Auferstehung

- Aufgeklärter Verstand des Tot"geglaubten" in Vernunft -

 'Jeder nur ein Kreuz': Szene aus dem Film 'Das Leben des Brian' 

 Wäre es beim historischen Jesus nicht um ein Neuverständnis gottesbildfreier menschlicher Vernunft-Bestimmung in heute Ökologie genannter schöpferischer Wirklichkeit (für Propheten Wort), damit Josua gegangen, sondern um einen jungen Mann. Dann würde die Kritik, wie sie die Parodie-Komödie "Das Leben des Brianzeichnet, voll und ganz zutreffen. Doch Aufklärung besteht nicht darin, nur lächerlich zu machen, sondern Kritik und Wissen zu verwerten, neue logische Schlüsse zu ziehen. Damit das aufgrund der traditionellen buchstäblichen Glaubenslehre tot-geglaubte aufgeklärt zu verstehen: Auferstehung. So, wie der anfängliche Monotheismus nicht wegfällt, weil kein vielschreibender Volksbefreier mit Namen Moses und Josua kein grausamer Eroberer war, kann auch die Auferstehung und damit der gesamte christliche (nun universale Kult vom kreativen großen Ganzen,) erst jenseits der banalen kindlichen Kultbilder in geschichtlicher Realität bedacht werden


Die Auswertung der Bedeutung, die "Auferstehung" in der Antike hatte und auch der christlichen beigemessen wurde, macht nicht nur deutlich, wie im Reformjudentum, ebenso wie im philosophischen Verständnis antiker Götter eine geschichtliche Auferstehung war. Sie zeigt vielmehr, wie absurd die heutige Hypothese vom doch nicht wiedererweckten Heilsprediger ist: Bei der Auferstehung Jesus ging es weder um den heute angenommenen Guru, noch eine zu glaubende Gottesvorstellung. So wie der Anfang des bildlosen Bundes inzwischen nicht mehr in der biblischen Geschichte vom Auszug aus Ägypten begründet wird, sondern einem gedanklichen Neubeginn in sog. Exilszeit. So geht es auch bei der Auferstehung um keinen Sprung aus dem Grab, sondern einen kulturhistorischen Neubeginn im aufgeklärten Verstand des Alten. Die Auferstehung als jetzt universal gültiges Passah lässt sich in Realgeschichte  beobachten. Reformjuden, wie aufgeklärte Griechen (anfängliche Christen) liebten (glaubten) die in Vernunft erklärte kreative Wirklichkeit (Logos/heute Ökologie). Sie verstand darin das, was das Gottesbilder verdrängende prophetisches Wort war. Dafür stand in der jüdischen Geschichte der damit lebendige Josua, lat. Jesus.  

Bildergebnis für himmelfahrt 

      Selbst die alten Maler hatten eine ihrer Zeit gemäße schöpferische/göttliche Wirklichkeit noch im Stile antiker Götter vor Augen und nicht nur einen jungen Mann. Doch wie verrückt haben die notwendigen Kult(ur)bilder und die buchstäblichen Jesusgeschichten den Kopf gemacht? Heute ist bekannt, wie zur sog. Zeit Jesus in der Vernunftlehre antiker Aufklärung (Logos) genau das war, was Ostern ausmacht und in seiner inhaltlichen Bedeutung von Christen gefeiert wird. Wie die vernünftige Erklärung der Welt im antiken Monismus (heute Ökologie) für Reformjuden, wie griechische Denker die "christlich" dann gottesbildfreie schöpferische Wirklichkeit war. Was bereits den Propheten als Wort/Sinn galt. Ein Zeitgeschehen, das später in Bezug auf die jüdische Geschichte als erneuter Josua verstanden wurde. Und wie nicht mehr Mythen und das Lesen in menschlichen Gedärmen, sondern die jetzt in Vernunft/Logos (mit Sinn erklärter Natur) verstandene kreative Wirklichkeit maßgebend war. Wofür sich "Christen" genannte Menschen begeisterten, die heute Evolution oder Ökologie genannte kreative Vernunftwirklichkeit liebten, guthießen (=glaubten). Und wegen ihrer Weigerung, weiter den traditionellen Gottesbildern und damit auch dem Kaiser zu opfern, als staatsgefährdende Atheisten verfolgt wurden.

Wie kann man daher gegen alles Wissen weiter unterstellen, antike Denker hätten einen wiedererweckten Wandburschen als lebendiges Wort/Sinn oder Weisheit gesehen? Sie hätten einen wundertätigen Heilsprediger als Logos (Vernunftprinzip) und unsagbaren Grund der gesamten Kreativität  (heute Gott) ausgegeben. Oder sie hätten sich gar nur für ein fiktives Geistesgebilde begeistert, daran geglaubt.

Auferstehung lässt erkennen:

Ein egal wie wiedererweckter oder als göttlich geglaubter Wanderprediger mit Namen Jesus war nicht. Was anfänglichen Denkern als unabdingbare Voraussetzung des neu-hebräischen Kultes galt, kann nicht das gewesen sein, was nach heutiger Hypothese als historisch hinten herauskommt. Damit zu aberwitzigem Afterglaube =Miss- oder Aberglaube und damit Atheismus, wie zum Kampf der Kulturen führt. Die realgeschichtliche "Auferstehung Jesus" erweist sich vielmehr als das, was als Zeitenwende bekannt ist: Wo nach dem Wandel vom Mythos zum Logos (Vernunftprinzip/Sinn) das prophetische Wort auf lebendige Beine gestellt, jüdische Gesetzlichkeit und griechische Götter (gedankliche Gottesbilder/-vorstellungen) neu verstanden und verdrängt wurden. Und genau dafür stand im Alten Testament Josua, lat. Jesus. Er war Sinnbild für die Vertreibung menschlicher Götzenbilder, denen entsprechend der Tradition blind geopfert wurde. Er galt neben Moses, der für die aus Ägypten kommende, im ewigen Wandel befindliche monotheistische Vorstellung eines kreative Ganzen mit unsagbarem Grund steht. Was im Exil antiker Hochkulture im Weiterdenken beispielsweise der Philosophie Zarathustra bedacht wurde. Und was heute als Anfang des sich auf Abraham berufenden prophetischen Monotheismus gilt, der die Gottesvorstellungen für die Kulturprobleme seiner Zeit verantwortlich machte.

Wie unter Entstehung des Jesusnamens ("Josua:Jesus") aufgezeigt, war der neue Josua für noch als Christen geltende Kalife (die dabei bekanntlich vom Logos/Vernunftlehre ausgingen) Hoffnung auf das gelobte Land: Leben in Vernunft und kulturellem Friede. Die Auferstehung Josua, lat. Jesus, war somit der Wiederverstand einer für Reformjuden, wie nun auch Griechen geltenden gottesbildfreien kreativen, nun universalen Bestimmung (bei den Propheten: Wort) in der Vernunftlehre antiker Aufklärung. Am Anfang stand nachweislich keine einzelne Sekte. Das christliche Wesen war eine in sehr vielfältigen Erkenntnis- bzw. Reformbewegungen, in Rom, Athen, Alexandrien oder rund um Jerusalem geltende Vernunft. Es war eine Weisheit, wie sie heute auf Weltklima oder Friedenskonferenzen ausdiskutiert oder als ganzheitliche ökologische, humanistische, zukunftsgestaltende Lebensweise gepredigt wird. Was jedoch ohne ein aufgeklärtes Verständnis der gemeinsamen Kult-Wurzeln und damit einer kulturell tiefgreifenden Begeisterung vergeblich bleibt.

Denn kreative Kulturentwicklung besteht nicht darin, sich nach belieben einen neuen Kult zu bauen, sondern den alten aufgeklärt zu verstehen. Ob Menschen weiter ihre eigenen Gottesbilder, alten Büchern, Traditionslehren glauben und dann alles verwerfen. Oder ob sie auf mündige Weise die gegenwärtige und in Vernunft erklärte gemeinsame kreative Wirklichkeit (heute: Evolution, Ökologie) mit kulturaufgeklärter Kraft lieben und leben (glauben). Das macht einen ganz gewaltigen Unterschied.

Wer logisch denkt, die Natur liebt, an die Ökologie oder die universalen Prinzipien glaubt, nach denen seit Darwin alles Werden erklärt wird, der glaubt an das, was vor 2000 Jahren als Wort/Bestimmung neu verstanden, in lat. Übersetzung von Josua dann Jesus war.


Zeitgemäß/schöpfungsgerecht "christlich glauben" kann im aufgeklärten Verständnis seines Ursprunges nur bedeuten: In aufgeklärtem Verstand, ohne Berufung auf Bücher oder menschliche Gottesvorstellungen in kulturellem Friede die heute in Vernunft (Ökologie oder Evolution) erklärte kreative Wirklichkeit gemeinsam lieben, leben, auf humanistisch-kreative Weise Zukunft gestalten. Doch dazu reichen keine abstrakten Lehren. Dazu müssen die alten Vorstellungen vertrieben, der kreativen Vernunft wieder die kulturell zu feiernde Bedeutung gegeben werden, die sie im anfänglichen Kult hatte.

Das lebendige Wort im geschriebenen Worthttp://input.efa-nuertingen.de/wp-content/uploads/wiv-august13.jpg

Allein die natürliche Schöpfung gab den Ton an, war Grundlage der Schrift. Die von Reformjuden, wie griechischen Denkern als Christus verstandene, endültig in Vernunft offenbare, universale schöpferische Wirklichkeit und Verhaltensweise leitete sich weder aus blindem Glaube, Gottesbildern, Bauchgefühl oder einem  Buch ab, wie es heute als Glaubensgrundlage gilt. Es ging um das Gegenteil eines Gottes aufgrund der Tradition oder gar nur einen jungen Juden, der als göttlich geglaubt/geliebt wurde. Wie geschichtlich bekannt, wurde der heute gegen alle ursprünglichen Warnungen meist "Gott" genannte und vermenschlichte unsagbare Grund aller Kreativität, der alles aus sich hervorbringt, von antiker Aufklärung in Vernunftprinzipien erklärt: War damit in universaler, endültiger Weise offenbar. Die Natur bzw. das jetzt in allgemeingültigen Prinzipien verstandene Werden/Weltganze (Logos) wurde als das bereits in der Tradition der Propheten für das menschliche Leben maßgebende schöpferische Wort (hebr. Vernunft) wieder-verstanden. Was von taub gewordener jüdischer National-Gesetzeshörigkeit, ebenso wie von Leberschau oder den in die Jahre gekommenen menschlichen Gottesbildern der Griechen erlöste. Und das war in jüdischer Geschichte Josua, lat. Jesus.

Jesus aufgeklärt leben lassen

Wer alle Tassen im Schrank hat und nicht gewohnt ist, den Schwachsinn sonntäglicher Predigt vom gegen alle Vernunft Wiedererweckten in Verweigerung historischen Wissens auf die Anfänge zu übertragen. Der kann unmöglich in einem egal wie wiederbelebten Wanderkyniker das annehmen wollen, was anfänglich das auferstandene Wesen war. Das bereits den Propheten geltende schöpferische Wort, damit die Sinn machende kreative Wirklichkeit, die von antiker Aufklärung jetzt in Vernunft (Logos) verstanden wurde, so echt lebendig war, ist mit einem jungen Mann beim besten Willen nicht zu machen.

Wo Monotheismus als die Absolut-setzung des eigenen, von Christen "Gott" genannten fliegenden Spaghettimonster gilt, wie der neue Atheismus mit Blick auf heutige Buchlehre polemisch analysiert. (Was aber letztlich aber auch Gegenstand der heutigen Diskussion um die mosiansiche Unterscheidung und monotheistische Gewalt ist.) Da kommt ein archäologisch nicht gewesener Auszug aus Ägypten oder die angebliche Auferstehung eines hingerichteten Angebers gerade recht, um alles als Humbug zu sehen. Bei einem Aberglaube, der bereits dem Anfang Vergeisterung, statt nüchterne Naturbeobachtung und dessen Weiterdenken im sog. Exil antiker Hochkulturen unterstellt, wundert es allerdings auch nicht, wenn dann von der theologischen Lehre der Glaube an einen hingerichteten Heilsprediger als Erneuerung des alten Kultes hingestellt wird. Oder logischerweise davon ausgegangen werden muss, der angenommene junge Mann hätte, egal was über ihn anfänglich gesagt und auch später geschrieben wurde, mit einer echten Erneuerung des heute Monotheismus genannten Kultes vom kreativen Ganzen nichts zu tun gehabt. Denn von einem Neuverstand der kreativen Wirklichkeit (einer gottesbildfreien Bestimmung/Wort), von der die Gebote ausgingen, kann dort, wo ein Guru mit Namen Jesus gilt, nicht gesprochen werden. Daher wäre kein Neubeginn, keine Neubegründung des althebräischen bildlosen Bundes gewesen, sondern ein Aufwärmen des Alten: Entsprechend der Schrift, dem Buch, der  jüdischen Tradition nach, sei ein junger Jude ausgemalt worden, behaupten die heutigen Schriftgelehrten. Doch damit würde ein wundertätiger Jesus zur völligen Witzfigur, alles was über ihn gesagt und gesagt wurde, zur heißen Luft. Doch dies ist der antiken Aufklärung, bei der sich nicht nur die Vernunfterklärung allen Werdens (Logos), sondern ein kultureller Neuverstand des jüdischen Wortes, wie griechischer Götter beobachten lässt, unmöglich zu unterstellen. Bei rationaler Betrachtung der Kulturentwicklung kann das einfach nicht gewesen sein kann. Auch ein Hirngespinst kann unmöglicher antiker Hochzivilisation als Grund des neuen, jetzt universalen jüdischen Kultes unterstellt werden, der dann auch die Rolle der in Vernunft erklärten Götter einnahm.  

Wer sich von den Buchstaben der Kultbildern befreit und die Realgeschichte betrachtet. Wer dabei auch das heutige Wissen über die die Entstehung des Gottesbilder verdammenden Kultes der Propheten im Exil der antiken Hochkulturen auswertet. Wo der bereits der menschlichen Gottesbilder ausmeißélnde Sonnen-Kult vom einen kreativen großen Ganzen Echnatons bzw. ägyptische Theologie erneuert wurde. Und wo natur-/himmelsbeobachten Hebräer, die Schöpfung in Schrift fassten, die Zarathustra genannte geisterfreie Philosophie vom kreativen Weltgeist (maßgebend für gut Denken, Reden und Handlen) weiterdachten. Für den ist klar, wie der aus antiker Naturphilosophie entstandene antike Monismus eine echt neue Erklärung/Offenbarung der nun universal gültigen einen kreativen/schöpferischen Wirklichkeit bzw. prophetischen Bestimmung war. Wie der Monismus, der heute Ökologie heißt und in Evolution erklärt wird, in vielfältigen Erkenntnis- bzw. Reformbewegungen antiken Aufklärung Weisheit bzw. Vernunft-Bestimmung (Neuverstand des jüdischen Wortes) war. Und so in den Kult(ur)geschichte(n) auch zum Jesus oder in Mohammed prophetisch zur Sprache gebracht wurde.

Ein hingerichteter Wanderprediger, wie er im Kurz-schluss heutiger Glaubenslehre gilt, damit logischerweise tot und heute nichtssagend wäre, kann unmöglich Gegenstand der anfänglichen, von Auferstehung ausgehenden Theologie des Neue Testamentes gewesen sein. Wer seinen Verstand nicht dem in Geschichte notwendigen Kultur-Bild eines unhistorischen Heilspredigers opfert, der braucht die Grundlage christlichen Glaubens nicht weiter über Bord zu werfen. Der nimmt nicht weiter Lug und Trug oder nur eine Art Verherrlichungsrede in Gemeindebildung an. Der erkennt vielmehr, wie historisch genau das war, was die Kultgeschichte in der Auferstehung des jetzt friedfertigen Josua nach allgemeiner theologischer Deutung zum Ausdruck bringen soll: Wie die Logos genannte Vernunftlehre antiker Aufklärung die alten Glaubensvorstellungen von Juden, wie Griechen neu verstehen ließ, von Sünde/Abfall befreite. Und wie damit ein neuer Exodus war. Wie die gottesbildfreie kreative Wirklichkeit der Propheten nun in Vernunft verstanden wurde, die Geister vertrieb und Juden wie Römer (später auch Kelten und Germanen) in aufgeklärte menschlich-schöpferische Verant-WORT-ung nahm. Auch wie die Fleischwerdung des Logos bzw. dessen menschliche Ausdrucksweise in Geschichte(n) für eine kulturelle Erneuerung notwendig war. Erst so Kaiser- und Götterkult, wie jüdische Gesetzlichkeit durch ein aufgeklärtes Verständnis verdrängte und zu einem neuen universalen gültigen Kult führte. Damit in Realgeschichte genau das war, wofür Josua bzw. jüdische Weisheit stand.

