit kein junger Mann. Aber die Denker, von denen der Streit über das Wesen des Logos ausging und die ( "72 Weisen" d.h. von kosmischer Gesetzmäßigkeit/Vernunft ausgehend) als neu gottesbildlose Monotheisten das allegorisch gelesene Alte Testament in Griechische übersetzten, kann aber noch weniger ein Mythos unterstellt werden. Vielmehr muss von einem Neuverständnis im Kult ausgegangen werden, das von den Propheten des Exils, bis zu den griechischen Philosophen/Theologen reicht und eindeutig vom damaligen Öko-logos getragen wurde.

Wenn kein hebräischer Hirtengott, sondern die kreativen Gestirne, wie in Re die Sonne oder Wind und Wetter als dann als unsagbar sein werdend, transzendent (der menschlichen Sicht verschlossen) angebetet wurden, dann galt das Wort. So entstand in Vernunftlehre auch die Schrift, wurde bekanntlich Schöpfung von den Hebräern in Schrift gefasst. Doch es ging dabei "im Grund" um die Verehrung genau dessen, was uns als Ökologie gilt. Und woraus von den Propheten und später den Philosophen/Theologen abgeleitet wurde, was daher im menschlichen Miteinander, sowie im Kultverhalten "geboten" war.

Simon Magus, auch wenn er ein nach kirchlicher Erkenntnis (Gnosis) abgelehnter Denker war, der nach Herman Detering für die Paulusliteratur mitverantwortlich ist, hat in der Pista Sophia mit Sicherheit bei JHWH keine mystische Zauberformel beschrieben, sondern seine Erkenntnis (Gnosis) auf den bzw. das kreativ wesentliche bezogen, was sein wird. Diesen jetzt gottesbildfrei nach Erkenntnis strebenden Denkern kann ebenso wenig wie den weiterhin von Göttern sprechen römischen Weisheitslehrern wie Seneca oder Cicero unterstellt werden, an die Kraft von Göttern im Sinne von realen Designern geglaubt zu haben, denen Titel gegeben wurden. Im Kult wurde dann bekanntlich auch der wesentliche unsagbare Grund aller Fruchtbarkeit, des Kosmos bzw. auch kulturellen Kreativität menschlichen Eigenschaften umschrieben, bekam Titel. wie ein menschliches Wesen. Was im antiken Monismus als Vater aller Söhne den Namen Zeus bekam, das war kein als Schöpfer zu glaubendes Wesen, weder ein Erklärungsgrund für das Geheime, noch ein geheimnisvoll eingreifender Aufpasser. Doch wie die Götter Kultwesen waren, die für die beobachtbare Kreativität standen, ging es bei JHWH um die im Ganzen wesen-tliche Kreativität, wie sie jetzt in den Logos genannten universalen Gesetzlichkeiten in antiker Vernunftlehre offenbar und für menschliches Verhalten in Vernunft maßgebend war. Denn nur dazu sollten der Götterkult und dann der (Logos-)Vernunftgeleitete götterfreie monotheistische Kult im  bekannten Erbe der führen.

9. Der Wandel vom Mythos zum Logos war

Welchen Geisteswandel es bewirkte, als die Welt vor der Zeitenwende nicht mehr im Mythos, sondern alles Werden in nun nach und nach immer mehr in natürlichen/logischen Gesetzen erklärt wurde, kann man sich nicht umfassend genug vor Augen führen. Sicher waren die Modelle der Vorsokratiker und auch der späteren Philosophen, die dabei vom Logos sprachen, noch recht spekulativ und vielfältig, sind kaum mit unseren wissenschaftlichen Beschreibungen zu vergleichen. Doch die Geburt der Vernunft und damit auch der Beginn dessen, was wir heute als Wissenschaft schätzen, der wir nicht nur unseren materiellen Wohlstand verdanken, lässt sich nicht verleugnen. Auch die kreative Kultfunktion der Göttergestalten und Mythen wurde so in Vernunft erklärt und diskutiert. 

Während die schriftgelehrte theologische Forschung nach dem sozialen Umfeld fragt, das zur angeblichen Verherrlichung eines Wanderkynikers führte und sich um den Geisteswandel kaum kümmert, stellen gerade Kritiker, beispielsweise Rolf Bergmeier, auf den sich auch Specht bezieht, die antike Hochzivilisation, für deren Verfall sie dann die Kirche verantwortlich machen, zurecht herauszustellen. Wie allerdings in dieser Zeit selbst bei nach einem Leben von Natur in Kultur strebenden Denkern wie Seneca, der zurecht mit der später die Götter verweigernden und so zum Kult gewordenen Logoslehre in Verbindung gebracht werden, ein junger jüdischer Mann oder ein Glaubensmythos zu den bekannten Ehren gekommen sein soll, scheint nicht weiter zu interessiere

Auch wenn immer klarer wird, wie nicht nur das gesamte Werden, damit die vormals die in Göttersöhnen verehrten  Naturphänomene, sondern auch deren Kulturfunktion in einheitlicher Vernunft erklärt, damit auf einen Sohn überging, wird geprägt durch heutige Glaubensmuster getan, wie wenn mit Titeln für zu glaubende Hirngespinste, gespielt worden wäre. Wie sich ab Mitte des vorchristlichen Jahrhunderts ein Wandel im philosophischen Denken ergab, bei dem Götter endgültig als kulturgerechte Natursymbole gesehen, das Priestertum in den Hintergrund und an seine Stelle der in natürlicherder Schöpfung beobachtende Logos trat, all das wird als wichtigste, Wissenschaft und Lyrik hervorbringende Epoche Griechenlands beschrieben. Doch dann wird dem Kult der heute kulturell maßgebende  Öko-logos verweigert, weiter nur Märchenstunde unterstellt.

Dabei wird ständig deutlich gemacht, wie die kosmische Dimension des philosophischen Denkens beispielsweise der Pythagoräer, Demokrits Naturbeobachtung oder die Astronomie Metons in chaldäischer bzw. biblischen Weisheitstexten zu finden sind. Auch wenn bekannt ist, wie es nicht nur den Verfassern der unzähligen als urchristlich geltenden Texte und Erkenntnisbewegungen, sondern auch den Herausgebern der als Kanon geltenden Kultlestexte, wie allen Vordenkern der Kirche oder Kaisern und noch christlichen Kalifen um den (Öko)Logos ging, darf im Kurz-schluss der Kritik nur ein Mythos sein. Den bereits von Herkalit von Ephesos um 500 v. Chr. als Logos beschriebenen Lebensfluss allen nun natürlichen Werdens und Vergehens, wie er heute in Evolutionslehre oder als Öko-logie nur etwas empirischer erklärt wird, mit dem christlichen Wesen zusammenzudenken, das wäre scheinbar zu viel verlang.

Dabei hat schon Benedikt XVI. den deutschen Politikern in seiner Rechtsrede vor dem Bundestag erklärt, wie das als ganzheitliche kosmologische Reflexion beschriebene philosophischen Denken, wie der  Stoa, für das ein heute als Ökologie beschriebenes zusammenhängenden Ganzen maßgebend war. So der Öko-logos auch der christlichen Ethik zugrunde liegt. Es damit bei den biblischen Worten Jesus um das ging, was die Alten aus der Natur und ihrer kreativen Kraft ableiteten, die als Herr-lich gesehen wurde.

Auch wo klar ist, dass kein junger Mann war und die Geschichte Jesus auf völlig neue Weise, in vielfältigen konkurrierenden Bewegungen der Kulturentwicklung beim Übergang vom heidnischen Mythos zum philosophischen Logos gelesen werden muss.  Das menschliche Gottesbild hat sich so als das christliche Wesen auch in den Kopf der Kritiker eingenistet, dass das, was der Antike bedeutend war und wo nicht nur Plinius die "Macht der Natur" als das erkennt, was "wir Gott nennen" einfach ignoriert wird.