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Weit mehr noch als bei dem um 1315 entstandenen Gemälde war die Auferstehung in der Geschichte (auch den biblischen Geschichten) ein völliger Neubeginn im Neuverstand des Alten. Das Bild der Cora-Kirche in Istanbul (wo das menschliche Auferstehungs-Bild des auch im anfänglichen Islam als Christus gesehenen Logos dann abgelehnt, überstrichenen und von der Ostkirche wieder freigelegten wurde) zeigt die Auferstehung der der Toden in Vernunft. Der Logos, die in Vernunft erklärte kreative Wirklichkeit nun natürlichen Werdens unter dem Sternenhimmel, leuchtete im neuen Licht antiker Aufklärung als "Pantokrator". Sie ließ so in geschichtlicher Realtiiät Adam und Eva, ebenso wie vormals für jüdische Weisheit stehenden Könige wiedererwachen. Der Fürst der Unterwelt, des alten Mythos und seiner menschlichen Gottesbilder war besiegt durch die als Christus verstandene Vernunftlehre. Der ursprünglich noch christliche Islam, für den ebenso wie die Kirche die Vernunft als Christus galt, bevor sie in Mohammed prophetisch zur Sprache gebracht wurde, erhoffte durch die kulturgerechte Umsetzung dieses Logos das durch Josua gegebene gelobte Land: Leben in aufgeklärter Vernunft und kulturellem Friede. (Heute soll dieser Gottesstaat, den der noch christliche Kalif durch Vernunft erreichen wollte, mit Berufung auf mittelalterliche Lehren in mörderischer Weise errichtet werden. Was nicht zuletzt bei dem, was die christliche Lehre als Auferstehung oder ihren Grund vorgibt und damit auch anderen Aberglaube befeuert, nicht wirklich wundert.)

1. Auferstehung im Islam, wo vor Mohammed die Vernunft als Josua/Jesus galt

Wenn die zum Islam gewordenen Christen ohne Kreuz das frühchristliche Auferstehungsbild übermalten bzw. der Islam nach wie vor Kreuz, wie Auferstehung des auch im Koran geltenden Christus ablehnt, dann zeigt auch das die Absurdität der Hypothese vom hingerichteten Heilsprediger. (Unter "Anfänge des Islam" konkretisiert.)Bekanntlich gingen auch die zum Islam gewordenen, ursprünglich als christlich geltende Denker vom Logos (damit der Vernunftlehre antiker Aufklärung) aus. Dem zum Islam gewordenen Denken zu unterstellen, einen jungen Mann mit Namen Jesus zu Mohammed gemacht zu haben (als der Christus nachgewiesen zu Mohammed "umgemüntzt" wurde) das ist noch absurder, als den von philosophischer Vernunft ausgehenden neuplatonischen Vordenkern bzw. Vätern der Kirche zu unterstellen, einen Wanderkyniker als Logos angenommen oder ausgegeben zu haben. Die Ablehnung von Kreuz und Auferstehung kann unmöglich darauf zurückgeführt werden, dass die zum Islam gewordenen Christen die Hinrichtung und Wiedererweckung eines jungen Heilspredigers nicht kannten oder wahrhaben wollten. Die in anfänglicher Christologie-Diskussion zum Islam gewordene, wahrscheinlich neben der späteren Kirche in Alexandrien erwachsene islamische Denkweise hatte eine andere theologische Sicht. 

Wie die Christologie-Diskussion zeigt, haben die dann zum Islam gewordenen Christen die menschliche Ausformung der Vernunft und gleichzeitig ihre Vergötterung als Konkurrenz zum einen unsagbaren Grund, darin eine Häresie gesehen. Sie haben vor dem in Jesus  immer mehr vermenschlichten Götter-Bild der Kirche, an das inzwischen auch die Glaubenskritiker Herz und Verstand gehängt haben gewarnt. Wer nach Auswertung heutiger Wissenschaft den Christus zu Mohammed machte, hat auf jeden Fall keinen jungen Mann "umgemünzt". Wie das inzwischen nicht nur die Numismatik, sondern die Auswertung heutigen Wissens über die Wurzeln des Islam belegt. Der bereits durch Zarathustra bzw. persische Philosophie erkannte, heute naturwissenschaftlich offenbare kreative Weltgeist, der dann den Propheten als Grundes des Wortes galt, wurde in antiker Aufklärung in Vernunft wieder-verstanden. In diesem Sinne gingen auch die zum Islam gewordenen Christen von Auferstehung aus. Sie beriefen sich auf Zarathustra und die Propheten. Doch anders als in der Kirche des Westens, wurde im Islam das Wort (die heute nur etwas wissenschaftlicher definierte Vernunftbestimmung) nicht selbst in menschlicher, sterblicher Göttergestalt eines später Jesus genannten Pantokrators zur Welt gebracht, sondern in einem Propheten sprechen lassen.

Für die anfänglichen christlichen Denker, auch die Maler der biblischen Geschichtsbilder und Herausgeber des Kanon, galt nachweislich der Logos. Was bekanntermaßen als das den Propheten geltende ewige Wort wieder-verstanden wurde und im Sinne der allegorisch verstandenen alten Geschichte nicht nur in Alexandrien der menschliche Gottesbilder/-vorstellungen vertreibende Josua, lat. Jesus war. Im halbaufgeklärten Kurz-schluss wird heute ein gutherziger Wanderprediger vorausgesetzt. Wen wundert, dass dann alle modernen Auferstehungstheorien den christlichen Glauben ebenso lächerlich machen, wie weiter an einen leiblich aus dem Grab gehüpten Gottessohn zu glauben? Doch bereits in der Antike war klar: Ohne die Auferstehung ist der jüdische bzw. christliche und gleichzeitig der gesamte monotheistische Glaube sinnlos und leer. Er wird zu dem, was heute dann weltweit zur politischen Manipulation missbraucht, von der Glaubenskritik zurecht für die Kriege der Kulturen und den Terror verantwortlich gemacht wird. Denn wie in dem in antiker Erkenntnislehre entstandenen Theologietext in Form eine Briefes an die Gemeinde in Korinth im neuen monotheistischen Paradigma (Paulus) formuliert, sind dann auch alle Predigten über einen Glauben an Gott völlig leere Rede (Sünde).

2. Auferstehung: ein natürlicher Vorgang in kreativer evolutionärer Kulturentwicklung

Kreativität (Schöpfung), wie sie im evolutionären Wachsen, der Entwicklung durch Veränderung im gesamten Kosmos zu beobachten ist, gilt bekanntlich auch für den menschlichen Kopf und ebenso für die Entwicklung der menschlichen Kultur. Wie beim menschlichen Körper und in aller Natur, so muss auch in Kultur das Alte sterben, damit Neues wachsen, sich die Welt kreativ (schöpfungsgerecht) entwickeln kann. Kulturelle Schöpfung ist dabei das "bewusste" Komponieren von bekannten, oft gegensätzlichen Vorstellungen auf neue Weise. Nur so entsteht Neues, wird die menschliche Kultur, damit der Schöpfung des Ganzen (bei Christen Gott) gerecht. Durch Assoziationsfreude, Perspektivenwechsel, Überschreitung alter Grenzen bzw. Glaubensvorstellungen entsteht ein neues Welt- und Kulturverständnis, das ausgearbeitet und festgehalten wird.

Kreativ (in Glaubenssprache "gottgerecht") ist eine Kultur, wenn sie nicht am Bestand krampfhaft festhält, sondern sich wie bereits Kleinkinder im kreativen Austausch ein neuens Bewusstsein komponiert, lernend und neu-gierig das bestehende weiterentwickelt. Nützliche bzw. in kultureller Entwicklung notwendige Neuerungen, die sich oft an Grenzstellen, durch Überwindung von Gegensätzten in neuer Logik ergeben, entwickelt sich auch in Kultur. Es ist ein Querdenken, das gewohnte Wege verlässt, neu verwendet, so alte Probleme auf völlig neue Weise löst. Und in den vielfältigen Erkenntnis- wie philosophischen Reformbewegungen der antiken Aufklärung lässt sich genau diese Kreatität erkennen. Eine Kreativität in Kultentwicklung, die jedoch um wirksam zu werden, das Alte ablösen zu können, eine neue einheitliche, damit kultförmige, auch dem altvertrauten Volksglaube gerechte Ausdrucksweise benötigte. Was im Westen erst in der Kirche geschah, an Pfingsten gefeiert wird.

Kreativität ist gerade in Kultur ein "Neuverständnis" von längst gegebenen Informationen. Um Informationen neu Komponieren und sinnvoll verwenden zu können, müssen in freier Weise gedankliche Schranken überwunden werden, die durch Normen und Glaubensvorgaben als Schere im Kopf wirken. Nur so ergeben sich neue, in kreativer Gesamtentwicklung not-wendige Kult(ur)lösungen. Und wie die Vernunftlehre der Zeitenwende, ebenso wie das Aufeinandertreffen der verschiedenen Kulturen ein neues Verständnis nicht nur not-wendig, sondern auch möglich machte, ist in den Geschichtsbüchern beschrieben. Die Kreuzung, an der alten Glaubensvorstellungen mit neuen griechischen Welterklärungsmodellen ebenso standen, wie die Kultvorstellungen von Ost und West, haben auch jeden Fall mehr mit der dem lange vor Christi bekannten Kultzeichen des dann christlichen Kreuzes und der Auferstehung zu tun, als ein antiker Galgen. Und genau diese Kreativität ist auch heute wieder gefragt.

Die Evolutionslehre zeigt: Alles was wir sind, verdanken wir dem, was vor uns war, sich in Vernunft sinnvoll kreativ entwickelt hat. Was gerade in Synthese bzw. gegenseitiger Erkenntnis scheinbarer Gegensätze Neues entstehen ließ. Doch da wir keine Affen mehr sind oder nur ein Klumpen Gene, der allein durch den Instinkt und biologische Trieben gesteuert wird, sondern geistbegabte, selbstverant-wort-liche Wesen, ist es mit der körperlichen Wieder-Geburt nicht getan. Auch unser Kult(ur)gut muss ständig wieder neu entdeckt, in Aufklärung auferstanden werden. So wie wir unsere biologische Vorgeschichte nicht aussuchen oder ablehnen können, sind wir als geistbegabte Wesen auf den kulturellen Wiederverstandes und so die natürliche Weitentwicklung des Altbekannten angewiesen. Es geht dabei um eine Entwicklung bzw. einen Neuverstand, der sich nicht nur zur Zeitenwende beobachten lässt, sondern der ständig und gerade heute mehr als notwendig ist.

Natürliches kulturelles Wachstum kann daher nicht bedeuten, dass sich der Apfelbaum in atheistischer Aufklärung weigert, neue Früchte zu tragen oder inzwischen gar die kath. Erwachsenenbildung asiatisch-spirituell sein will. So, wie im Frühjahr die Bäume in Blütenpracht stehen, die Kirschblüten zwar noch keine Blätter oder gar Früchte sind, aber mit Sicherheit dort auch keine Äpfel wachsen, zeugen vielfältige Bewegungen antiker Hochzivilisation von einer natürlichen Wiedergeburt im Wesen ihrer Vorgänger-Kulturen. Und dass es dabei im Westen um die Vernunft in kulturgerechten Gestalten ging, darin führt kein Weg vorbei.

3. Aufer"steh"ung: Ab"fall"beseitigung von Aber-glaube und Atheismus

So wie sich das Werden der Welt nicht mehr auf märchenhafte Weise erklären lässt, fanden auch in der Kulturentwicklung weder wundersamen Eingriffe statt, noch ist es möglich, weiter in einem jungen Mann oder einem Glaubensmärchen das zu erklären, das Geschichte machte. Die kindlich-buchstäbliche Vorstellung, dass ein charismatischer Junghandwerker, der auf wundersame Weise um den See Genezareth zog, der Grund des neuen, sich Gottesbildern verweigernden Kultes, seiner vielzähligen Kulttexte und dann von Kirche oder Koran war, ist Aberglaube. Ebenso absurd ist die Behauptung, Jesus im geistigen Kontext der Antike zu bedenken, wenn dann nur die ärmlichen Verhältnisse in Palästina als Grund untersucht werden, die zur Verherrlichung eines Guru als Weltvernunft geführt hätten. Allein das Wissen um das antike Denken, die Gültigkeit der Vernunftlehren und gleichzeitig die entspreche Begründung der menschlichen Naturvergötterungen, selbst rund um den See Genezareth, wo kein Jesusboot zu finden ist, sondern z.B. Heraklessäulen, spricht Bände. Wo die die Kultfunktion inzwischen in Vernunft erklärter Naturvergötterungen bedacht wurde, hätte niemand einen Guru zu Gott gemacht. Noch weit mehr zwingt die sich in anfänglicher Wissenschaft, philosophischen Weisheitslehren, wie Theatern und Tempeln ausdrückende Hochkultur im gesamten Palästina (aber auch dort, wo das Christentum rund um das Mittelmeer erwuchs) zur aufgeklärten Betrachtung der Anfänge. Gegen alles Wissen spricht auch die These, dass die Lehre seines Sektenverfolgers oder nur ein kirchliches Konstrukt der Grund war, der zum Kulturwandel führte, die Götteropfer verweigern ließ. Es ist unwissenschaftlich, völlig unabhängig vom nachweislich durch Vernunft geschehenen Kulturwandel an einem Wanderguru festzuhalten. Dem dann nur "Notdürftigkeiten", wie sie bei heutiger Hypothese als Heiligenschein hinten rauskommen, aufs Haupt gesetzt worden sein können.

Wo das, was anfänglich galt, nicht in aufgeklärt-allegorischer Weise zeitgemäß verstanden wird, gehen Wissen und Glaube getrennte Wege, entsteht Abfall, Unfriede, Aberglaube und Atheismus. Wobei auch der Atheismus, der von unzeitgemäßen Glaubens-Vorstellungen ausgeht und daran festhält, eine Art von Aberglaube ist.

So wie wir im evolutionären Wandel aus eine Affenart zu vernunftbegabten Wesen wurde, entwickeln sich auch die Weltbilder und der menschliche Kult. Es liegt auf der Hand, dass dieser dem jeweiligen Weltbild entsprechen muss, um ernst genommen, nicht zum Aberglaube zu werden. Der Kult unterliegt daher im schöpferischen/kreativen Werk kultureller Entwicklung dem stetigen Wandel. Er hat folglich auch im Osten ein anderes Gesicht, als im Westen. Und wie der Abbruch der Wissenschaft antiker Hochkultur und das Mittelalter zeigte, gibt es nicht nur in eine Richtung. Wo die Wirklichkeit der Welt wieder auf mythische Weise wahrgenommen wurde, da musste sich auch der Kult auf mysteriöse Weise ausdrücken. Ohne dass dies dann als Aberglaube zu verurteilen wäre. Doch wo das Werden der Welt, ebenso wie unser Wirken in Vernunft erklärt und bedacht wird, da wird ein Kult, der sich nur auf traditionelle Texte bzw. alte Mythen beruft, zum Aberglaube. Schon die Unterscheidung des sog. Exils-Monotheismus, der sich mit dem schöpferischen Wort auf eine Vernunfthandlung allen Werdens berief, daraus ableitete, was menschliche "geboten" war und die menschlichen Gottesbilder und den alten Opferkult verwarf, verurteile den alten Aberglaube. Josua, lat. Jesus steht in der jüdischen Geschiche für den Prozess der Befreiung von abergläubigen Vorstellungen, menschlichen Gottesbildern und sinnlosem Opferkult. Er gilt für die Eroberung des gelobten Landes, damit einem aufgeklärten Verständnis (Hören/Israel) und Leben in Vernunft und Friede.

So ist es dann der alten Vorstellungen anhängende Volksglaube, die Unvernunft und Unwissenschaftlichkeit der Kultlehre, die als Aberglaube bezeichnet wird. Wenn die Etymologen hinter dem "Aber" ein hinter, nach, wider vermuten, so verweist auch das auf eine Glaubensvorstellung, die hinter dem Weltbild zurückgeblieben ist, heute wie in antiker Aufklärung wider alle Vernunft war bzw. ist.