Der Wandel vom mit dem Mittelalter wieder zurückgekehrten Mythos zur Vernunftlehre hat bisher nur in der Naturwissenschaft, noch nicht in der Glaubenslehre stattgefunden. Die heutigen Kritiker reden vom Logos, den sie dann gar als christliches Wesen nachweisen und hinterlassen nur einen Mythos. Wie wenn der Wandel, der damit ein völlig neues Welt- und Schöpfungsverständnis, damit auch Kult hervorbrachte, nicht gewesen wäre. Auch wenn nicht vom Mythos gesprochen wird. Wo das historische Wesen des christlichen Glaubens nur verneint wird, statt die Bedeutung der Vernunftlehre als das zu bedenken, was im Erbe des Heidentums die Funktion des Josua ausmachte und die Orakel erklärende Weisheit sowie das den prophetischen Monotheismus jetzt universal begründende Wort war, bleibt alles nur leerer Mythos.

Beim Wanderkyniker, wie er in der heutigen Hochschullehre ("Jesus der Galiläer" Gerd Theißen) letztlich gegen besseres Wissen weiter an den Anfang gestellt wird,  geht es kaum besser. Wer einen seiner Göttlichkeit völlig entkleideten jungen Galiläer als christliches Wesen annimmt, der wird nicht nur zum Fälscher der Bibel, die ein schöpferisches Wesen beschreibt. Wie der früher in Heidelberg für das Neue Testament verantwortliche seinen historisch kritischen Nachfolgern Klaus Berger in "Bibelfälscher" vorwirft. Der blendet den Wandel vom Mythos zum Logos völlig aus und stellt den Geschichtsverlauf auf den Kopf. Er unterstellt, was völlig absurd und unhaltbar ist, dass neuplatonische Denker der antiken Hochzivilisation und nachweislich vom Logos ausgehenden Vordenkern der Kirche eine Art Wanderkyniker mythologisiert hätten. Einen Mythos in Welt gesetzt hätten,  den er selbst Sonntags dann auf mythologische Weise meist wie einen Gottessohn predigt, dessen Wort für unser Leben maßgebend seien.

Doch Dogmatiker und sonstige Theologen, die beschreiben, wie der christliche Jesus das hoheitlich-schöpferische Wesen war, es am Anfang um einen Gottessohn... ging oder auch Klaus Berger und selbst der Platoniker Bededikt XVI. , der sich ständig auf die philosophische Vernunft als christliches Wesen beruft, machen es noch schlimmer. Wenn am Anfang nur ein junger Mann sein darf, der dann als Gottessohn (im Erbe des Heidentums) ein hoheitlich-schöpferisches Wesen oder gar nach Prof. Ratzingers als philosophische Weltvernunft gelten soll, wird alles zum Mythos. So wird nicht nur der Geisteswandel der Antike ausgeblendet, sondern soll nachträglich zurückgedreht, wieder auf angeblich postmoderne Weise (Berger) an Mythen geglaubt werden.

Welche Bedeutung der auf Vernunft (statt auf einen vergötternden jungen Mann) gründende Kult in einer neuen götterfreien Welt hatte, wie dadurch Vernunft und Friede zur Welt gebracht werden sollten, was weder Augustusse noch die alten mythischen Göttersöhne möglich machten, kann so nicht bedacht werden. 

10. Die Prophezeiung einer neuen Welt: Nach dem lebendigen schöpferischen Wort

Wir wissen, wie philosophisch ein neues "goldenes Zeitalter", in Bezug auf das naturverbundene Hirtenvolk Arkadiens oder auf Josuas "gelobtes Land" (nichts mit geografischen Eroberungen) ein Leben in Vernunft und kulturellem Friede erhofft wurde. Und gleichwohl bekannt ist, dass die Hoffnung (selbst der noch christlichen Kalife) auf den (Öko)Logos in Kultur gründete, wird dem Kult auch dort, wo man längst von einem jungen Mann weg gekommen ist, weiter nur ein Glaubensmythos bzw. ein leeres Hirngespinst unterstellt. Wenn sich im Nahen Osten Moslems in Berufung auf die wahren Nachfolgen eines Mannes mit Namen Mohammed die Köpfe einschlagen und beim Ölkrieg in Manipulation der Massen täglich Terror beklagt wird, braucht sich darüber niemand zu wundern. Ebenso wenig, wie über das Unvermögen der Welt "Öko-logie"  in Kultur zu leben. Denn nur das war der bereits in der Antike bedachte Grund des dann "christlichen" (in kreativer Weisheit, frei von traditionellen Gottesbildern/-vorstellungen) begründeten Kultes.