Zur sog. Zeit Jesus waren es Weisheits- bzw. Vernunftlehren der jüdischen Reform oder der Stoa, die sich mit tauber jüdischer Gesetzlichkeit und Ritusversessenheit ebenso auseinandersetzen, wie mit Zauber, Orakelglaube oder Leberschau der Griechen. Die Dämonen waren bei den Neuplatonikern gefallene Engel bzw. Vermittler/Boten schöpferischer Wirklichkeit. Ähnlich, wie in kindlichen kath. Geschichtsbüchern der Teufel dargestellt ist. Doch die gefallene Lehre bzw. Vermittlung kreativer Bestimmung hat kein junger Guru, sondern die Vernunftlehre antiker Aufklärung ausgetrieben, von Götzen befreite.

Wie in antiker Aufklärung, so hat auch die neuzeitliche Aufklärung einen Glaubenswandel erfoderlich gemacht. Ohne den alles zum Aberglaube wird. Der ohne auf naturwissenschaftliche Prinzipien und Vernunft zu gründen, sondern meist verlangt "aber" doch an vorgesetzte, gedankliche Gottesbilder, Tradtitionen zu glauben, zu einer belanglosen Religiösität des Volksglaube wird. Eine Glaubenslehre, die sich dann zur politischen Manipulation missbrachen lässt. Denn wo in Vernunft erkannter gemeinsamer Sinn/Wort war, werden ohne neue Nahrung die hinten herauskommenden Notdürftigkeiten als Glaubenswahrheit hingestellt. Was dann vom Aufklärungsatheismus zurecht kritisiert, für die Probleme der Welt verantwortlich gemacht wird. Von Religionswissenschaftlern wird dies heute als eigentlicher Glaube angesehen und hinsichtlich der Wirkung einer Angst vorm himmlischen Aufpasser oder des Kinderreichtums von kulturell Zurückgebliebenen als evolutionstauglich vermessen wird. Was allein schon belegt, wie der Glaube zum Aberglaube geworden ist. Wie ein aufgeklärter Glaube (die Liebe des in Vernunft erklärten Werdens, ökologischen Welt-Ganzen) die Menschen zur kreativen Zukunftsgestaltung, statt kurzsichtig-egoistischen Vernichtung bewegen könnte, kann dort, wo Aberglaube vermessen wird, kein Thema der Religionswissenschaft sein. Während atheistische Evolutionswissenschaftler wie Thoma Junker  deutlich machen, wie ohne Kultbilder unsere Kultur nicht entstanden wäre und keine Zukunft hat, in "Der Darwin Code" zeigen, wie ein funktionierendes Gemeinwesen, als "Superorganismus" auf einen gemeinsamen Kult angewiesen ist, wird in der Kirchen Aberglaube als evolutionstauglich vermessen. 

Wenn durch Ostern nicht nur eine neue Schöpfung jenseits von Aberglaube gegeben war, sondern auch neue Verhaltenslehre, dann muss bei Auferstehung mehr noch als nach der Beseitigung menschlicher Gottesvorstellungen nach der neuen Grundlage der Lebensweisheit gefragt werden. Für die wurde jetzt nicht mehr das Orakel, sondern die von Natur/Schöpfung ausgehende Vernunft und Weisheit gefragt. Wie seit den Vorsokratikern und dann gerade zur Zeitenwende der Sinn des Seins und damit des gesamten menschlichen Lebens nun nicht mehr im Mythos oder in göttlichen Monarchen, sondern in Vernunft begründet wurde, kann bei der Betrachtung christlicher Geschichte nicht hoch genugt eingeschätzt werden. Auch wenn selbst Epikur die Bedeutung des Götterkultes für die menschliche Kultur bedachte. Von Mythengöttern konnte die nun in Vernunft (Logos) gegebene Moral und Verhaltenslehre nicht mehr ausgehen.

Im Platonismus galten jedoch nicht die Meinungen einzelner Philosophen, sondern wurde das menschliche Leben nun in einer Vernunft begründet, deren Grundlage das kreative Werden der Welt war. Sokrates war keine Stammtisch oder Talkrunde, bei der nach Belieben Meinungen von Intellektuellen ausgetauscht wurden. Es wurde in Logik ausdiskutiert, was im Sinne natürlicher Schöpfung vernünftig war. Die Geschichtsbücher sind voll davon, wie nicht mehr Leberschau, sondern der aus natürlicher Schöpfung abgeleitete Logos das Maß der verschiedenen philosophischen Lehren war. Auch wenn dabei der Begriff des Logos bzw. des dann für die Christen als wahrer Sohn geltenden Mittlers schöpferischer Gerechtigkeit nicht gebraucht wurde. Es war eine Vernunft, die sich nicht aus menschlichen Meinungen, Bauchgefühlen oder alten Glaubens-Büchern speiste, die jetzt das Maß der Dinge war. Bekanntlich waren verschiedene Modelle der Lebensführung bzw. Umsetzung des Logos. Doch die Vernunftlehre war an Stelle von Mythen, Orakeln oder der Auswertung menschlicher Gedärme getreten. Bei der rund Mittelmeer oder auch den See Genezareth geltende Stoa, bei Epikur oder andere philosophische Schulen war die Vernunft tonangebend. Die Bezwingung menschlicher Unvernunft bzw. kurzsichtige Gier und das naturgemäße, damit schöpfungsgerechte wahrhaft vernünftige Leben stand nicht nur in der Stoa im Mittelpunkt. Gerade Kyniker, als was im heutigen Kurz-schluss der angeblich wiedererweckte junge Mann mit Namen Jesus hingestellt wird, wollten Naturgemäße leben. Heute würden wir dabei von gesellschaftlichen  "Aussteigern" reden, deren Parole "zurück zur Natur" heißt. (Warum daher auch nicht wundert, dass im Neuen Testament Stoa nachzulesen ist und sich Gedankengut der Kyniker findet. Was bekanntlich im heutigen Kurz-Schluss beispielsweise Gerd Theißen, der in Heidelberg die geistige Grundlage heutiger Theologen und Forscher legte, das christliche Wesen als einen jungen Kyniker sehen lässt.) 

Über die Leberschau bzw. Ablesen der Zukunft und Verhaltenslehren aus menschlichen Gedärmen können wir nur noch lachen. Für uns heute ist es zwar völlig selbstverständlich, dass Verhalten in Vernunft (z.B.ökologischer und damit schöpferischer Weisheit) begründet werden muss. Und doch bekämpfen wir ähnlich wie im Reformjudentum auch Aber-glaube, traditionelle Gesetzlichkeiten und beklagen nicht nur mit Blick auf den Islam täglich gestrige Glaubenslehren. Wo man sich nur auf traditionelle Lehren beruft, bei Ehe und Familie, bei Pillenverbot oder Homoehe nicht nach zeitgemäßer gesamtgesellschaftlicher Vernunft in natürlicher geschichtlicher Erfahrung (Evolutionstauglichkeit) fragt, sondern oft zum Selbstzweck gewordene Traditionslehren. Da sind wir genau dort, wo in der Antike der Logos/die Vernunftlehre den Aberglaube und die jüdische Gesetzlichkeit, taub gewordene, abgrenzende Traditionslehre, wie menschliche Kurzsicht und Beliebigkeit ablöste.

Wir kennen die jüdische Weisheitslehren, die nicht nur ähnlich klingen wie fernöstliche Weisheit, sondern so wie die Weisheiten z.B des  Laotse, in einer umfassenden Wirklichkeit begründet waren. Wie kann man daher auf die absurde Idee kommen, die dann für das christliche Leben maßgebende Weisheiten wären die Mitschnitte von Worten, die ein in Gemeindebildung wiedererweckter Wandkynikern seinen  Fischer-Freunden auftischte? Vielmehr zeigt die heutige Forschung zur Entstehung des Neuen Testamentes, indem sie die Jesusgeschichte aus Weisheitslogien ableitet, dass die Vernunftlehre antiker Aufklärung das biblische Wesen war. Wie kann man um die nun in Vernunft begründeten Verhaltenslehren wissen, die dann und dort das Denken der gesamten damaligen Zeit bestimmten, wo das Christentum erwuchs. Dann aber weiter die Menschen im Glauben lassen, dass die Worten eines Wanderpredigers für Juden und Griechen jetzt universale Weisung gewesen wären. Aber auch glauben zu wollen, das wäre einem Pharisäer mit Namen Paulus zu verdanken oder einem Luftschloss zur Manipulation oder Moralisation der Masse, das man als neuen Gott jetzt Logos nannte, ist Aber-glaube.

Durch Josua, lat. Jesus, wurde von Alters her der Aberglaube beseitigt. Doch so wenig das im alten Israel bzw. bei den prophetischen Hörern des schöpferischen Wortes (hebr. Vernunfthandlung) im Exil antiker Hochkulturen ein mörderischer Eroberer war, ging es bei der erneuten Beseitigung von Aberglaube um einen in Gemeindebildung wiedererweckten charismatischen Wanderkyniker. Kein Feldzug eines kaltblütigen Eroberers, der mit Trompeten die Mauern einstürzen ließ, sondern Weisheits- und Vernunftlerhen, wie sie sich bei Zarathustra ebenso wie der gesamten griechischen Geschichte nachlesen lassen, haben den Aberglaube an Leberschau, mystische Vorstellungen ebenso wie jüdische Traditionslehre bzw. Gesetzlichkeit abgelöst.

4. Aufgeklärtes Heidentum

Wer die Geschichte ernst nimmt, muss die ursprünglichen Christen als ein "aufgeklärtes Heidentum" betrachten. Wobei die sog. Heiden in historischer Realität die waren, die trotz antiker Aufklärung, besserem Wissen philosophischer Vernunftlehren (Logos), am Opferkult und volkstümlicher griechisch-römischer Götterverehrung, Gottesvorstellungen der Tradition festhielten.

Allein die Betrachtungen in "Aufgeklärtes Heidentum" (wo ein heutiger Anhänger heidnischer Kulte auf antike Lehren eingeht) sind Beleg, wie nicht nur der christliche Monotheismus zum Aberglaube geworden ist. Es sich vielmehr auch als Aberglaube gegen alles Wissen erweist, den christlichen Anfängen die heutigen Glaubensvorstellungen zu unterstellen:

Eine weitere Ansicht ist, dass polytheistische Götter eine Inkarnation eines einzigen höheren Gottes sind. Diese Anschauung trifft man auch im Hinduismus und bei den Stoikern an. Der alleinige höchste Gott ist dabei aber weniger eine Person wie im Monotheismus, sondern eher ein kosmisches Prinzip, bei den Stoikern der Logos, was oft mit "Wort" übersetzt wird, aber besser mit "Sinn" übersetzt werden sollte. Der Logos ist das dem Universum innewohnende Prinzip, das das Universum aufrecht hält und in geordneten Bahnen ablaufen lässt. Heute könnte man ihn als die Gesamtheit der Naturgesetzte deuten. Götter als Inkarnationen dieses Prinzips stellen dann einzelne Aspekte der kosmischen Ordnung dar. Nicht weit davon entfernt ist die Vorstellung, dass Götter personifizierte Naturgewalten sind.

Auch wenn Andreas Mang, der daher den christlichen Glauben verließ, bei der monotheistischen Person das heute übliche menschliche Gottesbild vor Augen hat. Und auch beim Logos zu kurz greift, nicht die Vernunftprinzipien bedenkt, die in den "gesamten" philosophischen Lehren am Anfang unserer Wissenschaft galten, Monotheismus begründendes Wort waren. Noch weniger seine Bedeutung im dann götterfreien/gottesbildlosen "christlichen" Kult, der in seiner kirchlichen Ausprägung die Person (Rolle/Aufgabe) der Vätervorstellungen nicht verneinte, sondern durch die Person (Rolle/Aufgabe) der Vernunftprinzipien erklärt (offenbart) sah. Der Anhänger heidnischer Kulte macht nicht nur deutlich, dass der den anfänglichen Christen statt Götter auch im Kult geltende, sinnmachende Logos genau das war, was heute als Naturgesetz, beispielsweise als Ökologie gilt. (Was aber selbst Benedikt XVI. vor dem Bundestag deutlich machte, als er unter großem Beifall in Bezug auf Stoa und die jüdische Weisheit bzw. Salomo, den Grund allen Rechtes in Ökologie zu bedenken gab. Dabei vom Logos bzw. der schöpferischen Vernunft sprach, die der Kirchengeschichtskenner sonst als Wesen des christlichen Glaubens im Weiderdenken der Griechen bezeichnet, das mit Verstand einsehbar sei. Was er auch in "Ökologie des Menschen" als Zusammenfassung seines christlichen Lebenswerkes beschrieb. Und worauf auch sein Nachfolger gründet, wenn er von der Welt eine ganzheitlich-ökologische Lebensweise fordert.) Gleichwohl als Angriff auf den christlichen Kult angelegt, zeigt das "aufgeklärte Heidentum", wie aberwitzig das ist, was heute als historisch/christlich angenommen wird. Wie auch ein göttlicher Guru oder heutige Gottesvorstellungen (Glaube wie es im Buch steht, gegen alle Natur/Wissen) nicht das gewesen sein können, was in antiker Aufklärung den Kult personifizierter Naturgewalten/Kreativitäten oder kultureller Gegebenheiten ablöste.

Auch wenn das Mittelalter, dem die Vernunfterklärung allen Werdens fehlte, ein Rückfall aus antiker Hochzivilisation/Aufklärung war, der bis heute das christliche Bild bestimmt. Die christiche Religion als "Rückbindung" muss nach allem, was wir heute wissen, als Rückbezug auf einen Kult bedacht werden, der gerade das Gegenteil des Glaubens an über-/unnatürlicher Mächte bzw. völlig menschliche Gottheiten war. Vielmehr wurden menschliche Gottesvorstellungen, die nicht mehr der Zeit gerecht wurden, vertrieben. Aber selbst die Verehrung der personifizierten Naturphänomenen in menschlicher Kult(ur) waren kein "Glaube an."  Sie waren in diesem Sinne auch kein Aberglaube, sondern entsprachen dem Weltbild ihrer Zeit, das im Kult auch lobenswerte menschliche Eigenheiten in Götternamen benannte. Die Annahme, dass an Stelle der  in Göttergestalten kult-volksgerecht zum Ausdruck gebrachter Naturphänomene, die jetzt in Vernunft erklärt wurden, ein junger Guru trat, dann auch noch als Logos/Vernunft gesehen wurde bzw. galt, ist mehr als Aberglaube. Sie wird dem Wissen um logische Entwicklung in antiker Hochzivilisation in keiner Weise gerecht.

Im Wandel des Weltbildes durch den antiken Monismus bzw. einheitlicher kosmologischer Prinzipien (Ver nunftlehren/Logos) wurden die Götter bzw. die verschiedenen Personifikationen bereits im sog. Heidentum zusammengefasst, zu einem Monotheismus. Den von Vernunft geleiteten Philosophen galten trotzdem die traditionellen römisch-griechischen Naturvergötterungen, auf denen bisher auch das Staatswesen baute. Denn die antike Hochzivilisation waren sich der Kulturfunktion der Götterbilder bewusst. Wie daher die Verkörperungen von Natur- und Kultureigenschaften durch einen jüdischen Guru oder sonst ein verabsolutiertes Gottesbild in hochzivilisierter Zeit, der die Vernunft heilig war, abgelöst worden sein soll, ist in natürlich-evolutionärer Kulturentwicklung nicht zu erklären. Warum aber aufgrund der alten Gottesbilder, die selbst den Vertretern der von Vernunft ausgehenden Stoa oder dem Neuplatonismus in Vernunft begründet und bewahrt wurden, nur durch die Vernunftlehre in menschlich-volksverständlicher Gestalt abgelöst werden konnte, liegt auf der Hand.

Wenn Wiki zutrifft, dass sich "Glaube" aus gutheißen, loben oder lieb haben (statt blindem für wahr halten gegen alles Wissen) ableitet, dann seien nicht nur die Wiki-Autoren, sondern der urchristlichen Glaube gelobt. Denn dort wurden keine alten Gottesbilder/-vorstellungen oder Glaubensgesetze gut geheißen, gelobt. In geschichtlich einsehbarer Realität wurde geliebt/geglaubt, was jetzt in Vernunft erklärt war. Auch der kreative Geist des Ganzen der Väter, die kreative Ordnung des Himmel als Vater neben Mutter Erde (vormals Gaja), war das Gegenteil eines Gottesbildes, wie es heute als zu glaubend gilt. Was wir heute als ganzheitliche ökologische Lebensweise begehren und gut heißen, als Humanismus gilt und was als zukunftsweisende Vernunft bei Weltkonferenzen gefordert wird, war zum Kultwesen geworden. Was selbst der platonische Benedikt XVI. und Franziskus nicht mehr aus dem Buch, sondern bei ihrer Forderung nach ganzheitlich-ökologischer Lebensweise aus dem gegenwärtigen Weltverständnis/Weltvernunft ableiten, war verschiedenen Reform-/Erkenntnisbewegungen antiker Aufklärung wesen-tlich. Dieses "gegenwärtige" Wesen des christlichen Kultes, das die alten Geister vertrieb, wurde später mit Josua, lat. Jesus identifiziert. 

Dass sich im Westen die Trinität gegenüber dem Arianismus durchsetzte, hatten wahrscheinlich mit den römisch-griechischen Götterbildern und, deren Verstand in Vernunft zu tun. Denn es ist völliger Aberglaube gegen alles Wissen, dass auf den Konzilen über das Wesen eines Wandergurus oder ein fiktives Glaubenskonstrukt gestritten wurde. Auch wenn die dicken Kirchengeschichtsbücher, die eingehend die jahrhundertelangen Kultur-Diskussion darlegen, die Welt im Glauben an einen jungen Guru mit Namen Jesus lassen. (Selbst der Name kam nachweislich erst viel später, stand bei Einführung für Josua.) Die Person (Rolle/Aufgabe) des Logos bzw. der antiken Vernunftlehre, die im aufgeklärten Sinne den Kultgegenstand der Väter nicht ersetzte, sondern  jetzt in Vernunft offenbarte und seine Person (Rolle/Aufgabe in Kultur) bedenken ließ, war eindeutig das Thema der Kulturdebatte.

Die Einfalt des kindlichen Volksglaubens, dass die Denker der Antike an traditionell vorgesetzte Götter glaubten, wie heute Traditonalisten an den Gott des Buches glauben wollen, greift viel zu kurz. Wer die Kulturfunktion von Naturvergötterungen diskutierte, wusste, um was es geht. Allein damit fällt die Hypothese, dass jetzt an einen göttlichen Heilsprediger oder dieser als neuer Gottessohn geglaubt wurde. Noch absurder ist daher die allgemein angenommene Unterstellung, dass ein junger Jude mit Aussagen über die Götter in Sachen Geburt, Auferstehung oder Wunder nur vergötternd ausgeschmückt wurde. Man mag darüber streiten, was die Götter, die heute im aufgeklärten Sinne als Sinnbilder für kosmische Phänome oder kulturell-menschliche Eigenschaften gesehen werden, verkörpern sollten. Fest steht, dass das antike Denken nicht nach dem Geburtsort und Geburtsjahr von Herakles geforscht hätte. Oder diesen Gottessohn für ein besonders trinkfreudiges zweibeiniges Wesen gesehen hat. Wie der Neutestamentler Gerd Theißen in Heidelberg heutigen theologischen Geschichtsforschern im guten Glauben seiner Zeit einen angeblichen Wanderkyniker als den einen Sohn beigebracht hat. Es ging auch nicht darum, an Götter zu glauben, wie es heute als Glaube gilt. Vielmehr wurde in Gestalt der Götter die von ihnen verkörperte Kreativität im Kult zu verehrt. Wer beschreibt, wie die Cicero oder Epikur, auf den sich die Neuen Atheisten berufen, die Kultfunktion der Götter nicht verneineinten, sondern in Vernunft bedachte, der kann auch bei noch so viel Vernebelung die alten Hypothesen von Kirchenlehre, wie ihrer Kritik, nicht weiter aufrecht erhalten wollen.

Wie kann man weiter gegen alles Wissen um natürliche Kulturentwicklung denken wollen, in antiker Hochzivilisation, der die Vernunft als neues Maß menschlicher Moral galt, hätten Intellektuelle der gesamten Welt mit vormals die kosmische Kreativität der Sonne selbst verkörpernden neuplatonischene Kaisern über das Wesen eines jungen Heilspredigers gestritten? Sie hätten einen Heilsprediger oder ein Hirngespinst als Logos/Vernunftlehre hingestellt, darin gar den unsagbaren Grund aller Kreativität der Väter oder dessen Erklärung/Offenbarung gesehen? Wer nicht mehr an ein Art Spagettimonster glauben will, das die Welt aus dem Hut zauberte, der kann der jahrhundertelangen Christologie-Diskussion, aus der dann auch der Islam hervorging, weder einen jugen Juden mit Namen Jesus unterstellen wollen, noch ein Glaubenskonstrukt im heutigen Sinne. Der muss die Vernunftlehre bedenken, wie sie auch heute in Konkurrenz zum Kultgrund der Väter steht. Wie sie diesen jedoch im kulturaufgeklärten Sinne auch heute nur in Vernunft verstehen lässt bzw. offenbar macht.

Wir wissen, wie vergötterten Naturerscheinungen zur Zeitenwende in Vernunft verstanden wurden. Wie nicht nur der Neuplatonismus ein monotheistisches Weltmodell bedachte, bei dem dann von Zeus oder Jupiter als Vater aller Götter gesprochen wurde. Im aufgeklärten Heidentum wird auch beschrieben, wie die verschiedenen philosophischen Schulrichtungen über die Kultur-Rolle (Person) der Götterbilder stritten. Wobei selbst Epikur, der Schutzheilige des Atheismus, die Kreativität der Welt nicht nur im Logos erklärte, sondern auch den kreativen/schöpferischen Sinn/Logos der Götterbilder in Kultur bedachte.

Das alles lässt erklären, warum dort, wo im Wandel der Zeit den Göttern die Opfer verweigert wurden, die Logoslehre nicht nur als neuer Josua gesehen wurde. Warum sie im Laufe der Geschichte zum einen Sohn mit menschlichem Gesicht werden musste. So letztlich erst durch die Reformation der Neuzeit und deren einheitliche Einführung des Jesusnahamens für vormalige (auch an die Götterwelt angelehnte) Hoheitsbezeichnungen, die griechischen Götterbilder endgültig ersetzte. Doch es ist Wissensverweigerung und Bücherverbrennung, weiter anzunehmen, am Anfang wäre es um einen egal wie wiedererweckten jungen Mann oder ein Glaubenskonstrukt im heutigen Sinne gegangen, an das man einfach glauben muss. Wenn sich auch griechische Denker später auf die von Reformjuden antiker Bildung in Alexandrien übersetzte hebräische Schrift beriefen, dann kann es kein Buchglaube an einen jungen Gott gewesen sein. Vielmehr war auch den neuplatonischen Vordenkern/Väter der Kirche klar, was die noch heidnischen Philosophen hinsichtlich der Naturvergötterungen diskutierten: Warum es mit abstrakten Lehren nicht getan ist, im menschlichen Volkskult sich wandelnde Phantasiebilder notwendig sind. (Was heute selbst Thema atheistischer Evolutionsbiologen ist: Thomas Junker "Evolution der Phantasie") Allein das aufgeklärte Heidentum zeigt nicht nur, dass die heutigen Hypothesen unhaltbar sind. Es macht gleichzeitig klar, warum die Vernunftlehre in der bekannten Gestalt zur Welt gebracht, ausgedrückt werden musste. Und lässt erkennen, welche Rolle/Aufgabe die einheitliche kirchliche Ausdrucksweise (Person) in kreativer Kulturentwicklung hatte, warum der kirchliche Jesus daher kein doketistisches Scheinwesen war.

Zweifelsfrei gab des auch griechische, wie jüdische Reformbewegungen, die den alten Kult völlig ablehnten. Wo ähnlich wie heute ein aufgeklärtes allegorisches Verständnis verweigert wird, bleibt nur die Verneinung des Alten. Was im Rückblick selbst dort zu beobachten ist, wo beispielsweise von Marcion gesprochen wird, nur der Logos/die Vernunft galt und das AlteTestament, wie seine Vorstellungen verneint wurden. (Gleichwohl heute Marcion bzw. die damit beschriebene Erkenntnislehre als urchristlich gilt.)

Genau diese sich über Jahrhunderte hinziehende Diskussion um das Wesen der Vernunftlehre, ob sie die Rolle der altbekannten Kultfiguren/-vorstellungen einnimmt (wie es heutige Naturwissenschaft meist sieht) oder den unsagbaren Grund traditioneller Vorstellungen verstehen lässt, offenbar macht, war Gegenstand christologischer Diskussion. Die Konkurrenz, das Verhältnis der Vernunftlehre zu den alten Kultvorstellungen oder ihre kulturgerechte Ausdrucksweise war ein ewiges anfängliches Thema. Dies wird in den Büchern über die Kirchengeschichte, die die Konzile und teils auch kriegerische Diskussionen ausführlich beschrieben. Auch wenn dort dann die Welt im Glaubens gelassen wird, wo über den Logos gestritten wurde, wäre es doch nur um einen jungen Mann mit zufälligem Namen Jesus gegangen. Doch wo den aus der gesamten westlichen Welt zusammengetrommelten Intellektuellen, denen die Vernunft heilig war und die in antiker Hochzivilisation nachweislich um das Wesen des Logos diskutierten, ein junger Mann als mehr oder weniger Gott unterstellt wird. Da macht ein Aberglaube gegen alles Wissen den Chrstuskult zum völligen Humbug oder einem fiktiven Kirchen-Konstrukt. Das, was in Bewahrung der kindlichen Vorstellungen und auch im Festhalten an Glaubenskritik dem Anfang alles unterstellt wird, ist mit Wahnsinn schon nicht mehr zu beschreiben. Allein das Wissen um theologische Denker aus Alexandrien, die in den Kirchengeschichtsbüchern als Hauptkonkurrenten bei der Diskussion um das Wesen des Logos beschrieben werden und sich mit anderen Neuplatonikern stritten, müsste die bisherige Hypothese kippen.

An Pfingsten wird das Fest der Geburt der Kirche in einem einheitlichen Verstand/Geist gefeiert. Doch bereits bei Epikur kann die Flamme kreativer Aufklärung auf dem Kopf, die den Heiligen Geist historisch ausmachte, beobachtet werden. Wenn beschrieben wird, wie der Schutzpatron heutiger Atheisten trotz wissenschaftlich-monistischer Denkweise die Vernunft der Traditionsvorstellungen, des volksverständlichen Götterkultes bedachte. Dann hat der aufgeklärte Heide (ähnlich wie heutige Wissenschaftler, die Phantasiebilder im evolutionären Wandel und einen gemeinsamen Kult für notwendig erachten), die 1. Person der Trinität in dem bedacht, was auf den Konzilen dann als 2. Person diskutiert wurde. Auch wenn die dann götterfreie kreative Einsicht, die zur Kirche führte, möglicherweise erst das Diktat von Kaisern war. Die nach weiterem Abfall von den traditionellen Göttern die Liebe (Glaube) der Vernunft zum notwendigen neuen Staatskult erheben mussten. Die philosophische Erkenntnis von Epikur & Co. hat dafür die Grundlage gelegt.

5. Auferstehung des Kultes der Göttersöhne

Bereits in den Geschichten der die Natur und Kultureigenschaften verkörpernden Göttern lässt sich erkennen, was Religion bedeutete: Nicht Rückbindung an ein Gottesbild, sondern eine kreative Ordnung oder Kraft, die für das menschliche Leben maßgebend ist. Heute sprechen wir von ökologischer Lebensweise, ohne dass allerdings ein kulturgerechte Bindung besteht. Doch die alten heidnischen Kulte waren kein Glaube an einen Gott und in diesem Sinne auch kein Aberglaube, sondern Verehrung von Naturphänomenen oder Kultureigenschaften, bei denen von Göttern gesprochen wurde, denen der Mensch gerecht werden wollte.

Wo die Göttersöhne aus der Brille bisheriger christlicher Sicht als gestriger Aberglaube betrachtet werden, wird man ihnen nicht gerecht. Man muss sich das gesamte heutige Wissen um die verschiedenen Formen des Götterkultes der sog. Zeit Jesus vor Augen halten um zu sehen, wie die verschiedenen Göttertypen im antiken Monismus zur Inkarnation eines einzigen kosmologischen Prinzips zusammengewachsen sind. Wer dann auch Cicero bedenkt oder Epikur und andere Auseinandersetzungen mit dem alten Kult, dem wird klar, wie die Vernunft die Rolle der Götter einnahm, deren Kulturfunktion in Vernunft verstanden wurde. Mit der christlichen Mission, wie sie bisher im buchstäblichen Verständnis geglaubt wurde, ist dann nichts mehr zu machen. Wer sich angesichts des Wissen um die vielfältigen Philosophien, Reformbewegungen und theologischen Auseinandersetzungen nicht von der kindlichen Vorstellung christlicher Anfänge befreit, nach den Worten eines Wanderpredigers fragt , statt dem was die heute als Ökologie oder Evolution erklärte kreative Wirklichkeit von ihm verlangt, dem ist nicht mehr zu helfen. Denn auch wenn im Neuen Testament, dort wo heute Jesus steht, noch vom Zeus-Pantokrator geschrieben wurde, der Pantokrator das frühe Bild des christlichen Wesen war. Es ging um den Glaube, d.h. das Gutheißen, Lieben, die Begeisterung für den nun in Vernunft erklärten Lebensfluss: Logos. Aus dem die Antike bekanntlich nicht nur die Stoa, sondern nicht nur in Alexandrien auch reformjüdische Weisheit/Lehren fürs Leben ableitete.

Auch ohne Siddhartha Gautama, den Begründer des Buddhismus zu kennen haben sich antike Reformer an seine Weisheit gehalten: "Glauben Sie nicht einfach an Traditionen, weil sie von Generationen akzeptiert wurden. Glaubens Sie nie etwas, nur weil es in Heiligen Schriften steht. Glauben Sie an nichts, nur wegen der Autorität der Lehrer oder älterer Menschen." Die Anfänge des dann die jüdische Tradition aufgreifenden neuen Kultes haben sich an den Logos, die gegenwärtige Vernunft gehalten und in aufgeklärter Weise die alten Kultformen und Geschichten integriert. Dies war ein Wandel vom Polytheismus zum Monotheismus, wie heute von Wissenschaftlern wie Jan Assmann auch die anfängliche Landnahme beschrieben wird. Und für dieses jetzt neue Israel, das Hören bzw. den Verstand des Wortes in Vernunft stand in der alten Geschichte Josua.

Bei den alten Mythen wird wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass dies poetische Beschreibungen von Natur- oder Kulturereignissen sind, die für die Menschheit wichtig waren. Es daher um philosophische, moralische Begründungen  im Stil der alten Zeit geht. Die Mythen waren keine seichten Märchen zur menschlichen Moralisierung, sondern werden heute z.B. als Verherrlichungsformen der Jahreszeiten, des Wachstum im Winter und Sommer ausgedeutet. Wir wissen nicht, wie das Volk die Mythen verstand. Doch was wir über das antike Denken wissen, wurde nicht vom willkürlichen Eingreifen eines Gott ausgegangen, wie man sich heute oft Glaube vorstellt. Und auch der Blick auf die ägyptische Mythologie und ihre theologische Bedeutung macht die Annahme eines zu Gott erhobenen Guru zum Aberglaube. Seit Homer wurde durch die Götter Ordnung in das kosmische Geschehen gebracht, auf Kultur übertragen. Wie kann man daher die Geschichte von der Auferstehung Jesus für einen Mythos halten, ohne die grundlegende Bedeutung dieser Geschichte in Kultur zu bedenken? Denn ob die Kritiker die gesamte Jesusgeschichte als Mythos abtun oder selbst die kirchliche Theologie bei der Auferstehung von Gemeindebildung oder Verherrlichungsrede ausgeht. Das grundlegende Kulturereignis, das sich hinter dem Mythos von der Wiedererscheinung des getöteten christlichen Wesens verbirgt, bleibt so unberücksichtigt. Gerade weil nicht weiter davon ausgegangen werden kann, dass ein junger Jude aus dem Grab stieg und es daher einem neuen universalen Monotheismus (Kult vom kreativen Ganzen) gab, muss die Geschichte auf allegorische Weise in ihrer gesamten Bedeutung bedacht werden.

Ist die schöpferische Macht transzendent, damit die Welt übersteigend oder ist sind die Dinge selbst kreativ? Eine antike Kulturdiskussion, die sich in Weltwerdungsmythen der Germanen, bis in den Fernen Osten beobachten lässt. Wenn bei Cicero beschrieben wird, wie sich Epikur gegen das neue Gottesbild von einem ewigen Schöpfer des Platonismus wandte, das aus antikem Monismus hervorging und ein Baumeister in Frage gestellt wurde. Oder wie bei Epikur eine Diskussion über ein Gottes- besser Schöpfungsverständnis war, nach der alle Naturkräfte, Himmel, Feuer, Erde und Wasser keinem menschlichen Baumeister, sondern einer schöpferischen Macht gehorchten, für die auch bei ihm die Götter galten. Wie kann man dieser Zeit dann die Vergötterung eines jungen Guru unterstellen wollen oder ihn gar mit einem neuen bildlosen Monotheismus in Verbindung bringen, was eindeutig anfängliche Annahme und biblischer Bedeutungsinhalt war?