Wie sonst als in Vernunft in Kultur in Kultur lässt sich die Hoffnung, die Prophezeiung einer neuen Welt begründen. Was auch von den Kritikern als an die Stelle der göttlichen Kaiser  und alte Äon gerücktes  "goldenes Zeitalter" beschrieben wird?

Was nützt es, die alte Lyrik der antiken Philosophie wie Hesiod, vom neuen "goldenen Zeitalter, des redenden Menschen" auszupacken, der ohne Zwangsgewalt alter Gesetze, im Geist der Vernunft führen würde?  Das das Paradies zu hat, Leben im Einklang mit der Natur/Ökologie, nie war und zu erreichen sein wird, ist klar. Aber ebenso, wie hierzu geistbegabten, selbstbewussten Wesen die Vernunft gegeben wurde, um die Kurzsicht der Gier (heute im Westen sinnlos gewordener Konsum-/Kapitalegoismus) zu überwinden. Eine in sog. Achsenzeit gegebene Vernunft, die dann im Hinduismus, Buddhismus oder mit dem kosmologischen Modell des Tao nur auf andere Weise verwirklicht werden sollte, als dort, wo das Erbe der Göttersöhne anzutreten war.

Wer auf 700 Seiten den heutigen Stand der kulturellen Forschung analysiert und sich dabei von der in natürlicher Schöpfung begründeten "göttlichen" Zahl 72 leiten lässt. Der macht deutlich, wie und warum das, was wir heute als Naturerkenntnis Öko-logie nennen, seinen "Niederschlag in Dichtung, Mythos und Religion" fand. Denn nicht nur die Begründung der nach dem Wandel vom Mythos zum Logos vom Christentum geerbten Bilder, Geschichten und Gestalten wird als Natur in Kultur nachgewiesen. Wie dazu die Kult(ur)bilder notwendig waren, wird nicht nur in der Kulturgeschichte mehr als deutlich. Wenn sich kritisch-aufgeklärte Forscher, die die Bedeutung der Bilder beschreiben, nicht nur von kosmologisch Begründeten Zahlen, sondern deren bildhaftem Ausdruck diesen leiten lassen. Wenn selbst die unter atheisten.org sich boshaft über die alten Bilder auslassenden kulturkundigen Atheisten nicht über die Bilder hinauskommen, ihnen ihre Zeit und ihr kritisches Denken opfern. Dann zeigt all das, was auch die Betrachtung der Kulturgeschichte, inzwischen durch Evolutionsbiologen bestätigen: Ohne die Evolution der phantastischen Bilder hätten wir keine Vergangenheit gehabt und haben keine Zukunft.

Allein die in kosmischen Gesetzmäßigkeiten begründeten Zahlen und Bilder oder die Bedeutung des ein monistisches Ganzes verkörpernden Zeus und seiner vormaligen Söhne und Töchter als Natur-Verherrlichungen zu analysieren. Dann den Weg von einem zum Ausdruck bringenden Wesen wie Isis zu Jesus nachzuzeichnen, der nach wurzelkritischer Islamforschung zu Mohammed umgemünzt wurde. Das ist zu wenig.  Das aufgeklärte Verständnis, dass es dort, wo die Hebräer vom Wort (zum Ausdruck gebrachte kreative Vernunfthandlung) sprachen oder die die Götter galten und heute Jesus oder Mohammed gilt, im Grunde immer nur um das ging, was uns als Ökologie maßgebend sein musst, lässt uns den Weg zum bereits in neuzeitlicher Aufklärung erhofften neuen, goldenen Zeitalter weitergehen.

11. Wissen um Anfänge konsequent weiterdenken, statt nur kindische Bilder betrachten

Wenn die bereits von Zarathustra im kreativen Ganzen nach universalen Gesetzen (Öko-logos) und in gleicher Weise damit auch den biblischen Propheten begründete monotheistischen Lehren, die zur Zeitenwende in Vernunft belegt wurden und endgültig zum Kulturwandel führten waren, wie es sich aus heutigem Geschichtswissen ergibt. Dann müssen wir nicht nur die Story von klein Jesus, den an heutigen Hochschulen gelehrten herrlichen Wanderkyniker in die Tonne werfen und den dann unterstellen Jesus-Mythos. Vielmehr zwingt die Begründung einer schöpferischen Bestimmung/Sinngebung und davon ausgehender Lehren (Wort) im natürlichen kreativen Ganzen nach inzwischen wieder kausalen universalen Gesetzen (ob Asha Mazda, Logos, heute Ökologie) zu einem völlig neuen Glaubensverständnis.

Wer der die kosmisch begründeten Theologie-Modelle der Ägypter, die in einer Art altem Monismus begründete Philosophie der persischen Propheten, dann auch die himmelbeobachtenden Hebräern und die Zeit Hadrians bzw. die Hochzivilisation der Spätantike bedenkt, die Stoa kennt und beschreibt, wie man in den Tempeln nicht nur "über die Natur der Götter und des Menschen" nachsann, sondern auch "Mathematik, Astronomie, Medizin, Philologie und Geschichte" studierte. Der weiß , warum die dann als auch als neuer Josua gesehene Vernunft lehre antiker Aufklärung bzw. der biblische Jesus nicht nur Himmelkundig war, sondern auch körperlich geheilt hat oder die geschichtliche Wahrheit war.

Es ist Wissensverweigerung, einfach beim Bildertausch stehen zu bleiben. Wenn aus  Mithras oder der ägyptischen Isis ein neuer Josua wurde. Dann wissen wir, wie auch Mithras, der (so Harald Strohm beim - nun mit vernünftigen Augen gesehenen Aufgang der Sonne "wehmütig auf seinen Mythos zurückblickte" d.h. in Vernunft erklärte kreative Wirklichkeit verkörperte. So wie Ahura Mazda, der als Herr der Weisheit das Licht oder die kreative Kraft der Sonne symbolisierte, für die im persischen Monismus geltende kreative Ganze oder den schöpferischen Geist stand und nicht einfach eine vorgesetzte Gottheit war, der etwas angedichtet wurde. 

Zarathustra, der die im Kult von Ahrua Mazda und auch Mithras sprechende persische Philosophie verkörperte und heute als Erfinder/Vorgänger des nicht einfach vom Himmel gefallenen prophetisch-biblischen Exils-Monotheismus gilt, macht im Kapitel "Zarathustra spricht" deutlich, warum kein junger Mann der Grund des erneuerten Monotheismus bzw. das den Christen geltende Wesen war. Doch ebenso wenig kann die Lehre vom "gut Denken, gut Reden, gut Handeln" von einem Mythos ausgegangen sein. 

Dr. Bahram Varza : (Hier werden die bei anderen Wissenschaftlern in ähnlicher Weise wie von Varza gedeuteten Kultbegriffe der "Gatha" genannten philosophischen Lehre, in der logischerweise die Propheten des sog. persischen Exils ausgebildet wurden, d.h. aus der nicht nur das Alte Testament mit seinen Geboten hervorging, sondern so auch die Josua- und spätere Jesusgeschichte, weitergedacht)

Armaity = Friedlich = Harmonie = Ausgeglichenheit (Heute eine menschlich-ökologische Lebensweise in Selbst- wie Weltfriede)
Asha = Weltordnung = Wahrhaftigkeit (Aus der die menschliche Harmonie, Lebensweise abgeleitet wurde. )
Mazda = all umfassende Weisheiten (Die vom Ursprung allen Seins ausging, damit nicht allein dem Ego gerecht wurde, dessen Sinn die Evolutionsbiologen in der Genmaximierung belegen, sondern für das Selbst eine Bestimmung im kreativen großen Ganzen sahen, wie sie die hebräischen Propheten Wort nannten, wovon sich biblische Weisheit ableitete.)   
Wohuman = Gut Denken 
  