Aber auch das erinnert an die antike Diskussion über die Götzen bzw. falschen, gefallenen Vermittler schöpferischer Macht. Und wenn der eine Sohn des neben Mutter Erde als Vater gesehenen Himmel (in Kultsprache Zeus, Jupiter) den Teufel austrieb. Dann war kein junger Mann als Exorzist am Werk. Dann hat die in Vernunft bzw. Naturprinzipien (Logos) erklärte schöpferische Wirklichkeit der falschen Lehre im ewigen Kampf mit den Gottesbildern den Teufel ausgetrieben.

So wehrt sich auch Epikur, das große Vorbild des neuen Atheismus, der alles andere als ein Atheist im heutigen Sinn war, gegen den Atheismusvorwurf und fordert auf, in aufgeklärtem Verstand die alten Götter zu verehren: (Kla96) "Götter gibt es tatsächlich, unmittelbar und einleuchtend ist ihre Erkenntnis. So wie die Masse sie sich vorstellt, sind sie aber nicht. Gottlos ist nicht der, der die vielen abschafft, sondern der, der den Vorstellungen der vielen über die Götter anhängt".

Nicht zufällig sind im Neuen Testament neben Geburt, Tod und Auferstehung sowie auch sonst gleichen Geschichten zu lesen, wie sie von den Göttern erzählt wurden, sind Wunderheilungen nachgestellt, ging Heakles wie Jesus übers Wasser. Es wundert auch nicht, wenn später christliche Kultfeste und Wochentage auf die altbekannten Götter bezogen. Doch der Tag der Sonne als gesamtheitliche kreative Kraft, die nicht nur den anfänglichen Monotheismus Echnatons ausmachte, steht für ein neues Verständnis. Wer wie der Neutestamentler Klaus Berger beschreibt, wie beim Aufgang, auf der Suche nach einem neuen Bund, in Qumran jüdische Weisheitstexte vorgelesen wurden. Und wo bekannt ist, wie die Natur das große Vorbild des gesamten neuen antiken Denkens war, dabei die Sonne von Konstantin und anderen Neuplatonikern, denen die Vernunft heilig war, in ihrer ganzheitlichen kreativen Kraft verehrt wurde. Dem müsste klar werden, warum die Sonne auch für den Tag der Auferstehung steht.

Wer beispielsweise selbst Odin als Symbol für das Streben nach Wissen und Weisheit sieht, der hängt einem Aberglaube an, wenn er die Auferstehungsgeschichte nur als Mythos zur Manipulation der Masse sieht. Vielmehr ist die Vernunft zu bedenken, durch die jetzt Wissen und Weisheit in menschlicher Kultur gegeben war. Man kann nicht über Archetypen als menschliche Gestalten von überindividuellen Grundmustern menschlichen Lebens in der Geschichte nachdenken und dann nicht über die Verkörperung der Vernunft nachdenken wollen. Denn die übernahm jetzt die kulturelle Rolle/Aufgabe der Göttersöhne. Wenn die Apostelgeschichte von Paulus (dem neuen monotheistischen Paradigma) in Athen schreibt und dem Altar des unbekannten Gottes, dann war dies die jetzt in Vernunft erklärte, sonst unsagbare kreative Kraft, aus der alles hervorgeht und die auch die Vielzahl der Götterbilder in sich vereinte. Im Wandel der Kultur wollten daher sog. Christen jedoch nicht weiter den menschlichen Götterbilder und damit auch dem Kaiser opfern. Sie hielten sich an die Vernunft, liebten (d.h. glaubten) sie und wollten sie im aufgeklärten Verstand des Väterglaubens im Kult leben.

Dass die Christen daher anderes als die Anhänger der Götter auf Mission aus waren, liegt auf der Hand. Jeder Aufklärer, Humanist, Ökoaktivist ist Missionar der Vernunft. Auch heute spielt es keine Rolle, welche Götter die unaufgeklärte Religiosität anbetet, solange sie andere Kulturen in Frieden lässt und nicht das naturwissenschaftliche Weltbild auf den Kopf stellen will. Doch wer sich wie die meist evolutionsbiologischen neuen Atheisten für den in Vernunft erklärten Lebensfluss zur Durchsetzung von Humanismus begeistert. (Giordano Bruno Gesellschaft). Oder wer weiß, dass eine ökologischer Vernunft gemäße Lebensweise die Voraussetzung für die Zukunft ist. Bei dem sind die auch modernen Missionsaktivitäten zu verstehen. Doch allein mit politischer Predigt von einer ganzheitlichen ökologischen Lebensweise kommen wir bei Kulturwesen so wenig weiter, wie mit der päpstlichen Enzyklika. Wenn der aufgeklärte Neuverstand des Alten ausbleibt, bleibt das pharisäerhaft: vergebens. Wen auch kein Pfingsten ist, kein grenzüberschreitender Geist, sondern jeder ohne aufgeklärten Ein-verstand seine eigene Sprache spricht, bleiben wir weinend am Ufer von Babylon.

Doch da uns der Verstand gegeben ist, dass es im anfänglichen Christentum um den Ausdruck aller Natur-und damit Kulturgesetze, dem Sinn des Lebens und Wort  (auch der Stoa zugrunde liegenden Logos) ging, für was vor dem Kulturwandel die Göttern standen, können wir Babylon hinter uns lassen. Der aufgeklärte Gottesstaat, wie ihn mörderische IS aufgrund mittelalterlicher Lehren errichten wollen, sollte bereits für die noch christlichen Kalife, auf die sich die fanatischen Kämpfer berufen, ein Leben in Vernunft und kulturellem Frieden sein. Wie es heute auf der Tagesordnung der Weltkonferenzen steht, dort ausdiskutiert wird. Und nicht nur Cicero, Seneca, Epikur oder den neuplatonischen Vätern der Kirche war klar, wie dazu ein kultureller Neuverstand notwendig ist. Auch von den zum Islam gewordenen Christen ist bekannt, wie sie sich nicht nur auf Josua beriefen, sondern nach einem Neuverständnis dessen suchten, was am prophetischen Anfang Zarathustra ausmachte. 

6. Kulturelle Kreativität jenseits des Kurz-Schlusses

Die Kritik, die nicht nur die biblischen Wunder bei Pythagoras nachblättert, Herakles und Dionysos beispielsweise für die Weinwunder Jesus verantwortlich macht. Die Auferstehung Jesus nach drei Tagen als den Göttern nachgestellt und daher manipulativen Lug und Trug sieht. Die greift bei Weitem zu kurz. Die Geschichte lehrt, wie vielmehr auch die von den Göttern behauptete oder erhoffte Auferstehung in Vernunft geschehen ist. Der von Asien bis Spanien als Abbild der Kreativität in Kosmos oder Kultur stehende Dionysos wäre auf jeden Fall nicht durch einen Guru abgelöst worden, dem die Auferstehung als Verherrlichung angeheftet wurde. Und wer die Entstehung der Welt auf kausale Weise erklärt, der kann auch nicht annehmen wollen, dass in Zeiten antiker Hochzivilisation, der die Vernunft immer heiliger wurde, ein Phantom entstand, aus blindem Glauben ein Auferstehungsgemälde an die Stelle der bisher staatstragenden Götter trat. Wie aber der Kult der Götter in Kritik standen und im Logos bzw. antiker Vernunftlehre auch in ihrer kulturellen Funktion bedacht wurden, damit aufgeklärter Verstand war, ist bekannt.

Es ist geschichtlicher Fakt, wie im kulturellen Wandel vom Mythos zum Logos eine neue gottesbildfreie Vernunft-Bestimmung erwachte. Nicht nur die weiter den Göttern treuen Philosophenschulen, auch die sich dem Götterkult verweigernden Bewegungen, die daher später als "christlich" galten, beriefen sich auf den Logos. Was den bildlosen Exils-Propheten als ewiges schöpferisches Wort (hebr. auch Vernunft) galt, wurde in antiker Aufklärung von Reformjuden, wie Griechen wieder verstanden. Im nun natürlichen Lebensfluss, wie er heute nur empirischer als Evolution erklärt wird, wurde die dem bildlosen Kult maßgebende kreative/schöpferische Bestimmung erkannt. Wie wir wissen, rangen nicht nur die griechischen Philosophen/Theologen mit der traditionellen Religiosität, begründeten Lebenssinn und Lehren nun in der Logos genannten Vernunft und Logik des natürlichen Lebensflusses. In der dann zur Naturwissenschaft gewordenen monistischen Vernunftlehre war eine völlig neue "Schöpfung". Damit ein neuer, nun universaler Bund und Tempel: schöpferische Vergegenwärtigung. Genau dies wird auch als Bedeutungsinhalt der biblischen Bilder bzw. Auferstehung erklärt. Was heute als natürliches Werden (Evolution, Ökologie) gilt, wurde durch die Vernunftlehre antiker Aufklärung als eine umfassende kreative/schöpferische Wirklichkeit verstanden, die bereits den Hebräern sagte, was im menschlichen Leben maßgebend "geboten" war.

Bildergebnis für auferstehung bilder

Selbst die Denker des Mittelalters, nach dem Matthias Grünwald im 15. Jahrhundert dieses Bild des Isenheimer Altares malte, haben in der Auferstehung noch einen kulturellen Neubeginn (ein Erwachen, Wachstumsprozess) gesehen. Das hatte nichts mit der heute geltenden Banalität eines nach seiner Hinrichtung leiblich oder nur im Geist seiner Anhänger wundersam wiedererweckten Wandergurus mit zufälligem Rufnamen Jesus zu tun. Was logischerweise dann nicht wirklich was Neues gebracht haben könnte. In anfänglicher Lehre war die Logos genannte Vernunftlehre als Christus und nun lebendiges Wort noch lebendig. So wurde ein kultureller Neubeginn und Fortschritt gesehen, der den bildlosen Kult vom einen kreativen großen Ganzen bzw. einem unsagbaren Grund allen nun natürlichen Werdens (Monotheismus) auf lebendige Beine stellte. Im Mittelalter, bei dem das Mysterium wieder die Vernunft verdrängte, war der Christus dann durch die katholische Lehre gesetzt. Durch das sola Scripotum der Reformation der Neuzeit, in der das menschliche Bild des Auferstandenen entstand, wurden die alten Kultbezeichnungen und Nomina Sakra (bei Melanchthon in Bezug auf die jüdischen Weisheitslehren) einheitlich mit Josua, lat. Jesus in den Text des Neuen Testamentes übersetzte bzw. eingeführt. Für Luther galt die Vernunft noch als feindliche Hure. Erst heute ist der aufgeklärte Verstand der Anfänge gegeben. Das Wissen lässt erkennen, warum in der jüdischen Weisheits- und griechischen Vernunftlehre antiker Aufklärung der neue Josua (lat.Jesus) erhofft wurde. Wie die der Zeiteinwende geltenden Vernunftlehre die Geister des alten Aberglaube vertrieb, von Sünde/Abfall (dem Gegenteil von Auferstehung) befreite.

 7. Bilder, die für kulturellen Fortschritt notwendig waren, fressen heute das Gehirn

Die gegen besseres Wissen weiter wörtlich (als Geschichte eines jungen Guru mit Namen Jesus) gelesenen theologischen Bilder des biblischen Kult-Textes fressen das Gehirn. Auch wenn klar ist, dass bei der Auferstehung das inkarnierte Wort, damit die kultgerechte Ausdrucksweise der für das menschliche Leben maßgebenden schöpferischen Wirklichkeit (in heutiger Vernunft sagen wir Evolution oder Ökologie) beschrieben ist. Es wird nicht die Vernunft bedacht, die in Realgeschichte den gottesbildlosen Kult vom einen kreativen großen Ganzen wieder lebendig werden ließ und die Geister, Gottesbilder vertrieb. Was in jüdischer Geschichte Josua war, lat. Jesus. Statt zu erkennen, wie jetzt die als Logos bekannte antike Vernunftlehre Dionysos oder die Cäsaren überbot und die taube jüdische Nationalgesetzlichkeit ersetzte, echter Christus war, gehen Kirchenlehrer und ihre Kritiker davon aus, das alles wäre einem jungen Juden nur aus Verherrlichungszwecken angeheftet oder frei erfunden worden. Das Wissen, dass weder die Griechen ihre Götter gegen einen jüdischen Guru oder ein Luftschloss getauscht, noch weniger Juden einen jungen Mann als der bisher unsagbare Grund aller Kreativiät angenommen bzw. zum Gottesbild gemacht hätten, wird so verdrängt. Richtig ist, dass die menschlichen Gottheiten konterkariert und überboten, jüdische Tradition und Nationalgesetzlichkeit erneuert werden mussten. Doch wie können aufgeklärte Denker den Bildern und Geschichten, die dafür notwendig waren, so auf den Leim gehen und Vernunft und Verstand in neuer Weise an den Nagel hängen?

Bei den heute als monotheistisch geltenden Religionen sind die vormals menschliche Psyche und Emotion aktivierenden, so staatstragenden Götter durch Vernunftlehren (jüdisch Wort oder Weisheit) ersetzt worden. Grundlage der alten Kulturen war jedoch nicht vorgesetzte Gottesbilder/-vorstellungen, wie sie heute als zu glaubend gelten und dann den ursprünglich gottesbildlosen Kult vom einen kreativen Ganzen ins Gegenteil verwandeln. Es war nicht der Glaube an vorgesetze Lehren von einer als absolut gesetzten Gottesvorstellung, was heute als Monotheismus gilt. Die Lehren, was menschlich "geboten" war, speisten sich bereits bei den Propheten nicht aus vorgesetzten Gottheiten, sondern aus dem heute wissenschaftlich, z.B. in Ökologie erklärten kreativen Weltgeschehen/-geist. Und dafür wurden Kulturwerkzeuge entworfen bzw. gebraucht, die Menschen emotional ganzheitlich ansprachen, weil sie den alten Kult-Bildern entsprachen.

8. Leben von Vernunft verlangt aufgeklärten Verstand

Mit veralteten Kultbildern, mittelalterlichen Vorstellungen, die nicht in aufgeklärter Weise auf gemeinsame Vernunft bauen, lässt sich keine Kultur begründen. In diesem Sinne ist klar, dass heute ein völlige Trennung von Glaube und Gesetz notwendig ist, der Westen nichts mehr fürchtet, als einen Gottesstaat. Denn wenn heute von einem "Gottesstaat" gesprochen wird, dann geht es meist um das Gegenteil von kreativer Vernünftigkeit, wie sie anfängliche Kalife durch den Logos als gelobtes Land erwarteten: Leben in Vernunft und kulturellem Friede. Es geht nicht um die kulturelle Umsetzung von gemeinsam erkannter kreativen Vernunft, wie sie heute auf Weltkonferenzen gefordert wird, in einer freien politischen Gemeinschaft. Vielmehr wird in Berufung auf eigene, meist gar mittelalterliche Glaubenslehren diktatorisch ein Gottesstaat gefordert und soll möderisch herbeigeführt werden. Doch die Kultbilder lassen sich nicht einfach von der Vernunft (im Bild des Kopfes linken Hirnhälfte) abtrennen, um allenfalls ein religiöses Eigenleben zu führen. Wie es heute die säkularisierende Aufklärung versucht. Wo Religion als reine Privatangelegenheit gesehen wird, die einem gemeinsamen Sinn und somit einer Lebensführung nichts zu tun hat. Und wo Religionswissenschaftler dann nur den Kinderreichtum von kulturell Zurückgebliebenen als evolutionären Nutzen der Religion berechnen oder den Vorteilen reden, die ein Gottesbild als "geheimnisvoller Aufpasser" auch für das Gefühlsleben hätte.

Der aufgeklärte Verstand anfänglicher Vernunft, die Rückbindung an unsere kulturelle Wurzeln ist nicht nur notwendig, um den Missbrauch des Aberglaube zu verhindern, der heute zurecht weltweit beklagt wird. Er kann Kulturwesen, die darin erwachsen sind, auf kulturgerechte Weise zur kreativen Vernunft (z.B. ganzheitlicher ökologischer, zukunftsgestaltender Lebensweise) bringen. 

Denn nicht durch Aufklärung und Naturwissenschaft, sondern durch Glaubenslehren, die sich auf einen angeblich historischen Heilsprediger und biblische Buchstäblichkeiten berufen, wird die gemeinsame kreative/ schöpferische Wirklichkeit und damit Sinngebung tot"geglaubt" und bedeutungslos, statt sie in vernünftiger wissenschaftlicher Welterklärung wahrzunehmen: aufgeklärt christlich zu verstehen. Selbst junge Aktivisten, die sich heute für die Ökologie bzw. das kreative Ganze sinnvoll einsetzen, weisen vor lauter Angst vor Abererglaube, einen gemeinsamen Sinn meist weit von sich. Auferstehung (ein aufgeklärtes Verständnis des geschichtlichen Wesens und damit der Wurzeln unserer Kultur in natürlich-kreativer Wirklichkeit) ist daher auch heute nicht nur die unabdingbare Voraussetzung, um den Kampf der Kulturen im weltweiten Missbrauch alter Glaubensvorstellungen zu beenden. So erst wird Friede zwischen den Weltbildern und in unserem Kopf, zwischen Wissen sowie bewegendem Kult. Auch wenn das gelobte Land eine Vision bleibt. Der Weg zu einem Leben in kreativer kultureller Vernunft und kulturellem Friede führt an einer kulturellen Aufklärung nicht vorbei. Allein die kriegerische Bekämpfung des IS bringt so wenig, wie die Verneinung veralteter Glaubenslehren.

Fast alle biblischen und anfänglichen Bedeutungsaussagen über das christliche Wesen machen deutlich, dass es dort, wo heute von Jesus gesprochen wird, nicht um einen jungen Mann als Gottessohn gegangen sein kann. Doch die Auferstehung als absolute Voraussetzung des christlichen Glaubens macht nicht nur einen wiedererweckten oder in Gemeindebildung nachösterlich vergötterten Guru in besonderer Weise unhaltbar. Gerade durch die Auferstehung bzw. ihre Bedeutung erweist sich die traditionelle Gottesbilder und taube Gesetzlichkeit vertreibende Vernunftlehre antiker Aufklärung, bei der nun in Vernunft auf universal gültige verstanden wurde, was dem bildlosen jüdischen Kult als Wort/Vernunft galt, als das historisch wirksame christliche Wesen.

Die gesamte Theologie ist sich einig, dass in der christlichen Auferstehungsgeschichte das zum Ausdruck gebracht wurde, was den Exodus bzw. anfänglichen Monotheismus (gottesbildlosen Kult) ausmacht. Daher müsste sich schon die hier gestellt Frage nach den vorchristlichen Auferstehungs-Vorstellungen erübrigen. Denn was eigentlich zählt, sind nicht alte Auferstehungshoffnungen, sondern was realgeschichtlich war. Ein Text ist wahr, wenn sich geschichtlich erweist, was die Geschichten sagen sollen. Und noch unhistorischer ist daher die Frage, ob ein junger Mann nur im Geist seiner Anhänger wiedererweckt wurde. Was historisch zählt, ist im Sinne der allgemein anerkannten theologischen Bedeutung einzig die Frage: Wie ist der gottesbildlose Kult vom einen kreativen großen Ganzen und der davon ausgehenden Vernunft-Bestimmung (dem schöpferischen Wort) auf neue, nun universale Beine gestellt worden. Und dass dies in der Logos genannten Vernunftlehre antiker Aufklärung geschah, ist eigentlich bekannt. Wer nicht nur Bilder betrachtet, sondern ihre Bedeutung bedenkt, für den ist daher die Auferstehung ein ganz natürliches Geschehen, wie es die Geschichtsbücher beschreiben.

Auch wenn bereits an vielen Stellen auf Ostern als offenbar/sichtbar/verständlich werden der bisher meist mythisch angenommenen kreativen monotheistischen Wirklichkeit oder auf die Auferstehung Bezug genommen wird. Auch unter Apologetik und der dort nachgezeichnete philosophisch-christlichen Auferstehungsschrift des als Kirchenvater geltenden Athenagoras. Da die Auferstehung bzw. der aufgeklärte Verstand der Anfänge die unabdingbare Voraussetzung für die Lösung auch heutiger Probleme des Glaubens bzw. der aber-gläubigen Vorstellungen und deren täglich beklagter Folge ist, wird hier das antike Verständnis von Auferstehung hinterfragt. 

9. Kein wiedererweckter Mann: Gottesbildfreier Monismus war neuer Monotheismus 

Allein die Erkenntnis dessen, was vorchristlich als Auferstehung erhofft wurde, ist ein absolutes Zeugnis dafür, dass es den anfänglichen Denkern nicht um das ging, was heute als historisch gilt. Mit Auferstehung war in antiken Kulturen ein kultureller Neubeginn, ein Neuverständnis des Alten verbunden. So wenig es in der Real-Geschichte des Alten Testamentes bzw. Exodus um einen wundertätigen Mann mit zufälligem Namen  Moses oder landraubenden mörderischen Massenschlächter Namens Josua ging, war das christliche Wesen nur ein als Gottessohn angesehener wundertätiger Wanderkyniker mit Namen Jesus. Die notdürftigen Auferstehungserklärungen, die aus dem Mund heutiger Theologen kommen, stinken nicht nur zum Himmel. Im Licht natürlicher Entwicklung sind sie historisch unhaltbar. Weder in der Gemeindebildung aufgrund eines als göttlich gesehen Gurus, noch in einer neuen mystischen Lehre vom ewigen Leben lässt sich die Ausbreitung des christlichen Kultes erklären. Wer sich weigert, die Weltentstehung in der siebentägigen Tat einer menschlichen Gottesvorstellung (die Polemiker sagen Spaghettimoster) anzunehmen, der kann auch nicht Juden und Griechen der antiken Hochzivilisation das unterstellen wollen, was bei heutiger Historien-Hypothese hinten herauskommt. 

Allein das Wissen um die Bedeutung des vorchristlichen Auferstehungsbegriffes als ein in vielfachen Volksgeschichten geschilderter Erkenntnisprozess und Neubeginn in menschlicher Kulturentwicklung, der dem ewigen Vergehen und Werden der Natur entspricht, lässt das, was heute allgemein als Auferstehung Jesus angenommen und dann logischerweise meist abgelehnt wird, als Schwachsinn erscheinen. Und das Exodus-Geschehen bzw. eine Neubegründung des im sog. Exil entstandenen bildlosen Kultes/Bundes vom kreativen großen Ganzen (Monotheismus) wäre selbst mit einem leiblich wiedererweckten Wanderkyniker nicht zu machen. Die Notdürftigkeiten vom hingerichteten Heilsprediger machen nicht nur den christlichen Glauben zum Glauben zum Humbug. Sie rufen nach einem neuen Verständnis der geschichtlichen Anfänge. Sie führen zu dem, was historisch war und im biblischen Kulttext als Auferstehung bebildert ist: Einem aufgeklärten Verständnis der Anfänge, aus denen nicht nur das Christentum, sondern auch der Islam und das heutige Judentum erwuchsen. Denn all das, was die alten Kulturen als Auferstehung erhofften und was dann Denker der Zeitenwende und der anfänglichen Kirche als erfüllt sahen, lässt sich nur im Logos erklärten, in der Vernunft, die den Mythos, damit auch den Aberglaube der Traditionslehren auf die Beine der Vernunft stellte.

10. Realgeschichtliche Auferstehung bei Reformjuden

Wie im Reformjudentum zur sog. Zeit Jesus Auferstehung war, ist kein Geheimnis. Ähnlich wie seit Grimm und durch heutige Kulturwissenschaftler die Mythen des Westens in aufgeklärter Vernunft, als allegorische Bilder eines nun natürlich erklärten kreativen Geschehens in Natur und Kultur erklärt werden, ist das beispielsweise in Alexandrien zu beobachten. Das dort unter Philo bekannte Reformjudentum steht für die allegorische Auslegung bzw. den aufgeklärten Verstand des Alten Testamentes. Auch was den Griechen und Römern die Göttersöhne waren, wurde zur Zeitenwende nun in Vernunft/Natur erklärt. Selbst der Zeus-Pantokrator, der philosophisch als Vater aller Götter galt und als noch nicht als Josua, lat. Jesus gesprochen wurde, auch als christliches Wesen in Evangelientexten auftrat, war kein zu glaubender Gott. Er stand in antiker Aufklärung für die Gesamtheit aller Götter, die nun im Logos/Vernunftlehre erklärt wurden, offenbar waren.

Wir wissen auch, wie nicht nur die antike jüdische Bildung Alexandriens (Philo) in der antiken Vernunftlehre (Logos) das verstand, was den Propheten als Wort galt. Damit der bildlose Kult der alten Hebräer vom einen kreativen großen Ganzen und einem unsagbaren, undefinierbaren Grund, in Vernunftprinzipien auf universale Beine gestellt wurde. Und wir wissen um ein allegorisches Verständnis des Alten Testamentes, wie es nach naturwissenschaftlicher Beschreibung evolutionärer Weltentstehung oder auch durch archäologischer Erkenntnisse heute erst wieder Platz greift. Während heute die moderne Wissenschaft die Geschichte von Moses und seinem wundervollen Auszug längst nicht mehr für historisch hält, haben noch deutsche Nachkriegsübersetzer Philos aufgrund dessen allegorischer Deutung angenommen, die jüdische Reformphilosophie hätte die Sache mit Abraham, Moses & Co. nur nicht so genau gewusst.

Allein sich die theologische Neubegründung und Wiederbelebung des Alten in antiker Vernunftlehre vor Augen zu führen, wie sie unter Philo von Alexandrien bekannt ist, macht die heutige Auferstehungsvorstellung völlig absurd. Wie soll in einem nach seiner Hinrichtung leiblich wiederwachten Guru oder nur in Gemeindebildung, bei der der junge Mann als Logos und lebendiges Wort verherrlicht wurde, das gegeben gewesen sein, was nicht nur in Alexandrien nachweislich war und als Auferstehung gesehen wurde? Denn genau das, was mit dem Auferstehungsgeschehen verbunden wird, war realgeschichtlich gegeben. Nicht nur in Alexandrien, wo in jüdischer Reformlehre das ewige Wort im Logos verstanden, der Kult vom einen kreativen Ganzen neu in Vernunft begründet wurde. Die Auferstehung lässt sich auch rund um Jerusalem betrachten. Bei der Suche nach einem neuen Bund, wie sie in den Texten von Qumran und vielen anderen jüdischen Bewegungen der Zeit als reales Geschehen bekannt ist, wurden nicht die Traditionstexte blind gebüffelt. Während frühchristliche Bewegungen, wie der Markionismus bekanntlich das alte Testament völlig ablehnten, sollte die Traditionslehre dort durch die Vernunfterklärung der Welt (Logos) nicht ersetzt, sondern in Vernunft verstanden werden. Der Gottessohn, auf den sich die heutigen Theologen beziehen, wenn sie die geheimnisvolle Auferstehung begründen wollen, war in antiker Vernunftlehre, lebendig. Die als ewiges Wort des gottesbildlosen Kultes verstandene Vernunftlehre hat nachweislich die Göttersöhne, wie die Gesetzeshörigkeit  gegenüber jüdischen Mythen abgelöst. Im menschlichen Kultbild, wie es in kreativer Kulturentwicklung notwendig war, ist dann der eine Sohn an deren Stelle getreten.

Doch was hat das alles mit einem Jesus zu tun, wie ihn oft selbst die Atheisten als Rebellen gegen die alte Glaubensobrigkeit ins Herz geschlossen haben? Das dürfen wir beispielsweise Phillip Melanchthon fragen. Denn wie unter "Josua: Jesus" dargestellt, hat sich der philosophische Gelehrte bei der einheitlichen Einführung des Jesusname auf die auch in Alexandrien geltenden jüdische Weisheit bezogen. Weisheitslehren, die unter dem Namen "Jesus Sirrach" aus antiker Vernunftlehre hervorgegangen sind. Auch wenn der Reformator nicht der Erste war, der damit den Bezug zum alttestamentlichen Josua herstellte. In den unzähligen Texten, die bei der Kanonisierung zum Neuen Testament wurden, kam der Jesusname anfänglich nicht vor. Der Name Jesus wurde erst mit lateinsicher Übersetzung für die vormaligen Hoheitsumschreibungen (auch heidnischer Herkunft, wie Zeus Pantokrator) einheitlich eingeführt. Alles, was wir über Jesus wissen und im Neuen Testament nachlesen, lässt sich nur in der den anfänglichen Denkern und Vätern der Kirche geltenden Vernunftlehre antiker Aufklärung (Logos) begründen.

Auch wenn das einfache Bild des jüdischen Reformers mit Namen Jesus, wie es letztlich erst die Reformation lieferte, der Grund ist, dass heute selbst bei anfänglichen Lehren und Christologie-Diskussionen (bei denen es sichtbarer Weise um den Logos ging) von "Jesus" gesprochen wird. Und sich so die gesamte Forschung selbst in die Irre führt. Heute wissen wir auch, wie Kommunikation in Kultur funktioniert, warum für die menschliche Psyche Phantasiebilder in kultureller Evolution unabdingbar sind. In der modernen Kommunikationslehre wird beschrieben, wie emotional ansprechende einfache Geschichten, altbekannte Bilder und menschliche Gesichter und Gestalten notwendig sind. Wir wissen, was eine gemeinsame Marke bewirkt, welche Vorteile sie bringt, wie Gefühle den Verstand regieren, was vertraute Bilder und emotionale Begeisterung bewirken... All das, was die moderne Kommunikationslehre liefert und logisch ist, lässt die Logik kultureller Werkzeuge und letztlich die einer gemeinsamen  Kult-Marke verstehen.

Auch wenn die antike Aufklärung mit der kulturgerechten Weiterentwicklung der altbekannten Marke, der Wiederbelebung antiker Kultbilder die Grundlage für die heutige Vorstellung vom rebellischen Guru legte. Man sich dann seit der Verschriftung der Reformation meist sicher war, dass das Wesen des christlichen Glaubens ein junger Mann wäre. Das war weder Lug und Trug, noch falsch. Dieser Weg hat nicht nur zur naturwissenschaftlichen Aufklärung der westlichen Welt geführt, sondern zu einem heute aufgeklärten Kulturverständnis.

11. Aufklärung im Heidentum bzw. in Rom und Athen

Heiden waren historisch die, die ähnlich wie heutige Buch- bzw. Traditionsgläubige trotz aller Vernunftlehren den traditionellen Gottheiten bzw. menschlichen Gottesvorstellungen/-bildern anhingen. Während sich die später sog. Christen selbst unter Androhung des Todes weigerten, weiter den traditionellen Gottheiten zu opfern. Wir wissen, dass heute als urchristlich geltende Erkenntnislehren selbst den bildlosen Grund des Ganzen des Alten Testamentes, die alten Geschichten und Gesetze ablehnten (siehe Marcion). Wie sich die Marcionisten ähnlich wie heutige Atheisten weigerten, die alten Geschichten auf allegorische Weise zu lesen und im Gegensatz zur späteren Kirche ohne aufgeklärten Verstand des Alten nur die Logos genannte Vernunftlehre im neuen (christlichen?) Kult anerkannten. Auch wie im Heidentum ein Verständnis des Götterkultes in zeitgemäßer Vernunft war, lässt sich nachvollziehen. Die griechische Philosophie hat sich seit den Vorsokratikern kritisch mit dem Götterkult auseinandergesetzt, noch einem Neuverständnis verlangt. Und auch wenn die Germanen noch weit davon entfernt waren, Freya und Odin in Vernunft zu verstehen. Uns ist heute das Wissen um aus der noch mystisch verstandenen Natur hergeleiteten Götter des Westens gegeben. Wer sich auf die Naturvergötterungen bezog, darin Weltentstehung oder Weltseele und Sinn begründete, ist in evolutionärer Kulturentwicklung unmöglich zu einem nach seiner Hinrichtung aus dem Grab gehüpften Guru oder einem von Kirchenvätern und Konstantin frei erfundenen Glaubenskonstrukt übergewechselt.