Die hier in deutscher Sprache veröffentlichte "Gatha" ist die Grundlage der Philosophie des Zarathustra. Obgleich Zarathustra erst durch F. W. Nietzsche und Richard Strauss bekannt wurde, hat der "literarische Zarathustra" Nietzsches nichts mit der historischen Philosophie des Zarathustra gemeinsam. Die historisch, monotheistische Philosophie basiert vielmehr auf dem im Kult Ahura Mazda genannten Ursprung des Seins. Die Besonderheit dieser Philosophie ist dabei das unabdingbare Primat streng logischer Naturgesetze (Asha). Zu dieser Philosophie gehört hauptsächlich "Gut denken" (Weisheit), "gut reden" (Wahrhaftigkeit) und "gut tun", was nach Zarathustra die Grundlage menschlichen Verhaltens sein sollte. Diese originäre Philosophie wurde leider später von sogenannten Zarathustra Klerikern aus Eigennutz mit eigenen Texten (Avesta) modifiziert und erweitert. (Kurztext zu Bahram Varzas Buch über die Gatha)

Auch wenn der Islamwissenschaftler in seinen weiteren Büchern mit dem Gottesbegriff kämpft. Das Wissen um die Herkunft des prophetisch-bildlosen Monotheismus aus der vom kreativen Ganzen, nach kausalen Gesetzen zwingt zur Re-Vision, zu der Zarathustra bzw. die persische Philosophie im eigenen Kapitel aufruft. Was in der Geschichte des Westens "Gott" und im Orient "Allah" genannt wurde, war nach allem was wir inzwischen wissen, der unsagbare Grund des Ganzen, der den sog. Propheten zwar wesen-lich, aber dessen Benennung und Vorstellung oder gar dessen menschliche Abbildung nun ganz und gar verboten wurde. Und wie der unsagbare Grund sich nur in dem zeigte/offenbarte, was in der Natur- und ebenso kreativer Kulturentwicklung sichtbar ist, nun in kausalen universaler Gesetzmäßigkeit (Logos) erklärt wurde, so die traditionellen Geister vertrieb, ist auch bekannt.

Um den heute dem Buch nach zu glaubenden Designer, einem Gott genannten schöpferischen Wesen menschlicher Vorstellung, kann es weder in persischen Philosophie, noch den dort ausgebildeten Propheten gegangen sein. Das heutige Wissen, dass sich die alten Perser, bei denen die Exils-Propheten (der Anfang des biblischen Moses/Montheismus und seiner Götzenvertreibung: Josua, später Jesus) ebenso in die Schule gingen, wie bei den die Sonne als Ausgangspunkt aller Kreativität verehrenden Ägyptern zeigt:

-Die Märchenstunde menschlicher Kindheit ist um. Nicht nur die Entstehung des Christentums kann unmöglich weiter in einem verherrlichten jungen Mann mit Namen Jesus gelesen werden, sondern auch der Anfang des sich auf Abraham berufenden Monotheismus der drei heutigen Buch-Geschwister ist als eine logische Kulturentwicklung zu sehen.

-Weder hat ein Mann mit Namen Moses auf dem Berg Tontafeln gefunden, noch ist ihm was geheimnisvoll eingegeben oder rein menschlich in den Mund worden, was zu den bekannten Geboten führte. Wer mit klarem Verstand das geschichtliche Wissen auswertet erkennt, wie hier ein Weiterdenken dessen war, was die Wissenschaft bei Zarathustra oder Dareios aufzeigt, aus einer Art frühem Monismus abgeleitet wurde. Dass dabei auch der aus Ägypten kommende Monotheismus in Moses eingeflossen ist, steht außer Frage.

-Wir wissen, wie auch in sog. Exilszeit die alten Mythen aufgegriffen wurden, um in einer Art Rückprojektion Israel (dem neuen Verstand schöpferischer Bestimmung, die von einem begriffsfreien, bildlosen Grund des Ganzen ausging und zu den biblischen Geboten führte) eine Geschichte zu geben. Mehr als in einem alten Mann Namens Abraham müssen in dem, was als persische Philosophie oder ägyptischer Theologie bekannt ist, die Erzväter gesehen werden. Dabei geht es nicht darum, Dareios & Co. als den archäologisch ausfallenden Großkönig und Tempelbauer David begreifen zu wollen. Was interessieren die längst als solches gelesenen Kultgeschichten und ihre Namen, wenn wir die Herkunft bzw. Entwicklung des Kultes, seiner Geschichte(n) und insbesondere die der Kultur maßgebende(n) Bestimmung(en) nachvollziehen können? 

-Ob die Verfasser der dann in den Kanon aufgenommenen Kultgeschichte vom christlichen Wesen nur die griechische Vernunft im Blick hatten, gar nur die Geschichte der Zeitenwende, des Neuplatonismus und den Reformbewegungen bebilderten oder bereits die auch in Persien begründeten Anfänge im kreativen Ganzen kausaler Gesetze und damit menschlicher Bestimmung, bleibt offen. 

-Fest steht, die Vernunft ist nicht allein in Griechenland, bei den Vorsokratikern geboren. Was dort Logos genannt, aus dem natürlichen Lebensfluss abgeleitet wurde und in Westen als Jesus, im Orient als Mohammed Geschichte machte, war ebenso in der Philosophie Persiens lebendig. Damit waren auch die biblischen Propheten keine freien Erfinder, sondern haben Vorhandenes Wissen und Denken bzw. Kult- und Verhaltenslehren weitergedacht. 

-Den Josua, später Jesus hat es geschichtlich gegeben. Die Verdrängung der Gottesbilder/-vorstellungen, bei der die neuzeitliche Aufklärung allerdings das Kind bisher mit dem Bade ausschüttete, hat es auch in der Vergangenheit gegeben. Das ist "geschichtlich" beschrieben. Bereits die alten Ägyptern meißelten alte Gottesbilder aus, verehrten allein die kreative Kraft der Sonne als Asa. Auch wenn das später im Kult wie ein Wesen ausgeschmückt wurde. Und genau das, was wir heute z.B. Ökologie oder Evolution nennen, wird nicht nur von Varza bei Zarathustra wieder mit Asha als strenge Naturgesetzlichkeit definiert. Und wie erneut alte menschlichen Vor-bilder ausgemeißelt wurden, lässt sich dann nicht nur in persischer Philosophie oder einem Wandel im Verständnis  (beispielsweise bei Mithras) nachvollziehen, sondern auch den biblischen Propheten und ihrer christlichen Erneuerung: lat. Jesus.

-So wie wir wissen, dass weder die von einem Mann Namens Moses organisierte Volksflucht aus Ägypten, noch ein blutiger Eroberer mit Namen Josua der Anfang des Monotheismus waren, lässt sich auch die Jesusgeschichte "von Anfang an" völlig neu verstehen.

-Gerade auch das Wissen, wie sich die von der Ausdrucksweise der westlichen Kirche (dem von Heiden geerbten Gottessohn) abtrennenden, damit einen strengen Monotheismus wahren wollenden prophetisch Denker des Orient weit mehr auf Zarathustra bezogen, als die Kirchenlehre, so der Koran entstand, lässt klar sehen. Kultnamen wie Gestalten und deren Geschichte sind Schall und Rauch aus der Kinderstube unserer Kultur, die weiterführt. Uns ist das Wissen gegeben, dass am Anfang keine Mythen, Menschen, Manipulationen standen, sondern kreative Natur in Kultur das theologische Thema war. Es im biblischen Glaube damit nicht um gestrige Lehren, Buchstaben, alte Bücher und traditionelle Vorstellungen geht, sondern um die Begeisterung für das heute in Ökologie oder Evolution erklärte kreative Ganze und die entsprechend verant-wort-liche Lebensweise.