Viel zu Kurz greift  daher auch die von heutiger Halbaufklärung oft zu hörende Kritik, da sei einem jungen Juden nur die von den bisherigen Göttern behauptete Auferstehung zu Verherrlichungszwecken übergestülpt worden. Nicht allein, weil es völlig ausgeschlossen ist, dass griechisch-römische Bildungsbürger einem Juden die Attribute bisheriger Götter angehängt hätten. Denker, denen Vernunftlehren wie beispielsweise die Stoa galten und die trotzdem im Kult weiter von Göttern sprachen, die bereits in einem Zeus als Göttervater monistisch zusammengefasst waren, hätten in wildesten Fieberträumen keinen jungen Mann zum Kultgegenstand oder Logos gemacht. So wenig, wie dies für Reformjuden in Frage gekommen wäre. Wie weit abseits aller wissenschaftlichen Wirklichkeit in evolutionärer Kulturentwicklung muss man sein, wenn man einer Hochzivilisation, die den Kult vom kreativen großen Ganzen in monistischer Weise begründete, einen jungen Mann oder ein Glaubenskonstrukt zur Manipulation der Masse unterstellen will? Der gemeinsame Kult bzw. die Sprache von Göttern wurde als Voraussetzung für das römische Staatswesen gesehen, genau das war ja auch der Grund, warum die sog. Christen verfolgt wurden, die sich dem Götteropfer und damit auch dem Kaiserkult verweigerten. Doch zu unterstellen, dass Denker der Zeit dann zu einem jungen Juden übergelaufen sind oder ein freies Konstrukt menschlichen Geistes in Form bisheriger Götter auferstehen ließen, ist einfach völlig absurd, mit evolutionärer Entwicklung unvereinbar.

Wer die Geschichte vom Wolf, der sich als Großmutter ausgab, ein Rotkäppchen genanntes Mädchen fraß, das durch den Jäger aus dessen Bauch befreit wurde, so wenig für geschichtlich hält, wie die Wiedererweckung eines jungen Wanderpredigers, der kann auch nicht weiter glauben, dass dieser von Juden als lebendiges Wort verstanden worden wäre. Oder römische Bildungsbürger einen Heilsprediger als Zeus-Pantokrator beschrieben hätten. Ebenso wenig, wie dass nur ein Hirngespinst bzw. ein Glaubensmythos war, den man zur Manipulation der Masse als Logos verehrte. Damit die nicht nur in Stoa geltende Vernunftlehre, wie sie heute auch im Neuen Testament (gar als Rede Jesus) nachgelesen wird, auf den Kopf stellte.

Doch wie auch der traditionelle Götterkult in Zeiten antiker Wissenschaft bzw. nun rationaler Welterklärung immer mehr in Frage stand und sich deren aufgeklärtes Verständnis auch als notwendige Kultobjekte einstellte, ist bekannt. In der Kenntnis der gesamten Mythologie, selbst bei den Germanen und noch mehr im aufgeklärten griechisch-römischen Heidentum lässt sich ein aufgeklärtes Verständnis traditioneller Volks-Vorstellungen nachvollziehen. Es wäre Bildungsverweigerung und Bücherverbrennung, dieser Zeit den Wandel zu einem Wanderkyniker unterstellen zu wollen, der dann als wiederwacht hingestellt wurde. 

Warum aber die Vernunftlehre (der Logos), die nun auch im Kult an die Stelle der bisher staatstragenden menschlichen Göttergestalten ein Gesicht mit zwei Augen brauchte und eine volksförmige Geschichte,  lässt sich in evolutionärer Entwicklung nachvollziehen. Da war jedoch kein menschliches Gottesgebilde mit zwei Augen, wie es heute von Religionswissenschaftlern als evolutionärer Nutzen des Glaubens nachrechnet wird oder bei kulturell zurückgebliebenen Religiösen für mehr Geburten sorgen soll. In der Vernunftlehre wurde ein neuer staatstragender Kult der Zukunft gesehen, der an Stelle der Götter ein Leben in Vernunft und kulturellem Friede bringen sollte. Ein "gelobtes Land" für das in der Geschichte des bildlosen Kultes der die Geister vertreibende Josua, lat. Jesus stand.

Wer heute beobachtet, wie aufgeklärte junge Syrer mit Assad einen Personenkult betreiben oder Grün- und Sozialideologen des Westen bei den Wahlen doch nicht Programminhalte, sondern menschliche Personen wählen, der weiß, warum um die kreative Vernunft Mensch werden musste. Wem in moderner Kommunikationslehre beigebracht wird, warum Bilder mit zwei Augen mehr bringen als abstrakte Lehren, wie bildhafte Geschichten mit bekannten Gestalten auf emotional ansprechende Weise weit mehr wirken, als reine Vernunftrede, wie Emotionen mehr bringen als reiner Verstand oder wie die Evolution der Phantasie funktioniert. Dem ist klar, warum die Menschwerdung der Logos genannten Vernunftlehre antiker Aufklärung kein Lug und Trug oder nur ein doketistisches Scheinwesen des menschlichen Geistes war. Wie vielmehr die kulturgerecht- menschliche Ausdrucksweise des verjüngten Josua, lat.  dann Jesus, von den sog. Vätern der Kirche bei der Christologie-Diskussion  in aufgeklärter Weise als eine schöpferische Kreativität/Wirklichkeit in Kultur gesehen wurde: in kreativer Weise Auferstehung des Alten war. (Warum es wissensverweigernder Selbstbetrug ist, anfänglichen Denkern, denen der Logos in antiker Hochzivilisation heilig war, weiter zu unterstellen, jahrhundertelang über das Wesen eines jungen Juden mit zufälligem Namen Jesus gestritten zu haben, wird in vielen Kapiteln, von Apologetik, über Konstantin bis Julian oder die Entstehung des Islam deutlich gemacht.)  

12. Abfall statt Auferstehung

"Auferstehung" im ABC der evangelischen Kirche:

Kann es die Auferstehung von den Toten als ein reales Geschehen tatsächlich geben? Und ist Jesus wirklich auferstanden? Dass an der Sache etwas dran sein muss, legen zwei Aspekte nahe: l. Die Auferweckung Jesu ist die Initialzündung für das Entstehen des Christentums; 2. Auferstehung gehört zum Kernbestand des christlichen Glaubens, hat Bekenntnischarakter und ist als Begriff von keiner christlichen Gruppe je abgelehnt worden. Im Neuen Testament ist von einem wirklichen Geschehen die Rede. Betrachtete man die Auferstehung lediglich als eine Wunschvorstellung, so ist zu fragen, wie ein solcher Glaube angesichts des Todes eines geliebten Menschen tatsächlich trösten und Hoffnung entfalten kann.

Für das Neue Testament steht fest, dass es sich bei der Auferstehung Jesu um ein historisches Ereignis handelt, mit dem die Geschichte des Christentums ihren Anfang nahm. Dass Jesus der verheißene Messias ist, lässt sich nur vor dem Hintergrund behaupten, dass er auferweckt wurde. Und wäre er nicht auferweckt worden, so hätte sein Tod keine Heilsbedeutung. Jesus wäre mit seiner Mission gescheitert.

Jesu Auferstehung wird nicht als Rückkehr eines Toten in das irdische Leben (z.B. Wiederbelebung) beschrieben. Vielmehr geht es um eine Verwandlung zu einem neuen, unvergänglichen Leben. Dies wird schon an der Wortwahl sichtbar, die hier verwendet wird. Die Rede von der Auferstehung bzw. Auferweckung drückt das Geschehen metaphorisch aus. Wie man vom Schlaf aufsteht oder geweckt wird, so soll es analog auch den Toten einmal widerfahren. Soweit der Text im ABC der evangelischen Kirche, der ähnlich auch in katholischer Lehre gilt. Wo man die historische Wirklichkeit allein dadurch völlig verdreht, wenn den Anfängen bereits der Jesus-Name untergeschoben und damit der Eindruck erweckt wird, es wäre um einen hingerichteten Religionsrebellen gegangen.

Doch der kulturelle Wandel zu einem neuen Leben und damit die Initialzündung für den neuen, später christlich genannten Kult, war bekanntlich der Logos. Was von keiner der sich teilweise auch bitter bekämpfenden urchristlichen Denkweisen abgelehnt wurde, war die Logos genannte Vernunftlehre antiker Aufklärung, die die alten Vorstellungen auf neuen Beine stellte.Diese Auferstehung als unabdingbare Voraussetzung des neuen bildlosen Kultes vom kreativen großen Ganzen und als echt historisches Ereignis, wie es allen urchristlichen Gruppen bzw. Denkern galt, kann nichts mit der Wiederbelebung eines Wanderkynikers zu tun haben, als was der christliche Glaubensgrund heute unsinnigerweise hingestellt wird. Die Auferstehung der Toten bzw. das ewige Leben, wie es heute in Evolution erklärt wird, ist bereits in antiker Vernunftlehre als ein ganz natürlicher Prozess erkannt worden, der auch in Kultur gilt. Griechische Götter und jüdische Gesetzlichkeit sind nun in Vernunft wieder-verstanden worden. Da war kein Wunder, durch das ein Spagettimoster-Gott menschlicher Vorstellung sein geheimnisvolles Eingreifen in die Welt beweis. Es war ein Erkenntnisprozess antiker Aufklärung, bei dem das Alte nicht nur einfach abgelehnt wurde (wie im ebenso als urchristlich geltenden Marcionismus), sondern auf allegorische Weise neu in Vernunft verstanden wurde.

13. Auferstehung war und ist Wirklichkeit

So wie heute der Speyerer Bischof Wiesemann in der Tageszeitung unter der Überschrift "Auferstehung ist Wirklichkeit" zitiert wird, müsste ein normal denkender Mensch seine Kirchensteuer zurückfordern. Auf die Frage "Ist die alte Geschichte dem Sozialkonzern Kirche inzwischen peinlich?" antwortete der Kirchenmann: "Sie ist der Kern unserer Botschaft, wie es der Apostel Paulus sagt: der Grund auf dem wir stehen". Doch genau dieser Grund, den die als Christus erkannte Vernunftlehre (Logos) in einem neuen bildlosen Paradigma des kreativen großen Ganzen brachte (Paulus) fehlt, wird ins Gegenteil verkehrt. Solange die Auferstehung als eine innere Hoffnung angesichts des Terrors und der Konflikte auf der Welt gesehen wird, bleibt nur Abfall.  Dem Bischof ist zuzustimmen, dass die Auferstehung der absolute Grund des christlichen Kultes ist und nichts, was nach dem Tod kommt. Doch genau dieser den anfänglichen Christen geltende Grund kann nur in gegenwärtiger Vernunftlehre, nicht in der geistigen Wiedererweckung eines Wanderguru und hoffnungsfrohen Erwartungen gesehen werden. Auch wenn der Kirchenmann dann zurecht das Wundersame verneint, weil es ja nicht um einen einfachen Menschen wäre, ist ihm zuzustimmen. Doch wenn er getreu der heutigen Lehre die Menschen weiter im aber Glauben an einen jungen Guru als Gottessohn lässt, müsste man austreten und die Kirchensteuer zurückfordern.  Denn der einsam gestorbene junge Mann, der dann für seinen aufopfernden Mut in den Himmel gehoben wurde, der taugt nur noch als Vorbild für die mörderischen Selbstmordattentäter.

Es ist ein völliger Realitätsverlust und Raub der unserer Kultur zugrunde liegenden Vernunft, wie an Karfreitag in einer angeblich wissenschaftlichen Fernsehdokumentation der ehemalige Präsident der Berliner Humbold-Universität Christoph Markschies das Christentum in der Überredung von Römern durch einen Fischereibesitzers mit Namen Petrus begründet. Was bleibt, ist reine Rhetorik. Doch die aus dem Mund des vielzitierten evangelischen Theologen zum Himmel stinkenden Notdürftigkeiten sind historisch nicht mehr haltbar. Dass die Römer für die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode empfänglich gewesen und deswegen zu den Anhängern der Jesus-Sekte geworden wären, ist nicht nur völlig unrealistisch. Sie.macht den gesamten Glauben völlig zum Schwachsinn. Nach dieser Definition ist jedem täglich beklagten mörderischen Irrsinn im Namen des Glaubens Tür und Tor geöffnet. Doch "Gott sein Dank" ist Wissen und Geist gegeben, dass es den Bildungsbürgern in der Hochkultur antiker Aufklärung, wie sie auch in der Karfreitagsdokumentation zu sehen ist, nicht gegangen sein kann. Auch wenn noch keine empirisch nachgewiesene Evolutionslehre war, so wurde das ewige Leben in einem logischen Lebensfluss nun in Natur/Vernunft erklärt, die an die Stelle alter Glaubens-Mythen und ihrer Götterbilder getreten waren. 

Die Ausbreitung des christlichen Kultes durch Überredung zu ewiges Leben versprechenden Predigern begründen zu wollen, ist eine Wissensverweigerung, die jede Bücherverbrennung oder Vernichtung alter Kulturgüter übertrifft. Die dafür vielgescholtenen IS haben in Palmyra nur alte Steine gesprengt, die Zeugnis einer Hochkultur und eines kulturellen Wandels ihres Weltverstandes und dem Miteinander der Völker waren..Doch nicht nur die kirchliche Wissenschaft tut, wie wenn die antike Hochkultur gar nicht gewesen wäre. Auch ihre Kritiker, die sich über alle christlichen Theologie nicht nur lächerlich machen, sondern darin das eigentliche Übel sehen, unterstellen den christlichen Anfängen Dinge, die historisch nicht haltbar sind. Selbst die Hoffnung auf ein ewiges Leben, das in historischer Wirklichkeit der in langer ernsthafter Konkurrenz zum Christentum stehende Mithras-Kult seinen Anhängern versprach, war inzwischen in antiker Vernunftlehre begründet. Auch in den Mysterien-Kulten hatte die antike Aufklärung Einzug gehalten. Mithras war für damalige Bildungsbürger weder ein junger Mann, noch ein als göttlich zu glaubendes Spagetthimonster, nach dem sich heute die Kirche der Polemiker benennt. Dann unter dem Beifall des alt atheistisches Sprachrohr geltenden humanistischen Pressedienstes zurecht klagt, warum ihr neben den katholischen und evangelischen, die als Löffel gestalteten Hinweisschilder auf den Gottesdienst verweigert werden. Die Götter des Pantheon galten den sich auf die Stoa berufenden oder anderen Neuplatonisten, die sie weiter pflegten (ihnen im Gegensatz zu Christen weiter opferten) als kultureller Ausdruck eine kreativen Ordnung des gesamten Kosmos. Was soll alles Wissen über Platon, die in Physis und menschlicher Psyche begründeten Lehren, die dann im Kult in verschiedener Weise umgesetzt wurden, wenn man diesem dann weiter nur völligen Schwachsinn zur kaiserlichen oder kirchlichen Minipulation der Masse unterstellen will? Das ewige Leben war in antiker Aufklärung im Logos erklärt. Auch wenn noch keine Wissenschaft im heutigen Sinne war. Es galten universalen Prinzipien, die nun in Vernunft/Natur verstanden wurden. Und genau dieser Logos war dann Gegenstand der Anhänger des später sog. Christus-Kultes, der sich den Göttern verweigerte, weil er in der Vernunft auch im Kult die Zukunft (das ewige Leben) sah.

14. Verdrängung und Verstand der traditionellen Bilder in Vernunft

Wer nicht nur um die antiker Hochkultur weiß, sondern beispielsweise die vorchristliche Mythologie als kulthaften Ausdruck einer nun in Vernunft erklärten kosmischen Ordnung kennt und weiß, wie damals auch der alte Kult in Vernunft erklärt wurde. Der kann doch nicht allen Ernstes annehmen wollen, dass Bildungsbürger vom Götterkult zu einem  Guru aus Palästina gewechselt sind. Nur weil ein Fischereibesitzer als dessen Anhänger so vom ewigen Leben schwärmte. In den Katakomben genannten unterirdischen Kulträumen, wo nach und nach die neue Bilder gemalt wurden, dort ging es mit absoluter Sicherheit nicht um einen heute angenommenen egal wie wiedererweckten Wanderkyniker. Vielmehr wird auch in den alten Kultbildern deutlich, warum auch in einem im Grunde bildlosen Kult Bilder benötigt wurden. Doch es ist der glatte Wahnsinn, wie sich das Bild des guten Jungen so eingeprägt hat, dass selbst die Kritiker eher alles abstreiten, als in aufgeklärter Weise denken zu wollen.

Dabei wird selbst in "Welt der Wunder" am Ostersonntag dargestellt, wie die Römer, die aufgrund der Vernunftlehre (Logos) nicht weiter den bisher staatstragenden Göttern opfern wollten oder den Kaiserkult akzeptierten, als staatsgefährdende Christen verfolgt wurden. Und so wenig wie die Römer und Griechen, denen in Weltbeschreibung und menschlichem Verhalten nun die Vernunftlehre galt und die ihre Götter in Vernunft erklärten, können die Germanen und Kelten des Westens zum Wanderpredigerkult übergelaufen sein. Wegen einem Guru, der vom ewigen Leben schwärmte oder wiedererweckt worden sein soll, sind die Fürsten des Westens mit Sicherheit nicht zum christlichen Kult übergetreten. Wegen dem, was heute als christlicher Glaubensgrund in der Kirche gelehrt wird, hätte keiner seine Götter, die längst Naturerscheinungen verkörperten, für die man sich begeisterte, verlassen. Denn weder bei Wotan noch anderen römische oder westliche Götter waren Spagettimoster, wie heute das vorgesetzte, entleerte Gottesbild von Kritikern polemisch dargestellt wird. Das waren keine Gottesbilder, an die es aber zu glauben galt. Es ging um Naturphänomene, die nun in Vernunft (Logos) erklärt/offenbar waren. Wer die römische Hochkultur schildert, ihre Auseinandersetzung mit den Völkern des Westen,gleichzeitig darstellt, wie Germanen und Kelten im Kult die Natur vergötterten der kann doch nicht all dieses Wissen der absurden Hypothese opfern wollen, dass all diese Völker einem vom ewigen Leben schwätzenden Schwärmer aufgesessen sind. Wie aber die Vernunft (der Logos) nach und nach selbst zum Kult wurde und dafür die altbekannte Bilder brauchte, lässt sich verstehen.

Selbst wenn ein in Jerusalem wegen Häresie hingerichteter Handwerkersohn nach seinem Tod in tausendfacher Ausführung wundersam leiblich wiedererweckt worden und durch den Westen gezogen wäre. DAs hatte kein neues Weltverständnis und einen davon ausgehenden Kult gebracht, wie es in der Auferstehungslehre gesehen wurde. Warum dies aber die Vernunftlehre eine neues Weltverständnis brachte, das die alten Gottesbilder ablöste, liegt offen. Auch warum im Kult weiter Bilder und Geschichten benötigt wurden, müsste Kulturwissenschaftlern oder modernen Evolutionswissenschaftlern, die sich auch mit menschlichen Vorstellungen, Phantasiebildern im ewigen Wandel beschäftigen, klar sein.

Wenn aber heute Aufsehen erregende Kritiker, wie der deswegen aus dem kirchlichen Lehrdienst entfernte Prof. Gerd Lüdemann die Auferstehung verneinen, das alles aus alten Sagen ableiten wollen. Dann ist das so wissenschaftlich, wie wenn sie abstreiten würden, dass die sieben Geißlein wirklich aus dem Bauch des Wolfes befreit wurden. Dabei müsste gerade der Gnosiskenner Lüdemann  wissen, dass die heute als urchristlich geltenden  Erkenntnislehren, aus denen auch die sog. Paulusliteratur erwuchs (der Kult des neuen, nun universalen bildlosen Paradigma) nicht von einem jungen Guru getragen wurden.

15. Auch Himmelfahrt war kein Heilsprediger

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Wenn von Himmelfahrt gesprochen wird, dann  nicht nur im Hinblick auf die biblischen Texte, wie die Apostelgeschichte, die von der Erhöhung des Christus  40 Tage nach seiner Erscheinung bei den Jüngern berichtet. Insbesondere die Denker, die jedoch eindeutig bzw. allgemein anerkannt den Logos (die antiker Vernunftlehre) als christliches Wesen zum Thema hatten (und bei denen in Wirklichkeit noch nichts von einen Josua, lat. Jesus zu lesen ist), werden als Zeugen für die Himmelfahrt Jesus  aufgeführt. Doch wer römisch-christlichen Denkern wie Justin, Irenäus oder Polykarp, die eindeutig den Logos zum Thema hatten, weiter unterstellt, es wäre um einen in Himmel erhobenen Heilsprediger gegangen, der muss weit mehr besoffen sein, als heute den Vatertag feuchtfröhlich feiernden Vätern unterstellt wird.

Doch so wenig heute angenommen wird, da wäre ein Heilsprediger in den Himmel geflogen und hätte sich einer Gottesgestalt zur rechten Seite gesetzt, ging es bei der vorangegangenen Auferstehung um einen jungen Mann.

16. Auferstehung in Kultur (nach Wiki)

Da die christliche Auferstehungshoffnung nicht im luftleeren Raum entstand, muss gefragt werden, was die Vorgängerkulturen als Auferstehung erwarteten. Umso mehr, als sich die Bedeutung, die der christlichen Auferstehung anfänglich beibemessen wurde, darauf Bezog. So ist insbesondere ohne das Exodusgeschehen der Juden, was in der Auferstehung als erneuert gesehen wurde, heute in den dicken Büchern theologisch als Bedeutungsinhalt des Auferstehungsgeschehens dargestellt wird, diese ein reiner Wahn.

Wer gewohnt ist, Kulttexte wörtlich zu nehmen und bei Auferstehung von Kind auf von einen hingerichteten Guru ausging, der läuft Gefahr, auch bei den altphilosophischen Auferstehungserwartungen der vorchristlicher Kulturen (Wiki "Auferstehung") nur ein Gewimmel auf dem Friedhof zu sehen. Doch auch wenn in den meist noch im Mythos begründeten Kulttexten von einer Auferstehung oder Aufrichtung der Toten und einem ewigen Leben oder einem Endgericht, der Entscheidung zwischen Gut und Böse gesprochen wurde. Was auf alte Weise als ein umfassender kultureller Wandel dargestellt wurde, hat mit dem, was nach heutiger Hypothese als Auferstehung Jesus gilt, nicht das Geringste zu tun.

Wenn aber bereits die alten Perser ein Endgericht als Unterscheidung zwischen Gut und Böse erhofften, dann war diese jetzt in der Vernunftlehre antiker Aufklärung gegeben. Wiedergeburt, ewiger Wandel und vieles mehr, was man sich vormals auf mythische Weise erklärte, wurde jetzt in den Weltmodellen philosophischer Vernunftlehren dargestellt. Sicher war man noch weit von heutiger Evolutionslehre entfernt, wenn die heute als urchristlich geltenden Erkenntnislehren (Gnosis) das ewige Leben in philosophischen Modellen beschrieben.

 Zoroastrismus

Egal was aus den persichen Kulttexten an Paradiesrede abgeleitet und dann aufgrund heutigem christlichen Humbug auch ähnlich der alten Hochkultur unterstrellt wird. Eine Denkweise, die sich auf Zarathustra bezog und auf den philosophisch gesehenen kreativen Weltgeist, im den man Götterfrei gut Denken und Leben in Kultur begründete. Die hat bei der Rede von Auferstehung als Gericht über Gut und Böse nicht an das gedacht, was heute als Auferstehung gelehrt wird. Die Vernichtung, Vertreibung der Geister, der schöpfungsfeindlichen mythischen Mächte lässt sich bereits in Zarathustra geschichtlich nachvollziehen. Und wer weiß, wie genau dort  und dann der bildlose prophetische Kult vom "einen" kreativen großen Ganzen geboren ist, auf den sich die Bibel bzw. die monotheistischen Glaubensgeschwister beziehen. Der kann auch in dieser vorchristlichen Auferstehungshoffnung eine Hoffnung auf die Vernunft erkennen, wie sie in antiker Aufklärung zur Welt gebracht wurde. Mit einem nach seiner Kreuzigung aus dem Grab gehüpften Guru, Gemeindebildung oder einem manipulativen kirchlichen Glaubenskonstrukt, damit allem, was heute in Kirche oder von deren Kritik unterstellt wird, hat diese vorchristliche philosophische Auferstehungshoffnung nichts zu tun.    

Hellenismus

Natürlich ist in den  alten Kultexten vom Fortleben der Seelen nach dem Tod, Seelenwanderung zu lesen. Doch wenn die zyklische Wiedergeburt der Kräfte im Rhythmus der Natur nun in natürlicher Vernunft der monistischen Weltmodelle erklärt wurde, dann hatte auch das nichts mit der Wiederkehr eines aufgehängten Wanderkynikers im Geist seiner Anhänger zu tun. Das ewige Leben, wie es heute in Evolution erklärt wird, war damals bereits in Vernunft angelegt.

Judentum

Es mag oft in die Irre führen, wenn von "Gottes Geboten" gesprochen und dann im heutigen Sinne an die Vorschriften eines Spaghettimosters des menschlichen Geistes, statt an das gedacht wird, was im schöpferischen/kreativen Sinne geboten war. Doch jede vorchristliche jüdische Auferstehungslehre, die heute als Vorbild für die christliche Auferstehung, Lieferant für die Texte und Beschreibung gelehrt wird, fordert ein neues Verständnis von Auferstehung heraus.

Was als so sicher wie das Aufgehen der Sonne am nächsten Morgen gesehen wurde, war eine kulturelle Entwicklung, wie sie heute als Evolution empirisch erklärt wird. Die so auf die Natur bezogene Krankenheilung in Kultur lässt auf die Erwartung von rationaler Erkenntnis in Vernunft, damit einem fortschreitenden "Hören" schließen. Auch wenn von universaler Auferweckung im Endgericht, endgültiger Befreiung Israels (Hörer des Wortes/hebr.Vernunfthandlung) und Rettung aller Völker gesprochen wurde, was dann christlich als Erfüllt gehofft wurde. Man muss seinen Kopf in alten Glaubenslehren ertränkt haben, dann weiter von einem Wanderguru, Gemeindebildung oder wie die Kritik, von freien Glaubenskonstrukten auszugehen.

Wer dann noch das Wissen über die Entstehung des Exilsmonotheismus auswertet, das hinter den alten Geschichten vom Auszug, Passah als Vorbild der Auferstehung steht......

17. Passah aufgeklärter Vernunft

An Ostern wird ein neues Passah gefeiert. Daran führt kein Weg vorbei. Es ist kein Zufall, dass die Festtage für die Befreiung, den Anfang des gottesbildlosen Kultes vom kreativen großen Ganzen und Verstand des Wortes durch die Hebräer, mit der christlichen Auferstehung zusammenfallen. Wer selbst den dritten Tag aus dem Alten Testament ableitet, der kann nicht weiter annehmen wollen, dass ein durch seinen Freund verratener junger Angeber aufgehängt wurde und zufällig am Passahfest wieder aufgetaucht ist. Es geht um den Inhalt dessen, was in den Kultgeschichten erzählt und an den Festtagen gefeiert wurde. Und das war Befreiung und Beginn. Nicht allein die Texte des Neuen Testamentes (gerade hinsichtlich des Auferstehungsgeschehens), sondern die gesamte christliche Lehre laufen darauf hinaus: Was die alten Hebräer mit Passah verbanden, wurde nun im später als Josua, lat. Jesus gesehenen Logos (antiker Vernunftlehre) begründet. Und genau das ist uns in einem aufgeklärten Verständnis als Geschichtsrealität bekannt. Nicht allein Befreiung vom Aberglaube und christlicher Beginn, sondern die Neubegründung dessen, was vormals jüdische gefeiert wurde, lässt sich nur in der Vernunftlehre antiker Aufklärung begründen. 

Eigentlich ist aufgrund des heute gegebenen Wissens über die Anfänge des sich im Kult-Text auf Abraham beziehenden und durch Moses gegebenen,bildlosen Kultes vom kreativen großen Ganzen völliger Schwachsinn, an Ostern nach der egal wie gearteten Auferstehung eines jungen Heilspredigers auch nur zu fragen. So wenig der monotheistische Anfang eine Massenflucht aus Ägypten war, lässt sich die Theologie, die den bildlosen Kult der Alten ausmachte und jetzt neu begründet wurde, in der Wiedererweckung eines Wanderburschen erklären. Es wundert nicht, dass die Theologie als Wissenschaft nicht mehr ernst genommen wird. Wer sein theologisches und geschichtliches Wissen so in den Schatten der alten Kultbilder stellt, darf sich darüber nicht wundern. Denn wenn das Wissen um das realgeschichtliche Geschehen und die in tausenden Büchern dargelegten theologischen Inhalte auch nur halbwegs Sinn machen sollen. Dann ist das christliche Passah nicht in der Hinrichtung und Wiedererweckung eines wunderheilenden Wanderkynikers zu erklären, sondern im Neuverstand des hebräischen Wortes in antiker Vernunft. Theologen, die ausgehend von einem hingerichteten Religionsrebellen die Auferstehung als real bewahren wollen, als eine Art Gemeindebildung beschreiben oder auch abstreiten, verleugnen das eigene Wissen um geschichtlichen Anfänge. Nicht nur die christliche Theologie wird so im Kurz-schluss der Halbaufklärung auf den Müll gekippt. Auch alles, was wir über die Anfänge des aus Ägypten kommenden Gottesbegriff/-bildfreien Monotheismus und seiner Neubegründung im Exil der Perser wissen, kommt bei heutiger Auferstehungslehre nicht vor. Ein wegen Häresie aufgehängter und aus dem Grab gehüpften Guru lässt  weder mit den Anfängen, noch bei der Neubegründung des Monotheismus bedenken.

Was wir heute Monotheismus nennen, jedoch keine absolut gesetztes vorgesetzte Gottesvorstellung (-begriff), sondern ein ganzheitliches schöpferisches Verständnis (Hören) war, das die traditionellen Gottesbilder verwarf, ist nachweislich im sog. Exil entstanden. Das Wissen und Weltbild alter Hochkulturen wurde von himmelskundigen, naturbeobachtenden Hebräern, bei denen die Kreativität des Ganzen (Schöpfung) zur Sprache wurde (Wort) auf prophetische Weise weitergedacht. Der Anfang des prophetischen Kultes, der an Passah gefeiert wurde, hatte so wenig mit einer wundersamen Flucht über das Schilfmeer zu tun, wie sich heute in Flüchtlingen, die mit Schlauchbooten über das Mittelmeer aufbrechen, ein inhaltlicher theologischer Neubeginn des christlichen Kultes begründen lässt. Und ebenso wenig, wie eine Massenflucht oder die einiger Arbeiter aus Ägypten etwas mit den Anfängen des prophetischen Kultes zu tun hat, lässt die theologische Neubegründung des Alten in dem erklären, was man heute als Auferstehung Jesus hinterfragt.    

Wir können an Ostern zwar weiter vom Moses-Auszug aus Ägypten reden, wie wenn wir nicht wüssten, dass der Verstand des Wortes (einer umfassenden schöpferischen Wirklichkeit/Vernunftbestimmung) die bei den hebräischen Himmelsbeobachtern mitten in den Weltbildern der Hochkulturen (Exil) erwachsen ist, der eigentliche Anfang war. Und selbst bei der alten Kultgeschichte von Passah reden wir von der einer Befreiung vom Joch des Alten und dessen menschlicher Gottheiten. Doch wir wissen, dass historisch kein Auszug und eine archäologische noch mögliche Arbeiterflucht nicht der Anfang des bildlosen Kultes vom einen kreativen großen Ganzen war. Vielmehr ist bekannt, wie der auf eine umfassende kreative Wirklichkeit (Wort) gründende gottesbildlose Kult entstand, auf den sich heute meist auf ihre eigenen menschlichen Gottesbilder/-vorstellungen und Bücher begründende Glaubensgeschwister berufen. Wer sich auf die Propheten des sog. Exils bezieht, kommt beispielsweise an der von einem "kreativen Weltgeist" ausgehenden Philosophie des "gut Denkens und Handelns", wie sie in Zarathustras bekannt ist, nicht vorbei.   

Wer Ostern/Auferstehung erklären will, der muss nach einer Neubegründung des bildlosen Kultes vom einen kreativen Ganzen und einem unsagbaren Grund (Monotheismus) fragen. Die Theologen, die bei der Heilsprediger-Hypothese den biblischen Jesus mit einem neuen Monotheismus logischerweise nicht zusammenbringen können und trotzdem die Ostererzählung im Alten Testament theologisch Begründen, die sollten ihr Lehrgeld zurückzahlen. Die Erkenntnis, dass Ostern Passah nicht nur nachgestellt, sondern als neu erfüllt gesehen wurde, war für die Katz. Und dass im Neuen Testament theologisch ein neuer Monotheismus nachgeblättert wird, scheint auch nicht zu interessieren. Mit einer neuen Schöpfung ist junger Mann, selbst wenn er 1000fach leiblich wiedererweckt worden wäre nicht zu machen. Doch dass in der Vernunftlehre antiker Aufklärung nicht nur bei den Philosophen, sondern auch Reformjuden der Monismus weitergedacht, nun ein rational begründeter monotheistischer Kult wiedererwachte, im logischen Lebensfluss das ewige Wort/kreative menschliche Bestimmung wieder-verstanden wurde, ist bekannt. Auch dass die anfänglichen Denker darin die Hoffnung auf das gelobte Land sahen.